Archive for Januar 2015

„Freudo-Marxismus“ (Teil 2)

13. Januar 2015

Wenn Marx Leute wie Stirner oder Proudhon zu seinen „kleinbürgerlichen“ Hauptfeinden erklärte, erklärte er damit „funktionell gesehen“ auch Reich zu seinem Hauptfeind. Mit Stirner habe ich mich bereits befaßt.

Stirner hatte bei der Kritik der idealistischen Philosophie, insbesondere Hegel, angesetzt: Es gehe nicht abstrakt um „den Menschen“, sondern jeweils um mich. Ich sei kein Abstraktum, sondern die unmittelbare, nicht weiter reduzierbare Realität, die sich nicht von inkorporierten Hirngespinsten (Freuds „Über-Ich“) definieren und unterdrücken lassen sollte. Würden solche sozusagen „realistischen“ Individuen in Freiwilligen Vereinen zusammenfinden, würde die Welt von der Realität und nicht mehr vom Irrsinn bestimmt (Reichs „Arbeitsdemokratie“).

Marx hatte auf diese, um mit Reich zu reden, „umwälzende Kritik sämtlicher moraltheoretischer Systeme“ keine Antwort. Ähnlich wie Freud, der die Konsequenz seiner eigenen Theorie damit abwehrte, daß er das Über-Ich kurzschlußartig in der Biologie verankerte, benutzte auch Marx einen üblen Taschenspielertrick: Er behauptet, daß Stirner ein Idealist sei, da er nicht den „wirklich tätigen Menschen“ im Blick habe, der in bestimmte Produktionsverhältnisse eingebunden sei. Das Sein bestimme das Bewußtsein! Reich mußte sich mit diesem kurzschlußartigen Soziologismus in der Massenpsychologie des Faschismus abquälen.

Die Antwort sowohl auf Freud als auch auf Marx ist Reichs Konzept des „Charakters“, mit dem er zeigt, wie konkret das Über-Ich in der Biologie verankert ist und daß diese Verankerung auf ganz bestimmten soziologischen Mechanismen beruht. (Elsworth F. Baker und Charles Konia haben das dann später weiter ausgerollt.)

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Proudhon trat gegen den ökonomistischen Marxismus auf. Proudhon vertrat eine Art von „Sozialpsychologie“, Selbstbestimmung, Antipolitik und die Arbeitsdemokratie. Proudhon:

Indem die Tätigkeitssphäre jedes Bürgers durch die natürliche Teilung der Arbeit und durch die Wahl des Berufes bestimmt ist, indem die sozialen Funktionen in einer solchen Verbindung zueinander stehen, daß sie eine harmonische Wirkung hervorbringen, entsteht die Ordnung aus der freien Tätigkeit aller; es gibt keine Regierung.

Dagegen ist „Zentralisation“ einer der wichtigsten Begriffe im Kommunistischen Manifest, wo von der Zentralisation der „vielen Lokalkämpfe zu einem nationalen, zu einem Klassenkampf“ die Rede ist, gefolgt von der Zentralisation der Instrumente der Produktion.

Bereits 1846 warnte Proudhon „den Bandwurm des Sozialismus“, d.h. Marx, sich nicht zum „Führer einer neuen Intoleranz“, zum „Apostel einer neuen Religion“ zu machen, der mit „Exkommunikationen“ und „Bannflüchen“ operiere.

Reich hat Marx vollständig fehlbeurteilt, z.B. in Rede an den Kleinen Mann erwähnt Reich Marx 5 mal, dabei 3 mal in Verbindung mit Jesus (der von Reich 7 mal erwähnt wird). Reich nennt Marx „einen wahrhaft großen Mann“ (S. 19), jemand der, im Gegensatz zum Kleinen Mann, „den Preis für echte Freiheit zahlt“ (S. 22). In Christusmord versteigt sich Reich gar zu dem Satz:

In die heutige Zeit übertragen ist Stalin im Verhältnis zu Marx das, was Paulus in bezug auf Christus war.

