Über das Scheitern des Zweiparteiensystems in Rußland

17. Dezember 2022

Über das Scheitern des Zweiparteiensystems in Rußland

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 16. Paulus der Christusmörder / Die Paulusbriefe (III)

16. Dezember 2022

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 16. Paulus der Christusmörder / Die Paulusbriefe (III)

Handschriftliche Blätter in Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum, Reclam 1979 (undatiert)

15. Dezember 2022

Handschriftliche Blätter in Max Stirner: Der Einzige und sein Eigentum, Reclam 1979 (undatiert)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 37)

14. Dezember 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Ich glaube, Reich wollte ergründen, was objektiv hinter der subjektiven „existentiellen Sicherheit“ steht, die Menschen wie Bernd Laska dazu bringt ihr Leben ihrem „Projekt“ zu opfern und sich dabei gegen „alle anderen“ zu stellen. Etwas, wofür das Herdentier Mensch an sich nicht gebaut ist! Reich wollte ergründen, was das ist, das jene Menschen von diesen Menschen unterscheidet: was Reich von den anderen unterscheidet und ob das, was er existentiell fühlt, konkret und nachvollziehbar gemacht werden kann. Deshalb hat Reich „LSR“ auf die Biologie und Physik ausgeweitet.

Meines Wissens hat noch niemand darauf hingewiesen, daß nicht nur „LSR“ eine eigene „Biophysik“ hat, sondern auch DMF (Diderot, Marx, Freud)! Gut, Freud hielt nicht viel von den „libidometrischen“ Untersuchungen von Feitelberg und Bernfeld, die z.B. dem „Todestrieb“ physikalisch nachgehen wollten, aber es war nichtsdestotrotz, wenn man so will, die „DMF-Biophysik“. Und diese DMF-Physik war nichts anderes als die ganz gewöhnliche Schulphysik, auf Freuds Metapsychologie übertragen. Es ist die gleiche Physik, die zur gleichen Zeit zur Entwicklung der Molekularbiologie (DNA) und der Nuklearphysik führte.

[Einschub: Das ganze ist durchaus aktuell, versucht doch Cordelia Schmidt-Helleraus in ihrem Buch Lebenstrieb & Todestrieb, Libido & Lethe (Verlag Internationale Psychoanalyse) endlich die Freudsche Metapsychologie abzuschließen will, u.a. indem sie sie „Lethe“ als „Energiebegriff des Todestriebes“ hinzudichtet. Du hast Depressionen, suchst Hilfe – und dann interpretiert jemand den Zustand Deiner „Lethe“.]

Reichs Bemühungen wurden von den jeweiligen Wissenschaftsgemeinden nicht akzeptiert. Mit welcher Berechtigung können wir als Laien auf so gut wie allen Gebieten darauf bestehen, daß Reich richtig liegt und die Experten falsch? Es kann nicht darum gehen, sich in technische Einzelheiten oder wissenschaftliche Systematiken zu verlieren, vielmehr muß das folgende herausgearbeitet werden: Im letzten Jahrhundert hat es zwei Menschen gegeben, die die Physik wirklich begriffen haben und die alles andere als beschränkte Fachidioten waren: Einstein und Feynman. Beide haben sogar Konzepte entwickelt, die dem Orgon recht nahe kommen: die krümmbare Raumzeit-„Substanz“ der Allgemeinen Relativitätstheorie und das allgegenwärtige Quantenvakuum der Quantenelektrodynamik (die Theorie die, außer Atomkern und Gravitation, alles erklärt). Und „trotzdem“ hatten sie diese systematische Blindheit, dieses unaufhebbare Unvermögen auch nur ansatzweise das Orgon wirklich, sozusagen „lebenspraktisch“ zu erfassen, d.h. wirklich zu be-greifen. Und diese Barriere ist funktionell identisch mit der Barriere die DMF von LSR trennt, die Bernfelds/Feitelbergs Libidometrie von Reichs „Libidometrie“ trennt.

David Holbrook, M.D.: SEX UND LIEBE IN EINEM FALL VON PARANOID-SCHIZOPHRENEM CHARAKTER (Teil 4)

13. Dezember 2022

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sex und Liebe in einem Fall von paranoid-schizophrenem Charakter

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 16. Paulus der Christusmörder / Die Paulusbriefe (II) / Die erzwungene Kommunion mit Satan

12. Dezember 2022

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 16. Paulus der Christusmörder / Die erzwungene Kommunion mit Satan

Es ist nicht ausreichend in sozialen Angelegenheiten nur teilweise recht zu haben

11. Dezember 2022

Es ist nicht ausreichend in sozialen Angelegenheiten nur teilweise recht zu haben

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 36)

10. Dezember 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

In allen Bereichen (Naturwissenschaft, „Geisteswissenschaft“, Ingenieurswesen, Medizin) geht es darum, die Zukunft vorauszusehen bzw. ständig bestätigt zu werden (z.B. durch neue Archivfunde). In dieser Hinsicht schneidet das LSR-Projekt sehr gut ab. Meines Erachtens zeigt das, daß „System“ hinter dem LSR-Projekt steckt. Fragt sich nur welches. Einfach nur, „die bisher zugänglichen Dokumente zu sichten, zu ordnen, die Chronologie genau zu beachten etc. und daraus Eindeutiges sichtbar machen“?

