Posts Tagged ‘UdSSR’

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 30)

2. Februar 2026

Ich wundere mich, daß es noch keine orgonomische Geschichtsforschung gibt, die Elemente untersucht wie die individuelle Panzerung der „Führer“, die Massenpsychologie (die gesellschaftliche Panzerung), die Emotionelle Pest und die soziopolitische Charakterologie. In den vorangegangenen 29 Blogeinträgen haben wir im NACHRICHTENBRIEF damit angefangen – gewohnt dilettantisch am Beispiel Zweiter Weltkrieg – jenseits von Gut und Böse betrachtet:

Der Zweite Weltkrieg war… Mir fehlen die Worte, denn wenn allein schon die hochindustrialisierte und von der Geographie her begünstigte Tschechoslowakei sich militärisch gewehrt hätte, wäre Deutschland in eine arge Bredouille geraten. 1938 stand die deutsche Generalität sogar kurz vor einem Putsch, weil sie vor einem Angriff auf die Tschechoslowakei zu Recht Todesangst hatte. Oder etwa Frankreich, das Deutschland schließlich den Krieg erklärte: sein Militär war weit stärker als das Deutschlands und wäre es beim „Polenfeldzug“ statt kleiner Scharmützel an der Grenze zum Saarland auf breiter Front in Deutschland einmarschiert, hätten wir keinerlei Chance gehabt, denn die Wehrmacht war mit praktisch allen Verbänden weit im Osten und – am Ende des Polenfeldzugs hatte sie keine Munition mehr, keine verläßlichen Verbündeten, nichts! Frankreich hat den größten Triumph seiner Geschichte verpennt!

Der Irrsinn wird dadurch getoppt, daß Deutschland den Krieg durchaus hätte gewinnen können:

  1. Der wichtigste Punkt war wohl ausgerechnet das ferne und auf den ersten Blick in diesem Zusammenhang wirklich vollkommen unwichtige Spanien. Hätte Hitler statt von Franco ultimativ die Kredite für den Bürgerkrieg zurückzuverlangen und dergestalt Spanien zu entfremden, Entgegenkommen gezeigt und als Gegenleistung die „Befreiung“ Gibraltars verlangt… Ohne Gibraltar keine Engländer im Mittelmeer, die gesamte Südflanke wäre frei gewesen und die Witzfigur Mussolini hätte sich, ohne groß Schaden anzurichten, austoben können.
  2. Am Ende des Krieges hatte Deutschland die besten U-Boote der Welt, die ersten echten U-Boote überhaupt. Sie sind nie zum Einsatz gekommen. Hätte man frühzeitig Mittel in deren Entwicklung gesteckt und ohnehin mehr U-Boote gebaut, wären die USA und der Commonwealth (d.h. Kanada) keine Bedrohung gewesen. Ruhe an der Westfront.
  3. Von Dünkirchen, wo sich Hitler erstmals gegen die geschlossene Expertise seiner Generäle durchsetzte, um nicht zum bloßen Grüßaugust wie Wilhelm II zu werden, brauchen wir gar nicht erst anfangen. Ausschlaggebend war wohl Hitlers Wahn, die „Angelsachsen“ wären ja auch Deutsche und letztendlich unsere Verbündeten.
  4. Am Ende des Krieges hatte Deutschland mit seinen Düsenjägern die besten Flugzeuge der Welt. Mit der Messerschmitt Me 163 „Komet“ verfügten wir sogar über den bis heute (!) einzigen in Serie gebauten Raketenjäger! Wie bei den U-Booten: die absolute Luftherrschaft über dem Kontinent wurde durch eine Rüstungspolitik verspielt, die dank Hitler grundfalsche Prioritäten setzte („Vergeltungswaffen“), vom vollständig inkompetenten grotesken „Reichsmarschall“ wollen wir lieber schweigen…
  5. Für das Desaster an der Ostfront hat ausnahmsweise weniger Hitler als die Generalität die Hauptschuld zu tragen. Greifen wir weiter aus: Europa kann man militärisch nicht erobern, weil man dazu gleichzeitig die ganz im Westen gelegene uneinnehmbare Insel Großbritannien (ganz zu schweigen von Kanada und dem gesamten Commonwealth!) und das weit im Osten liegende uneinnehmbare, weil schlichtweg unendlich große Rußland besiegen müßte. Napoleon ist daran gescheitert und die beiden Kaiser erstrecht. Dünkirchen und, wie erläutert, die U-Boot-Waffe hätten die Chance geboten, das Unmögliche doch zu erreichen. Und was Rußland betrifft: zum Entsetzen seiner Generäle wollte Hitler, statt alle Kraft auf die Eroberung Moskaus zu konzentrieren (als wenn das irgendwas gebracht hätte!), unbedingt zum Kaukasus und band ihnen dort mit seinen Haltebefehlen die Hände, wo sie doch von großen Bewegungsschlachten mit taktischen Rückzügen und kühnen Vorstößen träumten, in denen sie als Feldherren brillieren konnten. Sache war aber, daß dieser Feldzug weniger militärisch, sondern vielmehr ökonomisch zu gewinnen war. Ohne die Ukraine und den russischen Süden war die UdSSR schlichtweg am verhungern. Und: ohne die Ölfelder im Süden war die Versorgung mit Öl für Rußland sogar noch prekärer als das verzweifelt unter Ölknappheit leidende Deutschland. Zu recht spekulierte Hitler weniger auf den militärischen, sondern vielmehr auf den ökonomischen Kollaps der Sowjetunion. Ein rationaler Politiker hätte dann etwas getan, was Hitler stets von sich wies: einen Verhandlungsfrieden erpreßt, der die Ostfront langfristig befriedet hätte. (Tatsächlich hat es in Schweden noch nach Stalingrad entsprechende strenggeheime Verhandlungen zwischen Deutschland und Rußland gegeben, die an der Idiotie Hitlers scheiterten!)

Bei den ersten vier Punkten hätte praktisch kein einziger deutscher Soldat geschweige Zivilbevölkerung sterben müssen! (Vielleicht sollte man als zusätzlichen Punkt die mangelnde bzw. schlichtweg nicht vorhandene Koordinierung mit dem „verbündeten“ Japan erwähnen!)

Warum haben wir den Krieg verloren? Der Augenpanzer der Verantwortlichen und die damit zusammenhängende mangelnde Koordinierung war wohl der ausschlaggebende Punkt. Bei der entsprechenden Lektüre möchte man immer rufen: „Ja, seht ihr das und das nicht!“ Zur Augenpanzerung gehört eben auch das, die mangelnde Perspektive; die Fähigkeit, die Gesamtlage „von oben“ zu überblicken, statt wie ein Blinder durchs unübersichtliche Gestrüpp zu tapsen.

Das alles gilt auf die dortigen Verhältnisse übertragen natürlich auch für Frankreich, für das ich nur noch Verachtung empfinde… Allein schon der Verrat an Polen (übrigens auch durch England!).

Es ist gut, daß wir den Krieg verloren haben! Ein „geeintes Europa“ bedeutet nämlich dessen sicheren Untergang. Über die Jahrhunderte war unsere Stärke, daß es voneinander unabhängige Politiken, Währungen, Ökonomien, Kulturen etc. gab, sodaß Fehlentscheidungen nur von lokaler Bedeutung waren, Europa selbst aber weiter ungehindert sprießen konnte. Deutschland selbst war so stark, weil es in sich nochmals „zersplittert“ war, so daß etwa Hamburg vom Dreißigjährigen Krieg nichts spürte. Hitler hat das alles zerschlagen, erst in Deutschland selbst und dann wollte er ganz Europa „gleichschalten“.

Wir sollten alle auf die Knie fallen und Gott danken, daß Hitler und seine Generäle die obigen Fehler gemacht haben! Vor allem sollten wir aber die neo-nationalsozialistische EU in Grund und Boden verfluchen. Als Frau Merkel in griechischen und italienischen Gazetten mit Hitlerbärtchen gezeigt wurde, traf das durchaus den funktionellen Kern der Sache: Gleichschaltung! Wenn ich Ursula von der Leyen sehe…

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 29)

29. Januar 2026

Aus funktioneller Sicht war der Erste Weltkrieg ein Angriff Frankreichs (das Rußland wirtschaftlich „in der Tasche hatte“) wegen nationalistischer Rache (Emotionelle Pest) im Verein mit England, das seinen wirtschaftlichen Rivalen Deutschland ein für allemal zu vernichten trachtete (Emotionelle Pest). Da der Versailler Vertrag nicht funktioniert hat, war der Zweite Weltkrieg einfach eine Fortsetzung des Ersten Weltkriegs. Oder glaubt irgendjemand ernsthaft, daß Frankreich und England sich um Polen oder gar um die Juden geschert haben? Hitlers Präventivkrieg gegen die Sowjetunion muß man separat einordnen.

