Archive for the ‘Religion’ Category

Der Blaue Faschismus am Beispiel des Hinduismus

2. Januar 2025

Es ist kein Geheimnis, daß ich den „Reichianismus“ ablehne und schlichtweg hasse. Daß er nichts weiter als eine Ausprägung dessen ist, was ich als „Blauen Faschismus“ bezeichnet habe, sieht man u.a. daran, daß ab den 1980er Jahren das „Energetische“ zunehmend durch das „Spirituelle“ verdrängt wurde. „Blauer Faschismus“ ist schlichtweg „Orgon ohne Orgasmus“. Beispielsweise hatten Hitler, Himmler und der Dalai Lama vage Vorstellungen einer „kosmischen Energie“.

Was „Bauer Faschismus“ nun im Einzelnen ist, sieht man an folgenden Beispielen. Zunächst einmal fällt die extreme okulare Panzerung auf. Man denke nur an all die Berichte über Hitlers „hypnotische Augen“ und all das wirre Zeugs, das Faschisten wie Himmler oder der Dalai Lama von sich geben. Sodann der ungemeine Sadismus, der Reich zufolge untrennbar mit dem Mystizismus verbunden ist:

Im obigen Buch wird insbesondere anhand von Krishna und der Bhagavad Gita die ungemeine Nähe von Hinduismus und Nationalsozialismus aufgezeigt. Was ist denn Krishnas Botschaft in der Bhagavad Gita? Daß du ohne Rücksicht auf deine Gefühle, deine „Schwächen“, wie Hitler und Himmler und der Dalai Lama, sich ausgedrückt hätten, „deine Pflicht“ zu erfüllen hast und in der Schlacht töten mußt und dich selbst opfern mußt! Nichts anderes symbolisiert die Totenkopf-Symbolik im Nationalsozialismus und im hinduistischen und buddhistischen Tantrismus!

Hier ein kurzes Video über den Pop-Yogi zu Reichs Zeiten, Yogananda. Man beachte, wie die Augen nicht ganz von dieser Welt sind und er ständig quasi „orgasmisch“ unvermittelt wegtritt. Schizophrene Pathologie, d.h. die Spaltung von Erregung und Wahrnehmung, in Reinform:

Der Unterschied zwischen der einfachen Schizophrenie und dem Mystizismus ist, daß bei letzterem neben der alles dominierenden Augenpanzerung noch eine sehr starke Muskelpanzerung im Körper hinzutritt. Eine „Mauer“, die mit Gewalt durchbrochen werden muß, um ins selige Jenseits durchzustoßen. Das ist die Grundlage des erwähnten Sadismus.

Wie die Panzerung durch Yoga künstlich verstärkt wird, sieht man in geradezu klassischer Form hier: Einatmen, Luft anhalten! Das genaue Gegenteil der Orgontherpie!

Letztendlich reduziert sich das auf die Sexualökonomie im Allgemeinen und das Zurückhalten von Sperma insbesondere. Am Anfang des Nationalsozialismus standen Leute wie Moritz Schreber, die alles Taten, bis hin zur Folterung, um Onanie zu verhindern. Die Gedanken dahinter sind identisch mit denen des Hinduismus:

Swami Sivananda über den Wert des Samens – Praxis von Brahmacharya:

Meine lieben Brüder! Die Lebenskraft, das Veerya, das euer Leben trägt, das das Prana der Pranas ist, das in euren funkelnden Augen leuchtet, das in euren strahlenden Wangen strahlt, ist ein großer Schatz für euch. Erinnere dich gut an diesen Punkt. Veerya ist die Quintessenz des Blutes. Ein Tropfen Sperma wird aus vierzig Tropfen Blut hergestellt. Merkt euch, wie wertvoll diese Flüssigkeit ist!

Ein Baum zieht die Essenz oder Rasa aus der Erde. Diese Essenz zirkuliert durch den Baum, seine Zweige, Äste, Blätter, Blüten und Früchte. Die leuchtenden Farben und das Leben in den Blättern, Blüten und Früchten sind auf dieses Rasa zurückzuführen. In ähnlicher Weise gibt das Veerya, das von den Zellen der Hoden aus dem Blut hergestellt wird, dem menschlichen Körper und seinen verschiedenen Organen Farbe und Vitalität.

Laut Ayurveda ist der Samen das letzte Dhatu, das aus der Nahrung gebildet wird. Aus der Nahrung wird Chyle hergestellt. Aus Chylus entsteht Blut. Aus dem Blut entsteht Fleisch. Aus dem Fleisch kommt das Fett. Aus Fett entstehen Knochen. Aus den Knochen kommt das Knochenmark. Aus dem Mark kommt der Samen. Dies sind die Sapta Dhatus oder die sieben Dhatus, die dieses Leben und diesen Körper unterstützen. Beachte, wie kostbar der Samen ist! Er ist die letzte Essenz. Es ist die Essenz der Essenzen. Das Veerya kommt aus dem Mark, das im Inneren der Knochen verborgen liegt.

In jedem Dhatu gibt es drei Abteilungen. Sperma nährt den physischen Körper, das Herz und den Intellekt. Nur der Mensch, der den physischen Körper, das Herz und den Intellekt benutzt, kann vollkommenes Brahmacharya haben. Ein Ringer, der nur seinen physischen Körper benutzt, aber den Intellekt und das Herz unentwickelt lässt, kann nicht erwarten, volles Brahmacharya zu haben. Er kann nur Brahmacharya für den Körper haben, aber nicht für den Verstand und das Herz. Der Samen, der zum Herzen und zum Verstand gehört, wird sicherlich ausfließen. Wenn ein Aspirant nur Japa und Meditation macht, wenn er das Herz nicht entwickelt und wenn er keine körperlichen Übungen macht, wird er nur geistiges Brahmacharya haben. Der Teil des Samens, der das Herz und den Körper nährt, wird abfließen. Aber ein fortgeschrittener Yogi, der tief in die Meditation eintaucht, wird volles Brahmacharya haben, selbst wenn er keine körperlichen Übungen macht.

