Posts Tagged ‘Empathie’

Kommunismus-Indoktrination an Schulen (Teil 3: Sexualökonomie)

29. Juni 2019

Am Ende soll es um den letztendlichen Grund, um das Fundament dessen gehen, was ich bisher beschrieben habe, um den rituellen Kindesmißbrauch, der die beiden Zweige der organisierten Emotionellen Pest, den roten und den schwarzen, miteinander verbindet. Es kann kaum ein Zweifel daran bestehen, daß Karl Marx Satanist war. Ein krankhafter Narzißt bar jedweder Empathie für seine Mitmenschen. Ich verweise auf die Analysen von Richard Wurmbrand und Konrad Löw.

Wie generell die „elitären“ Verschwörer ticken, beschreibt ein anonymer Psychiater:

Ich habe 13 Jahre in einer forensischen Psychiatrie gearbeitet. Somit konnte ich mir einen Einblick in die dunkelsten und widerwärtigsten Ecken und Winkel der menschlichen Seele verschaffen. Ich habe etliche Gerichtsverfahren mitbekommen und viele Akten der persönlichkeitsgestörten Narzißten gelesen, habe Gruppentherapien mit diesen Patienten mitgemacht und viele Gespräche mit selbigen geführt. Es lief immer auf dasselbe hinaus: Eine perverse Gier nach Macht! Mit Sexualität hat das kaum noch etwas zu tun….die Macht, ein menschliches Wesen zu quälen, zu foltern…das Leiden in den Augen des Opfers zu erkennen….die Macht zu haben, dieses gequälte Opfer erst dann zu „erlösen“, wenn es dem Perversen genehm ist…das veranlaßt diese, man mag mir das Wort nachsehen, diese „Monster“ zu diesen sadistischen Taten! Jedoch sind diese Monster absolut empathielos, andernfalls könnten sie solch abscheulichen Verbrechen ja auch nicht ausüben. Zu einer Einsicht, Reue kommt es nie!!!! Ich befasse mich seit langem mit dem Thema Narzißmus und muß ehrlich sagen: Es gibt einfach Menschen, denen das Böse schlicht innewohnt. Therapien sind fast nie möglich, denn das würde eine Einsicht voraussetzen. Seltsamerweise sind fast alle dieser Täter aus den sogenannten höheren Kreisen, und nicht, wie häufig vermutet in den unteren Schichten zu finden. Schauergeschichten wie diese findet man sonst nur in Psychothrillern und man sollte meinen, daß der Autor eine blühende und schon fast perverse Phantasie haben muß…aber leider weit gefehlt……

Hier öffnet ein Banker einen kleinen Türspalt zur Welt der Eliten…

Vor diesem Hintergrund muß man die Frühsexualisierung an den Schulen betrachten. Zwangsprostituierte werden „zugeritten“, um aus Menschen mit einer Seele seelenlose (enteignete, ihrer Eigenheit beraubte) Sexroboter zu machen, die man nach wenigen Jahren problemlos entsorgen kann. Unseren Kindern wird von der Tendenz her genau das gleiche angetan. Sie wachsen in einem Morast aus Perversion und Pornographie auf und werden dergestalt den weltweiten Verschwörern wesensgleich gemacht.

Perverse entstehen vor allen durch die Erzeugung eines Fetisch. Das erfolgt durch Fixierung bei der ersten sexuellen Erregung. Allgemein prägen die ersten sexuellen Kontakte. Insbesondere, wenn sie zur Unzeit und gegen den eigenen Willen erfolgen. „Fußfetischisten“ und verwandte Geschöpfe werden ähnlich geprägt wie Gänseküken auf ihre Mütter bzw. auf jedes beliebige Objekt, das sich anbietet. Der Perverse erhielt förmlich ein „Brandzeichen“.

