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Trump und die tugendhafte Lust

12. November 2024

Lassen wir zu Anfang einen dieser grotesken Links-„Reichianer“ zu Wort kommen. Fundsache aus dem Netz:

Ich denke, daß man [den Sieg Trumps] am besten so verstehen kann, wie Reich es in seiner Massenpsychologie des Faschismus beschreibt. Eine beträchtliche Anzahl, vielleicht sogar die Mehrheit der amerikanischen Wähler, identifiziert sich entweder unbewußt oder bewußt mit seiner Frauenfeindlichkeit, seinem Rassismus, seiner Fremdenfeindlichkeit, seiner sexuellen Gewalt und Grausamkeit. Im Jahr 2016 könnte man sagen, es war Unwissenheit, aber am 5. November wußten die Wähler genau, wer er war, und haben ihn trotzdem gewählt. Er verkörpert ihre sekundären Triebe.

Mit anderen Worten: „Trump ist wie Hitler!“ Reichs „Generalpsychopath“.

Ich glaube, dieser Haß kommt aus Trumps Umgang mit Schuldgefühlen. Er bzw. sein Ichdeal, das er nach außen projiziert, ist frei vom Über-Ich („ungepanzert“) und das ist genau das, was die Trump-Gegner ihm explizit vorwerfen: Rücksichtslosigkeit; er sei ein Soziopath, sogar ein Psychopath, weil sie sich einen über-Ich-freien (ungepanzerten) Menschen nicht anders vorstellen können. In ihren Augen muß er der „American Psycho“ sein! Auf diese Weise wurde der „Antifaschismus“ zu etwas Erzreaktionärem, d.h. etwas, was die miefige zutiefst sexualfeindliche Moral des Mainstream vertritt.

Trump lebt etwas vor (ein beinhartes Arbeitspensum und das Sexualleben eines Playboys, der jeder Frau in den Schritt greifen könnte), was sich der impotente, ängstliche, aber vor allem angeblich „tugendhafte“, d.h. dem woken Mainstream anhängende Kleine Mann des Jahres 2024 nur erträumen kann. Die angebliche „Tugend“ dieses Kleinen Mannes beruht auf seiner Schwäche, seiner Konformität und seinem Untertanengeist.

Er kann sich in seinem beschränkten Horizont keinen Mann vorstellen, der nicht aufgrund irgendwelcher „Prinzipien“ bzw. aufgrund irgendeiner „Moral“ heraus agiert, sondern einfach, weil er befriedigt ist – oder, besser gesagt, überhaupt befriedigbar ist, entsprechend vor Energie und Tatendrang schier bierst und andere daran teilhaben lassen will, weil geteiltes Glück tatsächlich potenziertes Glück ist. Das sieht man etwa daran, daß Trump, wenn er frei schalten und walten könnte, am liebsten sämtliche Regularien, die das freie Agieren der Wirtschaft und das freie Verbreiten von Information und Meinung behindern, beseitigen würde. Er will die Gesellschaft „entpanzern“.

Liebe, Arbeit und Wissen sollen sich frei entfalten! Aber was ist mit der „Liebe“ (der Sexualität) wird der „Links-Reichianer“ einwenden und auf Abtreibung und „Frauenrechte“ verweisen. Werde dadurch nicht der „tugendhaften Lust“ auf Massenbasis die Grundlage entzogen? Unsinn, denn das Gegenteil ist der Fall: diese „Links-Reichianer“ sind es, die eine Gender- und Transagenda mit Pubertätsblockern und der Amputation von Genitalien und Brüsten vertreten.

Natürlich gibt es rationale Elemente in der Anti-Trump-Hysterie unserer „Links-Reichianer“, denn tatsächlich ist die Rechte im Durchschnitt sexualfeindlicher als die Linke, aber das spielt im antiautoritären Heute wohl kaum eine Rolle. Amerika! 2024! Und, ja, man kann allzuleicht Psychopathen mit genitalen Charakteren verwechseln, einfach weil sie keine Emotionen haben und jedem alles vorspielen können – auch „Empathie“. Das beste Beispiel ist wohl der Frauenschwarm, Traum jeder Schwiegermutter und –alptraumhaft sadistische Frauenmörder Ted Bundy. Ein ähnlicher Charakter war der Friedennobelpreisträger und Kriegsverbrecher Barack Obama…

Reich hat geschrieben, daß Hitler gewählt wurde, da sein Auftreten paßgenau zur durchschnittlichen Massenstruktur der deutschen Bevölkerung paßte. Ähnliches ließe sich über den narzißtischen Kindmann Hussein Obama sagen.

