Posts Tagged ‘Drogenkultur’

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 4)

12. April 2019

Okulare Panzerung bedeutet, daß man nicht nur nicht sehen kann, sondern auch, daß man nicht gesehen wird. Drogenkonsumenten gehen sozusagen auf Tauchstation, ziehen eine Tarnkappe über den Kopf. Entsprechend wird das Drogenproblem nicht nur von den Drogenkonsumenten nicht gesehen, sondern fatalerweise auch von denen, die „straight“ sind. Dazu möchte ich einen Absatz aus einer Fallstudie des Orgonomen Welford Hamilton zitieren:

(…) zur Augenblockade gehört nicht nur die Fähigkeit des Patienten zu sehen, sondern auch die Fähigkeit gesehen zu werden. Wir wissen, daß die Augenblockade des Patienten den Therapeuten verwirren kann und sie es ihm daher schwierig macht, den Patienten zu sehen. [Der hier von Hamilton diskutierte Fall von „J“] zeigt das gleiche Phänomen in einer greifbaren physischen Form. Js Erscheinung entwickelte sich von flach zu dreidimensional, als sie in der Therapie Fortschritte machte. Ich glaube, daß sich das auf das Energiefeld des Betreffenden bezieht und daß ein Gutteil der Tiefenwahrnehmung von der direkten Interaktion von Energiefeldern herrührt. Der Leser kann beobachten, daß ein lebender Baum mehr Tiefe zu haben scheint als ein toter Baum, daß die Landschaft an einem klaren, funkelnden Tag mehr Tiefe zeigt und daß lebendige Menschen „da“ sind visuell. Einige bemerkenswerte Personen haben so viel „Präsenz“ und „stechen so sehr hervor“, daß sich alle Blicke auf sie richten, wenn sie einen Raum betreten. Andere sind so „flach“, daß sie sich in die Wände einfügen. (The Journal of Orgonomy 50(2), S. 56f)

Dieser Aspekt verbindet die Drogenkultur mit der linken Pathologie und Weltanschauung (die ebenfalls zu einem Gutteil auf okularer Panzerung beruht): Subversion, die Attacke aus dem Hinterhalt, die Mimikry. Man schaue sich nur Linke an: es sind Kollektivisten ohne Persönlichkeit („Aufgehen in der Masse“), ohne Charisma, hinterhältige Maulwürfe, Todfeinde der Selbstregulierung.

Um gesund zu werden, halte dich unter allen Umständen von jedweden Drogen (ob diese nun legal oder illegal sind) und jedweder Art von sozialistischer Ideologie fern. Das gleiche gilt übrigens auch für den Mystizismus. Wenn man sich aber den „Reichianismus“ anschaut, sind dort alle diese Elemente traut vereint. Antiorgonomie!

Nachbemerkungen zu Dr. Koopmans Artikel (Teil 2)

10. April 2019

Der zentrale Slogan der gesamten Drogenkultur im allgemeinen und der Potheads im besonderen ist das „Was soll’s!“ „Take it easy!“ Es gibt kaum eine gesündere und gleichzeitig kaum eine kränkere Haltung als diese.

Beispielsweise haben diese Haltung Kinder, die unerklärlicherweise auch unter schlimmsten Familienverhältnissen aufgewachsen sind (etwa beide Eltern gewalttätige Alkoholiker) und dabei gesund blieben. „Was soll’s!“ Die neurotische (neurotisierende!) Scheiße ging bei ihnen ins eine Ohr hinein und aus dem anderen wieder raus. Allgemein ist das die einzige Haltung, um in einer vollkommen verrückt gewordenen Welt zu überleben. WAS SOLL’S!

Andererseits ist es die kränkeste überhaupt denkbare Haltung. Man nehme nur „die“ heutige Jugend. Sie weiß alles über das Silikon in den Titten irgendeines synthetischen Popsternchens, aber (abseits billiger Sentimentalität) nichts von den Tiefen des Lebens. Die Demographie in diesem Land? Der Verfall von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit? „Was soll’s!“ Und das mit einer herablassenden Blasiertheit…

Das erste „Was soll’s!“ ist eine kontaktvolle Äußerung des Kerns: „Was geht mich der fassadäre Firlefanz an!“ Das zweite „Was soll’s!“ ist eine kontaktlose Äußerung der Fassade, die gegen den Kern gerichtet ist: „Fack ju Göhte!“ Das erstere hat Menschen gerettet, das letztere wird diese Gesellschaft unausweichlich zerstören.

Da das „Was soll’s“ imgrund so gesund ist, ist die Wahrheits- und Freiheitskrämerei der Drogenkultur so überaus effektiv.

The Big Lebowski

2. August 2016

Am Anfang der Cannabis-Karriere steht eine kurze energetische Expansion im okularen Segment mit entsprechend „welterschütternden“ Einsichten in „das System“. Man ist „offen“. Dem schließt sich sehr schnell eine reaktive Kontraktion an. Über kurz oder lang wird diese Kontraktion chronisch und der Konsument ist dauerhaft „zu“. Da er gradlinige „Offenheit“ nicht mehr ertragen kann („Mensch, bleib cool, Alter!“), wird jeder Cannabis-Konsument zu einem Propagandisten der Droge. Ein typisches Beispiel für Emotionelle Pest. „Coolness“ geht über alles: „Wenn wir draufgehen, sind wir wenigstens drauf!“

Das wird beispielsweise in dem Film The Big Lebowski, in dem der Cannabis-Konsum heroisiert und propagiert wird, sehr schön dargestellt.

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.