Posts Tagged ‘Raumzeit’

ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: a. Astronomie und Sexualökonomie (Fortsetzung 1)

9. September 2021
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ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 4. Aktive Galaxien: a. Astronomie und Sexualökonomie (Fortsetzung 1)

Ergänzung zu „Reichs Gründe der Abkehr von der Tagespolitik (Teil 8)“ (Teil 2)

20. Juli 2021

Ich kann es mir nicht verkneifen, noch auf zwei Dinge hinzuweisen, die das Interview mit Campbell schlichtweg unerträglich machen: Man wisse, so Campbell, nicht mal wohin sich das Universum ausdehne. Offensichtlich hat er die Urknalltheorie gar nicht begriffen. Die Raumzeit an sich dehnt sich aus, nicht etwa ein materielles Plasma in der Raumzeit, wie Campbell es beschreibt! Und dann die Sache mit dem Doppelspaltversuch. Was macht aus der Welle ein Teilchen, wenn man die Information erhält, durch welchen der beiden Spalte die Welle dringt, bevor es auf den Schirm aufschlägt? Offenbar, so Campbell, ist es keine Störung, die die Welle sozusagen „zum Teilchen zusammenschnappen“ läßt, sondern tatsächlich die bloße Information. Deshalb sei die Welt (die Atome) selbst nichts als Information, d.h. eine gigantische sich selbst organisierende „Computersimulation“. Er verweist dazu auf das EPR-Phänomen, d.h. man läßt Teilchenpaare durch den Doppelspalt fliegen, die quantenmechanisch „verschränkt“ bleiben, so daß der Zustand („Durch Spalt 1 oder durch Spalt 2 geflogen?“) des einen Teilchens gemessen werden kann, ohne das andere Teilchen zu stören. Hallo! Der Sinn von Einsteins „EPR-Paradoxon“ war ja, daß eben KEINE „Störungsfreiheit“ vorliegt, eben weil die beiden Teilchen nach der Teilung verschränkt bleiben, d.h. wie EIN Teilchen funktionieren. Das genannte Experiment zeigt eben nicht, daß die Welt imgrunde „nur Information ist“, sondern ganz im Gegenteil sie sozusagen „Substanz hat“ und dieser Effekt für die Integrität und Konsistenz der Welt sorgt. Wir haben hier genau das, was Bergson ahnte und was Lange gesucht hatte: die Möglichkeit, wie aus Materie (separate Atome) Bewußtsein hervorgehen kann. Also genau das Gegenteil dessen, was Campbell behauptet! Aus dem Interview wird deutlich, daß er mit einer vorgefaßten „spirituellen“ Einstellung an die Sache herangetreten war und gar nicht zu anderen Schlußfolgerungen hätte kommen können. Mit Wissenschaft hat das, trotz vieler anregender Punkte, herzlich wenig zu tun!

Nochmal zu Campbells sehr guten Definition von Bewußtsein als Wahrnehmung plus Entscheidung. Beides sind genauso fundamentale Eigenschaften der Orgonenergie wie etwa Pulsation und Kreiselwellen-Bewegung! Das primordiale Orgon nimmt wahr und funktioniert spontan, d.h. „trifft Entscheidungen“. Das sieht man in der Plasmabewegung unter dem Mikroskop, erlebt man beim Cloudbusting und beobachtet man bei Galaxien.

Wahrnehmung und Erinnerung war auch Thema des „Monisten“ und „Energetikers“ Richard Semon in seinem Werk von 1904 Die Mneme als erhaltendes Prinzip im Wechsel des organischen Geschehens. Es ging dabei darum, daß Erfahrungen sich im Organismus als „Mneme“ bzw. „Engramme“ sozusagen materiell niederschlagen (Vererbung erworbener Eigenschaften). Der Ansatz war lange Zeit vergessen, bestenfalls belächelt worden, wirkt aber angesichts der Epigenetik heute nicht mehr ganz so abwegig.

