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ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, c. Das Menschentier

4. Februar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

2. Die Vererbungsfrage, c. Das Menschentier

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.14.

31. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

14. Orgonomie ist Wissenschaft, keine Naturphilosophie!

Das Orgon und die Kunst (Teil 3)

19. April 2015

An anderer Stelle habe ich bereits eine Beobachtung von Elsworth F. Baker über den Wind erwähnt:

Ende 1950 saßen Baker und einige andere Orgonomen abends mit Reich zusammen im Obergeschoß von Reichs Anwesen auf Orgonon. Baker schreibt, daß der Wind damals „stöhnte“ und er fährt fort: „Heute (1978) kann der Wind so stark blasen wie er will, ohne daß es stöhnt. Offensichtlich war es die Orgonenergie, die stöhnte. Ich merkte an, daß es klang, als ob die Orgonenergie leiden würde. Reich stimmte dem zu und wies darauf hin, daß sie Emotionen ausdrücken könne.“ 1950 litt die Atmosphäre noch emotional, heute, ein halbes Jahrhundert später, ist sie weitgehend auf ein rein mechanisches Funktionieren reduziert und kämpft in Form von „Unwettern“ verzweifelt um ihr Überleben. Sie ist schon fast tot – und keiner weiß, wovon überhaupt die Rede ist, wenn man darauf hinweist!

Ich selbst habe den Eindruck, daß die Atmosphäre früher lebendiger war. Aber das könnte natürlich auch an mir, meinem eigenen Alterungsprozeß, liegen und es ist schwer bis unmöglich darüber mit irgendjemanden zu reden. Allenfalls kann man die Dimension Zeit durch die des Raumes ersetzen, etwa wenn man von Nizza nach Hamburg fährt, d.h. von einem Gebiet, das unmittelbar an Saharasia grenzt, in eine noch ziemlich DORfreie Region. (Zum Nordpol hin nimmt das DOR wieder zu.)

Eine Möglichkeit, in die Vergangenheit der atmosphärischen Orgonenergie zu blicken, ist die Kunst, in der Emotionen unmittelbar ausgedrückt werden: Literatur, Poesie, vor allem aber die Musik. Ein denkbar direkter Weg, das ORANUR und DOR der Atmosphäre auf der Zeitachse zu verfolgen, könnte die Malerei sein.

Ein Forscherteam um Christos Zerferos vom National Observatory in Athen hat die vielen Bilder von Sonnenuntergängen untersucht, die im Laufe der letzten Jahrhunderte gemalt wurden. Die Atmosphärenphysiker ermittelten anhand der farblichen Darstellungen, wie viel Vulkanstaub, der besonders farbenprächtige Sonnenuntergänge erzeugt, sich in der Atmosphäre befand.

Auf dem Gemälde „Sonnenuntergang“ von William Turner aus dem Jahr 1833 dominieren beispielsweise glühende Rottöne. Solche Sonnenuntergänge könnten in diesem Jahr tatsächlich typisch gewesen sein: 1831 war der Vulkan Babuyan auf den Philippinen ausgebrochen. Ein Bild Turners aus dem Jahr 1828 wird dagegen von einem eisblauen Himmel bestimmt.

Die Forscher wählten mehr als 500 Gemälde aus der Zeit zwischen 1500 und 1900 aus. 54 der Bilder waren in einem Zeitraum von drei Jahren nach einer größeren Vulkaneruption entstanden. In den vier Jahrhunderten hatten sich elf Vulkanausbrüche von katastrophalem Ausmaß ereignet.

Zerefos und seine Kollegen ermittelten bei allen Werken das Verhältnis von Rot- zu Grüntönen und rechneten dies in einen Index um, der die Menge von Schwefel-Aerosolen in der Atmosphäre der mittleren Breiten der nördlichen Hemisphäre angibt. Das Ergebnis stimmte erstaunlich gut mit anderen Meßreihen der Vulkanaktivität überein, schreiben die Forscher.

Sie kommen zu dem Schluß, daß die Künstler die natürlichen Farbenverhältnisse recht präzise wiedergeben und daß Kunstwerke eine bislang ungenutzte Fundgrube für Umweltinformationen aus früheren Jahrhunderten sein können.

Was das mit unserem Thema zu tun hat? Da die Maler die Umwelt offensichtlich ziemlich akkurat widergegeben haben, könnte man mit Hilfe entsprechender Gemälde die Entwicklung von ORANUR und DOR in der Atmosphäre im Laufe der Jahrhunderte verfolgen!

