
Wilhelm Reich, Physiker: 2. Orgonbiophysik, i. Kosmische Überlagerung
Ich habe mit mehreren Orgontherapeuten und „Orgonpatienten“ darüber gesprochen: Orgontherapie über eine Videokamera ist möglich. Damit fällt (mal abgesehen von den Finanzen!) jedwede Ausrede weg, sich keiner Orgontherapie lege artis zu unterziehen.
Kann man sich selbst therapieren? Könnte es nicht ein „Muskelrelaxans“ geben, das die Panzerung auflöst? Wie kann Orgontherapie funktionieren, wenn der Therapeut seinen Patienten während der gesamten Therapie nicht ein einziges Mal anfaßt? Wie sollen mir bloße Gespräche weiterhelfen?
Praktisch alle Fragen zur Orgontherapie lassen sich mit folgendem funktionellen Schema erklären (nach Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 110):

Man nehme etwa eine Frau, die vollkommen übertriebene Angst vor Einbrechern hat. Der drängende Sexualtrieb wird von der verinnerlichten Moral unterdrückt und kommt stattdessen durch das Symptom (das letztendlich Ausdruck einer Vergewaltigungsphantasie ist) zum Ausdruck. Entsprechend läßt sich ausnahmslos jedes neurotische Symptom mittels des obigen Funktionsschemas erklären.
Man kann sich nicht selbst therapieren, weil die neurotische Erkrankung soziale Ursachen hat. Wir haben die triebfeindliche (heute permissive) Moral verinnerlicht und können uns entsprechend auch nur mit Hilfe anderer Menschen wieder von ihr befreien. Es geht um weit mehr als bloße Muskelverspannungen!
Die Panzerung entstand im frühen Kindesalter im Umgang mit unseren unmittelbaren Bezugspersonen, also größtenteils durch die Eltern. Das therapeutische Setting bedingt, daß wir uns zunehmend in diese Zeit zurückversetzen. Man kann sich in der Therapie gegen diesen Vorgang der „Übertragung“ gar nicht wehren. (Mehr dazu gleich!) Der neue „Elter“ (der Orgontherapeut) macht die Verinnerlichung der gesellschaftlichen lebensfeindlichen Moral rückgängig, so daß wir die Triebabwehr aufgeben können. Wir sind befreit!
Voraussetzung ist natürlich das absolute, wirklich vorbehaltlose Vertrauen in den Therapeuten. Ohne dieses ist eine Orgontherapie vollkommen sinnfrei! Und genau hier fängt das ganze Elend des sogenannten „Reichianismus“ an. Viele Patienten hintertreiben bzw. verunmöglichen nämlich eine Heilung, indem sie sich exzessiv mit den Orgontherapeuten, deren Organisationen, Ausbildung, jeweiligem „Hintergrund“, etc. beschäftigen. Unbewußt suchen sie nach „Schmutz“, der eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung verunmöglicht, damit sie in ihrer gepanzerten Existenz verharren können. Sie können in alle Ewigkeit Atmen und den Muskelpanzer bearbeiten – sie werden niemals gesunden, weil es kein menschliches Wesen gibt, das ihren Anforderungen jemals genügen wird. Sie werden nie jemanden finden, der den Knoten ihrer Existenz wieder löst!
Das obige Funktionsschema sagt auch, daß es eine von gesellschaftlichen Auseinandersetzungen isolierte, sozusagen „unpolitische“ Orgontherapie nicht geben kann. Leute, die sagen, daß Orgonomen sich auf Wissenschaft und Therapie beschränken und sich nicht als eine Art „Sozialreformer“ betätigen sollen, wissen schlichtweg nicht wovon sie reden! Panzer ist verinnerlichte Gesellschaft. Orgontherapeuten haben immer die Gesellschaft im Auge – oder sie sind gar keine Orgontherapeuten.
Ich habe mich nie sonderlich für den Versailler Vertrag interessiert. Wer tut das schon? Seit seiner Zeit haben sich derartig viele Tragödien in und an unserem Vaterland zugetragen, daß das eine Thema, welches einst alle, von ganz Rechts bis ganz Links befeuerte, zu einer bedeutungslosen Fußnote wurde. In Anbetracht der Tatsache, daß Deutschland durch den Wilson-Plan, der weniger wert war als das Papier, auf dem er geschrieben war, in diesen „Frieden“ gelockt wurde, werde ich jedoch zunehmend wütender. Ich will mein Geld zurück! (Die letzte Zahlung an die Kriegsverbrecher der Entente erfolgte am 3. Oktober 2010!)
