Hitler ist nicht wegen seiner ekelerregenden Judenhetze, dem lächerlichen völkischen Okkultismus oder gar wegen des sozialistischen Anstrichs seiner Bewegung an die Macht gekommen, sondern weil er die einzig glaubhafte Alternative zu einem „Sowjetdeutschland“ war. Er hat dem roten Spuk in Deutschland das Rückgrat gebrochen. Mit seinem Präventivschlag gegen die zum Angriff massierten Sowjettruppen 1941 hat er Europa vor einer unmittelbar bevorstehenden Ausbreitung des Sowjetreichs an die Atlantikküste bewahrt. Es kann keinerlei Zweifel geben, daß Stalin Polen, Deutschland, die Beneluxländer und Frankreich wie nichts überrannt hätte. Er hatte damals die größte Armee der Welt und die einzige, die ausschließlich für den Angriff ausgerüstet und gedrillt war.
Antifaschismus schön und gut. Das Wüten der Einsatzkommandos, Auschwitz, der Holocaust in seiner Gesamtheit war schlimmer, als man es sich ausmalen kann. Und mich persönlich widert das nationalsozialistische Regime auch schon ohne jedes Verbrechen an. Aber aus dem Antifaschismus eine Religion zu machen und beispielsweise nicht anzuerkennen, daß die Wehrmacht die beste Armee war, die es je gegeben hat, ganz zu schweigen von der Waffen-SS, ist kindisch. Etwa so kindisch wie die Empörung, wenn man sagt, Hitler sei sehr intelligent gewesen und als Maler nicht gar so schlecht, wie immer behauptet wird.
Das Verhängnis ist, daß man vermeint, daß Heil liege in einer verabsolutierten Antihaltung. Statt die Bundeswehr in ihrer Kernaufgabe (außer Gefecht setzen von gegnerischen Kombattanten!) an einer großartigen Tradition auszurichten, wird das Gegenteil getan. Statt sich der roten Pest (heute der grünen Pest des Islam) mit kompromißloser Härte entgegenzustemmen, unterwirft man sich mit einer verblüffenden Vehemenz, so als wäre es in irgendeiner Weise gut und richtig, unschuldige Menschen dem großen Schlachten a la ISIS anheimzugeben.
Der gesamte heutige „Antifaschismus“ ist ein schlechter Witz, da er genau das bewerkstelligt, wogegen er angeblich ankämpft, nämlich den Triumph des Bösen. Was sollte an der Islamisierung Europas „antifaschistisch“ sein? Dieser „Antifaschismus“ ist neurotisch. Neurose ist, wenn man auf alles auf die gleiche Weise reagiert, kein Differentiationsvermögen besitzt.
Der Nationalsozialismus ist heute von Bedeutung nicht als Warnung vor den Schrecknissen der autoritären Gesellschaft per se, sondern vor den Schrecknissen des Zusammenbruchs der autoritären Gesellschaft.
Eines der Probleme bei der Vermittlung von Charles Konias Theorien über die antiautoritäre Gesellschaft, die sich seit 1960 ausformt, ist, daß diese Entwicklung natürlich nicht einheitlich ist. Bis heute findet man ganze Familien, ganze Dörfer, die noch durch und durch autoritär geprägt sind. Oder man nehme die „türkische Community“, die weitgehend noch in autoritären bis extrem reaktionären Parallelgesellschaften verharrt. Hinzu kommt, daß es infolge des allgemeinen Linkstrends zu einer fortschreitenden politischen Polarisierung kommt, durch die Menschen, die früher nicht im Traum „reaktionärer Tendenzen“ verdächtig waren, schon aus Protest etwa die Welt des Kaiserreichs zu glorifizieren beginnen und sich entsprechend nonkonformistisch im Alltag verhalten.
Ähnliches läßt sich über die alte autoritäre Gesellschaft vor 1960 sagen. Es gab zu dieser Zeit jede Menge antiautoritärer Tendenzen insbesondere nach der industriellen Revolution und ihren Umbrüchen und natürlich nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Aber auch das waren nur vereinzelte und isolierte Erscheinungen. Eine davon war nicht zuletzt der Nationalsozialismus. In der Eigenwahrnehmung waren Leute wie Hitler oder Goebbels alles andere als „Reaktionäre“. Imgrunde verachteten sie das „Völkische“, auch in der eigenen Bewegung. Wichtiger als diese ideologischen Fehlfarben war jedoch ihr konkretes Handeln, etwa der Kampf gegen die Autorität der traditionellen Familie durch die Hitler-Jugend, der aus taktischen Gründen nie offen ausgetragene antikirchliche Kampf und nicht zuletzt die generelle Tendenz zur Zentralisation und, ja, „Gleichschaltung“, d.h. die Zerschlagung lokaler und traditioneller Autoritäten. Dazu gehört auch der Sozialstaatsgedanke. In vieler Hinsicht war das Dritte Reich der Probelauf der BRD, Hitler der Vorgänger Willy Brandts!
