Posts Tagged ‘Angst’

David Holbrook, M.D. über positives Denken, Wahrheit, Liebe und Haß, Verletzlichkeit und Mitmenschlichkeit

4. November 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Positives Denken? Negatives Denken?

Ist „positives Denken“ positiv?

„Positives Denken“ ist kein Denken. Ich glaube an das „ganzheitliche Denken“, das Denken an das Ganze

Mechanismus und Mystik

Wahrheit versus Haß

Die Wahrheit benutzt die Liebe als Vehikel

Über Moralismus

Ein guter Weg, um sicherzustellen, daß jemand niemals das tut, was man von ihm möchte, ist, ihn zu drängen, es zu tun

Sadismus und seine Verkleidungen

Verletzlichkeit, Glaube, Hoffnung, Vergebung, Genesung, Auferstehung, Flexibilität und die Fähigkeit, Wut und andere Abwehrmechanismen fahrenzulassen, sind miteinander verbundene Phänomene

Verwundbarkeit, Vertrauen und Heilung

Nicht verteufeln, sondern vermenschlichen

Der Rote Faden (Band 2): 40. Anorgonie (2. Fortsetzung)

2. November 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 40. Anorgonie

Der Rote Faden (Band 2): 40. Anorgonie

27. Oktober 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 40. Anorgonie

DER ROTE FADEN (Band 2): 34. Orgasmusforschung

7. Oktober 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 34. Orgasmusforschung

Drei alltägliche Orgon-Beobachtungen

27. September 2023

1. Um zu wissen, warum Leute dermaßen erpicht darauf sind, sich in die Sonne zu legen und in das in unseren Breiten meist sehr kühle Wasser eines Badesees zu springen, muß man eben das tun: sonnen und baden. Man spürt sofort, worum es geht, um Aufladen und Entladen.

Das ist, was jeder sofort spürt. Nur leider wird das mit lächerlichen Erklärungen weggewischt: man wärmt sich in der Sonne und kühlt im Wasser ab. Was tatsächlich passiert und warum die Menschen derartig süchtig nach dem Badevergnügen sind, ist natürlich etwas ganz anderes: sie laden sich mit „Sonnenorgon“ auf (ich erinnere an Reichs allererste Versuche mit dem Orgon!) und entladen DOR. Das eine stärkt und das andere erfrischt. Und jeder, der nur etwas natürliches Körperempfinden bewahrt hat, weiß, daß es einen gewaltigen Unterschied macht, ob man sich in einem Hallenbad verlustiert und in die eklige Chlorbrühe springt, oder unter freiem Himmel in das Gemisch aus Grund- und Regenwasser.

2. Ein einfach nur herrlicher Sommertag. Eine ruhige schattige Wohnstraße, Linden, parkende Autos. Vom Fahrrad aus fällt mein Blick auf „Bewegung vor der Hecke links“. Ich mache mit einiger Mühe einen jungen Mann aus, auffällige Haarpracht, Dreadlocks, üppig, wie man sie selten sieht. Doch ich muß zweimal hinschauen, um diese interessante Erscheinung überhaupt zu sehen. Es ist so als würde er mit dem Hintergrund verschmelzen, gar nicht richtig da sein, gar nicht dreidimensional vorhanden sein, so als wäre er „flach“ und durchsichtig, auch irgendwie verschwommen, ohne deutliche Konturen. Geradeaus, etwa 20 Meter weiter, sehe ich einen stämmigen Familienvater mit Frau und Kind. Er ist da, solide, dreidimensional, unübersehbar, „straight and square“.

Der erste „Mann“ war eindeutig ein Cannabiskonsument, was zweierlei bedeutet: Erstens Verschwinden die Emotionen und Sensationen treten an ihre Stelle – es wird alles „cool und easy“. Deshalb raucht man das Gras ja auch. Und zweitens wird das organismische Energiefeld „schmutzig“ (DOR), verliert an Strahlkraft und hört auf zu funkeln und vor allem verliert es seine Kompaktheit, es dünnt aus und geht ohne Grenze unmerkliche in das atmosphärische Energiefeld über. Im Englischen sprechen die Hascher treffend von „Spaced Out“. Das Ich verliert an Kohärenz und man fühlt sich eins mit der Welt. Das und die Emotionslosigkeit mindert die Angst. (Weniger schön ist, daß solche Leute sich regelmäßig darüber beklagen, daß sie von der spießigen Welt regelmäßig nicht gesehen bzw. übersehen werden, insbesondere aber auch nicht vom anderen Geschlecht…)

