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Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, c. Das schwer zu greifende Orgon

12. Februar 2026

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, c. Das schwer zu greifende Orgon

Peter liest die Laska/Schmitz-Korrespondenz (Teil 17)

22. April 2024

Reichs grundlegender Dissens mit der Naturwissenschaft des 20. Jahrhunderts läßt sich in dem simplen Satz aus Christusmord zusammenfassen: „Der Raum ist nicht leer; und niemand hat je Atome oder die Luftkeime von Amöben gesehen“ (Freiburg 1978, S. 32).

Richard Feynman („Quantenelektrodynamik“), sicherlich der wichtigste Physiker nach dem Zweiten Weltkrieg, hat auf die Frage, welche wissenschaftliche Erkenntnis er einer Menschheit übermitteln würde, die nach einer globalen Katastrophe wieder von vorn mit einer Steinzeit beginnen müßte, und er nur eine kurze Message senden könne, geantwortet: daß alle Materie aus Atomen bestünde, daraus ließe sich die gesamte Physik rekonstruieren. Entsprechend würde ein Biologe vielleicht mit „unsichtbaren Keimen“ kommen, da das unmittelbare praktische (Hygiene) und theoretische Folgen (Erbinformation) hat.

Reich hat beide Vorstellungen als „Metaphysik“ von sich gewiesen und sich der Natur, wenn man so will, streng „phänomenologisch“ genähert. Beispielsweise wollte er zu Beginn seiner Bionversuche explizit nichts über den damaligen Stand der Mikrobiologie wissen, die seine „Bione“ sofort als diesen oder jenen Mikroorganismus abqualifiziert hätte. Ähnlich, als er die Strahlung der SAPA-Bione mit Hilfe des Elektroskops untersuchte, wollte er nichts von der Ladungstrennungstheorie hören, die alle „orgonotischen“ Phänomene mit (den Elektronen von) Atomen wegerklärt hätte.

Das führe ich hier an, weil Hermann Schmitz in den Human- bzw. Geisteswissenschaften ähnlich vorgeht. Die Phänomenologie, erst recht die Schmitzsche Neue Phänomenologie, beginnt voraussetzungslos mit der Beobachtung. Halb ironisch könnte man sagen: „Ich hab‘ mein Sach‘ auf nichts gestellt!“ – Beide, Reich und Schmitz, sind dezidiert nichtnihilistisch, denn Reich stellt sich mit seinem „kosmischen Lebensäther“ explizit gegen Einsteins „kosmische Leere aus bloßen mathematischen Abstraktionen“ (kein Zitat), während Schmitz den Raum affektiv besetzt („Gefühlsraum“).

Laska, ursprünglich ein „Reichianer“, und Schmitz sollten sich allein von daher „gesucht und gefunden“ haben; nicht von ungefähr kommt der intensive Austausch zwischen beiden. Woher dann der auffällige grundsätzliche Dissens? Der alles entscheidende Unterschied zwischen beiden ist die Parteilichkeit: das Kind oder die Kultur, d.h. die in die Kultur hereinbrechende Natur oder die Kultur?!

Dazu schreibt Schmitz, er sei beispielsweise dagegen,

den Kindern die grausamen und unheimlichen Geschichten aus der Märchenliteratur, denen sie sich fasziniert zuwenden, vorzuenthalten, weil die Phantasie dadurch auf Abwege geraten könnte. Wie die Kinderkrankheiten zur Ausbildung eines strapazierfähigen Immunsystems, so gehören vielfältige Eindrücke, die im Dunkel undeutlichen Verlangens nach Anziehendem und Abstoßendem Leuchtpunkte setzen, zur Vorbereitung einer selbständigen, in personaler Emanzipation durch personale Regression hindurch reifenden Persönlichkeit, die in einem steril rationalen Schutzklima verkümmern würde. Ich bin durchaus der Meinung, daß die Aufklärung und Abstoßung des Ungemäßen in der Enkulturation nur nachträglich erfolgen kann (…) (S. 360)

Parteilich ist man, wenn man sich gegen das Über-Ich stellt, d.h. auf die Seite des Lebendigen. Da hilft es dann auch nichts, wenn sich Schmitz gegen den „Konstellationismus“, d.h. gegen die atomistische Zerstückelung der Natur stellt, wobei dann die isolierten Faktoren wieder mechanisch vernetzt werden (S. 359). Dieser quasi „Funktionalismus“ bei Schmitz hilft nicht, weil es für ihn, genau wie für Stirner und im krassen Gegensatz zu Reich, kein „allgemeinverbindliches Kriterium für Rationalität“ gibt. Von daher auch seine Probleme mit dem irrationalen vs. rationalen Über-Ich (S. 353, 357).