Reich hat sich der alles erstickenden Zweideutigkeit entzogen, indem er sich auf eine tiefere Funktionsebene stellte. Was machte im Vergleich dazu Bernd Laska in seinem Projekt, das sich um LaMettrie, Stirner und Reich drehte? Er entzog sich der Fachdiskussion mit Psychoanalytikern, Orgonomen etc. und zog sich auf „kriminalistische“ Evidenz zurück, auf die Spuren in den Archiven. Zum Beispiel wird das Orgon entzaubert, indem es als biographisch bedingte Kompensation der Ohnmacht Reichs entlarvt wird. Problem dabei ist, daß dabei die objektive Logik in Reichs Werk systematisch ausgeblendet wird. Beispielsweise kann das Aufarbeiten des biographischen Hintergrunds bei Reich doch nur ein Gegenchecken sein, das die Hauptarbeit begleiten muß: das Entschlüsseln des Systems, der inneren Logik, als dessen willenloses Werkzeug sich Reich sah.

Besteht nicht die Gefahr, daß man durch „Dekonstruktions-Arbeit“ (soll keine Anspielung auf die Franzosen sein! mir fällt kein besserer Begriff ein) genau das zerstört (nämlich das besagte „System“), was man freilegen will?

Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 7)

9. Dezember 2022

Meine Generation und die Gefährten meiner frühen Kindheit:

Mit Sicherheit bin ich mit einigen von denen, die hier zu sehen sind, in die gleiche Grundschule an der Schwarzen Brücke gegangen. Wären wir, vertrieben durch die Hafenerweiterung, in die nahe Mümmelmannsberg-Siedlung gezogen, statt in den fernen und so fremden bürgerlichen Norden Hamburgs, ich wäre jetzt tot, wie so absurd viele, Knastologe, Dogenwrack, Alki, was auch immer. Ich wäre ein vollkommen anderer Mensch!

Man darf das mit dem „Charakter“ nicht übertreiben, so als sei er vom Himmel gefallen. Charakter ist ein gesellschaftliches Phänomen, d.h. er ist in der kleinen „Gesellschaft“ Familie entstanden, so wie Freud, Abraham, Reich und Baker es beschrieben haben. Und das zieht sich durch: Menschen nehmen den „Charakter“ ihrer Umgebung an. Wenn du etwa in einer kommunistischen Gesellschaft gezwungen wirst, wie ein Kommunist zu funktionieren, dann wirst du schließlich auch einer. Wir identifizieren uns mit dem, was uns vernichten könnte. In der Familie identifizierst du dich mit den Eltern, von denen du auf Leben und Tod abhängig bist, d.h. du wirst wie sie (= Charakterformation) und das setzt sich etwa in Cliquen wie den obigen fort. Der Konformitätsdruck ist unerbittlich. Man schaue sich doch nochmal das Video an: Klone!

Und by the way: Das waren die letzten Deutschen! Der Ausländeranteil meiner Grundschule war schon vor 20 Jahren 100 %, als erste Grundschule in Deutschland überhaupt. Und Billstedt ist heute eine Mischung aus Istanbul und Kabul. Zu meiner Zeit 0%, wenn man mal von all den Zigeunern absieht, aber die habe ich nie als anders empfunden und – die waren auch nicht anders.

Ich komme nicht von diesem Filmdokument los, weil es mich erinnert, wie sehr ich diese Leute gehaßt habe. Die Mädchen kommen mir noch heute ordinär und billig vor und dann das ganze Macho- und Kumpelgehabe und der Alkohol, alles was ich Zeit meines Lebens verabscheut habe. Aber bei all dem unechten Getue und Gemache – diese Menschen waren noch… Hinter der Fassade war etwas, etwas mit Gewicht und Substanz, „Schicksal“. Das änderte sich, vielleicht um 1973 herum, schleichend, aber doch deutlich. Das ist natürlich eine Rekonstruktion, gefärbt durch mein heutiges Wissen, aber ich vermeine, es gespürt zu haben, u.a. weil sich die Schulbücher in ihrer ganzen Aufmachung änderten. Die äußere soziale Fassade des Charakters und das Gehirn wurden langsam aber sicher alles. Geblieben sind leere Hüllen.

Immerhin kommen mir die damaligen Mädchen einigermaßen „normal“ vor, während es heute nur noch unglaublich entweder unangenehme Zicken oder vollkommen konturlose Puppen zu geben scheint. Und viele tragen Makeup, nicht nur diese clowneske Bauernmalerei, sondern richtig fett aufgetragen, wie man es bei Leichen macht, die noch einigermaßen unverwest aussehen sollen…

Der Freund meiner späten Kindheit hieß Andreas. Er war und ist genau der Prolet, den Campino spielt. Nur daß die Realität weniger „erotisch“ ist. Neulich habe ich Andreas gesehen: ein alter gebeugter alkoholkranker Mann mit riesiger grotesker „Stirn- und Mönchs-Glatze“ und an den Seiten langen schwarzen fettigen Haaren. Er hat sich gegen die gepanzerte Gesellschaft gewehrt, er war der wüste Schläger – und sie hat es ihm heimgezahlt. Auf seine Art war er auch zu gesund (jedenfalls gesünder als ich), um in dieser Gesellschaft überleben zu können. Reich hat ja genug über solche Menschen geschrieben, angefangen vom Triebhaften Charakter bis zu Walter Kolbenhoffs Untermenschen.

Andreas wurde später zu einem Typ wie etwa hier:

Währenddessen malte ich.

BERND A. LASKA, aus dem LSR-Archiv: Stapel von karteikartengroßen Papierzetteln über Wilhelm Reichs Biographie (undatiert, 1982?)

8. Dezember 2022

Stapel von karteikartengroßen Papierzetteln über Wilhelm Reichs Biographie (undatiert, 1982?)