Posts Tagged ‘Sozialismus’

Linke und Dämonen

24. Juni 2025

Dieser Blogeintrag wurde durch das Video inspiriert, das am Ende präsentiert wird.

Was Linke nicht verstehen, ist die Tiefe und Weite der menschlichen Seele. Sie ist so tief, daß, wenn man bestimmten Menschen hilft und sie unterstützt, die Hilfe nur in den unauslotbaren Tiefen des Inneren versickert und die eingespeiste zusätzliche Energie die Dämonen nur stärkt und sich ausbreiten läßt (im besagten Video ab Minute 28:00). Die „bestimmten Menschen“ sind tatsächlich Dämonen, denen nicht mehr zu helfen ist (im Video ab Minute 59:53).

Linke leben ausschließlich in ihrer sozialen Oberflächenschicht, deshalb dreht sich bei ihnen auch wirklich alles um „Soziales“ und um pure Gesten. Ich schreibe diesen Blogeintrag im ICE und mir gegenüber sitzt ein Antifant, dessen T-Shirt und Notebook von politischen Signalen übersät sind. So sind die alle! Gegenwärtig ist es „bunte (neurotische und perverse) Vielfalt“ und „Wir haben Platz!“, wobei es ihnen ausschließlich um die Signalisierung des eigenen Gutseins geht, nicht um die Realität jedes Jahr eine ganze Großstadt von Fremden, darunter viele komplette und „funktionale“ Analphabeten, auf Kosten der Arbeiterschaft zu integrieren; Migranten, die mit der besagten „bunten Vielfalt“ nun rein gar nichts anfangen können.

Selbst von Marx haben die meisten linken Vollpfosten null Ahnung. Wirtschaftliche und soziale „Tiefenzusammenhänge“ existieren für sie einfach nicht, sondern nur ideologische Versatzstücke. Wovon sie aber erstrecht keinerlei Ahnung haben, nicht mal einen Anflug davon, ist das innere Reich, das in unserer Kultur mit dem Namen „Freud“ verbunden ist. Oberflächlich, dumm und blasiert wie Linke sind („der Mensch ist gut!“), existiert für sie das, was Reich als „sekundäre Schicht“ bezeichnet hat, gar nicht. Sie ist ein undurchdringliches Gestrüpp aus Trieb und Triebabwehr, abgewehrtem und deshalb grotesk entstelltem Trieb und erneuter Abwehr und so fort. Man kann diesen Dornenbusch mit soviel Teddybären und „Liebe“ bewerfen, wie man will: es wird alles an den Dornen verbluten und wie ein Dünger für den Dornenbusch wirken.

Linke sind wie Leute, die im Zoo den süßen Bären streicheln wollen und dann baß erstaunt sind, wenn dieser ihren Arm abreißt und vor ihren Augen genüßlich an ihm zu nagen beginnt!

Was geschieht, wenn man Asozialen freien Wohnraum, freien Lebensunterhalt und freie Krankenversorgung gewährt? Das Asoziale, die sekundären Triebe, wächst und metastasiert unkontrolliert. Der sozialistische Weg ins Paradies…

Wie uns jede Nacht beim Träumen vorgeführt wird, ist unser Inneres, unser Unbewußtes, jeweils ein ganzes Universum, – das der Linke vollkommen ausblendet. Für ihn sind wir nur Schachfiguren auf einem Brett, die sich nach festen Regeln bewegen. Die Schachfiguren haben kein Unbewußtes und deshalb, so glaubt der verpeilte Linke, funktioniert auch seine Tätigkeit als Sozialingenieur glatt und planbar: „Bald werden die Nafris deine Rente zahlen!“

Wofür die Linke seit den 1960er Jahren ebenfalls vollkommen blind war, ist die verheerende Wirkung von Drogen. Für diese oberflächlichen Idioten ist das ganze nur Fun oder ein Management von Emotionen, ähnlich wie sie die Wirtschaft „managen“ wollen, ohne die allergeringste Ahnung von der Arbeitsdemokratie zu haben: „Ein Joint geht durchs Land!“

Genauso wie das linke Pack keinen Schimmer von Ökonomie hat, hat sie auch keinen hinsichtlich unserer inneren „Psychoökonomie“. Warum nimmt man Drogen? Weil sie einen von sich selbst trennen. Die Ängste verfliegen, weil sich eine Art „Milchglas“ zwischen der Wahrnehmung und dem Wahrgenommenen schiebt. Und genau wie in der äußeren Wirklichkeit, wo den Linken, etwa dem Schlaukopf Habeck, alles entgleitet und sie in einem gesellschaftlichen und ökonomischen Chaos versinken, verlieren auch Drogenabhängige angesichts dieser Kontaktlosigkeit (die „Milchglasscheibe“) die Kontrolle über ihr Leben und werden schließlich gelebt, buchstäblich als würden „Dämonen“ die Regie übernehmen, deren absurdes Ziel es zu sein scheint, den eigenen Wirt zu zerstören. All die Kinder und Jugendlichen denen ich wirklich jeden Tag begegne, wie sie ermöglicht durch die Grünen und die Sozialdemokraten ihre Emotionen im Geruch von Scheiße („shit“) ersticken, sind auf dem Weg in die Hölle und mit ihnen dieses Land.