Man nehme etwa den verstorbenen Popsänger Prince, der von seiner Mutter in sehr jungen Jahren „aufgeklärt“ wurde, indem sie ihm wortlos den Playboy und andere derartige Zeitschriften in die Hand drückte. Alle seine Musikvideos, sein ganzes Oeuvre entführt dich in diese Welt, die fortan sein gesamtes Innenleben bestimmte. Nicht nur, daß unsere Kinder durch das Internet mit Pornographie überflutet werden, sie werden auch mit Genderkrimskrams, Regenbogengedöns, Toleranzunsinn und einer Sexualaufklärung drangsaliert, in der für alles Raum ist, nur nicht für die Genitalität. Zusammen mit dem Zerfall der Familie, hohen Scheidungsraten (das Kind lernt: es gibt keine Liebe, keine Treue, keine Verbindlichkeit), alleinerziehenden Eltern und dem generellen Zerfall der Kindheit (wo sind all die spielenden und herumstromernden Kinder hin?) erzeugt das jene Freaks, denen wir tagtäglich begegnen. Selbstverletzungen, insbesondere das „Ritzen“, Gefühlskälte anderen gegenüber und die seelenvernichtende Trennung von Liebe und Sex: Sexroboter.

Blogeinträge August-Oktober 2014

9. Oktober 2018

Charles Konia über den roten und shwarzen Faschismus:

August-Oktober 2014

  • Es reicht nicht Obama zur Rede zu stellen
  • Die Funktion von Terroristen und Terrorismus verstehen
  • Die Organisation des schwarz-faschistischen Staates
  • Ein College-Kurs über sozio-politische Orgonomie
  • Die Entwicklung des okularen Panzers bei Säuglingen
  • Ebola und ISIS

Der empathische Tanz der Zukunft

2. Februar 2017

Tanzen macht empfänglicher für die Gefühle anderer: Wer viel tanzt, reagiert stärker auf die Stimmung, die durch Körperhaltung und Bewegung des Gegenübers ausgedrückt werden. Sogar die unbewußten Gefühlsreaktionen auf andere sind bei Tänzern verstärkt, wie eine Studie belegt. Das Tanzen könnte vielleicht sogar Autisten und anderen Menschen mit gestörter Sozialwahrnehmung helfen, empathischer zu werden.

Man lese selbst den Bericht über die Studie von Julia Christensen (City University of London) et al.. Es geht um die „Ausdrucksbewegungen des Lebendigen“, es wird mittels Fingerelektroden der Hautschweiß, d.h. die Reaktion des autonomen Nervensystems gemessen, es geht um Empathie und Kontakt. Und gleichzeitig geht es ganz und gar nicht darum, sondern um reine Mechanik und Datenverarbeitung („Spiegelneuronen“). 80 Jahre nach Reichs Entwicklung der charakteranalytischen Vegetotherapie (zu der er sich u.a. auch durch Ausdruckstanz inspirieren ließ) und seinen bioelektrischen Experimenten ist die offizielle Wissenschaft nicht einen Zentimeter weiter. Sie mißt immer noch nur den Hautwiderstand, begnügt sich mit oberflächlichen Befragungen und befaßt sich mit Menschen, als wären diese Kühlschränke oder automatisch sich öffnende Türen, deren Sensoren und Relais besser eingestellt werden müßten. Als Student de Orgonomie fühlt man sich immer wie ein Besucher aus der Zukunft, der in ein altes primitives Jahrhundert geraten ist.

SIEG!!!

9. November 2016

Nicht vergessen: Hillary hat gewonnen! Mehr Amerikaner haben sie gewählt!

Ich referiere einen Artikel über die Arbeit von David Kupelian, der über die Emotionelle Pest aus christlicher Sicht schreibt. Siehe seine Bücher The Marketing of Evil, How Evil Works und The Snapping of the American Mind.

Er frägt, ob die Clintons derartig soziopathisch sind, daß niemand ermessen kann, wie böse sie sind. Ich erinnere nur daran, daß Hillary ein Dauerlächeln aufgesetzt hat, immer gut drauf zu sein scheint und ständig von „Liebe“, „Miteinander“, „Versöhnung“, „Frieden“ und „Solidarität“ redet, während alles, was sie anfaßt, im Höllenfeuer zur Asche wird.

Kupelian weist darauf hin, daß der Wähler in Kategorien von liberal (links) und konservativ und den großen gesellschaftspolitischen Themen denkt und entsprechend zur Wahl geht. Während ihm gar nicht aufgeht, daß man bei Hillary mit etwas konfrontiert ist, was vollkommen unabhängig davon ist: die Zerstörung um der Zerstörung willen, Macht um der Macht willen. Der typische, „naive“ Amerikaner könne gar nicht so denken und sei deshalb wie blind gegenüber dem Bösen.

