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Archive for the ‘Wissenschaft’ Category
Harnisch: Orgonenergie: Geballte Lebensenergie (1993)
27. Dezember 2016Tornados und Orgonenergie
9. Dezember 2016Das Wesen der Physik
12. November 2016Die Orgonomie und die moderne Physik
20. Oktober 2016Arbeitsdemokratie und Funktionalismus wider Mystizismus
11. Oktober 2016Würde man den besten Wissenschaftlern der Erde Ende des 19. Jahrhunderts das Notebook aushändigen, auf das ich diese Notiz schreibe, hätten sie nichts, rein gar nichts damit anfangen können. Wie ohne Quantenphysik den Bildschirm verstehen? Was hätten sie mit dem Mikrochip anfangen sollen? Konzeptionell hatten sie keinen Zugang zum Konzept eines Transistors und schon gar nicht zu einem miniaturisierten. Ohne Elektronenmikroskop ist ein Chip einfach ein – Chip. Ohne das Konzept „Computersprache“ macht ein Schaltelement ohnehin keinen Sinn. So ein Notebook ist das Produkt des Hirnschmalzes ganzer Generationen von Wissenschaftlern und vor allem von Ingenieuren, die erst mal zimmergroße Computer entwerfen mußten, die mit Lochkarten gefüttert werden. Eine selbständige neue Wissenschaft mußte aus dem Boden gestampft werden, die Informatik. Ganze Industrien mußten entstehen, die die Komponenten produzieren können, aus dem so ein Notebook zusammengebaut wird. Diese parallel sich entwickelnden Industrien hatten am Anfang meist nichts mit dem Notebook zu tun. Betriebssysteme mußten entwickelt und vor allem anwenderfreundlich gemacht werden, ansonsten könnten nämlich nur Informatiker etwas mit einem Notebook anfangen. Es hätte also von vornherein gar keinen Impetus zur Entwicklung der Massenware Notebook gegeben!
Ein Notebook ist nicht das Ergebnis einer einzigen „Intention“, es fällt nicht vom Himmel – und wenn es, wie im obigen Beispiel, doch vom Himmel fallen sollte, könnte niemand etwas damit anfangen, allein schon weil es weder Speichermedien, Drucker, noch das Internet gäbe. Ein Notebook macht nur als Teil einer umfassenden Infrastruktur Sinn! Wäre einmal der Akku leer, könnte kein Wissenschaftler oder Ingenieur des 19. Jahrhunderts irgendetwas aus dem Notebook entwickeln. Es wäre nur ein Haufen aus Metall und Plastik, mehr nicht! So ein Notebook ist das Produkt unzähliger Entwicklungen, an deren Anfang ganz andere Intentionen standen, wenn es nicht schlicht Zufallsentdeckungen oder bloße Beiprodukte waren, denen zunächst eine ganz andere Funktion zuviel, wenn überhaupt. Die Geschichte des Notebooks ist ein schier unendlich komplexes Netz (zu dem auch die Finanzierung all der Forschung und beispielsweise das Marketing der diversen Produkte gehört). Niemand hat dieses Netz entworfen und ohnehin hätte es niemand entwerfen können. Diese autonome Entwicklung mit ihren komplexen Wechselwirkungen ist das, was Reich als „Arbeitsdemokratie“ bezeichnet hat.
Das Beispiel des Notebooks zeigt auch, daß Zweck und Zielsetzung etwas Sekundäres sind, das erst ganz am Ende in Erscheinung tritt. Am Anfang steht immer die Funktion, die sich immer weiter auffächert. Beispielsweise muß erst der Bildschirm dasein, bevor jemand auf den Gedanken kommen kann Folien zu entwickeln, die verhindern, daß der Sitznachbar mitlesen kann. Wir brauchen ja nur unseren eigenen Körper zu betrachten! Die Hände sind nicht für den Werkzeuggebrauch, sondern für das Klettern auf Bäume entstanden. Es ist zu einer Funktionserweiterung bzw. zu einem Funktionswechsel gekommen. (Wie neue Funktionen entstehen, hat Reich in Die kosmische Überlagerung beschrieben.)