Beispielsweise schwebt ihm als „Religion der Zukunft“ der japanische Shintoismus vor:

eine Religion ohne Dogmen und Mythen. Wo dem Japaner etwas Heiliges begegnet, etwa eine frische Quelle, ein imponierender Baum oder ein sonderbarer Stein, errichtet er einen kultischen Schrein, umwickelt den Baum, beschriftet den Stein. Ganz spontan sammelt sich das Volk, etwa auf dem Weg zur Arbeit, und spricht ein kurzes Gebet zum kami, was nicht präzis ein als persönlich vorgestelltes Wesen ist, sondern eine schwach personifizierte göttliche Macht. (S. 357)

Das auch sadistische Massenmörder und Kinderschänder ein Gebet zum „kami“ sprachen und lebenslang vollkommen in „einpflanzenden Situationen“ eingebettet waren… Dazu Schmitz zu Laska:

Sie sprechen die Problematik der Enkulturation an. Was Sie in diesem Zusammenhang als das – rationale oder irrationale – Über-Ich bezeichnen, das auf diese Weise an das Kind weitergegeben werde, ist in meiner Terminologie die gemeinsame implantierende Situation (aus Situationen), in die das Kind hineinwächst. (…) Die Bedeutsamkeit der implantierenden Situation ist aber binnendiffus, d.h., sie besteht nicht aus lauter einzelnen Bedeutungen (Sachverhalten, Programmen, Problemen), die man der Reihe nach auf den Prüfstand stellen könnte, ob sie rational oder irrational sind. Daher muß jede Zensur scheitern, die die implantierende Situation vor Zulassung zum Kind darauf prüft, was als irrational verworfen und als rational durchgelassen werden soll. (S. 356f)

Dazu fällt mir langsam nichts mehr ein… Außer vielleicht der Verweis auf das eine Buch, das die gesamte Human- und Geisteswissenschaft, vor allem aber die Neue Phänomenologie ad absurdum führt:

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 37)

14. Dezember 2022

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Ich glaube, Reich wollte ergründen, was objektiv hinter der subjektiven „existentiellen Sicherheit“ steht, die Menschen wie Bernd Laska dazu bringt ihr Leben ihrem „Projekt“ zu opfern und sich dabei gegen „alle anderen“ zu stellen. Etwas, wofür das Herdentier Mensch an sich nicht gebaut ist! Reich wollte ergründen, was das ist, das jene Menschen von diesen Menschen unterscheidet: was Reich von den anderen unterscheidet und ob das, was er existentiell fühlt, konkret und nachvollziehbar gemacht werden kann. Deshalb hat Reich „LSR“ auf die Biologie und Physik ausgeweitet.

Meines Wissens hat noch niemand darauf hingewiesen, daß nicht nur „LSR“ eine eigene „Biophysik“ hat, sondern auch DMF (Diderot, Marx, Freud)! Gut, Freud hielt nicht viel von den „libidometrischen“ Untersuchungen von Feitelberg und Bernfeld, die z.B. dem „Todestrieb“ physikalisch nachgehen wollten, aber es war nichtsdestotrotz, wenn man so will, die „DMF-Biophysik“. Und diese DMF-Physik war nichts anderes als die ganz gewöhnliche Schulphysik, auf Freuds Metapsychologie übertragen. Es ist die gleiche Physik, die zur gleichen Zeit zur Entwicklung der Molekularbiologie (DNA) und der Nuklearphysik führte.

[Einschub: Das ganze ist durchaus aktuell, versucht doch Cordelia Schmidt-Helleraus in ihrem Buch Lebenstrieb & Todestrieb, Libido & Lethe (Verlag Internationale Psychoanalyse) endlich die Freudsche Metapsychologie abzuschließen will, u.a. indem sie sie „Lethe“ als „Energiebegriff des Todestriebes“ hinzudichtet. Du hast Depressionen, suchst Hilfe – und dann interpretiert jemand den Zustand Deiner „Lethe“.]

