Posts Tagged ‘Aleister Crowley’

Das Tor zur Hölle öffnet sich (Teil 2)

14. Juli 2018

John Dee und Edward Kelley, Aleister Crowley und Rudolf Steiner, der Schamanismus und der Lamaismus; das, was Goethes Faust beschreibt; der Umgang mit Engeln und Verstorbenen und das Heraufbeschwören von Dämonen; Channeling und Tarot; das, womit sich erstaunlich viele Pubertierende, angeregt durch die Musikindustrie und Hollywood, beschäftigen: das grenzt in etwa ein, worum es geht. Es bestimmt weite Teile unseres Lebens, ist aber kein Thema für die Orgonomie – weil es durch deren Begriffsraster fällt. „Geist“, frei vom Körper, ist Mystizismus; ist Ausdruck einer durch die Panzerung verzerrten Wahrnehmung. (Morgen zu diesem Punkt ein wichtiger Anhang!)

Es geht um das Herbeizitieren von nichtmenschlichen „geistigen“ Wesenheiten, die man sich zunutze machen will, wie man sich die materielle Welt zunutze macht. Im Lamaismus, beispielsweise, gibt es ein ganzes Pantheon von diesen Wesenheiten, insbesondere auch mächtige Dämonen, die von den großen buddhistisch-tantrischen Yogis bezwungen worden sind, um fortan dem Dharma zu dienen. Tatsächlich dreht sich der gesamte Lamaismus fast exklusiv um das magische Heraufbeschwören von Geistwesen. Wenn sich angehende Lamas drei Jahre zurückziehen, tun sie dabei kaum etwas anderes als eine vorgegeben „Gottheit“ in allen allerkleinsten Einzelheiten zu visualisieren, bis diese Verkörperung einer buddhistischen Tugend ganz und gar von ihnen Besitz ergriffen hat. Wird von diesen „besessenen“ Lamas unter allen möglichen seltsamen Zeremonien ein Sandmandala gelegt, bauen sie tatsächlich einen Tempel und die dazugehörigen Gottheiten nehmen Besitz von diesem Platz. Es ist eine Landnahme!

Diese „Landnahme“ ist wortwörtlich zu nehmen. Man muß entsprechende, „besetzte“ Lokalitäten betreten, um das am eigenen Leibe zu spüren. Neulich hat es mich in die Räumlichkeiten von Anhängern der lamaistischen Karmapa-Sekte verschlagen, wo ich eine halbe Stunde warten mußte. Es war ähnlich wie im Warteraum einer Strahlenpraxis. Ein bedrückendes Gefühl wie von ORANUR und DOR, ein Energieschwall, der meine Hände hat kribbeln lassen und das subtile Gefühl, seine eigene Identität bewahren zu müssen, weil etwas an einem zehrt, während gleichzeitig etwas in dich hineinwill und an deine Stelle treten will. Vor allem fühlte ich mich den Rest des Tages energetisch schmutzig, als wäre ich starkem DOR ausgesetzt gewesen.

Da ich mich in absurd jungen Jahren, Jahre bevor ich je von Reich gehört habe, mit dem Tantrismus beschäftigte und von daher ein Gefühl dafür habe, kann ich nur jedem raten, sich davon fernzuhalten, ähnlich wie man sich von ORANUR- und DOR-Quellen fernhält. Sie (was „sie“ auch immer sein mögen!) wollen deine Seele zerreißen und an deren Stelle treten. Die Filme von Kenneth Anger, Horrorfilme wie Shining, Tanz der Teufel, Poltergeist, Event Horizon oder Hellraiser

„Spiritualität“ und „Esoterik“ aller Art, jede „Religion“, Hollywood, die Eliten, sie alle versuchen diesen Planeten in so etwas zu verwandeln, was ich bei den Karmapa-Anhängern gespürt habe: Dämonen werden heraufbeschworen, um sie zu versklaven, ähnlich wie wir „das Atom“ versklaven wollten…

Christus kam, um die Dämonen auszutreiben.

„Zusammenprall mit der emotionalen Pest“, ein Kapitel von KINDER DER ZUKUNFT

1. Februar 2018

Zunächst einmal wieder die Probleme mit der Übersetzung, die auffälligerweise Reich immer wieder in einem Licht zeichnet, das eher an „Aleister Crowley“ gemahnt. Reich will Kinder aufwachsen lassen, wie Gott sie geschaffen hat, während der Übersetzer sie „als Gott“ aufwachsen läßt. In diesem Kapitel hat die Protagonistin „moralische Haltungen, die sie häufig einzuschränken versuchten, tapfer bekämpft“ (S. 79). Im Original ist jedoch von „moralistic mire“ die Rede. Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen „moral“ und „moralistic“. Und wo ist überhaupt das „mire“ gebieben? Es geht um den „moralistischen Morast“, den auch jeder gläubige Christ bekämpfen wird, nicht um „moralische Haltungen“?

Das Kapitel setzt sich aus drei Teilen zusammen: eine kurze Beschreibung der in der Charakterstruktur der Menschen verankerten „emotionalen Pest“ (S. 73-76), welche Prinzipien die Menschen beherzigen sollten, die in der Orgonomie aktiv sind (S. 77) und schließlich eine Fallgeschichte, die zweite nach der Fallgeschichte „David“ (= Peter Reich), bzw. die Beschreibung einer entsprechenden abendlichen Zusammenkunft des Orgonomic Infant Research Center (OIRC), die Reich zum Anlaß nimmt, über seine Isolation und Verfolgung zu klagen.

Mit dieser Fallgeschichte habe ich mich bereits in meiner Besprechung von Christopher Turners Buch Adventures in the Orgasmatron (S. 49) beschäftigt: Der Modju Michael Silvert war Geliebter der Hebamme des OIRC, deren vierjährige Tochter Silvert in Behandlung nahm und die hier vorgestellt wird. Dieses Mädchen, Paki Wright (Jahrgang 1945) verfaßte über ihr Martyrium ein Buch (Wright 2002). Sie wurde kurz vor oder nach dem von Reich beschriebenen OIRC-Treffen, d.h. 1950, von Silvert sexuell mißbraucht. 1962 versuchte sich die 16jährige Paki das Leben zu nehmen – seelisch zerstört von der „Orgonomie“. Bei der Zusammenkunft waren die Orgonomen von Silverts sexuell extrem freizügiger Partnerin und ihren Beschreibungen, die diese Sitzung des OIRC ausfüllten, schlichtweg angeekelt. Reich interpretierte diese viszerale Ablehnung von Silverts Gespielin durch die anwesenden Orgonomen als „Emotionelle Pest“ und Modju Silvert konnte sich weiter bei Reich einschleimen…

Bezeichnenderweise sagt Reich wenig bis nichts über den eigentlichen Inhalt der Sitzung. Ihm fiel nur auf, daß das kleine Mädchen sich an die Mutter klammerte, kaum Kontakt zu ihr herzustellen war und sie sich weigerte sich zu entkleiden (S. 79). Er führte diese Weigerung zu kooperieren darauf zurück, daß die Atmosphäre im Raum eiskalt und feindselig gewesen sei (S. 84). Gut möglich, daß Modju Silvert ihm eingeflüstert hatte, daß sei darauf zurückzuführen, weil die anwesenden Orgonomen die kindliche Genitalität und die Freizügigkeit der Mutter nicht ertragen konnten! „Das Auditorium war vor der Direktheit der Mutter erschrocken“ (S. 84).

Das bedeutet natürlich nicht, daß die einzelnen Aussagen Reichs, so wie sie jetzt in diesem Kapitel dastehen, in irgendeiner Weise falsch wären. Es zeigt nur, daß Reich ab und an Opfer seiner eigenen eklatanten Fehleinschätzungen war.

Daß sich die Lektüre wirklich lohnt, zeigt etwa folgender bemerkenswerter Satz:

Meine erbittersten Feinde waren stets diejenigen gewesen, die von meinem Werk und dem, was es für die Menschheit beinhaltet, begeistert waren, die aber die Geduld, die Ausdauer, das Wissen oder den Geist nicht besaßen, es zu leben und weiterzutragen. (S. 83)

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.18.

20. Juni 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!

15. Die Identitätsphilosophie

16. Das Wesen des Marxismus

17. Reichs Auseinandersetzung mit Marx und Freud

18. UFOs und Magie

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.13.

27. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

Verschwörungen und orgonotische Funktionen

10. Dezember 2015

Verschwörungstheorien, etwa die um die NSU und Beate Zschäpe, entstehen, weil man einfach nicht die Absurdität unserer Existenz und von uns Menschen akzeptieren kann. Die Geschichte der „NSU“ macht so gut wie keinen Sinn, der Verlauf der Taten (etwa die Anwesenheit eines Verfassungsschutzmitarbeiters bei einem der Morde) ist absurdes Theater der schwachsinnigsten Art. Verschwörungstheoretiker leiden unter dem Zwang, vermeintlichen Sinn in diesen Unsinn zu bringen, aber alles, was sie dabei tun, ist nicht etwa die angebliche „Wirklichkeit“ bloßzulegen – sie legen vielmehr sich selbst bloß, ihre Charakterstrutur, ihren eigenen Wahnsinn. Und nichts auf dieser Welt, nicht mal die Aussage von Beate Zschäpe selbst, kann die Verschwörungstheorie dieser Vollidioten ins Wanken bringen, vielmehr dient sie als Beweis dafür, wie tief doch die Verschwörung reicht! Man kann diese fast schon psychotische Tollerei etwa auf pi-news verfolgen.

