Posts Tagged ‘Befriedigung’

Die trans Pest (Teil 2)

21. August 2026

Primäre Triebe kommen stets da heraus, wo sie nach der gegebenen Natur der Dinge sollen, bei a, b und c, sie werden zu sekundären Trieben, wenn sie unnatürlicherweise bei d, e, f, g, h, i, j …. u, v, w, x, y, z herauskommen, da die Panzerung a, b und c verstopft. Da dieser falsche, krankhafte Abfluß immer noch eine gewisse Erleichterung und damit Energieökonomie garantiert, kann man sekundäre Triebe als sozusagen „queere“ Selbstheilungsversuche des Organismus betrachten. Deshalb fühlen sich trans Leute während und nach der Transition jedenfalls zunächst so erleichtert. Das Fatale ist nun, daß diese Perversionen keine tiefgreifende Befriedigung schenken, immer ein Rest an nagender Unruhe bleibt und sie deshalb immer weiter ausufern. Deshalb hält bei trans Leuten die Erleichterung nicht lange an und es geht ihnen meist schlechter und schlechter, egal wie sie das zu überspielen versuchen. Die Gesellschaft sei schuld und deshalb müsse man immer radikaler für trans Rechte eintreten. Der krankhafte Spieler, der erst aufhört, wenn er ruiniert ist, ist ein weiteres Beispiel, obwohl der selten die Gesellschaft für seinen Abstieg in die Hölle verantwortlich macht.

Sekundäre Triebe vermitteln nur die Illusion kurativ zu sein, sind es aber nicht – im Gegenteil. Es muß darum gehen, sie einzuschränken und den Patienten beizubringen, die Angst auszuhalten, die der daraus resultierende Energiestau erzeugt. Je mehr der Patient lernt, die Angst zu ertragen, desto mehr findet er auch den Mut durch die Barriere durchzubrechen, die „a, b und c“ blockiert.

Das, woran der Therapeut im Patienten als heimlichen Verbündeten im Kampf gegen die Neurose appelliert, sind niemals die sekundären Triebe, sondern immer die untergründig noch vorhandenen, sozusagen „okkult“ gewordenen primären Triebe. Sie drücken sich als Traum von einem besseren Leben, Idealismus, Kulturbeflissenheit, Religiosität, „Spiritualität“, Sentimentalität, etc. aus. Diese erhebenden Gefühle sind ein verzerrter Kontakt zum Kern, während sekundäre Triebe ganz zur sekundären Schicht oder gar zur Fassade gehören. Dies erklärt übrigens auch, warum die orgonomische Sozialpsychiatrie den Konservativen so wohlgesonnen ist. Im gesellschaftlichen Organismus vertreten die Konservativen nämlich diesen verzerrten Kernkontakt, an den man appellieren muß, wenn man die Gesellschaft gesund machen will. Die orgonomische Sozialpsychiatrie ist demgegenüber so unerbittlich gegen alles Liberale und Linke eingestellt, weil die Liberalen und Linken als Vertreter der Fassade tendenziell dazu neigen, den sekundären Trieben, dem DOR, freien Lauf zu lassen und dies sogar als therapeutisch erachten. Pride! Damit zerstören sie die Gesellschaft. Und wenn konservative Politiker dies beklagen und gegen Rock, Rap, Porno, queer und trans und Gewalt wettern – werden sie von den pseudoliberalen Medien lächerlich gemacht, gar als „Nazis“ beschimpft.

Ein Patient hat queere oder trans Impulse. Ist deren Ausleben stets zu unterbinden? Wie gesagt bieten solche sekundären Triebäußerungen langfristig keine Befriedigung und bilden eine Spirale nach unten (totale Abpanzerung, Zusammenbruch oder Krebs), aber natürlich sind es partielle Energieentladungen, die zumindest kurzfristig eine gewisse Energieökonomie sichern. Es ist wohl ein Kunstfehler, den Patienten in seiner sekundären Triebäußerung zu unterstützen, aber es wäre auch verantwortungslos sie mir nichts dir nichts einzuschränken und so vielleicht einen psychotischen Zusammenbruch, einen Selbstmord oder so zu provozieren.