Man schaue sich unten das Video über Manchester an! Unsere Innenstädte sehen aus wie bizarre Dystopien aus der Feder eines kokainsüchtigen Hollywood-Drehbuchautors der 1970er Jahre. Sie werden buchstäblich von Dämonen bevölkert und spiegeln in ihrer ganzen Tristesse und dem kontaktlosen Nebeneinander der Menschen ziemlich genau das erstorbene Innenleben der Stadtbewohner wider. Besonders bezeichnend sind die nie fehlenden Stände von Trotzkisten-Sekten, „revolutionären Kommunisten“ und anderem derartigen Gesindel. Und alle diese Städte, ohne jede Ausnahme, werden von „Demokraten“ in den USA, Labour in Großbritannien, überall von dem gleichen sozialdemokratischen Abschaum der Hölle regiert.

Musk und die arbeitsdemokratische Revolution

18. Mai 2025

Die Politik der sozialistischen Einheitspartei „Unsere Demokratie“ (SPD, CDU/CSU, Grüne und Linke) basiert auf Freiheitsangst, letztendlich Orgasmusangst, und kann auf biophysische Erstarrung (Panzerung) zurückgeführt werden. Erstarrtes Gewebe hat eine Todesangst vor dem expansiven Impuls des Orgons! Statt Deregulierung herrscht Regelwut und Bevormundung, um die schlechten, gierigen und ungezügelten Menschen an die Kandare zu nehmen. Man könne den Trieben dieser armen Teufel nicht trauen. Nur wenn ein allwissender, strenger aber gerechter Staat ihnen allerorten Grenzen setzt, gäbe es eine Chance, daß sie sich wenigstens einigermaßen anständig durchs Leben schlagen. Dafür nimmt man in Kauf, daß Kreativität, Wachstum und Entwicklung auf der Strecke bleiben. Kurioserweise glaubt man gleichzeitig, daß die sozialistischen Regulatoren an der Spitze gut, genügsam und rational sind, sowie alles überblicken und lenken können. Hier ist der Mensch plötzlich gottgleich. Jeder, der wie unsereins diese Götter, diese Inkarnationen des sexual-und lebensfeindlichen Über-Ichs, haßt und verachtet, ist abgrundtief – „nicht hilfreich“.

Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:

Der natürliche arbeitsdemokratische Prozeß verträgt keine anderen administrativen Funktionen als solche, die dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erleichterung ihrer Lebensfunktionen dienen. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 248)

Er setzte sich für die Ersetzung der gesamten Staatsmaschine durch die Organisation der Produktion auf der Grundlage freier und gleicher Assoziation von Produzenten ein (ebd., S. 217).

Die Verantwortung für den Gang der menschlichen Bedürfnisbefriedigung würde ausschließlich auf den Konsumenten und Produzenten lasten und ihnen nicht von einer autoritären Staatsadministration gegen ihren Willen und Protest aufgezwungen werden müssen. (ebd., S. 279)

Und weiter:

(…) nur in dem Maße, in dem der Staat deutlich sichtbar und jedem unmißverständlich sich selbst abbaut, ist arbeitsdemokratische Entwicklung organisch möglich (…) unterdrückt [der Staat] die Freiheitssehnsucht, mißbraucht er sie gar und stellt er sich der Tendenz zur Selbstverwaltung in den Weg, dann bezeugt er seinen faschistischen Charakter. (ebd., S. 254f)

Die besagten Götter und ihre Speichellecker sehen das anders: für sie sind Trump, Musk und Milei die „Faschisten“!

Reichs Ansatz und der unserer drei Helden bedeutet zunächst einmal die Zerschlagung des Asozialstaates. Solidarität ist eine Sache der freiwillig und selbständig handelnden Individuen (Kontakt) und nicht Aufgabe von kalten Institutionen (Kontaktlosigkeit). Jeder Bundes-„Bürger“ – vom Baby bis zum Greis – erhielt 2021 durchschnittlich 10 000 bis 12 000 Euro pro Jahr, inklusive Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld und andere Unterstützungen (1,2 Billionen Euro insgesamt)! Es läuft nicht nur darauf hinaus, daß Menschen zu Zootieren degradiert werden, sondern auch darauf, daß die primären Triebe (in diesem Fall vor allem produktive Arbeit) die sekundären Triebe finanzieren: es ist der Weg in den garantierten Abgrund. Nichts ist demoralisierender als nicht für seinen eigenen Lebenserhalt aufzukommen. Analog zu den primären und sekundären Trieben könnte man durchaus sagen, daß selbsterarbeitetes Geld „primäres Geld“ ist, während geschenktes bzw. ergaunertes Geld „sekundäres Geld“ ist – Dekadenz!

Wie ich, der Souverän, an mein Geld komme, geht dem Staat einen feuchten Kehricht an! Deshalb die ersatzlose Abschaffung der sozialistischen (zutiefst kriminellen) Einkommenssteuer, die die Produktion bestraft und vor allem verteuert. Entsprechend kann die Umsatzsteuer die Einkommenssteuer ersetzen, ohne daß die Preise unverhältnismäßig steigen müssen. Markus Krall!