Unerwähnt bleiben soll auch nicht, daß praktisch die gesamte Führungsmannschaft des Nationalsozialismus aus bizarren Sonderlingen bestand, die im bürgerlichen Leben untergegangen wären. Angefangen bei der Künstlernatur Hitler, der sein ganzes Leben kaum einen Tag gearbeitet hat, über den Junkie Göring, bis zum wirren Esoteriker Himmler, zu dessen Hauptanliegen die Rehabilitierung der Hexen gehörte. Wer von 1968 spricht, darf von 1933 nicht schweigen!
Das ändert nichts daran, daß die Nationalsozialisten ganz rechts standen und Reichs Analyse des Faschismus korrekt ist, genauso wie Konias Analyse des heutigen Antiautoritarismus korrekt ist.
Vor einem Jahrhundert beherrschte der Westen den gesamten Planeten. Seitdem reibt er sich in nicht enden wollenden Selbstmordversuchen immer weiter auf. Fast immer geht es um unsinnige Garantien und lächerliche „Freundschaften“. Was hatte, beispielsweise, um alles in der Welt, Amerika im Ersten Weltkrieg verloren? Hat es sich für England wirklich gelohnt, wegen einem lächerlichen Regionalkonflikt (Wegerechte durch Westpreußen und der Status von Danzig, zwei Gebiete, die überwiegend von Deutschen besiedelt waren!), den Zweiten Weltkrieg vom Zaun zu brechen? Man sehe sich die folgende Dokumentation an, die ich zwar ebenfalls ziemlich einseitig finde – aber für die andere Seite sorgen ja Schule und Medien, die uns tagtäglich neu umerziehen:
Am Ende hatte wirklich jeder verloren. Das Perfideste ist vielleicht, daß im öffentlichen Bewußtsein die Vorstellung vorherrscht, daß gegen Hitler gekämpft werden mußte, um die Juden zu retten! Der Holocaust begann jedoch erst nachdem man in den Krieg hineingeschlittert war – und während des Krieges ging es von alliierter Seite dezidiert ganz und gar nicht um die Juden. Tatsächlich scherte man sich einen Dreck um sie! (Man nehme nur Reich in Amerika: er verbrachte seine Urlaube u.a. deshalb im Zelt, weil in weiten Teilen der USA neben den Hoteleingängen stand: „Nur für Christen!“) Und den deutschen Widerstand gegen Hitler haben sie geradezu sabotiert.
Heute haben wir fast ein identisches Szenario mit dem Iran, der seit nunmehr drei Jahrzehnten „eingekreist“, „eingedämmt“ und zum Hort alles Bösen stilisiert wird. Tatsächlich sind aber Saudi-Arabien und die anderen Golfmonarchien unsere wirklichen Todfeinde, wie einst die Sowjetunion der wirkliche Todfeind der freien Welt war. Die Ölscheichs finanzieren Al Kaida, ISIS und die schleichende Islamisierung des Westens; sie sind es, die uns unterwandern, nicht die Iraner! Die Schiiten sind eine kleine krypto-christliche Minderheit im Weltislam und müssen entsprechend radikal islamistisch (und extrem israelfeindlich) auftreten, doch in der Realität – oder sagen wir lieber perspektivisch – sind sie wegen ihres Status als bedrängte Minderheit, die nicht mal wirklich mohammedanisch ist, eher auf unserer Seite.
Moral oder gar „Gefühle“ haben in der Politik nichts zu suchen, sondern nur Interessen! Das hatte beispielsweise General Patton beherzigt, als er am Ende des Krieges meinte, daß die Deutschen die falschen Gegner gewesen waren und man nun zusammen mit den Resten der Wehrmacht doch bitte gegen den wahren Feind, die Sowjetunion ziehen sollte. Wenige Jahre später hat (bzw. natürlich hätte) man genau das ja auch tatsächlich getan! Nur, daß die Wehrmacht nun „Bundeswehr“ hieß und amerikanische Uniformen trug.