Zunächst einmal ist es völlig irreführend, die Wehrmacht als militärisch überlegen zu betrachten. Tatsächlich war die französische Armee in ihrer Qualität und der Menge an Ausrüstung der deutschen Armee weit überlegen. Diese konnte nur aufgrund des militärischen Genies von General von Manstein und der völligen Inkompetenz der französischen Generäle, die sich hinter der idiotischen Ligne Maginot sicher fühlten, gewinnen. Während die Deutschen ohne nennenswerten Widerstand nach Paris marschierten, bewachten Hunderttausende französischer Elitesoldaten die Maginot-Linie… Als Deutschland die UdSSR angriff, war das nur deshalb ein spektakulärer Erfolg, weil sich die Rote Armee im Angriffsmodus befand, Angriffsstellungen eingenommen hatte und daher so gut wie wehrlos war. In Filmen werden nie die alten Doppeldecker gezeigt, die die Luftwaffe noch im Einsatz hatte, oder die Pferdefuhrwerke, mit denen das Heer gen Osten zog. Ohne Hitlers Angriff hätte die Rote Armee wenig später Europa erobert („vom Hitler-Faschismus befreit“). Währenddessen war die Roosevelt-Regierung im Wesentlichen ein Haufen von Kommunisten…

Im Jahr 1945 hat Stalin nicht wirklich gesiegt, sondern wurde schließlich hinter dem Eisernen Vorhang eingesperrt und seiner Dynamik beraubt. Ein halbes Jahrhundert später brach die Sowjetunion endgültig zusammen.

Was ist mit dem Holocaust? Dessen völlige Sinnlosigkeit macht ihn noch tragischer, – wenn das überhaupt möglich wäre. Bin ich ein deutscher Nationalist und Hitler-Fan? James DeMeo glaubte das schließlich von mir! Eigentlich hätte ich eine Fortsetzung des alten friedlichen „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“ vorgezogen, das strukturell unfähig war, überhaupt irgendjemanden anzugreifen, aber leider durch die Emotionelle Pest (Napoleon) zerstört wurde. Ich würde jetzt in einem unabhängigen Staat leben, „Die Freie und Hansestadt Hamburg“, und neben dem freigewählten Hamburger Senat ansonsten nur einem in Wien oder sonstwo hofhaltenden, blassen römisch-deutschen Kaiser Untertan sein – und das auch nur weitgehend symbolisch. Hitler war einfach ein krimineller Psychopath (Reich nannte ihn „Generalpsychopath“) – und meine Verachtung für die deutsche Generalität ist maßlos, weil sie diese Witzfigur nicht rechtzeitig ausgeschaltet hat. Bin ich ein Nazi, wenn ich mich frage, warum Hitler am Ende des Krieges gegen die chemische und biologische Kriegsführung ein Veto eingelegt hat? Ich bin schlichtweg an Details interessiert, die nicht in die Erzählung passen, die uns etwa das Staatsfernsehen jeden Tag von neuem eintrichtert. Ansonsten verweise ich auf A.J.P. Taylors Die Ursprünge des Zweiten Weltkrieges – einem passionierten Deutschenhasser.

Die Schönheit Deutschlands vor der Katastrophe des Großen Krieges war schlichtweg unermeßlich. Durch das Erbe der Kleinstaaterei gab es praktisch keine „Provinz“. Jedes Kaff war irgendwann mal „Residenzstadt“, florierende Hansestadt oder „Pfalz“ gewesen und barst geradezu vor Kulturgütern. Selbst Fabriken sahen wie Schlösser aus (man denke nur an die Hamburger Speicherstadt). Ein Gutteil dieses Kulturerbes wurde von dem alliierten Bombenterror unwiederbringlich zerstört. Die Landschaft war noch nicht zersiedelt und durch „Flurbereinigung“ ruiniert. Ich schreibe dies in einem Waldstück am Rande Hamburgs. Ohne den Zuzug der Vertriebenen, Opfer des zweiten Menschheitsverbrechens nach dem erwähnten Bombenterror, würde ich jetzt nicht eine Siedlung zwischen den Bäumen erkennen, sondern mein Blick würde über Felder und Wiesen gleiten. Dieses Land ist geradezu abenteuerlich übervölkert. Und was tun wir? Der Hamburger Senat baut auch noch die letzten verwilderten Grünflächen mit Häusern für fremdrassische Neusiedler zu, die nichts, aber auch rein GAR NICHTS auf diesem geheiligten Boden zu suchen haben. Und das alles nur, um eine imaginäre „deutsche Schuld“ zu tilgen. Eine „Schuld“, die uns von Leuten ständig eingebleut wird, die zu einem Großteil Todfeinde Israels sind und dieses Land, DEUTSCHland, mit Antisemiten fluten! Deutschland und die Emotionelle Pest…

Die Emotionelle Pest in Rußland

22. November 2025

Seit der Französischen Revolution galt Rußland nicht ganz zu Unrecht als DER Hort der Reaktion in Europa. Ein auf faktischer Sklaverei beruhendes mittelalterliches Land, in dem es ständig Pogrome gab und das mit seiner Barbarei permanent Europa bedrohte. Der junge Reich konnte noch gerade so eben dem Schicksal entgehen, von zaristischen Kosaken in die Weiten Sibiriens verschleppt zu werden. Und ein Mann wie Edward Teller hat sein Leben der Wasserstoff-Bombe und den Krieg der Sterne gewidmet, nicht etwa, weil er so sehr Antikommunist war, sondern weil er als gebürtiger Ungar den russischen Imperialismus fürchtete. Es wird gerne vergessen, daß die Sozialdemokratie, insbesondere aber Marx und Engels höchstselbst, Rußland abgrundtief gehaßt hat.

Daß ausgerechnet Rußland Marxistisch wurde (und zwar durch einen lächerlichen Putsch, der so nur im durch und durch maroden Rußland möglich war!), ist eine schlichtweg nicht zu überbietende Farce. Warum es im Westen früher Linke und heute Rechte gibt, die das „russische Modell“ voller Begeisterung beklatschen und mit absonderlichster Hirngymnastik rechtfertigen, läßt sich durch ein Zitat erklären, das Maximilien Rubel seiner rororo-Bildmonographie über Stalin voranstellte:

Solcherart ist die russische Propaganda, unendlich variierend, je nach den Völkern und den Ländern. Gestern sagte sie uns: „Ich bin das Christentum“. Morgen wird sie uns sagen: „Ich bin der Sozialismus“. (Jules Michelet, 1854)

Orgonomisch interessiert uns am heutigen Rußland, das Auftritt wie DAS christliche Land, viererlei:

  1. Rußland war von jeher der Prototyp einer „orientalischen Despotie“, ein Herd Saharasias. „Saharasia“ ist Staatsdoktrin! Siehe dazu meinen Aufsatz Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 5).
  2. Die Sowjetunion war ein Krebsgeschwür, das in lauter „T-Bazillen“ zerfallen ist, d.h. in eine Art Mafia-Gebilde. Besonders schön sieht man das an den unabhängig gewordenen teilweise nur als grotesk zu bezeichnenden zentralasiatischen Republiken, an Weißrußland und nicht zuletzt an der – Ukraine.
  3. Reich und Paul Mathews haben die UdSSR nicht etwa deshalb erbarmungslos GEHASST wegen der Abschaffung der Demokratie oder etwa den Verstaatlichungen, noch nicht einmal wegen dem GULAG, sondern aus einem spezifischen Grunde: weil die Kommunisten die individuelle und gesellschaftliche Selbststeuerung nicht etwa unterstützt und ausgebaut haben, sondern weil sie sie systematisch und praktisch endgültig zerstört haben. Putin, dieser Wiedergänger Mussolinis, und all das Gesindel, das nach Gorbatschow von den Massen umjubelt wurde, sind nur ein Symptom dieser biophysischen Katastrophe. Kaum waren sie frei, sind die Russen politischen Scharlatanen zum Opfer gefallen, haben Stalin nachgetrauert, das Volksvermögen ließen sie sich willenlos von irgendwelchen „Oligarchen“ entwenden und nicht zuletzt krochen sie auf allen Vieren vor irgendwelchen Okkultbetrügern a la Nicolai Levashov.
  4. Liberale Charaktere wie Gorbatschow können weder Aufbauen noch erhalten. Alles, was sie anfassen, zerstören sie, selbst das System, das sie (also liberale Charaktere) selbst aufgebaut haben. Gegenwärtig zerstören sie den liberalen Westen, also IHR System. (Deshalb wollte Elsworth F. Baker auch keine Liberalen in der Orgonomie.)

Apropos Liberale, die sich in der Orgonomie breitmachen: Jahrzehntelang haben sie sich implizit und sogar explizit über Reich lustig gemacht, von wegen „Moskau“ und „roter Verschwörung“. Heute stammeln exakt die gleichen Leute von „Russia Gate“, verbreiten die abstrusesten und durch weniger als nichts untermauerten Verschwörungstheorien, werfen Präsident Trump „Landesverrat“ vor, betrachten Putin als die Inkarnation des ultimativen Bösen und sind kriegsgeiler als die abgefahrensten Kalten Krieger von einst.