Reichs Bemühungen wurden von den jeweiligen Wissenschaftsgemeinden nicht akzeptiert. Mit welcher Berechtigung können wir als Laien auf so gut wie allen Gebieten darauf bestehen, daß Reich richtig liegt und die Experten falsch? Es kann nicht darum gehen, sich in technische Einzelheiten oder wissenschaftliche Systematiken zu verlieren, vielmehr muß das folgende herausgearbeitet werden: Im letzten Jahrhundert hat es zwei Menschen gegeben, die die Physik wirklich begriffen haben und die alles andere als beschränkte Fachidioten waren: Einstein und Feynman. Beide haben sogar Konzepte entwickelt, die dem Orgon recht nahe kommen: die krümmbare Raumzeit-„Substanz“ der Allgemeinen Relativitätstheorie und das allgegenwärtige Quantenvakuum der Quantenelektrodynamik (die Theorie die, außer Atomkern und Gravitation, alles erklärt). Und „trotzdem“ hatten sie diese systematische Blindheit, dieses unaufhebbare Unvermögen auch nur ansatzweise das Orgon wirklich, sozusagen „lebenspraktisch“ zu erfassen, d.h. wirklich zu be-greifen. Und diese Barriere ist funktionell identisch mit der Barriere die DMF von LSR trennt, die Bernfelds/Feitelbergs Libidometrie von Reichs „Libidometrie“ trennt.

Wahrheit und Wirklichkeit (Teil 3): PHYSIK – die funktionelle Identität von KOSMISCHER ÜBERLAGERUNG und ORANUR

8. Juli 2020

Wenn man sich die Physik, so wie sie an Gymnasien und Universitäten gelehrt wird, anschaut, hat man den Eindruck, daß die Orgonenergie völlig überflüssig ist. Doch nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein, wie man mit Hilfe von Poincare, Planck, Bohr, Heisenberg und Feynman zeigen kann.

Nachdem Newton, Maxwell und Boltzmann ihre Arbeit getan hatten, schien die Beschreibung des Universums abgeschlossen zu sein. Alles wurde in Begriffen der Mechanik und des Elektromagnetismus erklärt. Als erster zerstörte Poincare das Versprechen der Mechanik, indem er das einführte, was heute als „Chaostheorie“ bekannt ist. Er versuchte ganz einfach, das Sonnensystem in allen Einzelheiten zu beschreiben, und erkannte bald, daß es nicht stabil sein kann, wenn wir alle Planeten, Monde und die Sonne und deren gravitative Wechselwirkungen untereinander betrachten. Wie beim berühmten „Schmetterlingseffekt“ in der Klimatologie würden all diese winzigen Gravitationseffekte bald auf gigantische Effekte hinauslaufen, die das Sonnensystem auseinander rissen. Das von Kepler und Newton überkommene präzise „kosmische Uhrwerk“ ist eine Illusion! Wie Reich betonte, stabilisiert nur die Kontraktion der kosmischen Orgonenergie durch die einströmende (und, wie der Orgonom Robert A. Harman gezeigt hat, durch die Funktion der koexistenten Wirkung koordinierte) kosmische Überlagerung das Sonnensystem und jedes andere planetarische und galaktische System im Universum.

Dasselbe kann man über den Mikrokosmos sagen, der durch die statistische Mechanik (Thermodynamik) und die Aufklärung des Elektromagnetismus erschlossen wurde. Auch diese geordnete Welt brach zusammen, als Planck mit der „Ultraviolett-Katastrophe“ konfrontiert wurde. Wenn elektromagnetische Strahlung zu immer kleineren Wellenlängen übergehen kann, würde das Universum einfach wie eine Wasserstoffbombe explodieren! Auch generell: wenn alles immer kleiner und kleiner werden kann, sich hier im Kleinen eine Unendlichkeit auftut, wäre der Energiegehalt jedes kleineren Teils des Raumes unendlich! Deshalb wurde das Plancksche Wirkungsquantum h eingeführt. Ähnlich wie im Sonnensystem ermöglichte es, wie Bohr als erster formulierte, die Stabilität der Atome, denn ohne das Plancksche Wirkungsquantum würde jedes den Atomkern umkreisende Elektron aufgrund seiner Beschleunigung durch Aussendung immer kürzerer Wellenlängen elektromagnetischer Strahlung in den Atomkern einschlagen.