Was Reich an Semon fasziniert hat, wird beispielsweise an folgender Stelle des genannten Buches augenfällig:

Erregung ist, wie wir betont haben, immer etwas Erschlossenes und zwar bewegt sich das betreffende Schlußverfahren in einer Richtung, die wir als energetische Betrachtungsweise kennzeichnen können, ganz gleich, ob der Schluß aufgrund unmittelbarer Bewußtseinsreaktionen oder aufgrund der Wahrnehmung solcher Erscheinungen, wie es die negative Schwankung der Ruheströme ist oder schließlich auf noch weiteren Umwegen aufgrund der Wahrnehmung von allerlei Bewegungen, von plastischen Reaktionen von Stoffwechseländerungen erfolgt. Was wir auf diesem Weg erschließen, ist ein energetischer Vorgang in der reizbaren Substanz und somit können wir ganz allgemein die Erregung als einen energetischen Vorgang in der reizbaren organischen Substanz bezeichnen. Über die Form oder die Formen der Energie, die den Erregungsvorgang bedingen, ist es zurzeit unmöglich, bestimmte Aussagen zu machen. Manche Autoren glauben, daß es sich dabei wesentlich um chemische Energie handelt. Andere ziehen es vor, vorläufig einen summarischen Ausdruck für diese bisher nicht mit Sicherheit bestimmte Energieform zu gebrauchen und sprechen von physiologischer Energie oder (entschieden zu eng gefaßt) von Nervenenergie, wobei sie alle allerdings die Wahrscheinlichkeit betonen, daß eine Zurückführung bzw. Zerlegung dieser Energieform in die anderen durch Physik und Chemie genauer bekannten Energien, wie mechanische, thermische, elektrische, strahlende, chemische, die ich hier als elementare Energien bezeichnen will, möglich sein wird. Wir lassen diese Frage auf sich beruhen und sprechen einfach von einem energetischen Vorgang der Erregung oder von Erregungsenergie, die je nach der Reizpforte, durch die sie im Organismus ausgelöst wird, sich außerordentlich verschiedenartig manifestieren kann.

Schließlich zu Engels: dieser hatte (angeregt durch Darwin) gezeigt, daß man den „Geist“ nicht von der Materie trennen kann, wobei man diese „Materie“ aber nicht als metaphysische Gegebenheit betrachten darf, sondern dialektisch, d.h. von der Warte der Wechselwirkung mit dem Tier bzw. Menschentier her. Das Gehirn, bzw. das, was im Gehirn vor sich geht, ist unmittelbar von den Händen abhängig („Handwerk“). Ich erschaffe (ergreife und verändere meine Umwelt), was mein Gehirn formt, und andererseits formt mein Gehirn meine Umwelt, denn Arbeit ist ein im Kopf gefaßter Plan, der dann von der Hand ausgeführt wird. Oder anders ausgedrückt: wir erkennen die Umwelt, weil wir in ihr leben müssen und wir verändern die Umwelt, um in ihr leben zu können. Beides erweist die hochphilosophische „Erkenntnisfrage“ als Scheinproblem. (Siehe dazu auch die moderne Darwinistische evolutionsbiologische Erkenntnistheorie.)

Googeln ergibt: „Engels versteht die Dialektik nicht nur als ein historisches, sondern vor allem als ein ontologisches und erkenntnistheoretisches Prinzip. Sie ist die Weise der Bewegung und Entwicklung alles Seienden und zugleich die Methode des Denkens.“

nachrichtenbrief173

4. Oktober 2020

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.13.

27. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.i.

4. Mai 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

d. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

e. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

f. Die gesellschaftlichen Tabus

g. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

h. Dreifaltigkeit

i. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.e.

26. August 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

4. Kosmogonie

a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“

b. Gravitation im Funktionsbereich „Erstrahlung“

c. Quantenmechanik

d. Spezielle Relativitätstheorie

e. Allgemeine Relativitätstheorie

Kosmischer Orgonenergie-Ozean oder DOR-Wüste?

15. August 2015

In Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur habe ich mich mit der „Vakuumkatastrophe“ auseinandergesetzt, d.h. daß die quantenmechanische Berechnung des Vakuums zu absurden Ergebnissen kommt. Der leere Raum müßte demnach in jedem beliebig klein gewählten Abschnitt mit einer unvorstellbaren Menge an Energie gefüllt sein. Die Diskrepanz zwischen den berechneten und gemessenen Werten bewegt sich in einem Bereich von sage und schreibe 120 Nullstellen! Bisher konnte man durch komplizierte Neuberechnungen „nur“ 55 Nullstellen streichen, aber nichts deutet darauf hin, daß man diese Katastrophe für die gegenwärtige physikalische Theorie auf diese Weise, d.h. mit den gängigen Mitteln wird abwenden können.