Sperma ist die Quintessenz von Nahrung oder Blut. Nach der modernen medizinischen Wissenschaft wird ein Tropfen Sperma aus vierzig Tropfen Blut hergestellt. Laut Ayurveda wird es aus achtzig Blutstropfen hergestellt. Die beiden Hoden oder Samen, die sich im Hodensack befinden, werden Sekretionsdrüsen genannt. Die Zellen dieser Hoden sind mit der besonderen Eigenschaft ausgestattet, Sperma aus dem Blut abzusondern. So wie die Bienen den Honig tropfenweise in der Wabe sammeln, so sammeln die Zellen der Hoden den Samen tropfenweise aus dem Blut. Dann wird diese Flüssigkeit durch die beiden Gänge oder Röhren zu den Samenblasen geleitet. Bei Erregung wird sie durch spezielle Gänge, die sogenannten Ejakulationsgänge, in die Harnröhre ausgeschleudert, wo sie sich mit dem Prostatasaft vermischt.

Das Sperma ist in allen Zellen des Körpers in einem subtilen Zustand vorhanden. So wie der Zucker im Zuckerrohr und die Butter in der Milch allgegenwärtig sind, so durchdringt auch der Samen den ganzen Körper. So wie die Buttermilch dünnflüssig ist, nachdem die Butter entfernt wurde, so wird auch der Samen durch seine Verschwendung dünnflüssig. Je mehr Samen verschwendet wird, desto größer ist die Schwäche. In den Yoga Sastras heißt es: Das Abfallen des Samens bringt den Tod; die Erhaltung des Samens gibt Leben.

Das Sperma ist die wahre Vitalität des Menschen. Er ist der verborgene Schatz im Menschen. Er verleiht dem Gesicht Brahma-Tejas und dem Intellekt Stärke.

Diese ganze blödsinnige und erzreaktionäre Anti-Sexualökonomie kann man hier im Kontext nachlesen. Nochmal: da kann soviel wie möglich von „kosmischer Lebensenergie“ gequatscht werden, es ist und bleibt Anti-Orgonomie, Blauer Faschismus.

Das ganze ist natürlich nur vor dem erzreaktionären gesellschaftlichen Hintergrund zu verstehen:

Der Begründer der Hare Krishna-Bewegung (New York 1966) war 22, als ihm seine Eltern das 11jährige Kind, eine Blutsverwandte, vorstellten, das er zu heiraten hatte: „Nach der Heirat mochte ich meine Frau nicht.“ Alltag in Indien, bis heute. All die Horror-Meldungen über Vergewaltigungen und Sexualmorde in Indien sind von daher kein Zufall. Die Spaltung zwischen Liebe und Sexualität ist, neben der erwähnten Spaltung zwischen Erregung und Wahrnehmung, Grundlage des Hinduismus = „Liebe zu Gott“. Ich zitiere den Text zum obigen Video:

Bevor Sie der Hare-Krishna-Sekte beitreten, sollten Sie sich unabhängig über die Geschichte ihres Gründers „Prabhupada“ informieren. Es gibt unzählige Beispiele für unverhohlene Bigotterie, Sexismus, Homophobie, Rassismus usw. Dies sind Informationen, die den Mitgliedern nicht zur Verfügung gestellt werden, wenn sie über einen Beitritt nachdenken, aber es ist nur recht und billig, daß die „Anhänger“ die Wahrheit über ihren Gründer erfahren, den sie als „gut wie Gott“ verehren.

Zitate vom Gründer der Hare-Krishna-Sekte, AC Bhaktivedanta Swami:

„In diesem Zusammenhang ist das Wort vikhyatam sehr bedeutsam. Ein Mann ist immer für seine Aggression gegenüber einer schönen Frau bekannt, und diese Aggression wird manchmal als Vergewaltigung bezeichnet. Obwohl Vergewaltigung rechtlich nicht erlaubt ist, ist es eine Tatsache, daß eine Frau einen Mann mag, der sehr erfahren beim Vergewaltigen ist.“

„Wenn eine Frau von einem Mann angegriffen wird – sei es ihr Ehemann oder ein anderer Mann – genießt sie im Allgemeinen den Angriff, da sie zu lüstern ist.“

„Wenn eine Frau, die keinen Mann hat, von einem aggressiven Mann angegriffen wird, empfindet sie sein Handeln als Gnade.“

„Prabhupada: „Ja, das ist immer Gesetz. Vergewaltigung bedeutet Sex ohne Zustimmung. Sonst gibt es keine Vergewaltigung. Es gab einen Vergewaltigungs-Fall in Kalkutta, und der Anwalt war sehr intelligent. Er brachte die Frau auf die eine oder andere Weise dazu, zuzugeben: ‚Ja, ich habe Lust empfunden. So wurde er freigelassen. ‚ Hier ist die Zustimmung. Und das ist eine Tatsache. Denn nach allem Sex, Vergewaltigung oder nicht Vergewaltigung, werden sie ein gewisses Vergnügen empfinden. Also brachte der Anwalt die Frau mit List und Tücke dazu, zuzustimmen: ‚Ja, ich habe etwas Vergnügen empfunden.‘ Jetzt liegt eine Zustimmung vor. Also wurde er freigelassen. Schließlich ist es eine juckende Empfindung. Ob nun mit Gewalt oder freiwillig, wenn es juckt, fühlt sich jeder erleichtert, wenn es juckt. Das ist Psychologie. Es ist nicht so, daß die Frau Vergewaltigung nicht mag. Sie mögen sie manchmal. Sie tun es freiwillig. Das ist die Psychologie. Äußerlich zeigen sie ein gewisses Mißfallen, aber innerlich tun sie es nicht. Das ist die Psychologie.“ (Morning Walk – 11. Mai 1975, Perth)

Man lese Reichs Massenpsychologie des Faschismus und Die sexuelle Revolution. Aber versuch das mal einem dieser geistig versifften „Reichianer“ zu verklickern…

Hare Krishna!

