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Diskussionsforum 2011: eine Nachlese (Teil 5)

4. Dezember 2015

Hier hatte ich 2011 ein mittlerweile gelöschtes Youtube-Video hingesetzt, daß die Pyramiden beschrieb. Ich titelte: „Die Orgontechnologie bevor sich die Menschheit abgepanzert hat.“ Jetzt kann ich allenfalls auf das verweisen: http://www.doriswolf.com/wp/?page_id=166

Wer das alles als Mystizismus abtut, ist naiv – er sollte mal Ingenieure fragen, wie sie die Pyramiden und die damaligen Steinarbeiten bewerkstelligt hätten. Manches ist erst mit heutiger Technologie realisierbar, anderes wäre unmöglich, wenn es nicht da in Ägypten stünde, als Beweis, daß es prinzipiell herstellbar ist:

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=rcKahraBiBY%5D

Das letztere Video ist vor allem auch wegen dem metrischen System von Bedeutung, dem Meter und der Sekunde. Siehe dazu Kapitel IV von Orgonometrie (Teil 1).

O. verwies auf http://www.aegyptisches-museum-berlin-verein.de/ und schrieb: Anschauen lohnt sich. Auf den Wechsel von Epochen und Herrschaftsformen wird hingewiesen und es gibt dort im Shop viele interessante Bücher.

Peter: Wilhelm Reich zur Nacht: http://a-kleiner-philosophie-blog.blogspot.com/2011/08/der-mensch-in-der-falle-wilhelm-reich.html

Peter wies auf den Orgonomen Michael Silvert hin, einen der engsten Mitarbeiter Reichs in den 1950er Jahren, und kommentierte: Persönlich war er sicherlich eine Katastrophe, beispielsweise mußte Reich ihm verbieten weibliche Patienten zu behandeln. Leute wie Baker und Herskowitz haben ihn schlichtweg gehaßt. Wyvell, zeitweise seine Geliebte, hat ihn als „Modju“ bezeichnet. Reichs therapeutische Versuche, das Unmögliche zu bewerkstelligen und einen pestilenten Charakter zu heilen, wären gescheitert und Reich an diesem Experiment zugrunde gegangen. (Es waren Silverts Aktionen, die Reich ins Gefängnis brachten!) Aurora Karrer habe den Horror gekriegt, weil Reich nach den Therapiestunden mit Silvert schlichtweg unerträglich übellaunig war. – Andererseits war Silvert der einzige Orgonom, der sich ganz und gar in die Forschung eingebracht hat. Und noch Jahrzehnte später haben Silverts (männliche!) Patienten von ihm geschwärmt. An den paar Artikeln, die er veröffentlicht hat, ist natürlich rein gar nichts auszusetzen.

Übrigens frage ich mich, was wohl mit Silverts schriftlichen Hinterlassenschaften geschehen ist!

O. ganz richtig: Wenn man noch einen Zeitzeugen findet, sollte man nicht zögern ihn zu interviewen und das am besten aufnehmen, weil man sich danach nicht mehr so erinnert. Die alten Zeitzeugen sind leider nicht mehr die jüngsten und man weiß nicht, wie lange sie noch auf der Erde bleiben …

Und Peter, der, was „oral history“ betrifft, etwas skeptisch ist: Vor allem auch die schriftlichen Hinterlassenschaften und Büchersammlungen sichern bzw. die Leute dazu drängen, sie in sichere und verantwortungsvolle Hände zu überantworten. Ich möchte nicht wissen, wieviel unersetzliches Material schon in Schreddern verschwunden ist!

O.: Michael Silvert ist auch einer der letzten Mitarbeiter gewesen und hat sicherlich Fachwissen aus erster Hand bezogen. Es wäre sicher spannend gewesen ihn kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen. Er steht neben Baker und anderen im Buch von (ich nenne es jetzt mal) „Oranur Bericht II“ in der Ehrengalerie. Reich wird einiges von ihm gehalten haben. Für den Mist (Orac über die Staatsgrenze), den er gemacht hat, hat er sich das Leben genommen, wenn ich mich richtig entsinne. Von daher find ich, hat er Charakter bewiesen, den so einige ja nicht haben. Ferner hat er auch den Mut gehabt, jenes Material [ORUR von Maine nach Arizona] zu fliegen, dessen Eigenschaften nicht erforscht waren.

Peter damals im September 2011: Vor wenigen Wochen ist ein wichtiger Mitarbeiter von Reich und Silvert gestorben: Tom Mangravite.

http://www.thevillager.com/villager_437/thomasmangravite.html

O. berichtete 2011 über die Berliner Szene:

Bei dem Aufwand, der insbesondere auch vor 15 Jahren betrieben wurde, das UFO-Thema unseriös zu behandeln, d.h. die Existenz möglichst mystisch und unprofessionell zu bejahen, gab es als solche eine „yes they exist“ Verschwörung, die die offizielle US Militär „no they never exist“ Verschwörung ablöste.
In der Berliner Szene hielt man das Werk von R. (Contact…) für obskur. Es existierte ca. 1989 eine unansehnliche Kopie in einem Ordner, an das man nur schwer herankam, weil es eigentlich keinen interessierte. Nun, es wurde darüber auch nicht geredet. Als es dann übersetzt werden sollte, hatte man 1995 keinen, der das schon mal gelesen hatte. Im Museum war das Buch eine Ladenhüter, so daß man noch eines von 1.000 Expl. 1995 bekommen konnte für 120 US Dollar. Es ist überflüssig zu sagen, daß es auch keiner für 30 DM gewollt hätte.

O. weiter: Offensichtlich hat sich die WRG gar nicht dafür (für die Herausgabe von Reichs Büchern) interessiert, aber sie wollten die ersten (und einzigen) wohl sein, die es offiziell herausgeben über den zweinullnulleins, ohne Geld dafür auszugeben und sicherlich haben sie dafür vermutlich noch Gagen kassiert, aber das kann ich nicht bestätigen, sondern nur daraus schließen, daß sie so gut wie nie etwas ohne Geld zu beziehen gemacht haben.
Ferner haben sie (eine enge Clique innerhalb der WRG) sich das Interpretationsrecht nach eigenen Vorstellungen mit den Begleitheften gesichert. Soviel zu „demokratischen Strukturen“ innerhalb dieses Vereins. Der Versanddienst zweinullnulleins war von Reich inhaltlich angetan, aber hat nicht verstanden, wie er manipuliert wurde … und letztlich zählte nur der erzielte Profit. Da ging schon mal eine Million im Jahr über den Ladentisch und es wurde nicht eine DM in etwas Forschung reinvestiert.
Die Haltung eines anderen Reichverlegers schildert die allgemeine Haltung, auf die man sich geeinigt hatte: „Auch wenn Wilhelm Reich persönlich käme und von dem Verkauf seiner Bücher etwas Geld haben wollte, würde man ihm den Vogel zeigen.“ (O-Ton 1998).

O.: Im Nachhinein stellt sich die Frage, ob der Verkauf überhaupt etwas gebracht hat. Wer es heute will, kann übers Internet noch ein paar gebrauchte Exemplare beziehen, aber über das Museum hätte man dies auch gekonnt. Die Reichszene wurde in Folge dessen zentralistisch organisiert und gesteuert. Sie mutierte zur Sekte. Teile von ihnen hatten bereits ihre Sektenerfahrung (nachweislich) und es gab ja auch schon in den WRB Anzeichen einer komischen Entwicklung, die zur Gründung der „emotion“ und WRI führte. Das Potential, das positiv vorhanden war, wurde jedoch nicht genutzt. Es gab um 1989 eine einmalige Chance, gerade in Berlin mit dem Mauerfall, die nicht positiv genutzt wurde. Die persönlichen Inkompetenzen (mangelnde eigentherapeutische Erfahrung) haben die fachlichen Kompetenzen überlagert.
Dies wurde erst 1996 wirklich transparent mit den Buchprojekten, sie läuteten den Untergang ein, wobei der Verleger hierfür am wenigsten konnte. Auch sind die Ergebnisse auf jedenfall lesenswert, zumal der Leser sich ja auch eigene Gedanken dazu machen kann. (Nobody is perfect.)
Die „Turners“ sitzen jedoch in der Reichszene selbst. Mit der zweinullnulleins Aktion konnte man noch denken, hier wurde eine Chance verpaßt oder trotz hohem Aufwand überhastet ausgeführt. Das gesamte Spätwerk (Orop …, Oranur etc.) wurde von einem Landschaftsökonom oder einem Mediziner und Umwelttechniker behandelt, die skeptisch und erfahrungslos mit dem CLB waren und zu Ea keine Affinität besaßen. So blieb nur der dauernde Vergleich mit dem Widerspruch zur allg. Wissenschaft, der wenig erhellend bleibt.
Das Nachfolgende ließ aber keinen Zweifel mehr an der abartigen esoterischen Okkupation mit W. Reich auf breiter internationaler Ebene. Somit war die „Wissenschaftsdiskussion“ die Vorbereitung zum Abdriften in unwissenschaftliche Gefilde.

Robert: Pressekonferenz ‘UFOs und Atomwaffen’ – Jetzt komplett auf deutsch!
http://www.exopolitik.org/wissen/exopolitik-und-ufos/zeugenaussagen/ufos-und-atomwaffen/603-ufos-und-atomwaffen-jetzt-auf-deutsch

Robert wies auf die Kontroversen über den „Sexkoffer“ für Grundschüler in Berlin hin. Darauf O.: Der erste „Sexkoffer“ (ein wohl unglücklicher Begriff) ist in einer Kreuzberger Grundschule angekommen. Ein paar Pädagogen werden hierfür extra geschult, um dann später mal in den Unterricht zu gehen. Die Eltern werden auch vorher informiert (Elternabend) und dann wird gemeinsam entschieden, ob dieser Koffer in der Klasse zum Einsatz kommt. Eltern von nichtdeutscher Herkunft mit teilweise islamischen Glauben sind anderen Elternteilen mit Kindern, wie Lesben- oder Schwulenpärchen schon mal ausgrenzend und tendenziell diskriminierend begegnet, daher scheint eine Diskussion eher über unterschiedliche Lebensweisen notwendig zu sein.
Offensichtlich geht es aber weniger um das eigentliche Thema der Sexualität als um ein heterogenes (ich meine nicht heterosexuelles) miteinander und respektieren anderer Lebensweisen, damit Kinder aus bspw. homosexuellen Ehen/Partnerschaften eben nicht abgestempelt werden. – Die Kinder können ja eh nichts dafür. Es sind ja meist die Erwachsenen, die sich daran stören.
Also auch die Pädagogen, und damit sind auch Lehrer eingeschlossen, müssen sich mit den Inhalten erst vertraut machen. Und das kann nur funktionieren, wenn die Erwachsenen vorher eine Diskussion über die Inhalte führen und sich austauschen, sonst geht ein solches Projekt gleich nach hinten los, weil Eltern sich schon lange nicht mehr alles gefallen lassen.