Deshalb, d.h. aus energetischen Gründen, habe ich diese merkwürdige Kreatur nicht wirklich gesehen, deshalb war sie wie ein Gespenst, während der Familienvater, der mit Sicherheit regelmäßig dem Alkohol zuspricht, aus der Umgebung hervorstach. Kein Gespenst, sondern ein wirklicher Mensch! Dieses „Da-Sein“ bzw. eben „Nicht-Da-Sein“ ist ein energetischer Effekt, den zwar alle Menschen wahrnehmen, aber da ihnen die Konzeption und die Begrifflichkeit fehlt, nimmt es eben doch niemand wirklich wahr.

3. Ich sitze im IC an einem Tisch. Neben mir eine junge Mutter, vor mir ihr Gatte und diagonal von mir die Tochter. Vielleicht im Einschulalter. Während ich vor meinem Notebook sitze, starrt mich das kleine Mädchen unentwegt neugierig an, wird schließlich immer unruhiger und quengeliger, um schließlich mit dem Oberkörper immer unruhiger hin und her zu wippen, mit den Beinchen zu schlagen (weil es das Becken nicht bewegen kann) und mit den Armen zu fuchteln, während sie immer faszinierter zu mir hinblickt und die Augen glasig werden. Irgendwann verebbt das und bei der nächsten Station muß die junge Familie den Zug verlassen.

Die Eltern haben nicht reagiert, sich nur vielsagend angeblickt. Es ist kaum auszumalen, welche Tragödien entstehen können, weil diese kranke Gesellschaft keine Ahnung von Genitalität hat. Die medizinische Literatur reiht diese Ausbrüche junger Mädchen irgendwo bei „Paroxysmalen Bewegungsstörungen bei Kindern“ ein.

Gratifikationsphänomene bzw. kindliche Masturbationen: Diese treten vorwiegend innerhalb der ersten 5 Lebensjahre bei Mädchen auf. Typisch sind gekreuzt und aneinander gepreßte Beine bzw. Oberschenkel. Die Kinder wirken abwesend, blicken verklärt, oft bemerkt man eine Gesichtsrötung. Rhythmische Beckenbewegungen sind typisch, können aber auch ganz fehlen. Manchmal pressen die Mädchen ihren Schritt auch gegen Gegenstände (Tisch- oder Stuhlbeine). Versucht man die Kinder anzusprechen, reagieren sie nur unwillig. Beendet man die Bewegung aktiv, werden sie ärgerlich und fahren anschließend wieder damit fort. Es liegen keine psychologischen Konfliktsituationen zugrunde! Die kindliche Masturbation ist von sexualisierten (sic!, PN) Verhaltensmustern – die im Gegensatz hierzu andere Personen miteinbeziehen – zu differenzieren. Die Therapie (sic!, PN) besteht in Abwarten. (Quelle)

Erregte Orgonenergie, energetische Expansion, das Zucken der in einer Membran gefangenen Kreiselwelle.

Unsere Mitmenschen tappen durchs Leben und bekommen praktisch nichts von dem mit, was um sie alltäglich geschieht.

David Holbrook, M.D.: Sentenzen 2

14. September 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Sentenzen 2

David Holbrook, M.D.: POSITIVES DENKEN / MÄNNER, FRAUEN, LIEBE / WUT / DÄMONISIERUNG / VERGEBUNG / POLITIK

28. August 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Vermeidung, „positives Denken“ und die dunkle Seite

Männer, Frauen, Liebe, Gut und Böse: Brief an einen Skeptiker

An die Wut „glauben“

Dämonisierung ist eine soziopsychologische Krankheit

Das, was man nicht vergeben kann, verzehrt einen am Ende. Die Frage ist, wie man zu echter Vergebung gelangt

Politik und unser persönliches Gepäck

Orgontherapie und die Massenpsychologie der Demokratie im 21. Jahrhundert

3. August 2023

Einst war das Problem, daß die psychiatrische Orgontherapie Reichs Schülern Unmengen von Geld einbrachte und deshalb immer die Gefahr bestand, daß der Profit alle wissenschaftlichen Überlegungen überlagert, die Orgonomie am eigenen Erfolg zugrundegeht. Tatsächlich konnten „Körperpsychotherapeuten“ bis weit in die 1980er Jahre hinein, als „alternative Gesundheitstage“ noch das Ding waren, „ein Schweinegeld“ machen, was auch so mancher Kriminelle, der sich als „Reichianer“ titulierte, schamlos ausgenutzt hat.

