Warum ist das Leben der gefallenen Engel eine derartige Tortur? Weil sie entgegen ihrer „engelhaften“ Natur leben – gegen ihre Natur leben, werden sie von ständigem Selbsthaß geplagt. Das sieht man etwa in der 2SLGBTQIA+„Community“, insbesondere bei den Transleuten, „die im falschen Körper geboren wurden“. Sie mögen vor „Pride“ fast platzen, tatsächlich hassen sie sich aber selbst. Etwa so wie die Drag Queen, die ohne Schminke und Firlefanz ein Häufchen Elend ist. Transgender ist nichts anderes als eine (teilweise grausige wortwörtliche) Selbstverstümmelung.
Viele Stirnerianer berufen sich auf das „non serviam“ Luzifers und sind überhaupt erst zu Stirner gekommen, um ihre 2SLGBTQIA+Sein ideologische rechtfertigen zu können. „Ich bin ich selbst!“ Das grundlegende Mißverständnis könnte aber kaum größer sein, denn wer gegen seine Natur, seinen bioenergetischen Kern („Gott“) rebelliert, ist eben nicht er selbst, sondern spielt eine fremde Rolle, die er im tiefsten Herzen selbst verachtet. Wichtiger ist aber, daß er Kinder in diesem Sinne erzieht, d.h. in ein Leben der Selbstverachtung und des Selbsthasses führt. Freaks gebären Freaks. Nichts anderes ist die Satansmesse „Drag Queen Hour“.
Dabei ist das „transgender“ („Du bist nicht kein Körper!“) nur die Vorbereitung auf das „transhuman“: du kannst sein was du willst, da du keinen Kern, keine Natur, keine Seele hast. Werkzeuge dafür sind nicht nur Hormone (Biochemie) und das Skalpell, sondern vor allem die Kombination von Robotik, Mikroelektronik und Genetik. Satan schwingt sich zu Gott auf und nutzt den bereits erwähnten „Bauplan der Natur“, um eine eigene Schöpfung zu kreieren. Da wie erläutert der abgrundtiefe Selbsthaß in ihr angelegt ist, ihr eigentliches Fundament ist, wird das natürlich in der Selbstzerstörung münden. Man schaue sich um: das ist genau das, worauf das Streben aller Mächtigen und aller Ideologen gegenwärtig hinausläuft. Das ist das, was Reich als „Emotionelle Pest“ bezeichnet hat. Es ist alles mehr als offensichtlich, doch niemand sieht, was vorgeht…
Nach der katholischen Lehre ist die Hölle ein Safe Place für Dämonen. Sie sind immer noch Engel, und Gott liebt sie, aber diese Liebe ist für sie unerträglich, eine unendliche Qual. Die Höllenschlünde sind also sichere Räume, „Safe Places“, für Dämonen. Letztlich ist die Existenz der Hölle ein Ausdruck der Barmherzigkeit Gottes für seine Geschöpfe.
Was ist die schlimmste Sünde, die man sich vorstellen kann? Welche Sünde bringt dich mit Sicherheit in die Hölle? Nach der katholischen Lehre ist der Stolz die schwerste aller Sünden, weil man Gott durch das Idol, den Götzen des eigenen Egos ersetzt – wie es der Erzengel Luzifer getan hat.
Dazu mehr bzw. entscheidendes in Teil 7. Hier nur soviel: Aus orgonomischer Sicht ist der Narzißmus der Kern sowohl der Neurose (der ödipale Konflikt und der phallische Narzißmus, siehe Reich und Elsworth F. Baker) als auch der Schizophrenie (der präödipale Konflikt, in seiner Existenz nicht akzeptiert zu werden, und infolgedessen der okulare Narzißmus, laut Robert A. Harman).
Die Panzerung ist die Hölle, aber gleichzeitig auch die ultimative Zuflucht vor den Qualen des orgonotischen Strömens – den Qualen der LIEBE.
Der Pride-Monat, sichere Räume für Queers und andere Dämonen und daß normale Menschen darum betteln, daß man sie mit Psychopharmaka künstlich panzert, anstatt um eine Orgontherapie zu bitten, zeigt den Zustand dieser Welt. Narzißmus regiert die Welt. Satan ist unser Herrscher geworden.
Die Tragödie ist, daß die Orgonomie die endgültige Wahrheit ist, viel, viel tiefer als das Christentum, aber es scheint, daß kein „Reichianer“ einen Sinn für das hat, was ich oben geschrieben habe. Die Tiefgründigkeit des ganzen. Orgonomie ist nicht nur irgendeine Art von Therapie und irgendeine Art von Wissenschaft und Weltanschauung. Sie ist DIE Wahrheit.