Genauso mag es heute vielleicht moralisch gut aussehen, gegen den „Islamo-Faschismus“ der Iraner anzugehen, aber tatsächlich ist es ein lächerlicher Nebenschauplatz, denn währenddessen breitet sich der saudische Wahabismus über den Planeten aus. Ja, die Bahais werden im Iran blutig verfolgt, aber währenddessen ist die arabische Halbinsel „juden- und christenrein“!
Es ist gut möglich, daß sich am Konflikt mit dem Iran (ein Konflikt, der hinter dem gesamten „arabischen Frühling“ steht, nicht nur hinter dem Krieg in Syrien!) ein neuer Weltkrieg entfacht – und wieder wird der Westen gegen den falschen Gegner antreten. So abgrundtief widerlich und hassenswert das Regime der Ayatollahs auch sein mag: sie sind es, die die Wahabiten in Schach halten.
Ich hatte mich in den 1980er Jahren tierisch über die vermeintliche „Idiotie“ von Rainer Zittelmann (übrigens ein Krypto-Reichianer) aufgeregt, der versucht hatte, den gordischen Knoten der linken Dominanz in Westdeutschland durch eine Neubewertung des nationalsozialistischen Regimes und des Zweiten Weltkrieges zu durchtrennen, d.h. die „Umerziehung“ frontal anzugreifen. Ich betrachtete Zittelmanns Ansatz als gemeingefährliche Idiotie, denn darauf warten ja die Linken: daß Konservative sich als klammheimliche „Nazis“ outen.
Doch erstens nehmen die Linken diese Gleichsetzung ohnehin vor und zweitens: bei mir hat Zittelmanns Taktik mit einer jahrzehntelangen Inkubationszeit gewirkt. Der Zweite Weltkrieg gilt als das Beispiel für einen „gerechten Krieg“ und mit dem Stichwort „Hitler“ läßt sich seitdem wirklich alles rechtfertigen: der Irak, das Kosovo, der Iran, die Überfremdungspolitik… Ich gönne Hitler, Saddam, Milosevic, Gaddafi, etc. ihr Schicksal von ganzem Herzen, aber… Aber, beispielsweise, ohne die durchweg idiotischen Interventionen der Engländer hätte die Wehrmacht Hitler weggeputscht und der Nazispuck wäre verpufft. Den Engländern ging es aber ohnehin nicht um Hitler und erst recht nicht um die Juden, sondern dezidiert um die Vernichtung des Deutschen Reiches von 1871! Saddam und sein unmittelbares Umfeld hätte man beseitigen können und durch ein „normales“ arabisches Regime ersetzten können, ohne Tausende GIs für die „Demokratie“ zu opfern, die in einer Stammesgesellschaft ohnehin nicht funktionieren kann. Das gleiche gilt für Afghanistan und überhaupt alle großartigen Projekte der Neokonservativen, die so auftreten, als wollten sie der Geschichte im Sinne von Marx Beine machen: orientalische Despotie → bürgerliche Demokratie → das Paradies auf Erden (Kommunismus). Genuine Konservative setzen einfach die Interessen ihres Landes durch und achten darauf, daß die Kosten nicht den Gewinn übersteigen: fertig.
Ich habe mir den Film Er ist wieder da angeschaut – und mich geärgert. Erstens wird Hitler als eine viel zu drahtige und dynamische Persönlichkeit gezeichnet. Und zweitens wird er instrumentalisiert, um jeden nationalen Widerstand in die Nazi-Ecke zu stellen: Pegida, Wilders, LePen. Wir seien verführbar mit „einfachen Lösungen“, die Demokratie sei nur ein Firnis über dem animalisch Bösen und die Umerziehung des Deutschen Volkes sei noch nicht abgeschlossen, da es immer noch nach Führung lechze. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diese Art von „Antifaschismus“ verachte.