Deutschland und die Emotionelle Pest (19)

12. November 2025

Die „Kriegsschuldfrage“ im Ersten Weltkrieg ist eine leidige Angelegenheit. Sie reduziert sich aber im Grunde auf folgende Aussage:

Das Mächtesystem Europas ertrug den deutschen Nationalstaat gerade so lange, wie er bereit war, sich strikte Beschränkungen aufzuerlegen. Die ausgleichende Außenpolitik von Reichskanzler Otto von Bismarck war von seinen Nachfolgern jedoch nicht fortgesetzt worden; die europäischen Mächte empfanden das neue, weltpolitisch auftrumpfende Deutsche Reich als bedrohlichen Störenfried. Zudem versechsfachte Deutschland zwischen 1871 und 1914 seine industrielle Produktion und überflügelte damit Großbritannien.

In beiden Weltkriegen mußte sich Deutschland auf sich selbst verlassen, da es keine starken Brudernationen hatte, die es unterstützen konnten, stattdessen waren unsere Verbündeten immer so schwach, daß wir ihnen beim Überleben helfen mußten. Wegen der vertraglichen Bindung an die Donaumonarchie hatte Deutschland den Österreichern (genauer gesagt: der österreichisch-ungarischen k.u.k. Monarchie), die zu dieser Zeit bereits ziemlich geschwächt waren, nach dem Attentat von Sarajewo politische und militärische Unterstützung zu gewähren. Und im Zweiten Weltkrieg war Japan nie ein enger Freund Deutschlands. Es gab nur in einigen Situationen eine informelle Zusammenarbeit, die aber weitgehend folgenlos blieb.

Aber Hitler war von Pearl Harbor derartig enthusiasmiert, daß er, um seine Solidarität mit Japan auszudrücken, sofort an Amerika eine Kriegserklärung richtete, im festen Glauben Amerika sei im Pazifik genug beschäftigt und die U-Boot-Waffe würde schon Schlimmeres verhindern. Kein Bündnisvertrag hatte Hitler zu diesem wahnwitzigen Schritt gezwungen , den er quasi im Alleingang entschieden hat, ohne mit irgendeinem Gremium oder „Senat“ Rücksprache zu halten, und für den er von Japan auch kaum eine Gegenleistung erhielt. Man vergegenwärtige sich, wie unglaublich groß die USA und ihr wirtschaftliches sowie Rüstungspotential waren – und daß vielleicht maximal 5 deutsche U-Boote zum New Yorker Hafen hätten vordringen können, eine wirksame Bombardierung oder gar Besetzung der USA in einem Zweifrontenkrieg jedoch völlig außerhalb der deutschen Möglichkeiten lag. Sicherlich spekulierte er auch darauf, daß Japan im Gegenzug Rußland den Krieg erklären würde, doch statt zu „spekulieren“, hätte Hitler gegenüber Japan vielleicht genau das zur Bedingung seiner Kriegserklärung an die USA machen sollen. In diesem Fall wäre die UdSSR innerhalb eines halben Jahres zusammengebrochen. Schließlich wollte er sicherlich auch die letzte Brücke hinter sich niederbrennen, um den Deutschen jede verbliebene Hoffnung auf eine nichtmilitärische Beendigung des Konflikts zu nehmen. In diesem Sinne war es auch eine Kriegserklärung an das eigene Volk: „Fanatismus oder Untergang“. Er wollte in Deutschland eine Mentalität wie in Japan. Und tatsächlich: hätte die Wehrmacht auch nur den mittlerweile vollkommen sinnlosen Krieg wenige Wochen weiter ausgefochten, wäre die erste Atombombe auf Berlin gefallen!

Italien war der katastrophalste Freund, den Deutschland finden konnte. Nicht nur verlor Italien wirklich ausnahmslos jede einzelne Schlacht im gesamten Krieg, sondern wechselte schließlich auch noch die Seiten. Mussolinis Operetten-Abenteuer (z.B. indem er Griechenland angriff) verzögerten den Angriff auf Rußland um sechs entscheidende Wochen und kosteten damit Deutschland den zumindest möglichen Sieg mit der Eroberung Moskaus vor dem Winter. Mussolini zwang Hitler in eine militärische Überexpansion in Afrika, Griechenland und Bulgarien hinein, die sich als zu viel für ein so kleines Land wie Deutschland erwies. Ohne diesen wahnsinnigen Amateur hätte kein deutscher Soldat jemals seinen Fuß auf afrikanischen Boden gesetzt – stattdessen hätte Rommel Moskau erobert. Einige Tage vor seinem Tod erklärte Hitler nicht ganz zu Unrecht sinngemäß: „Wir hätten leicht den Krieg gewinnen können, wenn Italien unser Feind, nicht unser Verbündeter gewesen wäre!“ Und warum das ganze? Weil Hitler sich Mussolini gegenüber, den er bereits 1923 als Vorbild genommen hatte, persönlich verpflichtet fühlte!

Nie wurde der ganze Wahnsinn der Politik, das ganze erbärmliche Affentheater, mehr ad absurdum geführt als durch Hitler. Das gleiche gilt für jeden „materialistischen“ Versuch, die Geschichte zu erklären. – Aber zurück zu eben diesen materialistischen Grundlagen des Zweiten Weltkrieges, denn das ist schließlich der Rahmen, in dem sich das besagte Affentheater abspielte:

Im Gegensatz zu fast allen seinen Kriegsgegnern war Deutschland überbevölkert, hatte nur einen kleinen und leicht blockierbaren Zugang zu den Ozeanen, war, was Rohstoffe und selbst die Nahrungsversorgung anbetrifft, zur Selbstversorgung nicht in der Lage, hatte nach dem Versailler Vertrag keine einzige Kolonie mehr, und direkt an unserer Grenze standen die Armeen von Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Polen und der Tschechoslowakei. Ein solches Land ist leicht angreifbar und erpreßbar im Gegensatz etwa zu Frankreich, England und Amerika.

Daher war in beiden Weltkriegen Deutschland stets knapp in der Zeit. Es wird immer so getan, als wären Wilhelm II. und Hitler in der Offensive gewesen: oberflächlich betrachtet waren sie das natürlich, aber bei genauerer Betrachtung der globalen Machtverhältnisse waren sie in einer (jedenfalls aus ihrer subjektiven Perspektive heraus) verzweifelten Defensive und mußten so schnell wie irgend möglich zum Befreiungsschlag ausholen, um nicht schließlich hoffnungslos marginalisiert zu werden. Frankreich, England und Amerika hatten alle Zeit der Welt, Deutschland nicht. Wenn Deutschland einen Krieg führen würde, mußte es jetzt und ein „Blitzkrieg“ sein, weil Deutschlands Lage nicht mehr hergab.

Für Deutschlands Gegner war die Situation umgekehrt – weil sie wußten, daß mit jedem Jahr, das verstrich, die Überlegenheit der Alliierten größer und ihre gemeinsame Bewaffnung immer überwältigender werden würde. Ein kleines Land wie Deutschland ist in der Regel nach 4 bis 5 Jahren der Kriegsführung komplett ausgeblutet, was die Anzahl der verfügbaren Soldaten und Ressourcen betrifft. Während England, Frankreich und die USA aufgrund ihrer überseeischen Besitzungen und zahllosen alliierten Staaten auf der ganzen Welt bei Bedarf 20 Jahre hätte weiterkämpfen können. (Sie taten es dann auch im 40jährigen Kalten Krieg!)

Deshalb taten im Zweiten Weltkrieg an der Westfront Frankreich und England anfangs rein nichts. Sie warteten nur, weil sie wußten, daß die Zeit für sie arbeitete. Erst recht sah es so bei Stalin aus, der im krassen Gegensatz zu Hitler so viel Zeit schinden mußte wie nur irgend möglich.

Hitler wußte jedoch, daß, was immer er auch tun wollte, es sehr bald geschehen müsse. Deshalb marschierte er in das abwartende Frankreich ein und überfiel nur ein Jahr später das ebenfalls abwartende Rußland. Dabei hatte er keinen „großen Plan“, ja, noch nicht mal klar definierte Kriegsziele, sondern wurde zum großen „Vabanquespieler“, der jeweils spontan reagierte und improvisierte. Und genau das macht selbst für den Zweiten Weltkrieg die „Kriegsschuldfrage“ nicht so eindeutig, wie es uns die Historiker, die stets ihren volkspädagogischen Auftrag im Hinterkopf haben, weißmachen wollen.