Am wichtigsten ist aber die Zerschlagung des staatlichen Geldmonopols und der sozialistischen Planwirtschaft („Geldmengensteuerung“) und ihre Ersetzung durch eine private Goldwährung, Bitcoin etc., um der mafiösen Korruption (die Leute an der Quelle erhalten „frisches“ Geld, während der machtferne Plebs sich mit dem inflationierten Geld zufriedengeben muß) zu unterbinden und dezentrale, private Planung möglich zu machen, allein schon weil man sparen kann, ohne Angst zu haben, daß die Inflation das harterarbeitete Geld auflöst.

Und wo wir schon bei der Zerschlagung der Mafia und ihrer Schutzgelderpresserei sind: genauso müssen Gewerkschaften, Handwerkskammern, Unternehmerverbände und andere politischer Kartelle zerschlagen werden, jedenfalls wenn es sich in irgendeiner Weise um Zwangsmitgliedschaften handelt. Jedes Machtkartell der Produzenten ist wider die Arbeitsdemokratie. Reich hat sich immer wieder darüber ausgelassen, daß es das Gegenteil von Arbeitsdemokratie, nämlich organisierte Emotionelle Pest, ist, wenn Produzenten von Gasleuchten gegen die Produzenten von Elektrolampen vorgehen, Zeppelinbauer gegen Flugzeugbauer etc. – die Pharmaindustrie gegen den Orgonenergie-Akkumulator.

Maßnahmen, wie sie Musk durchsetzt, sind zwar nur ökonomischer Natur, jedoch entsprechen sie den biosozialen Erfordernissen. Es geht hier unmittelbar um Funktionen, die jenen der sexuellen Revolution im Sinne Reichs entsprechen: Selbstregulierung, freie Entfaltung, Befriedigung primärer Impulse, Lebendigkeit, eine neue Art von Moral jenseits der sozialistischen Zwangsmoral. Dagegen wenden sich bezeichnenderweise die sexual- und lebensfeindlichen Pfaffen in einem „Grundsatzpapier zur Sozial- und Wirtschaftspolitik“, in dem sie die Gier geißeln und den Staat loben.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Sentimentalität” und folgende

18. März 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Sentimentalität“ und folgende

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 19)

30. Januar 2025

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 19)

Reich und die Intellektuellen

28. Januar 2025

In dem von Birgit Johler herausgegebenen Band Wilhelm Reich Revisited (Wien 2008) verteidigt der österreichische Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Robert Pfaller Reich gegen Michel Foucault und dessen Adepten, die Reich als obsolet hinstellen, da „die Macht“ nicht etwa sexuelle Lust unterdrücke, wie Reich behauptet hat, sondern ganz im Gegenteil gezielt anwendet, um die Masse zu korrumpieren. Pfaller wendet dagegen ein, daß Reich gezeigt habe, daß die Klassenverhältnisse die Menschen so umgeformt haben, daß sie ihre Unterdrückung aktiv unterstützen und diese sogar als lustvoll erleben. Reich spricht von der „Schere“, die sich zwischen der zur „Progression“ treibenden ökonomischen Entwicklung und dem reaktionären Empfinden der Masse auftut. In diesem Zusammenhang gibt Pfaller ein aktuelles Beispiel:

Man hätte Ende der 1990er Jahre in Österreich erwarten können, daß eine Bevölkerung, die von den immer hastiger und zerstörerischen Bewegungen eines unter neoliberalen Bedingungen agierenden multinationalen Kapitals in beträchtlichem Ausmaß bedroht war, ihre Wut gegen dieses Kapital und gegen diese Bedingungen richtet. Stattdessen richtete diese Bevölkerung ihre Wut vor allem gegen die von diesen Bedingungen hervorgerufene Migration der Arbeitskraft; nicht selten auch gerade gegen diejenigen, die versuchten, diese Bedingungen zu kritisieren und zu verändern: gegen Intellektuelle, Kunstschaffende, politisch Engagierte. Auch hätte man erwarten können, daß eine Bevölkerung unter solchen Bedingungen die Forderung nach besserem – z.B. staatlichem, gewerkschaftlichem oder anderem – Schutz gegen die vom multinationalen Kapital angerichteten Zerstörungen erhebt. Stattdessen beobachteten wir, wie diese Bevölkerung sich mit Begeisterung gerade denjenigen zuwandte, die völlig unverhohlen versprachen, noch die letzten Einrichtungen zu beseitigen, die solchen Schutz bieten konnten. Schließlich schien es, daß diese Bevölkerung, anstatt (wie Majakowski) zu rufen: „Her mit dem schönen Leben!“, noch geradezu Gefallen an Parteien und Persönlichkeiten fand, die ihr einen „Kassasturz“, eine „Budgetsanierung“ oder, noch klarer, einen „Verlust von Annehmlichkeiten“ (…) in Aussicht stellten.