Robert antwortete: Jetzt werden also Kinder aus Homo-Ehen von den Kindern aus normalen Ehen ausgegrenzt. Soweit mußte es also traurigerweise kommen.
Nichts mit Multi-Kulti-Eierkuchen, das Natürliche wird sich irgendwann durchsetzen. Eine Perversion kann nicht aufgezwungen werden.

Darauf O.: „Normale Ehen“ ist fremd für die meisten Kinder geworden, Patchworkfamilien, Scheidungskinder usw. ist „normal“. Die größte Zahl der normalen Ehen mit ihren leiblichen Eltern finden sich in Berlin bei ausländischen Ehepaaren gleicher nationaler Herkunft. Ebenso heiraten nicht mehr alle leiblichen Elternteile mit deutscher Herkunft. Es müßte also „leibliche hetero-Elternteile“ heißen. Kinder erhalten sich ihre Natürlichkeit, soweit es geht, auch trotz widrigster Umstände. Und Kinder haben ganz andere existentielle Sorgen als die im „Sexkoffer“ beschriebenen. Im Moment dürfen sie sich schon mit Krankheit und Tod ihrer Eltern auseinandersetzen. Was ist wenn Mama Krebs bekommt oder Papa plötzlich tot umfällt, wie das Haustier im letzten Jahr?

Robert: „Normale Ehen“ ist fremd für die meisten Kinder geworden, Patchworkfamlien, Scheidungskinder usw. ist „normal“.
Nanu, wieso werden dann Kinder der Homo-Ehen aus den Patchwork-Familien und Ausländer-Familien ausgegrenzt.
Irgendein biologisches Gespür ist doch da noch vorhanden.
Daß diese Zerrüttung auch ein Zeichen deutscher Identitätszerstörung ist, das Land mit der niedrigste Geburtenrate in Europa, kann kein normaler Zustand sein (im Sinne der biologischen Norm), sondern hier ist das Abnorme und Bizarre Staatsideologie geworden. Wenn Homosexuelle und kinderlose Gender-Missionare im Bundestag das Leben des Volkes bestimmen, kann nur Destruktivität das Ergebnis sein.

Robert 2011:

Nach SPD-Sieg: Bahn frei für Frühsexualisierung an Berliner Schulen
SPD hat gestern in Berlin die Wahlen gewonnen. Trotz leichter Einbußen bleibt Klaus Wowereit Bürgermeister der Stadt. Was die wenigsten Leute wissen: Zu seinem Wahlprogramm gehört die umfangreiche Frühsexualisierung an Kindergärten und Schulen. Vor allem Homosexuellen gegenüber sollen die Kinder jetzt verstärkt Toleranz lernen, indem sie in Rollenspielen selbst Schwule und Lesben mimen müssen, so der Plan des bekennenden homosexuellen Bürgermeisters. Dem inzwischen berühmt berüchtigten Medienkoffer, gegen den Tausende wütende Bürger bereits konzertiert ins Feld zogen, steht nach dem gestrigen SPD-Sieg nichts mehr im Wege.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/laura-kuechler/nach-spd-sieg-bahn-frei-fuer-fruehsexualisierung-an-berliner-schulen.html

Peter: Aus meiner Serie: Warum ich die heutigen „Progressiven“ so über alle Maßen hasse: http://www.pi-news.net/2011/10/lisas-feuchte-scheide-im-kindergarten/

Darauf O.: So ein perverses Zeug ist nicht im Sex-Koffer, das würde ich wetten! Also muß ich mir mal anschauen, was da drin ist.
Dann ist der Artikel nur „konservative“ Propaganda, weil nur die Kernfamilie – hetero – ertragen werden kann und andere Familienmodelle oder Beziehungsmodelle als abnorm dargestellt werden sollen. Patchwork oder (alleinerziehende) Einelternteile sind gleichwertige Erziehungsformen als Realität der Kinder.
Da sollten die vermeintlich Konservativen (oder wie sie sich auch sehen) mal die Augen aufmachen und schauen, daß das Ehemodell (die eheliche Zwangsmoral) de facto schon lange nicht mehr existiert bei uns Deutschen, sondern eher zu mehr als 90% bei den Eltern nichtdeutscher Herkunft ohne Mischkulturen (gleicher Nationalität). – So zumindest meine Erhebung von Familien, die in die Jugendhilfe im Grundschulalter, Hilfe zur Erziehung bezogen haben.
Ansonsten ist es keine Frage, daß sexuelle Übergriffe einer staatlichen Pädagogik so nicht laufen kann und die Eltern ganz mächtig auf den Plan rufen muß, was nur in intakten und gemeinschaftlichen – aber auch toleranten – (nicht gegen alles) Elternschaften funktioniert. Da müssen wir uns als Eltern eben einbringen, die wir uns besser artikulieren können als andere. Solidarität unter den Eltern ist gefragt – ohne politischen Hintergrund, sondern an Sachfragen orientiert.
Wer ist eigentlich „Progressiver“ – mit solchen Etiketten kann ich immer weniger anfangen – weil es oft nur verdreht ist. Wie meinte Konia, ob rechts oder links ist egal … in seinem Titel. Nach Stirner ist jeder sein Eigner, das ist für mich eine taugliche Position, die ich jedem unterstellen mag, der sich darüber schon Gedanken gemacht hat. Daher ist mir die PI-Seite auch etwas suspekt, aber gegen interessante Thesen habe ich nichts einzuwenden.

Peter 2015: Nach Stirner ist nicht jeder „Eigner seiner selbst“. Vielmehr sind die meisten Eigentum von fixen Ideen, denen sie „eigenlos“ dienen. Der Extremfall sind Selbstmordattentäter. Gewisserweise sind wir alle „Selbstmordattentäter“ – wir opfern unsere Leben für allen möglichen Schwachsinn.

O. weiter: Aus Sicht der Kinder bin ich auch für intakte Familien, was aber aus Sicht der Erwachsenen zu Problemen führen kann, wenn man nicht mehr zusammenpaßt. Trennungen der Eltern sind für die Kinder (fast) immer problematisch und traumatisch. Und das bedeutet Arbeit für Sozialpädagogen und Psychologen, die aber zu wenig bezahlt wird.

Und schließlich Robert:

Schwulenehe
US-Psychoanalytiker für Ehe-Öffnung
New York (queer.de) – Die American Psychoanalytic Association (APsaA) hat gestern bekanntgegeben, daß sie für eine Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben eintritt. Die Organisation, der mehr als 3.500 Psychoanalytiker angehören, hat in den vergangenen acht Jahren Daten von schwul-lesbischen Familien gesammelt, in denen Kinder aufwachsen. Diese würden beweisen, daß sich der Nachwuchs in Regenbogenfamilien genausogut entwickle wie in heterosexuellen Familien. Ältere Studien, die andere Ergebnisse erzielten, seien vorurteilsbelastet gewesen, so die APsaA.
„Als Experten von emotionalen Erfahrungen muß die American Psychoanalytic Association klarstellen, daß die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe erhebliche Verbesserungen der psychischen Verfassung von Schwulen und Lesben sowie deren Angehörigen mit sich bringt”, erklärte APsaA-Sprecher Gary Grossman. „Das Eherecht zu verweigern führt dagegen zu psychologisch schädlichen Konsequenzen.“
http://www.queer.de/detail.php?article_id=8433

Robert: Über das „Schulfach Schwul“, die Zerstörung der Familie und die Zwangssexualisierung der Kinder: [das von Robert präsentierte Video ist aus dem Netz genommen worden, deshalb hier als Ersatz:]

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=94xWdA50mTU%5D

Mutter und Vater werden abgeschafft: http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/10/mutter-und-vater-werden-abgeschafft.html

Sexuelle Gewalt unter Kindern: Denn sie wissen nicht, was sie tun http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/birgit-kelle/sexuelle-gewalt-unter-kindern-denn-sie-wissen-nicht-was-sie-tun.html

Sebastian: Der Spiegel über die neue Offenheit in der weiblichen Intimzone: Pornos, Plüsch-Dildos und Charlotte Roche. Ein Hoch auf die Prägenitalität!
http://www.spiegel.tv/#/filme/lets-talk-about-sex/

Robert verwies auf: http://en.wikipedia.org/wiki/American_College_of_Orgonomy

Peter wies auf den ersten Kontakt der Orgonomen mit Reich hin:

Charles Konia, M.D., ACO-Fakultät
„Etwa 1950 stieß ich auf die Bücher von Wilhelm Reich in einer Filiale der Öffentlichen Bibliothek von New York City. Eines von ihnen trug den Titel Die Massenpsychologie des Faschismus. Ich war von dem Titel fasziniert, weil das Buch offenbar von zwei getrennten wissenschaftlichen Disziplinen, Psychologie und Soziologie, handelte … Das brachte mich dazu, das Buch aus dem Regal zu nehmen und einen Blick in es zu werfen. Das Vorwort machte einen derartigen Eindruck auf mich, daß ich viele Jahrzehnte später sagen konnte, was ich zu diesem Zeitpunkt las.“

Susan Marcel, D.O., Klinische Mitarbeiterin des ACO
„Als ich Christusmord las, fühlte ich zum ersten Mal, daß ich eine Stimme gefunden hatte – Reichs klardenkende und klarempfindende Stimme, als ernsten Leitfaden über den schockierenden Mord an solch einem liebevollen, lebendigen Menschen.“