Begeben wir uns ins Reich des Wahnsinns:

Menschen wie John Lennon haben ihre Seele an den Teufel verkauft und sind deshalb märchenhaft erfolgreich und wohlhabend geworden. Das erreichten sie, indem sie jedem Modetrend hinterhergelaufen sind, sich an die Gepflogenheiten der Branche angepaßt haben, den abgehobenen Superstar, mit der entsprechenden „Aura“, spielten und alte Freunde, die gestört haben, von sich stießen. Schließlich wurde Lennon von einem wirren Fan erschossen, der glaubte, daß er seine „Ideale“ verraten hätte.

Man vergleiche das mit der Geschichte von Randy California, der mit 15 (sic!) als zweiter Gitarrist in Jimi Hendrix‘ erster eigener Gruppe gespielt hatte, unmittelbar bevor Hendrix nach England ging und berühmt wurde. Danach war California Gitarrist der von ihm mitgegründeten psychedelischen Gruppe Spirit, die zeitweise einflußreicher war als Jefferson Airplane. Doch weil er sich nie anpaßte, sich nie von den Plattenbossen reinreden ließ und nie den „Star“ mimte, verlief seine Karriere im Sande. Nach allen Abzügen hatte er kaum je einen höheren Lebensstandard als ein Facharbeiter.

Lennon ist zu übermenschlichem Ruhm aufgestiegen und wurde zu einem der Superreichen, weil er seine persönliche Integrität verkauft und sich zum Affen gemacht hat, während California, der übrigens selbst ein großer Lennon-Verehrer war, schlicht seinen Weg gegangen ist.

Mein Problem ist nun, daß kaum das Wort „Seele an den Teufel verkauft“ gefallen ist, so mancher Leser sogleich mit irgendwelchem mystischen Unsinn antanzt, gar den Leibhaftigen selbst ins Spiel bringt.

Hierher gehört auch, warum Superstars wie Beyoncé oder Lady Gaga ständig mit der Freimauerer-Symbolik spielen? Ich brauche das hier nicht weiter ausführen, weil das Weltnetz voll von Analysen dieses offenbar nicht an den Haaren herbeigezogenen Phänomens ist. Normalerweise hätte ich hier ein entsprechendes Video hingesetzt, aber – ne, das ist mir echt zu dumm. Meine armen Gehirnzellen 😉 Oder – was soll’s:

Anderes Beispiel: Ich könnte von Trotzkis auffällig intensiver Beschäftigung mit dem Freimaurertum berichten und überhaupt, wie das anarchistische, sozialistische und kommunistische Vereinsleben im 19. und 20. Jahrhundert vom Freimaurertum geprägt zu sein schien. Ein, wie ich finde, interessanter Gedankengang, der sich um ein zentrales Element der Reichschen Analyse des „Roten Faschismus“ dreht: die Verschwörung um der Verschwörung willen, – daß es gar nicht um sozialen Fortschritt geht, sondern um sozusagen „spirituelle“ (d.h. charakterologische, letztendlich also „bioenergetische“) Ziele.

Kaum hat man das gesagt, wird der übliche gequirlte Schwachsinn über die „Illuminaten“ daraus gemacht und ich werde unvermittelt in die okkulte Jauche gezogen, die das Internet durchwabert.

Warum dann überhaupt in mythologischen und „verschwörungstheoretischen“ Gefilden wildern? Weil das die angemessene Sprache für den orgonomischen Funktionalismus ist, dessen Haupttext immerhin die Überschrift „Äther, Gott und Teufel“ trägt. (Siehe auch Reichs entsprechende Ausführungen in Das ORANUR-Experiment.)

Da die kosmische Orgonenergie identisch mit der Lebensenergie und eindeutig die Wahrnehmungsfunktion („Psyche“) in ihr angelegt ist, ist es nur naheliegend einen Begriff wie „Gott“ zu verwenden. Zumal die Vorstellung „Gott“ auf der mehr oder weniger verzerrten Wahrnehmung der Orgonenergie durch den gepanzerten Menschen beruht. Entsprechendes läßt sich über das entstellte, „gepanzerte“, giftige Orgon (DOR) und den Begriff „Teufel“ sagen.

Wenn ich schreibe, John Lennon hätte seine Seele dem Teufel übereignet, um erfolgreich zu sein, ist das ebensowenig eine launige Sprachfigur, die nur besagen soll, daß er sich „dem kapitalistischen Verwertungsmechanismen unterworden hat und dafür mit einem Selbstwertverlust bezahlt hat“ (rationalistischer Mechanismus), noch bin ich unter die christlichen Fundamentalisten gegangen (Mystizismus). Es geht um etwas ganz anderes: um die Umschreibung bioenergetischer Vorgänge (Funktionalismus).

Es geht darum, daß man einen Preis für den Verrat an der eigenen Integrität zahlen muß, d.h. die Abtrennung vom eigenen Kern (Orgon) und das Sichausliefern an Kräfte, die man am ehesten als „teuflisch“ bezeichnen könnte (DOR, Sekundäre Schicht). Inwieweit da im weitesten Sinne auch „Paranormales“ hineinspielt, läßt sich schwer sagen. Ich bin jedenfalls nicht dumm genug, um so etwas a priori auszuschließen.

Entsprechend muß man über den Kommunismus reden können, ohne gleich in den Schlamm des Obskurantismus hinabgezogen zu werden.

Ich möchte mich von Stellen, wie der folgenden aus den Darlegungen des christlichen Predigers Richard Wurmbrand über Marx als Krypto-Satanisten inspirieren lassen können:

Kommunisten haben die Gewohnheit, Frontorganisationen zu gründen. Alles, was wir bisher ermittelten, legt die Möglichkeit nahe, daß die kommunistische Bewegung selbst Frontorganisation für den okkultischen Satanismus ist. Das würde auch erklären, weshalb sich politische, wirtschaftliche, kulturelle und militärische Waffen, die gegen den Kommunismus eingesetzt worden sind, als wirkungslos erweisen. Die Mittel, den Satanismus zu bekämpfen, sind geistlicher, nicht menschlicher Art. Sonst kommt es dazu, daß zwar eine satanische Frontorganisation wie der Nazismus bezwungen wird, dafür aber eine andere einen noch größeren Sieg erringt. (Der unbekannte Karl Marx, Stephanus Edition, 1987)

Von Anfang an hatte die „materialistische“ Marxistische Bewegung ein großes Thema: Ideologie, also „Geist“, ein eher schwarz-faschistisches Ingredienz. Karl Steinbuch verglich die heutigen Spätmarxisten mit den Nazis. Ihr absoluter Bezugspunkt sei ein frei in der Luft hängendes „wahres Bewußtsein“, das einer erfahrungswissenschaftlichen Bestätigung genauso wenig bedürfe wie der mystische Komplott von Juden und Freimaurern, die angeblich die Nation untergraben (Mensch, Technik, Zukunft, Stuttgart 1971).

Man könnte hinzufügen, daß vielleicht sogar so etwas wie Okkultismus in die Marxistische Bewegung hineinspielt. Jedenfalls gibt es (wenn auch recht schwache) Hinweise darauf, daß der „Materialist“ Marx in Baudelaire-artigen satanistischen Okkultismus involviert war. Daß dies nicht allzuweit hergeholt ist, kann man an den „sozialrevolutionären“ Stellen in Baudelaires Fleurs du mal von 1857 ablesen:

O du, weisester und schönster der Engel, Gott, verraten vom Schicksal und beraubt der Lobpreisungen (…) des Himmels, wo du geherrscht hast und in den Tiefen der Hölle, wo du besiegt im Schweigen träumst.

Satan, der Rächer der Enterbten! Man denke nur an Marx‘ glutäugige, „titanische“ Jugendgedichte:

Götterähnlich darf ich wandeln. Siegreich ziehen durch ihr Ruinenreich, jedes Wort ist Glut und Handel. Meine Brust dem Schöpferbusen gleich.

Ob Marx nun „Satanist“ war oder nicht – die weitaus meisten der frühen radikalen Sozialisten und insbesondere die Anarchisten bevorzugten den rebellischen „Satan“ und „revolutionäre“ Schwarze Magie, die „das System“ sabotiert, indem sie alles von den Füßen auf den Kopf stellt. Das ganze Konzept der „Revolution“ hat etwas Schwarzmagisches und Satanistisches. 100 Jahre später war praktisch die gesamte „progressive“ Gegenkultur von Aleister Crowley geprägt: Sympathy for the Devil.

Gerd Koenen sieht folgendes genuin faschistisches Moment im Bolschewismus:

Der von Nietzsche philosophisch artikulierte Wunsch, die gesamte zähe Deckschicht der jüdisch-christlichen und bürgerlichen Zivilisation abzustoßen und den Weg zurück zu einem „dionysischen Zustand“, einer neuen „Echtheit“ des Lebens und einer Moral „jenseits von Gut und Böse“ zu finden, hatte gerade auch in Rußland eine – später sorgsam kaschierte – Wirkungsgeschichte.

In Rußland konnte man von einem „nietzscheanischen Marxismus“ sprechen: dem Bolschewismus (Utopie der Säuberung, Alexander Fest Verlag, 1998, S. 126f).