Aber selbst Planck und Bohr konnten das Universum nicht vor der Explosion bewahren, denn Heisenberg trat auf und tat das Unvermeidliche: das Plancksche Wirkungsquantum impliziert die Unschärferelation. Wenn wir im Mikrokosmos die Entfernungen (Länge) immer weiter reduzieren, kann der Impuls jeden Wert annehmen, und wenn ich immer kleinere Beobachtungszeiträume wähle, kann die Energie jede beliebige Skala überschreiten. Es ist nur eine andere Version der „Ultraviolett-Katastrophe“, d.h. das Universum sollte wieder wie eine Wasserstoffbombe explodieren! In Feynmans Quantenelektrodynamik, die alles erklärt, außer Schwerkraft und Radioaktivität (d.h. kosmische Überlagerung und ORANUR), ist die Lösung einfach: man muß nur all die höheren Terme aus den Gleichungen streichen! Diese an sich dilettantische Manipulation der Gleichungen funktioniert, d.h. die Gleichungen spiegeln danach immer noch die Realität in allerhöchster Präzision wider! Aber warum und wie dieser wirklich lächerliche Ansatz, ein bloßer Taschenspielertrick, der als „Renormierung“ bezeichnet wird, funktioniert, weiß niemand zu sagen.

Hier operiert im Mikrokosmos das Äquivalent der kosmischen Überlagerung, die Ordnung in die Bahnen der Planeten bringt: ORANUR. Wiederum koordiniert durch die Funktion der koexistierenden Wirkung (Harman) zieht sich auch auf dieser Ebene die kosmische Orgonenergie zusammen und hält das Chaos in Schach. Dies erklärt, warum in Zuständen der Überexpansion („Parasympathikotonie“) alles in den Biopathien (sogar Krebs ist Parasympathikotonie auf zellulärer Ebene!), in den Soziopathien (die gegenwärtige Antifa- und BLM-Scheiße) und in den Kosmopathien (kosmische Ausbrüche in galaktischen Systemen jenseits jeder vorstellbaren Energieabgabe) zu explodieren scheint. Durch den ORANUR-Mechanismus hält die Orgonenergie die Materie, sogar den Raum selbst, davon ab, „parasympathisch“ zu entarten!

Man kann einwenden, daß ORANUR doch für Expansion steht, doch dieser Einwand entstammt einem rein abstrakten Denken. Wann tritt eine ORANUR-Reaktion auf? Zum Beispiel, wenn es ein Leck in einem Kernkraftwerk gibt. Zuvor la gein gewisses Gleichgewicht vor, d.h. die Kernstrahlung wurde sequestriert. Jetzt wird sie freigesetzt und das Orgon versucht, sie erneut zu sequestrieren (Kontraktion), das Ergebnis ist eine ORANUR-Kettenreaktion.

Orgon, ein Epiphänomen

10. August 2017

Wilhelm Reich, Physiker: 3. Der physikalische Laie Wilhelm Reich, c. Das schwer zu greifende Orgon

Eine Ergänzung zu „nachrichtenbrief48“: Koexistierende Wirkung und die moderne Physik

22. Juli 2017

Ich wollte im gestrigen Video auch den Zusammenhang zwischen moderner Physik und der koexistierenden Wirkung erläutern, hatte es aber schlichtweg vergessen. Was im Nachhinein aber gut ist, da eine schriftliche Darstellung weitaus praktischer ist.

Die klassische Physik bewegt sich ganz im Bereich der relativen Bewegung. Die Lichtgeschwindigkeit ist bei ihr abhängig von der Bewegung des Mediums (dem Äther) in dem sich das Licht bewegt und von der Geschwindigkeit der Objekte, die das Licht aussenden bzw. registrieren. Aus der Sicht eines Autos, das mit 80 km/h über die Autobahn fährt, ist die Geschwindigkeit eines anderen Autos, das ebenfalls mit 80 km/h neben ihm fährt, gleich null. Einsteins Frage war schlichtweg, was geschieht, wenn man „auf einem Lichtstrahl reitet“. Er konnte nur konstatieren, daß die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit für jeden Beobachter physikalisch eine Notwendigkeit ist. Darauf beruht nicht zuletzt die Quantenelektrodynamik, d.h. jene physikalische Theorie, die (außer Radioaktivität und Gravitation) schlichtweg alles in unserer Umwelt erklärt!

  • Relativitätstheorie: Die Lichtgeschwindigkeit ist unveränderbar. Um die Bewegung des Lichts (L/t) konstant zu halten, schrumpft und dehnen sich Raum und Zeit (t → L, L → t). In der Allgemeinen Relativität wird so die Gravitation erklärt.