Beispielsweise konnte der Meteorologe Hans Neuberger 1970 nachweisen, daß der Himmel auf Gemälden, die zwischen 1550 und 1849 entstanden, also zur Zeit der „kleinen Eiszeit“, erwartungsgemäß 10 bis 15 Prozent mehr Wolken zeigt, als man nach heutigen Maßstäben erwarten sollte. Dazu untersuchte er 12000 Gemälde aus 41 Museen.

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Das Orgon und die Kunst (Teil 2)

18. April 2015

1949 veröffentlichte Reichs Schüler Alexander Lowen im Orgone Energy Bulletin einen hervorragenden Artikel über „The Impressionists and Orgone Energy“. Reich habe ihn darauf hingewiesen, daß man anhand der Bilder von Van Gogh ersehen kann, daß dieser die pulsierende Orgonenergie in der Atmosphäre wahrgenommen hat.

Lowen versucht dies, neben Van Gogh, auch bei Monet, Cézanne, Seurat und Gauguin aufzuzeigen.

Monet hat durch seine Malerei als erster den Raum in seiner Tiefe („Dreidimensionalität“) gezeigt: nicht nur als bloßes Koordinatensystem, sondern als eine „vibrierende Realität“.

Cézanne hat das Orgonenergie-Feld um alle Objekte wahrgenommen und in seinen Bildern festgehalten.

Seurat hat in seinem „Pointilismus“ die „Orgonenergie-Teilchen“ dargestellt, die man mit dem bloßen Auge wahrnehmen kann, wenn man „ins (vermeintlich) Leere“ blickt.

Gauguin hat nicht den Raum zum Thema seiner Bilder gemacht, sondern die lebensspende Erde mit ihren Orgonenergie-Bläschen (Bione).

Lowens Arbeit ist hier natürlich arg verkürzt widergegeben.

Reich selbst hat nach dem ORANUR-Experiment zur Entspannung mit dem Malen angefangen. Seine damalige Frau Ilse Ollendorff erinnerten seine Bilder stark an den expressionistischen Maler Munch.

[Reich] malte ganz wild, zehn Bilder in zwei Wochen, große Ölbilder. Er setzte die Malerei fort, wenn immer er auf Orgonon war. Seine Bilder haben einen ganz bestimmten Charakter, mit starken leuchtenden Farben, und ich finde sie faszinierend nicht als große Kunstwerke, sondern als kennzeichnende Ausdrücke seines Wesens. (…) Reich war besonders gefesselt von dem Problem, daß man nicht wirklich imstande ist, alle Farben und das Licht um uns herum genau wiederzugeben. Das auf den Blättern, auf dem Wasser, in den Wolken und auf den Blumen reflektierte Sonnenlicht erregte sein besonderes Interesse, ebenso der Widerschein der Flammen eines Feuers. Er malte die Themen immer wieder von neuem. In einem Brief an Neill im Juni 1951 schrieb er: „(…) [Malen] lehrt mich viel über unsere elenden Fehlschläge, die Natur wirklich so zu sehen, wie sie ist. Es ist unglaublich, herauszufinden, daß man nicht weiß, wie Sonnenlicht einen Baum beleuchtet, und daß keine Farbe existiert, die genau die wirklichen Farben von Sonne und Tageslicht wiedergeben kann. (…)“ (Wilhelm Reich, München 1975, S. 141f)

Die Farbe des Tageslichts nannte Reich „Orgonit“.

Reichs Bilder sind auf der Weltseite des Wilhelm Reich Museums zu finden.

Als nächster Maler wäre Reichs Mitarbeiter und Schwiegersohn William Moise zu nennen.

Was die Bilder von William Moise (1922-1980) ausdrücken, zeigt folgende Stelle aus seinem 1970 erschienenen Buch The Taste of Color, The Touch of Love:

Wir machen keine Liebe. Wir machen keine Farbe und wir machen kein Bild. Es sollte sich anfühlen, als ob Liebe die Farbe erschaffen hätte, als ob daraufhin die Farbe Form hervorgebracht hätte, daß die Form das Gemälde erzeugte und daß schließlich das Gemälde den Künstler hervorgebracht hat. Ein Kunstwerk sollte das Gefühl zum Ausdruck bringen, daß der Künstler während seiner Erschaffung sich in es verliebt hat.