Hier ist so viel zu ergründen, – doch das kurzschlußartige, keine Spannung ertragende „Denken“ des Mystizismus, das immer wieder alles zuwuchert, macht das so gut wie unmöglich.

Populäre Verschwörungstheorien sind mit dem Problem beladen, daß sie das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgeblich erreichen wollen. Statt dabei zu helfen die Machenschaften hinter den Kulissen offenzulegen, verstellen sie alles mit zusätzlichen Kulissen. Man nehme John F. Kennedy. Es wurden bereits ganze Bibliotheken mit ausschweifenden Arbeiten über seine Ermordung gefüllt. Ein schier endloses Blablabla, das niemals irgendwo hinführen wird.

Der wirkliche Skandal gerät dabei ganz aus dem Blickfeld: daß Kennedys Vater seine alten Mafiaverbindungen aus den Zeiten der Prohibition hat spielen lassen, um seinen Sohn, einen schwerkranken, medikamentenabhängigen, hohlen Playboy die Präsidentschaft zu sichern. Damals kontrollierte die Mafia die Gewerkschaften.

Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Verschwörungstheorien? Das Gebrabbel um die Ermordung ist populär, obwohl bzw. weil es sich in Spekulationen erschöpft. Die Geschichte der Familie Kennedy ist belegt, Spekulieren vollkommen überflüssig. Wichtiger ist jedoch, daß man aus der ersten Verschwörungstheorie aus bioenergetischer Sicht so gut wie nichts lernen kann. Ganz im Gegenteil spürt man geradezu wie sich im Verlauf des Eingehens in dieses Thema die Augenpanzerung immer weiter verstärkt. Es ist ein richtiggehender „Trip“! Bei der zweiten Verschwörungstheorie ist man unmittelbar mit bioenergetischen Themen konfrontiert:

  1. Die Unterhöhlung der Arbeitsdemokratie durch die Emotionelle Pest, die wiederum von den Sekundären Trieben der Massen lebt. In diesem Fall Alkohol- und Vergnügungssucht und der moralistische Versuch, diese durch „Prohibition“ einzudämmen.
  2. Die orgastische Impotenz von Kennedys Vater sorgte unmittelbar dafür, daß es in seinem Leben nur eines gab, Macht und Geld. Dafür hat er buchstäblich alles geopfert, selbst das Lebensglück seiner eigenen Kinder.
  3. Der Faschismus in den Massen, die sich dieses Schmierentheater, diesen Führerkult haben bieten lassen und ihm noch heute frönen. Die absurden Verschwörungstheorien, die sich um die Ermordung Kennedys ranken, sind unmittelbarer Ausdruck dieses faschistischen Personenkults.
  4. Die Präsidentschaft Kennedys fällt mit dem wichtigsten bioenergetischen Ereignis seit dem Beginn des Untergangs des Matriarchats vor 6000 Jahren zusammen: dem Beginn des Übergangs von einer autoritären Gesellschaft (Patriarchat) in eine anti-autoritäre Gesellschaft. Die Zerstörung des gesamten Wertesystems, die Unterhöhlung aller gewohnten Strukturen, insbesondere der Familie, und die Verlagerung der Verantwortung für das eigene Leben auf den Staat. (Man denke nur an vollkommen absurde Existenzen wie „Anarchisten“ und „Autonome“, die alles vom Staat fordern!) Nicht zuletzt reihen sich hier die üblichen Verschwörungstheorien ein, die wie dazu geschaffen scheinen, um wirklich jede rationale Autorität auszuhöhlen und die Grundfesten der Gesellschaft mürbe zu machen.

Man denke in diesem Zusammenhang auch um die schwachsinnigen Mythen, die sich um den 11. September ranken. Alles wie geschaffen, um erstens von der eigentlichen Verschwörung abzulenken, der seit 1400 andauernden systematischen Islamisierung der Welt durch sublimen, manchmal plakativen, Terror, und zweitens jede Gegenwehr gegen die Ausbreitung des Islam prinzipiell zu delegitimieren.

Und schließlich ist da noch ein Element, das Verschwörungstheorien erst ihr hartnäckiges Überleben sichert: der Zufall bzw. das „Das kann doch kein Zufall sein!“ Ich weiß wovon ich rede, denn in den letzten paar Tagen haben sich in meinem persönlichen Leben gleich viermal (sic!) in Folge derartig absurde Zufälle ereignet… „Irgendwie“ scheinen zentrale Ereignisse im Leben eines einzelnen Menschen, erst recht aber im Leben einer ganzen Nation eine ganze Abfolge von vollkommen absurden Zufällen hervorzurufen, bzw. „Synchronizitäten“ zu verursachen (wenn „verursachen“ in diesem Zusammenhang denn das richtige Wort ist).

Hier ein Beispiel aus der Geschichte der Orgonomie: Ein absurder Zufall, der Reich das FBI auf den Hals hetzte und zu seiner Inhaftierung 1941 auf Ellis Island führte. Er wurde mit einem gewissen William Reich aus Newark, NJ verwechselt. Die übliche Inkompetenz von Bundesbehörden. William Reich war ein Kommunist, der als treuer Stalinist Trotzkistische Kreise in den USA infiltriert hatte und vielleicht sogar bei der Vorbereitungen zur Ermordung Trotzkis in Mexico beteiligt gewesen war. Er hatte nicht nur den gleichen Namen wie Reich, sondern war zu allem Überfluß auch noch im gleichen Jahr geboren! Er unterrichtete politische Ökonomie an der Arbeiterschule in Manhattan zur gleichen Zeit, als nur weniger Straßenzüge weiter Reich an der New School for Social Research lehrte (Christopher Turner: Adventures in the Orgasmatron, S. 242f).

Hier ein beliebiges und denkbar banales Beispiel: In der ersten Folge der zweiten Staffel von Entweder Broder stellt das Fernsehteam fest, daß bei der Veranstaltung von Jürgen Elsässer über 9/11, die sie gerade filmen, ausgerechnet jener Neo-Nazi sitzt, der auch in der ersten Staffel eine Rolle spielte:

Ein vollkommen absurder Zufall, zumal er genau zur intendierten Botschaft Broders paßt. „Verschwörungstheoretiker“ zerstören diesen bemerkenswerten Moment sofort: „Das ist doch wohl der Beweis, daß in solchen Filmen alles nur Inszenierung ist!“ Der unmittelbare Reflex des Kleinen Mannes, der sich groß und überlegen („über-legen“) fühlen will. Man lese nur einen beliebigen Kommentarbereich!

Es fallen dann Sätze wie: „Wie bitte sehr erklärst du, daß Derundder ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt Daundda stand?!“ Der Punkt ist, daß so etwas gar nichts, aber wirklich rein gar nichts beweist, – außer daß unsere Wirklichkeit tiefer und (for lack of a better term) „strukturierter“ ist, als wir es uns überhaupt ausmalen können. Verschwörungstheorien verkleistern das. Sie entsprechen in etwa jenem Schizophrenen, dem wir zufällig begegnen und der auf uns zugeht: „Das ist doch kein Zufall, daß wir uns ausgerechnet hier sehen!“ Wobei er impliziert, man wäre Teil einer Verschwörung, eines umfassenden Überwachungs- und Einschüchterungssystems, das ihn tagundnacht verfolgt. Ihm ist es unmöglich, die orgonotischen Prozesse in seinem Körper und in seiner Umgebung (wozu ich auch „Synchronizitäten“ zähle) richtig einzuordnen. Seine Welt ist flach, ohne jede Tiefe. Ähnlich ist die flache Welt der Verschwörungstheoretiker geartet.

Zur bioenernetischen Dimension von 9/11 siehe etwa Random Event Generators And Sept 11th – Tapping into Global Consciousness.

Okkulte Angriffe auf die Orgonomie

11. November 2015

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, kurz vor und zu Anfang von Reichs Schaffen, gab es drei bedeutende Okkultisten: Rudolf Steiner, mit seiner Anthroposophie, einer Abspaltung der auf Blavatsky zurückgehenden Theosophie, Aleister Crowley, mit seiner Mischung aus tantrischer Sexualmagie und Elisabethanischer Spökenkiekerei, und schließlich Georg Gurdjieff, der die Menschen mit einem Pseudo-Sufitum und unverständlichem und deshalb vermeintlich tiefem Gestammel überzeugte. Reich war mit allen drei konfrontiert. Die Anthroposophie erwähnt er in seinen Erinnerungen an die 1920er Jahre (Die Entdeckung des Orgons, Bd. 1) und mit den beiden letzteren Lehren hatte er zu Zeiten der „Beatniks“ Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre zu tun. Er reagierte belustigt, teilweise befremdet, etwa als Israel Regardie die Crowleanity mit dem verband, was er für Orgontherapie hielt. Hier ein Beispiel für diese „Arbeit“ aus der Gegenwart:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=peJ4n62svpU%5D

Über Rudolf Steiner und die „Reichianer“, die sich auf ihn berufen, habe ich mich in diesem Blog bereits wiederholt auseinandergesetzt. Siehe etwa Die anthroposophische Pest.