Im Spätsommer 1939 richtete Hitler an Polen eine Friedensofferte nach der anderen, in der Hoffnung, das Danzig-Problem am Verhandlungstisch zu lösen. In seinem Buch Der Krieg der viele Väter hatte dokumentiert der Bundeswehr-Generalmajor im Ruhestand Gerd Schultze-Rhonhof, daß die Polen von den Briten und Franzosen dazu angehalten wurden, sämtliche Friedens- und Verhandlungsangebote Deutschlands zurückzuweisen. Tragischerweise waren die Polen voller Optimismus, jeden denkbaren Krieg gegen Deutschland leicht zu gewinnen, weil England und Frankreich ihnen unverantwortlicherweise versprachen, daß sie sofort in Deutschland einmarschieren würden, sobald Deutschland es wagen würde, Polen anzugreifen. Deutschland wäre sofort in einen hoffnungslosen Zweifrontenkrieg verwickelt gewesen, den es schnell verloren hätte, da Deutschlands Bewaffnung ziemlich schwach war. Nachdem Polen alle Annäherungsversuche arrogant und brüsk von sich gewiesen hatte, sah Hitler keine andere Möglichkeit, als Polen so schnell wie möglich anzugreifen. Es ist wohldokumentiert, daß Hitler vollkommen überrascht war, als daraufhin Frankreich und England ihm den Krieg erklärten, da er davon überzeugt war, daß beide das denkbar unbedeutende Polen opfern würden – was sie dann ja auch taten.

Hitler improvisierte, und die seiner Ideologie zutiefst widersprechende taktische Antwort auf die Bedrohung aus dem Westen war der Hitler/Stalin-Pakt, der Polen zwischen Deutschland und der UdSSR weitgehend nach den historischen Grenzen vor Versailles aufteilte. Über das Vorgehen Hitlers regt man sich zu Recht auf, aber über das unverantwortliche, feige und zutiefst verachtenswerte Verhalten von Frankreich und England wird großzügig hinweggegangen. Es schnürt einem die Kehle zu, wenn man an die unfaßbar heroischen polnischen Soldaten etwa am Monte Cassino denkt, die in englischer Uniform voller Todesverachtung für ein befreites Polen kämpften, zu einer Zeit, als die Engländer Polen schon wieder hinters Licht geführt, verraten und verkauft hatten – diesmal an Stalin. Polen wurde in diesem Krieg von den Westmächten genauso verraten und verkauft wie die Juden!

Hitler griff Frankreich nicht an, um es zu erobern, sondern weil er unter Zeitdruck stand und sich die Gelegenheit bot. Er wollte damit England imponieren und die englischen Expeditionstruppen vom Kontinent vertreiben. Der daran anschließende Luftkrieg gegen England war nur eine große Show, um ein friedliches „Gentlemen´s Agreement” zwischen Brudernationen zu erreichen und endlich freie Hand für sein eigentliches Ziel zu haben. Er wollte die Sowjetunion, die Deutschland im Ersten Weltkrieg geschaffen hatte, um Ruhe an der Ostfront zu haben, durch deutsche Hand wieder den garausmachen. Dazu mußte er Stalins durchsichtigen Plan durchkreuzen, daß sich Deutschland und die Westmächte in einem aufreibenden Kampf gegenseitig schwächen würden, so daß Stalin bequem in das dann restlos ausgeblutete Westeuropa hineinmarschieren hätte können. In diesem Zusammenhang ist die Kriegsschuldfrage auch an die Sowjetunion zu richten!

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 14)

14. Oktober 2025

Wie im 13. Teil ausgeführt, war Hitler nicht nur „Hitler“, sondern auch Reichskanzler und hat sich „im Rahmen der Schweinerei“, wie Reich sich ausgedrückt hätte, entsprechend „rational“ verhalten, genauso wie sich Stalin „rational“ verhielt, als er die Grenzen des zaristischen Rußlands wiederherstellte. Beiden kam ihre jeweilige Charakterstruktur mit ihren jeweiligen kommunistischen bzw. rassistischen Vorurteilen in die Quere.

Als Reichskanzler schaute Hitler voller Neid auf England, das, selbst wenn er es erobert hätte (was er im übrigen niemals ernsthaft vorhatte), den Krieg von den Commonwealth-Gebieten, insbesondere Kanada, aus bequem hätte fortsetzen können. Er wollte aber Großbritannien, das er als „arische Brudernation“ betrachtete, ohnehin nie zerstören, desgleichen nicht Englands ehemalige Kolonie Amerika, dessen Rassengesetzgebung und „Rassenwissenschaft“ einen Gutteil der nationalsozialistischen Ideologie und Praxis geprägt hatte. Es ist auch kein Zufall, daß während des Ostfeldzugs Hitler seinen Generälen Karl May-Bücher über den „Rassenkampf“ im Wilden Westen empfahl, sozusagen als Lektüre für seine „Rassenkämpfer“ im „Wilden Osten“.

Das ganze erklärt auch die überraschende Tatsache, daß er keinen Versuch unternommen hat, die Hunderttausende von britischen Elitesoldaten bei Dünkirchen 1940 zu vernichten, sondern er sie entkommen ließ. Neuere Aktenfunde sollen belegen, daß sich Hitler mit diesem denkbar überraschenden Befehl einfach gegenüber seinen Generälen, die bis dahin den Krieg (extrem erfolgreich!) geführt hatten, durchsetzen wollte, um nicht wie Wilhelm II. in die Ecke gedrängt zu werden. Aber ist das eine Erklärung? Hitler selbst gab später an, dies sei ein Akt der Freundschaft und des Fair Play gewesen, eine Geste dafür, daß er einen dauerhaften Frieden mit England anstrebte. Historiker sind sich einig, daß England besiegt gewesen wäre, wenn Hitler (aus welchem Motiv auch immer) sich nicht eingemischt hätte. (Überhaupt, wenn er sich nie in die Kriegsführung eingemischt hätte!)

In die gleiche Richtung geht Rudolf Hess‘ Flug nach Schottland 1941, um dort, vermeintlich im impliziten Sinne Hitlers, irgendwie Friedensverhandlungen mit der britischen Regierung in die Wege zu leiten. Diese Aktionen entsprachen Hitlers irrationaler Charakterstruktur und dem Wahnsinn seiner von ihm ausgewählten Umgebung, nicht seiner („im Rahmen der Schweinerei“) rationalen Persona als Reichskanzler.

Hitler wollte nicht die Fehler des Ersten Weltkriegs wiederholen und entsprechend ernsthaft nur im Osten eine Expansion, die ja schließlich im Ersten Weltkrieg im vollen Umfang geglückt war, aber auch das war nur bis zu einem gewissen Grad realistisch. Wenn Deutschland den Krieg gegen Rußland gewonnen hätte, wäre es, aufgrund unserer geringen Zahl von Bürgern und Soldaten, unmöglich gewesen, diese extrem großen Gebiete und langen Grenzen für mehr als nur ein paar Jahre zu kontrollieren, zumal Hitler – aufgrund seiner extrem narzißtischen und starren Psyche – einen sehr großen Fehler machte, der sich später als entscheidend für die Niederlage gegen die UdSSR erweisen sollte.

Der Fehler war, daß (im Gegensatz zu den Briten in Indien) die Wehrmacht auf ihrem Weg Richtung Moskau die ethnischen Minderheiten der Sowjetunion unterwerfen sollte, statt ihnen die Hand zur Freundschaft zu reichen und sie zu einem gemeinsamen militärischem Vorgehen gegen die UdSSR zu nutzen. Man darf dabei, wie erwähnt, nicht vergessen, daß im Ersten Weltkrieg die Reichswehr bereits schon einmal weite Teile des damaligen Zarenreichs besetzt hatte und die Bevölkerung, insbesondere aber die jüdische Bevölkerung, dabei weitgehend gute Erfahrungen mit den Deutschen gemacht hatte.

Als Soldaten der Wehrmacht ihre Füße auf ukrainischen Boden setzten, wurden sie in jedem Dorf von der ländlichen Bevölkerung enthusiastisch begrüßt, weil die Bewohner so überglücklich waren, endlich vom Bolschewismus befreit zu sein. Arm, wie sie waren, überhäuften sie die deutschen Soldaten mit Geschenken, und die ukrainischen Mädchen wollten deutsche Soldaten heiraten. Unter den ethnischen Minderheiten im westlichen Teil der UdSSR wollten Hunderttausende junger Männer freiwillig in der Wehrmacht oder der Waffen-SS dienen, um gegen die verhaßten Kommunisten in den Kampf ziehen zu können. Aber Hitler war so verblendet, daß er die Hilfe dieser Völker ablehnte und sie wie Dreck („Untermenschen“) behandelte. Nicht vor Ende 1944 erlaubte Hitler der „Wlassow-Armee“ zu kämpfen, einer großen Gruppe von russischen Offizieren, die Stalin derartig haßten, daß sie immer noch (Ende 1944!) Hitlers Krieg gegen Moskau unterstützen wollten.