Arbeitsdemokratie und Funktionalismus kann man mit einem Satz umschreiben: Nichts fällt vom Himmel!
Taschenlampen-Phänomene in der Erdorgonenergie-Hülle
15. September 2016Politische Biologie
29. August 2016Seit Jahren überlegen sich Anthropologen, ob das Menschentier zu einem intelligenten und sozial kooperierenden Wesen geworden ist, weil er aggressiver Jäger oder weil er verängstigter Gejagter war. Im ersten Fall mußte er Jagden vorbereiten, organisieren, strategisch planen, mit anderen eng zusammenarbeiten, im zweiten Fall habe „der frühe Mensch Mechanismen entwickelt, die seine Fähigkeit zur Kooperation stärkten, sein Sozialverhalten und seine Teamfähigkeit. Diese Mechanismen haben den Menschen kooperativ gemacht statt aggressiv.“
Es ist offensichtlich, daß hier einiges durcheinander geraten ist, da Jäger, etwa Löwenrudel, und Gejagte, etwa Wildpferde, in ihrem Sozialverhalten innerhalb des Rudels bzw. der Herde kaum Unterschiede aufweisen! Hört man den Anthropologen zu, die den Urmenschen als brutale „kapitalistische“ Bestie zeichnen, und denen, für die er der geborene „Kommunist“ war, kommt einem der Verdacht, daß der oben konstruierte Gegensatz mehr eine Funktion der soziopolitischen Charakterstruktur des jeweiligen Anthropologen ist als eine der objektiven Wissenschaft. Das läßt sich auf die gesamte Biologie ausdehnen. Ich erinnere nur an die Diskussion um Stephen Jay Gould. Generell tendierten die Biologen in der alten autoritären Gesellschaft zu einer brutalen Version des Darwinismus, während sie heute, in der anti-autoritären Gesellschaft jedenfalls tendenziell überall friedliche Symbiose und Kooperation sehen wollen.
Wer Elsworth F. Bakers soziopolitische Charakterologie nicht studiert hat, kann die Welt nicht verstehen! Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.
Gepanzerte Kröten?
20. Juli 2016Wandelnde Burgen – die heutige Funktion des Schildkrötenpanzers ist klar: Er schützt die langsamen und wehrlosen Reptilien vor Feinden. Doch offenbar stand diese Funktion gar nicht am Anfang der Entwicklungsgeschichte des Panzers: Seine Urform diente allein dem Graben, legen nun neue Fossilienfunde von Vorfahren der Schildkröten nahe. Erst später in der Evolutionsgeschichte verwandelten sich die ursprünglich nur verbreiterten Rippen dann in Rüstungen.
Damit ist die ab und an vorgebrachte These vom Tisch, der Panzer der Schildkröten sei irgendwie ein Analogon zum Muskelpanzer des neurotischen Menschen; eine „abpanzernde“ Reaktion auf eine bedrohliche Umwelt, die bei den Vorfahren der jetzigen Schildkröten, frei nach Lamarck, sozusagen über Generationen hinweg „in Fleisch und Blut übergegangen ist“.
Nach Hans Hass haben wir hier vielmehr eine „Funktionserweiterung“ vor uns (Organe und Werkzeuge lassen sich für unterschiedliche Aufgaben nutzen), gefolgt von einem „Funktionswechsel“ (ein Organ oder Werkzeug, das ursprünglich für die eine Funktionserfüllung entwickelt wurde, übernimmt eine grundlegend andere). Rippen, die ursprünglich Lunge und Herz einen möglichst flexiblen und nachgiebigen Halt geben sollten, wurden verbreitert, was zwar das Atmen erschwerte und die allgemeine Flexibilität des Körpers einschränkte, aber das Graben erleichterte (Funktionserweiterung). Aus diesen Strukturen entwickelte sich schließlich etwas ganz anderes, nämlich ein maximal rigider Ganzkörperpanzer (Funktionswechsel).



