Der windige Okkult-Betrüger Georg Iwanowitsch Gurdjieff (oder Gurdjew, 1873-1949) zog mit einer phantasievollen Lebensgeschichte á la Karl May und Machtfantasien über magisches Geheimwissen ich-schwache Dösbaddels an. Er gab sich als Repräsentant einer Geheimsekte aus, die 2900 v.Chr. in Babylon ins Leben gerufen worden sei: die „Weltbruderschaft Sarmoung“. Das Kennzeichen dieser Geheimloge (das „Enneagramm“, ein mystisches Symbol des Sufismus, „das Gesicht Allahs“, dessen neun Zacken die heilige Zahl des Islam repräsentieren) war übrigens zu Heiko Lasseks Lebzeiten zusammengefügt mit dem Zeichen des orgonomischen Funktionalismus das Logo eines kuriosen „Wilhelm Reich Instituts“ (sic!) in Berlin.

Gurdjieff vertrat eine Art westlichen Yoga, sowie Hypnose, Bewußtmachungs-Übungen („der Schlaf als der größte Feind der Menschheit“ – Verachtung für das Autonome Nervensystem!) und Tanzrituale. Diese Exerzitien sind eine Mischung aus Sufi-Tanz, Eurythmie und „Kraft durch Freude“-Turnübungen in roboterhafter Massenchoreographie, besser als jedes militärische Exerzieren – und entsprechend wirksamer in der Erlangung des militärischen Ziels, der Schaffung des willenlosen Roboters. Alles in allem ist die Gurdjieffeanity die Weisheit Saharasias zur Faschisierung der Welt. – Zieht man neben diesen „körpertherapeutischen“ Elementen noch in Betracht, daß Gurdjieff den Menschen als einen Umwandler von Energie betrachtete, erinnert all dies oberflächlich an die Orgonomie.

Übrigens wurde Gurdjieffs Biographie Mitte der 1970er Jahre in Afghanistan verfilmt, weil dort, so der Regisseur, die Menschen die richtige Gurdjieff-mäßige Ausstrahlung haben. Dazu muß man wissen, daß Afghanistan mitten im asiatischen Zentrum Saharasias liegt und vom Zarathustra-Glauben, Buddhismus, Manichäismus und schließlich vom Islam geprägt wurde, diese Leute sind also durch und durch und durch Saharasia-Destillat pur.

Gurdjieff hatte Einfluß auf die „Reichianische“ Bhagwan Shree Rajneesh-Bewegung. Osho:

Jemand litt unter Impotenz, dann setzte Wilhelm Reich ihn in seine Kiste und die Impotenz verschwand zumindest für ein paar Tage, als ob seine Batterie wieder aufgeladen wurde.
[Reichs] Arbeit war seltsam, hart… und sie wurde ihm von der Gesellschaft noch schwerer gemacht, weil sie sofort anfingen, ihn zu verdammen, indem sie behaupteten, er stehe mit dem Teufel in Verbindung – genau wie bei mir! – sie sagten, daß man dem Sex entsagen müßte und er lehrte den Menschen merkwürdige Übungen.
…Bioelektrizität kann dir helfen, in tiefe Meditation zu gehen ohne viel Aufwand bei der Eindämmung deiner Gedanken. (Rajneesh: Beyond the Frontiers of the Mind)

Solche Okkultisten haben nur eine Motivation: Wille zur Macht und Selbsterhöhung. Dementsprechend sind Gurdjieffs „Lehren“: der gewöhnliche Mensch ist nichts als ein Roboter, eine bloße Marionette des reinen Zufalls und ohne eigene Seele, die Jünger Gurdjieffs jedoch würden diesen sinnlosen mechanischen Wiederholungszwang der Natur durchbrechen und eine Seele und somit ein sinnvolles Schicksal erlangen. Sie würden frei wie Gott jenseits der Natur wie der „Thetan“ in L. Ron Hubbards Dianetik und Scientology (weitgehend ein Plagiat der Crowleanity). Praktisch wird diese Freiheit durch Dekonditionierung erlangt, d.h. sado-masochistische Praktiken, die der okkulte Führer anordnet, um die Konditionierungen aufzubrechen, die den Menschen in Ketten halten (z.B. Abscheu, Ekel, Schamhaftigkeit und Moral).

Dies ist heute der Schlüssel zum Neo-Satanismus in der Tradition Aleister Crowleys, man denke nur an das „Ekeltraining“. Es wird immer wieder von Folterungen, Vergewaltigungen bis hin zum Opfermord an Babys und Kleinkindern berichtet. Dies gehöre zum Alltag der neo-satanistischen Crowleyanischen Geheimsekten, die sich hermetisch abkapseln, indem zum „de-konditionierenden“ Aufnahmeritual ein Schwerverbrechen gehört (in erster Linie Foltermord). Das wird immer wieder und zwar ziemlich glaubwürdig als „urban legend“ und Sensationsmache in Abrede gestellt. Crowley habe alles immer nur allegorisch gemeint und nur der Uneingeweihte könne so blöd sein, teilweise schockierende Stellen wörtlich zu nehmen. Das Problem dabei ist, daß in der Esoterik das Gegenteil dieser einleuchtenden Logik gilt: dem Uneingeweihten und dem Anfänger wird gesagt, daß das alles selbstverständlich nur eine Allegorie ist, während der Eingeweihte weiß, daß es eins zu eins gilt. Die perfekte Geheimhaltung!

Der freie Übermensch auf der einen und der konditionierte Untermensch auf der anderen Seite. Der Sadismus ist darauf ausgerichtet, den „Untermenschen“ zu zerbrechen oder ihn durch das sadistische Dekonditionieren, das seinen „wahren Willen“ freilegt, in einen „Übermenschen“ umzuwandeln – wenn er nicht vorher zerbricht und sich dergestalt als ungeeignet erweist. Das Neue Zeitalter einer okkulten Super-Rasse ist das Ziel. Eine weitere Lehre von Gurdjieff ist Bewegung um ihrer selbst willen. Dies war auch der Sinn „der Bewegung“ des Nationalsozialismus: hysterisch muß es ständigen Wechsel geben, ständige Mobilisierung, nie endendes imperialistisches Wachstum und Überschreiten aller materiellen und ethischen Grenzen, die vollkommene Mobilisierung, „der totale Krieg“ – bis zur Shoa.

Übermenschen wie Gurdjieff sind frei von aller Moral und Ethik. Sie haben kein schlechtes Gewissen, weil, Gurdjieff zufolge, die Vergangenheit nicht die Gegenwart bestimmen sollte. Gurdjieff geht sogar so weit, zu behaupten, daß man die Vergangenheit von der Gegenwart abhängig machen könne – Stalin hat ja auch tatsächlich gezeigt, daß sowas geht… Außerdem übernahm er ganz wie sein Nachfolger Bhagwan keinerlei Verantwortung für die ihm hörigen Jünger, denn Verantwortung mache einem zum Sklaven. Absolute Freiheit ist das Ziel und die Jünger sind für sich selber verantwortlich. Wie Hitler übernahmen Gurdjieff und Bhagwan alle Verantwortung, wollten aber keine Verantwortung tragen.

Gurdjieff war stolz darauf, seinen Lebensunterhalt durch kriminelle Manipulation der „Roboter“ erlangt zu haben. Da, Gurdjieff zufolge, wir normalen, nicht-esoterischen Menschen nur Schlafwandler, Zombies und überhaupt keine richtigen menschlichen Wesen sind, keine Seele haben, und deshalb gar nicht wirklich existieren, kann der okkulte Übermensch mit uns tun, was er will. – Abgesehen vom Gurdjieff-Kult werden viele Leser persönliche Erfahrungen mit der verächtlichen Haltung von Kleinen Männern gemacht haben, die „in Therapie“, „im spirituellen Wachstumsprozeß“ oder was auch immer sind, gegenüber uns, die wir nicht erwacht und Teil dieser Bewegung sind.

Durch den Einfluß seiner dritten Frau war der amerikanische Architekt Frank L. Wright tief beeindruckt von Gurdjieffs Lehren. Er lebte zusammen mit seinen Studenten im Gurdjieff-Stil, d.h. sie mußten für ihren Meister Wright arbeiten. Sie arbeiteten wie Sklaven von 7 Uhr morgens bis 10 nachts. Seine Frau bestimmte ihr Privatleben: wer eine Affäre mit wem haben durfte bzw. sollte, usw. Wirklich eine perfekte faschistische Gurdjieff-Gemeinde – und alle waren vollkommen glücklich. Frau Wright, ehemalige Schülerin Gurdjieffs, war ein echter Pestcharakter. Besonders hart war sie zu den anderen Frauen. Sie war die Bienenkönigin. Wrights „Schule“ der Architektur war ein semi-religiöser Kult.

Ein Gutteil, nein fast alles, in der „esoterischen“ Populärkultur beruht auf nackten Lügen. Man nehme nur, was aus Madame Blavatskys Schmierereien hervorgegangen ist: das reicht von der Theosophie und Anthroposophie über den Nationalsozialismus bis hin zu David Icke, der heute nichts anderes tut, als Blavatskys aufgewärmte „Lehren“ zu verbreiten, um neue Generationen mit diesem Gedankengut zu verblöden. Von vorne bis hinten ist diese vermeintliche „Esoterik“ schlichtweg erlogen. Nichts anders als etwa all der Unsinn, den Gurdjieff dem dekadenten Gesindel des Westens aufgetischt hat. Oder man denke an so einen Dreck wie die allbekannten „Kristallschädel“. Ganze Bücher wurden geschrieben, einzig und allein um diesen lächerlichen Tinnef mit möglichst großem Profit verkaufen zu können. Es gibt nach wie vor Millionen, die dem kriminellen Lügner Zecharia Sitchin seine frei erfundenen Lügenmärchen über den zwölften Planeten, die Sumerer und die „Anunnaki“ abkaufen. Ich könnte stundenlang so fortfahren. Beispielsweise habe ich mich mit dem grotesken Paar Nicolai Levashov „Svetlana de Rohan Levashova“ beschäftigt.