Es ist einfach zu sagen, daß die Deutschen „böse“ waren. Tatsächlich waren sie Opfer der extremen okularen Panzerung ihrer Führungselite, die buchstäblich nicht sehen konnten, daß Deutschland als die Mittelmacht eine ganz andere Funktion im Weltgefüge einnahm als sozusagen „randständige“ Nationen wie Frankreich und insbesondere England; daß England aus diesem Grund nie und nimmer der „Freund“ Deutschlands sein konnte. Das durch den Kolonialismus nur oberflächlich gestärkte, im Mark aber zutiefst geschwächte England konnte und durfte Deutschland in keinster Weise als Vorbild dienen. Gut, Hitler hätte lernen können, wie man mit einer verhältnismäßig kleinen Heimatbevölkerung und einer eher kleinen Armee wie England ein Viertel der Welt beherrscht, aber dazu war er wegen seiner verqueren „biologischen“ Hirngespinste nicht in der Lage. Während Großbritannien intelligente Freundschaften mit den lokalen Eliten in Indien einging und es den Briten so gelang, einen ganzen Kontinent zu regieren, obwohl dort nur ein paar tausend britische Soldaten stationiert waren, bewegte sich Hitler in Rußland wie ein blinder Elefant.

Hess hatte den Nationalsozialismus als „praktische Biologie“ definiert. In dieser Art von verquerer „Biologie“ waren die Engländer die „natürlichen Freunde“ und die Ukrainer die „natürlichen Feinde“. Kaum je war eine Führungselite wirklichkeitsfremder und bioenergetisch kontaktloser als die deutsche. In dieser „Biologie“ gab es nur den „Kampf um Lebensraum“ statt friedlichem Handel. Tatsächlich war es die „Biologie“ der verhärteten Körper von Leuten wie Hitler und Hess. Mit Wilhelm II., der partout in Konkurrenz zur Seemacht England treten wollte, sah es auch nicht viel besser aus.

Abermillionen mußten sterben, eine der großen Nationen der Weltgeschichte zugrundegehen – aus Gründen, die ein (orgonomisch geschulter) Psychiater besser beurteilen kann als ein Historiker…

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 10)

30. September 2025

Die wissenschaftlichen, technischen und kulturellen Beiträge unserer kleinen Nation (die kaum mehr als 1 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht) zum Fortschritt der Menschheit sind erstaunlich. Unter anderem haben die Deutschen erfunden: den Buchdruck, die Glühbirne, das Auto, den Diesel-Motor, den Fernseher (das allererste gesendete TV-Programm war Hitlers Eröffnungsrede bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin), das Farbfernsehen, den Hubschrauber, den Kaffeefilter, den Teebeutel, die Antibabypille, den Computer, Aspirin, das Telefon (Reis machte vor Edison ein Ferngespräch), die Waschmaschine, das Elektronenmikroskop, das Düsenflugzeug, das Luftschiff (Zeppelin), Bier, Homöopathie, Papier, das Periodensystem der Elemente, den Dynamo, Bakteriologie (Koch 1896), die Straßenbahn, das Motorrad, den Plattenspieler, funkgesteuerte Uhren, den MP3-Player, den Airbag, die Kreditkarte, den Mikrochip, die Kernspaltung, das Röntgengerät und den Scanner! In der Liste der zehn wichtigsten technischen Erfindungen In der Geschichte der Menschheit stammen fünf von Deutschen.

Das waren technische Erfindungen, aber der Einfluß der Deutschen auf die internationale Kultur ist ebenso groß! In der Liste der zehn wichtigsten klassischen Komponisten gibt es sechs Deutsche/Österreicher: Beethoven, Mozart, Bach, Haydn, Liszt, Schubert, Brahms, Schönberg, Wagner. In der Liste der zehn wichtigsten Philosophen der Neuzeit gibt es acht Deutsche/Österreicher: Kant, Hegel, Schopenhauer, Marx, Engels, Nietzsche, Husserl, Wittgenstein. Was wäre die Welt der Physik ohne die Früchte der Forschung von Einstein, Hahn, Meitner, Fahrenheit, Röntgen, Gauß, Ohm, Planck, von Braun, Kopernikus, Heisenberg, Born, Euler, Mach, Meißner, von Ardenne, Warburg, Schrödinger, von Weizsäcker? Und was die Anthropologen, Psychologen und Psychiater betrifft: Franz Boas, Begründer der Kulturanthropologie, Wundt, der erste experimentelle Psychologe überhaupt, Kretschmer, Kraepelin, Jaspers, Kurt Schneider, Wagner-Jauregg, bei dem Reich seine Facharztausbildung absolvierte und der bis heute der einzige Psychiater war, der jemals den Nobelpreis erhielt, Reich, Freud, Adler, Melanie Klein, Karen Horney, Kernberg, Eysenck, etc. Unter den Schriftstellern nenne ich nur Goethe. (Man beachte hier bitte den Beitrag der jüdischen Deutschen!)

Deutsche Sportler gewannen bei den Olympiaden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die meisten Medaillen. Vor allem bei den Olympischen Spielen in Berlin von 1936 dominierten sie alle anderen Länder. Und bis zu seiner Niederlage gegen Lewis war der Deutsche Max Schmeling der weltweit beste Boxer. Auch in der „kulturellsten“ Sportart – dem Schach – waren in den Jahrzehnten vor und nach 1900 die zwei besten Schachspieler der Welt Deutsche/Österreicher (Steinitz und Lasker).

Außerdem denke ich, daß wirklich jeder in der Welt die Namen der 4 Deutschen/Österreicher Luther, Marx, Freud und Einstein kennt. Niemand hat die moderne Welt mehr als diese 4 beeinflußt! Hitler nicht zu vergessen. Wilhelm Reich, der in seinem ganzen Denken sehr „deutsch“ war. (Schließlich erhielt er seinen Vornamen zu Ehren von Kaiser Wilhelm!

Bis vor kurzem galt Deutschland in diversen Umfragen, etwa des BBC, als das beliebteste Land auf der Erde.

Allerdings, obwohl „Nationalstolz“ (Liebe zum eigenen Land, Patriotismus, d.h. Stolz auf die Errungenschaften des eigenen Volkes) ganz natürlich sein sollten, ist dies in Deutschland ein sehr heikles Thema und auch für mich eine mit Konflikten besetzte Angelegenheit. Das ist so, weil unser Stolz (auf die enormen Leistungen der deutschen Geschichte) stets mit starken Schuldgefühlen wegen Deutschlands Rolle im Zweiten Weltkrieg und vor allem in der Schoah vermischt sind. Während Amerikaner „stolz sind, Amerikaner zu sein“, Franzosen und Engländer sehr nationalistisch sind und stolz auf ihre Streitkräfte (einschließlich der Atombombe) und gerne Uniformen tragen, ist bei Deutschen der Nationalstolz irgendwie gehemmt. Beispielsweise wurde vor kurzem jemand von einigen linken Studenten fast zu Tode geprügelt, nur weil er es gewagt hatte, die deutsche Flagge in seinem Garten zu hissen.

In französischen und englischen Städten sind die meisten großen Straßen und öffentlichen Plätze nach den Kriegshelden oder berühmten Schlachten ihrer Nationalgeschichte benannt (wie Avenue Foch, Nelson Square, Trafalgar Square, Waterloo Bridge), und es finden sich überall entsprechende Statuen – während in Deutschland sogar die öffentlich bekundete Bewunderung etwa von preußischen Generälen schlichtweg undenkbar wäre. Es wäre in Deutschland völlig unmöglich, daß eine Straße nach einem unserer großen Siege im Ersten oder Zweiten Weltkrieg oder aus der Zeit der Preußen benannt werden würde. Allein, daß ich sage, es seien unsere Siege gewesen, bringt fast jeden „kritischen Geist“ auf die Palme!

Uniformen, die deutsche Flagge oder das Absingen der deutschen Nationalhymne werden in Deutschland automatisch mit einer rechtsextremen Einstellung verbunden. Diese seltsame Situation resultiert aus gerade mal 12 Jahren Nationalsozialismus (die Hälfte davon ohne Kriegsführung) innerhalb einer deutschen Geschichte von 1200 Jahren, die im allgemeinen weitaus friedlicher verliefen als bei fast allen unseren europäischen Nachbarn.

Wenn du dich also traust zu sagen, daß du „stolz darauf bist, ein Deutscher zu sein“ – wegen Deutschlands enormen Beiträgen zur weltweiten Wissenschaft und Kultur –, kannst du auf die Gegenfrage gefaßt sein: „Wie können Sie es wagen, solche schrecklichen Dinge zu sagen? Haben Sie Auschwitz vergessen?!“ Aber ich habe nie erlebt, daß sich US-Amerikaner Vorwürfe machen wegen der beiden Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, die zigtausende Zivilisten töteten bzw. radioaktiv verstrahlten. Oder daß sich Engländer beschämt oder gar schuldig fühlen wegen der Verbrechen und der Völkermorde des britischen militanten Imperialismus seit Jahrhunderten. Oder das Gefühl, in ihrem Nationalstolz gehemmt zu sein wegen der Opfer der britischen Konzentrationslager in Südafrika, wo sie die Buren internierten. (In einer berühmten Rede sagte Hitler sinngemäß: „Wir haben einfach aus dem Wörterbuch gelernt, was ein Konzentrationslager ist, und das dann von den Briten kopiert!“).