Die Erforschung der massenpsychologischen Wirkung Hitlers mußte von der Voraussetzung ausgehen, daß ein Führer oder der Vertreter einer Idee nur dann Erfolg haben kann (…), wenn seine persönliche Anschauung, seine Ideologie oder sein Programm an die durchschnittliche Struktur einer breiten Schicht von Massenindividuen anklingt. Dann ergibt sich die weitere Frage, welcher historischen und soziologischen Situation diese Massenstrukturen ihr Entstehen verdanken. So verlegt sich die Fragestellung der Massenpsychologie aus der Metaphysik der „Führerideen“ in die Wirklichkeit des gesellschaftlichen Lebens. Nur dann, wenn die Struktur einer Führerpersönlichkeit mit massenindividuellen Strukturen breiter Kreise zusammenklingt, kann ein „Führer“ Geschichte machen. Und ob er endgültig Geschichte macht oder nur vorübergehend, hängt einzig und allein davon ab, ob sein Programm in der Richtung des fortschreitenden gesellschaftlichen Prozesses liegt oder sich dagegen anstemmt. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 53)

Obwohl sie zu denkbar unterschiedlichen Zeiten auftraten, Hitler in der autoritären Gesellschaft, Obama in der anti-autoritären Gesellschaft, sind die Gemeinsamkeiten doch verblüffend. Beide hatten in ihrem Leben nie gearbeitet. Beide hatten ein sehr fragwürdiges Sexualleben. Beide kamen buchstäblich aus dem Nichts bzw. haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um ihre Herkunft zu verschleiern. Beide hatten einen sehr eindringlichen Redestil, der sie unmittelbar mit den Massen verbunden hat. Bei Obama fühlte man sich an einen Prediger der Nation of Islam erinnert. Beide standen für eine „politische Religion“: Es gibt Hoffnung! It can be done!

Hitler verkörperte den damaligen Kleinbürger mit dessen widersprüchlichen Position zwischen allen Stühlen. Einerseits der Horror vor dem Proletariat, in das man abzusinken drohte („der jüdische Bolschewismus“), andererseits die Rebellion gegen das Großbürgertum, das etwa mit Großkaufhäusern, die eigene Existenz gefährdete („das jüdische Finanzkapital“). Zusammengehalten wurde das entsprechende widersprüchliche Weltbild mit Verschwörungstheorien: „Die Welt ist anders als sie scheint!“

Der Führer des deutschen rebellierenden Mittelstandes war selbst Beamtensohn. Er berichtete selbst über einen die kleinbürgerliche Massenstruktur spezifisch kennzeichnenden Konflikt, den er durchzumachen hatte. Sein Vater wollte ihn zum Beamten machen, der Sohn rebellierte aber gegen den väterlichen Plan, beschloß, „unter keinen Umständen“ Folge zu leisten, wurde Maler und geriet dabei in Armut. Aber neben dieser Rebellion gegen den Vater blieb die Hochachtung und Anerkennung seiner Autorität bestehen. Diese zwiespältige Einstellung zur Autorität: Rebellion gegen die Autorität mit gleichzeitiger Anerkennung und Unterwerfung, ist ein Grundzug jeder kleinbürgerlichen Struktur am Übergang von der Pubertät zur völligen Erwachsenheit und besonders ausgeprägt bei materiell eingeschränkter Lebensführung. (ebd., S. 54)

Obama verkörpert etwas ähnliches: einerseits die Rebellion gegen die lokalen Autoritäten, als da wären Eltern, Lehrer, Polizei, lokale Behörden, Mitmenschen, die auf Rücksichtnahme und gutes Benehmen pochen, etc. und andererseits die Sehnsucht nach einer zentralen Autorität. Die „Rebellen“ rufen ständig nach neuen staatlichen Regularien, möglichst auf Bundeseben, besser europaweit oder, ihr Traum, weltweit über verbindliche UN-Beschlüsse.