Ich könnte jetzt die Sache mit der „neoliberalen Wirtschaftspolitik“ auseinandernehmen oder erläutern, wie bizarr ich es finde, daß die Suche nach „Schutz“ „progressiv“ sein soll. Pfaller könnte dann im Einzelnen Reich zitieren, der doch all dies vertreten habe. Beschäftigen wir uns lieber mit Leuten wie Pfaller, die im krassen Gegensatz zu Reich vollkommen abgeschnitten sind von den wirklichen Lebensverhältnissen der Massen und imgrunde nichts als Verachtung für diese aufbringen. Wenn sich die Massen gegen ihre staatliche Bevormundung, die bis hin zu „Gedankenverbrechen“ reicht, gegen Erstarrung und Regelwut, gegen immer höhere Steuern und Abgaben aussprechen, wird das prompt mit Verweis auf Reich pathologisiert.

Leute wie Pfaller verzweifeln, weil die Massen einfach nicht so funktionieren, daß sie den Interessen von „Intellektuellen, Kunstschaffenden und politisch Engagierten“ dienen. Die Massen sollen gefälligst für weniger Wettbewerb und mehr Staat sorgen, damit die „Intellektuellen, Kunstschaffenden und politisch Engagierten“ sich in den staatlichen und öffentlich-rechtlichen Nischen wie Parasiten entfalten können. Die Massen haben vor allem aber eins zu tun: eine identitätslose beliebig formbare „Masse“ zu werden. Dazu muß das Volk zur „Be-Völkerung“ werden, d.h. derartig zersplittern, daß eine Solidarität unmöglich wird. Oder mit anderen Worten: durch „Migration“ soll jedwedes „Milieu“ zerstört werden. Orientierung kommt dann nicht mehr aus der Tradition, sondern von „Intellektuellen, Kunstschaffenden und politisch Engagierten“. So haben Kommunisten schon immer agiert: die „Vermassung“ fördern und, im krassen Gegensatz zur Propaganda, jedwede Solidarität zwischen den Menschen („Fraktionsbildung“!) hintertreiben. Stattdessen wollen die Kommunisten eine vollkommen infantilisierte und „schutzbedürftige“ Bevölkerung, losgelöst von ihren arbeitsdemokratischen Wurzel.

Es ist wirklich vollständig egal, was Leute wie Pfaller mehr oder weniger Kluges über Reich schreiben; ob sie für oder gegen ihn sind, Foucaultianer sind oder nicht. Wichtig ist einzig und allein, was für Interessen sie vertreten! Oberflächlicher sozioökonomische Interessen, tiefer „charakterstrukturelle“ Interessen. Es geht schlicht darum, daß Kommunisten (die sich heute als „Sozialisten“ und „Linksliberale“ tarnen) das „freie Spiel der Kräfte“ nicht ertragen können („die immer hastiger und zerstörerischen Bewegungen“). Im Namen des „Antifaschismus“, gar im Namen von Wilhelm Reich, perpetuieren sie deshalb das (faschistische) Elend.

Während Philosophen wie Pfaller und Foucault naiv herumphilosophieren und an ihren Theorien herumbasteln, beschäftigt sich die Orgonomie mit den arbeitsdemokratischen und biologischen Hintergründen ihres Denkens.

Nur ein Idiot kann begeistert sein, wenn sich Geistesgrößen wie Pfaller dazu herablassen Reich ideologisch bzw. „wissenschaftlich“ (man beachte die Anführungszeichen!) zu „rehabilitieren“. Die Orgonomie bewegt sich auf einer ganz anderen Ebene als alle Philosophien und „Weltanschauungen“. Sie steht grundsätzlich außerhalb derartiger „Diskurse“, deren Inhalt vollkommen nebensächlich ist. Das einzige, was zählt, ist die Funktion des ach so klugen Geredes.

Überhaupt die IntellektuellenAch ja

Die faschistische Partei Wilhelm Reichs (Teil 5)

22. Januar 2025

Aktuell wird diskutiert, ob Hitler und Konsorten „links“ waren oder gar Kommunisten. Dabei argumentiert man, etwa Leute wie Weigel und Krall, vor allem wirtschaftlich. Nicht ohne Grund habe es „nationalsozialistische Arbeiterpartei“ geheißen und habe Hitler intern Stalin und seinen so überaus effektiven Staatsapparat bewundert. Hitler selbst lamentierte, sein eigener Hauptfehler sei gewesen, daß er nicht konsequenter gegen die rechte „Reaktion“ vorgegangen wäre. Betrachtet man die üblichen politischen Koordinatensysteme mit Autoritarismus-Libertarismus-Achsen, Etatismus-Anarchie-Achsen etc. kann man aus Hitler einen „Etatisten“ machen, indem man auf die Planwirtschaft verweist, oder einen „Libertären“, wenn der Fokus auf dessen dezidierte Verachtung für den Staatsapparat gerichtet wird, der die biologische Auslese hintertreibe. Nie herrschte mehr bewußt erzeugte administrative Anarchie als unter Hitler! Der Stärkere sollte sich durchsetzen, „das Lebensvolle und Aufstrebende“ vor dem alles erstickenden „jüdischen Gesetz“ bewahrt werden. Tatsächlich sind beim Nationalsozialismus viele antiautoritäre Züge bemerkenswert. Es war vor allem eine Jugendbewegung, sowohl von der historischen „Jugend- und Lebensreformbewegung“ von Anfang des 20sten Jahrhunderts her als auch angesichts des geringen Altersdurchschnitts des Führungspersonals bis hin zur organisierten Despotenzierung der elterlichen, kirchlichen und allgemein traditionellen Autorität. Ganz zu schweigen vom mehr untergründig als offen propagierten „Neuheidentum“.