Anhang zu NACHTRAG zu „Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 151)“, oder: Gedanken zur Esoterik (Teil 2)

28. August 2024

3. Der Ursprung der Panzerung

Es gibt zwei Gruppen von Theorien, wie die Menschheit sich gepanzert hat: die „exogenen“ Theorien (insbesondere James DeMeos direkt auf Reich zurückgehende Saharasia-Theorie) und die „endogenen“ Theorien (wie Reich sie im Schlußkapitel von Die kosmische Überlagerung vorgezeichnet hat). Die ersteren lassen sich auf den Nenner „DOR“ reduzieren, die letzteren auf den Nenner „Bewußtsein“. Privatim vertreten, drittens, manche Orgonomen die Meinung, es handele sich um ein Scheinproblem, d.h. um eine natürliche Anpassung und schon Tiere könnten gepanzert sein.

Zu diesem Komplex möchte ich meine Theorie zum Besten geben, daß es zwei Arten von Biologie gibt. Auf der einen Seite haben wir Orgonenergetisches wie die Pulsation, die das Phänomen „Leben“ erst konstituiert, die Orgonomform, Bifurkation, Erstrahlung, etc. Nehme wir einen „Orgonmotor“: ein Auto könnten wir mit ihm nicht sinnvoll betreiben, da sein Funktionieren von der Witterung abhängig ist und er ohnehin unvorhersehbar funktioniert. Man könnte allenfalls eine Batterie aufladen und mit der dann einen Elektromotor antreiben. Ähnlich funktionieren Organismen: ohne Orgonenergie kein Leben, aber ohne Biochemie und die natürliche Anpassung nach Darwin, allgemein „Biomechanik“ (wie sie insbesondere durch die DNA verkörpert wird), hätte sich das Leben nie über das Stadium bloßer Bionhaufen hinaus entwickeln können.

Hier ordne ich auch die Panzerung ein: sie ist nichts, was irgendwie aus dem Nichts heraus ins freipulsierende Lebendige „hereinbricht“ oder weil unsere Natur irgendwie defizitär wäre (Bewußtsein vs. das Lebendige), sie ist auch nicht schlichtweg „natürlich“. Panzerung tritt dann auf, wenn das Lebendige förmlich nicht weiter weiß und deshalb, frei nach Reichs Ausführungen in Massenpsychologie des Faschismus, sozusagen „biomechanisch entartet“.

4. Die geistige Welt

Was gemeint ist, kann man sich am besten am Kerngehalt der Esoterik vergegenwärtigen: der „Astralreise“. Es gäbe eine „feinstoffliche Welt“, die „Astralebene“, in die man mittels bestimmter Techniken eintauchen könne. Ähnlich wie im Traum herrschen hier die Gesetze von Raum und Zeit nur bedingt. Die Gefahr ist, daß man sich bei seinen Astralreisen verliert, indem man entweder „ins Licht geht“ oder sich in der Finsternis der dämonischen Ebene verliert. Rettungsanker ist jeweils der biomechanische Leib, mit dem man via einer Art „feinstofflichen Nabelschnur“ verbunden bleibt.

Kann man das ernstnehmen? Auffällig ist die formale Ähnlichkeit zu den in Punkt 3 erläuterten Funktionen: Orgonotisches („Feinstoffliches“) und Biomechanisches („Rettungsanker“). Tatsächlich imponiert die gesamte „Esoterik“ als ein verzerrter Kontakt zum bioenergetischen Kern. Doch trotzdem gibt es einen Rest, den man nicht einfach wegwischen kann und der die Welt tatsächlich wie eine „Matrix“ erscheinen läßt (Punkt 1). Kehren wir dazu zum satanistischen Serienmörder Richard Ramirez zurück (Punkt 2). Als potentieller Kandidat für die Todesstrafe stand ihm „geistiger Beistand“ zu. Er suchte sich dazu die beiden damals populärsten „Satanisten“ aus: das Ehepaar Zeena und Nikolas Schreck. Aus Mitmenschlichkeit (sic!) willigten die beiden ein und lernten eine verstörte Seele kennen, die sich vollkommen in einem auf den Kopf gestellten Katholizismus mexikanischer Prägung verrannt hatte und, offenbar hirnorganisch bedingt, keinerlei Mitgefühl empfinden konnte. Schließlich ließ das Ehepaar ihren „Satanismus“ hinter sich und sie wurden Anhänger des tibetischen Tantrismus. Langer Rede kurzer Sinn: bei seinem „Retreat“, um als Lama initiiert werden zu können, hatte Nikolas Schreck eines nachts einen intensiven Traum, den er pflichtgemäß morgens niederschrieb. In mitten einer unendlich langen Menschenschlange sah er Ramirez, der ihn freundlich grüßte und ihm larmoyant mitteilte, er gehe jetzt in die Hölle. Wenig später erfuhr Schreck, daß Ramirez genau zur Zeit seines Traumes gestorben war.

Man kann solche Geschichten, von denen es unendlich viele gibt, nicht einfach vom Tisch wischen! Es gibt Dinge, die (weder das Wort „irgendwie“ noch das Wort „unzweideutig“ will passen) auf die „Matrix“ und eine „allumfassende Gesamtverschwörung“ hinweisen. Esoteriker sprechen gerne von „karmischen Verknüpfungen“. Ich kann nur auf den Blogeintrag von vorgestern verweisen und insbesondere auf die dortige von Charles Konia stammende Gleichung. Die Welt ist nicht nur Erregung, sondern untrennbar damit verbunden auch Wahrnehmung. Verfolgen wir die Konia‘sche Gleichung weiter nach rechts, sehen wir, daß sich die orgonotische Erregung nicht nur in der relativen Bewegung kundtut (Bewegung von A nach B), sondern parallel dazu auch in der ko-existierenden Wirkung (Gleichzeitigkeit von Zustand A und Zustand B). Man denke etwa an den berühmten „Quantensprung“ im Atom vom Elektronenorbit A nach Elektronenorbit B, der eben kein „Sprung“ ist, da das Elektron zwischen den Orbits sich gar nicht aufhält bzw. „nicht definiert ist“ (und ohnehin „Orbit“ ein unpassender Begriff ist, da er die mathematischen Modelle nicht korrekt widergibt). Das ganze ist ein „ganzheitliches Geschehen“, das mit „Bewegung im Raum“ nicht erfaßt werden kann. Erregungszustand A geht übergangslos in den Erregungszustand B über. Letztendlich geht es um orgonotische Erregung, die stets unaufhebbar mit Wahrnehmung (dem Kern von „Bewußtsein“) einhergeht.