Es sagt alles über den Zustand unserer verachtenswerten „Kultur“, daß DeSade bei den „Aufgeklärten“ immer beliebter war als LaMettrie. DeSade, der pornographische Schmierfink, wird sogar zunehmend zu der Schlüsselfigur der Aufklärung hochgejubelt. LaMettrie wird zum inkonsequenten blassen Vorläufer. Doch was zeichnet DeSade aus, wenn nicht das „konsequente“ Zuendedenken, dessen, was, gemäß dem katholischen Katechismus, geschehen würde, wenn Moral und Ethik, das Über-Ich, wegbrechen würde? Tatsächlich ist er ein zutiefst katholischer Schriftsteller:
Ähnlich ist das Verhältnis von Stirner und Nietzsche. Der letztere feierte stets genau das, was Stirner als den einen Unglücksfaktor bloßgelegt hatte: die „Zucht“, das Züchtigen, das Überwinden des Menschentiers, das Abpanzern. Aus den gequälten und gemarterten Kindern, wie Nietzsche eines war, sollte ab und an etwas entstehen, was die Apotheose des Lebens sei – und all der verquaste Nietzsche’sche Bombast, in dem unsere verkorksten „Intellektuellen“ sich suhlen wie Schweine in der Gülle.
Beide, De Sade und Nietzsche, flossen schließlich im „Überwinder“ Reichs zusammen, der nicht von ungefähr um Potenzen mehr Einfluß auf die 68er und das Grüne Gesindel hatte, als jemals Reich: der „Freudo-Marxist“ Herbert Marcuse, der sich streng gegen jeden „Revisionismus“ sowohl im Marxismus (Stichwort „parteiliche Toleranz“, d.h. beinharter Klassenkampf a la Stalin, Mao, Pol Pot) als auch im Freudismus wandte (beispielsweise vertrat Marcuse Freuds Todestriebtheorie). Am Anfang stand Marcuse für die präödipale Perversion gegen die „Tyrannei des genitalen Primats“. Seine Helden waren buchstäblich die Figuren aus Pasolinis 120 Tage von Sodom:
Aber Marcuse hat sich weiterentwickelt, denn später waren seine Helden, gemäß der ursprünglichen Freudschen Dichotomie Perverser vs. Neurotiker, die verklemmten Neurotiker, die, ähnlich wie die bis zur äußersten Entmenschung entfremdeten Marxschen Proletarier, schließlich raptusartig gegen ihre Unterdrückung rebellieren und, irgendwie, das Paradies auf Erden errichten… Ja, ich weiß, man fäßt sich an den Kopf!
Das ist der Gegensatz, der den Kern unserer verfluchten Kultur ausmacht: DeSade überwindet LaMettrie, Nietzsche überwindet Stirner, Marcuse überwindet Reich – indem sie jeweils ins Erzreaktionäre zurückfallen… Der Faschismus triumphiert, der schiere Irrsinn, die Unterdrückung, die Emotionelle Pest, der Tod triumphiert. Nichts anderes wird heute in den Hörsälen und Seminaren unserer Verblödungsanstalten („Universitäten“) toleriert. Die Agenda der Mächtigen, die uns ihre eigenen „Revolutionäre“ vor die Nase setzen, führt vom Transgenderismus und Transspeziesismus zum Transhumanismus:
Die mechanistische Wissenschaft hat die Natur entschlüsselt. Wir können bis in den Atomkern blicken, den „Urknall“ selbst simulieren, wir haben die Information im Zellkern geknackt und können künstliches Leben erschaffen und nicht zuletzt haben wir mit der KI den Maschinen sozusagen den Lebensodem Gottes (oder wohl eher des Teufels) eingehaucht, d.h. eine neue (potentiell) sich selbst bewußte Lebensform geschaffen, eben den „Golem“. Wir haben das kabbalistische Programm erfüllt, d.h. den Bauplan der Welt entschlüsselt. Aber indem wir die Welt gewonnen haben, haben wir nicht nur unsere Seele verloren, sondern die Welt selbst an die Grenze des Untergangs geführt. Schon in wenigen Jahren werden Terminatoren die letzten Menschen auf einem hochgiftigen Planten jagen bis auch der letzte Homo sapiens erledigt ist. Wir haben das Buch der Welt gelesen: man öffne ein Physikbuch, und den Code des Lebens geknackt: man öffne ein Biologiebuch, doch vom Logos wissen wir rein gar nichts. Das ist der Unterschied zwischen der quasi „kabbalistischen Wissenschaft“ und der orgonomischen Wissenschaft.
