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Besprechung: Marx, Engels, Lenin, Trotsky – GENOCIDE Quotes (The Hidden History of Communism’s Founding Tyrants, in their Own Words) von James DeMeo

13. Mai 2019

In der Einleitung zu dieser Zitatensammlung ist ständig von „königlichen Despoten“ die Rede, so als wäre die beiden Kaiser Despoten gewesen. Wenn man das mit dem mörderischen Wüten der „Demokratien“ England, Frankreich und insbesondere Belgien in deren Kolonien vergleicht… Nicht vergessen sei auch, daß diese Demokratien Verbündete des despotischen Rußland gegen das „despotische“ Deutschland waren. Im Ersten Weltkrieg einen Kampf zwischen Gut und Böse sehen zu wollen, ist mystisches, d.h. irrationales Denken, das sich in seiner Struktur beispielsweise kaum vom Antisemitismus unterscheidet.

Ein zweites Leitmotiv, das das Büchlein durchzieht, ist die Linie, die von den deutschtümelnden, antisemitischen, „antislawischen“ und antidemokratischen Marx und Engels zu Hitler gezogen wird. Beispielsweise zeigt ein Zitat, daß Marx 1870 auf der Seite Preußens stand und daß seiner Meinung ein deutscher Sieg im sich abzeichnenden Krieg den Interessen der Arbeiterbewegung im allgemeinen und des Marxismus im besonderen diene (S. 26). Ja, und?! Bindeglied zwischen „Marx“ und „Hitler“ ist die Unterstützung und Finanzierung Lenins durch das deutsche Oberkommando, das Friedensdiktat von Brest-Litowsk (wo Rußland übrigens nur nichtrussische Gebiete abgeben mußte!) und nach dem Krieg die strenggeheime enge Kooperation der Reichswehr mit der Roten Armee. Das ganze schließlich gekrönt vom Hitler-Stalin-Pakt.

Neben Marx wird auch Lenin zitiert, der 1920 erklärte:

Ich bin kein Freund der Deutschen, aber im gegenwärtigen Augenblick erscheint es mir besser, sie zu nützen, als sie herauszufordern. Ein unabhängiges Polen ist eine große Gefahr für Sowjetrußland; aber es ist ein Übel, das auch sein Gutes hat, denn solange es besteht, können wir auf Deutschland rechnen. Die Deutschen hassen die Polen genauso wie wir und werden sich jederzeit mit uns verbünden, um dieses Land zu vernichten. … Deutschland will Rache, und wir wollen die Revolution. Im Augenblick haben wir die gleichen Ziele. Wenn sich unsere Wege einmal trennen werden, werden die Deutschen unsere größten und erbittertsten Feinde sein. Aber die Zeit wird erweisen, ob aus den Trümmern Europas eine deutsche Hegemonie oder der kommunistische Zusammenschluß erwachsen wird. (S. 48)

Wieder: Ja, und?! Formal ist hier Lenin, ein offenbar sehr kluger Mann, nicht „böser“ oder zynischer als jeder andere Politiker dieser Zeit. Ich denke dabei insbesondere an England und Frankreich. Diese Zitatenauswahl empfinde ich als tendenziös, als wolle DeMeo sagen, daß Deutschland schlechthin böse war und daß Marx und Engels böse gewesen seien, weil sie deutsche Nationalisten waren, während Lenin und Trotzki böse gewesen seien, weil sie auf die deutsche Karte setzten. Es geht um nicht weniger als die Eroberung der Welt! DeMeo:

Lenin, Trotzki und Stalin hatten sich alle an Geheimplänen deutscher Techniker und Ingenieure beteiligt, neue Munitionsfabriken tief im sowjetischen Territorium zu errichten, geschützt vor den neugierigen Blicken der Versailler Inspektoren, mit Aufteilung der produzierten Waffen. In diesen neuen Fabriken wurden nach gemeinsamen Plänen der Sowjets und des deutschen Oberkommandos neue Generationen von Jagd- und Bomberflugzeugen, Panzern und Artillerie, Giftgas und anderen Waffen für einen späteren offenen Eroberungskrieg gegen den Rest der Welt heimlich hergestellt und getestet. Diese Täuschung blieb auch nach 1933, als Hitler an die Macht kam, geheim, und in Deutschland erschienen „wie durch Zauberei“ riesige Mengen neuer und erschreckender Waffen. Der bekanntere „Hitler-Stalin-Pakt“ von 1939, kurz vor der gemeinsamen Invasion Polens durch Deutschland und die Sowjetunion, war die erste öffentliche Ankündigung einer tödlichen Verschwörung für die Welteroberung, die zwischen den deutschen Militaristen und den bolschewistischen Sowjets zwei Jahrzehnte zuvor ausgebrütet worden war. (S. 60)

Man weiß gar nicht, wo anzufangen! Es kann keine Rede davon sein, daß da großartig Rüstungsgüter für die deutsche Armee hergestellt und nach Deutschland, gar nach Hitlers Machtergeifung, gebracht wurden. Hitler hat seinen Generälen nach der besagten Machtergreifung strengstens verboten, die alten Kontakte in die Sowjetunion zu aktivieren. Der Hitler-Stalin-Pakt war von beiden Seiten Machiavellistische Diplomatie, nicht Ausfluß der angeblichen „Welteroberungspläne der deutschen Militarkaste“. (Ebenso hätte Deutschland Polen als Partner und etwa das faschistische Italien als Gegner haben können!) Beim Polenfeldzug drohte der Wehrmacht, die angeblich die Welt erobern wollte, die Munition auszugehen, etc.pp. Auf diesen ganzen Komplex werde ich in den nächsten Tagen näher eingehen. Aber zunächst zum eigentlichen Inhalt der Broschüre: die Sammlung von Zitaten von Marx, Engels, Lenin und Trotzki, die von Linken (einschließlich Reich!) gerne als Lichtgestalten gegen den mörderischen Stalinismus abgehoben werden. Doch deren eigene Worte verdammen sie, „die Klassiker“. Diese zeichnen nämlich den Roten Terror vor, wenn sie ihn nicht direkt anordnen. Erschreckend ist die Menschenverachtung, mit der „Klassen“ und ganze Völker der Ausmerzung überantwortet werden. Das ganze mutet wie eine mörderische Mischung aus (Pseudo-) Hegelianismus und (Pseudo-) Darwinismus an. Für Marx, Engels & Co. gehen die „Gesetze“ der Geschichte gefühllos wie ein Erdbeben über Individuen und ganze Nationen hinweg und es gilt das eherne Gesetz der „Auslese“. Menschen werden zu „Ungeziefer“.

DeMeo bietet ein Zitat Maos (das einzige eines Stalinisten im Buch) über den Laogai, den chinesischen GULAG, das mir vollkommen neu war und das denkbar plastisch den Unterschied zwischen der „Stalinistischen“ und der Reichschen Marx-Interpretation verdeutlicht:

Unsere Wirtschaftstheorie besagt, daß der Mensch die grundlegendste Produktivkraft ist. Mit Ausnahme derer, die aus politischen Erwägungen physisch ausgerottet werden müssen, müssen Menschen als Produktivkraft eingesetzt werden vorausgesetzt sie sind unterwürfig. Laogai-Einheiten zwingen Gefangene zur Arbeit. Die grundlegende Politik des Laogai lautet: „Zwangsarbeit ist das Mittel, während Gedankenreform das grundlegende Ziel ist.“ (S. 13)

Man vergleiche das mit dem „Marx-Kapitel“ in Menschen im Staat und den Ausführungen über die „natürliche Organisation der Arbeit“ in Die Massenpsychologie des Faschismus! „Gebt Veratwortung der lebensnotwedigen Arbeit!“ DeMeo zeigt mit seiner Zitatensammlung, daß Reich einem Mythos anhing, der nichts mit dem lebensfeindlichen und despotischen Grundwesen des Marxismus zu tun hat. Die Tragik ist, daß dieser rosarote Mythos der amerikanischen Jugend flächendeckend eingetrichtert wird (mit aktiver Hilfe rotverstrahlter pestilenter „Reichianer“!) – und daß DeMeos Buch niemals zum „Kleinen Roten Buch“ dieser Generation werden wird.