Ohne Eingriff der Amerikaner wäre der zermürbende Stellungskrieg im Sande verlaufen, und man hätte sich politisch auf Einflußsphären einigen müssen. Alle Parteien waren erschöpft und am Ende ihrer Kräfte. Aber selbst, wenn Deutschland nicht kapituliert hätte, hätte es selbst angesichts der amerikanischen Truppen die Front (es gab ja nur noch die Westfront!) spätestens am Rhein stabilisieren können, der mit der damaligen Technologie für die westlichen Alliierten unter Beschuß ein unüberwindliches Hindernis darstellte. Auch wurde der Krieg in den USA angesichts der heimkehrenden Toten immer unpopulärer. Zudem konnte man die GIs kaum als Soldaten bezeichnen – sie waren naive Farmerjungen, die man in Uniformen gesteckt und auf einen fernen Kontinent verfrachtet hatte… Wenn ich an die Pogrome gegen Deutsche bei Kriegsausbruch in den USA denke oder daran, was mit Kriegsdienstverweigerern in den USA zu dieser Zeit getan wurde…
Wenn Deutschland nicht durch Wilsons haltlose Versprechungen in die vorzeitige Kapitulation gelockt worden wäre – es wäre kaum möglich gewesen, eine solche zu erzwingen. Stattdessen wurde Deutschland zusammen mit der Sowjetunion zum Paria der Welt. Daß die beiden von 1920 bis Ende 1932 im Geheimen militärisch kooperierten, war nur pragmatische Realpolitik und nicht sonderlich bemerkenswert, zumal Stalin 1937 90% aller von den Deutschen ausgebildeten Offiziere töten ließ, so daß nur die Deutschen langfristig davon profitierten. In den 1920er Jahren konnten sie in Rußland heimlich Waffen entwickeln und testen. Welche Nation auf der Erde hätte diese Gelegenheit nicht genutzt? Es ist irrational, daraus großartige Theorien über den Zusammenschluß des Schwarzen mit dem Roten Faschismus abzuleiten. Vergessen wir nicht, daß die Rote Armee 1945 über eine enorme Menge US-amerikanischer Militärausrüstung verfügte. Realpolitik!
Angesichts der beschriebenen Vorgeschichte eines durch und durch verlogenen Westens war es für Hitler ein Leichtes, als Wahrheitskrämer zu reüssieren. Er hatte vollkommen recht, als er beispielsweise die völlige Heuchelei des imperialistischen plutokratischen Westens verurteilte, der die sprachlos machende Impertinenz hatte, Italien hinsichtlich Abessiniens zu kritisieren. Wir wollen auch nicht vergessen, daß Churchill einer der blutrünstigsten Massenmörder und rassistischsten Kriegsverbrecher aller Zeiten war.
Was heute die Moslems sind, nämlich eine subversive Gruppe, die den Kern Europas angreift, waren damals die Kommunisten, die von Rechtsradikalen mit den Juden gleichgesetzt wurden. Aufgrund des Holocaust macht uns diese historische Parallele hilflos, und wir können der moslemischen Invasion Europas nicht entgegentreten. Täglich wird uns von den Massenmedien der Linken in den Kopf gehämmert, daß wir „wegen Auschwitz“ in Duldungsstarre zu verharren haben. Verständlicherweise ist es verlockend, die Nazis mit den Islamo-Faschisten gleichzusetzen, aber das ist meiner Meinung nach ebenso irreführend wie die Betonung der Liebesaffäre zwischen den Nazis und den Arabern.
Ich habe diesen Teil meiner Ausführungen vor allem gegen die in Amerika von orgonomischen Kreisen, insbesondere von dem mittlerweile verstorbenen James DeMeo, vertretene Geschichtsinterpretation geschrieben, die naiv an den „Wertewesten“ glaubt, wie wir ihn gerade beim planmäßigen Opfertod der ukrainischen Nation erleben – für die Profite der Rüstungsindustrie und die Zukunftsträume der Großkonzerne. Hier zur Ergänzung zwei „revisionistische“ Blicke auf den Zweiten Weltkrieg:
Gestern ging es vor allem um Peer Kusmagk. In seinem ersten Interview als Dschungelkönig hatte er die wichtigste Lektion verraten, die er in der RTL-Show gelernt hat: „Wenn man seinem Herzen folgt, dann kann einem eigentlich nichts passieren.“ Zwei Jahre später war Joey mein Dschungelkönig.
Wieder hatte derjenige Ich bin ein Star – Holt mich hier raus gewonnen, der als einziger frei von der Emotionellen Pest war. Oder wie die Kommentare in den einschlägigen Foren lauteten:
- Im Dschungel hat er sich als einziger fair und anständig benommen.
- Glückwunsch lieber Joey, Du bist liebenswert, natürlich und keine angeschminkte Kunstfigur.
- So ein natürlicher Jüngling, unverdorben und so naiv. Ja, man merkt eben, die Menschheit ist hier bei uns in Germanien noch richtig normal- – bei dem freundlichen Ergebnis für Joey.
- Joey ist ein würdiger Sieger. Er war der einzige, welcher im Dschungel ehrlich und anständig den anderen gegenüber blieb. Der Intrigenstadl hat verloren und das ist gut so.