Hier stellt sich natürlich die Frage, ob diese Serie von Blogeinträgen nicht zutiefst antisemitisch ist. Ohne Judentum kein Christentum, ohne „jüdische“ Psychoanalyse keine Orgonomie, ohne „jüdische“ Wissenschaft keine Orgonomie, ohne „jüdische“ Gesetze der Triumph der sekundären Triebe. Es geht nur um eins und das hat Reich versucht Freud, seinen wissenschaftlichen Kritikern und schließlich vor einem US-Gericht zu vermitteln: es ist alles gut und schön, aber man kann nicht die Grundlage von allem ausblenden. Die wirklichen Antisemiten, sind diejenigen, die die humanistischen und universalistischen Grundlagen des Judentums vergessen haben, ebenso wie sie das Naturgesetz hinter allem vergessen haben, sei das in der Naturwissenschaft oder in der Rechtspflege. Ich kann nur auf Reichs Christusmord und meine beiden jeweils buchlangen Kommentare zu Reichs Buch verweisen (hier und hier).
Der Logos ist die „Dreieinigkeit“ der Orgonomie: die Genitalität (die Funktion des Ogasmus im Gegensatz zu den psychoanalytischen „prägenitalen“ Dämonen Sadger, Federn usw.), die Entdeckung des Orgons (das orgonomische Potential, d.h. die Ordnung, im Gegensatz zur Entropie, d.h. zum Chaos) und der orgonomische Funktionalismus, d.h. der „Logos des Orgons“. Der Teufel ist der Anti-Logos. Das Reich des Teufels ist Anti-Logos: Perversität, Chaos, Verwirrung. Man gehe in die Stadt, konsultiere ein beliebiges Massenmedium: das ist nicht wie die Hölle, das IST die Hölle!
Reichs in Reich Speaks of Freud veröffentlichtem Interview mit Kurt Eissler 1952 hat zwei Fragen offengelassen: das Verhältnis von Moses und Jesus wie Reich es sah und warum, Reich zufolge, das Judentum nicht so „kosmisch“ ist wie das Christentum. Die erste offene Frage (Eissler sollte nachfragen, hat das aber unterlassen) habe ich in Teil 2 beantwortet: Moses befreite vom äußeren Pharao; Jesus, als eine Art „Max Stirner“, befreite vom „inneren Pharao“. Darum, und um nichts anderes, ging es in der Auseinandersetzung zwischen dem „Juden Freud“ und dem ausdrücklichen „Nichtjuden Reich“.
Die zweite Frage dreht sich um den Kern der Kabbala selbst: Jesus ist die leibliche Verkörperung des ungeschaffenen Logos, der die Welt erschaffen hat und durchgehend durchwirkt. Damit löst sich auch die eine Frage, die vielleicht die überaus meisten Menschen davon abhält, sich zum Christentum zu bekennen. Wenn Jesus der eine und einzige Weg zu Gott ist, was ist dann mit den Menschen, die nie von Jesus gehört haben, weil sie vor ihm lebten oder auf fernen Kontinenten? Jesus ist identisch mit dem Logos, der für ausnahmslos alle Menschen zugänglich ist, wenn sie um und wenn sie in sich blicken. Ihm zu folgen, das heißt dem Naturgesetz und der inneren Stimme, bedeutet Jesus zu folgen: Secundum naturam bedeutet Jesus zu folgen!