Er ist wieder da ist Emotionelle Pest, denn der Film zeichnet einen geschönten, ansprechenden Hitler, den es nie gegeben hat. Ein Wiedergänger von Hans Albers spielt Hitler! Hitler war ein linkischer Mensch und alles anderes als souverän im Auftreten. In einer „Fernseh-Demokratie“ wäre er nie an die Macht gekommen, aber genau das Gegenteil ist das Thema des Films: Hitler als souverän agierender Medienstar, der in Interviews brilliert, gar Humor (d.h. Selbstdistanz) hat. Hitler, Humor!! In dem Film ist es Hitler, ausgerechnet Hitler, der der zweiten Hauptfigur Ratschläge darüber gibt, wie man eine Frau erobert und prompt setzt der Protagonist dies erfolgreich in die Tat um. Ausgerechnet Hitler, der sich nur an Kindfrauen herantraute, der alles andere als drahtig war, dessen Körperhaltung schlaff war, dessen Uniform nie paßte, dessen Hut immer zu groß war! Man fragt sich wirklich, inwieweit die Filmemacher Hitleristen sind, denn sie inszenieren diesen entscheidungsschwachen Bohémien zu einem übermenschlichen Helden, so wie es Goebbels und Riefenstahl vor ihnen taten. Im Jahre 2016 wird der Hitler-Mythos zelebriert! Hitler als Macher!
Um der pestilenten Sauerei dann auch noch die Krone aufzusetzen, werden die heutigen Kämpfer gegen die moderne Form des Faschismus, nämlich gegen Salafismus und wertezersetzenden Globalismus, als Wiedergänger Hitlers gebrandmarkt, indem ihre Gesichter an strategischen Punkten des Films immer wieder eingeblendet werden. Ihre Anhänger werden als Dummbratzen gezeichnet. Es gibt in diesem Land nur eine einzige sinnvolle Parallele zum Großdeutschen Reich und seinem Untergang: eine wahnsinnig gewordene Merkel, ein auf Kadavergehorsam getrimmtes Pseudoparlament und eine gleichgeschaltete Lügenpresse. Dieses filmische Machwerk reiht sich da perfekt ein.
Kurz, dieser Film ist das Produkt des in wirklich jeder Hinsicht gescheiterten, vollständig verpeilten faschistischen „Antifaschismus“ der Nachkriegszeit. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte!
In dem Interview unten wird exakt gezeigt, wie wir in eine neue pestilente Diktatur abgleiten:
Das war 2012, mittlerweile ist es um Potenzen schlimmer!
Linke kann man daran erkennen, daß sie (orgonometrisch ausgedrückt) immer weiter nach rechts gehen, hin zu den Myriaden von Varianten der einen Grundfunktion. Beispielsweise werden alle möglichen Gruppen definiert, etwa „die Schwulen“, die sich dann, kaum daß sie zueinandergefunden haben, sich weiter aufspalten, etwa in Schwule, die bewußt Männer bleiben wollen, und in „Tunten“. Es gibt zahllose „Genderidentitäten“, die jeweils ihre „Interessen“ vertreten wollen. Konservative hingegen gehen (orgonometrisch ausgedrückt) nach links, zum einheitlichen Gemeinsamen Funktionsprinzip, auf verzerrte Weise verkörpert von der „Volksgemeinschaft“.
Daß Trump eindeutig (orgonometrisch ausgedrückt) nach links gegangen ist, hat die Linken fast in den Wahnsinn getrieben, während sich das breite, eher konservativ strukturierte Volk erstmals wirklich angesprochen gefühlt hat. Trump hat damit, orgonometrisch betrachtet, genauso argumentiert wie Hitler, Mussolini und andere „rechte Populisten“.
Das zweite Moment seines Erfolges hat ihm von jeher zu einem erfolgreichen Unternehmer gemacht. Er wurde zum Milliardär, als er mit minimalem Eigenkapital Gebäude, Unternehmungen, etc. aufkaufte, die keinen Profit mehr abwarfen und deshalb billig zu haben waren. Diese machte er dann mit einer neuen unternehmerischen Vision extrem profitabel. Dazu mußte er als großer Showman auftreten, der fremde Investoren, die eignen Angestellten und schließlich die Kunden von der „Trump-Marke“ überzeugt. Auf die Politik übertragen ähnelt er auch darin Hitler, Mussolini, etc.
Der entscheidende Unterschied ist, daß Trump im radikalen Gegensatz zu bloßen Schwätzern wie Hitler und Mussolini tief in der Arbeitsdemokratie verankert ist. Er weiß, wie man ein Haus baut, welcher Beton wo und wie verbaut wird, er weiß, wie man das organisiert, er weiß, wie man das finanziert und wie man das an den Mann bringt. Er weiß, daß, um im Markt zu bleiben, er Investoren und Konsumenten etwas Reales und Dauerhaftes bieten muß, nicht bloße Wolkenkuckucksheime, wie es Ideologen tun. Donald Trump ist ein absoluter Glücksfall für die USA und die gesamte Menschheit!
