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Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 3)

11. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 1: ERSTRAHLUNG (Fortführung)

Während des Oranur-Experiments, bei dem das Orgon durch geringe Mengen von Radium und radioaktivem Phosphor gereizt wurde, wurde eine weitere Form entdeckt, die das Orgon unter extremer Reizung annimmt. Zu den vielen störenden Effekten des Oranur-Experiments gehörte der visuelle Eindruck von roten Lichtflecken in Gegenwart von stark irritiertem Orgon. Dies war so unverkennbar und trat so regelmäßig auf, daß die rötliche Erstrahlung als ein Warnzeichen während des gesamten Versuchs betrachtet wurde und eines der Signale war für die sofortige Evakuierung aller Gebäude, in denen die Akkumulation von Orgon sehr stark war.

Die Existenz dieser Art von Reaktion kann dazu beitragen, die vielen Berichte über Irritationen des Sehnervs, die sich in den Akten über Fliegende Untertassen finden, zu erklären. Das Folgende ist typisch.

Die Zeitschrift CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION (veröffentlicht 1954) berichtet, daß im Jahr 1949 ein Hochschulabsolvent, der eine Untertasse sah, aussagte: „Das Licht, das von den Fenstern kommt, würde ich als ein bläuliches Weiß beschreiben, ähnlich der Farbe eines Schweißlichtes. Nachdem das Ding verschwunden war, wurde mir gewahr, daß es vor meinen Augen rötlich schimmerte, als hätte ich auf eine Glühbirne gestarrt. Wenn das Licht wie beim Schweißen gewesen wäre, glaube ich, daß die Zeit, die ich darauf blickte, meine Augen ruiniert hätte.“

Welche Schlußfolgerungen, wenn überhaupt, können aus diesen sehr relevanten „Licht“ -Eigenschaften des Orgons gezogen werden. Reich war sehr beeindruckt von der Ähnlichkeit zwischen dem, was er in seiner Vakuumröhre beobachtete, und dem Vorgang der Dämmerung. Es ist bekannt, daß die Erde eine Orgonhülle hat, und die Annahme schien schlüssig zu sein, daß es nicht das Licht selbst ist, das von der Sonne kommt, sondern eine nichtleuchtende Erregung, die die Orgonhülle in Erstrahlung „versetzt“. Licht selbst würde dann als lokale Funktion der Erstrahlung und Anregung von Orgon verstanden werden. Unterschiede in der Erstrahlung würden dann Unterschiede in der Intensität der Erregung, verschiedene Grade orgonotischer Ladung widerspiegeln.

Es nur folgerichtig, daß die Erstrahlung der Fliegenden Untertassen mit ihrer Bewegung zusammenhängt und daß verschiedene Bewegungsformen unterschiedliche Ladungszustände sowohl im Objekt selbst als auch im Orgon der umgebenden Atmosphäre beinhalten.

Meine Erläuterungen zur Erstrahlung würde ich gerne abschließen mit einer Beschreibung des Lichts, das von einer Fliegenden Untertasse ausgeht. Es weist sehr stark darauf hin, daß die Erstrahlung jene weiche, lebendige Qualität hat, die wir mit dem Tageslicht verbinden und die Reich in seinen Vakuumröhren fand.

Eine Frau in Tucson, Arizona (August 1950) hatte folgendes zu sagen: „Das Licht war hell, aber nicht mit der harten Brillanz eines gewöhnlichen elektrischen Lichts. Es schien von der Oberseite und den Seiten in einem weicheren, glühenden Licht zu kommen. Während es sich von uns entfernte und über den Berg schwebte, sah es aus wie ein sanft glühender Ball“ (aus: CIVILIAN SAUCER INVESTIGATION, Vol. 4).

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

 

Die Erstrahlung der atmosphärischen Orgonenergie

27. Juni 2017

Die atmosphärische Orgonenergie kann man unmittelbar an ihrer „flirrenden“ Bewegung erkennen, die sich tagsüber in den „Hitzewellen“ zeigt und nachts im Flackern der Sterne und der „schlechten Sicht“, die Astronomen dazu bringt ihre Teleskope auf hohe Berge zu stellen oder sie gar auf Satteliten außerhalb der Erdatmosphäre zu installieren. Hinzu kommt die Erstrahlung, d.h. das Tageslicht (dessen spezifische Farbe Reich als „Orgonit“ bezeichnet hat) und das „Orgonblau“ des Firmaments.