Entweder haben wir nicht den geringsten Schimmer, wie man die Energie des Vakuums berechnet – oder wir leben nicht in einem Universum, sondern in einem „Multiversum“. Wir hätten einfach keinen Zugang zu den grundlegenden etwa sechs Naturkonstanten des Universums, weil unser Universum eines von unzähligen ist und diese Grundgrößen nach dem Zufallsprinzip in jedem Universum anders sind. Es ist dann auch reiner Zufall, daß wir in einem Universum leben, das auf Basis dieser willkürlichen Grundgrößen Leben überhaupt ermöglicht.

Daß es bei diesem Irrsinn, dieser Bankrotterklärung der Physik, ganz nebenbei um die Orgonenergie, die „Energie des Vakuums“ geht…

Neben der „Vakuumenergie“ ist ein weiterer Statthalter für die Orgonenergie der „Quantenschaum“. Um zu verstehen, worum es geht, erinnere ich an die Entdeckung der atmosphärischen Orgonenergie durch Reich Anfang der 1940er Jahre: Reich interpretierte das Flimmern der Sterne als Ausdruck der sich um die Erde bewegenden atmosphärischen Orgonenergie.

Wenn man Quantenphysik und Relativitätstheorie miteinander verbindet, müßte der Raum (bzw. die „Raumzeit“, die Realität selbst) auf kleinster Ebene „blasig“ sein, der genannte „Quantenschaum“, der darüber hinaus ständig „brodelt“. Es geht hier um Größenordnungen von einem Tausendstel des Protondurchmessers, die normalerweise unbeobachtbar sind. Nun sind Wissenschaftler auf die naheliegende Idee gekommen, sich die am weitesten entfernten Galaxien anzuschauen und zu sehen, ob nicht über die gewaltigen Distanzen hinweg der „Quantenschaum“ nachweisbare Auswirkungen auf das Licht hat, das von diesen Galaxien ausgeht.

Das Ergebnis dieser Messungen ist sowohl für die offizielle Physik als auch für die Orgonphysik verheerend, da sich keinerlei Verzerrungen im Bild dieser Galaxien zeigen!

Man hat für die Untersuchung des „Quantenschaums“ punktförmige Galaxien, „quasistellare Objekte“ (Quasare), genommen, die aufgrund ihrer enormen Rotverschiebung extrem weit entfernt sind, aber wegen ihrer gewaltigen Leuchtkraft von den Teleskopen immer noch beobachtet werden können. Wenn diese „Sterne“ nicht verzerrt sind, dann ist der Weltraum tatsächlich leer! Die Frage ist, ob sie wirklich so weit entfernt sind! Ich erläutere das in Überlagerung und Teilung in galaktischen Systemen.

Wenn die gängige Kosmologie richtig ist und Rotverschiebung fast durchweg identisch mit Entfernung ist und entsprechend alles auf einen Urknall hindeutet, bleibt kein Platz für die Orgonenergie, zumal sich dann ein weiteres Problem für die Orgonphysik stellt: Die negentropische kosmische Orgonenergie steht dafür, daß das Universum nicht mechanisch („Wärmetod“), sondern schöpferisch ist und sich beständig regeneriert. Die Messungen der Astronomen zeigen jedoch, daß das Universum stirbt und seinen Höhepunkt an Aktivität schon überschritten hat.

Bereits Ende der 1990er Jahre hatten Astronomen festgestellt, daß weiter entfernte Galaxien, also Galaxien mit einer höheren Rotverschiebung, einen weitaus höheren Energieausstoß haben als nahe Galaxien. Jetzt hat man 200 000 Galaxien bei jeweils 21 Wellenlängen untersucht. Ergebnis: die Galaxien geben heute nur noch die Hälfte der Energie ab, wie vor zwei Milliarden Jahren. Das Universum brenne also langsam aus oder wie sich einer der Forscher ausdrückt: „Das Universum wird fortan zunehmend verfallen und langsam alt werden. Das Universum hat es sich im Prinzip schon auf dem Sofa gemütlich gemacht, eine Decke übergezogen und ist dabei für immer und ewig einzunicken.“