Liest man die Evangelien, dreht sich praktisch alles um Jesu Auseinandersetzung mit den Pharisäern, also jener jüdischen Sekte, die, neben den Christen, als einzige die Zerstörung Jerusalems überlebt hat und heute in Gestalt des talmudischen Judentums weiterlebt. Dabei geht es um die Person Jesu, der selbst Pharisäer war, und um seine Haltung zum jüdischen Gesetz. Jesus erregt Anstoß, weil er auf seine innere Stimme hört und weil er das jüdische Gesetz naturrechtlich, also abweichend vom Wortlaut interpretiert. Man muß unwillkürlich an Reichs Verhalten vor Gericht 1956 denken! Sozusagen: „Ja, ich habe das Gesetz gebrochen, aber seinen Sinngehalt erfüllt, während ihr mit eurem Tun diesen Sinngehalt tagtäglich mit Füßen tritt.“ Man denke etwa an die zutiefst gotteslästerlichen religiösen Institute in Israel, die immer neue Gerätschaften entwickeln, mit denen man die Sabbatruhe umgehen kann, ohne selbst eine Hand zu rühren bzw. einen Schritt zu tun. Der berühmte „jüdische Witz“…
„Jude“, im Sinne von „Pharisäer“, zu sein, bedeutet sich dem Logos zu entziehen. Und genau das war die tiefste Schicht der Auseinandersetzung zwischen Reich und den anderen Psychoanalytikern. Obwohl sie selbst die Libidotheorie und die Lehre vom Unbewußten entwickelt hatten, weigerten sie sich beharrlich die Konsequenzen daraus zu ziehen, d.h. die Orgasmustheorie und die Charakteranalyse und ihre konsequente Weiterentwicklung zur sexualökonomischen Lebensforschung und zur charakteranalytischen Vegetotherapie mitzumachen, stattdessen verstrickten sie sich immer mehr in quasi-kabbalistische Theorien über Myriaden von „Partialstrebungen“ und „ich-psychologischen“ Überlegungen. Für den Logos waren sie nicht nur blind, sondern taten alles, um ihn wieder und wieder ans Kreuz zu nageln.
Man mag einwenden, ob sich nicht die Kabbala, wie bereits erwähnt, genau mit dem „Wort Gottes“ beschäftigt und es zu entschlüsseln trachtet? Dazu mehr in Teil 4.
Freud bekämpfte Reich nicht etwa, weil dieser „Bolschewist“ war. Das war nur willkommener Vorwand. Viele Psychoanalytiker waren Sozialdemokraten und Kommunisten. Mit ganz wenigen Ausnahmen waren es durchweg Juden mit einem untergründigen Groll gegen eine Gesellschaftsordnung, die ihnen erst seit Napoleon nach und nach alle Bürgerrechte eingeräumt hatte. Freud hatte ein ganz anderes Problem mit Reich. Es ging nicht um den Umsturz der gesellschaftlichen „äußeren“ Strukturen, sondern um die von Reich angestrebten inneren „psychischen“, nicht appellierbaren Instanzen. Mit anderen Worten ging es Freud um die Verteidigung der Kultur, des Menschseins selbst, gegen die primitiven und überwältigenden sowie inhärent zerstörerischen tierischen Triebe, die Reich freisetzen wollte, indem Reich diese „nicht appellierbaren inneren Instanzen“, also das Gewissen, beseitigte.
Von jeher hatte sich Freud mit Moses identifiziert, jenem Revolutionär gegen die äußere Tyrannei des Pharao und gleichzeitigen Zügler des Innenlebens, d.h. der „tyrannischen Triebe“. Freud, demzufolge das Glücklichsein des Menschen in der Schöpfung nicht angelegt ist, erinnert an den Ayatollah Khomeini, der den Iran vom Schahregime befreite (der Schah wurde explizit mit einem Pharao gelichgesetzt!), – damit die Perser fürderhin in Sack und Asche gehen. Im Islam gebe es kein Lachen und keine Fröhlichkeit.
Während sich Freud eindeutig mit einem sozusagen „Ayatollah Moses“ identifizierte (siehe sein Buch Der Mann Moses und die monotheistische Religion) und konsequenterweise nach dem Goldenen Kalb auch Gott fahrenließ, war es bei Reich Jesus (siehe sein Buch Christusmord). Jesus ging es, frei nach Nietzsches Jesus-Bild, um „die Revolution der Herzen“. Er wurde von den Juden den Römern übergeben und gekreuzigt, weil er keinen neuen Exodus anführen wollte. Wenn es aber nun so hingestellt wird, Freud hätte Reich aus der Psychoanalyse geworfen („gekreuzigt“), weil der sich gegenüber „den Römern“ (die österreichischen Faschisten und die deutschen Nationalsozialisten) zu sehr exponiert hatte, ist das zwar oberflächlich naheliegend, tatsächlich aber auf eine fundamentale Weise in die Irre führend.