Alberto Foglia, M.D., Klinischer Mitarbeiter des ACO
„In den Jahren 1977 und 1978 war ich ein unglücklicher und elender junger Mann, nachdem ich von meiner Freundin verlassen wurde. Ich suchte nach etwas, aber ich wußte nicht wonach … Dann lasen mein Bruder und ich unser erstes Buch von Wilhelm Reich, Die Massenpsychologie des Faschismus, in italienischer Übersetzung … Wir hatten gefunden, wonach wir gesucht hatten: die Lösung für das menschliche und unser eigenes Elend war nicht in der Politik zu finden, sondern in der Lockerung der Panzerung.“

O. kommentierte: Der Einstieg für Reich ist bei jedem unterschiedlich. Reich besticht durch seine klaren (sozial-psychologischen) Zusammenhänge und seine klaren psychologischen Erkenntnisse, so daß jeder Leser, der ihn mag und sich nicht provoziert fühlt, einen Bezug zum eigenen (Er-)Leben herstellen kann. Sein ORAC kann die Orgonenergie direkt erfahrbar machen und läßt es nicht als abstrakte Energie erscheinen. Die Sexualität wird nicht pornographisch dargestellt, sondern als natürliches Erleben, an dem sich die Charakterstruktur seit der Kindheit gebildet hat.
Ohne Reich bleiben die Zusammenhänge im Dunkeln und verworren. Für mich war die Charakteranalyse (1933) sein größtes Werk, mit dem ich gestartet bin. Kein anderer Psychologe oder Psychoanalytiker konnte ihn an Klarheit und kompromißlosem Wohlwollen gegenüber dem Mensch (nicht nur Patient) übertreffen.

Die Mär vom „natürlichen Gleichgewicht“

30. November 2015

Reichs Lebenswerk wurde in jeder Hinsicht kritisiert, nicht zuletzt von „Reichianern“. Soweit ich es überblicken kann, wurde aber, man möchte sagen charakteristischerweise, der eine alles entscheidende und vielleicht auch einzig relevante Kritikpunkt ausgelassen: Reich hat sein gesamtes Lebenswerk auf der Vorstellung vom „natürlichen Gleichgewicht“ aufgebaut. Von der Orgasmustheorie anwärts durchzieht diese Vorstellung alles.

Außerhalb der Orgonomie prägt sie nicht nur ökologische Vorstellungen, sondern beispielsweise auch diverse „alternativ-ökonomische“ Gesellschaftsentwürfe, in denen es keine ökonomischen Zyklen mehr gibt: Friede, Freude, Eierkuchen. Oder man denke an die Sache mit dem zu verhindernden „Klimawandel“, der auf der absurden Vorstellung eines „stabilen Weltklimas“ beruht. Der gesamte Klimaunsinn erweist sich immer mehr als wissenschaftlich nicht haltbarer Unsinn, als mittelalterlicher Aberglaube. Man nehme etwas die NASA-Studie, die jetzt „Wissenschaftler“ vor ein Räsel stellt. Nicht zuletzt entspricht das „natürliche Gleichgewicht“ dem angeblich „Neuen Denken“ und der vermeintlichen „Esoterik“. Man denke nur an die „östlichen Weisheiten“ von der „ewigen Harmonie“.

All das mag en vogue sein, ist aber wissenschaftlich unhaltbar. Es ist das Denken von Vorgestern! Es ist das Denken von Mechanisten, für die das Universum eine imgrunde perfekt ablaufende Maschine ist, und es ist das Denken von Mystikern, für die es eine ebenso perfekte „Alleinheit“ ist. Das dem nicht so ist, läßt sich ganz einfach vergegenwärtigen, indem man eine Hasenpopulation und eine Fuchspopulation nimmt. Früher glaubte man wie selbstverständlich, daß sich über kurz oder lang ein „natürliches Gleichgewicht“ zwischen diesen beiden Populationen ausbilden werde. Ein Idyll, wie es typischerweise am Schreibtisch ausgebrütet wird. Tatsächlich, d.h. wenn man die Sache im einzelnen beobachtet, ist es jedoch so, daß bei einem großen „Hasenangebot“ die Population der Füchse überproportional anwächst, bis es zu einer Hungerkatastrophe bei den Füchsen kommt, weil sie die Hasen so gut wie ausgerottet haben. Die Fuchspopulation bricht zusammen, dafür wächst nun die Hasenpopulation ungebremst an. Und so immer weiter in einen ewigen Hin- und Her, das in der Realität nicht mal gleichmäßig verläuft.

So ist es überall in der Natur inklusive der Welt des Menschentiers: sei dies beim Klima der unregelmäßige Wechsel zwischen lebenspositiven Warm- und lebensnegativen Kaltperioden oder beim ewigen Wechselspiel von Angebot bei zu wenig Nachfrage und Nachfrage bei zu wenig Angebot. Die Homöostase in unserem Körper mag auf den ersten Blick eine Ausnahme bilden, d.h. ein wirkliches „natürliches Gleichgewicht“ darstellen, aber das ist eine Illusion. Ein absolut gleichmäßig schlagendes Herz kündigt einen Herzinfarkt an. Genauso pathologisch wäre es, wenn alle Parameter im Körper ständig exakt gleich blieben. Das perfekte „natürliche Gleichgewicht“ kündigt die Katastrophe an! Es ist, als wenn die Parameter ständig etwas schwanken müßten, um katastrophale große Schwankungen schon am Anfang auffangen zu können. Das ist alles andere als ein „natürliches Gleichgewicht“, sondern ein ständiges Ringen. Man denke an den Überlebenskampf des Immunsystems gegen interne Verfallerscheinungen und von außen kommende Krankheitserreger. Wobei es für den Organismus kaum eine größere Katastrophe geben kann, als das Wegfallen jeder Herausforderung für das Immunsystem. Es sei an das Überhandnehmen von Allergien und Asthma in den industrialisierten Ländern erinnert. Eine Folge der überbordenden Hygiene, die noch zu ganz anderen Katastrophen führen wird.

Kaum anders sieht es auch bei der „psychischen Gesundheit“ aus. Die Vorstellung eines „ausgeglichenen Seelenlebens“ sorgt zwar für Milliardenprofite für die Pharmaindustrie und hält ganze Berufszweige aufrecht (sogenannte „Psychotherapeuten“), aber sie ist ein pseudowissenschaftlicher Aberglaube gegen jede Evidenz. Man zeige mir auch nur einen einzigen „ausgeglichenen“ Menschen!

Reich war einer der Hauptvertreter dieser überholten Denkweise. Und praktisch alle „Reichianer“ folgen ihm eben deshalb. Man lese doch die ganze pseudokritische Bekennerliteratur durch: Seelen-, Sozial- und Ökokitsch der übelsten Sorte! Teilweise glaubt man sich unvermittelt in einem der zahllosen „Psychokulte“ wiederzufinden.

Können wir Reich demnach getrost abhaken? Der Mann ist seit bald 60 Jahren tot! Es geht hier um WISSENSCHAFT. Man schafft ja auch nicht „die Biologie“ ab, weil sich zentrale Vorstellungen der Biologie als vollständig irrig erwiesen haben! Sie hat sich weiterentwickelt und man kann heute beispielsweise im Umweltschutz besser abschätzen, wie Tierpopulationen am effektivsten erhalten werden, d.h. wie man einen finalen Zusammenbruch verhindern kann. In den Wirtschaftswissenschaften sieht man langsam ein, wie kontraproduktiv etwa Keynesianische Bemühungen sind Konjunkturschwankungen einzudämmen: wer kleine Schwankungen verhindert, erzeugt „Blasen“, die auf katastrophale Weise schließlich platzen. Es gibt keine Kindererziehung „nach den Grundsätzen der Selbststeuerung“, bzw. wird diese auch immer wieder ins Desaster führen. Vielmehr gilt es die angeborenen Schwächen des Kindes zu erkennen und entsprechend in jedem Einzelfall zu verhindern, daß es zu einer neurotischen Entwicklung kommt. „Die“ orgonomische Erzehung kann es nicht geben.

Dieser drei letzten Punkte zeigen, wohin sich die Orgonomie wird weiterentwickeln müssen: Es geht nicht darum, einem mythischen, geradezu mystischen, „natürlichen Gleichgewicht“ nachzustreben, sondern darum Bedingungen zu schaffen, in denen die natürliche Schwankungsbreite nicht nach oben oder unten überschritten wird und alles kollabiert; dazu gehört aber eben auch Schwankungen zuzulassen.

Siehe auch meine Ausführungen in Warum ich kein Christ bin.

Die Rolle des Beobachters in der Quantenphysik (Teil 2): eine Ergänzung zu „Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.“

7. September 2015

Niels Bohr hat die Quantenphysik wie folgt zusammengefaßt:

Man sollte sich klarmachen, daß diese Theorie nicht Phänomene erklären soll in dem Sinne, in dem das Wort „Erklärung“ in der früheren Physik verwendet wurde. Sie soll verschiedene Phänomene, die nicht miteinander zusammenhängen scheinen, miteinander verknüpfen und zeigen, daß sie zusammenhängen.

Die „Inhaltsleere“ von Orgonomischem Funktionalismus und Quantenmechanik hatte in der Lebensphilosophie (Nietzsche, Dilthey, Bergson) ihren Vorläufer. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, daß in den 1920er Jahren sowohl Quantenphysiker, wie etwa Heisenberg, als auch Reich („Ich galt eine Zeitlang als ‘verrückter Bergsonianer’“, Reich 1942) stark durch die Lebensphilosophie geprägt wurden. Aber betrachten wir einige Äußerungen der Lebensphilosophen etwas genauer.

Nietzsche:

Es gibt kein „Sein“ hinter dem Tun und Wirken, Werden (…) das Tun ist alles.

Damit wird Heraklit ewig recht behalten, daß das Sein eine leere Fiktion ist.

Über den Gegenspieler Heraklits, nämlich Parmenides und damit Plato sagte Wilhelm Dilthey:

Echter Plato! der erst die werdenden fließenden Dinge im Begriff festmacht und dann den Begriff des Fließens zur Ergänzung danebensetzt.