Reich stand in den gleichen beiden Traditionssträngen, was allein schon ersichtlich ist, wenn man ganz naiv die Propaganda des Austromarxismus, der KPÖ, der KPD und der linkssozialistischen Kleinparteien auf sich wirken läßt und mit der der NSDAP vergleicht. Alle schwärmten von einer sozialistischen Zukunft, „mit uns zieht die neue Zeit“, Befreiung von alten Fesseln etc. Das sah man noch seltsam ungebrochen nach dem Zweiten Weltkrieg im Übergang von der NSDAP zur SED und von der Hitler-Jugend zur Freien Deutsche Jugend:

Es galt aus der rein formalen „bürgerlichen Demokratie“ eine wirkliche, das ganze Leben durchdringende „soziale Demokratie“ zu machen. Frei nach Reichs kurzzeitiger Wiener Zeitung von 1930 sollten „revolutionäre Sozialdemokraten“ den wirklichen Sozialismus errichten, d.h. die Demokratisierung nicht nur des politischen, sondern vor allem auch des wirtschaftlichen Systems. Dies sollte einhergehen, man lese nur Reichs Die sexuelle Revolution (der ich obiges Schema entnommen habe), mit der Lösung von Liebe und Sexualität von der vor allem wirtschaftlichen Institution Ehe (bzw. das, was Reich als „Zwangsehe“ bezeichnete) und vor allen von der Lösung der Kindererziehung von der Familie (bzw. der „Zwangsfamilie“). Bei Reich selbst wurden daraus die beiden Konzepte „Arbeitsdemokratie“ und „Kinder der Zukunft“, in der DDR Ulbrichts immer neue Versuche, die Planwirtschaft effektiv zu machen, bis hin zu kybernetischen Modellen, und in der DDR Honeckers das Programm einer „Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik“ – und Kinderkrippen… In diesem Zusammenhang lohnt es sich wirklich Andreas Peglaus monomentales Werk Unpolitische Wissenschaft? von vorne bis hinten durchzulesen; Peglau, ein Reichianer mit DDR-Sozialisation, der immer noch von den „alten Idealen“ träumt.

Jenseits aller politischen Polemik und des „Jetzt habe ich dich!“ und billigen Bloßstellungen durch historische Gleichsetzung durchzieht all dies (SPD, KPD, NSDAP, SED, Die Grünen) ein Motiv, das Reich 1942 in Die Funktion des Orgasmus als (mißglückte) „biologische Revolution“ bezeichnet hat: die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit (letztendlich Freiheit von der einschränkenden Panzerung) und die gleichzeitige Angst vor der Freiheit (das „Abbiegen“ im obigen Schema), die solche durch und durch groteske Gestalten wie Adolf Hitler und Rudolf Habeck möglich gemacht hat.

Um zur Anfangsfrage zurückzukehren: Rechter (schwarzer) Faschismus ist, wenn sich Reaktionäre, die rechts von extremen Konservativen stehen, sozialistische Ideen aneignen und mit dem spielen, was Reich als „sozialistische Sehnsucht der Massen“ bezeichnet hat. Linker (roter) Faschismus ist, wenn der Antiautoritarismus der Massen in einen voluntaristischen, d.h. korrupten etatistischen Neofeudalismus umbiegt – und der neue Führer bei piratigen Aktionen auf Siegestore projiziert wird: „Ein Mensch. Ein Wort“

Die faschistische Partei Wilhelm Reichs (Teil 3)

20. Januar 2025

Die einzige wirkliche Alternative zum Faschismus ist die Arbeitsdemokratie, die den bioenergetischen Kern auf unverzerrte Weise gesellschaftlich repräsentiert. Reich entwickelte das Konzept der „Arbeitsdemokratie“ zwischen 1937 und 1942. In dieser Zeit trennte er sich langsam vom Sozialismus und auch vom Marxismus. Was Arbeitsdemokratie wirklich bedeutet, kann man deshalb am ehesten aus seiner Bewältigung der Marxistischen Ideologie ablesen. Betrachten wir zunächst das, was bei Marx als „Produktivkräfte“ bezeichnet wird. Dazu gehören neben der Hardware (Rohstoffe, Gebäude, Maschinen) insbesondere auch Wissen, Organisationsformen, Fertigkeiten etc. Wenn diese einen gewissen Stand erreicht hätten, würden sie, so Marx, die „Produktionsverhältnisse“ sprengen, weil diese die Produktivkräfte nur noch behindern. Dazu gehören insbesondere die „Eigentumsverhältnisse“, d.h. die Frage wem die Produktionsmittel gehören: den Kapitalisten, Kooperativen, dem Staat, der Gesellschaft. Revolution!