Tatsächlich deuten diese Forschungsergebnisse aber auf das Gegenteilhin: Galaxien mit einer höheren Rotverschiebung sind nicht unbedingt weiter entfernte, sondern es sind jüngere Galaxien, bei denen die Überlagerungsfunktion noch nicht so fortgeschritten ist, wie in unserer Galaxie, entsprechend sind die Atome größer und deshalb ist das Licht intrinsisch rotverschoben. Da diese Galaxien jünger sind, sind sie auch aktiver. Das hat selbstredend nichts damit zu tun, daß das Universum abstirbt, sondern deutet darauf hin, daß die Schöpfung unaufhörlich fortschreitet.

Trotzdem ist das Universum nicht so, wie es sich der „Reichianer“ gerne vorstellt:

In Ea und die Wellenfunktion habe ich mich mit dem „Fermi-Paradoxon“ beschäftigt: Wo bleiben angesichts all der Galaxien, Sternensysteme und Planeten die Außerirdischen? Diese Frage stelle sich nicht mehr, wenn man davon ausgeht, daß heftige Sternexplosionen die Galaxien regelmäßig „sterilisieren“!

Nach orgonomischer Theorie entstehen Galaxien durch die langsame „spiralförmige“ Akkumulation von primärer Energie, die sich dann explosionsartig in Form von sekundärer Energie („Jets“) entlädt. Auf kleinerem Maßstab geschieht ähnliches bei massiven Sternen, die an einem bestimmten Punkt ihrer Alterung kollabieren und dabei „Gamma-Blitze“ freisetzen können, die, wird ein bewohnter Planet in relativer Nähe getroffen, dessen Ozonschicht vernichten und damit alles höhere Leben auslöschen wird. Je weiter man sich am Rande einer Galaxie befindet, also je dünner die Sterne gesät sind, desto sicherer ist man vor diesen tödlichen Gammablitzen. Höheres Leben kann sich deshalb vorzugsweise am Rande großer Galaxien entwickeln.

Liest man Äther, Gott und Teufel und Dis kosmische Überlagerung hat man ein wohliges Gefühl angesichts eines von heilender Lebensenergie überströmenden Universums. Doch seit Reichs ORANUR-Experiment wissen wir, daß das Leben in einem unwirklichen, gefährlichen Weltall existiert. Es geht dabei natürlich nicht um solche „mechanischen“ Dinge, daß man auf dem Mond nicht atmen kann oder daß einem jederzeit ein Meteorit auf den Kopf fallen kann, sondern um energetische Fragen!

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=sDg3kEmMR9Q%5D

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.a.

29. Juli 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

4. Kosmogonie

a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“

Nahwirkungstheorie und Fernwirkungstheorie (Teil 1)

31. August 2013

Denkbar knapp ausgedrückt besagt die Nahwirkungstheorie, daß alles in der Welt wie ein Billardspiel funktioniert, bei dem alles auf dem direkten Kontakt zwischen den Billardkugeln, dem Coe und den Banden beruht. Ein Beispiel für die Fernwirkungstheorie ist die Newtonsche Gravitationstheorie, die auf jeden „Erklärungsmechanismus“ verzichtet. Der Fall des Apfels vom Baum und die Bewegung des Mondes um die Erde werden von einer hypothetischen „Kraft“, der Gravitation, bestimmt, ohne daß irgendein Mechanismus angegeben wird, wie diese Kraft funktioniert. Ein „Mechanismus“ ist auch schwer vorstellbar, da die Wirkung der „Schwerkraft“ instantan sein soll.

Newton selbst war diese Vorstellung zutiefst zuwider. Sie war jedoch unausweichlich. Angenommen die Gravitation würde sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten: dann würde die Erde zu einem Ort hingezogen, an dem die Sonne vor 8 Minuten war und umgekehrt die Sonne zu einem Ort, wo die Erde vor 8 Minuten war. Ergebnis wäre, daß die beiden Objekte gemäß den Gravitationsgesetzen spiralförmig aufeinander zustürzten! Diese Überlegung war der Tod aller mechanischen Nahwirkungstheorien der Gravitation, insbesondere der von Descartes, welcher die Gravitation mittels „Ätherwirbeln“ erklären wollte. Er dachte dabei etwa an einen Wasserstrudel, bei dem alles „gravitationsartig“ dem Mittelpunkt zustrebt. Newton wollte die Gravitation ähnlich wie vor ihm Descartes ebenfalls auf den Äther zurückführen, da ihm wie gesagt die Fernwirkungstheorie persönlich zutiefst zuwider war, beließ es aber bei privaten naturphilosophischen Spekulationen, die er nicht mit seinen mathematischen Formulierungen verbinden konnte.