Dilthey nannte all das mechanistisch, was die Natur mit Modellen zu erklären versucht. Demgegenüber geht es der Orgonomie, ganz im Sinne Diltheys, darum die Natur erst einmal zu verstehen, d.h. innerlich nachzuvollziehen. Daß zum Fließen ein Ding gehört, das sich bewegt, ist schon eine sekundäre Verstandesleistung, eine Modellvorstellung, die sich logischerweise an der Behinderung des Fließens, also an der Panzerung festmacht!

Anfang des 18. Jahrhunderts schrieb dazu George Berkeley in seiner Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis:

Rufe ich eine Bewegung in einem Teil meines Körpers hervor und läßt sich dieselbe frei oder ohne Widerstand vollziehen, so sage ich, es ist dort Raum; finde ich aber einen Widerstand [also eine Panzerung], so sage ich, es sei dort ein Körper, und in dem Maße, wie der Widerstand gegen die Bewegung geringer oder größer ist, sage ich, der Raum sei mehr oder weniger frei. Es muß also, wenn ich von freiem oder leerem Raum spreche, nicht vorausgesetzt werden, daß Wort stehe für eine Idee, die von (meinem) Körper und Bewegung gesondert oder ohne diese denkbar wäre. Freilich sind wir geneigt zu glauben, daß jedes Nomen substantivum eine bestimmte Idee vertrete, die von allen anderen gesondert werden könne, was unzählige Irrtümer veranlaßt hat. (z.n. Max Jammer: Das Problem des Raumes, Darmstadt 1969)

Trotz seiner Leugnung der realen Welt hat Berkeley vor 300 Jahren hier die funktionelle Identität zwischen „dinglichem“ Denken und der menschlichen Panzerung erfaßt. In Äther, Gott und Teufel schreibt Reich, daß

das funktionelle Denken keine statischen Zustände duldet, wenn es nicht der Erstarrung durch die Panzerung unterworfen wurde. „Fießend“ ist auch die Natur in jeder einzelnen ihrer Abartungsfunktionen wie im Ganzen. Auch die Natur kennt keine statischen Zustände.

Die gängige Interpretation der Quantenmechanik nennt sich „Kopenhagener Deutung“. Sie führt zu einem Paradoxon, da die Welt von unserer Beobachtung abhängt, also nichts wirklich real ist. Damit wir aber nicht in der Klapsmühle landen, können wir uns eine alternative Deutung der Quantenmechanik ausdenken, in der alles real ist und die keinerlei Paradoxon beinhaltet. Hierbei handelt es sich um die „Vielwelten-Interpretation der Quantenmechanik“. Nach ihr kollabiert die Wellenfunktion gar nicht, sondern sie spaltet sich jeweils in zwei „senkrecht aufeinanderstehenden Welten“. Jedes einzelne Quantenereignis führt also zur Bifurkation des gesamten Universums. Demnach gibt es zig-Millionen Versionen dieses Blogeintrags!

Beide Deutungen der Quantenmechanik haben gemeinsam, daß das Subjekt frei ist: wir bringen die Wellenfunktion zum Kollabieren, bzw. wir sind es, die unseren Weg durch die Verzweigungen der Vielwelten wählen. Beide beinhalten also letztlich, daß wir unsere eigene Realität erschaffen. Und genau diese metaphysische Freiheit des Subjekts erzeugt die geradezu psychotische Bizarrheit dieser beiden orthodoxen Deutungen. Es wirkt als hätte der von seinen Wurzeln abgeschnittene moderne Mensch seine Welterfahrung in Physik übertragen.

Aber lassen sich die beiden anerkannten Interpretationen der Quantenmechanik angesichts des EPR-Phänomens überhaupt rechtfertigen, das die unglaublich wichtige Rolle aufgezeigt hat, die das CFP in der Quantenwelt spielt? Läge es nicht in besserer Übereinstimmung mit der physikalischen Realität, zu behaupten, daß sowohl mein Beschluß etwas zu beobachten, als auch das Kollabieren der Wellenfunktion eine gemeinsame Ursache haben? Oder besser ausgedrückt: Beobachter und Beobachtungsobjekt sind oberflächliche Variationen des auf einer tieferen Ebene ablaufenden autonomen Funktionierens der Orgonenergie, der Bewegung an sich als „wahrer Seele der Welt“.

Diese Deutung erlaubt es uns die Quantenmechanik in den Orgonomischen Funktionalismus einzupassen, so wie er von Reich in Äther, Gott und Teufel beschrieben wurde. In diesem Buch schreibt Reich folgendes über die mathematisierte Welt der Quantenphysiker:

Das Menschentier kann die Natur in sich und außer sich nur dann fassen und lieben lernen, wenn er ebenso denkt und handelt, wie die Natur funktioniert, nämlich funktionell und nicht mechanistisch und mystisch. Die Welt des orgonomischen „energetischen“ Funktionalismus ist eine lebhaft funktionierende freie und demnach gesetzliche und harmonische Welt. In ihr gibt es keinen „leeren Raum“, den der mechanistische Physiker fordert, weil er die Natur nicht zu füllen vermag; in ihr gibt es auch keinen Raum voll von Geistern und Phantomen, die der Mystizismus nicht zu demonstrieren vermag. Die Welt des Funktionalismus ist auch keine „Schattenwelt“, wie für den abstrakten Mathematiker, sondern sie ist eine greifbare, volle, pulsierende Welt, gleichzeitig wahrnehmbar und meßbar. Der abstrakte Mathematiker übersieht, daß seine Formeln nur deshalb objektive Prozesse zu treffen vermögen, weil sein Gedanke ein Stück derselben Naturfunktion ist, die er in abstrakten Symbolen faßt. Dem Kenner der Organempfindungen ist es möglich, die Quellen aufzuspüren, aus denen der „höhere“ Mathematiker seine Einsichten schöpft, ohne sie zu kennen. Wenn auch die Funktionssymbole, die er an die Stelle der realen Welt setzt, unwirklich sind und eine Wirklichkeit abzubilden auch gar nicht vorgeben, so ist doch zweifellos der Schöpfer dieser Funktionssymbole ein lebhaft pulsierendes orgonotisches System, das keine Mathematik betreiben könnte, wenn es nicht pulsierte. Die „höhere“ Mathematik konnte sich nur deshalb als das höchste Entwicklungsprodukt der Naturwissenschaft ausgeben, weil ihre Verwurzelung in der pulsierenden Natur nicht bekannt oder nicht zugegeben war. Das Gehirn des Mathematikers ist kein besonders geartetes Instrument; es ist nur darin andersartig, daß es die Organempfindungen in mathematischer Form auszudrücken vermag. Die mathematische Formel ist also nur ein Ausdrucksmittel unter anderen und nicht der Zauberstab, als der sie dem bornierten Verstande des mystischen Menschen erscheint. Es ist der lebendige Organismus, der seine Empfindungen anordnet, umgruppiert, in Zusammenhang bringt, ehe er sie mathematisch formuliert.

Da bildlich kaum nachvollziehbar, ist Quantenphysik fast ausschließlich mathematische Abstraktion. Aber Physik ist nicht einfach mit Mathematik gleichzusetzen, zumal niemand erklären kann, wieso logische Strukturen, die die Mathematiker nach eigenem Selbstverständnis vollkommen losgelöst von jeder Erfahrung, sozusagen beziehungslos im luftleeren Raum, entwickelt haben, auf die Erfahrungswelt anwendbar sind. Beschäftigt man sich mit der modernen Physik, drängt sich einem der Eindruck auf, daß die Physiker sich nur noch dem Eigenleben des mathematischen Formalismus hingeben. Sie streben nach mathematischer „Schönheit“, welche, da die Experimente immer aufwendiger werden, zunehmend ihr einziges Kriterium für Wahrheit wird. Um die Theorie dann wieder mit den Beobachtungen in Übereinstimmung zu bringen, müssen die theoretischen Konstrukte mühsam mittels „Symmetriebruch“ und Postulierung immer neuer Teilchen wieder zur Wirklichkeit heruntertransformiert werden. Im wahrsten Sinne des Wortes hat die Physik den Boden unter den Füßen verloren.

Die Orgonphysik umgeht dieses Problem von vornherein, da sie nicht von Modellen, sondern vom konkreten Funktionieren ausgeht. Und imgrunde kann auch der Mathematiker nur deshalb Formeln aufstellen, die mit objektiven Prozessen übereinstimmen, weil auch er aus den gleichen Quellen schöpft.

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Die Rolle des Beobachters in der Quantenphysik (Teil 1): eine Ergänzung zu „Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.“

6. September 2015

Im folgenden wollen wir uns die Aufhebung der Trennung zwischen Forscher und Forschungsobjekt anhand der Seinsbestimmung „Bewegung“ vergegenwärtigen. Dazu wenden wir uns Zenons Paradoxon, dem Anfang aller Philosophie im 6. Jahrhundert v.Chr., zu: Versuche ich mir einen Pfeil im Pflug vorzustellen, verharrt er im Zeitpunkt meiner Betrachtung im Vorstellungsraum. Wenn der Pfeil aber in jedem Moment ruht, kann er sich ja unmöglich bewegen.

Nach den Gesetzen der formalen Logik schließen sich das „Hiersein“ und „Dortsein“ einerseits und das „Nirgendsein“ der Bewegung andererseits aus. Aus der Konstatierung dieses Widerspruchs entwickelte sich die Platonische Philosophie von der Trennung zwischen der Welt des absoluten Seins (Subjekt) und der illusorischen Welt des Werdens und Vergehens (Objekt). Erst Hegel und die Quantenphysik (ohne daß sich m.W. bisher ein Quantenphysiker auf Hegel berufen hätte) sollten nach mehr als 2000 Jahren diese widersinnige Trennung wieder aufheben.

Die klassische Dialektik bildete sich am ungelösten Paradoxon Zenons aus. Hegel schuf seine Dialektik, indem er das Paradoxon auflöste. Hegel:

Daß die Dialektik zuerst auf die Bewegung gefallen, ist eben dies der Grund, daß die Dialektik selbst diese Bewegung oder die Bewegung selbst die Dialektik alles Seienden ist.