Peter Ind ist ein zeitgenössischer Maler, der explizit die atmosphärische Orgonenergie darstellen will.

Es sei auch der abstrakte Maler Kenneth Noland erwähnt, der eng mit dem American College of Orgonomy verbunden war, Lorcan Kilroy und nicht zuletzt Jabcob Meyerowitz (hier und hier).

Hat hier James Rizzi die Kreiselwelle in den Himmel gemalt?

Orgonomie und Kultur

25. Juli 2014

Gestern ging es um das Tabu der Religion: „Der hat meine Religion beleidigt!“ Ein ähnliches Tabu ist die Kultur. Kaum einer wagt zu sagen, was offenkundig ist: daß die moderne Malerei, das moderne Theater und die moderne ernste Musik fast durchweg nichts anderes sind als minderwertiger Dreck. So sah jedenfalls Reich die Sache.

Die Hamburger Morgenpost rezensiert die Uraufführung eines zeitkritischen Theaterstücks Die Kontrakte des Kaufmanns von Elfriede Jelinek, die 2004 den Literatur-Nobelpreis erhalten hatte:

Die muntere Schauspielertruppe tat ihr Bestes, um das Publikum am Einschlafen zu hindern. Eisenstangen knallten auf die Bühne, Luftballons wurden zerstochen, und schließlich kletterte das Ensemble sogar über die Köpfe der Zuschauer hinweg. Ganz ehrlich, man kann es schaffen bis zum Ende.

Was würde Reich über Jelinek und die masochistische „Kultur“-Schickeria sagen, die diesen Müll über sich ergehen läßt? Wahrscheinlich dasselbe, was er über Kafka gesagt hat. Als Myron Sharaf ein Kafka-Zitat für das Orgone Energy Bulletin benutzen wollte, protestierte Reich:

Er (Kafka) war ein Neurotiker und andere Neurotiker sammelten sich um ihn und machten ihn zu einem großen Helden. (M.R. Sharaf: “Some Remarks of Reich (1949-1952)”, Journal of Orgonomy, Vol. 8, No. 1, May 1974)

Kunst entspricht „Löchern“ in der Panzerung, ist also in jedem Fall unneurotisch. Die nervende Kakophonie der Neurotiker, der sogenannten „Künstler“, die, statt sich eine Kugel durch den Kopf zu jagen, uns ihre Alpträume ins Gesicht kotzen, trägt nur zur allgemeinen Verpanzerung bei, gebiert neue Verzweiflung; ist Niedertracht, Menschenverachtung, Emotionelle Pest und sonst nichts! Immerhin hatte Kafka die innere Größe, darum zu bitten, daß nach seinem Tod seine Manuskripte verbrannt werden – statt dessen machten sie ihn zum Helden….

Zur neurotischen Schriftstellerei siehe auch Wilhem Reich, das Schreiben, meine Neurose und ich von Jan Decker.

Der Gegenpol zu Kafka, den Erzneurotiker, bildet William Blake.

Der berühmte brasilianische Romancier Paulo Coelho veröffentlichte in TV Hören und Sehen (41/09) wöchentlich eine Kolumne. Da ich kein Schöngeist bin, habe ich das nie gelesen. Doch blieb ich an einer Überschrift hängen: „Die Weisheiten von William Blake“.

William Blake (1757-1827) wird von der Zeitschrift als „Naturmystiker und Dichtermaler“ vorgestellt. Anlaß ist ein Bild des viktorianischen Malers Sir William Blake Richmond (1842-1921), der von seinem Vater nach dessen Freund William Blake benannt worden war. Als eines der „100 Meisterwerke“ der Malerei wird von TV Hören und Sehen Richmonds Bild „Venus und Anchises“ vorgestellt:

Richmond

Hier sieht man, wie die Liebesgöttin in einen herbstlichen Wald tritt und neues Leben spendet. Sowohl Blake als auch der nach ihm benannte Maler seien im Christentum verankert gewesen, gleichzeitig ginge es ihnen aber „um den Zauber der Natur und um sinnliche Leidenschaft, die nicht im Widerstreit steht zu Gott und den Botschaften der Bibel. Für den Dichter William Blake offenbarte sich Gott sogar erst in der menschlichen Lebensfreude.“

Ähnlich könnte man auch Coehlos Weltsicht betrachten, die von der Vorstellung einer „Weltenseele“ ausgeht. Coehlo stilisiert sich jedenfalls zu einer Art „Willam Blake der Gegenwart“.