Die grotesken Gestalten der Musikbranche mit ihrer todschicken rebellischen Aufmachung symbolisieren alles, was zu dieser Form von, man verzeihe mir den Ausdruck, „anti-autoritärem Faschismus“ zu sagen ist: kommerzialisierte gestylte Pseudorebellion, bei der sich keiner mehr traut, eine eigene Meinung zu haben und sich für mutig hält, wenn er mit der breiten Masse marschiert, Dummheit, Verblödung, billige Manipulation, Charakterlosigkeit, MTV – gegen Trump kämpfen.

Einem Filmkritiker ist neulich aufgefallen, daß die jungen Schauspieler in amerikanischen Filmen alle gleich aussehen: leere puppenhafte Gesichter ohne Individualität, konturlos, hohl, wie geklont. Sie verkörpern jene Generation, die Obama an die Macht gebracht hat. Sie ist entstanden durch Rebellion (Streben nach Freiheit) ohne Verantwortung für irgendetwas zu übernehmen, nicht mal fürs eigene Leben.

Trump hat gewonnen, weil es ihm gelang die „bildungsfernen“ und ökonomisch abgehängten Schichten zu mobilisieren, also die, die verhältnismäßig frei sind vom ideologischen, d.h. anti-arbeitsdemokratischen Verblendungszusammenhang, frei von der woken Pseudomoral.

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 13)

11. November 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 13)

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Islam”

24. Oktober 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Islam“

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

19. Oktober 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

Trotzki und der Ukraine-Krieg

13. September 2024

Der Faschismus im allgemeinen und der Nationalsozialismus im besonderen war eine Reaktion auf die Schrecken der Russischen Revolution, für die vor allem ein Mann stand: Trotzki, der mit einer schier übermenschlichen Kraft die Rote Armee aus dem Boden gestampft und gegen den Widerstand de facto der gesamten Welt zum Sieg geführt hatte. Und das mit Mitteln, die an Grausamkeit die Operation Barbarossa in den Schatten stellen. Tatsächlich war, wie widersinnig es auch erscheinen mag, der deutsche Rußlandfeldzug, der 1941 begann, ein Duell zwischen Trotzki, der bereits 1940 starb, und Hitler.

Die Oktober-Revolution war ein lächerlicher Operetten-Putsch gewesen. Erst der Bürgerkrieg hat die Sowjetunion geschaffen, d.h. Trotzkis Genie als Propagandist und Heerführer. Wobei nicht vergessen sei, daß er bereits dem ersten „Sowjet“, dem von St. Petersburg, vorstand – 1905! Und das als Woody-Allen-mäßige Figur! Der vermeintliche „Stalinismus“ war nichts anderes als Trotzkismus, d.h. Ökonomie als Militärunternehmen und Politik als voluntaristisches Abenteuertum. Alles, wirklich alles, was Stalin tat, war der Versuch Trotzki zu überbieten und gleichzeitig dessen Namen zu tilgen. Dafür mußten Millionen vermeintlicher „Trotzkisten“ sterben. Dabei hatte zehn Jahre zuvor die demokratische Mehrheit der Bolschewisten sich für ihren Kumpel Stalin ausgesprochen, weil man eine Heidenangst vor dem abgehobenen, eingebildeten, unberechenbaren, von Blut tropfenden Trotzki hatte… Und wer sich zum Beispiel über den Ribbentrop-Molotow-Pakt aufregt: es ist nicht ganz abwegig, daß zuvor Trotzki mit Hilfe der Deutschen und Japaner zurück an die Macht wollte. Kommunisten sind vor allem Machiavellisten, die über „bürgerliche“ Moralvorstellungen nur lachen können. (So ist auch Stalins verlogener „Anti-Trotzkismus“ und Trotzkis verlogener „Anti-Stalinismus“ zu betrachten!)