Damit will Hegel sagen, daß der Geist, der sich in einen Widerspruch verfängt, wenn er versucht die Bewegung als etwas zu erfassen, was ist, zu sich selber aber damit gleichzeitig zur objektiven Bewegung außerhalb seiner selbst findet, sobald er die formale Logik überwindet. So erkennt er, daß die Bewegung „der Begriff der wahren Seele der Welt“ ist; „wir sind gewohnt sie als Prädikat, Zustand anzusehen, aber die ist in der Tat das Selbst, das Subjekt als Subjekt, das Bleiben eben des Verschwindens.“ Durch die Betrachtung der Bewegung und durch die Aufhebung des Widerspruchs, der aus dieser Betrachtung erwächst, wird dem Geist gewahr, daß er selbst eins mit der Bewegung, der „wahren Seele der Welt“ ist. Das leistet der Geist, indem er den Widerspruch von These und Antithese in der Synthese aufhebt. Das kann er aber nur, weil diese Dialektik das Wesen der Bewegung selbst ist. Fast das Gleiche hat Reich orgonometrisch wie folgt ausgedrückt:

Ich habe hier das „fast“ unterstrichen, weil Hegel grundsätzlich nur zu Begriffen vorzudringen in der Lage war. Wie Jacob Meyerowitz in einer entsprechenden orgonometrischen Analyse aufgezeigt hat, war Hegel in den Gesetzen reiner Gedankentätigkeit verfangen und paßte sein Denken nicht der funktionellen Entwicklungsrichtung der Natur an (Before the Beginning of Time, Easton, Pennsylvania 1994). Weil also auch Hegel letztlich die Natur vergewaltigte, konnte er Zenons Paradoxon nicht wirklich gänzlich auflösen. Dies kann erst die Orgonometrie leisten.

Innerhalb der Orgonomie kann die Hegelsche Dialektik für sich eine eingeschränkte Gültigkeit beanspruchen, da sie die triadische Denkstruktur und die funktionelle Identität von Subjekt und Objekt beinhaltet. Ähnliches gilt für die Quantenphysik, weil sie die Welt sich in fortwährenden Bifurkationen entfalten läßt und weil sie die Trennung zwischen Beobachter und Beobachtungsobjekt überwunden hat.

Um dies nachvollziehen zu können, müssen wir zum Doppelspaltversuch zurückkehren und das Verhalten mehrerer einzeln durch den Versuchsaufbau fliegender Elektronen untersuchen. Dabei sehen wir, daß sich jedes einzelne Elektron wie eine kontinuierliche mit sich selbst interferierende Welle verhält, die durch beide Spalten gleichzeitig fliegt. Sind wir aber neugierig und prüfen, durch welchen der beiden Spalten das unteilbare Elektron jeweils dringt, verhält sich das Elektron ganz gemäß unserer Herangehensweise wie ein diskontinuierliches Teilchen und bildet kein Interferenzmuster aus. Faktisch ist das Zenons Paradoxon vom Vorstellungsraum in den physikalischen Raum übertragen: Beobachtung läßt fließendes und ineinandergreifendes Funktionieren erstarren. Der Quantenphysiker spricht hier vom „Kollaps der Wellenfunktion“ durch Beobachtung.

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.4.f.

1. September 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

4. Kosmogonie

a. Gravitation im Funktionsbereich „Bewegung“

b. Gravitation im Funktionsbereich „Erstrahlung“

c. Quantenmechanik

d. Spezielle Relativitätstheorie

e. Allgemeine Relativitätstheorie

f. Funktionalismus

Über die Rolle der orgonotischen Ladung in Biologie, Medizin und Soziologie

16. August 2015

Reich hat stets darauf insistiert, daß Sexualität nicht gleich Fortpflanzung ist. Er konnte dabei auf Mikroorganismen und niedere Organismen verweisen, wo die orgonotischen Prozesse offensichtlich waren. Siehe dazu Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst und Die Bionexperimente. Daß es auch Beispiele bei Vertebraten gibt und daß die daraus entspringenden Nachkommen sich normal entwickeln, zeigt, „zur Überraschung der Wissenschaftler“, der Sägefisch (pristis pectinatus) in Florida. Bislang hatte man so etwas nur in Zoos beobachtet, etwa wenn Schlangenweibchen kein Männchen haben. Desgleichen sogar bei Hühnern und Puten!

Bis jetzt fanden sich Zeugnisse für Parthenogenese bei Wirbeltieren fast nur bei gefangenen Tieren, die in der Regel ihre Halter mit der Geburt überraschten, obwohl sie keine Partner hatten. Wissenschaftler haben vor kurzem zwei weibliche Schlangen in freier Wildbahn gefunden, die jeweils trächtig aufgrund von Parthenogenese waren, ohne daß bekannt wurde, ob diese parthenogenetischen Nachkommen überlebt hätten. Es war weiterhin ungewiß, ob jungfräuliche Geburten in der Natur in erheblichem Umfang vorkommen.

Und speziell über den Sägefisch:

Bei Sägefischen und vielen anderen Kreaturen kommt es zu einer Meiose, bei der sich Zellen teilen, um Geschlechtszellen zu bilden, die jeweils nur die Hälfte des Materials haben, das benötigt wird, um Nachkommen hervorzubringen. Beim weiblichen Sägefisch fanden die Forscher Paare von Geschlechtszellen, die wahrscheinlich verschmolzen waren, um Nachkommen zu erzeugen. Allerdings sind diese Nachkommen nicht Klone der Mutter oder untereinander, da weder die Geschlechtszellen untereinander perfekt identisch sind noch die parthogenetischen Nachkommen, die aus diesen Geschlechtszellen hervorgehen.

Und weiter:

Möglicherweise tritt Parthenogenese hauptsächlich bei kleinen oder schrumpfenden Populationen auf, vielleicht wenn Weibchen während der Paarungszeit keine Männchen finden können. Die Forscher bitten nun andere Wissenschaftler, ihre DNA-Datenbanken von Vögeln, Fischen, Schlangen, Eidechsen, Haien und Rochen auf andere Beispiele für Parthenogenese bei Wirbeltieren in freier Wildbahn zu durchforsten.

„Dies könnte zum Umschreiben der Biologie-Lehrbücher führen“, sagt in einer Stellungnahme der Co-Autor der Studie Kevin Feldheim vom Pritzker Laboratory im Field Museum of Natural History in Chicago, wo die DNA-Fingerabdrücke abgenommen wurden. „Gelegentliche Parthenogenese könnte möglicherweise bei wilden Tierpopulationen viel mehr zur Routine gehören, als wir jemals gedacht haben.“

Wie Reich sagte: Sexualität und Fortpflanzung sind unterschiedliche Funktionen, haben unterschiedliche Aufgaben. Diese Erkenntnis wird nun langsam Einzug in die Biologiebücher halten. Wenn es nach Reich gegangen wäre, hätte man das schon vor 80 Jahren machen müssen!

Das folgende ist in zweifacher Hinsicht interessant. Erstens weicht es weiter nochmals die in diesem Blog häufiger diskutierte Grenze zwischen Tier und Mensch auf, dem „Menschentier“. Zweitens zeigt es die Bedeutung der Bione in unserer Evolution. Wie Reich Mitte der 1930er Jahre zeigte, wird Orgonenergie in Gestalt von „Orgonenergie-Bläschen“ (Bione) durch Kochen freigesetzt – von wegen Rohkost…

Das Kochen gilt als eine Schlüsseltechnologie unserer Vorfahren – möglicherweise war das Erhitzen von Nahrung eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung des Menschen. Unklar ist allerdings, wann unsere Vorfahren die kognitiven Voraussetzungen für das Kochen entwickelten. Experimente mit Schimpansen zeigen nun: Theoretisch hätten auch unsere engsten Verwandten das mentale Rüstzeug für diese Kulturtechnik. Sie verstehen das Prinzip des Kochens und haben die Beherrschung, um sich Nahrung extra dafür aufzusparen.

Das Kochen von Nahrung macht nicht nur viele Speisen schmackhafter, das Erhitzen schließt auch Nährstoffe besser auf und macht sie für den Körper verfügbar. „Der Wechsel zu gekochter Nahrung könnte daher die Entstehung größerer Gehirne in der menschlichen Evolution begünstigt haben“, erklären Felix Warneken von der Harvard University und Alexandra Rosati von der Yale University. Denn gerade das Gehirn ist ein besonders energiehungriges Organ.

In sozialistischen Gesellschaften wie Schweden, aber auch im täglich sozialistischer werdenden Deutschland nimmt die Bedeutung eigenen Denkens, des Bewußtseins und anderer höherer Hirnfunktionen zunehmend ab. Es sind Störfaktoren, die insbesondere durch den Terror der Political Correctness immer mehr zurückgedrängt werden, um das reibungslose Funktionieren der sozialistischen Gesellschaft zu gewährleisten. Wie ich an anderer Stelle gezeigt habe, sind sozialistische Gesellschaft funktionelle Entsprechungen von Insektengesellschaften. Dazu nun folgender Bericht:

Die Gesellschaft, in der wir leben, prägt nicht nur unser Verhalten – es hat auf lange Sicht auch Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Gehirns. Nach gängiger Theorie war es das Zusammenleben in komplexen sozialen Gruppen, das bei unseren fernen Vorfahren das Wachstum des Gehirns auslöste. Doch die simple Gleichung „komplexe Gesellschaft gleich großes Gehirn“ stimmt nicht für alle Tiere. Bei sozialen Insekten scheint sie sich sogar umzukehren, wie Forscher nun herausfanden: Bestimmte Teile im Gehirn der einzelnen Tiere schrumpfen sogar, wenn sie Kolonien bilden.

Jedenfalls bei Wespen führe das Zusammenleben in sozialen Gemeinschaften „zu einem Schrumpfen der für höhere Funktionen zuständigen Hirnareale“.