In Menschen im Staat weist er darauf hin, daß die Emotionelle Pest von den Parteipolitikern in den Marxismus getragen wurde, indem sie die ökonomischen Begriffe wie „Kapitalist“ oder „Mehrwert“ mit Haßgefühlen besetzten, um so „die Massen“ emotional aufzustacheln.

Dazu eine Erinnerung des Zeitzeugen Carl Schurz an Marx:

Ich erinnere mich noch wohl des schneidend höhnischen, ich möchte sagen, des ausspuckenden Tones, mit welcher er das Wort „Bourgeois“ aussprach; und als „Bourgeois“, das heißt, als ein unverkennbares Beispiel einer tiefen geistlichen und sittlichen Versumpfung, denunzierte er jeden, der seinen Meinungen zu wiedersprechen wagte.

Proudhon hatte bereits die Gegenwahrheit zum Freiheitsstreben des Menschen erkannt, – daß

jeder in der Menschheit zu verwirklichende Fortschritt (…) zum Hauptgegner in der Philosophie diejenigen [hat], deren Aufklärung er zum Zweck [hat]; in der Freiheit diejenigen, deren Emanzipation er zum Gegenstand hat; in der sozialen Ökonomie diejenigen, die er zu bereichern sich vornimmt.

Proudhon hat sogar dieselbe Lösung der Problems wie Reich gefunden: die Praxis verantwortlicher Freiheit, „d.h. die Schaffung von möglichst vielen und gegenseitigen Beziehungen (Mutualismus)“ (P.J. Proudhon: Bekenntnisse eines Revolutionärs, rororo 1969).

Ja, aber war nicht Proudhon ein schlimmer Antisemit? Diese Art von Fragen stellen Marxisten stets, wenn es darum geht, andere Propheten der sozialistischen Bewegung abzuwerten. Aber schauen wir uns doch einmal Marx selbst an:

Dazu ein Zitat aus Marxens Schrift Zur Judenfrage, die er im Herbst 1843 schrieb:

Die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom Judentum. (…) Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld. Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum [= Kapitalismus] wäre die Selbstemanzipation unserer Zeit.

Daß Marx dies genau so meinte, wie es hier steht, wird aus einem 13 Jahre später veröffentlichten Artikel deutlich, den er für The New York Tribune schrieb, damals die größte Zeitung der Welt. Marx:

Wir wissen, daß hinter jedem Tyrannen ein Jude steht, wie hinter jedem Papst ein Jesuit. Wie das Heer der Jesuiten jeden freien Gedanken tötet, würde der Wunsch der Unterdrückten Erfolgsaussichten haben; die Nützlichkeit von Kriegen, angestiftet von Kapitalisten, würde enden, wenn sie nicht für die Juden sein würden, welche die Reichtümer der Menschheit stehlen. Kein Wunder, daß vor 1856 Jahren Jesus die Wucherer aus dem Tempel Jerusalems gejagt hat. Sie waren die zeitgenössischen Wucherer, die hinter Tyrannen und Tyranneien stehen. Die Mehrheit von ihnen ist jüdisch. Die Tatsache, daß die Juden so stark geworden sind, das Leben der Welt in Gefahr zu bringen, veranlaßt uns, ihre Organisation und ihr Ziel zu enthüllen, damit ihr Gestank die Arbeiter der Welt zu Kampf aufrütteln möge, um solch ein Übel auszulöschen.

Man lese dazu Reichs Ausführungen über Julius Streicher und die Verbindung zwischen Antisemitismus (heute Marxistischer „Antizionismus“) und Antikapitalismus in Menschen im Staat:

Der Jude wird im allgemeinen, besonders unter dem Druck so konsequenter Propaganda wie der des Banditen Streicher, als „Schächtjude“ erlebt, also als ein Mensch mit einem langen Messer, der christliche und deutsche Kinder zum Pessachfest abschlachtet. Da er kleine Kinder am Glied beschneidet, untermauert sich die Angst vor ihm durch die uralte Kastrationsangst, die in allen sitzt. Solche Dinge tut nur ein Wesen, das selbst alle Lust, speziell Sexuallust für sich rauben will. Der Jude nimmt also dem Arier die Mädchen weg, nachdem er die Männer kastriert hat. Der Jude nimmt immer etwas weg. Da er zudem das Unglück hat, durch frühere Judenverfolgungen dem Handel zu frönen, raubt er Geld. Nur ein Schritt noch, und er ist der Inbegriff des „Kapitalisten“ geworden. So kann sich unter geschicktester Ausnützung der Sexualangst vor dem Schächtjuden der gesamte Gefühlshaß der Massenmenschen gegen den Geldwucherer, mit anderen Worten, den „Kapitalisten“, auf den Juden verlagern. Der Jude zieht somit sowohl den sozialistischen Kapitalistenhaß wie die erworbene Sexualangst auf sich.

Hier hat Reich unbewußt eine orgonomische Analyse auch des Marxismus geliefert! Er ist ein Wahnsystem, in dem das Kapital aus einem nicht weiter ableitbaren Trieb heraus („Habgier“, „Judentum“) die lebendige Arbeit zerstückelt („Entfremdung“, „Arbeitsteilung“) und wie ein unersättlicher Vampir aus der Arbeitskraft heraussaugt. Um dieser Blutschande ein Ende zu setzen, müsse der Markt zerstört, also das gesellschaftliche Leben stranguliert und das „jüdische“ Geld („Energie“, „Blut“) abgeschafft werden.

Der faschistische Mythos, der sich in der Marxistischen „Kritik der politischen Ökonomie“ verbirgt, tritt besonders klar zutage, wenn „Reichianer“ hinter dem äußeren „dialektischen Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital“ einen inneren „dialektischen Widerspruch zwischen lebendiger und erstarrter Triebenergie“ wahrzunehmen vermeinen. Es ist prinzipiell der gleiche Wahn, der in „den Juden“ den geldaussaugenden Vampir „erkennt“. Marx‘ „Denken“ ist eine Pest!

Medizinische Orgontherapie (Teil 1)

11. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Howard J. Chavis: Medizinische Orgontherapie (Teil 1)

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Die biologische, psychologische und soziologische Struktur des Menschen (Teil 1)

8. Januar 2015

Für Reich ist das Tier, einschließlich des Menschentiers, ein Produkt der fließenden Lebensenergie. Dieser Strom determiniert Gestalt und Funktion. Dazu die beiden folgenden Skizzen nach Reich:

Daß beide Systeme zusammengehören, funktionell identisch sind, ist daran ersichtlich, daß der Parasympathikus „hin zur Welt“ oben und unten von der Wirbelsäule ausgeht, der Sympathikus jedoch „weg von der Welt“ von der Mitte der Wirbelsäule.

Hingegen betrachtet Hans Hass, und mit ihm die gängige Biologie, das Tier als „ein sich fortbewegender Darm“, alles andere sei nur sekundäre Ermöglichung dieser einen Funktion des Stoff- und Energieerwerbs (Naturphilosophische Schriften, Bd. 2, München 1987). Hierzu wäre aus orgonomischer Sicht zu sagen, daß der Kalorien-Bedarf eines Lebewesens eine Funktion des Orgonenergie-Metabolismus ist. Der eine hält Diät und wird trotzdem immer fetter, während der andere trotz Völlerei doch schlank bleibt. Es scheint hier also im Organismus ein „dritter Faktor“ zwischen Kalorienerwerb und -nutzung geschaltet zu sein.