Auf dem Photo hier sieht man die Starke Erstrahlung am äußeren Rand der irdischen Orgonenergie-Hülle. Dieses Leuchten ist ständig vorhanden und wird unter bestimmten atmosphärischen Verhältnissen derartig stark, daß man es vom Erdboden aus sehen und ähnlich wie bei Vollmond nachts im Freien die Zeitung lesen kann. In derartigen sehr seltenen Fällen kann es, neben der atmosphärischen Bewegung (Flimmern), übrigens ebenfalls astronomische Beobachtungen behindern.

harmanerregung - Kopie

Das Orgon und die Kunst (Teil 2)

18. April 2015

1949 veröffentlichte Reichs Schüler Alexander Lowen im Orgone Energy Bulletin einen hervorragenden Artikel über „The Impressionists and Orgone Energy“. Reich habe ihn darauf hingewiesen, daß man anhand der Bilder von Van Gogh ersehen kann, daß dieser die pulsierende Orgonenergie in der Atmosphäre wahrgenommen hat.

Lowen versucht dies, neben Van Gogh, auch bei Monet, Cézanne, Seurat und Gauguin aufzuzeigen.

Monet hat durch seine Malerei als erster den Raum in seiner Tiefe („Dreidimensionalität“) gezeigt: nicht nur als bloßes Koordinatensystem, sondern als eine „vibrierende Realität“.

Cézanne hat das Orgonenergie-Feld um alle Objekte wahrgenommen und in seinen Bildern festgehalten.

Seurat hat in seinem „Pointilismus“ die „Orgonenergie-Teilchen“ dargestellt, die man mit dem bloßen Auge wahrnehmen kann, wenn man „ins (vermeintlich) Leere“ blickt.

Gauguin hat nicht den Raum zum Thema seiner Bilder gemacht, sondern die lebensspende Erde mit ihren Orgonenergie-Bläschen (Bione).

Lowens Arbeit ist hier natürlich arg verkürzt widergegeben.

Reich selbst hat nach dem ORANUR-Experiment zur Entspannung mit dem Malen angefangen. Seine damalige Frau Ilse Ollendorff erinnerten seine Bilder stark an den expressionistischen Maler Munch.

[Reich] malte ganz wild, zehn Bilder in zwei Wochen, große Ölbilder. Er setzte die Malerei fort, wenn immer er auf Orgonon war. Seine Bilder haben einen ganz bestimmten Charakter, mit starken leuchtenden Farben, und ich finde sie faszinierend nicht als große Kunstwerke, sondern als kennzeichnende Ausdrücke seines Wesens. (…) Reich war besonders gefesselt von dem Problem, daß man nicht wirklich imstande ist, alle Farben und das Licht um uns herum genau wiederzugeben. Das auf den Blättern, auf dem Wasser, in den Wolken und auf den Blumen reflektierte Sonnenlicht erregte sein besonderes Interesse, ebenso der Widerschein der Flammen eines Feuers. Er malte die Themen immer wieder von neuem. In einem Brief an Neill im Juni 1951 schrieb er: „(…) [Malen] lehrt mich viel über unsere elenden Fehlschläge, die Natur wirklich so zu sehen, wie sie ist. Es ist unglaublich, herauszufinden, daß man nicht weiß, wie Sonnenlicht einen Baum beleuchtet, und daß keine Farbe existiert, die genau die wirklichen Farben von Sonne und Tageslicht wiedergeben kann. (…)“ (Wilhelm Reich, München 1975, S. 141f)

Die Farbe des Tageslichts nannte Reich „Orgonit“.

Reichs Bilder sind auf der Weltseite des Wilhelm Reich Museums zu finden.

Als nächster Maler wäre Reichs Mitarbeiter und Schwiegersohn William Moise zu nennen.

Was die Bilder von William Moise (1922-1980) ausdrücken, zeigt folgende Stelle aus seinem 1970 erschienenen Buch The Taste of Color, The Touch of Love:

Wir machen keine Liebe. Wir machen keine Farbe und wir machen kein Bild. Es sollte sich anfühlen, als ob Liebe die Farbe erschaffen hätte, als ob daraufhin die Farbe Form hervorgebracht hätte, daß die Form das Gemälde erzeugte und daß schließlich das Gemälde den Künstler hervorgebracht hat. Ein Kunstwerk sollte das Gefühl zum Ausdruck bringen, daß der Künstler während seiner Erschaffung sich in es verliebt hat.

Peter Ind ist ein zeitgenössischer Maler, der explizit die atmosphärische Orgonenergie darstellen will.