Nicht nur die britischen Konzentrationslager in Südafrika, sondern noch viel mehr die sowjetischen Gulags waren die historischen Vorläufer der späteren deutschen Konzentrationslager. Ich denke, daß die Kompetenz der Kommunisten in Sachen Massenmord von anderen Bewegungen unerreicht ist, einschließlich der der Nationalsozialisten. Heutige Historiker sagen, daß die Opfer des kommunistischen Terrors sich bis auf 100 000 000 Menschen summieren. Man erinnere sich nur all der ethnischen Völkermorde in der UdSSR, der brutalen Schauprozesse der 1930er Jahre, des brutalen Überfalls auf Polen im Herbst 1939, der Folterung von Dissidenten, der Gulags in Sibirien und so weiter und so fort. Ein Teil des polnischen Offizierskorps hat nur überlebt, weil er nicht in sowjetische, sondern in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten war. Die Russen haben ausnahmslos alle polnischen Offiziere, derer sie habhaft werden konnten, ermordet.

Es gibt eine einflußreiche Schule in der Geschichtswissenschaft, die die deutschen Kriegsverbrechen und den Holocaust als kaum vermeidbare Gegenreaktion auf den sowjetischen Terror in der UdSSR interpretieren. Es sei auf den Historiker Ernst Nolte und sein berühmtes Diktum, wonach „die Gulags das Prius zu Auschwitz“ waren, verwiesen:

Katholische Familien, die ansonsten kaum etwas mit den Nazis am Hut hatten, wurden zu vehementen Unterstützern der deutschen Invasion in die UdSSR, nachdem sie gehört hatten, wie im spanischen Bürgerkrieg der 1930er Jahre katholische Priester von Kommunisten massakriert und Nonnen vergewaltigt wurden. Viel von dem brutalen Vorgehen der Wehrmacht und der SS in Rußland während des Zweiten Weltkrieges war eine Reaktion auf die unglaubliche Brutalität, die sie beobachtet und von Seiten der Kommunisten erlebt hatten. Wenn zum Beispiel russische Partisanen einen Wehrmachtssoldaten gefangennahmen, folterten sie ihn zu Tode – am häufigsten wurden die Deutschen kastriert und danach mit ihren eigenen abgeschnittenen Genitalien erstickt. Solche bestialischen „asiatischen“ Methoden waren zuvor in Europa unbekannt gewesen!

Nichtsdestotrotz galt die sowjetische Kriegführung gegen Deutschland immer als etwas „Heroisches“, und ich habe nie gesehen, daß je ein Russe ein schlechtes Gewissen wegen der Myriaden von Verbrechen hat, die sich in der russischen Geschichte zugetragen haben – immer wurden nur die Deutschen als die Bösewichte hingestellt. Entsprechend hatte es bei den Nürnberger Prozessen etwas Lächerliches, als die Sowjets forderten, daß alle deutschen Verbrechen streng geahndet werden, während die sowjetischen Ankläger selbst Ozeane von Blut an den eigenen Händen kleben hatten. Auch wurde in Nürnberg z.B. das geheime Zusatzprotokoll zum Hitler/Stalin-Pakt 1939 verschwiegen, aufgrund dessen die sowjetischen Streitkräfte keine zwei Wochen nach dem deutschen Einmarsch in die westliche Hälfte Polens – welcher bis heute als der Beweis schlechthin für die Alleinschuld der Deutschen an der Auslösung des Zweiten Weltkriegs gilt – die östliche Hälfte Polens mit ebenso großer Brutalität annektiert hatten; man erinnere sich an die Opfer von Katyn. England und Frankreich erklärten mit auffälliger Doppelmoral dem Deutschen Reich 1939 wegen des deutschen Einmarschs in Westpolen den Krieg, verbündeten sich aber paradoxerweise mit der UdSSR, die praktisch zeitgleich exakt dasselbe in Ostpolen getan hatte.

Die Nachgeborenen tragen nicht die Schuld, aber sie tragen die Verantwortung, schließlich genießt man ja auch, wie anfangs angedeutet, mit aller Selbstverständlichkeit all das, was an Gutem aus der Vergangenheit stammt. Funktionell betrachtet, gewährten uns unsere Vorväter einen Kredit, den wir abbezahlen, indem wir den Nachgeborenen eine bessere Welt hinterlassen. Zu diesen unseren Aufgaben als Nachlaßverwalter gehört die Aufarbeitung der Vergangenheit, d.h. das Wegräumen des Schutts der Lügen, des Vergessenmachens, der Verdrehungen und der Fehldeutungen, damit ein Neuanfang möglich ist. Das ist die funktionelle Aufgabe des Geschichtsforschers: er dient den Kindern der Zukunft!

Deutschland und die Emotionelle Pest (Teil 9)

28. September 2025

Daß die Juden in den 1930er Jahren keine Freunde (und erst recht keine Macht) hatten, wird im Zusammenhang mit der internationalen Konferenz von Évian-les-Bains, Frankreich, 1938 evident, die als sehr wichtig, wenn nicht entscheidend für das spätere Schicksal der deutschen Juden betrachtet werden kann. Wie es bei Wikipedia zu Recht heißt, war das Ergebnis der ganzen Konferenz eine „moralische Katastrophe“ für die westlichen Demokratien, da sich viele Länder schlichtweg weigerten (mehr) Juden aufzunehmen.

Hitler tat zunächst alles, um die Juden aus Deutschland zu vertreiben, indem er ihnen das Leben unerträglich machte. Nur leider konnten die Juden nirgendwo hin. Mit Beginn des Krieges betrachtete Hitler die Juden als seine Geiseln, und die Ausreise wurde untersagt. Infolgedessen mußten die Juden die Erfolge der Alliierten mit ihrem Leben bezahlen. Keine andere Menschengruppe war jemals dermaßen verraten und verkauft – und das mitten im 20. Jahrhundert!

Aus Verbitterung darüber, daß die verfolgten deutschen Juden von der internationalen Staatengemeinschaft schmählich im Stich gelassen wurden, hatte der jüdische Schriftsteller Stefan Lux bereits 1936 eine Sitzung des Völkerbundes in Genf gestürmt, um sich vor dem versammelten Auditorium eine Kugel durch den Kopf zu schießen. Übrigens wird dieser Vorfall anschaulich dargestellt in der Eingangsszene des preisgekrönten Spielfilms Der Stellvertreter, der schwerpunktmäßig von dem bemerkenswerten SS-Mann Kurt Gerstein (und der mangelnden Unterstützung des Vatikans für sein Engagement gegen den Holocaust) handelt.

Historiker haben genug Beweise für die Tatsache gesammelt, daß die Alliierten von Anfang an über den Holocaust Bescheid wußten und sich durchaus bewußt waren, was geschah und wo es geschah. Als die Massenvernichtung in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges erst richtig begann, hatten die amerikanische und die britische Luftwaffe die absolute Lufthoheit über Deutschland und viele von der Wehrmacht besetzte Länder, so daß ihnen die Juden-Deportationen nicht verborgen bleiben konnten. Sie hatten Tausende von Fotos aus ihrer Luftaufklärung sowie zahllose Nachrichten von Agenten vor Ort. Hinzu kommt, daß Tausende deutscher Kommunisten regelmäßig nach Moskau berichteten und unzählige deutsche und polnische katholische Gemeindepfarrer den Vatikan informierten. Aber obwohl den Alliierten die Vorgänge bis ins Detail bekannt waren, warfen sie nie auch nur eine einzige Bombe auf irgendein Konzentrationslager oder auf die Schienen, die zu ihnen führten!

Göring hat sich als Chef der Deutschen Luftwaffe immer darüber beklagt, daß die Angloamerikaner aufgrund der hochentwickelten Technologien in ihren Flugzeugen „ein Ei in einem deutschen Bahnhof treffen“ könnten – aber zur gleichen Zeit waren sie offensichtlich nicht in der Lage (oder nicht willens?), ein Konzentrationslager, das viel größer als beispielsweise ein Fußballstadion ist, zu bombardieren! Ist es nicht erstaunlich, daß über Jahre hinweg die Alliierten kaum einen Finger krümmten, um dem Holocaust Einhalt zu gebieten?