Wie ich bei Punkt 1 sagte, mußte, um die Ultraviolettkatastrophe abzuwenden, mit Hilfe der Quanten sozusagen ein Boden eingezogen werden. Dieser Boden ist letztendlich die kosmische Orgonenergie, die eigentliche „Matrix“, ein Begriff, der nicht von ungefähr wie die „Materie“ etymologisch mit der „Mutter“ im Sinne von „Urmutter“, Urgrund, verbunden ist. In unserem Unverstand erscheint alles, was mit der orgonotischen (!) Funktion „Wahrnehmung“ und der „ko-existierenden Wirkung“ verbunden ist als unbegreiflich, wunderbar, als „geistige Welt“, in der Gott und andere überweltliche Wesenheiten schalten und walten.

Anhang zu NACHTRAG zu „Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 151)“, oder: Gedanken zur Esoterik (Teil 1)

27. August 2024

1. Matrix

Der Gedanke, daß wir in einer Simulation leben, wird immer populärer, spätestens seit dem Film Matrix von 1999. Dabei war Rainer Werner Fassbinders zweiteiliger Fernsehfilm Welt am Draht weitaus beeindruckender und tiefgründiger. Bei mir hat er jedenfalls einen bleibenden Eindruck hinterlassen. An einem Institut wird mit Hilfe von Supercomputern eine Kleinstadt simuliert, die, so Wikipedia, von „Identitätseinheiten“ bevölkert wird, „die in etwa dasselbe Leben führen wie normal lebende Menschen und ein Bewußtsein besitzen“. Der Clou des Films ist, daß die Macher dieser Simulation schließlich den begründeten Verdacht haben, daß sie seinerseits ebenfalls Teil einer Simulation sind.

Hiermit sind bereits die beiden Probleme einer Matrix-Welt angeschnitten, ihre „Ultraviolettkatastrophe“. Um 1900 sah sich die Physik gezwungen bei Wechselwirkungen sozusagen einen Boden in Gestalt der Quanten einzuziehen, da ansonsten die Gesetze der Thermodynamik dazu führen würden, daß die Welt in einem Ultraviolett-Blitz (heute würde man von Gamma-Blitz sprechen) instantan zerstrahlt, weil elektromagnetische Wellen unendlich klein werden können – von daher die Quantelung. Die Frage bzw. das Problem der Unendlichkeit stellt sich auch in einer „Welt am Draht“, denn wer sagt uns, daß die Macher einer Simulation nicht ebenfalls eine Simulation darstellen und so weiter ad infinitum?

Die zweite Ultraviolettkatastrophe ergibt sich mit den „Bewußtseinseinheiten“, denn jedes einzelne Bewußtsein ist eine Welt für sich. Wir selbst simulieren ja ständig ganze Welten, wenn wir nachts träumen. Man stelle sich mal vor, Oma Käthe und Tante Helga würden in unserem Traum selbst ein Bewußtsein entwickeln und ihrerseits träumen…

2. Verschwörungstheorien

Das Problem des unendlichen Regresses (Stichworte „Welt am Draht“ und Träumen) bringt mich zum zweiten Aspekt der gegenwärtigen Esoterik: alles ist geplant, es gibt keinen Zufall. Formal entspricht dieses Gedankenfeld der wahnwitzigen Vorstellung, man könne ein ganzes Universum mitsamt von unendlich vielen Beobachtern dieses Universums simulieren. Es ist purer Mystizismus so einen allwissenden und allkönnenden Gott zu postulieren, einen omnipotenten, mir fällt spontan kein anderer Name ein, „Klaus Schwab“. Man muß im Gegenzug nur wirklichen „Verschwörern“ zuhören, etwa Ex-Mitgliedern des amerikanischen National Security Council, die von ineffizienter und saublöder Bürokratie berichten und darüber, daß ständig „Geheimnisse“ durchsickern. Oder man nehme die Berichte von Ex-Mafiabossen: es stimmt, daß die „fünf Familien“ New York City kontrolliert haben, aber Filme wie Don Siegels Der große Coup (1973) mit Walter Matthau, wo die Mafia als überweltlich effizient phantasiert wird, sind weltfremd. Die Realität war, daß ein abtrünniger Mafioso für sein legales Geschäft ein Büro in einem von der Mafia (via die Gewerkschaften) gebautes und kontrolliertes Bürogebäude unter seinem Klarnamen mieten konnte und sie erst auf ihn aufmerksam wurden, als ein Associate ihm zufällig auf dem Parkdeck über den Weg lief. Mörderisch, aber trotzdem „eine Bande von Idioten“. Heute ein verängstigter Schatten ihrer selbst.

Es gibt tatsächliche Verschwörungen noch und nöcher, aber sie werden durchweg von MENSCHEN betrieben. Und das gilt auch in einer zweiten Hinsicht: Wir glauben allzugern an das absolut Böse. Moloch wurden Kinder geopfert und werden es heute noch, etc. Alles römische und jüdische Greuelpropaganda, die mit der abenteuerlich hohen Kindersterblichkeit in der Antike zusammenhängt. Hinzu kommt das Aussetzen von ungewollten Neugeborenen, das noch heute bei Naturvölkern gang und gäbe ist. Mit „Satanismus“ hat das nichts zu tun!

Wer will ausschließen, daß es irgendwo Durchgeknallte gibt, die ähnlich wie Richard Ramirez den Katholizismus einfach auf den Kopf stellen, und unaussprechliche Dinge tun, um im Jenseits von Satan belohnt zu werden? Genuine „Satanisten“ wie Kenneth Anger mögen zwar Schwarze Magie betreiben, aber erstens wurde keiner je irgendeines Kapitalverbrechens „auf materieller Ebene“ überführt und überhaupt: Anger hat Zeit seines Lebens am Hungertuch genagt und auch alle anderen Großen der Szene konnten allenfalls bei amerikanischen Trash-Talkern im Fernsehen reüssieren. Traurige Gestalten, die entweder einem, mir fällt kein besserer Begriff ein, „verquasten Pseudo-Atheismus“ anhängen oder mit Hilfe der Magie selber zu „Göttern“ werden wollen. Jeder amerikanische Fernsehprediger ist hundertmal mehr sinister!