Es sei auch der abstrakte Maler Kenneth Noland erwähnt, der eng mit dem American College of Orgonomy verbunden war, Lorcan Kilroy und nicht zuletzt Jabcob Meyerowitz (hier und hier).

Hat hier James Rizzi die Kreiselwelle in den Himmel gemalt?

John Ott und ORANUR

18. Februar 2014

Im folgenden präsentiere und ergänze ich Jerome Edens Besprechung des 1973 veröffentlichten Buches Health and Light (Effects of Natural and Artificial Light on Man and Other Living Things) von John Ott aus dem EDEN BULLETIN (Vol. 3, No. 3, July. 1976, S. 18).

Health and Light von Dr. John Ott gehört zu den wichtigsten Büchern, das uns seit langem untergekommen ist. Dr. Otts Forschung über die biologischen Auswirkungen der Qualität des Lichts hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Orgonomie. Durch Wilhelm Reichs Forschung wissen wir, daß die primordiale, masse-freie, prä-atomare Orgonenergie, die in der Atmosphäre normalerweise gräulich-blau ist, ihre Farbe in Abhängigkeit von ihrem Ladungszustand (Intensität) ändert. Die Qualität und Intensität der atmosphärischen und organismischen Orgonenergie sind funktionell identisch.

Ott’s Untersuchungen belegen, daß durch künstliche Farbänderungen beim Licht, sich gleichzeitig die Qualität des Lichts (der Orgonenergie) ändert. Zum Beispiel produzieren Farbglasfilter, die in das Lichtsystem eines Phasenmikroskops eingeführt werden, radikale Veränderungen in den plasmatischen Strömungen von lebenden Zellen. Die Bewegung der Zelle kann stimuliert oder unterdrückt werden oder die Zelle getötet werden, wenn unterschiedliche farbige Filter verwendet werden.

So zeigt Dr. Ott durch seine Forschungen, ohne es zu wissen, daß, ebenso wie Energiequalität funktionell identisch mit Farbe ist, Farbe selbst funktionell identisch ist mit Energiequalität!

Angefangen hat Ott mit der Zeitrafferphotographie, bei der man das unsichtbare, da viel zu langsame Wachstum von Pflanzen, verfolgen kann. „Man kann dem Gras beim Wachsen zusehen!“ Dabei sind Ott unter dem künstlichen Filmlicht, aber auch in Gewächshäusern, die beispielsweise das ultraviolette Licht abschirmen, einige Besonderheiten aufgefallen. Teilweise mußte er feststellen, daß manche Pflanzen unter unnatürlichen Lichtverhältnissen einfach nicht gedeihen wollten.

Das Buch verfolgt Dr. Otts Pionierarbeit in der Zeitrafferphotographie, die er zunächst als Hobby, später kommerziell in Verbindung mit Walt Disney‘s Motion Pictures betrieb. Ott bemerkte, daß die Einführung verschiedener Arten von künstlichem photographischem Licht das Wachstum, die Entwicklung und das Verhalten von Pflanzen und Tieren beeinflußt. Unter verschiedenen Arten von Kunstlicht (Glühlampen und Leuchtstofflampen) konnten sich Pflanzen und Tiere nicht natürlich entwickeln.

Das fiel Ott das erste Mal auf, als er für einen Wald Disney-Film die Entwicklung einer Kürbispflanze vom sprießenden Keimling bis zum Kürbis aufnehmen sollte. Unter Kunstlicht wollte sich die Frucht einfach nicht bilden bzw. erst, als er Neonröhren benutzte, die weitgehend dem Tageslicht entsprechen. Das konnte Ott auch direkt unter dem Mikroskop beobachten, wenn er verschiedene Farbfilter benutzte: die Bewegung der Zellorganellen wurde teilweise drastisch durch verschiedene Wellenlängen verändert. Das gilt nicht nur für pflanzliche, sondern auch für tierische Zellen. Als besonders lebenspositiv hat sich „Schwarzlicht“, also langwelliges ultraviolettes Licht erwiesen. Ott spricht in diesem Zusammenhang von „Mangelbelichtung“, die genauso verheerend wäre wie „Mangelernährung“.

Ott’s Arbeit ist sehr wichtig in Bezug auf die Gesundheit des Menschen. Der Mensch braucht eine bestimmte Menge an natürlichem Sonnenlicht (Orgonenergie), um seine Gesundheit aufrechtzuerhalten. Er lebt meistens unter Kunstlicht, abgeschirmt vom Vollspektrum-Tageslicht durch Fenster und Wände und durch das Tragen von Brillen und Sonnenbrillen, die verhindern, daß die Erstrahlung der Orgonenergie die Sehnerven erreicht (und, wir können hinzufügen, die Haut durchdringt). Entsprechend leidet die Gesundheit des Menschen.