Aus orgonomischer Sicht geht es um zweierlei:

Wir erkennen den Schmerz in anderen, nur wenn wir selbst den Schmerz erlebt haben. Und so in allem! Die Menschen haben im allgemeinen keinerlei Kontakt zu dem DOR in sich selbst und können deshalb DOR-Wesen wie Hillary nicht als solche erkennen. Aus christlicher Sicht erinnere ich an G.K. Chestertons Romane über „Pater Brown“, die nur ein einziges Thema haben: als demütiger Christ kennt der Pater die Sünde in sich selbst, das radikal Böse, und kann deshalb die Teufel in Menschengestalt erkennen und sie effektiv bekämpfen.

Zweitens: Menschen wie Hillary sind innerlich tot. Ihr autonomes Nervensystem ist so gut wie abgestorben. Entsprechend kennen sie weder Angst noch Mitgefühl. Sie funktionieren wie Roboter. Perfekte Roboter, die Lächeln, wenn man lächeln muß, die „Mitgefühl“ zeigen, wenn es angebracht ist, etc. Der normale Mensch sieht das freundliche Lächeln und glaubt, daß es einem „guten Herzen“ entspringt, weil das so ist, wenn er lächelt, tatsächlich ist es aber nur die Fassade einer effizienten Tötungsmaschine.

Die Orgonomie und ihre Kritiker

13. Juni 2016

Auf Amazon habe ich eine interessante Besprechung von Charles Konias Buch The Emotional Plague gefunden. Interessant deshalb, weil sich der Rezensent wirklich mit dem Thema beschäftigt hat, beispielsweise auch Bakers Der Mensch in der Falle kennt, aber trotzdem die gängigen, immer und immer wiederkehrenden Mißverständnisse widergibt:

  1. Osama bin Laden leide, so behaupte Konia, unter „orgiastischer Impotenz“ (sic!), ohne daß Konia dafür den geringsten Beleg vorlege. Wir wüßten nichts über Osamas Sexualleben – außer, daß er einige Ehefrauen hatte. (Immerhin haben wir seit neustem weitere Einblicke.)
    Erst einmal heißt es „orgastische Impotenz“. Es ist absolut bezeichnend, daß die Kritiker immer und immer und immer wieder ad nauseam irgendetwas von „orgiastischen Freuden“ oder so im Kopf haben. Es geht um die Endlust, um Befriedigung, nicht um sexuelle Exzesse! Der Orgasmus ist außerdem kein isoliertes Ereignis, sondern drückt in einem großen Ereignis die gesamte Pulsationsfähigkeit des Organismus aus; dessen Fähigkeit einheitlich zu funktionieren (= Gesundheit).
  2. Konia liefere keine Beweise dafür, daß die Erfahrung eines befriedigenden Orgasmus die politischen Ansichten von jemand geändert hätten.
    Dazu ist zu sagen, daß man keinen Orgasmus „haben“ kann. Solange Osama derjenige ist, der er ist, solange wird er keinen befriedigenden Orgasmus haben. Er müßte vorher eine Orgontherapie durchlaufen, d.h. Hingabe lernen, also ein ganz anderer werden, der kaum noch etwas mit Osama gemeinsam hätte. Erfahrungsgemäß ist es jedoch so, daß Menschen mit extremen politischen und religiösen Ansichten gar nicht erst eine Therapie beginnen bzw. sehr bald wieder abbrechen – eben weil sie extrem orgastisch impotent sind und auch nicht den geringsten Kontrollverlust zulassen können. Es ist beispielsweise sinnlos gläubige Katholiken oder gläubige Marxisten in Orgontherapie zu nehmen.
  3. Der Kritiker moniert, daß Konia behauptet, die sozialen Bewegungen der 1960er Jahre wären von unbefriedigter Sexualität angetrieben worden. Dabei sei es doch ganz im Gegenteil zu dieser Zeit zu einer sexuellen Befreiung gekommen.
    An diesem „Argument“ zeigt sich das ganze Elend der Reich-Diskussion: konsequent werden die Emotionen draußen vorgelassen. Man nehme eine alte Jungfer, die zufrieden und sorglos in den Tag hineinlebt – bis ein junges glückliches Paar in die Nachbarschaft zieht. Plötzlich wird der alten Jungfer ihre Lebenssituation bewußt und sie wird manifest neurotisch, weil das sexuelle Erregungsniveau steigt. Etwas ähnliches geschah in den 1960ern, als die Menschen unglücklicher wurden, nicht etwa obwohl, sondern weil alles lockerer wurde. Das erklärt auch, warum heute der islamische Fundamentalismus immer extremere Formen annimmt und nicht etwa zu Zeiten explodierte, als die sexuelle Unterdrückung viel schwerwiegender war.
  4. Konia führe alle möglichen Erkrankungen und sozialen Übel auf eine Störung der Orgasmusfähigkeit zurück, ohne überzeugende Belege für diese Verbindung zu präsentieren.
    Es ist ganz einfach. Man nehme etwa Herzerkrankungen. Sie gehen darauf zurück, daß das Herz Blut durch eine chronisch kontrahierte Peripherie pressen muß. Das nennt sich Panzerung. Faschismus entsteht, weil Menschen nicht selbst ihr Leben in die Hand nehmen können. Die Panzerung hindert sie daran. Das Hauptsymptom der Panzerung ist aber die orgastische Impotenz. Gleichzeitig erhält die orgastische Impotenz die Panzerung aufrecht, indem sie ihr die notwendige Energie zuführt.
  5. Konia behaupte, daß alle Bemühungen das Los des Menschen zu verbessern gescheitert wären. Der Kritiker führt hingegen nacheinander die Beendigung der Sklaverei, die Senkung der Kindersterblichkeitsrate, die Erhöhung der Lebenserwartung, die verbesserten Lebensbedingungen der Arbeiter, der Frauen und der Minoritäten, die Emanzipation der Homosexuellen und generell die zunehmende Toleranz an. Diese Erfolge hätten wenig bis nichts mit Reichs Theorien zu tun.
    Der Punkt ist, daß jeder einzelne Fortschritt, so begrüßenswert er auch jeweils ist, über kurz oder lang zu mehr menschlichem Leid geführt hat. Das Ende der Sklaverei in den USA mündete schließlich darin, daß die „schwarze Gemeinschaft“ heute effektiv zerstört ist. In Afrika garantiert die sinkende Kindersterblichkeit ein immer weiter wachsendes Massenelend. Die Emanzipation der Frau hat sie und ihre Kinder unglücklich gemacht. Und der Traum der Homosexuellen mündete in der AIDS-Hölle. Tatsächlich illustriert das Lied „Go West“ der Pet Shop Boys das Elend jeder Massenbewegung, sei es der der Homosexuellen „nach San Francisco“ oder die der Arbeiter „nach Moskau“. Wem es (im Bewußtsein dessen, was die Pet Shop Boys hier zum Ausdruck bringen wollten) bei diesem Video nicht die Kehle zuschnürt, der hat nichts von der Tragik der menschlichen Existenz verstanden – genau darauf wollte Konia anspielen.

Es ist offensichtlich, worauf das ganze zuläuft: Die Kritiker greifen zwei Dinge heraus (etwa „orgastische Impotenz“ und „Osamas Verhalten“) und verlangen, daß eine Kausalität zwischen dem ersten und dem zweiten Faktor nachgewiesen wird. Die Orgonomie hingegen verweist auf einen dritten Faktor, der diese beiden Faktoren umfaßt und die Verbindung zwischen ihnen indirekt herstellt. (In diesem Fall ist das schlichtweg die Panzerung mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen.)

Mechanisten werden Funktionalisten niemals verstehen und Funktionalisten werden Mechanisten niemals überzeugen können.

Was schließlich die Mystiker betrifft: Für die ist alles einfach „das Sein“. Dinge sind, wie sie sind. „Es ist so, wie es ist.“ Wir müssen einfach den „göttlichen Plan“ erkennen, wie im Christentum, oder „die Leere erfahren“, wie im Zen. Diese Leute sehen kaum einen Unterschied zwischen Funktionalismus und Mechanismus. Beides sind für sie einfach nur Gedankengebäude von Ignoranten, die die Wahrheit nicht erkennen wollen.