Als Stalin an der Macht war und mit Trotzkis Rezepten die Sowjetunion konsolidierte, wurmte ihn nur eine einzige Sache: Trotzkis Vorwurf, daß Stalin die Weltrevolution verraten und damit seine EINZIGE Existenzberechtigung negiert hatte. Von daher Stalins grandioser Plan: Hitler und der Westen sollten sich gegenseitig schwächen, damit dann Trotzkis (jetzt Stalins) Rote Armee als Friedensbringer ohne viel Mühe und vor allem unter dem Jubel der „befreiten“ Massen zum Atlantik fortschreiten könnte. Die Weltherrschaft bzw. die Weltrevolution war damit sicher. Zum Glück hat der „Generalpsychopath“ (Reich über Hitler) völlig irrwitzigerweise und deshalb unvorhersehbar die SU angegriffen, die vorgelagerten Angriffsspitzen der Roten Armee vernichtet und damit die Weltrevolution verhindert. Ein Trotzki-Imitat von rechts! Was blieb, waren impotente Versuche der UdSSR, wie etwa der Angriff auf Afghanistan, doch noch Weltrevolution zu spielen und schließlich der von Trotzki vorhergesehene Kollaps des aus Marxistischer Sicht schwachsinnigen Modells „Sozialismus in einem Land“ (so als wäre „Sozialismus auf einem Planeten“ etwas anderes).

Richtig betrachtet, war der Gegensatz Hitler (wirklich niemand anderes hätte die Operation Barbarossa gewagt) und Trotzki (ohne den es sich Stalin und die Nomenklatura in der SU gemütlich gemacht hätten wie heute Kim Jong-un und seine Familie in Nordkorea). Zwei vollkommen irrwitzige und geisteskranke „Ideologen mit Eiern“, Woody Allen und Charly Chaplin, haben das 20. Jahrhundert geprägt. Beide fanden ein ähnliches Ende.

Reichs Schicksal und auch die Orgonomie bis heute sind ohne Trotzki und Hitler kaum zu verstehen. Über keine andere Figur hat Reich mehr geschrieben als über Hitler! Und was Trotzki betrifft: Reich schloß sich 1927/28 den Kommunisten an, als die unter Stalin ihre „Trotzkistische“ linksradikale Phase hatten und der Hauptfeind die „Sozialfaschisten“ waren. Nach dem Ausschluß aus der Komintern 1933, d.h. als die Kommunisten begannen sich weit nach „rechts“ zu bewegen („Volksfront“), hat Reich (den die Trotzkisten als „Stalinisten“ betrachteten) seine Fühler zu den Trotzkisten beispielsweise in Paris ausgestreckt, ohne großen Erfolg. Immerhin hat seine als Diskussionsbeitrag unter „Genossen“ (darunter Stalin!) verbreitete Broschüre Masse und Staat (1935), eine verheerende kommunistische Kritik am Stalinismus, eindeutig Trotzkis berühmtes Buch Die verratene Revolution beeinflußt. Die beiden Männer haben sich sogar hochkonspirativ in Oslo getroffen, worüber Reich nie etwas geschrieben hat. Später in den USA veröffentlichte er Masse und Staat als Kapitel der erweiterten amerikanischen Ausgabe seiner Massenpsychologie des Faschismus (1946). Das veranlaßte den Stalinistischen Psychiater Frederic Wertham in einer Rezension dazu, die Intellektuellen der USA aufzurufen Reich als „Psycho-Faschisten“ fertigzumachen. Eine typisch Stalinistische Kampagne, die elf Jahre später in Reichs Tod im Gefängnis mündete.

Schablonenhaft kann man sagen, daß es unter den linken Psychoanalytikern und (damals noch weitgehend psychoanalytisch geprägten) Psychiatern der USA zwei Fraktionen gab: die „Freudianer“ neigten zum Stalinismus, während die „Reichianer“ zum Trotzkismus neigten. Dieser „Trotzkismus“ prägt bis heute die Orgonomie, d.h. viele Orgonomen der Anfangszeit hatten in ihrer Jugend eine „Leninistisch-Trotzkistische“ Sozialisation, was bis heute die „Leninistische“ Organisationsform insbesondere des ACO beeinflußt, und sie wurden von dem einflußreichen Ex-Trotzkisten James Burnham (der bis heute wiederholt im Journal of Orgonomy abgedruckt wurde) geprägt: extremer Antikommunismus und Neo-Konservatismus.