Dieser Faktor, die biologische Orgonenergie, wird allgemeinhin „das Seelische“ genannt. Für den Mechanisten sei es jedoch, so Reich in Massenpsychologie des Faschismus, „nur nebelhafte, mystische Gegebenheit oder zum besten eine Sekretion des Gehirns.“ Demgemäß ist das Seelische für den Mechanisten „nicht mehr als der Kot, der ein Exkret des Darms ist.“

Betrachten wir den Darm aus orgonomischer Sicht: Die Orgonomie ging zu einem Gutteil aus Freuds Psychoanalyse hervor. Diese leitete sich wiederum aus der (Lamarckistisch modifizierten) Darwinistischen Abstammungslehre und der Embryologie her. Hier postulierte, neben Wilhelm Ostwald, der größte Monist, Ernst Haeckel, daß sich die Phylo- in der Ontogenese wiederholt. Ein Phänomen, das sehr schön von Hass beschrieben wird (Naturphilosophische Schriften, Bd. 1). Freud glaubte, die Phylo- und Ontogenese würde sich in der psychosexuellen Entwicklung des Kindes fortsetzen.

Es gibt in der psychosexuellen Entwicklung fünf Entwicklungsstufen, wobei in der gesunden Entwicklung aber nur die zweite und fünfte libidinös besetzt sind. Siehe dazu auch meine Ausführungen in Biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.

1. Die erste Stufe in der phylogenetischen Entwicklung der Metazoen wird durch die mikroskopisch kleine Gitterkugel Volvox repräsentiert. In der Ontogenese entspricht dies der „Blastula“, einer mit Flüssigkeit gefüllten aus Zellen gebildeten Hohlkugel.

Dies entspricht funktionell dem, aufgrund von Reichs Schizophrenie-Forschung von seinem Schüler Elsworth F. Baker postulierten, „okularen Stadium“ der Entwicklung der Libido.

2. Durch Einstülpung dieser Hohlkugel entwickeln sich der „Urdarm“ und der „Urmund“. In der fötalen Entwicklung nennt man diese Stufe „Gastrula“. Freud brachte diese Entwicklungsstufe mit dem „oralen Stadium“ der Libido in Verbindung.

Reich hat, im Anschluß an Freud, entdeckt, daß analog zum Genital beim Erwachsenen der Mund beim Baby einen (oralen) Orgasmus auslösen kann. Phylogenetisch entspricht die orale Stufe den Hohltieren, z.B. den Quallen. Vielleicht macht dies verständlich, warum es einen „oralen Orgasmus“ (beim Säugling während des Stillens) überhaupt gibt. Hat doch Reich in seinem Aufsatz über „Die Ausdruckssprache des Lebendigen“ dargelegt, daß die Ausdrucksbewegung im Orgasmusreflex funktionell identisch mit der einer schwimmenden Qualle ist. Sie entspräche bei uns einer „aktuellen Mobilisierung einer biologischen Bewegungsform, die bis zum Quallenstadium zurückgeht“ (Charakteranalyse).

Der britische Psychologe Maurice Yaffe hat in den 1970er Jahren eine funktionelle Identität zwischen oralem und genitalem Funktionieren, eine enge Wechselbeziehung zwischen Tisch und Bett entdeckt. Wer sein Essen achtlos hinunterschlingt, ist höchstwahrscheinlich ein ausgemachter Sex-Muffel. Wer sich dem Menü jedoch hingebungsvoll und genüßlich widmet, verhält sich wahrscheinlich auch in der Liebe ähnlich. Yaffe stellte fest, daß Männer, für die das Essen nur eine Kalorienquelle ist, oft sexuell frustrierte Frauen hatten. Schnellesser litten entweder unter Ejaculatio praecox oder hätten entweder noch nie in den Armen einer Frau gelegen, machten sich nichts aus der Liebe oder versuchten ihren Mangel an Sex durch vermehrte Nahrungsaufnahme zu kompensieren.

3. Nach der Ausbildung des Urmundes verzweigte sich die Evolution wie folgt:

Bei den Vordermündern bildete sich am hinteren Ende des Urdarmes eine Afteröffnung aus. Hier blieb der Urmund der Mund des Tieres. Bei den Zweitmündern, zu denen auch wir gehören, war die Entwicklung genau umgekehrt: der Urmund wurde zum After, während sich am Ende des Darmes ein neuer Mund ausbildete. Beispiele sind die Seesterne und Seeigel. Die phylo- und ontogenetische Umbildung des Mundes zum After ist nach Freud das „biologische Vorbild“ der libidinösen Entwicklung von der oralen auf die anale Stufe (Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie).