Reich betrachtete das zunehmend als „sozialistische Phraseologie“, d.h. für ihn sind die Produktivkräfte in erster Linie nicht Rohstoffe, Gebäude, Fähigkeiten des Arbeiters usw., sondern sie sind konkret gegeben in den miteinander organisch verwobenen Arbeitsprozessen, weshalb die Produktionsverhältnisse nur dann durch die Produktivkräfte „gesprengt“ werden können, wenn sich der Arbeiter dieses Abhängigkeitsgewebes bewußt wird und wie die gegebene Eigentumsform ihn und die anderen Arbeiter in seiner bzw. ihrer gemeinsamen Arbeit behindert. Man denke nur an Bürokratie und Dreinreden aufgrund von Standesdünkel. Arbeitsdemokratie bedeutet also im Wesentlichen Produktivkräfte oder besser gesagt, Reichs Interpretation von „Produktivkräfte“. Sie bedeutet nicht, wie die Gesellschaft organisiert ist (Produktionsverhältnisse), sondern wie der Arbeitsprozeß selbst funktioniert und wie es um das Bewußtsein der Arbeiter bestellt ist. Reich: „An die Stelle des Wortes ‚Klassenbewußtsein‘ tritt das Wort ‚Fachbewußtsein‘ oder ’soziale Verantwortlichkeit’“ (Massenpsychologie des Faschismus).

Wenn die Arbeiter sich ihrer sozialen Verantwortung bewußt werden, wird sich die Gesellschaft automatisch im Einklang mit der Arbeitsdemokratie verändern. In diesem Sinne kann „Arbeitsdemokratie“ nicht etabliert werden, so wie der menschliche Organismus nicht „etabliert“ werden kann – aber wir verändern unsere Umwelt, wenn wir mit den Bedürfnissen unseres Organismus in Berührung kommen und damit sozusagen „Organismusbewußtsein“ erlangen.

Ein zweiter Traditionsstrang, aus dem sich das Konzept „Arbeitsdemokratie“ entwickelt hat, war die Psychoanalyse. Der „Freudo-Marxist“ Helmut Dahmer hat versucht, die „freie Assoziation in der psychoanalytischen Sitzung“ mit der „freien Assoziation der Arbeiter“ in der Marxistischen Theorie in Zusammenhang zu bringen – und damit implizit mit der Arbeitsdemokratie. Das Gegenteil ist der Fall! Holen wir dazu etwas weiter aus:

Sozialistische Phraseologen wie Dahmer versuchen stets, alles mit allem zu verknüpfen bzw. unterschiedslos, d.h. kontaktlos einem großen Schema einzuordnen. Sie haben „gesellschaftliche Visionen“ über vermeintlich ideale Produktionsverhältnisse, während im alltäglichen Leben der Arbeiter jeweils ein konkretes Problem nach dem anderen auf angemessene Weise individuell und kontextgerecht angehen muß. Das konkrete Leben zwingt die Menschen dazu auf funktionelle Weise an ihre Aufgaben heranzugehen, d.h. auf organische Weise „eine Aufgabe nach der anderen zu erledigen“. Bevor ich die Torte belege, muß ich zunächst den Mürbeteig gebacken haben!

Der sozialistische Phraseologe nimmt auf konkrete Arbeitsabläufe und ihre funktionellen Zwänge jedoch keine Rücksicht. Dieser Gegensatz zeigte sich schon bei der klassischen Psychoanalyse mit ihrer „freien Assoziation“. Das Material, das der Patient präsentierte, wurde so willkürlich interpretiert, wie es vermeintlich „unwillkürlich“ auftauchte und entsprechend endete die Therapie immer wieder in einer, wie Reich monierte, „chaotischen Situation“. Stichwort „Ausweichen vor dem Wesentlichen“. Als Reich im Wiener Technischen Seminar die wilde Psychoanalyse in eine geordnete Charakteranalyse umwandelte, bedeutete das, daß sich jede Sitzung nur mit einem einzigen eindeutigen Problem beschäftigte und sich durch die Aufeinanderfolge aller Sitzungen ein „roter Faden“ zog.

In gewisser Weise ist die Arbeitsdemokratie, das Konzentrieren auf das Wesentliche, in diesem Sinne eine „Charakteranalyse“, während die ideologische Politik eine chaotische „Psychoanalyse“ ist, bei der es um alles Mögliche geht, nur nicht um Liebe, Arbeit und Wissen. Reichs charakteranalytisches und arbeitsdemokratisches Vorgehen zielt darauf ab, daß in einem natürlichen „Flow“ das eine das andere gibt, so wie im Handwerk ein Handschlag logisch aus dem anderen folgt, während Freuds Herangehensweise (frei von politischen Konnotationen!) der besagten „sozialistischen Phraseologie“ entspricht. Es ist von daher kein Wunder, daß Marxisten und Psychoanalytiker gleichermaßen Reichs Todfeinde waren. Sie sind es bis heute, egal ob sie sich bzw. gerade wenn sie sich auf Reich berufen oder sich in seiner „progressiven“ Tradition sehen.