Unten zwei Videos aus den USA, die zeigen, daß es dort zwei rechtskonservative „Verschwörungsschulen“ gibt, hier vertreten durch Alex Jones und Michael Savage. Beispielsweise spricht Jones seinen Gast Savage auf die „Schattenregierung“ der USA an und meint dabei die „Bilderberger“, „Skull and Bones“, etc., aber Savage, der in solchen Dingen agnostisch ist, antwortet in einem ganz anderen Sinne: die schwulen und feministischen Gender-Verrückten in der Regierung, die in ihrer Psychose einen Krieg mit Rußland riskieren, weil sie in Putin einen Schwulenfeind ausgemacht haben. Ähnlich im zweiten Video: Jones sieht im skandalösen Umgang des FBI mit der Email-Affäre Hillarys die Finger der ominösen Schattenregierung im Spiel, während es hier einfach nur darum geht, daß der Chef des FBI nicht in die Geschichte als derjenige eingehen will, der den ersten weiblichen Präsidenten verhindert hat.
Das sind zwei fundamental unterschiedliche Sichtweisen. Die von Jones ist eine klassische Verschwörungstheorie, wie sie seit der Zeit der Gegenreformation gang und gäbe ist. Am Anfang standen die Jesuiten im Mittelpunkt der Verschwörungstheorien, heute sind es die „Illuminati“. Die bekannteste Version ist die der „Weisen von Zion“, die vom zaristischen Geheimdienst erfunden wurde. Die von Savage („Kulturbolschewismus“) geht auf die Französische Revolution zurück, als Konservative überall „Gespenster“ sahen, die umgingen und die alte Ordnung unterminierten.
Ich will nicht bestreiten, daß vieles an beiden Sichtweisen stichhaltig ist. Nicht zuletzt die im Gefolge des Email-Skandals um Hillary veröffentlichten Wikileaks-Dokumente sollten Beweis genug sein. Wenn man sie aber in eine geschichtliche Perspektive setzt, d.h. mit entsprechenden Vorstellungen in der Vergangenheit vergleicht und dergestalt relativiert, wird deutlich, wie oberflächlich und imgrunde willkürlich sie sind.
Hier und da mögen sie im Einzelfall paßgenau stimmen, doch sie eignen sich nicht dazu, die Welt auf eine fundamentale Art zu verstehen. Beispielsweise haben wir alle in der Schule gelernt, daß Hitler an die Macht gekommen ist, weil erstens die Großindustrie ihn finanziert hat und zweitens der Staatsapparat von Menschen durchsetzt war, die die Demokratie haßten und das Kaiserreich zurückhaben wollten. Aber erklären diese „Verschwörungstheorien“, die zweifellos nicht von der Hand zu weisen sind, wirklich, was geschehen ist? Warum dann Reichs Die Massenpsychologie des Faschismus!
Was wirklich die Geschichte bestimmt, etwa die Machtübernahme von Hitler oder die von Hillary, ist die Charakterstruktur der Massen, die sich beim Einzelnen zwischen der Geburt und der Pubertät in den Familien ausprägt und dann fortwirkt unabhängig von den sich verändernden Zeitläufen.
Und hier ein aktuelles Beispiel für eine Verschwörungstheorie, die falsch sein kann, aber auch wahr. Im letzteren Fall war dies einer meiner letzten Blogeinträge und viele von uns werden sehr bald dank Obama Antichrist einen grausigen Tod finden…
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden charakterologische Faktoren so bedeutend, weil dieser Krieg wie nie zuvor universelles und langandauerndes Leid brachte und so den Soldaten, wie Francois Furet schreibt, zwangsläufig „zu den Grundlagen seiner Weltanschauung zurück(führt)“ (Das Ende der Illusion, München 1998, S. 57).
Reich hat gesagt, daß der Unterschied zwischen dem Faschisten und dem freiheitlichen Menschen nicht darin besteht, daß der erstere den Massenmenschen, den Kleinen Mann in all seiner Erbärmlichkeit sieht und deshalb verachtet, während der letztere wohl auch die Erbärmlichkeit des Kleinen Mannes sieht, aber ihm helfen will sie zu überwinden. Reich spricht am Ende von Christusmord in diesem Zusammenhang sogar vom „Neuen Führer“, der sich von Hitler & Co. dadurch absetzt, daß er dem Kleinen Mann nicht die Verantwortung für sein Leben abnimmt, sondern im Gegenteil aufbürdet und ihn so langsam umerzieht. Die Geschichte vom Dritten Reich zur Bundesrepublik ist so ein Umerziehungsprogramm.