Zynischerweise galt unter SS-Männern die Arbeit als Wärter in einem Konzentrationslager als „der ungefährlichste Job auf Erden“, denn während sogar die Zivilisten (einschließlich Frauen und Kindern) in den Wohnvierteln der deutschen Städte tagtäglich dem „Moral Bombing“ der Alliierten ausgesetzt waren, wurde kein KZ je bombardiert. Etwas zugespitzt kann man sagen, daß die Eisenbahnlinien in die Vernichtungslager die einzigen Verkehrswege waren, die bis zum Ende des Krieges nie bombardiert wurden, obwohl doch Millionen von todgeweihten Juden auf ihnen Tag und Nacht transportiert wurden!

Der ganze Komplex wird durch einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung nochmal scharf beleuchtet.

Man könnte spekulieren, ob es einen klandestinen Konsens (bzw. eine emotionale Verschwörung im Sinne Reichs) gab, wonach die Alliierten nichts unternehmen würden, um die Schoah zu stören, – um dann nach dem Krieg elegant die moralische Schuld ganz alleine den Deutschen zuschieben zu können. In diesem Zusammenhang denke ich auch an einflußreiche Amerikaner wie den Unternehmer Henry Ford, der ein glühender Antisemit war und Hitler finanziell förderte, wo er nur konnte. Man kann davon ausgehen, daß Amerikaner wie er und seine Anhänger eine untergründige Sympathie mit der „Endlösung“ des Problems der notorischen, in Fords Worten, „Revolutionsmacher“ und „Weltbolschewisten“ hegten. (Das ist mit der heutigen untergründigen Einstellung gegenüber Israel vergleichbar: wäre das Problem erledigt, wäre endlich Ruhe…)

Daß diese Vermutung alles andere als abwegig ist, hat Edwin Black in seinem Buch Nazi Nexus: America’s Corporate Connection’s to Hitler’s Holocaust gezeigt. Ford war 1920 auf eine „Mitschrift“ der angeblichen „Protokolle der Weisen von Zion“ gestoßen und veröffentlichte sie zunächst in einer 91-teiligen Serie in einer Tageszeitung, die er extra zu diesem Zweck gekauft hatte, um sie dann als Buch, The International Jew, in einer Auflage von 500 000 Stück herauszubringen und als Postwurfsendung überall im Land zu verteilen. Ein Jahr später, Anfang 1921, erschien das Buch in Deutschland und war sofort ein großer Erfolg. Ford wurde Hitlers Held, der entscheidend dessen „Weltanschauung“ prägte.

Auch ansonsten wurde Hitler von amerikanischem Denken geprägt. Die Carnegie Institution hatte seit 1911 im Namen der „wissenschaftlichen Eugenik“ Abermillionen das Recht zum Leben abgesprochen. Sie sollten der „nordischen Rasse“ Platz machen. Alle sozialen Übel seien genetisch bedingt, und entsprechend sollten „minderwertigen“ Blutlinien“, etwa 90 Prozent der Menschheit, ein Ende gesetzt werden. Zu den Plänen gehörten Sterilisationsprogramme, Konzentrationslager und Gaskammern (sic!).

Diverse eugenische Maßnahmen wurden in den Gesetzesbüchern von 27 Bundesstaaten der USA verankert. Insgesamt wurden etwa 60 000 Personen zwangssterilisiert, andere wurden interniert, ihre Ehen für ungültig erklärt, oder sie wurden sogar mittels medizinischer Vernachlässigung ermordet. Die Carnegie Institution in Zusammenarbeit mit der Rockefeller Foundation exportierte dieses Gedankengut, einschließlich der Idee, daß die Juden eliminiert werden müßten, mit Millionenaufwand an die Universitäten der Weimarer Republik.

Selbst Hitler studierte während seiner Festungshaft die amerikanische Eugenik und pries in Mein Kampf die Vereinigten Staaten in dieser Hinsicht als Vorbild für Deutschland. Hitler schrieb Madison Grant, der Führungsfigur der amerikanischen Eugenik, einen Brief, in dem er dessen Schriften als „meine Bibel“ bezeichnete. Der Leiter der American Eugenics Society, Leon Whitney, lobte umgekehrt später die Politik des Dritten Reichs, das das in die Tat umsetze, von dem die amerikanischen Eugeniker nur träumen könnten. Und natürlich wurden die „Blitzkriege“ und der Holocaust selbst nur durch amerikanische Technologie, insbesondere von General Motors und IBM möglich.

Bei den Nürnberger Prozessen wurden viele deutsche Ärzte und Krankenschwestern für Dinge zum Tode oder zu hohen Haftstrafen verurteilt, die die „Wissenschaft“ der westlichen Demokratien vorher propagiert hatten. Die „Euthanasie“ von „minderwertigen“ oder chronisch kranken Menschen wurde bereits 1883 von dem renommierten britischen Wissenschaftler Francis Galton in der Zeitschrift National Eugenics gefordert. In der Folgezeit hatte es reichlich nicht-deutsche (europäische und vor allem amerikanische) Wissenschaftler und Politiker gegeben, die verlangten, daß Millionen von schwachen und kranken Bürgern ihrer Nationen ausgerottet werden; wegen der „Rassenhygiene“, aus wirtschaftlichen Gründen oder als „Gnadenakt“. Im Grunde begann die Geschichte der USA mit der weitgehenden Ausrottung, „Umsiedlung“ und Lagerhaltung – „Reservate“ – der Indigenen, die als heidnisch und rassisch minderwertig betrachtet wurden; Indianer haben auch erst spät die Staatsbürgerrechte der USA erhalten.

Euthanasie von geistig Kranken wurde in vielen Ländern, einschließlich den USA, konzipiert und praktiziert (und natürlich auf Massenbasis in der Sowjetunion), bevor die deutschen Nationalsozialisten es taten – aber diese Beweise wurden von den Alliierten unterdrückt und bei den Nürnberger Prozessen nicht als Beweismittel zugelassen, so daß es so erscheinen mußte und sollte, als ob nur die deutschen Faschisten solch eine barbarische Idee entwickeln konnten. Siehe in diesem Zusammenhang auch:

Das Konzept einer „Endlösung“, die als das typische Beispiel für das „barbarische Deutschland“ betrachtet wird, wurde von dem renommierten amerikanischen Harvard-Professor Charles Davenport und dem Chirurgen William Mayo („Mayo Clinic“) eingeführt, Jahrzehnte bevor die deutschen Nazis diese Idee aufgriffen. Unter US-Wissenschaftlern war es vor 100 Jahren weithin anerkannt, daß weiße „Kaukasier“ europäischer Herkunft als die „Herrenrasse“ zu gelten hatten, während Juden und die geistig oder genetisch Kranken getötet und alle Schwarzen (die als Zwischenglied zwischen Tier und Mensch galten) nach Afrika zurückdeportiert werden sollten. Diese „wissenschaftlich“ verbrämte Emotionelle Pest, deren antisexuelle Kernsubstanz jedem Unvoreingenommenen sofort ins Auge springt, war also nicht auf die „bösen Deutschen“ beschränkt, sondern sie war de facto auch bei den anderen Nationen der Welt weitverbreitet.

Es war der Hexenwahn des ausgehenden 19. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In diesem Zusammenhang sollte man nicht vergessen, daß der Hexenwahn zu Beginn der Neuzeit ebenfalls von den damaligen „Wissenschaftlern“ getragen wurde! Und – nicht nur Reichs soziologische Arbeiten in den 1930er Jahren, sondern gerade auch seine Laborarbeit zur „Lebensforschung“ war eine bewußte Antwort auf die Nazi-Barbarei: Reich wollte der lebensfeindlichen Nekrologie seiner Zeit eine wahrhaftige Biologie entgegensetzen. Heute tobt sich diese Nazipest im Transhumanismus aus.

Linke und Dämonen hinten, weit, in der Türkei!

25. Juni 2025

Als Israel „endlich“ den Iran angriff und Trump einen draufsetzte, war ich spontan begeistert, da ich den Islam derartig hasse und eine tiefe Sympathie für Israel hege. Doch je mehr ich darüber reflektierte, kamen mir schnell Zweifel.

Jedes Land sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern, statt sich in fremde einzumischen. Wenn Israel sich bedroht fühlt und, genauso wie zuvor Rußland in der Ukraine, zu einem Präventivschlag ausholt; – soll es nur, was geht uns das an? Ich weiß nicht wer Recht und wer Unrecht hat und selbst wenn ich mich in diese Angelegenheit hineinknien würde: es wird immer Leute geben, die besser informiert sind als ich und eine gegenteilige Meinung vertreten.

Israel und der Iran sollen das unter sich ausmachen! Unser deutsches Interesse kann nur sein, zu allen Beteiligten ein gutes Verhältnis zu bewahren und als potentieller Vermittler zu gelten. Es ist vollständig gleichgültig, wie gut Israel und wie böse der Iran ist bzw. nach einer solchen Einschätzung zu agieren, denn jedes Volk wird sich immer treu hinter ein von außen bedrängtes Regime stellen. Entsprechend sollten wir niemanden auf diesem Planeten bedrängen oder bevorzugen. Alle Völker sind unsere Freunde, ohne Ausnahme und ohne jedwede Abstufung. Wenn die ihre Probleme untereinander haben, sollte uns das prinzipiell nichts, aber auch rein gar nichts angehen.