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Kalzium” und folgende

28. Oktober 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Kalzium“ und folgende

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

19. Oktober 2024

Laskas Randnotizen zu Hans G. Helms‘ DIE IDEOLOGIE DER ANONYMEN GESELLSCHAFT (Teil 11)

Trotzki und der Ukraine-Krieg

13. September 2024

Der Faschismus im allgemeinen und der Nationalsozialismus im besonderen war eine Reaktion auf die Schrecken der Russischen Revolution, für die vor allem ein Mann stand: Trotzki, der mit einer schier übermenschlichen Kraft die Rote Armee aus dem Boden gestampft und gegen den Widerstand de facto der gesamten Welt zum Sieg geführt hatte. Und das mit Mitteln, die an Grausamkeit die Operation Barbarossa in den Schatten stellen. Tatsächlich war, wie widersinnig es auch erscheinen mag, der deutsche Rußlandfeldzug, der 1941 begann, ein Duell zwischen Trotzki, der bereits 1940 starb, und Hitler.

Die Oktober-Revolution war ein lächerlicher Operetten-Putsch gewesen. Erst der Bürgerkrieg hat die Sowjetunion geschaffen, d.h. Trotzkis Genie als Propagandist und Heerführer. Wobei nicht vergessen sei, daß er bereits dem ersten „Sowjet“, dem von St. Petersburg, vorstand – 1905! Und das als Woody-Allen-mäßige Figur! Der vermeintliche „Stalinismus“ war nichts anderes als Trotzkismus, d.h. Ökonomie als Militärunternehmen und Politik als voluntaristisches Abenteuertum. Alles, wirklich alles, was Stalin tat, war der Versuch Trotzki zu überbieten und gleichzeitig dessen Namen zu tilgen. Dafür mußten Millionen vermeintlicher „Trotzkisten“ sterben. Dabei hatte zehn Jahre zuvor die demokratische Mehrheit der Bolschewisten sich für ihren Kumpel Stalin ausgesprochen, weil man eine Heidenangst vor dem abgehobenen, eingebildeten, unberechenbaren, von Blut tropfenden Trotzki hatte… Und wer sich zum Beispiel über den Ribbentrop-Molotow-Pakt aufregt: es ist nicht ganz abwegig, daß zuvor Trotzki mit Hilfe der Deutschen und Japaner zurück an die Macht wollte. Kommunisten sind vor allem Machiavellisten, die über „bürgerliche“ Moralvorstellungen nur lachen können. (So ist auch Stalins verlogener „Anti-Trotzkismus“ und Trotzkis verlogener „Anti-Stalinismus“ zu betrachten!)

Als Stalin an der Macht war und mit Trotzkis Rezepten die Sowjetunion konsolidierte, wurmte ihn nur eine einzige Sache: Trotzkis Vorwurf, daß Stalin die Weltrevolution verraten und damit seine EINZIGE Existenzberechtigung negiert hatte. Von daher Stalins grandioser Plan: Hitler und der Westen sollten sich gegenseitig schwächen, damit dann Trotzkis (jetzt Stalins) Rote Armee als Friedensbringer ohne viel Mühe und vor allem unter dem Jubel der „befreiten“ Massen zum Atlantik fortschreiten könnte. Die Weltherrschaft bzw. die Weltrevolution war damit sicher. Zum Glück hat der „Generalpsychopath“ (Reich über Hitler) völlig irrwitzigerweise und deshalb unvorhersehbar die SU angegriffen, die vorgelagerten Angriffsspitzen der Roten Armee vernichtet und damit die Weltrevolution verhindert. Ein Trotzki-Imitat von rechts! Was blieb, waren impotente Versuche der UdSSR, wie etwa der Angriff auf Afghanistan, doch noch Weltrevolution zu spielen und schließlich der von Trotzki vorhergesehene Kollaps des aus Marxistischer Sicht schwachsinnigen Modells „Sozialismus in einem Land“ (so als wäre „Sozialismus auf einem Planeten“ etwas anderes).

Richtig betrachtet, war der Gegensatz Hitler (wirklich niemand anderes hätte die Operation Barbarossa gewagt) und Trotzki (ohne den es sich Stalin und die Nomenklatura in der SU gemütlich gemacht hätten wie heute Kim Jong-un und seine Familie in Nordkorea). Zwei vollkommen irrwitzige und geisteskranke „Ideologen mit Eiern“, Woody Allen und Charly Chaplin, haben das 20. Jahrhundert geprägt. Beide fanden ein ähnliches Ende.

Reichs Schicksal und auch die Orgonomie bis heute sind ohne Trotzki und Hitler kaum zu verstehen. Über keine andere Figur hat Reich mehr geschrieben als über Hitler! Und was Trotzki betrifft: Reich schloß sich 1927/28 den Kommunisten an, als die unter Stalin ihre „Trotzkistische“ linksradikale Phase hatten und der Hauptfeind die „Sozialfaschisten“ waren. Nach dem Ausschluß aus der Komintern 1933, d.h. als die Kommunisten begannen sich weit nach „rechts“ zu bewegen („Volksfront“), hat Reich (den die Trotzkisten als „Stalinisten“ betrachteten) seine Fühler zu den Trotzkisten beispielsweise in Paris ausgestreckt, ohne großen Erfolg. Immerhin hat seine als Diskussionsbeitrag unter „Genossen“ (darunter Stalin!) verbreitete Broschüre Masse und Staat (1935), eine verheerende kommunistische Kritik am Stalinismus, eindeutig Trotzkis berühmtes Buch Die verratene Revolution beeinflußt. Die beiden Männer haben sich sogar hochkonspirativ in Oslo getroffen, worüber Reich nie etwas geschrieben hat. Später in den USA veröffentlichte er Masse und Staat als Kapitel der erweiterten amerikanischen Ausgabe seiner Massenpsychologie des Faschismus (1946). Das veranlaßte den Stalinistischen Psychiater Frederic Wertham in einer Rezension dazu, die Intellektuellen der USA aufzurufen Reich als „Psycho-Faschisten“ fertigzumachen. Eine typisch Stalinistische Kampagne, die elf Jahre später in Reichs Tod im Gefängnis mündete.