- Joey kam mir vor wie vom anderen Stern. Herzlich, kindhaft direkt, neugierig, für sein Alter erstaunlich naiv.
- Ich freue mich für Joey, dem ich es von Folge zu Folge immer mehr gegönnt habe. Er ist ein feiner Kerl der sich gibt wie er nun mal ist. Wo andere sich vor lauter Depressionen in den Keller begeben, weil sie im Leben nicht den Großen stand halten können, stand er seinen Mann! Er ist dankbar über jede kleine Freundlichkeit und hat ein riesengroßes Herz.
Auf die Frage an einen Holocaust-Überlebenden, was er aus seiner Zeit in Sobibor, das sonst so gut wie niemand überlebte, gelernt hat, antwortete er, daß er nur eins mitgenommen habe: in Extremsituationen zeigen Menschen ihren wahren Charakter.
Irgendwann bricht die Maske weg, wenn man (ohnehin schon pleite und vor dem Nichts stehend) mit wildfremden Leuten zwei Wochen unter offenem Himmel und Dauerbeobachtung schlafen muß, sich nur von Reis und Bohnen ernährt – und vielleicht sogar von Maden, Kakerlaken und Känguruh-Hoden.
Die meisten verzweifeln an der Menschheit, wenn sie diese „menschenverachtende“ Sendung sehen. Solche Leute haben nie unfreiwillig (!) ein Bundeswehrmanöver im Februar mitgemacht, wo man sich fast die Zehen abfriert, mitten in der Nacht bei der Wache im Nirgendwo von einem bizarr leise daher rasenden Leopard um Haaresbreite zermanscht wird, etc. pp. – Ich jedenfalls schöpfe aus dieser Sendung immer wieder Hoffnung, weil regelmäßig jene zum Dschungelkönig gewählt werden, die fast frei von der Emotionellen Pest sind.
Joeys 19jähriger Körper ist von Narben übersät, die ihm sein psychopathischer Vater, der unbedingt eine Tochter haben wollte, in nicht enden wollenden Prügelorgien während der Kindheit zugefügt hatte. Mit 14 rauchte er sich mit Marijuana und Crack den Verstand weg, bis er schließlich unmittelbar vor dem Selbstmord stand, nachdem er einfach nicht mehr tiefer sinken konnte. Seine Bildung tendiert gegen Null, sein IQ liegt wohl eher bei 75 als 85. Er ist schlichtweg dumm und hat das Gemüt eines Erstklässlers. Aber er ist so, wie oben beschrieben und genau deshalb wurde er zum Dschungelkönig gewählt.
Besonders anrührend ist die Liebesgeschichte mit seiner Freundin. Er war der einzige, der sich aller Anzüglichkeiten enthalten hat. Eine wirklich in jeder Hinsicht reine Seele.
Mag sein, daß die beiden Fragen, die sich stellen, zusammengehören:
Die Emotionelle Pest ist sozusagen ein, for lack of a better term, „Punktphänomen“. Gesellschaftlich ist sie dünn gesät, fast inexistent, bis ein Modju wie John Claggert auftaucht, um den herum sich die Pest kristallisiert. Der einzige Schutz ist, diese „Infektionsquellen“ rechtzeitig auszumachen und zu isolieren, „zu sequestrieren“.
Im Dschungelcamp, wirklich die einzige Sendung im deutschen Fernsehen die man sich anschauen sollte, gelingt genau das, weil sich hier niemand verstellen kann. Über kurz oder lang stellt sich hier jeder Pestkranke bloß und wird prompt aus der Horde ausgestoßen.
Ähnlich sieht es auch im Inneren der Menschen aus. Man kann die Emotionelle Pest sozusagen ignorieren. Es gibt Kinder, bei denen die schlimmsten Mißhandlungen, wenn man so will, „bei einem Ohr rein und beim anderen wieder rausgehen“. Es ist, als wenn „das Böse“ sich in ihrem Organismus nicht festsetzen kann.
Wie kann das sein? Warum ist es bei den einen so, bei den anderen – anders?
Jeder, der eine fachgerechte Orgontherapie am eigenen Leib erfahren hat, weiß, daß es immer einen Rest von „Willensfreiheit“ gibt. Das macht Orgontherapie, bei der sich wirklich alles nur um einen einzigen Faktor dreht: die MOTIVATION, erst möglich! Es geht nicht um „Körperübungen“, „Muskelquetschen“ und ausgefeilte charakteranalytische Interventionen, sondern darum in Kontakt mit der eigenen Kontaktlosigkeit zu kommen. Letztendlich ist man es immer selbst, der die Muskeln verspannt.
Deshalb, weil sie spontan diesen Rest an Selbstbestimmung wahrgenommen haben, bleiben Menschen wie Joey Menschen, während irgendwelche verwöhnten Ziegen eben das bleiben – blöde Ziegen.