Hans Hass weist darauf hin, daß sich die Ekelreaktion, ähnlich einem Organ oder einer Fähigkeit, nur langsam entwickelt. Vielleicht hat das Ausbleiben einer solchen Reaktion, die sich bei jedem höheren Tier findet, beim Säugling dazu geführt, daß viele glauben, das After und seine Produkte würden dem (gesunden) Kind sexuelle Lust schenken. Demgegenüber hat Baker in Der Mensch in der Falle ganz klar geschrieben:

Das orale Stadium ist die einzige natürliche prägenitale Libidostufe. Die anderen sind Kunstprodukte unserer Kultur. Das Genitale ist, wie wir wissen, in der Phylogenese aus dem distalen Ende des Ernährungstraktes, der Kloake, entwickelt worden. Eine erogene Zone wird dadurch wichtig, daß sie in der Entwicklung ganz oder teilweise in bezug auf die erotische Erregung an die Stelle des Genitales treten kann. Die orale Zone tut dies normalerweise im Säuglingsalter. Die anderen tun es nur, wenn Blockierungen vorhanden sind.

4. Mit der „Kloake“, der funktionellen Einheit von After und Genitalapparat, ist phylogenetisch die phallische Organisationsstufe erreicht, aus der sich dann das Genital herausdifferenziert. „Biologisches Vorbild“ dieses Libidostadiums beim Menschen ist nach Freud „die indifferente für beide Geschlechter gleichartige Genitalanlage des Embryos.“ In der Evolution erstreckte sich dieser Zustand von den Urfischen bis zu den primitiven Säugern.

5. In den 1930er Jahren beobachtete Reich unter dem Mikroskop bei Einzellern ähnliche Vorgänge wie bei seinen Patienten (Orgasmusformel und -reflex). Diese Prozesse umfaßten jeweils den gesamten Organismus in seiner Totalität. Bei den Tieren, die zwischen den Einzellern und den höheren Säugern stehen, wird man (außer vielleicht bei Quallen und ähnlichen Tieren) jedoch kaum eine den ganzen Organismus umfassende orgastische Konvulsion („orgastische Potenz“) finden. Dort scheint sie sich immer nur auf Teilbereiche des Organismus zu erstrecken. Dementsprechend kann man die phylogenetische, ontogenetische und libidinöse Entwicklung als Koordination der orgastischen Funktion, als Weg zu ihrer Wiederherstellung betrachten. Der gepanzerte Mensch hat diesen Weg wieder verlassen.

Die genitale Stufe, die mit 5 erreicht ist, ist funktionell identisch mit der Herausbildung des Bewußtseins: in uns ist die Orgonenergie erwacht. Dazu hat Reich 1944 in Orgonotic Pulsation das folgende geschrieben:

Während der ersten paar Monate des postnatalen Lebens kann man beobachten, wie die Organfunktionen (Bewegungen der Augen, Arme, Beine; das Zugreifen, aufrecht Sitzen, etc.) miteinander koordiniert werden, während andererseits die Lust-, Angst- und Wutreaktionen auch detaillierter, koordinierter und einheitlicher werden. Dann folgt Schritt auf Schritt der Kontakt zwischen der Bewegung der Organe und ihrer Wahrnehmung, der Reaktionen der Organe auf die Wahrnehmung und die Reaktion der Wahrnehmung auf die Bewegung der Organe. Mit der Koordination der individuellen, bis jetzt zwecklosen Bewegungen in zweckgerichtete und ganzheitliche Körperbewegungen; mit der Koordination der individuellen Empfindungen in die Wahrnehmung des ganzen Körpers; und mit der Koordination des ganzheitlichen Antriebes des Körpers mit der Wahrnehmung des Körpers entwickelt sich allmählich das, was wir Bewußtsein nennen.