Schablonenhaft kann man sagen, daß es unter den linken Psychoanalytikern und (damals noch weitgehend psychoanalytisch geprägten) Psychiatern der USA zwei Fraktionen gab: die „Freudianer“ neigten zum Stalinismus, während die „Reichianer“ zum Trotzkismus neigten. Dieser „Trotzkismus“ prägt bis heute die Orgonomie, d.h. viele Orgonomen der Anfangszeit hatten in ihrer Jugend eine „Leninistisch-Trotzkistische“ Sozialisation, was bis heute die „Leninistische“ Organisationsform insbesondere des ACO beeinflußt, und sie wurden von dem einflußreichen Ex-Trotzkisten James Burnham (der bis heute wiederholt im Journal of Orgonomy abgedruckt wurde) geprägt: extremer Antikommunismus und Neo-Konservatismus.

Was sollte antikapitalistische Trotzkisten und „Konservative“ miteinander verbinden? Beide wollen im Rahmen der „permanenten Revolution“ das westliche demokratische Modell weltweit ausbreiten, wenn nötig mit Gewalt, um auf dieser Grundlage dann das planetare kommunistische Paradies zu errichten. Stalinisten, Islamisten, Maoisten, Nationale Befreiungsbewegungen, Diktatoren wie Saddam Hussein etc. stören dabei nur. Das führte zu einer Allianz, die etwa von George W. Bush und dem Trotzkistischen Bush-Fan Boy und Liebling aller „Konservativen“ Christopher Hitchens archetypisch verkörpert wurde. Deshalb auch der abgrundtiefe Haß gegen Trump, der sich dieser Trotzkistischen Massenpsychose entzogen hat. Prägend für die Trotzkisten und die Pseudo-Konservativen ist auch die tiefe Verachtung für das einfache Volk, einfache Sprache, Volkstümlichkeit, Vereinfachung – kurz, eine „Trump-Rallye“. Es ist wirklich so, daß die Ausführungen Stalins wirklich jeder Bauer verstehen konnte und sich jeder Bauer mit Stalins Kulturpolitik identifizieren konnte, während Trotzki „brillant“ war…

Ja, tatsächlich hat das, was man heute allgemein als „neokonservativ“ bezeichnet, seine Wurzeln im Trotzkismus. Die kalten Krieger hinter Goldwater und unter Reagan waren weitgehend Krypto-Trotzkisten mit einem alles bestimmenden persönlichen Haß gegen Rußland. Nach dem Untergang der UdSSR betreiben sie ihre „permanente Revolution“ unter dem Signum einer weltweiten „Demokratisierung“. Hier ordnen sich insbesondere die irrationalen, vollkommen sinnlosen Kriege im Nahen Osten und neuerdings in der Ukraine ein, wo schließlich sozusagen „Hitler und Trotzki“ gemeinsam gegen das „Stalinistische“ Rußland kämpfen. Es ist kein Zufall, daß man dort immer wieder jüdische und Nazi-Symbole wie selbstverständlich nebeneinander findet. Diese anscheinend vollkommene widersinnige Obszönität kann man nur vor dieser kurzen Skizze verstehen: Stalin ist Trotzki, Hitler ist Trotzki / Stalin hat Millionen vermeintlicher Trotzkisten ermordet, Hitler wollte der SU und der Roten Armee ein Ende setzen / Trotzki und Stalin haben jeweils mit Hitler kooperiert, für Hitler war Trotzki DER Jude schlechthin, für Stalin war Trotzki DER „Kosmopolit“, Trotzki und Hitler hatten das gleiche Ziel: die Ausmerzung der Russen. Hinzu kommt, daß der GULAG-Holocaust Stalins und Hitlers Imitation dieses Holocaust letztendlich ein und das gleiche Ziel hatte: die Vernichtung sämtlicher „Trotzkisten“.

Nichts will zusammenpassen! Die Crux dabei ist, daß ausgerechnet die schließliche Randfigur Trotzki der Bösewicht im Spiel war. Ohne ihn hätte es, weil es die Sowjetunion und die Millionen Ermordeter nie gegeben hätte, auch nie Hitler gegeben. Ohne ihn hätte es die nie gegeben, die uns alle ermorden werden: die Neokonservativen der USA. Trotzkisten aus der Hölle die, wie etwa Victoria Nuland, nach 1917 nichts weniger umtreibt als die Vernichtung des russischen Volkes.

Ist das nicht alles verwirrender Wahnsinn? Bingo! Willkommen in der Hölle. DAS ist die Emotionelle Pest.