Was sollte antikapitalistische Trotzkisten und „Konservative“ miteinander verbinden? Beide wollen im Rahmen der „permanenten Revolution“ das westliche demokratische Modell weltweit ausbreiten, wenn nötig mit Gewalt, um auf dieser Grundlage dann das planetare kommunistische Paradies zu errichten. Stalinisten, Islamisten, Maoisten, Nationale Befreiungsbewegungen, Diktatoren wie Saddam Hussein etc. stören dabei nur. Das führte zu einer Allianz, die etwa von George W. Bush und dem Trotzkistischen Bush-Fan Boy und Liebling aller „Konservativen“ Christopher Hitchens archetypisch verkörpert wurde. Deshalb auch der abgrundtiefe Haß gegen Trump, der sich dieser Trotzkistischen Massenpsychose entzogen hat. Prägend für die Trotzkisten und die Pseudo-Konservativen ist auch die tiefe Verachtung für das einfache Volk, einfache Sprache, Volkstümlichkeit, Vereinfachung – kurz, eine „Trump-Rallye“. Es ist wirklich so, daß die Ausführungen Stalins wirklich jeder Bauer verstehen konnte und sich jeder Bauer mit Stalins Kulturpolitik identifizieren konnte, während Trotzki „brillant“ war…

Ja, tatsächlich hat das, was man heute allgemein als „neokonservativ“ bezeichnet, seine Wurzeln im Trotzkismus. Die kalten Krieger hinter Goldwater und unter Reagan waren weitgehend Krypto-Trotzkisten mit einem alles bestimmenden persönlichen Haß gegen Rußland. Nach dem Untergang der UdSSR betreiben sie ihre „permanente Revolution“ unter dem Signum einer weltweiten „Demokratisierung“. Hier ordnen sich insbesondere die irrationalen, vollkommen sinnlosen Kriege im Nahen Osten und neuerdings in der Ukraine ein, wo schließlich sozusagen „Hitler und Trotzki“ gemeinsam gegen das „Stalinistische“ Rußland kämpfen. Es ist kein Zufall, daß man dort immer wieder jüdische und Nazi-Symbole wie selbstverständlich nebeneinander findet. Diese anscheinend vollkommene widersinnige Obszönität kann man nur vor dieser kurzen Skizze verstehen: Stalin ist Trotzki, Hitler ist Trotzki / Stalin hat Millionen vermeintlicher Trotzkisten ermordet, Hitler wollte der SU und der Roten Armee ein Ende setzen / Trotzki und Stalin haben jeweils mit Hitler kooperiert, für Hitler war Trotzki DER Jude schlechthin, für Stalin war Trotzki DER „Kosmopolit“, Trotzki und Hitler hatten das gleiche Ziel: die Ausmerzung der Russen. Hinzu kommt, daß der GULAG-Holocaust Stalins und Hitlers Imitation dieses Holocaust letztendlich ein und das gleiche Ziel hatte: die Vernichtung sämtlicher „Trotzkisten“.

Nichts will zusammenpassen! Die Crux dabei ist, daß ausgerechnet die schließliche Randfigur Trotzki der Bösewicht im Spiel war. Ohne ihn hätte es, weil es die Sowjetunion und die Millionen Ermordeter nie gegeben hätte, auch nie Hitler gegeben. Ohne ihn hätte es die nie gegeben, die uns alle ermorden werden: die Neokonservativen der USA. Trotzkisten aus der Hölle die, wie etwa Victoria Nuland, nach 1917 nichts weniger umtreibt als die Vernichtung des russischen Volkes.

Ist das nicht alles verwirrender Wahnsinn? Bingo! Willkommen in der Hölle. DAS ist die Emotionelle Pest.

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 8)

6. September 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 8)

Der tiefenpsychologische, bioenergetische und biosoziale Urgrund der Grünen Partei

15. August 2024

In der autoritären Gesellschaft vor 1960 (vereinzelt bis heute) hatten die Menschen ein organisch eingepaßtes Über-Ich, das gesellschaftlich der lokal organisierten Autorität entsprach. Der Vater war der Chef der Familie, die Mutter setzte die Moral durch. Diese patriarchalische Struktur setzte sich ungebrochen auf allen Ebenen vom Betrieb und vom Dorf, über den Landesherrn bis zum Kaiser und weiter bis zum lieben Gott fort. Ein bis ins Einzelne aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel, das für „Ruhe und Ordnung“ sorgte und das gesellschaftliche und persönliche Angstniveau niedrig hielt.