Das ganze geht tiefer: Kabbalistische Juden glauben, daß alle Nichtjuden ihre Kinder sind. Die „Goyim“ sind hervorgegangen aus dem Geschlechtsverkehr Gottes mit seiner Frau, d.h. Israel. Dieser „Geschlechtsverkehr“ ist nichts anderes als eben die Kabbala bzw. natürlich ihr praktischer Vollzug. Dieser mystisch-magische Irrsinn ist natürlich nichts anderes als eine rabbinische, nach-neutestamentliche Verhunzung der Geschichte um die „Gottesmutter Maria“, die den Welterlöser Jesus gebar, nachdem sie „Gott erkannte“. Und was tat Jesus? Er erfüllte das Gesetz, befreite die Juden vom Gesetz und machte sie so zu Christen, d.h. Goyim. Diese unbewußte und vor allem verquere Dynamik muß man kennen, um ermessen zu können, wie und warum Freud anfangs so enthusiastisch auf den „Arier“ C.G. Jung reagierte und wie traumatisch für ihn der Bruch mit Jung war. Ähnlich ging es ihm mit Reich. Ich bin darauf in Bd. 1 von Der verdrängte Christus eingegangen.
Diese Frage hätte man beim gestrigen Blogeintrag stellen können. Ich kann sie nicht sinnvoll beantworten! Nehmen wir nur einmal manche Anhänger des „Satanisten“ Aleister Crowley, dessen „Magick“ kaum etwas anderes war als eine irreguläre Form der Kabbala; eine Abart derselben, die letztendlich aus dem Elisabethanischen England stammt. Die besagten Leute können heutzutage u.a. „klingonische Magie“ praktizieren. „Klingonen“? Die fiktiven Außerirdischen aus dem Raumschiff Enterprise-Universum, für die die Fangemeinde sogar eine eigene Sprache und Kultur generiert hat? Genau! Und diese „Magie“ ist vollkommen ernstgemeint, d.h. die Praktizierenden glauben wirklich, daß sie funktioniert, obwohl alles von vorne bis hinten ausschließlich auf willkürlicher Fiktion basiert. Das ist ein ganzes Universum, das nur durch „das Wort“ erschaffen wurde – genauso wie nach dem christlichen Glauben und nach der Kabbala auch unser „richtiges“ Universum durch „das Wort“ erschaffen wurde. Eben das macht ja im Kern den „Satanismus“ aus, daß sich der „Magier“ an die Stelle Gottes setzt. Wenn etwa Jesus sagt: „Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut!“ dann erweist er sich als Gott selbst, denn durch das bloße Wort wird eine neue Realität aus Brot und Wein erschaffen. Das vollführen katholische und Lutheranische Priester bei jeder Eucharestie.
Nochmal: Bin ich Atheist? Aus dieser Frage spricht eine derartige spirituelle Naivität! Es ist die Frage, ob ich die Figur „Gott“ für fiktiv halte. Er ist genauso fiktiv wie die besagten „Klingonen“ und das Christentum ist genauso unsinnig wie die „klingonische Magie“!
Was es tatsächlich gibt, ist ein Funktionsgefüge, das Reich als „Orgon“ bezeichnet hat und die Kabbalisten als „Weltseele“. Der einzige Unterschied ist, daß diese „Weltseele“ eine mystische Entstellung, eine verzerrte Wahrnehmung des Orgons ist. Beispielseise ist für einen Kabbalisten das formal Identische auch inhaltlich identisch. Man denke an die beiden denkbar gegensätzlichen Worte „Umfahren“ und „Umfahren“. Klimakleber seien also gewarnt… Für den Orgonomen hingegen geht es um funktionelle Identitäten, die die intuitive Volksweisheit ab und an in die Sprache einfließen ließ. Beispielsweise haben die Dornen eines Igels und die der Werkschutz einer Firma formal und sprachlich nichts miteinander zu tun, aber sie sind funktionell identisch: sie schützen, wehren ab und bilden eine Drohkulisse. Umgekehrt scheinen die „Hartnäckigkeit“, die der Masseur ertastet, und die „Hartnäckigkeit“, die der Personalchef attestiert, nichts als das Wort gemeinsam zu haben, tatsächlich sind aber auch sie funktionell identisch.
Ein offenbar blutdurstiger und gleichzeitig gerechtigkeitsfanatischer Gott läßt seinen einzigen Sohn ermorden, um ein über die Generationen übermittelte „Erbschuld“ zu tilgen, für die er selbst verantwortlich war und auf deren Tilgung er hätte verzichten können. Nach Reich verbirgt sich hinter dieser absurden, alptraumhaften Geschichte der Haß auf das Lebendige allgemein und auf das Neugeborene („das eigene Kind“) insbesondere.