Diese Zeiten sind vorbei und Orgontherapie wird nachgefragt, als würde man abgelaufene, verklumpte Frischmilch einem Laktoseintoleranten anbieten. In Amerika laufen die (dort erlaubten) Werbeaktionen des American College of Orgonomy ins Leere und orgonomische Psychiater müssen sich weitgehend auf die konventionellen Methoden ihrer Profession besinnen, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Die Zeiten des: „Werde Orgontherapeut und Du hast für alle Zeiten ausgesorgt, weil dir die Patienten die Bude einrennen!“ sind definitiv vorbei.

Schuld ist die sexuelle Revolution, die etwa 1960 einsetzte. Sie hat die individuelle und die gesellschaftliche Panzerung derartig durcheinandergebracht, daß die Angst, die im Panzer einst fest gebunden war, nunmehr so frei flottiert, daß die meisten Menschen das Leben ohne Drogen und Medikamente nicht mehr ertragen können und sie sich neuerdings sogar Brüste, Hoden und Penisse abschneiden lassen, um den Energiepegel und damit die (Sexual-) Angst zu bändigen. Die Angst soll weg! Deshalb hat eine Therapieform, die darauf beruht Angst freizusetzen und auszuhalten, kaum noch eine Chance.

Im gesellschaftlichen Bereich erklärt das, warum „rechtspopulistische“ Parteien, die für die Demokratie, also die Herrschaft des Volkes, eintreten sich so schwertun und, kaum daß sie an der Macht sind, sich dem gegenwärtigen krypto-faschistischen System des Westens anpassen. Die Menschen haben zunehmend „Angst vor der eigenen Courage“. Nur das kann erklären, warum eine Partei wie Die Grünen, die AUSDRÜCKLICH „die Energie drosseln“ will, so einen absurd hohen Zuspruch hat und das selbst bei Menschen, die an sich gar nicht so dumm sind. Oder man denke an die SPD, deren EINZIGES Programm der „Antifaschismus“ ist, d.h. das Mobilisieren und das sich Aalen in Schuldgefühlen. Die „bürgerlichen Parteien“ sind eh nur noch eitrige Wurmfortsätze der Grünen. Einschläfernde Figuren wie Habeck, Mr. Magoo, SchMerz, Biden, Macron und all die anderen Schlaftabletten sind eben das: das Höchstmaß an Erregung, daß die Massen noch aushalten können. Sozusagen sprechende (stammelnde) und laufende (stolpernde) Massen-Psychopharmaka. Trump ist vielleicht das letzte Aufbäumen des Lebendigen auf der politischen Bühne, bevor alles im Nebel der „Psychopharmaka“ versinkt. Eine „bekiffte“, sterbende Welt!

David Holbrook, M.D.: WIE DU ANDERE BEHANDELST / FURCHT UND AUTORITARISMUS / DIE FUNKTIONEN DES STAATES

11. Juni 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Wie du andere behandelst zeigt wer du wirklich bist

Furcht und Autoritarismus

Die Funktionen des Staates, der Wirtschaft, der Freiheit und der Unabhängigkeit im Vergleich zum Zentralen Nervensystem, dem Autonomen Nervensystem, den Emotionen und der spontanen Aktivität im allgemeinen

Kreiselwelle, Pulsation und der Ursprung der Panzerung

25. Mai 2023

In Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht habe ich, teilweise im Rückgriff auf die Ursprünge der Freudschen Psychoanalyse, dargestellt, daß die Genitalität sowohl die Grundlage von allem ist, als auch eine Entwicklung hat, die sich in den libidinösen Stufen niederschlägt: okular, oral, anal, phallisch, genital. Kurz gesagt ist der sich ständig unter orgastischen Zuckungen teilende Einzeller genital und erst nach einer Entwicklung der Mehrzeller von etwa 600 Millionen Jahren war wieder der Mensch (potentiell) genital (orgastisch potent). Das schlug sich auch in der Morphologie und orgonotischen Koordination nieder.