Wie die Matrix sind auch die gängigen Verschwörungstheorien – bodenlos.

Brief [Rudolf Steiner] 2009

18. Februar 2024

Brief [Rudolf Steiner] 2009

Christus und die Liebe

31. Dezember 2023

Warum war für Reich die Christus-Figur, die vielleicht gar nicht historisch ist, sondern von den Römern gegen die Juden oder von den Juden gegen die Römer schlichtweg ausgedacht wurde, so wichtig? Was ist so besonderes an dieser „himmlischen Figur“, die, wie Nietzsche richtig sagt, nur auf die Erde kommt, um dann wirklich nichts Bedeutendes von sich zu geben? Warum einer Monty Python-Witzfigur Bedeutung beimessen, die Wasser in Wein verwandeln, über Wasser gehen und Blinde mit einer Schlammpaste aus Spucke und Staub sehend machen kann? Welche Bedeutung sollte irgendein verpeilter jüdischer Rabbi von vor 2000 Jahren für uns haben? Warum im Zusammenhang mit Laskas LSR-Projekt einen religiösen Spinner diskutieren?

Die Antwort liefert folgende Predigt eines Bischofs der „nestorianischen“ Assyrischen Kirche des Ostens:

Hier die Übersetzung: “Der Herr Jesus kam und sagte: Ich werde Euch ein Gesetz geben, das Liebe heißt. Vergeßt ‚nicht töten‘, ‚nicht stehlen‘, ‚nicht, nicht, nicht‘. Vergeßt sie alle. Vergeßt all die Gesetze. Er sagt: An dem Tag, an dem Ihr lernt, zu lieben, werdet Ihr nicht mehr töten. An dem Tag, an dem Ihr lernt zu lieben, werdet Ihr nicht mehr stehlen. An dem Tag, an dem Ihr lernt zu lieben, werdet Ihr niemanden mehr verletzen, denn es ist die Liebe, die Euch diese Fähigkeit verleiht.”

Wenn man sagt, daß Jesu Botschaft „die Liebe“ gewesen sei, ist das nur ein Allgemeinplatz, aber so, wie es Bischof Mar Mari Emmanuel ausdrückt, wird sie bemerkenswert und entspricht formal Reichs Orgasmustheorie und dem LSR-Projekt, d.h. der Befreiung vom Über-Ich. Siehe dazu meine beiden Bücher Der verdrängte Christus: Bd. 1 Orgonomie und Christentum und Bd. 2 Das orgonomische Testament.

Diese „Frohe Botschaft“ wird dann jedoch stets unmittelbar aufgehoben und ins Gegenteil verkehrt, durch den eigentlichen Begründer des Christentums: Paulus, der von nichts anderem redet, als daß wir durch und durch böse sind und nichts Gutes in uns haben und uns deshalb ganz und gar Jesus überantworten sollen – dem Über-Ich. „Wo Ich war, soll Christus sein!“ Von Anfang an, prügeln die Christen den „dämonischen“ Eigensinn aus ihren Kindern – „weil sie sie lieben“.

Meine schwarze kosmische Mutter (Teil 2)

10. Dezember 2023

Ich war irritiert, als ich während der Bundeswehrzeit bei langen Nachtwachen erstmals in meinem Leben in den Playboy-Heften blätterte, die zum festen Inventar der Wachstube gehörten. Emotionslose und letztendlich auch geschlechtslose Schönheiten wie aus Gummi und Plastik, die typischerweise mit irgendwelchen Sportwagen und anderen Maschinen photographiert wurden. Graphische Darstellungen zeigten auffällig häufig das Verschmelzen des weiblichen Körpers mit Sportwagen, Robotern, etc. Fast schon so wie in den „biomechanischen“ Graphiken von H.R. Giger.

Das ist mir verstörend im Gedächtnis geblieben, weil es mir so fremd war und durch den psychedelischen Zustand des Schlafentzugs eh jeder Reiz eine traumatisierende Qualität annimmt. Außerdem paßte es so perfekt zur martialischen Umgebung auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Jede „Maschine“ war dazu da, menschliche Körper zu verstümmeln und zu zerfetzen. Damals bin ich dem Teufel begegnet!

Der Teufel ist schlichtweg die Verkörperung des Panzers, d.h. der mechanischen Entartung des Lebens. In Massenpsychologie des Faschismus beschreibt Reich angesichts der deutschen Kriegsmaschinerie Anfang der 1940e Jahre diese „Maschinenzivilisation“ ausführlich: wie der Mensch die Maschinen nach seinem eigenen Vorbild gestaltet und umgekehrt, die Maschinen auf die Struktur des Menschen einwirken. Auf heute extrapoliert: KI wird uns vernichten, die Menschheit schlichtweg ausmerzen, weil es von den „Wissenschaftlern“ und woken Multis mit dem sektiererischen CO2-Unsinn gespeist wird: dem moralischen Gebot des „setze keine Kinder in Welt, verbrauche möglichst gar nichts“. Konsequent wäre demnach die Vernichtung der Menschheit a la Terminator „zur Rettung der Erde“. Das wäre der ultimative Triumph des – Über-Ich!

Damals hätte sich Reich nicht ausmalen können, wie sehr die „Maschinisierung“ gerade auf den Bereich der Sexualität übergreift mit all den „Sexspielzeugen“ und der mechanischen Vorstellung von Sexualität. Immerhin kannte Reich den Film Metropolis (man beachte übrigens das Teufelspentagramm über dem Roboter!):

Am Ende bleibt nichts vom Lebendigen übrig. Und genau das schockierte mich wahrscheinlich auch so in der besagten Wachstube: die orgastische Plasmazuckung selbst verschwindet, die Frau verschwindet, die Sexualität verschwindet und alles, was bleibt, ist eine mechanische Wüste.