Das wichtigste ist, den Betroffenen niemals, unter keinen Umständen moralisch und menschlich zu verurteilen. Nur die Liebe kann heilen. Es ist nur die Frage, was man „liebt“. Reich hat das Mitte der 1950er Jahre sehr gut in bezug auf seine Wüstenforschung ausgedrückt. Er hat die Wüste liebengelernt, weil sie in Gestalt von stacheligen Kakteen und Getier immer noch heroisch gegen den Tod ankämpft. Genauso kann man auch etwa einen einfach nur ekligen masochistischen passiven psychotischen Homosexuellen lieben, weil tief drinnen, entgegen einem Horror-Leben, doch noch irgendwie das Lebendige gegen den Tod ankämpft. Man liebt also nicht á la relativistischen Multi-Kulti-Liberalismus den Homosexuellen und sein „alternatives“ Leben oder sieht darin den ersten Schub der Befreiung, sondern man liebt seine Kernfunktion und bewundert ihn, weil er weiterkämpft, da wo ich oder du bereits Selbstmord begangen hätten. Ein liebenswerter, empfindsamer und auf seine Weise starker und Achtung verdienender Mensch! Therapie bedeutet, diesen Kern zu sehen und ihn zu unterstützen und soweit wie möglich ins Leben zurückzurufen, indem man von außen durch all den Dreck ihm charakteranalytisch entgegenkommt. Die Kakteen (die masochistischen und homosexuellen Perversionen) müssen dem frischen Gras weichen. Und um eine Wüste zu begrünen, begießt man nicht die Kakteen, aber man haut sie auch nicht einfach um, sondern man beschneidet sie nach und nach, um in deren Schatten Platz für das grüne Gras zu machen, das man hegt und pflegt und vorsichtig begießt, bis es schließlich triumphieren und selbst die Macht übernehmen kann.

Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, k. Orgasmotherapie

4. Juli 2026

Peter Nasselstein: Orgasmusfunktion und Arbeitsdemokratie: 2. Die Funktion des Orgasmus, k. Orgsmotherapie

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Galaxien” und folgende

3. August 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Galaxien“ und folgende

Authentisch, autonom, frei, selbstbewußt, glücklich und produktiv (Teil 2)

1. Juni 2023

Bedeutet das beschriebene authentisch, autonom, frei, selbstbewußt Sein nicht, daß man sich nichtsnutzig seinen Launen hingibt und damit seine Umwelt tyrannisiert? Gut, ich kann meinen Launen folgen und die verlockenden Ingredienzien des Kuchens gleich verputzen, statt mühsam den Teig gären zu lassen etc. bis der Kuchen fertig ist und ich Gäste zum festlichen Mahl einladen kann. Doch das letztere würde mir unvergleichlich größere Lust und langfristiges Glück bescheren als das einsame Naschen, ganz abgesehen vom leckeren Kuchen selbst. Noch glücklicher werde ich, wenn ich dieses Kuchenbacken in einen größeren Zusammenhang bringe, etwa einen Kuchenbackverein, der Kuchenbackturniere ausrichtet und ich schließlich vom Kuchenbackpapst höchstpersönlich empfangen werde und von ihm den Auftrag erhalte, die Kuchenbackkunst in der Südsee zu verbreiten.

Es geht also um Triebaufschub als Bedingung des Glücks! Aber bedeutet das nicht Panzerung? Wir haben den bioenergetischen Kern, der nach Befriedigung strebt und die soziale Fassade, die durch den Kontakt mit der Umwelt diese Befriedigung ermöglicht. Dazwischen ist das geschaltet, die „mittlere Schicht“, was man gemeinhin „Charakter“ nennt: unsere Fähigkeit mit unseren Trieben hauszuhalten. Sind wir gepanzert, d.h. haben wir einen neurotischen Charakter, ist dieser Triebaufschub denkbar unpassend und vor allem selbstdestruktiv, etwa indem wir uns für irgendwelche Dinge aufopfern, die nicht in unserem ureigensten Interesse sind (Stichwort „Massenpsychologie des Faschismus“). Sind wir jedoch ungepanzert, dann können wir mit unseren Trieben haushalten, weil wir Herr im eigenen Haus sind.