Einstein löste das Problem mit seiner Allgemeinen Gravitationstheorie, der zufolge Gravitation „gekrümmte Raumzeit“ ist und die Energie der Gravitation selbst die „Raumzeit krümmen“ kann, was den oben beschriebenen Effekt aufhebe, obwohl sich die Schwerkraft nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.

Schaut man in die Weiten des Universums mit seinen weiträumigen Strukturen, wo die Lichtgeschwindigkeit „zum Verzweifeln“ langsam ist, wird jede Nahwirkungstheorie, inklusive der Einsteinschen, vollkommen absurd. Es bleibt dann nämlich nichts, was das ganze organisiert und zusammenhält, d.h. das Universum zu einer funktionellen Einheit macht.

Entsprechendes läßt sich auch über den menschlichen Organismus sagen. Wie bereits F.A. Lange vor 150 Jahren in seiner Geschichte des Materialismus herausarbeitete, gibt es keinen denkbaren Schritt von „Atomen“, welcher Natur diese auch immer seien, d.h. den oben erwähnten Billardkugeln der Nahwirkungstheorie, zu dem, was wir „Geist“ nennen. Der Geist ist etwas, was schlichtweg keine „Teile“ hat. Oder anders ausgedrückt: Teile konstituieren ein Objekt, aber nie und nimmer ein Subjekt. Der „Geist“ repräsentiert das einheitliche Funktionieren des Organismus.

Es bleibt natürlich Newtons verzweifelte Frage, wie man die Fernwirkungstheorie verstehen soll, bzw. was man sich eigentlich darunter vorzustellen hat. Wie Newton selbst sagte, ist sie vollkommen absurd. Lange berief sich auf Kant. Das „Ding an sich“ sei unerkennbar, weshalb der ansonsten in jeder Hinsicht vorzuziehende Materialismus und damit alles menschliche Wissen hier an seine Grenze stoße.

Die Antwort findet sich in Einsteins Relativitätstheorie, der zufolge der Raum kein starrer Rahmen wie bei Newton ist, in dem sich das besagte Billardspiel „zeitlich“ abspielt, sondern Raum und Zeit ineinander verzahnt sind. Es kommt, abhängig vom Beobachter, aber trotzdem nicht nur subjektiv, zur „Längenkontraktion“ und „Zeitdilatation“. In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist der Uhrenlauf von der Krümmung der vierdimensionalen Raumzeit abhängig, in der Raum und Zeit zu einer Art „Substanz“ vereinigt sind, die theoretisch auch mit Überlichgeschwindigkeit verschoben werden kann (der berüchtigte „Warp-Antrieb“ des Science Fiction).

Als Einstein sich mit dem Äther-Problem beschäftigte, zunächst in der Speziellen Relativitätstheorie mit dem „Lichtäther“ und dann in der Allgemeinen Relativitätstheorie mit dem, wenn man so sagen kann, „Gravitationsäther“, ist er zwangsläufig auf die entsprechenden orgonotischen Funktionen gestoßen, in denen beispielsweise aus einem räumlichen Nebeneinander ein zeitliches Nacheinander wird und entsprechend der trennende Raum zu verschwinden scheint. Newton hat das für die Schwerkraft beschrieben, Henri Bergson für den „Geist“, den man nur „zeitlich“, aber nicht räumlich beschreiben könne. (So ist auch Reichs frühes Studium der Werke Langes und Bergsons zu verstehen: der letztere wies den Weg aus der Sackgasse, die der erstere aufgezeigt hatte.)

Orgonometrisch läßt sich „Fernwirkung“ in allen ihren Aspekten auf folgendes reduzieren:

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Siehe zu diesen Ausführungen auch The Journal of Orgonomy (Vol. 40, No. 2, Fall/Winter 2006).