Da er ein funktioneller Denker war, lernte Reich in seiner psychotherapeutischen Praxis, daß die Fähigkeit zur sexuellen Befriedigung mit besserem Kontakt zu sich selbst (Selbstvertrauen) und zu seinen Mitmenschen (Einfühlungsvermögen) einhergeht, so daß die alte moralische Zwangsordnung überflüssig wird.

Gelingt es dem Gesundenden, den passenden Partner im Geschlechtsleben zu finden, dann zeigt sich nicht nur, daß alle nervösen Symptome verschwinden – mehr, er kann nun mit erstaunlicher Leichtigkeit, die ihm früher unbekannt war, sein Leben ordnen, Konflikte unneurotisch erledigen, und er entwickelt eine automatische Sicherheit in der Lenkung seiner Impulse und sozialen Beziehungen. Dabei folgt er durchaus dem Prinzip der Lebenslust. Die Vereinfachung seiner Einstellung zum Leben in Struktur, Denken und Fühlen beseitigt viele Quellen von Konflikten aus seinem Dasein. Gleichzeitig damit erwirbt er eine kritische Einstellung zur heutigen moralischen Ordnung. (Die sexuelle Revolution, Fischer TB, S. 31f)

Bei jungen Erwachsenen gehört eine befriedigende Sexualität zur gesunden psychologischen und sozialen Entwicklung. Das zeigt eine Studie von Freya Sonenstein und Adena Galinsky von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. Auf der Grundlage der Daten von 3237 Befragten im Alter von 18 bis 26 ist es die erste repräsentative Untersuchung der Beziehung zwischen Entwicklungsvorteilen und der sexuellen Befriedigung. Abgeglichen wurden dabei Selbstvertrauen, Autonomie und Empathie mit regelmäßigem Orgasmus, passiver und aktiver oraler Befriedigung. Das Ergebnis läßt sich in drei Punkten zusammenfassen.

  1. Bei jungen Frauen sind Selbstachtung, Autonomie und Empathie mit den drei Typen sexueller Lust positiv korreliert.
  2. Bei jungen Männern ist es die Empathie.
  3. Bei jungen Männern ist das Niveau der Befriedigung in allen drei Bereichen sexueller Lust höher. 9 von 10 berichten, daß sie meistens oder immer einen Orgasmus haben, während es bei den jungen Frauen weniger als die Hälfte sind.

Zu Punkt 1 führt Galinsky aus, daß die drei Aktiva (Selbstvertrauen, Autonomie, Empathie) es jungen Frauen und jungen Männern ermöglichen ein höheres Niveau sexueller Lust zu erfahren. Da frägt man sich natürlich: Warum nicht umgekehrt? Liegt die Kausalkette sexuelle Lust → Selbstvertrauen, Autonomie, Empathie nicht näher?!

Zu Punkt 2 bringt Garlinsky die Hypothese vor, daß empathische Personen auf die Bedürfnisse ihres Partners besser eingehen und so ein positiver Feed-Back-Zyklus entsteht. So wird die Funktion des Orgasmus, d.h. eine energetische Betrachtungsweise, systematisch aus dem Blickfeld gerückt.

Zu Punkt 3 führt Galinsky an, daß junge Frauen mit mehr Hindernissen für die sexuelle Befriedigung konfrontiert sind als junge Männer. Deshalb führe sexuelle Befriedigung bei ihnen auch zu einer größeren Steigerung von Selbstvertrauen und Autonomie (Punkt 1). Man könne aber auch die Theorie aufstellen, daß diese beiden Entwicklungsvorteile für junge Frauen wichtig sind, weil sie dazu beitragen Hemmungen der sexuellen Kommunikation und Experimentierfreude niederzureißen.

Man sieht, wie grotesk das mechanistische Denken ist. Da zerbrechen sich Wissenschaftler allen Ernstes den Kopf darüber, ob Kontakt zu sich selbst und anderen (Selbstvertrauen und Empathie) die Voraussetzung für sexuelle Befriedigung darstellt oder umgekehrt sexuelle Befriedigung zu besserem Kontakt führt!