Diese Leute machen ein Vermögen und nähren ihr Ego. Aber warum folgen so viele diesem so offensichtlichen und manchmal wirklich nur peinlichen Schwachsinn? Ich meine, wer Sitchin ernstgenommen hat, sollte bei Amazon dringend ein neues Gehirn bestellen!

Die Menschen folgen den Lügnern in Scharen, weil sie belogen werden wollen. Die Wahrheit fliehen sie. Wahrheit zieht nämlich immer mehr Wahrheit nach sich und, das Wahrheit nichts anderes als Kontakt mit der Wirklichkeit ist, folgt daraus stets Arbeit (oder Liebe oder Wissenserwerb). Das schlimmste, was einem gepanzerten Organismus widerfahren kann: produktive Bewegung! Das Faszinosum, das diese Lügen für so viele Menschen darstellt, ist darin begründet, daß sie eine Karikatur der Wahrheit sind, sozusagen „folgenlose Wahrheit“. Es geht stets um Konzepte, die Reichs Entdeckungen sehr nahe kommen. Es dreht sich alles auf verkorkste Weise um „Lebensenergie“ oder etwa, wie bei Sitchin, um den Beginn der menschlichen Falle (die Ursprünge der menschlichen Panzerung) oder um den Christusmord. Das erklärt auch den sensationellen Erfolg von Schundromanen wie Assassini, Illuminati, Sakrileg und Da Vince Code. Mit den ungebildeten Lesern dieser Schundliteratur muß ich regelmäßig über allen möglichen hanebüchenen Unsinn „diskutieren“. Millionen Menschen leben in einem unwirklichen Paralleluniversum!

Von Anfang an hat dieser Müll die Orgonomie gefährdet. Trevor Constable, einst mit dem ACO verbundener Cloudbuster-Operateur, hat versucht, die Orgonomie mit der Anthroposophie zu verbinden. Neulich wurde hier auf David Brahinsky verwiesen.

Die DOR-Menschen (Teil 2)

28. Mai 2015

Wie Arbeitsameisen scheinen die Außerirdischen keinerlei Geschlechtsmerkmale und Geschlechtsorgane zu besitzen. Im wahrsten Sinne des Wortes sind es also vollkommen „vergeistigte“ Wesen. Man denke nur an ihre „hypnotischen Augen“.

Es deutet alles darauf hin, daß es sich auch bei den Außerirdischen nicht um selbstbestimmte Individuen handelt, sondern um bloße unselbstständige Glieder an einem telepathisch verknüpften „Gruppenorganismus“ nach Art der Termiten-, Bienen- und Ameisenstaaten. Vielleicht sind sie „ein Geist“ ohne individuelle Differenzierung.

Die Außerirdischen müssen eine sehr große Angst vor uns haben, weil wir so fremdartig sind und durch unsere Spontaneität und Produktivität unberechenbar und unkontrollierbar. Daß wir die DOR-Menschen auf der Basis „von Mann zu Mann“ nicht zu fürchten brauchen – ja, daß wir es irgendwie mit ziemlich lächerlichen Gestalten zu tun haben, zeigt der bekannte UFO-Fall von Cisco Grove in Kalifornien. Ein Geschehen, das in seiner ganzen Absurdität archetypisch für das ganze UFO-Phänomen ist:

Übers Wochenende waren Donald S., Tim T. und Vincent A. in den Bergen Kaliforniens auf einem Jagdausflug. Am Abend des 4.9.1964 trennten sie sich bei der Jagd, um einzeln zu ihrem Camp zurückzukehren. Bei Sonnenuntergang hörte S. ein Geräusch und kletterte auf einen hohen einzelnstehenden Baum, weil er Angst vor Bären hatte. Da er sich verlaufen hatte, feuerte er dreimal seine Signalpistole ab, um Hilfe zu rufen. Daraufhin sah er am Horizont ein Licht auftauchen, das immer näher kam und schließlich wie ein Kugelblitz um die Baumkrone tanzte. Danach sah S. wie 400 Meter entfernt ein großes kugelförmiges Objekt landete. Zwei DOR-Menschen kamen aus unterschiedlichen Richtungen auf ihn zugeschritten. Sie waren mit einer Art von silberweißer Uniform bekleidet und als sie zu ihm aufblickten, konnte S. ihre großen dunklen Augen erkennen. Jetzt kam aus der Richtung des gelandeten UFOs ein Roboter auf den Baum zu. Er war grauschwarz und hatte zwei glänzende Lichter dort, wo bei einem Menschen die Augen zu erwarten waren.

Inzwischen versuchten die beiden kleinen Humanoiden unbeholfen den Baum zu erklimmen und an S. zu gelangen, indem einer auf den anderen stieg. Als dies zu nichts führte, öffnete der Roboter so etwas wie einen rechteckigen „Mund“, aus dem ein weißes Gas aufstieg. S. fiel in Ohnmacht. (Er hatte sich mit einem Gürtel an den Baum festgeschnallt.) Als er wieder erwachte, versuchten die beiden DOR-Menschen noch immer den Baum zu erklimmen, wenn auch vergebens. Im Laufe der Nacht mußte S. sie immer wieder vertreiben, indem er brennende Kleidungsfetzen und ähnliches auf sie warf. Zwischendurch fiel er immer wieder durch den weißen Rauch in Ohnmacht, den der Roboter ausstieß. Gegen morgen erschien ein zweiter Roboter und die beiden DOR-Menschen zogen sich zurück. Die beiden Roboter „schauten sich an“ woraufhin eine große weiße Gaswolke aufstieg. Als S. wieder aus der Ohnmacht erwachte, hatten sich die Angreifer entfernt. Und als er schließlich wieder mit seinen Jagdkameraden zusammenkam, erklärte Vincent A., auch er habe am Nachthimmel ein seltsames Licht gesehen.

Wegen ihrer eigenen Unbeholfenheit und, wie Reich vermutete, „Geistesgestörtheit“ setzen sie alles daran, unsere Spontanität und Intelligenz zu brechen: durch eine alles Leben erstickende DOR-Atmosphäre und durch die Kontrolle unserer Gefühle und Gedanken. Whitley Strieber beschreibt folgende DOR-Effekte nach einer Begegnung mit ihnen: Untertemperatur, Schwächegefühl, „das unangenehme Gefühl, von der Realität abgeschnitten zu sein“, Müdigkeit.

Das psychische Einbinden ins „Neue Zeitalter“ erstreckt sich nicht nur auf eine äußerliche Beeinflussung, sondern auch auf eine „innerpsychische“: die direkte telepathische Manipulation von psychisch labilen, „medial begabten“ Menschen, die „Stimmen“ hören. Die diversen New Age-UFO-Kulte mit ihren telepathisch „gechannelten“ Botschaften von Außerirdischen sind das aktuellste und auch eindeutigste Beispiel. Es sei auch an jene Massenmörder, Amokläufer, etc. erinnert, die behaupten, nur den Befehlen von „Dämonen“ gefolgt zu sein.

Nicht von ungefähr ist auch bei Whitley Strieber ein mystischer Unterton unverkennbar – er erstrebt so etwas wie die „heilige Kommunion“ (Communion) mit den DOR-Menschen. So gefährlich dieser mystische New Age-Aspekt auch sein mag, hat man nicht ganz zu Unrecht das UFO-Phänomen oft mit der Parapsychologie in Zusammenhang gebracht – wie ja auch die Orgonenergie selber. Und was ist „Geist“ schon anderes als eine Äußerungsform der Orgonenergie – und angesichts extrem hoher Orgonkonzentrationen, wie sie mit den UFOs, bzw. Ea (Energie alpha) verbunden sind, ist es nicht verwunderlich, wenn Strieber schreibt:

Jedesmal, wenn man sich entscheidet, [irgendein UFO-Phänomen] sei entweder psychologisch oder real, findet man bald eine Theorie, die dazu zwingt, den Fall zugunsten der entgegengesetzten Vorstellung neu zu beurteilen.

Diese beiden Elemente (die „Vergeistigung“ der UFOnauten und die extrem hohen Orgonenergie-Konzentrationen [ORANUR] mit ihren „psychischen“ Begleiterscheinungen) erklären vieles von dem, was so manchen UFO-Forscher dazu gebracht hat, von „parallelen Wirklichkeiten“, „psychischen Projektionen“, „geistigen Entitäten, die vor uns eine ‚UFO-Show abziehen’“ und ähnlichem zu phantasieren. Gefährlich wird dies dadurch, daß sich die DOR-Menschen hinter diesem mystischen Vorhang verstecken und ihre Ziele unerkannt verfolgen können.