Wie der Marx-Mythos geschaffen wurde und was Marx und Engels wirklich an mörderischem Schrott verzapft haben (hunderte Seiten wörtlicher Zitate!) findet sich in den beiden Werken von Konrad Löw:

Der Mythos Marx und seine Macher, München 1996

und

Das Rotbuch der kommunistischen Ideologie, München 1999

Nicht Menschen gehören ausgerottet, sondern menschenverachtende Ideologien wie der Marxismus.

DIE MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS in drei Teilen (Teil 2)

25. Januar 2019

Teil 2 der Massenpsychologie des Faschismus handelt von der Einführung der „Sowjetdemokratie“ durch Stalin – und das in einer angeblichen „Räterepublik“, wo alle Macht von den arbeitenden Massen ausgeht. Reich ging die ganze Verlogenheit des kommunistischen Projekts auf. Er kritisiert hier sozusagen die erste „Perestroika“, Stalin als „Gorbatschow“!

Gorbatschow war als sowjetischer Parteiführer in erster Linie Leninist, d.h. zur Machterhaltung war es für ihn geradezu Routine überkommenen ideologischen Ballast über Bord zu werfen. Es geht einzig und allein um den Machterhalt der Partei – selbst zum Preis der „Demokratisierung“, da sind Tradition und Ideologie egal. Hat doch schon Lenin den Sankt Marx einen guten Mann seinlassen und die „Neue ökonomische Politik“ ausgerufen.

Als ich damals zum ersten Mal vom neuen Generalsekretär Gorbatschow hörte, mußte ich unwillkürlich an Stalin denken. Man macht sich im allgemeinen ein viel zu finsteres Bild von Stalin. Nicht, daß er kein Modju war, sondern weil er ein Modju war, ist er am Anfang bis zu Lenins Tod, sehr jovial, menschlich und sympathisch aufgetreten und hat sich dergestalt wohltuend vom Heißsporn Trotzki abgehoben, an den das Grauen des Roten Terrors haftete und der als hochmütig und fanatisch galt. Die Leute, die Stalin unterstützt haben, hatten eine Todesangst vor einer persönlichen Machtstellung Trotzkis. Also genau vor dem, was dann mit Stalin eingetreten ist.

Bei Gorbatschow hatten wir genau das gleiche: ein energischer junger Mann, der aber trotzdem jovial und vertrauenerweckend auftrat, als Reformer, jemand der sich in die kollektive Führung einreihte, etc. Aber dann ganz plötzlich trat genau das gleiche wie bei Stalin auf: während Stalin seine persönliche Diktatur aufbaute, führte Gorbatschow das Präsidialsystem ein, trat als großer Superstar auf. Plötzlich hatte er es nicht mehr nötig den Vorsitzenden des Obersten Sowjets um das Wort zu bitten, sondern quasselte frei drauf los und machte aus Gromyko eine Witzfigur, ähnlich wie Stalin aus Kalinin eine Witzfigur gemacht hatte. Seit Stalin war Gorbatschow wieder der erste Sowjetführer, der vollkommen neue ideologische Direktiven erteilte – und er war seit Stalin wieder der erste Sowjetführer, der von westlichen Intellektuellen als Christusersatz angebetet wurde.