Interessanterweise war Reichs dezidiert jüdischer Lehrer Freud von einem geradezu gegenteiligen Mythos beseelt: die „Urhorde“ wird vom „Urvater“ tyrannisiert, bis sich dessen Söhne zusammenrotten und ihn erschlagen. Der Christusmythos würde, so Freud, seine befreiende Kraft dadurch gewinnen, daß am „Gottessohn“ die Sühne für den „Urvatermord“ vollstreckt wird. Aber noch heute seien es geborene Mörder, die Vaterfiguren wie Freud ständig bedrohen, – wie Reich es tat.
Um zu begreifen, was sich tatsächlich hinter dem Christusmord verbirgt, müssen wir zu Abraham zurück, der seinen Sohn Isaak zu opfern bereit war, weil Gott dies zur Schuldtilgung von ihm verlangte. Doch stattdessen befielt in letzter Sekunde ein mit allen Vollmachten ausgestatteter Engel Gottes (tatsächlich der präinkarnierte Christus) Abraham, als Ersatz für das Sohnesopfer ein Lamm zu nehmen, das an Stelle von Isaak geschlachtet wird. Und schließlich, im Neuen Testament, opfert sich der nunmehr inkarnierte Christus selbst in Gestalt „des Lammes“ (die zweite Person Gottes). Statt einen Sohn von den Menschen zu fordern, gibt Gott den Menschen seinen eigenen einzigen Sohn. Die Botschaft ist also: hört damit auf eure Kinder zu morden, um mir, dem Gottvater, zu dienen.
Dazu passen die vorangegangenen Reden Jesu, die sich durchgehend darum drehen, daß Gott alles tut, ins dreckigste Schlammloch oder den dichtesten Dornenbusch kriecht, um auch noch das letzte „verlorene Schaf“ zu retten. Es ist Gott, der mit seiner Liebe die Menschen verfolgt. Er will keine Opfer, sondern ganz im Gegenteil opfert er sich selbst. Man muß nichts tun, außer sich als sein Schaf zu erkennen geben („man muß an ihn glauben“), dann schenkt er, der gute Hirte, einem die durch nichts sonst verdiente Rettung.
Uns heutigen sagt das rein gar nichts. Schafe? Schuld? Buße? Opfern? Rettung? Gott? Doch bis vor zweitausend Jahren und noch heute in der gesamten nichtchristlichen Welt, reichen Menschen durch buchstäbliche Opfergaben oder durch die Befolgung religiöser Vorschriften Gott etwas dar, damit er sich ihrer erbarmt. Sie dienen sich Gott an, verfolgen ihn sehnsuchtsvoll, buhlen um seine Liebe. Die mörderischen Kinder flehen den Vater an, ihnen doch zu verzeihen! Deshalb kann die christliche Lehre vom bedingungslos liebenden Gott für einen Israeli, einen Iraner, einen Koreaner, einen Ureinwohner Neuguineas etc. etwas ungemein Befreiendes sein und etwas zutiefst Überzeugendes haben, eine revolutionäre Offenbarung, – während wir in der Wolle gefärbten christlichen Europäer nur desinteressiert mit den Schultern zucken.
Ihnen – die alle ihren Göttern bis heute Lämmer oder irgendwelche anderen Tiere opfern! – sagt der christliche Glaube geradezu das Gegenteil dessen, was er uns „Post-Christen“ sagt. Wir sehen in Christus den sinnlos geopferten Isaak, während sie ganz im Gegenteil die Botschaft aufnehmen: „Höre auf Isaak zu opfern!“ Gott will Isaak nicht, auch kein Surrogat, sondern ganz im Gegenteil gibt er seinen eigenen Sohn. Gott will nicht, daß du ihn mit deiner Liebe beschwichtigst, sondern ganz im Gegenteil, daß du seine Liebe akzeptierst, – daß du glaubst, vertrauen hast, dich hingibst, UNGEPANZERT bist.
Man verstehe mich nicht falsch: Ich bin dezidiert kein Christ! Ich glaube aber (Reich hat das angedeutet), daß keine andere Religion so „orgonomisch“ ist, wie das Christentum. Außerdem glaube ich, daß das Christentum das Römische Reich und damit die menschliche Zivilisation schlechthin gerettet hat. Ohne Christentum gäbe es keine Wissenschaft, es gäbe schlichtweg keine Welt, sondern nur irgendwelche von einander isolierten Reiche die ohne gemeinsame Geschichte kommen und gehen! Die Orgonomie wird diese Welt vor dem Untergang in die Barbarei retten, ähnlich wie es das Christentum in Bezug auf das Römische Reich getan hat. Der Anfang ist genauso mickrig und Mitleid erregend wie damals.