Das Wort „Panzer“ zur Beschreibung der muskulären und emotionalen Abwehrmechanismen von Neurotikern leitet sich von der Rüstung der alten Ritter her. Es waren „Exoskelette“ ähnlich denen bei Insekten, die einerseits den Träger schützten, ihn aber andererseits weitgehend bewegungsunfähig machten. In abgeänderter Form kehrt nun die Ritterrüstung zurück in Gestalt des „Roboteranzugs“.

Entwickler eines internationalen EU-Projekts haben den Prototypen eines Exoskeletts für Industriearbeiter präsentiert. „Robo-Mate“ kann mittels Motoren und Sensoren die Belastungen beim Heben auf einen Bruchteil reduzieren und gleichzeitig Haltungsschäden vorbeugen.

Es wird als ungemeine Hilfe für Arbeiter gepriesen, was sie auch zweifellos ist, doch das „Exoskelett“, wird über kurz oder lang auf den Menschen zurückwirken und zwar weitaus radikaler, als es sich selbst Reich im Rückblick auf die bisherigen Werkzeuge des Menschen, die ihn zu einem „Automaten-Ungeheuer“ gemacht hätten, vorstellen konnte.

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=FSrcMaid0mg%5D

1943 hat Reich die biophysisch verheerenden Auswirkungen der ersten industriellen Revolution beschrieben, in deren Folge sich der Mensch mit Dampfmaschinen identifizierte, sodaß er sich selbst in ein maschinenartiges Anhängsel der Maschine verwandelte.

Es hat sich herausgestellt, daß die maschinellen Lebensanschauungen nicht bloß eine „Spiegelung“ der sozialen Prozesse im Seelenleben des Menschen sind, wie Marx annahm, sondern weit mehr als das: Im Laufe der Jahrtausende maschineller Entwicklung hat die mechanistische Lebensauffassung, von Generation zu Generation fortwirkend, sich tief im biologischen System der Menschen verankert. Sie hat dabei das Funktionieren des Menschen tatsächlich maschinell verändert. Der Mensch erstarrte plasmatisch im Prozeß der Abtötung der Genitalfunktionen. Er verpanzerte sich gegen das Natürliche Spontane in ihm, verlor den Kontakt mit der biologischen Selbststeuerungsfunktion und ist von schwerer Angst vor dem Lebendig-Freien erfüllt. (Die Massenpsychologie des Faschismus)

Dabei hätte der Mensch „ohne weiteres auf der einen Seite Maschinen mechanistisch konstruieren und auf der anderen Seite gleichzeitig das Lebendige nicht-maschinell, eben lebendig erfassen können“. Und weiter: „Die Maschine wurde, ist und wird sein gefährlichster Zerstörer bleiben, wenn er sich nicht von ihr differenziert.“

Der tragische Zwiespalt von biologischer und technischer Organisation, von Lebendigem und automatisch Maschinellem im Menschen kommt eindeutig in folgenden Tatsachen zum Ausdruck: Kein Massenmensch auf diesem Planeten wollte den Krieg. Alle, ausnahmslos, sind ihm verfallen, unrettbar, wie einem Automaten-Ungeheuer. Doch dieses Ungeheuer ist der versteifte Mensch selbst. (ebd.)

Zum Schluß ein Verweis auf das von mir schon des öfteren gepriesene Omega-3:

Omega-3 Fettsäuren gelten als wahre Gesundmacher: Sie beugen Herzinfarkten vor, schützen die Gefäße und stärken das Gehirn. Jetzt haben Forscher eine weitere positive Wirkung dieser ungesättigten Fette nachgewiesen: Sie können sogar den Ausbruch einer Schizophrenie verhindern. In einer Langzeitstudie bewahrte eine zwölfwöchige Einnahme von Fischölkapseln junge, psychisch vorbelastete Patienten davor, in die manifeste Psychose abzugleiten. Auch die psychischen Symptome besserten sich merklich. Die Omega-3 Fettsäuren könnten damit eine schonende Alternative zu Psychopharmaka sein, meinen die Forscher.

Es geht darum im Gehirn die orgonotische Ladung aufrechtzuerhalten!

Einstein, der Mond und das Proton

15. Juli 2015

Einstein war von Anfang an ein Gegner der Quantenmechanik, da sie drohte die Einheit der Physik zu sprengen. Wie kann beispielsweise Licht elektromagnetische Welle und gleichzeitig Teilchen (das von Einstein entdeckte „Photon“) sein? Was das Licht im gegebenen Augenblick sei, werde, so die Quantenmechanik, vom Beobachter bzw. natürlich von seiner experimentellen Herangehensweise bestimmt! So etwas kommt in der Physik des Sichtbaren nicht vor und sollte deshalb auch in der Welt des unsichtbar Kleinen nicht auftreten.

Die Argumente, die Einstein gegen Niels Bohr und andere vorbrachte, wurden immer komplizierter und beruhten darauf, daß, wenn man die Quantenmechanik ernst nehme, die Welt des Subatomaren bizarr und geisterhaft sei. Seine Überlegungen kulminierten schließlich im sogenannten EPR-Paradoxon, das besagt, daß zwei räumlich getrennte Teilchen instantan (also so, als gäbe es keinen Raum zwischen ihnen) wechselwirken können. (Siehe dazu meine Ausführungen in Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur.) Für die Quantenmechaniker waren derartige Einwürfe nur Bestätigung ihrer eigenen Argumente: daß auf subatomarer Ebene halt eigene Gesetze gelten würden und die physikalischen Gesetze unserer makroskopischen Umgebung bloße Grenzfälle der weitaus fundamentaleren Quantenmechanik seien.

Schließlich zog sich Einstein auf das denkbar einfachste Gegenargument zurück: er zeigte schlichtweg auf den Mond! Er ist unverrückbar, mit beliebiger Präzision räumlich und zeitlich verortbar und es ist ihm denkbar gleichgültig, ob und wie er von irgendeinem Menschen beobachtet wird oder nicht.

Folgen wir Einstein und betrachten nun ein subatomares Teilchen, das man sich ähnlich vorstellen kann wie den Mond: ein Proton. Ein Proton, das von einem Elektron umrundet wird, ergibt das einfachste und leichteste der Elemente, das Wasserstoffatom.

Eines der fundamentalsten Eigenschaften dieses Protons ist sein Radius. Und genau hier fängt das Problem an, denn während man den Radius des Mondes mit beliebiger Präzision messen kann, häufen sich beim Proton die Probleme. Und das sogar, wenn man von Heisenbergs berühmter „Unschärferelation“ absieht.

Man kann die Größe des Protons abschätzen, indem man es mit Elektronen beschießt und deren Ablenkung mißt. Weitaus genauer sind indirekte Messungen mit Hilfe der sogenannten „Lamb-Verschiebung“. Bei der Lamb-Verschiebung handelt es sich um die Aufspaltung eines Energieniveaus, die das Elektron in einem Wasserstoffatom einnehmen kann. Diese extrem kleine Aufspaltung konnte man mit der Quantenelektrodynamik erklären, die die Wechselwirkung von Protonen, Elektronen und Photonen beschreibt – und dabei das Vakuum zu einem brodelnden Schaum aus virtuellen Elementarteilchen macht.

Wasserstoffatome werden mit Lasern einer bestimmten Frequenz beschossen, hat man die richtige Frequenz erwischt, kommt es zur Lamb-Verschiebung, von der das Atom durch aussenden eines entsprechenden Photons Kunde tut. Aus der Frequenz der Laserstrahlung wird auf die Größe der Lamb-Verschiebung geschlossen und von dort mit denkbar komplizierten Berechnungen auf den „Radius des Protons“ (genauer gesagt den „Ladungsradius“) – der dergestalt tatsächlich nicht mehr ist als die interpretationsbedürftige Größe in einer abstrakten Formel.

2010 schienen vorläufige Meßergebnisse darauf hinzudeuten scheinen, daß man sich bisher um sage und schreibe 4 Prozent beim „Radius des Protons“ verkalkuliert hatte. Dabei haben die Elementarteilchenphysiker bisher nichts genauer untersucht als Protonen! Alles, was wir betrachten, besteht ausschließlich aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Es wäre wirklich genauso, als würde heute ein Astronom feststellen, daß der Mond tatsächlich 4 Prozent kleiner sei als bisher angenommen. Was ist dann mit den Gezeiten, den Mondflügen, im Grunde der gesamten Astronomie, wenn nicht sogar Physik?!

Das mit dem Mond wird nie geschehen, aber mit dem Proton könnte dieser Fall tatsächlich eintreten, wenn sich die Ergebnisse bestätigen sollten. Die Messung des Protonen-Radius konnte um den Faktor 10 verbessert werden, indem das stabile Elektron durch ein extrem kurzlebiges Myon ersetzt wurde, das 200mal größer als ein Elektron ist. Das „myonische Wasserstofatom“ weist entsprechend eine größere, besser meßbare Lamb-Verschiebung auf.

Und zwei Jahre später wurden diese Ergebnisse tatsächlich bestätigt:

Die Resultate (…) fachen erneut die Debatte darüber an, ob es für die beobachteten Diskrepanzen eine konservative Erklärung gibt, weil sie etwa auf mangelndes Verständnis der in allen Messungen auftretenden systematischen Fehler zurückgehen, oder ob am Ende doch „Neue Physik“ dahinter steckt.

Es führt einfach zu nichts ein Proton als einen „kleinen Mond“ (oder, was passender wäre, als „kleine Sonne“) zu betrachten – allein schon weil ein 4 Prozent kleinerer Mond tatsächlich die Welt aus den Angeln hebeln würde, während 4 Prozent kleinere Protonen nur ein paar ohnehin haltlose Theorien (das „Standardmodell“) durcheinanderwirbeln würden.

Für Reich waren die Elementarteilchen, wie sie in der kosmischen Strahlung auftreten (Protonen, Myonen, Elektronen, Photonen), besondere Ausformungen der Orgonenergie, konkret der Kreiselwelle mit ihrer Abfolge von Wellen und teilchenartigen Pulsen. Sogar den Mond selbst betrachtete in erster Linie als „Welle“:

Wie ich an anderer Stelle ausführen werde, sind die präzisen, „toten“ Gravitationsgesetze des Mondes, die nicht zur lebendigen Orgonenergie passen wollen, Ausdruck der Transformation von Energie in Masse und zurück. Genauso ist es um die präzisen Messungen im subatomaren Bereich bestellt, wie sie wie erläutert durchgeführt wurden.