Zusammenfassen schreibt Eden über die DOR-Menschen:

Male dir (…) eine Rasse von menschenähnlichen „Wesen“ aus, die die Atomkraft entwickelt haben (der Tunguska-„Meteor“ beweist, daß die Außerirdischen Atomenergie lange vor uns besessen haben) und die diese zerstörerische Kraft in einem Krieg auf ihrem eigenen Planeten benutzt haben, dadurch alles Dasein in Gefahr gebracht haben und derartig gefährliche energetische Zustände (ORANUR und DOR) erzeugten, daß das gegenwärtige und zukünftige Leben gefährdet wurde. (…) Die Kinder starben in einem immer jüngeren Alter an Krebs. (Heute ist auf dem Planeten Erde Krebs die führende Todesursache bei den Kindern im Alter von 3 bis 15 Jahren!) Dann wurde die Fortpflanzung unmöglich. Die gefährlich hohe Radioaktivität zerstörte allmählich alles Leben auf dem Planeten. Ei- und Samenzellen mußten in besonderen Kellergewölben aufbewahrt werden. Krampfhaft suchten die Herren-Mechaniker nach neuen Wegen, um „am Leben“ zu bleiben – und verwendeten künstliche Teile, Nieren, Herzen, Lungen, synthetisches Blut. Außerdem gab es das wachsende Problem, was mit dem radioaktiven Abfall zu geschehen habe. Eine neue Heimat mußte gefunden, ein anderer Planet vorbereitet werden.

Die Herren-Mechaniker, jetzt selber Herren-Maschinen, waren über die Entdeckung eines Energiekontinuums gestolpert, einer Energie die sich weit in den interstellaren Raum ausdehnt und ihn ausfüllt, einer Energie die mächtiger als das Atom ist. Aber jetzt war diese „Lebensenergie“ (das Orgon) für sie zum genauen Gegenteil dessen geworden, was sie für uns ist – für sie war sie eine Todesenergie geworden, die sie einfach nicht länger aushalten konnten, genauso wie Regen für Wüstenkreaturen, die in den Tropen nicht überleben können, den Tod bedeutet. Die Außerirdischen haben viele Männer und Frauen der Erde entführt, sie untersucht und viele für zukünftige Aufgaben programmiert (…) Sie haben jetzt die Kontrolle. Täglich werden sie kecker, setzen sich mehr fest, werden stärker. Wird der Wirt erwachen, bevor der Parasit ihn zerstört?

Nachdem in den 1950er Jahren die UFO-Forschung durch die „Kontaktler“, die von „Venusianern“ und Reisen auf den Mond berichteten, der sich kaum von der Erde unterschied, der Lächerlichkeit preisgegeben worden war, galten über zwei Jahrzehnte hinweg Geschichten über „UFOnauten“ als Tabu. Seit Anfang der 1980er Jahre zwang die schiere Masse der Berichte jedoch zu einem Umdenken. Was in den 50er Jahren die Kontakler waren, wurden nun die „Entführungsopfer“, die von „kleinen grauen Männchen“ (greys) aus ihren Betten entführt wurden. Diese neuen „Kontaktler“ sprachen jedoch nicht aus freien Stücken über ihre Erfahrungen, sondern ausschließlich unter Hypnose.

Ging es in den 50er Jahren bei den (vermeintlichen) Kontakten vor allem um den „interkulturellen Austausch“ mit unseren „Sternenbrüdern“, die uns vor dem bevorstehenden Atomkrieg warnten, handelt es sich bei den neuen Entführungsfällen fast ausschließlich um gynäkologische bzw. andrologische Unternehmungen, bei der es um die Entnahme von Keimzellen und „test tube babies“ geht.

Drei Forscher, die teilweise Bestseller schrieben, haben sich auf diesem Feld hervorgetan: Budd Hopkins, David Jacobs und John Mack. Für Hopkins handelt es sich bei dem Phänomen um eine Art „Forschungsprogramm“ der Außerirdischen. Jacobs hingegen betrachtet das ganze im Sinne eines Invasionsszenarios, bei dem es darum geht Hybride zwischen Menschen und Außerirdischen zu erzeugen, die eine vollkommene Integration der beiden Zivilisationen ermöglicht – wobei natürlich wir integriert werden. Mack sieht das Phänomen im Rahmen einer vom östlichen Mystizismus geprägten Theorie.

Kritiker haben darauf hingewiesen, daß auffälligerweise die Zeugen, die unter Hypnose aussagen, jeweils eine der drei Theorien bestätigen. Wobei jene, die das ganze als wissenschaftliche Untersuchung erfahren haben, bei Hopkins landen, jene, die eine letztendlich schreckliche Erfahrung gemacht haben, bei Jacobs und jene, denen es um ihre „spirituelle Entwicklung“ zu tun ist, bei Mack. Das deutet darauf hin, daß die Erwartungshaltung des Hypnotiseurs das prägt, was der Hypnotisierte sagt.

Ohnehin sind die drei Theorien widersinnig, denn was gäbe es schon groß zu erforschen? Und vor allem auf diese absurde Art und Weise!

Ein Indiz, das Jacobs für die Authentizität der Entführungsgeschichten anführt, sind die Beschreibungen der Außerirdischen: es handelt sich (ziemlich „phantasielos“) ausschließlich um „Greys“, neuerdings auch um menschliche Hybride (was eine logische Entwicklung aufzeige). Ein weiteres Indiz sei das Verfrachten der Opfer durch geschlossene Fenster hindurch. Wären das alles nur Träume und Phantasien, würde das naheliegende beschrieben: daß die Fenster geöffnet werden. Zumindest würde dies in einigen Fällen geschehen. Es geschieht aber nie. Dies sei, so Jacobs, ein untrügliches Indiz dafür, daß wir es nicht mit bloßen Hirngespinsten zu tun haben.

Das Problem ist nur, ob es nicht auch für die Aliens bequemer wäre, die Fenster zu öffnen. Oder zumindest manchmal! Warum der ungemeine Aufwand für solche paranormalen Kunststückchen, wenn sie nicht nötig sind?

Jacobs‘ Szenario beinhaltet die Züchtung der erwähnten Hybriden. Dies sei der eigentliche Sinn der Entführungen: die Mischung der außerirdischen mit der menschlichen Spezies. Dazu würden den Opfern Spermien bzw. Ovarien entnommen, Schwangerschaften abgebrochen und die Entführungsopfer mit der Betreuung ihrer „Sternenkinder“ beauftragt. Am Ende stünden dann Wesen, die genauso aussehen wie normale Menschen, nur daß sie eine zentrale Fähigkeit der Aliens besitzen: Telepathie und Gedankenkontrolle.

Da frägt man sich doch, ob die Aliens es nicht einfacher haben könnten. Wir selbst stehen kurz davor, aus Hautschuppen ganze Menschen kreieren zu können! Besonders absurd wird es aber, wenn die Entführungsopfer den Hybriden beibringen sollen, wie man sich als Mensch verhält. Beispielsweise wie man ein Zimmer einrichtet: nicht indem man die Möbel alle in eine Ecke stellt. Aber um so etwas zu wissen, bräuchten die Aliens nur unseren Alltag betrachten, Fernsehen anschauen und schlicht logisch denken. (Man denkt dabei unwillkürlich an Bronislaw Malinowskis funktionalistische Ethnologie, der zufolge die Funktionen Gestalt und Handhabe unserer Werkzeuge bestimmen. Löffel, Stühle, Tische, etc. werden überall unabhängig voneinander entwickelt. Und das gilt sicherlich auch für Wesen mit Kopf und vier Gliedmaßen überall im Universum! Die Funktion bestimmt die Form und Handhabe der Dinge.)

Die ganze Geschichte, die uns Jacobs erzählt, ist von vorne bis hinten vollständig absurd. Und genau hier führt uns eine seiner Beobachtungen in die richtige Richtung: für die Aliens reduziert sich alles auf Form, vollkommen unabhängig von Funktion. Beispielsweise insistieren sie darauf, daß die Mütter der Hybriden ihre Kinder an die Brust halten, egal ob sie Laktieren oder nicht. Die Aliens haben gesehen, „daß man das so macht“! Wahrscheinlich erklärt sich ähnlich ihr gesamtes absurdes Verhalten, etwa die Sache mit den geschlossenen Fenstern oder die „Trainingsprogramme“ für Hybride. „Es gehört sich so“, unabhängig davon, ob es sinnvoll ist oder nicht.

Wir scheinen es mit einer Art von Ritualen zu tun zu haben, bei denen es um die genaue Abfolge der Handlungen geht, nicht um die Handlungen selbst. Es ist, als würden wir bedrängt nicht von einer technischen Zivilisation, sondern von einer Gruppe von Schamanen oder tantrischen Adepten des Dalai Lama oder von Aleister Crowley. Der Dalai Lama okkupiert Länder auf magische Weise durch das nach außen hin sinnleere Legen von aufwendigen Sandmandalas, die sofort wieder zerstört werden. Crowley träumte von einem goldenen Zeitalter, das von der Kommunion mit den „Göttern“ geprägt sei. Er wollte es mit Hilfe von „Sex-Magick“ heraufbeschwören.