In der klassischen Physik sind Strukturen willkürlich unterteilbar. Beispielsweise kann ein Planet in beliebigem Abstand um die Sonne kreisen. Anders ist das im Mikrokosmos: ein Elektron, das sich um einen Atomkern bewegt, kann dies nur in bestimmten Abständen tun. Zwischen den Elektronenbahnen ist das Elektron nicht definiert, es ist dort schlichtweg inexistent. Im Mikrokosmos gibt es nur Ganzheiten, die durch das extrem kleine Wirkungsquantum h bestimmt werden. Sind etwa zwei Quantenobjekte in diesem Sinne miteinander „verschränkt“, d.h. bilden eine Quanteneinheit, ist es irrelevant wie weit man sie voneinander räumlich trennt: sie werden sich weiterhin als Einheit verhalten, d.h. instantan, so als gäbe es den Raum zwischen ihnen nicht (EPR-Paradoxon).

  • Quantenmechanik: Das Wirkungsquantum h ist unveränderbar, was gemäß der beiden Heisenbergschen Unschärferelationen dazu führt, daß bei Festlegung des Zeitverlaufs (bzw. der Geschwindigkeit bzw. des Impulses) der Ort des Quantenobjekts unbestimmt wird (und umgekehrt) und bei Festlegung des Energiezustandes die Zeit verschwimmt (und umgekehrt): t → L und L → t.

Die Orgonomie und die moderne Physik

20. Oktober 2016

Wilhelm Reich, Physiker: 2. Orgonbiophysik, d. Kosmische Strahlung

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.12.

24. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.j.

9. Mai 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

d. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

e. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

f. Die gesellschaftlichen Tabus

g. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

h. Dreifaltigkeit

i. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

j. Die Schöpfungsfunktion

Einstein, der Mond und das Proton

15. Juli 2015

Einstein war von Anfang an ein Gegner der Quantenmechanik, da sie drohte die Einheit der Physik zu sprengen. Wie kann beispielsweise Licht elektromagnetische Welle und gleichzeitig Teilchen (das von Einstein entdeckte „Photon“) sein? Was das Licht im gegebenen Augenblick sei, werde, so die Quantenmechanik, vom Beobachter bzw. natürlich von seiner experimentellen Herangehensweise bestimmt! So etwas kommt in der Physik des Sichtbaren nicht vor und sollte deshalb auch in der Welt des unsichtbar Kleinen nicht auftreten.

Die Argumente, die Einstein gegen Niels Bohr und andere vorbrachte, wurden immer komplizierter und beruhten darauf, daß, wenn man die Quantenmechanik ernst nehme, die Welt des Subatomaren bizarr und geisterhaft sei. Seine Überlegungen kulminierten schließlich im sogenannten EPR-Paradoxon, das besagt, daß zwei räumlich getrennte Teilchen instantan (also so, als gäbe es keinen Raum zwischen ihnen) wechselwirken können. (Siehe dazu meine Ausführungen in Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur.) Für die Quantenmechaniker waren derartige Einwürfe nur Bestätigung ihrer eigenen Argumente: daß auf subatomarer Ebene halt eigene Gesetze gelten würden und die physikalischen Gesetze unserer makroskopischen Umgebung bloße Grenzfälle der weitaus fundamentaleren Quantenmechanik seien.

Schließlich zog sich Einstein auf das denkbar einfachste Gegenargument zurück: er zeigte schlichtweg auf den Mond! Er ist unverrückbar, mit beliebiger Präzision räumlich und zeitlich verortbar und es ist ihm denkbar gleichgültig, ob und wie er von irgendeinem Menschen beobachtet wird oder nicht.

Folgen wir Einstein und betrachten nun ein subatomares Teilchen, das man sich ähnlich vorstellen kann wie den Mond: ein Proton. Ein Proton, das von einem Elektron umrundet wird, ergibt das einfachste und leichteste der Elemente, das Wasserstoffatom.

Eines der fundamentalsten Eigenschaften dieses Protons ist sein Radius. Und genau hier fängt das Problem an, denn während man den Radius des Mondes mit beliebiger Präzision messen kann, häufen sich beim Proton die Probleme. Und das sogar, wenn man von Heisenbergs berühmter „Unschärferelation“ absieht.