Materie, sei es nun der Mond oder ein Proton, zeichnet sich durch die (im Vergleich zum sich ständig ändernden Orgon) Unwandelbarkeit ihrer Eigenschaft aus. Ob es sich dann etwa bei Protonen tatsächlich um „Kugeln“ handelt, die mit dem Mond vergleichbar sind, ist sekundär, wichtiger sind die orgon-energetischen Eigenschaften. Im ORANUR-Experiment entdeckte Reich einen Bereich, in dem sich die Elementarteilchen mehr wie Orgonenergie als wie, man verzeihe mir den Ausdruck, „mond-artige Teilchen“ verhalten.

Orgonomische „Soziobiologie“ (Teil 2)

26. Juni 2015

Kollektivismus ist eines der Hauptcharakteristiken der „Maschinenmenschen-Ameisen“: das Fehlen jeder Individualität, Eigenverantwortlichkeit und Spontanität – das Fehlen jeder wirklichen Gemeinschaft. Die krasseste Ausbildung dieses Syndroms finden wir im Sozialismus. Eine Gesellschaftsformation, die durch den Kollektivisten, bzw. modern liberal character hervorgerufen wurde.

Betrachten wir diesen Charakter etwas genauer:

1. Als Ausdruck einer energetischen Einebnung (mechanisches Potential) strebt er nach sozialer Nivellierung, die, auch bedingt durch seine Kontaktlosigkeit, alles andere als „sozial“ ist, sondern eben seinem Drang nach maximaler Entropie entspricht. Baker zufolge trägt er seine eigene „totale Devitalisierung“ in den gesellschaftlichen Organismus hinein. Deshalb handelt es sich beim modernen Liberalismus in jeder Hinsicht um eine gesellschaftliche „T-Reaktion“ (siehe Reich: Der Krebs), die zwangsläufig zum „gesellschaftlichen Krebs“ (Kommunismus) führen muß.

Krebsgewebe ist äußerst homogen und weniger spezialisiert als gesundes Gewebe („gesellschaftliche Nivellierung“). Nach Reich hört bei der Krebsbiopathie im Körper auch die „Energie-Produktion“ auf – dem entspricht im gesellschaftlichen Organismus die Beseitigung des produktiven Kapitalismus durch den unproduktiven Sozialismus. Gemäß dem mechanischen Potential sinkt das Energieniveau, alle Energieunterschiede werden eingeebnet und die Verantwortungslosigkeit nimmt zu. Ein Blick auf die diversen Gesellschaftexperimente der Sozialdemokraten und Kommunisten reicht aus, um diese Thesen zu untermauern.

2. Auf der anderen Seite führt der energetische Zentralismus (orgonomisches Potential) dazu, das der modern liberal character nach einem starken Sozialstaat strebt, aber auch dies ist nicht „sozial“, sondern Ausdruck dessen, daß der Liberale zentral aus seinem Gehirn heraus lebt. Dies macht ihn, da es zur Abtrennung vom Kern führt, zum Mechanisten. Auch dieser Aspekt ist Teil des krebsigen Zerfalls der Gesellschaft: Nach Reich (Der Krebs) verschiebt sich bei der präkanzerösen Zelle

die Kern-Plasma-Relation in energetischer Hinsicht rasch und drohend zugunsten des Kerns. Der Energieüberschuß im Kern wird im Verhältnis zum erstickenden Plasma allzu groß.

Beim Kollektivisten, dem „präkommunistischen Charakter“, verschiebt sich durch Intellektualisierung die Energie vom Becken zum Hirn, das, Reich zufolge, „wie ein Parasit dem Körper Energie abzapft.“ Dies entspricht ganz der Zentralisierung im Kommunismus. So sprach der modern liberal character Marx davon, daß die (Marxsche) Philosophie der „Kopf“ des Proletariats sei und Trotzki nannte die KP „das historische Organ, durch das die Klasse klassenbewußt wird.“

Diese Einteilung in Funktionäre und Arbeiter entspricht funktionell der Einteilung in Geschlechts- und Arbeitsameisen. Dazu gehört auch die Verteufelung des Egoismus durch die Linke (die organisierte Emotionelle Pest). Dieter Otto in schreibt seinem Buch Die Rote Waldameise (Wittenberg „DDR“ 1962):

Es gehört zur Eigenart eines Insektenstaates, daß die einzelnen Staatenmitglieder Tätigkeiten verrichten, die nicht unmittelbar nur ihren eigenen, individuellen Bedürfnissen oder den Bedürfnissen ihrer eigenen Nachkommen (Brutfürsorge) entsprechen, sondern die dem Gedeihen und der Erhaltung der gesamten Gemeinschaft dienen.

So verkörpert der „DORifizierende“ Kollektivist eine funktionelle Entwicklung hin zur Ameise. Nicht ohne Grund hat man die von den modern liberal characters Marx, Lenin, Bucharin („Menschenmaterial“), Trotzki, Stalin, Mao, Ho Chi-Minh, Castro, Pol Pot entworfenen kommunistischen Paradiese oft mit Ameisenstaaten (die „blauen Ameisen“ Chinas) verglichen.

Ein individuelles Bewußtsein ist in derartigen Ameisengesellschaften nur störend. Wichtig hingegen ist die möglichst hohe Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, um dies monolithische Gebilde zusammenhalten zu können. In seiner Abhandlung über „Krebs und Kommunismus“ schreibt Konia:

Die Gesellschaften der Wirbellosen basieren auf der größtmöglichen Entwicklung der Wahrnehmungsfunktion, während die Gesellschaften von Wirbeltieren von der möglichst umfassenden Entwicklung des Bewußtseins abhängen.

Beim Zerfall dieser „Wirbeltier-Gesellschaften“ hat das Bewußtsein seinen Sitz immer weniger im Individuum, sondern verschmiert sozusagen über die gesamte Gesellschaft (beispielsweise spricht man von „Bewußtseinsindustrie“, die Menschen entwickeln eine politisch korrekte „Einheitsmeinung“).

Was damit gemeint ist, zeigt die folgende Stelle aus Wilhelm Goetsch‘ Buch Die Staaten der Ameisen (Berlin 1953):

Wenn sich bei uns Menschen eine feste Gemeinschaft mit einheitlichem Handeln ergeben soll, dann sind stets besondere Einrichtungen nötig; man muß einander als Glieder dieser Gemeinsamkeit erkennen und man muß sich miteinander irgendwie verständigen können. Zum Erkennen dienen beispielsweise Abzeichen von der Vereinsnadel bis zur Uniform, oder Losungsworte vom Feldgeschrei bis zur Parole; zur Verständigung werden benützt irgendwelche Winkzeichen bis zur Druckschrift, oder Alarmsignale vom Schreckensruf bis zum SOS der drahtlosen Telegraphie. Es handelt sich demnach bei menschlichen Einrichtungen, deren Aufzählung man beliebig fortsetzen könnte, fast immer um Zeichen, die auf unser Auge oder Ohr wirken.

Bei den Ameisen steht der Geruch im Vordergrund.

Weil das individuelle Bewußtsein unterdrückt wird und das Individuum zu einer Art Nervenzelle wird, die nur Informationen empfängt und weitergibt, also jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält, stammte aus den kommunistischen Gesellschaften keine einzige epochemachende Erfindung. Das ist so, weil „das Bewußtsein“, d.h. jede Kreativität unterdrückt wird und jeder darauf schaut, was die anderen machen und sich dementsprechend verhält. Entsprechend war die Sowjetunion wie ein Parasit, der von der Auskundschaftung der geistigen Errungenschaften des Kapitalismus und der Ausbeutung der materiellen Ressourcen des Westens lebte. (Über die islamische Welt läßt sich ähnliches sagen!)

Konia schreibt weiter, daß sich das Bewußtsein parallel zur Sexualität entwickelt hat und daß bei den Insekten jede Freiheit und Sexualität dem Kollektiv geopfert wird (die Arbeitsameisen haben keinerlei Sexualleben), während bei den Wirbeltieren diese Funktionen bei den Individuen bis auf das Äußerste entwickelt sind.

Orgonomische „Soziobiologie“ (Teil 1)

25. Juni 2015

Wie in Die biologische, psychologische und soziologische Struktur des Menschen (Teil 1) dargestellt, gab es in der Evolution der Tiere eine alles entscheidende Weggabelung:

  1. ein Zweig der Hohltiere entwickelte sich zu den Vordermündern: Würmer, Mollusken, Krebse, Spinnen und Insekten;
  2. der andere Zweig der Hohltiere entwickelte sich zu den Zweitmündern: Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere.

Als Höhepunkte dieser zwei Entwicklungsreihen haben bei den Insekten (neben Wespen und Bienen) die Ameisen bzw. bei den Säugetieren die Menschen „biologische Organismen höherer Ordnung“ gebildet: den Ameisenstaat und die arbeitsdemokratische Gesellschaft (bzw. ihre degenerierten Abarten). Meines Wissens sind es auch die einzigen beiden Tierarten, die sich „Haustiere“ halten und „Landwirtschaft“ betreiben.