Von dieser Warte aus gesehen macht vielleicht sogar Macks Theorie noch am meisten Sinn. Ich beschäftige mich damit in Ea und die Wellenfunktion: Wir haben es mit etwas zu tun, das sich außerhalb unserer üblichen Denkweise bewegt, in einem Grenzbereich zwischen Physik und Psychologie, den die Parapsychologen untersuchen.

ufo

Wilhelm Reich und Aleister Crowley

10. Januar 2015

Genitalität läßt sich mit der folgenden Gleichung beschreiben:

genitalitätjungengewalt

Die Trennung der beiden Varianten der zugrundeliegenden Funktion, und damit die Negation der Genitalität, indem aus Hingabe Masochismus und aus Aggression Sadismus wird, ist Folge von Panzerung. Steht die Hingabe einseitig im Mittelpunkt, haben wir die masochistische Religion des Christentums vor uns, ist es die Aggression, folgt daraus die sadistische „Religion“ des Nationalsozialismus. Reich und sein Mitarbeiter Karl Teschitz haben sich in den 1930er Jahren umfassend mit der Sexualökonomie dieser beiden Gegenspieler beschäftigt. Beide Parteien sind gleich weit weg von einem natürlichen Lebensgefühl.

Heute wird die Gesellschaft von diesem Gegensatz, der im Übrigen, wie bereits in den 1930er Jahren, hervorragend koexistieren kann, noch immer geprägt. Er zeigt sich etwa in der merkwürdigen „Fernstenliebe“, die uns zwingt, dem Abschaum des Planeten Asyl zu gewähren (fast nur junge Männer!). Eine vollkommen endgrenzte Mutterliebe im Exzeß. Gleichzeitig feiert der „Satanismus“, der „Nächstenhaß“, einen kulturellen Triumph nach dem anderen. Dabei geht es stets um nur eins: Macht („Wille“) durch radikale Absage an die Liebe („Willenlosigkeit“). Der Zuhälter ist das Modell des Magus: er wird geliebt und saugt zum Dank die Frau aus, bis alle Lebensenergie ihm gehört. Die „Jugendkultur“ handelt heute von nichts anderem! Die emanzipierten Mädchen machen begeistert mit, sei es mit „Ritzen“ oder durch demonstratives Nuttentum.

In unserer Kultur wird systematisch, sozusagen „auf allen Kanälen“, die Sexualität („Sex“) von der Liebe getrennt. Implizit, erstaunlich oft explizit, geschieht dies unter Berufung auf den Kulturheroen der antiautoritären Gesellschaft: Aleister Crowley und seine Sexualmagie („Magick“). Dabei geht es nur um eins: keine Gefühle, insbesondere kein Mitleid haben, und stattdessen Sex benutzen, um Macht zu akkumulieren. Es werden ganz bewußt Seelen zerstört, letztendlich auch Körper. Die „Scarlett Woman“ ist die ausblutende Frau, entsprechend den auf Scheiterhaufen brennenden Hexen („Dakinis“) im tantrischen Buddhismus. Es ist phallische Rache im Exzeß. (Übrigens ist diese phallische Rache im Exzeß ein weiterer Beleg für die Nähe der antiautoritären Gesellschaft zum Nationalsozialismus!)

Das ganze läßt sich orgonometrisch wie folgt beschreiben:

Liebesex1

Genauso wie im sexualfeindlichen Christentum werden Liebe und Sex zu antagonistischen Gegensätzen. Wie Reich in seinen bioelektrischen Versuchen der 1930er Jahre verifizierte, ist orgastische Erfüllung jedoch nur möglich, wenn zur mechanischen Erektion eine bioenergetische Ladung hinzutritt, die nur bei liebevoller Hinwendung möglich ist. Liebe ohne Sex und Sex ohne Liebe sind unvorstellbar, will sagen sinnlos, „unhygienisch“ (wie Reich sich im Sinne der damaligen „Mentalhygiene“ ausgedrückt hat).

Liebesex2

Panzerung hat nicht nur ein somatisches Element (chronisch verspannte Muskeln), sondern auch ein psychisches (das Über-Ich). Das Kind ist den Erwachsenen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Seine einzige Überlebenschance ist die Anpassung: es nimmt die Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen jener an, die es unterdrücken. Es identifiziert sich mit den Tätern (den „Erziehungsberechtigten“) und bildet einen Charakter aus, der entweder weitgehend mit dem ihren identisch oder doch zumindest kompatibel ist.

So zugerichtet können dann später Autoritäten weiter mit uns spielen. Man denke etwa an den Stalinismus: je größer die Unterdrückung war, desto mehr wurde der Führer geliebt und ihm nachgeeifert. Ähnlich funktioniert jede Sekte und sogar jede Armee. Man denke auch an so manche Partnerschaft: je schlechter die Frau behandelt wird, desto hündischer folgt sie dem Schwein.

Diesen Grundmechanismus der Neurose findet sich auch in der Spiritualität, die weitgehend nichts anderes ist als die Identifikation mit „höheren Wesenheiten“. Dabei ist es zunächst gleichgültig, ob es diese „Wesenheiten“ wirklich gibt oder die Psychoanalyse recht hat, daß sie psychische Repräsentanten unserer Eltern sind. In jedem Fall sind sie „das Über-Ich“ – die psychische Seite der Panzerung.

Das wird in den verschiedenen tantrischen Schulen evident, die darum kreisen, daß man sich vollständig mit einer Gottheit, teilweise sogar einem „Dämon“, identifiziert bis man eins mit ihr bzw. ihm wird; sein Ich opfert. So funktioniert sowohl die „satanistische“ Magie eines Aleister Crowley als auch der „göttliche“ Bhakti-Yoga eines Sri Chinmoy.

Während man Reichs Ansatz mit dem Satz „Wo Über-Ich war, soll Ich sein!“ zusammenfassen kann, geht es in der Spiritualität im Kern darum, daß das Ich sich dem Über-Ich opfert.

Es geht, statt um Selbstbestimmung, um Fremdbestimmung. Dazu gehören „Channeling“, der Bezug auf „Erzengel“ und andere „Botschafter aus höheren Welten“ und insbesondere die Ritualisierung des Alltags, aus dem jede Spontanität weicht, weil alles, was einem widerfährt und was man tut, eine höhere Bedeutung hat und aufeinander abgestimmt werden muß. Es ist eine enge, bedrückende Welt – im Namen der „Befreiung“. Eine Art spiritueller „DDR“, in die sich die Menschen selbst einmauern.

Man nehme etwa die weitgehende „Tibetisierung“ weiter Teile der bildungsbürgerlichen „Elite“ dieses Landes. Hier ein beliebiges Beispiel einer „Lebensberaterin“. Innerhalb von vier Tagen habe ich sowohl im Münsteraner Schloßpark als auch hier am Rande Hamburgs im Park der Klinik Nord jeweils einen Baum gesehen, der mit tibetischen Gebetsfahnen umwickelt war.

Neulich in einem Park in der Innenstadt zwei Schülerinnen, die geheimnistuerisch eine große Figur in den Boden ritzen. Als ich es mir schließlich anschaue: ein fünfzackiger Druidenstern. Hier im Moor vor meiner Haustür habe ich auf einer Waldlichtung einen „satanistischen“ Altar mit entsprechenden unappetitlichen Opfergaben gesehen. Der Irrsinn greift um sich!

Das eigentliche Problem ist jedoch nicht die Selbstzerstörung von Leuten, die nie erwachsen werden, sondern das tatsächliche Heraufbeschwören negativer Energien (DOR), die sie und andere zerstören.

Interessanterweise geben dies diese Leute selbst so an: daß ein neuer Schritt in der Evolution des Menschen bevorstehe und dieser Planet in eine neue Ära „höherer und schnellerer Schwingungen“ eingehe. Nur jene werden überleben, die auf diese neue Umwelt eingestellt sind – die offenbar energetisch zu toxisch für lebendiges Leben sein wird. Crowley sprach vom kommenden Äon, in dem die Menschen mit den Göttern in Kommunion leben. Siehe dazu meine Ausführungen in Ea und die Wellenfunktion.

Ja, gibt es denn nicht auch lebenspositive Spiritualität? Was für eine Frage! Gibt es auch lebenspositive Neurosen? Oder konkret: man beschäftige sich doch bitte mit dem Dalai Lama oder irgendeinem anderen „Guru“. Das sind alles keine Einzelfälle oder bedauerliche Ausrutscher: die Schweinerei ist direktes Resultat des neurotischen Grundmechanismus, der hinter der Spiritualität steckt: wo Ich war, soll das Über-Ich herrschen!

In the Skies

18. September 2014

Scientology fasziniert mich. Erstens sind generell Sekten eine großartige Unterhaltung und Scientology ist der Prototyp einer Sekte. Es macht einfach Spaß, Irren zuzusehen, die sich selbst tödlich ernstnehmen. Eine bessere Komik als Roboter, die Menschen nachahmen, kann es kaum geben. Entsprechend zeigt Scientology wohin eine strikt „spirit-uelle“ Weltsicht in letzter Konsequenz führt.

Wer an die Autonomie des „Geistes“ glaubt (so als wäre der ein „Ding“), verkörpert das diametrale Gegenteil der Orgonomie. (Übrigens betrachtete L. Ron Hubbard, der Gründer und Messias der Scientology, die Sexualität als Teil der Verschwörung der Psychiater [sic!], mit der diese vor Milliarden von Jahren die Geistwesen versklaven wollten.)

Das Kerngeheimnis, das hinter der fanatischen Verbissenheit der Scientologen steht, stellt sich, soweit ich es verstanden habe, wie folgt dar: Als faktischer Nachfolger der „Großen Bestie 666“ Aleister Crowley (beispielsweise ist das Scientologen-Kreuz Crowleanity pur) galt das Hauptaugenmerk von Hubbard dem Kampf gegen Christus. Die Scientologen wollen ehrlich die Menschheit retten. Die „Wiederkunft Christi“ ist für sie die alptraumhafte Wiederkehr jener dämonischen Außerirdischen, die die Religionen in unser unsterbliches Bewußtsein „eingraviert“ haben, um uns zu versklaven. Die Wiederkehr Christi bedeutet demnach nichts anderes als die endgültige, d.h. auch physische Versklavung der Menschheit. Scientology ist unsere letzte und einzige Hoffnung!