Blake war einer der seltsamsten und „fremdesten“ Menschen, die je gelebt haben. Von seinen Graphiken geht eine bezwingende Kraft aus, der man sich kaum entziehen kann. Seine Gedichte wirken, als wären sie von Wilhelm Reich inspiriert. Gewisserweise ist Blake Teil der Orgonomie.

In seiner Einführung in die Orgonometrie Before the Beginning of Time meint Jacob Meyerowitz, daß Blake der einzige Künstler gewesen sei, den man mit Fug und Recht als „genitalen Charakter“ beschreiben kann. Dies erkläre, warum uns, die wir gepanzert sind, sein Werk so fremdartig, geradezu „außerirdisch“ erscheine.

Coehlo schreibt, daß Blake von den Intellekuellen seiner Zeit nicht nur seine angebliche „Exzentrik“ und „Naivität“, sondern auch „Mystizismus“ vorgeworfen worden sei. Tatsächlich wirken Blakes Werke auf den ersten Blick „mystisch“ und „verschroben“, doch offensichtlich war das seine einzige Möglichkeit, mit seinem Gefühlsleben umzugehen, das so radikal anders war als das seiner gepanzerten Umgebung.

Tatsächlich ist es manchmal schwer zu sagen, ob man es mit Mystizismus (durch die Panzerung verzerrter Kontakt zum Kern) oder mit einem genuinen Kontakt mit dem bioenergetischen Kern zu tun hat. Das betrifft auch Coelho selbst:

Am 15.8.03 berichtete das ZDF-Kulturmagazin Aspekte über das damals erschienene Buch Elf Minuten (die durchschnittliche Dauer des Geschlechtsakts) von Paulo Coelho. Es geht ohne „aufklärerischen“ Sozialkitsch um die Geschichte einer jungen Prostituierten, die nach der „Sprache des Körpers“ auch die „Sprache der Seele“ kennenlernt und so erfährt, was Erotik und Liebe wirklich ist.

Doch leider versteigt sich „der weltberühmte katholische Kulturalchimist“ gegenüber Aspekte:

Sexuelle Ekstase ist dasselbe wie mystische Ekstase. Wenn man Bücher von Mystikern liest wie der heiligen Theresia von Avila oder dem heiligen Johannes, die zu beschreiben versuchen, was religiöse Ekstase ist, dann liest man: „Ich verliere das Gefühl für diese Welt“ – und dasselbe geschieht beim Sex. Beim Orgasmus, wenn man in Ekstase gerät, verliert man sich, nimmt nichts mehr wahr, findet man aus sich heraus. Und das ist, denke ich, die heilige Erfahrung von Sex.

Reich schrieb, „daß das religiöse Empfinden gehemmter Sexualität entspringt, daß in gehemmter Sexualerregung die Quelle der mystischen Erregung zu suchen ist“ (Hervorhebungen hinzugefügt). Und er unterstreicht:

Daraus folgt der zwingende Schluß, daß klares sexuelles Bewußtsein und natürliche Ordnung des sexuellen Lebens das Ende des mystischen Empfindens jeder Art sein muß, daß also die natürliche Geschlechtlichkeit der Todfeind der mystischen Religion ist. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 168)

Die Spaltung in der Kultur zwischen „Kafka“ und „Blake“ findet sich, wohin man schaut. Etwa, wenn Der Spiegel sich mit der Urgeschichte befaßt.

2005 berichtete Der Spiegel unter der Überschrift „Triebstau im Neandertal“ über den „Adonis von Zschernitz“ und andere Funde, die vom Sexualleben in der Frühzeit zeugen. Der Artikel liest sich, als wären wir noch im Jahre 1932, als Reich sein Buch Der Einbruch der Sexualmoral veröffentlichte. Ganz im Sinne Freuds sehen die „Tabuisten“ den Urmenschen in einem System aus Triebverzicht und Enthaltsamkeit mit einem streng reglementierten Fruchtbarkeitskult gefangen, in dem das geschlechtliche Verlangen sublimiert und zu ritueller Kunst umgeformt wird. Die Soziobiologen glauben hingegen, der haltlose Frühmensch habe dem genetischen Diktat folgend der Promiskuität gefrönt.