Das Gewissen spielte gar nicht eine so große Rolle, weil eh jeder schlafwandlerisch wußte, was er zu tun und zu lassen hatte. Mit dem Einbruch der sexuellen Revolution seit 1960 (und vereinzelt auch davor) brach dieses VERMEINTLICHE Idyll zusammen, die Menschen wurden orientierungslos, sekundäre Triebe wurden unkontrolliert ausgelebt, der Angstpegel stieg zusammen mit der allgemeinen Verunsicherung und die Autorität wurde zentral. Die Familien und lokalen Gemeinschaften zerfielen (also „die soziale Kontrolle“) und der Staat wurde allmächtig, übernimmt sogar mittlerweile die Früherziehung. Gleichzeitig spielt das Gewissen eine immer größere Rolle und wird immer hysterischer: Antirassismus, Klimawahn etc. Nie wurde fanatischer gegen „Hitler“ gekämpft!

Nicht im Widerspruch dazu steht, daß die Orientierungslosigkeit immer mehr wächst und alles Widernatürliche und „Sekundäre“ geradezu vergöttlicht wird. Der „göttliche Marquis“, Marx mit seiner restlosen Entkernung des Menschen und Freud haben gewonnen. Freud mit seiner doppelten Botschaft, daß der Mensch imgrunde ein gemeingefährliches sadomasochistisches Tier ist, das sich nicht selbst steuern kann, weshalb „die Kultur vorgeht“, d.h. das Über-Ich. Und ja, Freud war auch „gegen das Über-Ich“, aber gegen das der autoritären „religiösen“ Gesellschaft (Unvernunft) – nicht gegen das der zentralisierten, „aufgeklärten“, „atheistischen“ Gesellschaft (vermeintliche Vernunft).

Wie Reich bereits 1925 am Beispiel des damaligen Lumpenproletariats zeigte, isoliert sich beim Zerfall der lokalen Autorität das Über-Ich, wird zu einer Art Fremdkörper und entspricht damit einer Triebregung; „für deine Geilheit werde ich dir jetzt ein Messer in die V…. rammen“. „Gott“ (= Über-Ich) wird unvermittelt zu Satan (der „Ankläger“). Das hat Reich schon alles 1925 in Der triebhafte Charakter mit alptraumhaften Fallgeschichten beschrieben. Siehe etwa Das Aufkommen des Psychopathen (Teil | Suchergebnisse | Nachrichtenbrief | Seite 2 

Aber lassen wir die Psychoanalyse hinter uns und betrachten das ganze sexualökonomisch: Die liberal-bürgerliche Fassade fällt weg und die sekundäre Schicht liegt frei (bzw. die Fassade tritt in den Dienst der sekundären Schicht – „hinterhältige Gemeinheit“: die Grünen versprechen das Paradies und schaffen die Hölle auf Erden) plus die Körperpanzerung bricht zusammen und wird ersetzt durch Augenpanzerung (Kontaktlosigkeit, Verpeiltheit, ideologischer Wahnsinn: die Grünen).

Was in der Erziehung des Grünen Kindes falsch läuft: Kontaktlosigkeit.