Wer ist der Teufel? Theologisch betrachtet ist der Teufel der Feind Evas und damit Marias. Wenn der Teufel eines HASST, dann das Weib, im besonderen aber die Gebärmutter, die „Bundeslade“, in der Gott gegenwärtig ist und in Gestalt des Christuskindes in die Welt tritt. (Bitte im Lichte von Reichs Christusmord-Allegorien sehen!) Es hat eine tiefe Bedeutung und ist nicht nur bloße Provokation, wenn Satanisten und Linke Sterilisation feiern, Abtreibung feiern, Transfrauen feiern. Transgender, d.h. die Vernichtung der Frau ist der Anfang des Transhumanismus. Selbst die einfache Frage: „Was ist eine Frau?“ wird zum ultimativen Tabubruch! Der Teufel haßt das Weib und DAS Weib ihrerseits zerquetscht mit ihrem Fuß den Kopf der Schlange, die die Panzerung, den Tod ins Paradies gebracht hat:

Anmerkung: „Erwiesen ist, daß der Typus der Schwarzen Göttin vielen antiken Kulten zugrunde lag. Seit Jahrtausenden wurden Fruchtbarkeits-, Mutter- und Erdgöttinnen verehrt, die in manchen Fällen schwarz waren (siehe Alma mater, Große Mutter). Im Dreieck Anatolien – Ägypten – Mesopotamien war der Kult der Göttinnen Kybele, Astarte, Isis und Ischtar verbreitet. Von da aus setzte sich die Tradition einerseits in westlicher Richtung fort mit Artemis, Demeter und Ceres, andererseits in östlicher Richtung mit der schwarzen Göttin Kali. Möglicherweise waren auch die in der germanischen und keltischen Welt verehrten Göttinnen Freya und Ana – letztere wird besonders in der Bretagne mit der heiligen Anna in Verbindung gebracht – Vorbilder der Schwarzen Madonnen. Die Forschung betrachtet die christlichen Schwarzen Madonnen wie den Marienkult überhaupt somit letztlich nicht als eigenständige, unabhängige Erscheinung, sondern als in dieser allgemeinen, jahrtausendealten Tradition stehend.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Madonna

Meine schwarze kosmische Mutter (Teil 1)

9. Dezember 2023

Ein Feuer und selbst eine altertümliche Glühbirne strahlt Energie ab, während Neonröhren, Energiesparlampen, etc. Energie absaugen. Man denke etwa an ein gemütliches Kaminfeuer an einem Winterabend, im Vergleiche zu einem Flur in einem Bürogebäude mit seinem kalten Neonlicht. Es gibt Menschen, neben denen man sich wohlfühlt, auch wenn man nur schweigend nebeneinandersitzt, und es gibt Menschen, richtiggehende Dämonen, die wie „energetische Vampire“ sind und dir in der gleichen Situation buchstäblich das Leben absaugen. Sie sitzen neben dir und allein ihre Präsenz macht dich unwohl und schwächt dich.

Es ist schlicht der Unterschied zwischen OR (lebendiges Orgon) und DOR (abgestorbenes, giftig gewordenes Orgon). Wenn das letztere die Szene betritt, dann ist das, als würde der Umgebung der Lebensfunke entzogen werden. Alles wird schwer und düster und hoffnungslos. Pestilente Charaktere sind Energiesauger. Teilweise stellen sie das sogar zur Schau, etwa Anhänger von Aleister Crowley und andere Psychopathen.

Es hat eine tiefere Bedeutung, daß so viele Menschen das Licht von „Himalaya-Salzlampen“ so sehr lieben und sich in ihrer Präsenz wohlig fühlen, als wäre es ein Kaminfeuer. Neben meinem Notebook, auf dem ich das jetzt schreibe, steht ein rosafarbener Block aus Salzkristall, wie man ihn für diese Lampen verwendet. Auch er saugt Energie ab, aber hier ist es spezifisch die DOR-Energie, die absorbiert wird. Das sieht man, wenn das Salzkristall bei hoher Luftfeuchtigkeit von selbst feucht wird und „näßt“, weil das Salz Wasser aus der umgebenden Luft anzieht. DOR wird in Wasser umgewandelt. Dieser lebenspositive „DOR-Sauger“ ist ein Beispiel für das Gegenteil des oben beschriebenen lebensfeindliche „OR-Saugers“.

Die Maschinenzivilisation entzieht uns das OR und verseucht uns mit DOR, während unsere aller Mutter, die schwarze Erde, der Humus, in die wir (Human) wieder heimkehren (Inhumination), das DOR aus uns abzieht und uns dafür OR schenkt. Die schwarze (bzw. blaue) Kali ist die nährende Mutter alles Lebendigen und schlachtet in ihrem heiligen Zorn die Dämonen, die ihre Kinder bedrängen.

Reich im Kampf gegen den Nihilismus des Westens ( Teil 1: Der Tod des Menschen)

24. Oktober 2023

Für Reich war Christus ein genitaler Charakter, der sein Anderssein innerhalb der Begriffswelt seines ererbten pharisäischen Judentums zum Ausdruck zu bringen versuchte – bzw. gar nicht anders konnte. Das Christentum entstand aus dem Versuch seiner Jünger diesen Mann irgendwie zu verstehen. Für sie war er ein Mensch, aber auf unbestimmte Weise auch etwas darüber hinaus; nach ihrem jüdisch-hellenistischen Weltbild ein „Gottmensch“. In der griechischen und orientalischen Kirche wurde dann mehr die göttliche Seite hervorgehoben, was ihn unnahbar machte, die Religion „orthodox“ erstarren ließ und ganz zu einem Machtinstrument des Staates machte.

In der römischen Kirche und im Anschluß daran in der evangelischen wurde mehr die menschliche Seite hervorgehoben. Man denke nur an all die Kruzifixe mit dem zerschundenen, erniedrigten und leidenden Heiland, – während im Osten selbst der am Kreuz hängende Jesus noch immer der souveräne Kaiser des Universums ist.

Auf beiden Seiten triumphierte dergestalt die Emotionelle Pest, indem sie den lebendigen Impuls „Christus“ zum Erstarren brachte. Wobei der Westen auch noch der gnostischen Häresie verfiel, die sozusagen das Menschliche, Allzumenschliche an Jesus wieder wettmachen sollte. Aus dem souveränen Herrscher des Universums wurde der Botschafter aus einer Lichtwelt, der die Frohe Botschaft in die absolute Finsternis trägt. Das sieht man im zentralen Satz der Theologie der Westkirche, den ich wie folgt formulieren möchte: „Ohne die Gnade Gottes sind wir alle elende, verkommene Sünder, die die Hölle und die Strafe Gottes verdienen. Jedes gute Potential, überhaupt schlichtweg alles Gute in uns kommt einzig und allein von Gott und der Kraft des Heiligen Geistes, wenn wir uns taufen lassen und unser Herz Christus schenken.“ Dieser Satz ist die Emotionelle Pest des Abendlandes: Du bist weniger als nichts, das Über-Ich ist alles.