Die Orgonenergie bewegt sich auf zwei Weisen: Kreiselwelle und Pulsation. In Organismen schlägt sich das unmittelbar in ihrer Morphologie nieder. Erstens Orgonomform („Bohnenform“) mit der entsprechenden Bewegung der Energie den Rücken aufwärts zum Kopf und dann auf der Vorderseite abwärts zum Genital. Darauf geht das Zentrale Nervensystem zurück. Zweitens die Kugelform mit einem Zentrum (dem Plexus solaris), einer mittleren Schicht und der Peripherie. Ein Organisationsprinzip, das sich im Vegetativen Nervensystem niederschlägt mit seinen beiden Ästen Parasympathikus (energetische Expansion) und Sympathikus (energetische Kontraktion).

Verfolgt man diese beiden Organisationsprinzipien über die besagten 600 Millionen Jahre hinweg, findet sich eine eindeutige Entwicklung, die im Menschen kulminiert. Wie wir seit der Renaissance wissen, ist der menschliche Körper von kosmischen Proportionen bestimmt, die sich insbesondere auf den Goldenen Schnitt beziehen, was unmittelbar auf die Kreiselwellen-Bewegung der kosmischen Orgonenergie verweist (Stichwort kosmische Überlagerung und Fibonacci-Spirale). Parallel dazu hat sich das Gehirn (das Zentrale Nervensystem) derartig ausgeprägt, daß in und durch uns die kosmische Orgonenergie ihrer selbst bewußt wird und diese Zusammenhänge erkennt.

In nuce finden sich diese Erläuterungen über die Orgonom-Form und ihre Entwicklung in der dritten Auflage der Charakteranalyse (1949) und in Die kosmische Überlagerung (1951). Über die bioenergetische Pulsation, und wie sie sich morphologische niederschlägt, hat sich Reich Mitte der 1930er Jahre in Zusammenhang mit dem „vegetativen Urgegensatz von Lust und Angst“ und den „bio-elektrischen Experimenten“ ausgelassen (siehe Die Funktion des Orgasmus, 1942). Der besagte Niederschlag ist das Vegetative Nervensystem.

Auf der „Kreiselwellen-Seite“ (dem „energetischen Orgonom“) ist der Mensch perfekt, d.h. die Evolution ist abgeschlossen, denn die kosmische Energie ist mit ihren Bewegungsgesetzen ganz Struktur geworden. Nur auf der „Pulsations-Seite“ (dem „orgonotischen System“) gibt es Probleme bzw. „Verbesserungsmöglichkeiten“. Der medizinische Orgonom Robert A. Harman hat dazu geschrieben, daß, während die Entwicklung des Zentralen Nervensystem der Vertebraten relativ früh jedenfalls vom Bauprinzip her weitgehend abgeschlossen war, die Evolution des Vegetativen Nervensystem lang andauerte bzw. erst relativ spät begann und anscheinend weitergeht.

Man kann sogar sagen, daß die „Evolution“ des Vegetativen Nervensystems beim Menschen noch lange nicht abgeschlossen ist, denn es gibt Fälle, in denen die Funktion des Vegetativen Nervensystems seiner Struktur noch weit voraus ist. So gibt es beispielsweise wichtige parasympathische Prozesse, die von cholinergen Fasern aus den sympathischen Ganglien entladen werden, wie die cholinerge gefäßerweiternde Erregung der Skelettmuskulatur. Diese sympathischen Strukturen sind noch nicht physisch in parasympathische Strukturen differenziert. (The Autonomic Nervous System and the Biology of Sleep, Part 1. The Journal of Orgonomy 41/1, 2007, S. 36)

Ich habe den Verdacht, daß genau diese „bioenergetische Unausgereiftheit des orgonotischen Systems“ zu einer Unausgewogenheit zwischen energetischem Orgonom und orgonotischen System führen muß, was mit der Anfälligkeit des Menschen für Panzerung einhergeht. Panzerung bedeutet, daß zwei Impulse sich ins Gehege kommen, nicht nur so, daß der Organismus nicht mehr als Einheit funktionieren kann, sondern auch, weil er nicht als Einheit funktioniert.

Im Schlußkapitel von Die kosmische Überlagerung hat Reich den möglichen Ursprung der Panzerung mit, wie der Titel des Buches schon andeutet, der Kreiselwellen-Bewegung in einen nur vage formulierten Zusammenhang gebracht. Vielleicht ist es naheliegender auf die Pulsation zu blicken, zumal Reich die Biopathien explizit als „Pulsationsstörungen“ bezeichnet hat (siehe Der Krebs).