Dieses Fehlen einer energetischen Betrachtungsweise hat dramatische gesellschaftliche Folgen, denn mechanistisches Denken führt schnurstraks zu entsprechenden sozialistischen Maßnahmen (social engineering). Sonenstein gibt an, daß Studien wie diese bei der Entwicklung von Strategien gegen riskantes Sexualverhalten, das zu Geschlechtskrankheiten und unbeabsichtigten Schwangerschaften führt, beitragen könnten. Eine Untersuchung, die zu einem besseren Verständnis der Dynamik der sexuellen Befriedigung führt, soll also dazu genutzt werden junge Frauen und Männer besser zu kontrollieren. Statt einfach die Sexualität zu befreien und damit die Selbststeuerung der Menschen zu stärken, also das zu unterstützen, was Reich als „sexuelle Revolution“ bezeichnet hat, sollen staatliche Programme entwickelt werden, um junge Frauen und junge Männern zu instruieren. Das woran das ganze krankt, nämlich mangelnde Selbstregulation, wird so weiter behindert.

Immerhin kommt Galinsky zu einer für Mechanisten bahnbrechenden Erkenntnis:

Sexuelle Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von sexuell übertragbaren Infektionen, unbeabsichtigten Schwangerschaften, Gewalt oder anderen Problemen. Es ist die Anwesenheit von sexuellem Wohlbehagen.

Noch drei Dinge sind zu erläutern:

  1. Durch sexuelle Befriedigung gewinnen Frauen vor allem an Selbstbewußtsein und Autonomie, während es bei Männern Empathie ist. Das verweist auf die grundlegenden biologischen Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Während bei den ersteren die Hingabe im Vordergrund steht, ist es bei letzten die Aggression. Man betrachte doch nur Primaten oder das Verhalten von kleinen Mädchen und Jungen! In einer befriedigenden Partnerschaft gleichen sich die Geschlechter hormonell an, wie in Die Funktion des Orgasmus (Teil 3) ausgeführt: Frauen werden selbstgewisser, Männer werden weicher. Entsprechend lebten früher weibliche Hausangestellte und Soldaten im Zölibat: die ersteren wollte man fügsam halten, die letzteren gemeingefährlich machen.
  2. Mit der Frage, warum Frauen so viel mehr „Orgasmusschwierigkeiten“ haben als Männer hat sich bereits Reich beschäftigt. Er war sich nicht sicher, ob die soziale Stellung der Frau oder vielleicht doch biologische Ursachen letztendlich verantwortlich sind. Siehe dazu meine Ausführungen in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht. Früher stand die Angst vor ungewollter Schwangerschaft und sozialer Ächtung („Schlampe!“) im Vordergrund, heute im Zeitalter der Supermodels ist es die Entfremdung vom eigenen Körper, der bis zum Selbstekel geht.
  3. Daß in dieser Studie der genitale Orgasmus genauso gewichtet wird wie „Oralsex“, zeugt von einer Ignoranz, die schlichtweg fassungslos macht. Für das heutige Amerika ist die Fixierung auf oralen Sex ohnehin bezeichnend. Das läßt sich unmittelbar auf Clintons Aussage zurückführen, seine verklemmten Sexspiele mit einer Untergebenen wären kein Sex gewesen. Seitdem nehmen Fellatio und Cunnilingus ungefähr die gleiche Rolle ein wie früher die Masturbation: ein billiger Kompromiß, da man anders die drängende Sexualität von Jugendlichen nicht bändigen kann. Siehe dazu meine Ausführungen in Die Bedeutung von Vorbildern.

Wissenschaft und Religion

17. Dezember 2014

Freud weigerte sich, die sozialen Konsequenzen aus seinen eigenen Beobachtungen zu ziehen, stattdessen brachte er sachfremde „ethische Normen“ ins Spiel. Reich spielte da nicht mit – und wurde aus der „Wissenschaft“ verbannt… Die Orgonomie entstand…

Ist sie noch aktuell, wo doch das Feuilleton das „neue holistische Denken“, die „andere Intelligenz“, die „dritte Kultur“, das „relationale Denken“, die „neue Spiritualität“, etc. pp. preist? Nun, auch heute kulminiert das letztendlich doch stets in Aussagen wie die folgenden aus Thomas Görnitz‘ Quanten sind anders (Heidelberg 1999):

Die Naturwissenschaft bedarf auch solcher Gesprächspartner [wie der Kirche], die ihr aus einer ganz anderen Sicht als der eigenen die möglichen Folgen und Probleme ihres Tuns spiegeln, denn die Ergebnisse der Naturwissenschaft allein sind nicht ausreichend, um ethische Normen zu begründen. (S. 41)

