nachrichtenbrief13
21. April 2017Guardians of the Galaxy
20. April 2017Ja, ich hab‘s getan, das erste Mal in diesem Jahr: einen Film im Fernsehen angeschaut, Guardians of the Galaxy. Es ist immer der gleiche weichbirnige Unsinn. Wird es denn niemals einen Science Fiction-Film geben für Leute, die zumindest einen zweistelligen IQ haben? Der Flug durch die Galaxie ist schlichtweg undenkbar, weil viel zu langwierig. Selbst mit Lichtgeschwindigkeit! Jedenfalls für außenstehende Beobachter und was bringt es mir, wenn ich zwar praktisch instantan 4 Millionen Lichtjahre überwunden habe, damit aber auch 4 Millionen Jahre in der Zukunft lande, was ich feststelle, wenn ich nach 8 Millionen Jahren wieder „zuhause“ bin! Mal abgesehen von der unvorstellbaren Energie, ncht nur um nur die die Nähe solcher Geschwindigkeiten zu gelangen, sondern auch, um das Raumschiff abzuschirmen. Bereits die Kollision mit einem Staubkorn würde eine gigantomanische Explosion auslösen.
Wenn reisen zwischen Sternensystemen möglich wären, dann nur über Mechanismen (was immer hier auch „Mechanismen“ bedeuten soll!), die den Raum schlichtweg aufheben. Würde der Raum zu nichts, würde das aber auch bedeuten, daß die Grenze zwischen Raum- und „Zeitreisen“ vollends aufgehoben wäre. Es wäre alles schlichtweg unvorstellbar. Zeitreisen sind nämlich nur in einem „Multiversum“ denkbar, in dem alle Variationen eines durch Zeitreisende abgewandelten Ereignisses sich entfalten und so Paradoxa vermieden werden. Schön und gut, aber Physiker vergessen bei solchen Gedankenspielereien gerne ihre eigentliche Profession: das Universum ist real, die Materie, die Energie, die unwandelbaren Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung… Statt das Universum zu einer Chimäre aufzublasen, wäre es rationaler unsere Reisenden zu etwas zu machen, was kaum noch Ähnlichkeit zu „Astronauten“ hat oder den Witzfiguren in Science Fiction-Filmen, sondern schlichtweg unbeschreibbar wäre. Wesen, die beispielsweise immer (!) durch geschlossene Fenster gehen – mitsamt den Menschen, die sie entführen.
Niemals wird ein „Mr. Spock“ oder irgendein anderer Außerirdischer auf unserer Erde landen. Was tatsächlich passieren wird bzw. schon immer passiert ist, werden jene verwirrenden Chimären sein, über die sich alle lustig machen. Das UFO-Phänomen in all seiner Bizarrheit und Ungreifbarkeit entspricht genau dem, was zu erwarten ist, wenn wir nicht die einzige hochentwickelte Zivilisation im Universum sind. Abstruse Horrorfilme kommen der Realität wahrscheinlich weitaus näher als Star Wars oder Star Trek.
Die Lüge Demokratie
18. April 2017Demokratie ist nicht etwa eine Lüge, weil sie, je nachdem, die Herrschaft des tumben Pöbels ist oder, wie in den antiken „Demokratien“, die Herrschaft einer kleinen Kaste von Sklavenhaltern, sie ist eine Lüge, weil sie die Zeitachse außen vor läßt. Wir sind die Treuhänder dessen, was unsere Vorfahren teilweise unter unvorstellbaren Qualen erkämpft und erwirtschaftet haben. Ohne die Tradition, etwa in Gestalt von Erfindungen oder beispielsweise der Sprache, wären wir buchstäblich ein Nichts. Wir sind ebenso die Treuhänder dieses Erbes für die Generationen, die nach uns kommen. Ohne Vergangenheit und Zukunft macht unser Leben keinerlei Sinn. In der Demokratie, die nur den kurzfristigen Egoismus kennt, wird dies negiert. Demokratie ist demnach der ultimative Nihilismus. In der Monarchie, die sich einzig durch die Zeitachse definiert, ist das, jedenfalls vom Prinzip her, anders.