Ott’s Forschungen an Krebsmäusen ist von besonderer Bedeutung: „Der C3H-Stamm von Mäusen, die unter rosa fluoreszierendem Licht gehalten wurden, entwickelte spontan Tumoren und starb im Durchschnitt nach 7½ Monaten. Die Tiere unter verschiedenen Arten von Licht mit einem immer breiteren Spektrum zeigten eine Lebensverlängerung, die sich bis zu mehr als 16 Monate erstreckte. Mehr als 2 000 Mäuse wurden in diesem Experiment verbraucht.“

Das damals diskutierte Phänomen des „Tired Child Syndrome“ schien unmittelbar vom Fernsehkonsum abhängig zu sein. Ott hatte den Verdacht, daß weniger die psychologische Wirkung der Fernsehserien, als vielmehr die direkte Einwirkung der geringen Röntgenstrahlung, die von (hauptsächlich defekten) Apparaten ausgeht, für die Symptome verantwortlich sein könnte. Zur Überprüfung plazierte er einfach Bohnenpflanzen vor Fernseher über den gleichen täglichen Zeitraum, an dem Kinder in die Röhre starren. Jene Pflanzen, die durch Bleiplatten vor der Fernsehstrahlung geschützt wurden, entwickelten sich normal, während die exponierten Pflanzen Wachstumsschäden aufwiesen. Das gleiche Experiment wiederholte er mit Ratten: während sich die abgeschirmten Ratten normal verhielten, benahmen sich die nur durch schwarze Pappe von der Fernsehrstrahlung geschützten Ratten erratisch und aggressiv – hyperaktiv! (Die Autopsie zeigte Schädigungen des Hirngewebes!) Ott berichtet, daß hyperaktive Kinder (heute spricht man von „ADHS“) sich nach einigen Monaten normalisierten, nachdem die Fernseher aus ihren Haushalten beseitigt worden waren. Experimente mit Pflanzen zeigten Ott, daß offenbar auch Leuchtstoffröhren an ihren Kathoden geringe Mengen von biologisch schädlicher Röntgenstrahlung abgeben. Ott fand heraus, daß wenn man in Schulklassen Leuchtröhren benutzt, bei denen die Kathoden keine Röntgenstrahlung mehr abgeben, weil sie mit Bleifolie umwickelt sind, das Problem „hyperaktive Kinder“ verschwindet.

Dr. Ott‘s Forschung hinsichtlich der schädlichen Strahlenemission von Fernsehgeräten und Leuchtstoffröhren ist von besonderer Bedeutung. Die Emissionen von Fernsehern brachten die Fortpflanzung von Ratten vollständig zum erliegen. „Würfe von Ratten, die vorher durchschnittlich acht bis zwölf Junge hatten, fielen sofort auf ein oder zwei ab, und viele von ihnen haben nicht überlebt.“ (Dies geschah, wenn ein Farbfernseher in einer Entfernung von 15 Metern von einem Raum zur Tierzucht plaziert wurde.) Ott zieht die Verbindung zwischen Verhaltens- und Gesundheitsproblemen bei Schüler und längerem Fernsehkonsum. Er weist darauf hin, wie schädlich es ist, einen Fernseher hinter einer Wand zu haben, vor der eine Kinderkrippe gestellt wird, da die Strahlenemission eines Fernsehers eine Mauer leicht durchdringen kann.

Es ist bedauerlich, daß sich Dr. Ott nicht mit Wilhelm Reichs Entdeckung der Orgonenergie auseinandergesetzt hat, insbesondere mit Reichs Buch Der Krebs, da Kenntnisse über die Funktionen dieser spezifischen biologischen Energie ihm bei seiner bahnbrechenden und lebenswichtigen Forschung sehr zugute gekommen wären. Die Folgen von Ott‘s Forschung sind jedoch tiefgreifend. Man fragt sich, welche Auswirkungen verschiedenfarbige Materialien und unterschiedliches Licht auf einen Orgonenergie-Akkumulator oder DOR-Buster hätten? Und das vom Akkumulator auf den Menschen übertragen. Die Möglichkeiten sind vielversprechend. Dr. Ott gebührt großes Lob für die Eröffnung eines völlig neuen Felds für funktionelle wissenschaftliche Untersuchungen.

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