Man kann die Größe des Protons abschätzen, indem man es mit Elektronen beschießt und deren Ablenkung mißt. Weitaus genauer sind indirekte Messungen mit Hilfe der sogenannten „Lamb-Verschiebung“. Bei der Lamb-Verschiebung handelt es sich um die Aufspaltung eines Energieniveaus, die das Elektron in einem Wasserstoffatom einnehmen kann. Diese extrem kleine Aufspaltung konnte man mit der Quantenelektrodynamik erklären, die die Wechselwirkung von Protonen, Elektronen und Photonen beschreibt – und dabei das Vakuum zu einem brodelnden Schaum aus virtuellen Elementarteilchen macht.

Wasserstoffatome werden mit Lasern einer bestimmten Frequenz beschossen, hat man die richtige Frequenz erwischt, kommt es zur Lamb-Verschiebung, von der das Atom durch aussenden eines entsprechenden Photons Kunde tut. Aus der Frequenz der Laserstrahlung wird auf die Größe der Lamb-Verschiebung geschlossen und von dort mit denkbar komplizierten Berechnungen auf den „Radius des Protons“ (genauer gesagt den „Ladungsradius“) – der dergestalt tatsächlich nicht mehr ist als die interpretationsbedürftige Größe in einer abstrakten Formel.

2010 schienen vorläufige Meßergebnisse darauf hinzudeuten scheinen, daß man sich bisher um sage und schreibe 4 Prozent beim „Radius des Protons“ verkalkuliert hatte. Dabei haben die Elementarteilchenphysiker bisher nichts genauer untersucht als Protonen! Alles, was wir betrachten, besteht ausschließlich aus Protonen, Neutronen und Elektronen. Es wäre wirklich genauso, als würde heute ein Astronom feststellen, daß der Mond tatsächlich 4 Prozent kleiner sei als bisher angenommen. Was ist dann mit den Gezeiten, den Mondflügen, im Grunde der gesamten Astronomie, wenn nicht sogar Physik?!

Das mit dem Mond wird nie geschehen, aber mit dem Proton könnte dieser Fall tatsächlich eintreten, wenn sich die Ergebnisse bestätigen sollten. Die Messung des Protonen-Radius konnte um den Faktor 10 verbessert werden, indem das stabile Elektron durch ein extrem kurzlebiges Myon ersetzt wurde, das 200mal größer als ein Elektron ist. Das „myonische Wasserstofatom“ weist entsprechend eine größere, besser meßbare Lamb-Verschiebung auf.

Und zwei Jahre später wurden diese Ergebnisse tatsächlich bestätigt:

Die Resultate (…) fachen erneut die Debatte darüber an, ob es für die beobachteten Diskrepanzen eine konservative Erklärung gibt, weil sie etwa auf mangelndes Verständnis der in allen Messungen auftretenden systematischen Fehler zurückgehen, oder ob am Ende doch „Neue Physik“ dahinter steckt.

Es führt einfach zu nichts ein Proton als einen „kleinen Mond“ (oder, was passender wäre, als „kleine Sonne“) zu betrachten – allein schon weil ein 4 Prozent kleinerer Mond tatsächlich die Welt aus den Angeln hebeln würde, während 4 Prozent kleinere Protonen nur ein paar ohnehin haltlose Theorien (das „Standardmodell“) durcheinanderwirbeln würden.

Für Reich waren die Elementarteilchen, wie sie in der kosmischen Strahlung auftreten (Protonen, Myonen, Elektronen, Photonen), besondere Ausformungen der Orgonenergie, konkret der Kreiselwelle mit ihrer Abfolge von Wellen und teilchenartigen Pulsen. Sogar den Mond selbst betrachtete in erster Linie als „Welle“:

Wie ich an anderer Stelle ausführen werde, sind die präzisen, „toten“ Gravitationsgesetze des Mondes, die nicht zur lebendigen Orgonenergie passen wollen, Ausdruck der Transformation von Energie in Masse und zurück. Genauso ist es um die präzisen Messungen im subatomaren Bereich bestellt, wie sie wie erläutert durchgeführt wurden.

Materie, sei es nun der Mond oder ein Proton, zeichnet sich durch die (im Vergleich zum sich ständig ändernden Orgon) Unwandelbarkeit ihrer Eigenschaft aus. Ob es sich dann etwa bei Protonen tatsächlich um „Kugeln“ handelt, die mit dem Mond vergleichbar sind, ist sekundär, wichtiger sind die orgon-energetischen Eigenschaften. Im ORANUR-Experiment entdeckte Reich einen Bereich, in dem sich die Elementarteilchen mehr wie Orgonenergie als wie, man verzeihe mir den Ausdruck, „mond-artige Teilchen“ verhalten.