Daß nur der Mensch die Genitalität und ein Bewußtsein voll ausgebildet hat, erklärt im übrigen auch, warum der Mensch als einziges Energon neben seinem „Berufskörper“ (der der Energiegewinnung dient) auch einen „Luxuskörper“ (der der lustvollen Energieabgabe dient) ausgebildet hat, um Begriffe von Hans Hass zu benutzen.

Die hier beschriebene Entwicklung hin zur Orgasmusfunktion wird in der Orgontherapie wiederholt, indem vom okularen zum Becken-Panzerungssegment, von oben nach unten alle Blockierungen der organismischen Orgonenergie aufgelöst werden, bis schließlich der ganze Körper bioenergetisch koordiniert ist. Auf diesen orgonotischen Prinzipien beruht die orgonomische Charakterologie:

  1. okulare Charaktere: Schizophrenie, Epilepsie, Voyeurismus;
  2. orale Charaktere: der infantile Charakter;
  3. anale Charaktere: passiv-feminine und Zwangsneurotiker, Masochisten;
  4. phallische Charaktere: phallisch-narzißtische, chronisch und manisch depressive Charaktere, Paranoiker;
  5. genitale Charaktere: Hysterie, der Genitale Charakter.

Diese Einteilung wird sowohl von Psychiatrie und Psychoanalyse (die ohne Reichs Charakteranalyse schwer vorstellbar wäre) als auch von allen „Reichianern“ abgelehnt, da sie nichts von der Genitalfunktion wissen wollen.

Folgerichtig, und weil „der emotionell Pestkranke (…) in Unruhe oder Wut [gerät], wenn von den Mechanismen der emotionellen Pest die Rede ist“ (Charakteranalyse), wird erstrecht die sozio-politische Charaktereinteiilung bekämpft.

Sie beruht auf Reichs Erkenntnis,

daß die verschiedenen politischen und ideologischen Gruppierungen der menschlichen Gesellschaft den Verschiedenen Schichten der menschlichen Charakterstruktur entsprechen. (Massenpsychologie des Faschismus)

Nach Reich und Elsworth F. Baker gibt es derer vier:

Näheres findet sich in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 6)

7. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Richard Schwartzman: Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 6)

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Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 5)

4. Januar 2015

DIE ZEITSCHRIFT FÜR ORGONOMIE

Richard Schwartzman: Emotionale Gesundheit: Die medizinische Orgontherapie im Vergleich zu anderen Verfahren (Teil 5)

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Für PEGIDA, wider das Ferkel!

1. Januar 2015

 

 

 

Im folgenen zitiere ich aus den Leserkommentaren zu einem Beitrag, der vor geraumer Zeit auf Politically Incorrect erschienen ist. Es ging um ein harmloses Anrempeln in einem Hamburger U-Bahnhof, das sich unvermittelt in einen Raubüberfall und einen Stich in die Lunge verwandelte.

Im gutbürgerlichen Norden Hamburgs bin ich praktisch frei von der Kulturbereicherung zu der zentral das „Messern“ gehört. Ich kaufe aber auch immer nur bei Edeka ein, kaum je bei Lidl oder Aldi. Wenn ich es doch tue, muß ich dafür bezahlen. Anfangs schrieb ich mein schlechtes Gefühl selbstkritisch irgendeiner unbewußten „Ausländerfeindlichkeit“ zu, doch, wie ich im Laufe der Zeit eingestehen mußte: es ist wirklich das „Miasma“, das diese Be-Völkerungs-Gruppe ausströmt.