Reichs allererstes Buch, Der triebhafte Charakter (die erste Beschreibung der Borderline-Störung überhaupt) von 1925, erläutert, wie durch eine widersprüchliche und vor allem sadistische Erziehung, daß Über-Ich „isoliert“ wird und dann wie ein imperativer Trieb wirkt („Du mußt dich ritzen, du blöde Schlampe!“). Das zeigt, daß das Abpanzern nicht etwa eine Lösung von dem beschriebenen Dilemma von kontraproduktiven Launen und schädlichem Triebaufschub ist, sondern es nur noch weiter verschärft. In der Moral schlummert immer das irrational Triebhafte und umgekehrt.

Heute leben wir in einer sadomasochistischen Gesellschaft, die von triebhaften Charakteren geprägt ist, die keinen Triebaufschub mehr akzeptieren bzw. überhaupt ertragen können und gleichzeitig extrem moralistisch sind (Stichwort „Klimakleber“).

Stemme dich gegen die Sauerei, den Verfall und den Verrat und zeige CHARAKTER:

David Holbrook, M.D.: SEX, LIEBE, STRÖMUNGSANGST UND ALL IHRE ÄUßERUNGSFORMEN (Teil 1)

26. Februar 2021

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Sex, Liebe, Strömungsangst und all ihre Äußerungsformen (Teil 1)

 

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 3)

20. Februar 2019

Es gibt (…) zweierlei „Moral“, aber nur eine Art moralischer Regulierung. Diejenige „Moral“, die alle Menschen mit Selbstverständlichkeit bejahen (nicht vergewaltigen, nicht morden usw.), ist nur aufgrund vollster Befriedigung der natürlichen Bedürfnisse herzustellen. Doch die andere „Moral“, die wir verneinen (Askese für Kinder und Jugendliche, absolute ewige Treue, Zwangsehe, usw.), ist selbst krankhaft und erzeugt das Chaos, zu dessen Bewältigung sie sich berufen glaubt. Ihr gilt unser unerbittlicher Kampf. (Wilhelm Reich: Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 50)

Reich führt aus, daß durch die Stärkung der letzteren „Moral“ Perversionen und Brutalität nur zunehmen. Versucht man aber die Moral einfach in einem rebellischen Akt wegzufegen, wird durch das entstehende Chaos zwangsläufig eine noch stärkere und strengere Moral letztendliches Resultat sein. So gesehen sind Gott und Teufel nur zwei Seiten ein und derselben Medaille.

Ein dritter Blick auf Reichs Triebtheorie (Teil 2)

19. Februar 2019

Zurückhaltung, also das Zurückhalten von Impulsen, wird gemeinhin mit Moral und Zivilisiertheit gleichgesetzt. Ursprünglich dient Zurückhaltung jedoch der Herstellung einer höheren Ladung und stärkeren Spannung, deren Entladung mit einer dem höheren Gefälle entsprechenden größeren Befriedigung einhergeht. Die natürliche Moral beruht auf dieser funktionellen Identität von Zurückhaltung und Lust. An ihre Stelle tritt die Zwangsmoral, wenn der Mensch aufgrund orgastischer Impotenz zwischen Triebhemmung und Triebhaftigkeit hin und her schwankt.

Dem gepanzerten Menschen ist es fremd, daß Kinder von sich aus auf die unmittelbare Befriedigung ihrer Impulse („Spaß“) verzichten, um Grammatik, Mathematik, Chemie, etc. zu lernen. Durch den temporären Verzicht erhöht sich die Spannung und damit der Lustgewinn. Kinder und Jugendliche sind zu den unglaublichsten „Kulturleistungen“ fähig, wenn es um etwas geht, was sie wirklich wollen. Hier in der Nähe gibt es beispielsweise einen schwer zugänglichen seit Jahrzenten verwilderten Schuttberg, der von Jugendlichen in einer kaum glaublichen bautechnischen Leistung mit mehreren sehr anspruchsvollen „Parcour-Trails“ (?) für Mountainbikes mit diversen Sprungschanzen ausgestattet wurde. Ich könnte das beim besten Willen nicht nachbauen!