Gorbatschow war ein Produkt Andropows, der schon mit „Gorbatschows“ Politik schwanger ging, als niemand Gorbatschow kannte. Der KGB-Chef Andropow hatte sich über KGB-Kanäle wie Spiegel und Stern (schon damals dünnschissige Schmierblätter!) als „Liberalen“, als feinfühligen Intellektuellen präsentieren lassen, der sich für Jazz interessiert. Er wollte der SU ein neues Image verpassen, um die Wirtschaft des Westens besser anzapfen zu können und dem Kommunismus seine idealistische Dynamik zurückzugeben. Gleichzeitig wollte er das Land von innen auflockern, um die Stagnation zu überwinden. Und der Westen ist so dumm und fällt darauf rein. Ergebnis: Gorbatschow diktiert die Verteidigungspolitik des Westens, der Westen saniert den maroden Osten, der sich gleichzeitig groteskerweise als frischer Quell „neuen Denkens“ präsentieren kann. Ich erinnere an die verbrecherische „Friedensbewegung“ und die Wiedervereinigung – die uns Merkel und die DDR 2.0 geschenkt hat.

Typisch für den Kommunismus waren nicht die Panzer in Budapest, Prag und Peking, wo jeweils „Demokratiebewegungen“ blutig niedergeschlagen wurden, sondern vielmehr Leute wie Andropow und Gorbatschow, die an das vermeintlich „Gute im Menschen“, an die soziale Fassade appellieren, um dann erstrecht das Lebendige um so besser töten zu können. Typisch ist die sogenannte „Friedensbewegung’“, die, unter dem Banner des Guten, alles Natürliche zu unterdrücken trachtet, alle Bewegung. Ich denke nur an die widerwärtige Propaganda gegen das „Kriegsspielzeug“ oder das kastrierte Gehabe so mancher Friedensschwuchteln. Das ist Kommunismus – die Zerstörung des Friedens durch „Frieden“, die Unterdrückung des Volkes durch eine „Volksarmee“, die Errichtung der Tyrannei durch die „Volksdemokratie“ (die Machtstellung, die Gorbatschow zeitweise „demokratisch“ errang), die Erhaltung eines mittelalterlichen Systems (Sozialismus) und seiner Theorie (Marxismus) durch „neues Denken“.

Der Ex-DDR-RGW-Funktionär Hermann von Berg stellte damals in seinem Buch Die Antiökonomie des Sozialismus (Würzburg: Creator-Verlag, 1989) dar, daß Gorbatschows Neues Denken, was die Wirtschaft betrifft, uraltes Denken ist. Schon Stalin hat versucht, die sozialistische Wirtschaft auf Gorbatschowsche Weise zu reformieren. Breschnew war auch schon ein „Gorbatschow“! Und alles ist gescheitert, genauso wie Gorbatschow kurz darauf gescheitert ist mit seiner „sozialistischen Marktwirtschaft“. Gorbatschow hat sich verzockt, ähnlich wie es zuvor Stalin mit dem Hitler-Stalin-Pakt passiert war.

Was Rotchina betrifft hat der Kommunismus zu einer apokalyptischen moralischen Krise geführt, einen Alptraum:

Der Rote Faden: Reich und Stalin

24. November 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion

a. Der Weg in den Kommunismus

b. Der Weg in den Faschismus (Wien)

c. Rassenhygiene

d. Der Weg in den Faschismus (Berlin und Kopenhagen)

e. Der Übermensch

f. Die Untermenschen

2. Der Weg in den Kalten Krieg

a. Das rote Berlin

b. Agenten des Roten Terrors

c. Der Friedenskämpfer Nr. 1

d. Der Kalte Krieger Nr. 1

e. Der Warmduscher

3. Mentalhygiene

a. Sexpol

b. Die sexuelle Revolution in der Sowjetunion

c. Psychoanalyse und Kommunismus

d. Otto Fenichel und seine „Rundbriefe“

e. Die Leninistische Organisation

4. Polithygiene

a. Reich in Norwegen

b. Reich und Marx

c. Reich und Lenin

d. Reich und Trotzki

e. Reich und Stalin

DER ROTE FADEN: Der Weg in den Kommunismus

3. April 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion:

a. Der Weg in den Kommunismus