Auch sind Monarchien, genau wie die Arbeitsdemokratie, inhärent transnational. Welches Unheil nach dem Ersten Weltkrieg Präsident Wilson, ein pestilenter Charakter, mit seinem Wahn von „nationaler Unabhängigkeit“ und „Demokratie“ gebracht hat, braucht hier nicht erörtert werden.
Letztendlich geht es um die Kinder der Zukunft. Wird etwa gefragt, was uns denn das Geschehen in der Türkei, im Iran oder in Südafrika angehe, nämlich nichts, wenn das der dortige demokratische Wille der Menschen ist, kann ich nur antworten: ganz im Gegenteil – das einzige, was uns angeht, ist das Wohlergehen der Kinder der Zukunft.
Entspricht das nicht der Freiheitskrämerei der Kommunisten und Neo-Konservativen (Krypto-Trotzkisten)? Nein, denn wir haben mit dem Blick auf die Rolle der Tradition ein Bewußtsein für die charakterstrukturellen Begrenzungen dieses Konzepts.
nachrichtenbrief12
17. April 2017
nachrichtenbrief11
16. April 2017
Die Sexualökonomie der modernen Pop-„Musik“
15. April 2017Was heute aus dem Radio in unsere Ohren geschissen wird, wird von Jahr zu Jahr beschissener. Diese „Musik“ stachelt durch ihre Rhythmen und durch ihre wohlkalkulierten hypnotischen Melodien unsere organismische Orgonenergie an und verheißt entweder sentimentale „Liebe“ ohne die Gefahr körperlicher Nähe oder den schnellen Fick ohne die Gefahr seelischer Nähe, d.h. man wird auf keinen Fall „verletzt“.
So war es schon in den Goldenen Zwanziger Jahren. Reich beschreibt das 1932 wie folgt, wobei man „Jazz“ durch „Pop“ ersetzen muß – aber ansonsten das paßgenau auf heute übertragen kann. Reich:
[D]ie soziale Revolution befreit die Frauen nicht nur von ihrer materiellen Ausbeutung durch die Unternehmer und von ihrer Versklavung durch ihre Ehemänner sondern auch von der Unterdrückung ihres Sexuallebens und ihrer sexuellen Entwicklung. Und gerade das müßten wir all jenen Mädeln sagen, die, wie wir genau wissen, viel über diese Dinge sprechen, aber nicht zu uns in die Organisation kommen, weil sie glauben, daß sie das politische und sexuelle Wissen nicht notwendig haben. Diese Mädels, die auf dem Tanzboden sexuelle Befriedigung suchen, sich dabei verbrauchen und dadurch dem Kampf um die Befreiung der Frau verlorengehen, müssen wir heranziehen; wir müssen sie mit allen Mitteln für uns gewinnen; bei uns können sie doch den heute einzig möglichen Ausweg aus ihren Nöten finden. Denn drüben, im Lager der Kirche, der Bars und des amerikanischen „Jazz“ werden sie nicht nur materiell unterdrückt, sondern auch sexuell an ihrem Körper ausgebeutet, dort gehen sie körperlich und seelisch schließlich zugrunde, nachdem sie eine kurze Zeit, betäubt von dem Firlefanz des Lichterscheins und der bürgerlichen Lebensart, glauben, daß sie darin ihren Lebensgenuß finden. Sie gehören hierher zu uns, wo sie statt eines späteren Zusammenbruchs durch Geschlechtskrankheiten, seelische Erkrankung oder bürgerlich trostlose Ehe ein Leben zwar des harten Kampfes, aber auch der geistigen Befriedigung, des Sports und unter günstigen Umständen ein befriedigendes Sexualleben finden, was sie dort ja nur vergebens erwarten. Sie gehören in die Front gegen die schamlose Erniedrigung und Ausbeutung des weiblichen Geschlechts wie des gesamten Proletariats kämpfenden Mädels und Frauen, die den Sieg der unterdrückten Klassen über die Ausbeuter herbeiführen und den Sozialismus begründen wird. Es ist unsere Sache und Pflicht, sie davon zu überzeugen. (Der sexuelle Kampf der Jugend, S. 36)