Der auffälligste morphologische Unterschied zwischen diesen evolutionären Grundalternativen ist der zwischen dem Außenskelet (Chitinpanzer) und dem Innenskelet. Oder kurz: Im Gegensatz zum Menschen ist die Ameise gepanzert. Darauf, daß diese Art von „Panzerung“ mit der des neurotischen Menschen funktionell identisch sein könnte, hat der medizinische Orgonom Charles Konia hingewiesen:

Die unverkennbare Gleichartigkeit zwischen der Bildung der Panzerung im Menschen und die Entwicklung einer somatischen Panzerung in niederen Organismen verlangt eine sorgfältige Untersuchung. (Journal of Orgonomy, May 1986)

Wird es von außen bedroht, kommt es bei jedem Tier zu einer vorübergehenden Panzerung. So ist die Panzerung letztlich die Abwehr von Schmerzen. Nur beim Menschen ist diese Art Panzerung chronisch geworden. In diesem Zusammenhang macht der Verhaltensforscher Hans Hass im ersten Band seiner Naturphilosophischen Schriften (München 1987) eine sehr interessante Anmerkung:

Bei Tieren mit starrem Außenpanzer hat Schmerzempfindung kaum einen biologischen Wert – demnach bildete sich auch keine solche aus. Besonders deutlich zeigen das die Insekten, wie aus einem oft wiederholten, brutalen Experiment hervorgeht: Schneidet man einer trinkenden Biene vorsichtig mit einer Schere den Hinterleib ab, dann bemerkt sie dies nicht, sondern trinkt weiter. Das Getrunkene fließt dann an der Schnittstelle heraus. Je mehr ungepanzerte und demnach verletzbare Teile ein Tier hat, um so wichtiger wird für dieses die Schmerzwahrnehmung, die dann reflexhaft Flucht, Abwehrverhalten oder Gegenangriff auslösen kann. Ganz besonders gilt das für den Menschen, der nicht wie seine Säugetierverwandten durch ein Fell, also durch einen Haarpanzer geschützt ist.

Wir sind sicherlich die schmerzempfindlichsten Tiere überhaupt, was zwar unsere Entwicklung gefördert hat (da wir Strategien zur Schmerzvermeidung entwickeln mußten), aber uns auch sehr leicht muskulärer Panzerung anheimfallen ließ. Geht man weiter davon aus, daß ein Mangel an „Empfindlichkeit“ funktionell identisch mit einem Mangel an „Empfindsamkeit“ – an Emotionen – ist, kann man durchaus behaupten, daß sich der gepanzerte Mensch in Richtung auf ein insektenartiges Wesen entwickelt – seine evolutionäre Bestimmung also denkbar weit verfehlt hat. Außerdem kann man wohl mit vollem Recht sagen, daß solche absolut empfindungslosen Insekten etwas „Roboterhaftes“ an sich haben.

Aus diesem besonderen Blickwinkel heraus wollen wir jetzt zunächst den historischen Anfang der sozialen Orgonomie, bzw. das Reich „politisierende“ Ereignis vom Juli 1927 in Wien betrachten. Reich hatte eine Arbeiterdemonstration beobachtet, bei der die Polizei völlig sinnlos in die Menge schoß:

Ich hatte (…) das Empfinden: „sinnlose Maschinen“, sonst nichts. Stupid, blöde, ohne Sinn und Vernunft, ein Automatismus (…) Maschinelle Menschen! Der Gedanke kam ganz klar und unwiderleglich. Er hat mich seither nie mehr verlassen. Er war der Keim aller späteren Untersuchungen über den Menschen im Staat. Ein solcher Maschinenbestandteil war ich im Krieg gewesen. Ich hatte genauso blind, auf Befehl, ohne Denken geschossen. „Knechte der Bourgeoisie“? Bezahlte Henker? Falsch!! Nur Maschinen! (Menschen im Staat)

Diese Gedanken waren der Ausgangspunkt aller späteren soziopolitischen Überlegungen in der Orgonomie!

In Massenpsychologie des Faschismus sprach Reich später von der „maschinellen Dreieinigkeit“ – der „kompletten Identität“ des folgenden:

  1. der mechanistischen Wissenschaft, bzw. „Maschinenwissenschaft“, welche die Maschine zum Herren über den Menschen macht;
  2. der maschinell gewordenen menschlichen Struktur; der Mensch als Maschine („Maschinenmenschen“, „Maschinenautomaten“); und
  3. dem „wissenschaftlichen Morden“; die militaristische Gesellschaftsstruktur, die autoritäre Lebensauffassung, das sadistische Morden durch die Faschisten.

So sei der Mensch gespalten „in ein Leben nach biologischen Gesetzen (…) und ein Leben, das durch die Maschinenzivilisation bestimmt ist.“ Diese Spaltung in „Tiersein und Nichttiersein“, biologische Verwurzelung auf der einen und technische Entwicklung auf der anderen Seite“, stellt sich orgonometrisch wie folgt dar:

Freud, Reich und der Wiederholungszwang (Teil 1)

20. Juni 2015

Man kann den „Anfangsimpuls“, der zur Erforschung der Überlagerungsfunktion durch Reich geführt hat, an Nietzsches „ewiger Wiederkehr“, an Freuds „Wiederholungszwang“ und an Paul Kammerers „Serialität“ festmachen.

Nicht ohne Grund hat Reich Nietzsches Hymne an die ewige Wiederkehr seinem Buch über Die kosmische Überlagerung vorangestellt:

O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
„Ich schlief, ich schlief –,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh –,
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
– will tiefe, tiefe Ewigkeit!“

Nietzsches und Freuds Ideen über die „Wiederkehr des ewig Gleichen“ kann man, ebenso wie Nietzsches „Willen zur Macht“ (orgonomisches Potential! – vgl. Der verdrängte Nietzsche), als, zwar durch die Panzerung verzerrte aber doch, sehr tiefe Einsicht in das orgonotische Funktionieren betrachten. Es handelt sich einfach um das „Lustprinzip“ (auf das Nietzsches Gedicht ja abzielt) – letztlich um die Orgasmusfunktion. Erinnert sei auch an Reichs sexualökonomische Widerlegung des von Freud aus dem Wiederholungszwang abgeleiteten „Todestriebs“!

Was Kammerers „Gesetz der Serie“ betrifft, das z.B. von Einstein und Freud sehr ernstgenommen wurde, so kennt der Leser es vielleicht in Form des Plagiats, das vom berühmten Quantenphysiker Wolfgang Pauli und dem Psychiater C.G. Jung kreiert und „Synchronizität“ genannt wurde. Es geht dabei einfach darum, daß alles mit allem verbunden ist und daß sich Gleiches gegenseitig anzieht. Das ist kein Quatsch, sondern der Versuch des Superhirns Pauli mit den Mysterien der Quantenphysik fertigzuwerden! Genauso wie es ein Prinzip gibt, das der Entropie entgegenläuft (das orgonomische Potential), scheint es ein Gesetz der Serie zu geben, das den Gesetzen der Statistik entgegenarbeitet und mit dem man viele parapsychologische und quantenmechanische Phänomene (da besteht kein großer Unterschied!) erklären kann.

In diesem Zusammenhang ist es von Interesse, daß Reich schon in seinem ersten Semester in Wien Kammerers Vorlesungsreihe über die „Periodizität der Lebenserscheinungen“ hörte (Karl Fallend: Wilhelm Reich in Wien, Wien 1988, S. 227). Ich habe mich bereits an anderer Stelle mit Kammerers Einfluß auf Reich beschäftigt.

Wollte man diesen Zwang zur Wiederholung und zur Serie bildlich darstellen, käme als Essenz Nietzsches, Freuds und Kammerers das folgende zum Vorschein:

Hier haben wir das vor uns, was der Orgonom Courtney F. Baker „turning on the turning“ (Drehung in der Drehung) genannt hat und welches das Grundmuster eines Großteils orgonotischen Funktionierens zu sein scheint. Die Planeten, die Sonne und die Galaxie selber bewegen sich aufgrund dieser Kreiselwelle. Unmittelbar konnte Reich diese Bewegung bei Mikroorganismen unterm Mikroskop und bei Orgonenergie-Einheiten im „Orgonraum“ sehen.

Da Logik und Mathematik nicht in der Luft hängen, findet man diese Grundbewegung sogar dort:

„Metatheoretische Schleifen“ treten immer dann auf, wenn sich Erkenntnissysteme, wie z.B. die Logik oder etwa auch das Bewußtsein des Meditierenden, mit ihren Erkenntnismitteln gegen sich selbst richten. Man nehme etwa die Mengenlehre:

Manche Mengen (bzw. Klassen) können Mitglied von sich selbst sein, weil die Menge als ganzes betrachtet bestimmte Qualitäten mit den Mitgliedern der Menge teilt. Zum Beispiel ist die Menge aller Vorstellungen, selbst wieder eine Vorstellung. 1902 stellte Bertrand Russel fest, daß das zu einer logischen Schleife führt, wenn man die Menge aller Mengen betrachtet, die sich nicht selbst enthalten. 1931 bewies Kurt Gödel, daß das Russelsche Paradoxon unauflösbar ist. Damit hängt die gesamte Logik und Mathematik sozusagen in der Luft.

Ein für uns Normalsterbliche zugänglicheres Beispiel ist der Klugschwätzer mit seiner Behauptung, es gäbe keine Wahrheit. Womit er ja behauptet, daß es eben doch eine Wahrheit gibt – nämlich, daß es keine Wahrheit gibt… Das ach so aufklärerische und skeptische Diktum, daß nichts wahr ist, alles nur Schein, daß es keinen „Grund“ gibt, ist sich selbst widersprechender Unsinn, halt bloße Philosophie.

Das erkennt man aber erst, wenn man den Bereich der formalen Logik verläßt – die ja ganz offensichtlich nirgends hinführt – und sich dem orgonomischen Funktionalismus zuwendet. Jedes sich in selbstbezüglichen metatheoretischen Schleifen erschöpfendes Bezugssystem, etwa Sprache und formale Logik (Marke „Ein Kreter sagt, alle Kreter lügen!“), ruht jeweils auf funktionell Tieferem und „Grundlegenderem“.

Hans Hass erwähnt etwas, was an die „metatheoretische Schleife“ erinnert: Funktionell beiße sich die Katze in den Schwanz. So müssen z.B. die pflegenden Einheiten der Energone (Organismen, Wirtschaftsunternehmen) wiederum selber gepflegt werden. Einheiten der Energiezufuhr muß seinerseits Energie zugeführt werden.

Bei jenen der Abfallabfuhr treten meist selbst wieder Abfälle auf. Reinigende Einheiten müssen sehr oft selbst wieder gereinigt werden, kontrollierende müssen selbst kontrolliert werden, regenerierende müssen selbst Schäden ausgleichen können. (Naturphilosophische Schriften, Bd. 3, München 1987)

Hätte Hass dies zuende gedacht, wäre er möglicherweise zur biologischen Orgonenergie vorgedrungen, ohne die die gesamte Biologie und Ökonomie in der Luft hängt!