Ich muß dabei an einen Krankenhausbesuch von vor einigen Jahren denken. Die Patientin, die ich besuchte, lag mit einer älteren Türkin auf dem Zimmer, die kein Wort deutsch sprach und darauf beharrte vollbekleidet und mit Kopftuch im Bett zu liegen. (Gut möglich, daß sie als mitversicherte Verwandte frisch aus Anatolien angereist war.) Meine Bekannte und ich waren im angeregten Gespräch und ich kramte in ihrem Nachttisch herum, als ich vergegenwärtigte, daß soeben weitere Besucher das Krankenzimmer betreten hatten. Ich richtete mich auf, drehte mich um und sagte „Guten Tag!“ als Antwort auf einen möglichen Gruß, den ich wohl überhört hatte, weil ich abgelenkt gewesen war. Ein halbes Dutzend Türkinnen in unförmigen Säcken gekleidet und mit Kopftüchern standen im Raum. Bei meinem Gruß traf mein Blick auf den Blick einer dieser Frauen: in meinem Leben wurde mir wohl schon einiger Haß und Verachtung entgegengebracht, aber dieses schier unglaubliche Ausmaß an mörderischem Haß und abgrundtiefer Verachtung, das mir aus diesen Augen entgegenblitzte!

Das gleiche erfahre ich auf Sparflamme und sozusagen subkutan bei Lidl oder wenn ich in den Süden Hamburgs fahre. Wie ich bereits an anderer Stelle sagte: Man macht sich zwar zum Idioten, wenn man so etwas schreibt, aber es ist die Realität jedes Deutschen. Es ist das DOR, das aus den Wüstengebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas nach Mitteleuropa übergreift und unser Leben in eine Hölle für Deutsche verwandelt.

Hier die eingangs erwähnten Streiflichter aus der Hölle aus weiblicher Sicht:

Wer kennt das nicht? Oft garniert mit so einem komischen Geschmatze, Lippenlecken und auch “Du fickificki?”. Die Krönung war mal der Satz “Wenn Frauen Nein sagen heißt das Ja!” – und schwupp war die Hand unter Pulli.
Nichts dagegen, von Männern angeschaut zu werden, aber die Art wie Moslems das bringen, ist schon irgendwie sehr speziell. Also so ein unverhohlenes Geglotze bei offenem Mund, wo nicht selten dann der Seiber runterläuft – das habe ich bisher wirklich nur aus einem bestimmten Kulturkreis kennengelernt. Da fehlt einfach so eine Komponente von Schamgefühl, es interessiert sie auch nicht, wie das auf einen wirkt, da es in ihren Augen völlig ausreicht, wenn die Frau auf SIE wirkt. Was die Frau gut oder schlecht findet spielt in deren Weltbild überhaupt keine Geige. Deswegen geben sie sich auch gar nicht erst irgendeine Mühe, attraktiv oder charmant zu sein.
Was mich immer wieder verblüfft das ist dieser komplette Mangel an Fingerspitzengefühl: egal ob es die Lautstärke betrifft, die Aufdringlichkeit, das beleidigte Getue, das Anspruchsdenken, die Kommunikation im Allgemeinen: das hat alles was extrem Narzisstisches, wie Kleinkinder, die nur an ihre eigenen Bedürfnisse denken und sich keinerlei Gedanken darüber machen, wie sich andere dabei fühlen und es ist ihnen auch völlig egal.

Oder:

Viele Freundinnen wurden von Museln angemacht, ob du da in der Disco mit deinen Bekanntinnen sitzt und ein Muselaffe kommt über die Couch gesprungen (Frankfurt Klappergasse geschehen), ob im Bus einer Freundin gegen den Hinterkopf zum Spaß geschlagen wurde, weil sie “satanisch schwarz” trägt; bei einer Verbschiedung in Bahnhofsgegend Gießen einer Freundin der Weg versperrt wird, eine flüchtige Bekannte erzählte, wie ein Musel im leeren S-Bahn-Abteil seinen Pimmelchen neben ihr auspackte oder ob einer ehemalige Freundin im Ägyptenurlaub auf der Schiffsreise von einem Bediensteten sein “Mitgliedsbeitrag” offeriert wurde. Dieser Abschaum ist das Ekelhafteste was es gibt auf der Welt. Man kann zwar in Junggesellenrunden viel Quatsch machen, auch mal Frauen falsch anmachen und über die Strenge schlagen, aber so krank wie Muselaffen sind, gibt es sonst keine Menschen.