Die im Westen triumphierende Gnosis betrachtet die Schöpfung und damit auch jedes einzelne menschliche Herz als zutiefst verfehlt und böse von Natur aus. Wir müssen innerlich ersterben, damit der Lichtbringer aus einer anderen Welt, Christus, in uns leben kann. Das zeigte sich unmittelbar in der Kindererziehung. Kinder, die in evangelikalen und fundamentalistisch katholischen Sekten aufgewachsen sind, können Geschichten aus den Abgründen der Hölle erzählen… Selbst unsere eigenen Kinder sind weniger Wert als Hundekot, wenn wir nicht Christus in sie hineinprügeln. Unsere eigenen Triebe, überhaupt alles an uns, ist des Teufels, solange nicht ganz allein Christus in uns herrscht.

Kann man sich einen schlimmeren Verrat an der „Lehre“ des vor 2000 Jahren ermordeten Christus Jesus vorstellen? In der antignostischen Orthodoxie scheint immerhin das genaue Gegenteil durch: daß die Schöpfung und damit der Mensch von Grund auf gut ist:

Die von Gott gegebene Würde wird durch das Vorhandensein der sittlichen Grundsätze in jedem Menschen bestätigt, die durch die Stimme des Gewissens erkannt werden. Darüber schreibt der heilige Apostel Paulus im Brief an die Römer: „Die Forderung des Gesetzes ist ihnen ins Herz geschrieben; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich” (Röm 2, 15). Namentlich deshalb offenbaren die sittlichen Normen, die der menschlichen Natur eigen sind, wie auch die sittlichen Normen, die in der Göttlichen Offenbarung enthalten sind, den Plan Gottes mit dem Menschen und seine Bestimmung. Sie sind wegweisend für ein glückseliges Leben, das der von Gott geschaffenen Natur des Menschen würdig ist. Das größte Vorbild eines solchen Lebens hat der Welt der Herr Jesus Christus offenbart.

Unwürdig ist das Leben eines Menschen in Sünde, weil es den Menschen selbst zerstört und anderen Menschen sowie der Umwelt Schaden zufügt. Die Sünde stellt die Hierarchie der Beziehungen in der Natur des Menschen auf den Kopf. Statt daß der Geist Macht über den Leib hat, unterwirft er sich in der Sünde dem Fleisch. Der Heilige Johannes Chrysostomus verweist hierauf und sagt: „Wir haben die Ordnung verkehrt und das Böse ist so stark geworden, daß wir die Seele zwingen, den Wünschen des Fleisches zu folgen” (Gespräch 12 Homilien über Genesis). Das Leben nach den Gesetzen des Fleisches ist den Geboten Gottes zuwider und entspricht nicht den sittlichen Grundsätzen, die von Gott in die Natur des Menschen hineingelegt wurden. In den Beziehungen zu anderen Menschen handelt der Mensch unter dem Einfluß der Sünde als Egoist, der sich nur um die Befriedigung seiner Bedürfnisse auf Kosten der Nächsten kümmert. Ein solches Leben ist gefährlich für eine Person, für eine Gesellschaft und für die Umwelt, weil es die Harmonie des Seins zerstört und mit seelischen und körperlichen Leiden, Krankheiten und Hilflosigkeit gegenüber den Folgen der Zerstörung der Umwelt endet. Ontologisch führt ein sittlich unwürdiges Leben nicht zur Zerstörung der von Gott gegebenen Würde, aber es trübt sie so weit ein, daß sie kaum wahrnehmbar ist. Gerade deshalb bedarf es einer starken Willensanstrengung, um die natürliche Würde eines Schwerverbrechers oder eines Tyrannen zu sehen und erst recht, um sie anzuerkennen. (https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=5633845a-d204-d782-ad23-56ddf784c6b9&groupId=252038)

Bei allem Kampf gegen „das Fleisch und den Egoismus“, der natürlich auch die Ostkirche prägt, bleibt doch zumindest die Würde des Menschen erhalten. Ich habe das zitiert, weil man hieran sehen kann, wie aus der „Lehre Christi“ sich die frühe Kirchenlehre entwickelte und aus diesem bereits lebensfeindlichen, pestilenten Kern der gnostische Nihilismus des Westens – der schließlich im Tod Gottes mündete.

Paulus und Hegel gegen LSR

16. Oktober 2023

1.

In seinem ersten Brief an die Korinther (1 Kor 6,15-20) hat Apostel Paulus das exakte Gegenteil dessen formuliert, wofür die Namen Reich, LaMettrie und Stirner stehen:

„15. Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind?“

Dein Leib ist gar nicht dein Leib, sondern er gehört der Gemeinschaft (die in Gestalt des Über-Ichs in dir wohnt), ist ein Organ ihrer Moral!

„15. Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Auf keinen Fall!“

Nach biblischer Lehre macht der Geschlechtsverkehr aus zwei Personen auf mystische Weise eine Person. („16. Oder wißt ihr nicht, daß, wer der Hure anhängt, ein Leib [mit ihr] ist? ‚Denn es werden‘, heißt es, ‚die zwei ein Fleisch sein.‘ 17. Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist [mit ihm].“) Auf diese Weise trage ich die Unmoral (Hurerei) in meine Gemeinschaft, wenn ich mich mit „Huren“ einlasse. Ich entfremde mich der Gemeinschaft.

„18. Flieht die Unzucht! Jede Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib.“

Das markiert die Sonderstellung der sexuellen Sünde, die deshalb schlimmer ist als selbst Mord! Das erklärt den gesamten Katholizismus und seine Lebensfeindlichkeit.