Und:

Die Einbettung der Wissenschaft in ihr natürliches und gesellschaftliche Umfeld und die Reflexion über die Folgen ihrer Anwendungen unterliegen aber nicht einer (…) zwangsläufigen Entwicklung wie die Wissenschaft selbst, sondern sie bleiben eine ständige Aufgabe der beteiligten Wissenschaftler. (S. 43)

Das sind zentrale Aussagen in einem Buch, über „Die verborgene Einheit der Welt“, dem es darum zu tun ist, die mechanistische Wissenschaft endlich zu überwinden! Das eine zentrale, allein entscheidende Problem wird ausgeklammert: die Frage nach den „ethischen Normen“ und warum sich die Gesellschaft nicht „zwangsläufig“ entwickelt. Dort, wo es wirklich zur Sache geht und Folgerungen aus der Wissenschaft zu ziehen sind – ordnet sie sich unwissenschaftlichen Instanzen unter!

Zwar sieht Görnitz, daß die Grundfrage der Wissenschaft „transzendentaler“ Natur ist, also von den „Vorbedingungen der Möglichkeit von Erfahrung“ abhängt, aber er ist hier immer noch auf dem Stand von Kant und F.A. Lange. Selbstverständlich ignoriert er, daß Reich weit darüber hinaus gegangen ist, als er das Augenmerk auf die Charakterstruktur des Forschers, d.h. seine verinnerlichte soziale Umwelt, das Über-Ich, richtete. Stattdessen wird dieses Über-Ich („Gott“) als unverzichtbarer Leitfaden genommen.

Apologeten des Christentums verweisen (in zahllosen Variationen) fast unisono auf zwei Dinge:

  1. Halte Dein kleines Baby im Arm: die Liebe, die Du für es empfindest, wirst du unmöglich auf Chemie und Hirnströme reduzieren können. Diese Liebe ist etwas Transzendentes, Göttliches.
  2. Wenn du dich mit Moral und Ethik wirklich ernsthaft auseinandersetzt, wirst du finden, daß man sie nicht rationalistisch entwickeln und „ableiten“ kann, sondern daß sie von Anfang an da sind und allenfalls freigelegt werden. Die Moral ist etwas Transzendentes, Göttliches.

Punkt 1 spricht von der Kontaktlosigkeit der „wissenschaftlichen“ Menschen, der alles auf „Atome“ in einer leeren Welt reduzieren will, Punkt 2 von der Kontaktlosigkeit der religiösen Menschen, der sich in potentiell gefährlichen Hirngespinsten verfängt. Die Liebe zum Kind geht mit dem orgononotischen Kontakt einher und unser moralisches Empfinden ist ebenfalls eine Funktion des orgonotischen Kontakts. (Nebenbei: Aus diesem Grund bin ich so ein absolut kompromißloser Gegner aller Drogen! Straight Edge!)

Das, was als „transzendent“ und „jenseits der Triebe und des Körpers“ empfunden wird und so manchen Wissenschaftler in die Fänge des „Glaubens“ treibt, ist nichts anderes als die Orgonenergie im allgemeinen und die Genitalität im besonderen. Ich habe das in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht ausgeführt. Im Laufe der Evolution hat sich die Orgonenergie schrittweise von der Materie „emanzipiert“, so daß im Menschen die kosmischen Energiefunktionen zum tragen kommen. In der großen Musik kann man sie unmittelbar hören. Sie zu mystifizieren, wie es die Religionen tun, geht am Sinn des Lebens vorbei – ist „Sünde“.

Man benötigt wahrhaftig nicht die Kirchenväter, um ethisches Verhalten (Mitgefühl) und das Böse (Gefühllosigkeit) zu erklären. Mitte der 1990er Jahre wurde von dem italienischen Forscher Giacomo Rizzolatti bei Affen entdeckt, daß spezielle Nervenzellen auch dann aktiv werden, wenn ein Affe den anderen Affen nur beobachtet, ohne selbst tätig zu sein. Diese „Spiegelneuronen“ sind die Grundlage unseres Einfühlungsvermögens und damit unseres Soziallebens. Wir fühlen, was das Gegenüber fühlt, wenn in unserer Kindheit die Spiegelneuronen richtig trainiert und entsprechend verschaltet wurden. Um Empathie zu entwickeln, muß das Kind Empathie erfahren und eigene Gefühle rückgespiegelt bekommen. In einer Art Kettenreaktion bildet sich so auf herrschaftsfreie Weise ein die Gesellschaft tragendes Netz des „Mit-Gefühls“. Heutzutage sind dabei die Medien von zentraler Bedeutung: was das Kind beobachtet, verinnerlicht es, weshalb Gewalt und Gefühllosigkeit in Videospielen und Fernsehen die Grundlagen unserer Gesellschaft unterminiert.