Das solche Geschichten nicht erfunden sind, weiß jeder aus dem Alltag. Man nehme auch die Sache mit dem „satanischen Schwarz“. Welcher Deutsche weiß schon, daß im Islam der Satan schwarz ist, schwarze Tiere Dämonen sind, etc.

Es ist nicht nur der seelische Druck, die schier unerträgliche Atmosphäre, es die reale körperliche Bedrohung.

Gewissen Menschen geht man einfach aus dem Weg, wenn man nicht Opfer einer völlig unprovozierten Attacke werden will. Das ist Deutschland im Jahr 2010.

Das ist wirklich der beste Rat, so traurig es auch ist, daß uns so ein Gutteil des eigenen Landes genommen wurde.

Es lohnt sich nicht, mit Gewalt auf Gewalt zu reagieren! Mit Höflichkeit und gegebenenfalls Flucht oder gar Herausgabe von Geldbörse und Handy kann man sich so gut wie allen Auseinandersetzungen mit Türken und Arabern entziehen.

Fruchtet das nicht, muß man sich vergegenwärtigen, daß der Angreifer stets im Nachteil ist. Abgesehen von pathologischen Einzelfällen gibt es nämlich Eskalationsschritte von, beispielsweise, der aggressiven Frage nach einer Zigarette bis zum eher symbolischen Messerstich. Der Verteidiger kann und muß auf diese langsame Eskalation verzichten: ein mit maximaler Kraft ausgeführter Tritt in… Usw.usf. Jeder kennt selbst die diversen Körperstellen, an denen der menschliche Körper extrem empfindlich ist. (Hier nur ein Tipp: niemals mit der Faust zuschlagen, sondern immer mit dem Handballen, ansonsten bricht man sich mit einiger Sicherheit die Hand und ist im Zweifelsfall schwerer verletzt als der Angreifer!!)

Das habe ich schon in der Grundschule gelernt: das bodenlose Entsetzen in den Augen des Angreifers, der sich über einen vermeintlich Schwächeren hermacht, seine sadistischen Spielchen spielen will und erfahren muß, daß das „Opfer“ unvermittelt und explosionsartig „austickt“.

Aber, wie gesagt, es lohnt sich nicht! Sie treten sowieso stets in erdrückender Überzahl auf oder haben ihre Gruppe in Rufweite. Ohnehin: Lieber ein geknicktes Selbstwertgefühl oder gar ein paar Wochen im Krankenhaus als vier Jahre im Knast wegen „Notwehrexzeß“ und ein Vermögen für Schmerzensgeld ausgeben, vom schlechten Gewissen ganz zu schweigen, weil man einen Menschen zum Invaliden gemacht oder gar getötet hat. Ohnehin weiß man ganz genau, daß der Angreifer vielleicht mit sechs Monaten auf Bewährung davonkommt, während man selbst für Jahre in den Bau fährt. So funktioniert die deutsche Justiz! Sie will ausländische Straftäter in die Gesellschaft integrieren, während sie bei Deutschen „den Anfängen wehren“ will! Der Erziehungsgedanke steht im Vordergrund.

Zum Abschluß eine weitere Anmerkung aus dem Kommentarteil von Politically Incorrect:

Wenn gefordert wird Schwerverbrecher etwas angemessener zu bestrafen, hört man bloß das idiotische Mantra: “Strafe ist keine Lösung!” Komischerweise gilt das nur bei Migrantengewalt und linker Gewalt. Bei Rechtsextremen wird dagegen von allen Seiten nach unverzüglichen und harten Strafen gefordert und auch gehandelt. Das ist auch der Grund warum es so gut wie keine rechtsextreme Gewalt mehr gibt. Irgendwie scheint es doch zu funktionieren. Wie der Humorist Ephraim Kishon mal in einem Interview über das Strafrecht sagte: “Ich war in Singapur und dort wird bereits das wegwerfen von Papier auf der Straße mit hohen Geldstrafen geahndet. Und wissen sie was das seltsame Ergebnis davon ist? ES WIRFT DORT NIEMAND ETWAS WEG!”