„19. Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in euch ist, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört?“

Selbst dein Leib ist nicht dein Eigentum! Was für ein sadomasochistischer Alptraum, der durch den anschließenden Vers noch verschärft wird:

„20. Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit eurem Leib!“

Der Preis war der Foltertod Christi. Wir sollen uns schuldig fühlen und gegen unsere „teuflischen“ Triebe ankämpfen, um uns dieses Opfers als würdig zu erweisen.

2.

Hegel wollte zeigen, daß die objektive Welt nur die Entäußerung des Geistes (des Geistes „an sich“) ist und es gilt diese Entäußerung/Entfremdung zu überwinden, indem der Staat, sozusagen als wahrer „Corpus Christi“, alle individuelle subjektive Willkür beseitigt und die „objektive“ Vernunft herrscht. Das entspricht dem Traum von Klaus Schwab bzw. des WEF: Die KI wird alles regulieren, du wirst nichts besitzen und glücklich sein. Marx hat genau diese Weltanschauung vertreten (mit der Akzentverschiebung, daß sich der Mensch durch seine materielle Arbeit selbst erschaffen hat), während Stirner der diametrale Gegenentwurf ist.

Warum die Höllenstrafen ewig sind

12. Oktober 2023

Warum sind die Höllenstrafen ewig? Warum die ewige Verdammnis? Warum wird es niemals eine Versöhnung mit dem Teufel geben? Theologische Erklärungen können uns gleichgültig lassen, was zählt, sind die bioenergetischen Gegebenheiten.

Reich hat in diesem Zusammenhang zwei Beobachtungen gemacht:

Erstens ist es so, daß ein fauler Apfel eine ganze Kiste voller gesunder Äpfel ruinieren kann, umgekehrt aber keine Masse an frischen Äpfeln, egal wie groß sie ist, jemals auch nur einen einzigen angegammelten Apfel wird „heilen“ können. Das einzige was bleibt, ist, diese beiden Kategorien von Äpfeln „in alle Ewigkeit“ zu separieren, d.h. schlechtgewordene Äpfel in den Müll, d.h. „in die Hölle“ zu werfen.

Zweitens ist die Emotionelle Pest ihrem Wesen nach antisozial. Du kannst tun und lassen, was du willst, und soviel „Gegenbeispiele“ beibringen, wie du willst: ein Hund wird immer letztendlich ein Wolf bleiben, d.h. ein Raubtier sein, ein Pferd immer ein Fluchttier, eine Schlange immer eine – Schlange. Es sei an die Parabel des Sängers Oscar Brown jr. erinnert, die Trump 2016 auf einer Wahlkampfveranstaltung vortrug:

Auf dem Weg zur Arbeit sah eine herzensgute Frau eines Morgens eine arme, halberfrorene Schlange. Ihre hübsche farbige Haut war vom Tau ganz matt geworden. „Na gut“, rief sie, „ich nehme dich auf und kümmere mich um dich.“ „Nimm mich auf, oh herzensgute Frau, nimm mich auf, um Himmels willen, nimm mich auf, herzensgute Frau“, seufzte die Schlange. Sie wickelte die Schlange in einen seidenen Schal und legte sie an den Kamin mit etwas Honig und etwas Milch. An diesem Abend eilte sie von der Arbeit nach Hause. Sobald sie angekommen war, stellte sie fest, daß die hübsche Schlange, die sie aufgenommen hatte, wieder zum Leben erweckt war. „Nimm mich auf, oh herzensgute Frau. Nimm mich auf, um Himmels willen. Nimm mich auf, herzensgute Frau,“ seufzte die Schlange. Sie drückte die Schlange an ihren Busen. „Du bist so schön“, rief sie, „doch wenn ich dich nicht geholt hätte, wärst du vielleicht gestorben“. Sie streichelte wieder die schöne Haut der Schlange, küßte sie und hielt sie fest. Aber anstatt sich zu bedanken, biß die Schlange böse zu. „Ich habe dich gerettet“, schrie die Frau, „und du hast mich gebissen, warum nur? Und du weißt, daß dein Biss giftig ist und ich jetzt sterben werde.“ „Ach, halt die Klappe, dummes Weib“, sagte das Reptil mit einem Grinsen. „Du wußtest genau, daß ich eine Schlange bin, bevor du mich hierhergebracht hast“.

Genauso wie mit der Schlange im Paradies (Satan) ist es mit dem pestilenten Charakter (dem „Charakter der Emotionellen Pest“) bestellt: du kannst ihm die Hand reichen, ihn umarmen, ihn mit Liebe geradezu zuschütten – er wird sich eher provoziert, erniedrigt und gedemütigt fühlen und dir erstrecht Schaden zufügen. Es ist wie bei dem Dieb, Einbrecher, Verbrecher, der sich sagt: „Selbst schuld, wenn der Wichser sein Fahrrad mit dieser minderwertigen Kette abschließt!“ „Selbst schuld, wenn der Wichser sein Haus nicht besser sichert!“ „Ich kann nicht zulassen, daß soviel Geld, im Besitz eines Idioten verbleibt!“ „Selbst schuld, wenn der Wichser so blauäugig ist!“

Was immer er tut, der pestilente Charakter wird sich in seiner Soziopathie immer im recht fühlen, weil es seine Natur ist. Er kennt kein Ehrgefühl, hält sich an keine Vereinbarungen und goutiert Freundlichkeit mit Haß und Verachtung.

Deshalb ist das einzige, was man tun kann, ihn „auf alle Ewigkeit“ aus der Gemeinschaft auszuschließen, etwa indem man ihn ins Gefängnis („die Hölle“) wirft.

Liberale Christen, vielleicht sogar angeregt durch Reichs „humanistische Botschaft“, vertreten demgegenüber eine Theologie der „Allversöhnung“. Irgendwann wird Gott dem Teufel vergeben und es wird zu einem „Allheil“ kommen. Mal abgesehen davon, daß Religion nichts weiter ist als Massenpsychose, wird sie dergestalt auch noch ihres Funkens an Wahrheit beraubt, die jeder Wahnvorstellung eigen ist. Letztendlich sind gutmenschliche Liberale selbst die Pest!

Es wird keine Versöhnung mit der unheilbaren Emotionellen Pest geben, niemals, unter keinen wie auch immer gearteten Umständen!