Außenpolitik ist immer der zentrale Fokus der Emotionellen Pest. Man nehme den derzeitigen Bundesfritzen, ein in Sachen Diplomatie ohnehin absolut unfähiger Narr, der aber trotzdem fast 100 % seiner Bemühungen auf die Außenpolitik konzentriert, weil Deutschland im Kern zerstört ist, entsprechend man mit Innenpolitik keinen Blumentopf gewinnen kann und die Außenpolitik wie bei allen bankrotten Pestregimen als Ablenkungsmanöver dient. Und ohnehin: wozu braucht Deutschland überhaupt eine Außenpolitik außer zur Sicherung des Außenhandels? Was hat uns die feministische Außenpolitik anderes eingebracht, als wirklich jeden vor den Kopf zu stoßen und Deutschland unbeliebter zu machen?

Warum gibt es auch nur ein einziges terroristisches amerikanisches Angriffsziel außerhalb der USA? Wenn Amerika arabisches und iranisches Öl haben will, soll es es einfach kaufen, genauso wie es beispielsweise Japan tut. Um meinen lieben Freund Dr. Google zu zitieren: „George Washingtons Außenpolitik, wie er sie in seiner Abschiedsrede formulierte, betonte die Neutralität und die Vermeidung dauerhafter Bündnisse mit fremden Nationen. Er riet der jungen Nation, Handelsbeziehungen mit allen Ländern zu pflegen, sich aber von politischen Verwicklungen fernzuhalten, die die Vereinigten Staaten in europäische Konflikte hineinziehen könnten. Washington war der Ansicht, daß die Aufrechterhaltung der Neutralität es den Vereinigten Staaten ermöglichen würde, sich auf ihre eigene Entwicklung zu konzentrieren und die Fallstricke ausländischer Machtkämpfe zu vermeiden.“

Und selbst wenn die Außenpolitik ein rationaler Faktor wäre, sollte die Emotionelle Pest schlichtweg ignoriert werden. Man denke nur an Nixons Reise nach China auf dem Höhepunkt des schlimmsten pestilenten Ausbruchs der Menschheitsgeschichte, dem Maoismus. Mao war der Höllenfürst höchstpersönlich! Dennoch war es ein vernünftiger Schritt, den Nixon unternommen hat, denn er untergrub die Macht der UdSSR und es war somit der Beginn von Amerikas Sieg im Kalten Krieg. Emotionelle Pest sollen wir in uns selbst, in der eigenen Familie und im eigenen persönlichen Umfeld bekämpfen, aber nicht in der internationalen Politik. Der Besitzer meiner örtlichen Bäckerei könnte das schlimmste pestilente Scheusal sein, das man sich vorstellen kann, solange das strafrechtlich nicht relevant ist, soll es mir vollständig egal sein, solange er gutes Brot backt. Ich bin nicht der Retter der Welt. Wenn er Lügen und Gerüchte über mich verbreitet, um mir zu schaden, ist das eine andere Sache, denn dann wird es persönlich. Es geht mich definitiv etwas an! Das ist die Weltanschauung des Konservativen, der im Grunde nur „vor sich hin pulsiert“ und dem die „übergriffige“ Art und Weise des von der Kreiselwelle bioenergetisch bestimmten und deshalb „außenpolitisch“ orientierten Linksliberalen vollständig wesensfremd ist. „Feministische Außenpolitik“…

Dazu eine bezeichnende Leserbriefstelle aus dem Merkur:

„Nichts Besseres weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit, in der Türkei die Völker aufeinander schlagen. Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten. Dann kehrt man abends froh nach Haus und segnet Fried und Friedenszeiten.“ – Herr [Leserbriefschreiber] bemerkt treffend: „An den Menschen hat sich seit Goethe leider kaum etwas geändert. Nur ist die Türkei nicht mehr so weit weg.“ Wie nah uns die Kriege und Krisen im Nahen Osten sind, sehen wir gerade an den Anschlägen in der Mitte Europas.

Werter Leserbriefschreiber, die Türkei geht dich einen feuchten Dreck an! Hast du nicht genug zu tun, dich um dein EIGENES zu kümmern? Und wer hat denn überhaupt „die Türkei“ ins Land geholt und uns in fremde Angelegenheiten hineingezogen? Das linksliberale GESINDEL, das sich überall einmischt, alles zu begreifen vorgibt (der Intellekt als Abwehrfunktion) – und mit seiner „Solidarität mit dem Befreiungskampf des transkarpotenensischen Volkes“ nur Chaos, Tod und unlösbare Konflikte hinterläßt….

Scheiß auf die Politik, vor allem auf die Außenpolitik, und wenn du, Herr Leserbriefschreiber, unbedingt Menschen töten willst… Die Linksliberalen um dich herum sin das Problem und nicht die Leute, von denen du nichts weißt und die sich nicht weniger für dich interessieren könnten. Leute, in Ländern, von denen du nicht weißt, wo sie auf der Weltkarte zu finden sind!

Die organisierte Emotionelle Pest wandert

3. Juni 2025

Spätestens ab dem Jahr 1947 machte Reich die organisierte und schwerbewaffnete Emotionelle Pest im damals Stalinistischen Rußland fest und konstatierte mit einigem Entsetzen, daß sie nach Amerika übergreift. Er dachte dabei an die moskauhörigen Fellow Travellers und eine bereits damals nach weit links abdriftende Kultur- und Wissenschaftsszene, was sogar die Naturwissenschaften betraf, wenn man an die damals aufkommende Debatte um die „Atomspionage“ denkt.

Seitdem hat sich in den USA diese Tendenz grotesk verschärft. Es ist wie in der Bundesrepublik, wo die höhere Beamtenschaft, Medien, Kultur und Akademie durchgehend „Grün“ sind – und selbst die Führung der CDU ist „Grün“. Tatsächlich ist es mit dem Zusammenbruch der UdSSR zu einer grotesken Umkehr der Verhältnisse gekommen. Heute ist Putin der reaktionäre Beelzebub, während die USA für Progressismus steht. Das wird durch den verzweifelten Kampf der genannten Kreise, des sogenannten „tiefen Staates“, gegen Trump nur deutlicher.

Seine erste Präsidentschaft war ein nicht eingeplanter Unfall, dem ein veritabler Staatsstreich folgte, die bizarre Biden-Administration, – der gegenwärtig verpufft und Trump nur noch weiter gestärkt hat, denn bei einer ungebrochenen Weiterführung seiner Präsidentschaft wäre diese folgenlos versandet.

Melanor-Merz (BlackRock) ist hier kein Zufall, denn in ihrer Panik hat die organisierte Emotionelle Pest nunmehr ihre Zentrale nach Europa verlegt. Merz‘ Schuldencoup, ebenfalls ein veritabler Staatsstreich, bedeutet nichts anderes, als daß die allerletzten finanziellen Reserven des Westens der pestilenten Agenda zur Verfügung gestellt werden. Du, Deine Kinder und Kindeskinder werden versklavt!

Letztendlich geht es dabei um den Grundkonflikt zwischen Emotioneller Pest (Stalinistischer Staatskapitalismus und Monopolkapitalismus a la „Rockefeller“) und Arbeitsdemokratie (Marktwirtschaft und Libertarismus). Was gemeint ist, wird unmittelbar einsichtig, wenn man sich die „merkwürdige“ Harmonie zwischen Der Linken und Bertelsmann vergegenwärtigt oder sich an die „merkwürdige“ Allianz zwischen Antifa und Pharmaindustrie zu Corona-Zeiten erinnert.

Reich war angesichts von „Mildred Brady“ mit genau demselben Phänomen konfrontiert, dessen Konstatierung ihm die Diagnose einer „paranoiden Psychose“ einbrachte. Rockefeller beherrschte den gesamten Medizin-, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in vollkommener Eintracht mit der Linken, deren Kern die Fellow Travellers waren. Zusammen taten sie alles, um die Orgonomie zu vernichten. Man schaue sich heute die Merz-Republik an! Es ist letztendlich der Kampf zwischen DOR und OR.

Das ist alles dermaßen offensichtlich, daß Homo normalis – nichts sieht.

Daß wir es bei der Melange aus Melanor-Merz und DOR-Linker wirklich mit der Emotionellen Pest zu tun haben, sieht man an zweierlei: die Pest gibt sich als Resistance aus (die Faschisten und Gleichschalter als „Antifa“) und das explizit unter der, nochmal, explizit antigenitalen Regenbogenfahne:

Die geisteskranken WICHSER, die solche Button tragen, gerieren sich tatsächlich als Widerstandskämpfer – so sieht ein wirklicher antifaschistischer Widerstandkämpfer aus:

Im übrigen… Respect! Die Emotionelle Pest gibt vor, gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen!

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 12)

5. November 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 12)