Was Leben und Tod betrifft habe ich natürlich keine Antwort, nur als Aussagen getarnte Fragen, wobei ich einen Verdacht noch gar nicht angesprochen habe: die abstrakte Natur des Bewußtseins an sich. Elementarteilchen sind identisch (schließlich können wir etwa Elektronen in keinster Weise „beschriften“!) und beispielsweise Zahlen sind identisch: zwei Birnen, zwei Äpfel – die 2 bleibt 2! Wer sagt uns, daß unser individuelles Bewußtsein nicht genauso geartet ist? Schließlich können wir Bewußtseinsinhalte ebenfalls nicht „beschriften“! Daß es auf der Welt nur EINEN Zahnschmerz gibt (also nur einen „ziehenden“, nur einen „pochenden“, etc.), nur ein Angstempfinden etc.? So daß wir auf einer gewissen Ebene genauso individuell sind wie ein Elektron oder „die 2“ – nämlich ganz und gar nicht! Ohne Individuum kein Tod.
Das bringt mich zurück zu Teil 1, denn die dort beschriebenen funktionellen Transformationen sind genau das: der Übergang vom Individuellen zum Allgemeinen, sozusagen von „Äpfeln“ und „Birnen“ zur „2“. Letztendlich interessieren uns philosophische Fragen, wie die nach dem Leben nach dem Tod, nicht, sondern nur die orgonenergetischen Funktionen, die sich hinter der Frage und ihren vermeintlichen Antworten verbergen. Die Orgonomie ist keine Weltanschauung, sondern die Untersuchung der Grundlage aller denkbaren Weltanschauungen. Jede dieser Weltanschauungen hat irgendwo recht, aber sie kann nicht sagen, wo und wieso und auch wann sie recht hat und wann nicht! Funktionalismus!
Zum Abschluß noch der Verweis auf schamanistische „Astralreisen“, also das willentliche Verlassen der Seele aus dem Körper. Der wohl überzeugendste Hinweis darauf, daß es ein Leben nach dem Tode geben könnte. Was leider nicht gesehen wird, ist, daß man mit derartigen Praktiken, insbesondere auch Drogen, „Wesenheiten“ ein Einfallstor bietet, die alles tun, um dich zu vernichten. Ein Beispiel ist die folgende junge Frau, die auf Astralreisen ging bis sie eines Tages während einer solchen „Reise“ unvermittelt von ihrem Freund angerufen wurde und panikartig in ihren Körper zurückkehrte. Seit diesem Tag wurde sie von haßerfüllten und pornographischen Gedanken geplagt, die sich fremd anfühlten, als wären es nicht ihre eigenen Gedanken.
Oder wie es in einem Kommentar unter dem Video heißt:
Ich habe das Gleiche durchgemacht. Es gab einen spirituellen Weg namens Eckankar, bei dem sich der Glaube auf Astralreisen konzentrierte. Eines Nachts schlüpfte ich aus meinem Körper. Ich war entsetzt und zog mich zurück in ihn, was extrem schwer war. Danach hatte ich tagelang das Gefühl, von etwas Bösem heimgesucht zu werden. Ich vermied den Schlaf.
Reichs Schüler Elsworth F. Baker glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod, mußte aber zugeben, daß ihn Berichte über „Geister und Gespenster“ in dieser Hinsicht unsicher machten. Sie stammen, so der Volksglaube, von Menschen, die unvermittelt und meist auf grausame Art aus dem Leben gerissen wurden. Sie haben sozusagen gar nicht mitgekriegt, daß sie gestorben sind und „spuken“ seitdem weiter.
Ich erwähne zum Abschluß diese, wenn man so will, „spirituellen Unfälle“, weil wir möglicherweise allesamt Kurpfuscher sind und uns selbst und unseren Mitmenschen ungeheuren Schaden zufügen, weil wir einen zentralen Bereich unserer Existenz als beseelte Wesen ignorieren und „das Leben nach dem Tod“ irgendwelchen verpeilten Mystikern überlassen. Außerdem verweise ich zurück auf meine Ausführungen über Kinder und Greise, die „nicht ganz von dieser Welt sind“, sondern in einer „magischen Welt“ leben. Dazu muß man sich der Tatsache gewahr sein, daß ein Gutteil der „Kinder der Zukunft“, konkret die Kinder und Kindeskinder von Reich-Anhängern, teilweise eine absolute Katastrophe waren. Wissen wir, was wir tun, wenn wir Kinder „ohne Gott“ aufwachsen lassen? Ich weiß nicht, aber es kann sein, daß wir einen riesigen Fehler begehen. Übrigens versuchte Reich am Ende, als alles düster und hoffnungslos war, seinem Sohn Peter das Beten nahezubringen…
…und noch etwas: genauso wie man alles tun sollte, um seine Kinder ungepanzert in die Welt zu schicken, sollte man alles tun, um selbst diese Welt ungepanzert zu verlassen. Wie ich bereits sagte: die Panzerung macht deine Träume zu Alpträumen – genauso könnte die Hölle auf dich warten, wenn du gepanzert ins „Jenseits“ trittst.