Von sexualökonomischen Überlegungen findet sich keine Spur. Stattdessen… – die Sprache des modern liberal: „Pornofiguren“, „Erotiktempel“, „Bewegung in der Sexfront“, „Reizwäsche aus der Bronzezeit“, es „wird gerammelt und geschleckt“, „Dildos“, „SM-Sklavin“, „Kloschmierereien“, „trunkene Orgie“, „Erotikriten“, „Eros-Center“.

Nach all dem gesellschaftlichen und wissenschaftlichen „Fortschritt“ der letzten Jahrzehnte sind Reich-Titel wie Der triebhafte Charakter, Die Funktion des Orgasmus und Geschlechtsreife, Enthaltsamkeit, Ehemoral aktueller als in den 1920er Jahren!

Immerhin schlägt der Bericht im Spiegel über die „Venus vom Hohle Fels“ einen anderen Ton an. Einen, bei dem man sich wohl fühlt. Die Statuette sei „– drall und erotisch (…), was wie ein Symbol für Wonne und Wohlleben, sattes Glück und sicheres Gebären scheint“.

Es gibt einen Unterschied zwischen Kultur, die in Einklang mit der Natur ist, und der entarteten Unkultur!

Susanne Wind

21. Januar 2012

Als ich 12 war, habe ich angefangen mich für moderne Malerei zu begeistern und selbst mit einer unglaublich prätentiösen, frühreifen „Avantgarde-Malerei“ angefangen. Wenn ich mir das Zeugs heute angucke: ich habe null Talent zum Zeichen und Malen… In den folgenden Jahrzehnten wurde ich immer zynischer was jene moderne Malerei betrifft, die mich einst so begeistert hatte. „Würde all das Zeugs in Flammen aufgehen, hätte die Menschheit keinerlei kulturellen Verlust zu verzeichnen.“ Ich kokettiere gerne mit der erzreaktionären Haltung, die Ephraim Kishon hinsichtlich der modernen Malerei an den Tag gelegt hat, die er durchweg für Betrug hielt.

Die „offizielle“, vom Feuilleton gefeierte, moderne Kunst funktioniert lediglich über den Kopf. Beispielsweise kann man die berühmten „Fettflecken“ von Joseph Beuys nur als Kunst erfassen, wenn man sie als „Kommentar“ sieht zu bestimmten Bildern der Kunstgeschichte, der Geschichte Deutschlands und der persönlichen Geschichte des Künstlers. Kunst für Intellektuelle, die sich gerne reden hören!

Und dann gibt es wirkliche Kunst. Sie funktioniert, weil sie einen unabhängig vom Kontext bewegt und/oder zur Erstrahlung bringt. Man spürt die Bewegung und die Präsenz (Erstrahlung) der kosmischen Orgonenergie. In diesem Sinne ist diese und nur diese Kunst auch „politisch“: sie regt die gesunden (ungepanzerten) Anteile in uns an und ruft uns auf sich gegen den Irrsinn, der uns umgibt, zur Wehr zu setzen.

Eine solche Künstlerin ist Susanne Wind aus Hamburg: http://www.susannewind.de.

Wie kein anderer Maler hat sie auf Leinwand gebannt, wie sich die Natur in der Umgebung Hamburgs anfühlt. Sie versucht die Umgebung mit den unverstellten Augen und unverpanzerten Gefühlen eines Kindes wahrzunehmen. Ihre Bilder sind voll blauem „Orgonwind“ und voll blauer „Orgonerstrahlung“ – oder mit einem anderen Wort: voll orgonotischem Kontakt.

Susanne Wind:

In meinen Arbeiten widme ich mich der einzelnen Blume, dem Grashalm, dem Wind, dem Licht… Ich widme mich diesen kleinen und großen Dingen der Natur aus der Überzeugung heraus, daß mit Hilfe dieser schönen und lebendigen Dinge, Zerstörung oder geistige Leere überwunden werden kann.

Die Natur bietet einen gewaltigen Schatz an Ruhe und Gelassenheit. Die Verbindung mit der Natur ist eine Quelle der Kraft. Diese Eigenschaften der Natur zu erleben und dabei in ihrem Wesen sichtbar zu machen ist meine künstlerische Intention. Die Malerei ist mir das geeignete Medium dafür. Sie erlaubt mir das real Gesehene mit dem inneren Erleben zu verbinden.