Der wirklich Grüne (wie diese Tussi ab Minute 7:20 https://youtu.be/KkYTQBvEMD8) ist ein pseudo-liberaler Charakter, der (a) vollständig von seinem bioenergetischen Kern abgespalten ist und (b) seinen Intellekt ausschließlich als Abwehr gegen seine natürlichen Triebregungen benutzt und deshalb, trotz meist sehr hohem IQ, strunzdumm und vollkommen verpeilt ist. Deren Kinder wachsen in einer emotionalen Wüste auf und sind vollkommen verwirrt, weil ihre Eltern nur Unsinn von sich geben. Hinzu kommt, daß im Leben des Kindes wirklich alles reguliert und kommentiert wird. Früher sind die Kinder ihrer eigenen Wege gegangen und die einzige Ermahnung war: „Treib keinen Unsinn!“ Heute werden sie von der Kinderkrippe an betreut und reguliert und unfähig sich selbst und als Gruppe zu regulieren. Hinzu kommt das Erbe der Psychoanalyse, egal ob die heute nun abgeschrieben ist oder nicht: jede Regung des Kindes wird kommentiert und auf eine intellektuelle Ebene gehoben. Von „Darf ich Dir die Windel wechseln?“ bis „Warum hast Du Dir in die Hose gemacht? Was willst Du mir damit signalisieren?“ Alles wird problematisiert, etwa der Umgang mit Spielzeugpistolen, und Grenzen werden überschritten insbesondere in der Sexualerziehung. Mein Gott, laßt die Kinder einfach in Ruhe und schützt ihre Privatsphäre. In manchen Familien aus diesem Milieu wird aus ideologischen Gründen in den Wohnungen auf Türen, zumindest aber auf Schlüssel verzichtet, denn niemand habe etwas zu verbergen. Konsequenz: die Eltern füllen sich dauerüberwacht und sind ständig angespannt, so daß von einem Sexualleben keine Rede mehr sein kann, und umgekehrt bei den Kindern ähnlich. Wenn dann noch Cannabis oder sogar nur Psychopharmaka dazukommen: das Kind wächst in einem Horrorfilm auf, in dem es nur von Zombies bzw. Biorobotern umgeben ist.

Was die Zukunft betrifft, ist es ähnlich wie in der autoritären Gesellschaft: ein Großteil der Kinder werden zu Klonen ihrer Eltern, eine Minderheit rebelliert. Die Kinder der Grünen werden selber Grüne und rebellieren entsprechend gegen das Vater-Imago – im Namen ihres Vaters, was die ganze Infantilität der Grünen weiter potenziert. Andere entdecken ihre unaufhebbare Resilienz und werden ostentativ konservativ: „Döp dö dö döp!“ Spiegelverkehrt zu dem, was etwa „1968“ geschah.

Von dem Genderscheiß, Impfterror, dem mörderischen Veganismus, Swaddling (Einwickeln von Säuglingen zu Mumien) und die Verblöööödung durch Smartphones und allgemein durch Elektronik, will ich erst gar nicht anfangen. Hinzu kommt die ostentative Entfremdung von der Eigengruppe, so daß dem Kind keinerlei Möglichkeit einer wirklich Identifikation bleibt: WURZELN FASSEN. Es wird zum „Weltbürger“ herangezogen.

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 5)

23. Juli 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 5)

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 141)

16. Juli 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Ist der Utopismus nicht auf die Zeitebene gekipptes und kollektiviertes Christentum? Damals ist man als Einzelner von einem Raum in den andern getreten (vom irdischen Jammertal in himmlische Gefilde). Heute muß man eins werden mit „der Menschheit“, deren Zukunft das irdische Paradies ist. Es wird erst ein Schuh draus, wenn man das ganze von einer dritten Warte aus betrachtet, der bioenergetischen. Es geht um „bioenergetische“ Spannung, die sowohl die Christen als auch die weltlichen „Progressiven“ für ihre irrationalen (faschistischen) Zwecke ausgenutzt haben. Als lebendiges Wesen kann ich gar nicht anders als über mich selbst und meinen jetzigen Zustand „emotional hinauszugreifen“. Wer das nicht tut, ist nicht etwa ein „Egoist“ oder „Eigner“, sondern schlichtweg tot. Das ist etwa so, als wenn man Fußball spielt, ohne gewinnen zu wollen! (Eine spannungslose Malaise, die sich an mancher woker Schule tatsächlich findet.)