Die meisten Menschen treibt die Angst um, daß ihre bewußte Existenz zusammen mit dem Absterben der körperlichen Funktionen verschwindet, wie eine Kerzenflamme, wenn das Kerzenwachs aufgebraucht ist. Mich treibt die genau gegenteilige Befürchtung um – etwas, was ich im übrigen mit Milliarden von Hindus, Buddhisten und vielen Animisten teile. Sie glauben, dieses „Feuer“ brenne weiter von der Sehnsucht getrieben eine neue Kerze anzufachen.
Um Gottes Willen! Ich merke, daß ich mich gerade erst anfange mich warmzuschreiben, deshalb endlich Schluß mit dem Thema 😉
Frägt man einen Menschen jenseits der 80, wie es ist, so alt zu werden, antwortet er, daß man eine neue Ebene betritt, auf der die Unterschiede zwischen Traum und Wirklichkeit, Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Vorstellung immer mehr verschwimmen. „Ist das real oder träume ich?“ Für mich hört sich das so an, als ob die Funktionen der relativen Bewegung (Pulsation, Fortbewegung, Strömungen, L/t) langsam abnehmen und durch Funktionen der ko-existierenden Wirkung (L –> t und t –> L) ersetzt werden – bis zu dem Tag, an dem endlich alle Bewegung aufhört. Am Anfang des Lebens ist es weitgehend umgekehrt: der Säugling wird immer wacher und aktiver, das Kind tritt aus seiner Märchenwelt heraus. Es hat eine tiefgehende orgon-energetische Bedeutung, wenn die Oma dem Kleinkind Märchen erzählt: die beiden weit auseinanderliegenden Generationen begegnen sich an einem Schnittpunkt auf gleicher Ebene, auf der Ebene der „magischen Welt“.
Die Beziehung zu unserem Thema ist offensichtlich: der Schritt ins Leben hinein und der aus dem Leben heraus sind Übergänge, bei denen nicht eine „Seele“ in einen anderen „Raum“ tritt, sondern Funktionen einander ablösen. Sie tun das auf eine Weise, die wir auf mechano-mystische Weise („immaterielle Gegenstände“!) so interpretieren, als gäbe es so etwas wie eine „unsterbliche Seele“.
Vertrete ich damit eine trostlose „seelenlose“ mechanistische Lebensanschauung? Nein, ganz im Gegenteil! Die Vorstellung eines „Dings“, das wir „Seele“ nennen, ist mechanistisch (und gleichzeitig mystisch); zutiefst abstoßend, da es uns letztendlich auf ein Gespenst reduziert. Wo wir herkommen, was wir sind und wo wir hingehen, läßt sich nicht anhand der Figuren eines Kasperletheaters erfassen, es läßt sich nur erahnen und erfühlen, in den Werken der großen Kunst, Dichtung, Musik, wenn alles in eins fließt und der Sinn des ganzen existentiell erfahrbar wird.
Schwieriges Thema, deshalb nochmal kurz:
Meine Idee war, daß im Alter die Funktionen der koexistierenden Wirkung (L –> t, t –> L) die Funktionen der relativen Bewegung (L/t) soweit verdrängen, bis sie schließlich aufhören (t/L). Religiöse Menschen glauben, daß sie in die geistige Welt eintreten. Interessanterweise bleibt angesichts von Krankheit, Verletzung und Tod, also wenn die Funktionen der relativen Bewegung zusammenbrechen, fast niemand Atheist!
Ähnliche Vorgänge beobachten wir am Anfang des Lebens: Das Baby und der Säugling befinden sich in einem traumähnlichen Zustand, einem Lala-Land, voller Drachen und anderer Märchen. Mit der Koordination von Pulsation und Kreiselwelle übernehmen die Funktionen der relativen Bewegung die Vorherrschaft und das Kind tritt in die Realität ein.
Beide Funktionsbereiche bedeuten, daß jeder Augenblick eine unendliche Tiefe hat – siehe Teil 2!