So der Freiburger Neurobiologe und Psychiater Joachim Bauer in seinem Buch Warum ich fühle, was du fühlst.

Bauers daran anschließendes Buch Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren und seine fundamentale Kritik an der modernen Genetik und an der Soziobiologie Das kooperative Gen – Abschied vom Darwinismus haben ebenfalls enge Berührungspunkte zur Orgonomie. Ein kurzer Überblick findet sich im Wikipedia-Eintrag über ihn.

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=zK5295yEQMQ%5D

Bluthochdruck und emotionale Dämpfung

7. November 2011

Die mechanistische Medizin steht gegenwärtig vor einem großen Rätsel: James McCubbin (Clemson University) et al. haben festgestellt, daß Menschen, die unter hohem Blutdruck leiden, Gefühle bei anderen nur gedämpft wahrnehmen.

Egal, ob es sich um emotionale Gesichtsausdrücke handelt oder um die Beschreibung einer emotional aufgeladenen Situation – je höher der Blutdruck, desto schlechter konnten die Probanden das vorherrschende Gefühl erkennen und beschreiben. Was bei diesem Zusammenhang allerdings Ursache und was Wirkung ist, können die Wissenschaftler bisher nicht sagen. Es sei möglich, daß der erhöhte Druck die Durchblutung im Gehirn verändert und damit die Reaktion auf Gefühle beeinflußt. Ebenso denkbar sei, daß beides, der höhere Blutdruck und die veränderte Wahrnehmung, auf Veränderungen in einem übergeordneten Regelkreis zurückgehen und somit nur zwei Symptome eines anderen Problems sind. Auch der umgekehrte Fall sei nicht auszuschließen, daß die gedämpften Emotionen Streß erzeugen und damit den Blutdruck erst hochtreiben.

Dies ist typisch für das mechanistische, an Modellvorstellungen orientierte Denken („Ursache und Wirkung“), in dem ein Faktor den anderen beeinflußt – oder, in einem alternativen Modell, umgekehrt. Alles ist schrecklich kompliziert und am Ende erschöpft sich Wissenschaft darin, daß alles „differenziert“ und „multifaktoriell“ zu betrachten ist.

Die Erklärung für den Zusammenhang von Bluthochdruck und „Gefühllosigkeit“, die Reich schon vor mehr als zwei Generationen gegeben hat, ist denkbar einfach: Bluthochdruck geht unmittelbar auf ein gepanzertes Brustsegment zurück und die psychische Komponente des Bluthochdrucks, die McCubbin und seine Kollegen beschreiben, ist tatsächlich die psychische Komponente des muskulären Brustpanzers, der Bluthochdruck entsprechend seine somatische Komponente:

Diese funktionelle Aufstellung wird unmittelbar evident, wenn nach der orgontherapeutischen Auflösung des Brustpanzers der Blutdruck auf Normalmaß sinkt und man gleichzeitig empathischer und im wahrsten Sinne des Wortes „herzlicher“ wird!

McCubbin und seine Kollegen stellten fest, daß je höher die Blutdruckwerte bei den Probanden sind, desto stärker die, wie sich die Forscher ausdrücken, „emotionale Dämpfung“ ausgeprägt ist: verringerte Schmerzempfindlichkeit, geringeres Streßempfinden, größere Unempfindlichkeit gegenüber den Gefühlen von anderen, wobei gleichzeitig auch eigene Gefühle weniger intensiv wahrgenommen werden, selbst wenn es sich um positive wie Freude oder Überraschung handelt. Man denke in diesem Zusammenhang an die perfekte Tötungsmaschine in olivgrün, die nichts spürt und nichts fühlt: Brust raus, Bauch rein!