Wie in jedem paranoiden Wahnsystem steckt ein Fünkchen Wahrheit auch in diesem Szenario des satanistischen Science-Fiction-Autors Hubbard. Die rationalistischen Antiscientologen, die kaum weniger engstirnig sind als die Scientologen selbst, haben für so etwas natürlich kein Gespür.

Blicken wir doch einmal auf das Christentum:

Ich liebe Peter Green. Er spielte dieses Lied ein, als er von Drogen und Aufenthalten in der Psychiatrie zerstört, am Tiefpunkt seines Lebens war. Trotzdem konnte er noch immer diese Magie um sich verbreiten. Seit ich In the Skies 1979 das erste Mal hörte, fasziniert es mich. Es ist einer dieser Ohrwürmer, der einen nie wieder loslassen. Gleichzeitig repräsentiert Green den schlimmsten Abgrund, der vorstellbar ist. In wirklich jeder Hinsicht gehen mir kalte Schauer über den Rücken, wenn ich das Stück höre.

Die weitaus meisten Amerikaner, und wohl mehr Europäer als wir denken, ganz abgesehen vom Rest der Menschheit, sind fest davon überzeugt, daß die „Erlösung“ kommen wird. Der „Menschensohn“ wird „aus den Himmeln“ herniederkommen und uns in eine unvorstellbare Herrlichkeit führen. Er wird unsere Seelen ernten und wir werden unsterblich durch herrliche Städte wandeln.

Wie in Außerirdische Seelenfänger angeschnitten, kann sich hinter diesem vermeintlichen „Seelenheil“ etwas ganz anderes verbergen. Demnach wären alle, die an den Jüngsten Tag glauben, Anhänger eines UFO-Kults. Peter Greens In the Skies faßt diesen Aspekt in Töne.

Dieser Vorstellungskreis ist den Christen, den wirklichen Christen, durchaus vertraut. Sie sind beispielsweise angesichts der anhaltenden Harry Potter-Manie, der Verbreitung von Spiritismus (insbesondere Channeling) und Okkultismus zutiefst beunruhigt, weil auf diese Weise den „unreinen Geistern“ ein Einfallstor in diese Welt geschaffen wird.

Es ist voll grausamer Ironie, daß sie selbst vielleicht das größte, das ultimative Einfallstor öffnen. Es ist auch gut möglich, daß derartige Überlegungen der UFO-Geheimhaltung zugrundeliegen. Es stellt sich die Frage, warum die Regierungen, insbesondere die der USA, diese Vorfälle geheim halten. Prinzipiell sind zwei „logische“ Antworten möglich:

  1. Aus Gründen der nationalen Sicherheit werden die Quellen für neue Militärtechnologien geschützt.
  2. UFOs dürfen aus Gründen der nationalen Sicherheit niemals ins allgemeine Bewußtsein treten, weil das Phänomen engstens mit dem menschlichen Bewußtsein verknüpft ist: wir könnten buchstäblich die „Pforten der Hölle“ öffnen, wenn wir („die Massen“) die Realität anerkennen.

Wenn das letztere der Grund ist, könnten dem quantentheoretische Überlegungen zugrundeliegen. Beispielsweise John von Neumann hätte die Geheimdienste der US-Luftwaffe und der US-Marine darlegen können, daß man es hier mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Phänomen zu tun hat, das vom Beobachter und seinem Bewußtsein nicht zu trennen ist.

In diesem Zusammenhang gibt es jede Menge Berichte darüber, daß „Okkultisten“, und zum Beispiels auch die katholische Kirche mit ihrem Marienkult, durch ihre Riten die „Manifestation“ von UFOs „in the skies“ provozieren.

Es lohnt sich auch, nochmals ganau zu erwägen, was Orgonon und Reich nach dem ORANUR-Experiment widerfahren ist. Vielleicht ist es mehr als eine bloße poetische Umschreibung, wenn man sagt, daß er damals ungewollt die Tore der Hölle geöffnet hat.

Siehe dazu meinen Aufsatz Ea und die Wellenfunktion.

Der Schlüssel zur angewandten Magie

11. März 2013

Der Antichrist, Aleister Crowley, wurde einmal gefragt, was denn nun die Magie eigentlich ausmache, für die er so berühmt sei. Man erwartete sicherlich irgendwelche Zauberkunststücke oder okkulten Firlefanz. Vielmehr nahm Crowley die hochnäsigen Skeptiker mit zu einem Spaziergang durch den Finanzdistrikt von London. Er folgte einem distinguierten Banker, einem echten englischen Gentleman, durch die Straßen, wobei Crowley dessen Schritt, Gesten, Gehabe peinlich genau kopierte. Unvermittelt stauchelte Crowley willentlich und stürzte auf den Gehweg. Gleichzeitig geschah mit dem Banker, der gar nicht sehen konnte, was hinter ihm geschah, exakt dasselbe. Das ist Magie!

Es geht darum aus zwei Objekten eines zu machen. Wenn ich etwa die Voodoo-Puppe mit der Nadel steche, spürt das die Person, die mit dieser Puppe – identisch ist. Die Frage ist natürlich, was in diesem Zusammenhang „Identität“ konkret bedeutet.

Magie beruht auf der quasi Platonistischen Vorstellung, daß die materielle Welt, die von Raum (das „Nebeneinander“) und Zeit (das „Nacheinander“) bestimmt wird, ein „feinstoffliches“ Doppel hat. Eine „Hinterwelt“; in der es keine räumlichen und zeitlichen (und damit auch keine logischen) Beschränkungen gibt, ähnlich dem Freudschen Unbewußten, das eine Jungsche Wendung genommen hat. Der Mensch könne in diesen Bereich durch seinen Willen oder besser gesagt durch seine Intention hineinwirken: durch Postulate. Also so, wie wir auch sonst mit „Feinstofflichen“, etwa unseren eigenen Gedanken umgehen. Crowleys oben beschriebenes Kunststück wird also nur dem gelingen, der willensstark genug ist, um gottgleich „postulieren“ zu können. „Und Gott sprach: Es werde Licht!“ (Das erklärt auch den „satanistischen“ Aspekt, den Magie stets unweigerlich annimmt: das Geschöpf stellt sich an die Stelle des Schöpfers. Es erklärt damit auch, warum Leute wie Crowley „die Widernatur“, etwa die Homosexualität, extreme Antimoral oder Drogenmißbrauch, derartig zelebrierten.)

Wie das ganze erklären, wenn man es nicht „skeptisch“ als Blödsinn abtun will, was mit gutem Gewissen nur jener weltfremde Ignorant tun kann, der derartiges nie gesehen oder gar selbst erlebt hat?

Aus orgonometrischer Sicht gibt es neben der Funktion „Bewegung“, die durch die Größen Raum und Zeit vollständig beschrieben werden kann, die Funktion „koexistierende Wirkung“, die sich außerhalb des Nebeneinander und Nacheinander befindet.

harmanmagie

Diese Entwicklungsgleichung läßt sich mit Hilfe dreier Funktionsgleichungen beschreiben, einer homogenen und zwei heterogenen:

transnicht

transtl

translt

Im Bereich der Bewegung sind t (Zeit) und L (Länge, Raum) zwei einfache Variationen: v = L/t

Im Bereich der koexistierenden Wirkung hingegen handelt es sich um heterogene Funktionen, die ineinander übergehen können. Wie das praktisch aussieht, kann man sich an den folgenden beiden Beispielen vergegenwärtigen:

  • Jede Art von „Gedächtnis“ ist ein Übergang von einem Nacheinander in ein Nebeneinander.
  • Galaxien, die Tausende von Lichtjahren umfassen, funktionieren einheitlich, weil es zu einem Übergang von einem Nebeneinander zu einem Nacheinander kommt.

Das wirkt als gäbe es „unterhalb“ (oder „oberhalb“?) der Welt der Bewegung eine zweite Welt, in der Raum und Zeit nicht trennen. Das ganze wird in dem Augenblick zum Mystizismus, wenn geglaubt wird, daß der Wille oder die Intention hier so wirken, wie im mechanischen Bereich Gegenstände aufeinander wirken. Wir haben es in diesem Bereich jedoch tatsächlich mit einer Welt zu tun, in dem der Wille nur wirken kann, wenn er in die autonomen Funktionen nicht eingreift. Diese „Magie“ habe ich vor kurzem beschrieben. Genau aus diesem Grund wird die Magie aber auch nie so funktionieren, wie etwa Nikolai Levashov behauptet hat. Und genau das ist das Problem: Man wird durch beeindruckende Vorführungen wie die Crowleys überzeugt, wenn man sich aber darauf verläßt, daß die Methode funktioniert, ist man verraten und verkauft. Im Bereich der „Geistheilung“ haben für diese Erkenntnis viele mit ihrem Leben bezahlt. Crowley selbst konnte die Geister nicht mehr kontrollieren, die er gerufen hatte und ist verarmt und verzweifelt als Drogenwrack gestorben.