Es geht nicht darum, wie irgendwelche linken oder rechten Spinner einem hohlen Traum von einer vermeintlich „besseren Gesellschaft“ nachzuhängen und dafür das Hier und Jetzt zu opfern. Nein, es geht darum „ganz egoistisch“ sein Potential auszukosten. Es gibt zwei Möglichkeiten: innerlich zu brennen (d.h. zu leben, denn was ist Leben anderes als zu „oxydieren“ wie jedes Lagerfeuer) oder ein nasser Lappen zu sein und auf den Tod zu warten, d.h. schon innerlich tot sein. Das bedeutet nicht, sich für irgendwas zu opfern, sondern durchaus im Sinne Stirners:

Wer nur besorgt ist, daß er lebe, vergißt über diese Ängstlichkeit leicht den Genuß des Lebens. Ist’s ihm nur ums Leben zu tun und denkt er, wenn Ich nur das liebe Leben habe, so verwendet er nicht seine volle Kraft darauf, das Leben zu nutzen, d.h. zu genießen. Wie aber nutzt man das Leben? Indem man’s verbraucht, gleich dem Lichte, das man nutzt, indem man’s verbrennt. Man nutzt das Leben und mithin sich, den Lebendigen, indem man es und sich verzehrt. Lebensgenuß ist Verbrauch des Lebens. (Der Einzige und sein Eigentum, reclam, S. 358f))

Hinzu kommt meine Auseinandersetzung ausgerechnet mit Herrmann Schmitz! Wie ich schon mal zum Ausdruck brachte, hat mich seine Diagnose „ironistisches Zeitalter“ durchaus getroffen. Mittlerweile bin ich aber dabei, auch das in den Gedärmen meines Gedanken- und Gefühlslebens zu verdauen. Warum bin ich nicht griesgrämig, obwohl ich diese Gesellschaft von tiefstem Herzen verachte und hasse? Weil ich diesen ganzen Schwachsinn mit derselben Ironie betrachte, wie eingefleischte Atheisten ein religiöses Ritual verfolgen. Es ist absurdes Theater und ich sitz amüsiert im Zuschauerraum. Es wäre widersinnig, wenn mich das absurde Theater griesgrämig und unglücklich machte. – Das ist die eine Seite, die andere ist, daß ich auf einer anderen Ebene ganz und gar nicht distanziert bin, von Ironie keine Rede sein kann. Aber auch dann bin ich nicht griesgrämig und unglücklich, denn dann brenne ich – vor revolutionärem HASS.

Hier gehört auch irgendwie meine Haltung zur rechten Regimekritik in der BRD hin: manchmal gehe ich voll mit, andererseits drifte ich immer wieder in „ironische“ Distanz weg. Das bedeutet, ich bin schlichtweg nicht verrückt, nicht ideologisch. Krank wäre es, immer vorbehaltlos mitzugehen, aber ebenso krank wäre es, immer ironische Distanz zu wahren. Beides macht unglücklich. Es ist wie atmen und schlafen: man kann nicht immer nur einatmen, nicht immer nur wach sein. Gut, etwas sehr flach formuliert, aber irgendwie so… Interessanterweise wurde mir stets Fanatismus und gleichzeitig Opportunismus vorgeworfen…

Ich bilde mir ein, daß Laska ziemlich verwundert war, daß AUSGERECHNET ich ihm die Treue gehalten habe, denn „Reichianisch“ standen wir schnell an den gegenseitigen Polen, ich konnte mich durchaus für Nietzsche begeistern, Schmitz‘ Hitler-Buch (Adolf Hitler in der Geschichte) gut finden (dabei ging es Laska nur um Hitler, der Teil, der mich am wenigsten interessierte), ich kann mich für jeden „Unsinn“ begeistern – Laskas Hauptvorwurf an mich… Ich bilde mir ein, es ist dieses Changieren zwischen blutigem Ernst und „ironistischer Herangehensweise“, der mich bei der Stange gehalten hat. Vielleicht macht das gerade auch LSR zu einem Gutteil aus. Wenn man etwa „Vade retro!“ liest: einerseits die distanzierte Rezeptionsgeschichte, sozusagen Ironie pur – andererseits: es ist Laska so tief ernst, ernster geht es gar nicht. „Satan, weiche von mir!“ ist sowohl Ironie als auch – ernster geht es nicht!

LaMettrie, Stirner und Reich sind DIE Ankläger („Satane“) einer im Grundsatz verfehlten Gesellschaft mit einer vollkommen lächerlichen und gleichzeitig tottraurigen 6000 jährigen Geschichte des schieren Wahnsinns…

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 4)

14. Juli 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 4)