Die Drecks-„Musik“, die uns die Massenmedien andienen, spielt unmittelbar mit der „Ausdrucksbewegungen des Lebendigen“ und damit der organismischen Orgonenergie. Sie tut das, indem genitale Liebe („große Musik“, Gefühlsernst) durch pornographischen Dreck („Lady Gaga“) ersetzt wird. Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:
Jeder musikalische Mensch kennt den Emotionszustand, den große Musik hervorruft. (…) Sie ist (….) ein Bewegungsausdruck des Lebendigen und ruft im Hörer „Ausdruck“ oder „Bewegtheit“ hervor. Man pflegt die Wortlosigkeit der Musik entweder als Zeichen von mystischer Geistigkeit oder aber als allertiefsten, in Worten nicht faßbaren Gefühlsausdruck zu bezeichnen. Der naturwissenschaftliche Standpunkt bekennt sich zur Deutung, daß der musikalische Ausdruck mit letzten Tiefen des Lebendigen zusammenhängt. Was man als „Geistigkeit“ großer Musik betrachtet, wäre demnach nur eine Umschreibung der einfachen Tatsache, daß Gefühlsernst identisch ist mit Kontakt mit dem Lebendigem jenseits der Sprachgrenze. (Charakteranalyse, Kiwi, S. 475)
Es gibt nichts Traurigeres, als ein junges Ding auf der Tanzfläche, dem von den Dreckschweinen in den Konzernspitzen seine Seele genommen wird, während es selbst glaubt, endlich frei zu sein.
nachrichtenbrief10
14. April 2017
Der neue historische Materialismus
12. April 2017Die gesellschaftlichen Zustände gehen auf die – gesellschaftlichen Zustände zurück. Konkret geschieht das durch den Menschen, dessen Charakterstruktur von den gesellschaftlichen Zuständen geformt wird und der entsprechend die gesellschaftlichen Zustände reproduziert. Da der Charakter aber nicht einfach „von der Gesellschaft“ geformt wird, sondern konkret von der Familie und derem unmittelbaren Umfeld, ist diese Umsetzung nicht mechanisch. Hinzu kommt, daß der Mensch nicht beliebig formbar ist, sondern die Charakterbildung bestimmten inhärenten, d.h. biologischen Gesetzen unterliegt (siehe Elsworth F. Bakers Der Mensch in der Falle). Der ständige Einbruch dieser biologischen Gesetzmäßigkeiten zusammen mit der Unvorhersehbarkeit der Zeitläufe (zufällige politische Entwicklungen mit weitreichenden Folgen, etwa der Ausbruch der beiden Weltkriege und deren unvorhersehbarer Verlauf, oder unvorhersehbare technische Entwicklungen, beispielsweise das Internet) sorgt für die gesellschaftliche Dynamik. Schon kleinste Veränderungen, geschweige denn gigantische Umbrüche wie die Weltkriege, können eine biologische Dynamik in Gang setzen, die aus rein ökonomischer und soziologischer Sicht nicht vorhersehbar sind. Hilfloserweise wird dann auf den Mystizismus zurückgegriffen, etwa indem von vermeintlichen „Materialisten“ der „Ideologie“ eine allesbestimmende Bedeutung zugemessen wird oder alles mit „Verschwörungen“ erklärt wird, etwa das Aufkommen von Al-Qaida oder ISIS.
Eine positive Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse hilft nur weiter, wenn der biologische Faktor berücksichtigt wird. Welche Veränderungen genau sind „positiv“? Hilft beispielsweise eine sozialistische Rundumversorgung den Menschen weiter? Reagieren sie aufgrund ihrer Charakterstruktur nicht vielleicht gegenteilig zu dem, was man aus abstrakter (ideologischer) Sicht vermuten sollte? Was immer man tut und wie immer man auf Ereignisse reagiert, man muß stets von charakterdynamischen Überlegungen ausgehen. Ohne auf das zu hören, was Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia in dieser Hinsicht erarbeitet haben, wird es niemals zu einem wirklichen Fortschritt kommen.















