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Zwei viel zu große Galaxien in einem Ozean aus Dunkler Materie am Anfang der Zeit

9. Dezember 2017

Wenn man sich zunächst einmal „ganz naiv“ das Video in diesem Link anschaut, natürlich eine Animation, wird man feststellen, daß die heutige Vorstellung von der Formation von Galaxien im frühen Universum ziemlich dem nahekommt, was Reich in Die kosmische Überlagerung beschrieben hat. Eben das: kosmische Überlagerung!

Im betreffenden Artikel geht es um die Entdeckung zweier großer Galaxien 750 Millionen Jahre nach dem angeblichen „Urknall“. Zu dieser Zeit, also in 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung, sollte es allenfalls Zwerggalaxien geben, die sich langsam aufgrund der Gravitation aus dem, wenn man so will, „Urbrei“ geformt haben. Nicht nur, daß diese beiden Galaxien viel zu groß sind, als daß sie mit Berufung allein auf die Gravitation erklärt werden könnten, sie ziehen sich auch noch gegenseitig an und werden verschmelzen. Die Massenakkumulation und die Dynamik sind mit den bisherigen Modellen nicht vereinbar.

Die übliche Lösung, nämlich das Hervorzaubern der geheimnisvollen „Dunkelmaterie“ verschärft das ganze Problem eher, als daß es es löst. Die beiden viel zu großen Galaxien werden nämlich in eine noch gigantischere „Halo“ aus Dunkler Materie plaziert, damit das ganz überhaupt auch nur annähernd Sinn macht. Diese „Materie“ sorgt zwar für genügend Gravitation, ist aber natürlich nur eine willkürliche Hilfskonstruktion, die das Grunddilemma nicht löst, sondern nur noch weiter akzentuiert: Woher kommt all die Struktur und Dynamik? Der Charme der Urknalltheorie ist ja gerade, daß sie theoretisch eine logische Entwicklung vorgibt („langsame Kondensation aus einem Urbrei bis zum Jetztzustand“). Doch, wenn man in die Teleskope schaut, bleibt kaum etwas von dieser Abfolge übrig!

Es kann nicht darum gehen, dem offiziellen Modell der Astronomen ein „orgonomisches Modell“ (zwei Begriffe, die sich ausschließen!) entgegenzuhalten, sondern schlicht um den Hinweis, daß sich alles grundlegende ändert, wenn die Gravitation nicht die einzige Kraft bei der Galaxienbildung ist, sondern auch die Orgonenergie, das orgonomische Potential und die Überlagerung von Orgonenergie-Strömen mit ins Kalkül genommen werden. Immerhin sind diese Größen unmittelbar beobachtbar, während „Dunkelmaterie“ nichts weiter als ein willkürliches Konstrukt ist.

Kritik an Wilhelm Reich

20. August 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Kritik an Wilhelm Reich
 

 

Eva Reich in Makavejevs Drecksfilm:

Robert 2011: Reichs Tochter, Lore-Reich Rubin, hat sich auch so ihre Gedanken zu Makavejev´s Film gemacht (im letzten Zehntel der Seite):

Um nun zum Film zu kommen: Ich persönlich schätze den Film trotz etlicher gravierender Verdrehungen der Reichschen Ideen. In dieser erfundenen, in Jugoslawien handelnden Geschichte von Vladimir und Milena, verdeutlicht Makavejev sowohl Reichs Konzepte zur Charaktertypologie, als auch seine Vorstellung, dass es in autoritären Staaten durch Unterdrückung der Sexualität zu einer Unterwerfung und Idealisierung des Staates kommt.
Wenn wir aber auf das Thema Sexualität zu sprechen kommen, erkennen wir, dass Makavejev selbst die Ideale entstellt. In einem Interview bezeichnete er Reichs sexuelle Revolution als zahm. Er verherrlicht die Revolution der 60er und 70er Jahre mit allen ihren Extremen. Ein paar Beispiele:
1) Gleich in der ersten Szene des Films wird der Geschlechtsakt ei-nes Paares gezeigt und ist als Original-Filmmaterial aus der Sex-Pol-Zeit deklariert. Durch die unmittelbare Nähe zu anderen Szenen ist damit der Geschlechtsakt meiner Eltern, Wilhelm und Annie Reich, gemeint. Reich hätte diese Szene aber niemals gefilmt. Er glaubte an die Intimität des sexuellen Aktes. Tatsächlich wurde dieser Filmab-schnitt 1969 beim Hippie-Musikfestival in Woodstock aufgenommen. Wollte sich hier Makavejev über Reich, sein bewundertes Idol, lustig machen?
So können wir sagen, dass Makavejev Reich bewundert, sich für seine Vorstellungen und Theorien einsetzt und uns für seine ungerechte Inhaftierung trauern lässt. Gleichzeitig aber fühlt er sich als Rivale und möchte selbst ein berühmter Mann sein. Das gipfelt darin, dass er sich über Reich und seine Theorien lustig zu machen beginnt, obwohl er gerade in seinem Film aufgezeigt hat, wie großartig und einzigartig er die Theorien findet.
Trotzdem: Als Ganzes gesehen ist „Wilhelm Reich und die Mysterien des Organismus“ ein starker und bewegender Film, zeitweise brillant, Einblicke gewährend, manchmal schockierend und manch-mal amüsant. Er ist auch eine wunderbare Erinnerung an das Ethos der 1970er Jahre und eine eindringliche Warnung vor bedrohlichen Zeiten, in denen wir uns gegenwärtig befinden.

http://www.heikolassek.de/39994.html

Peter dazu: Danke für den Hinweis! Hier noch eine interessante Stelle:

Die Reichsche Therapie – das Lösen des Muskelpanzers mit tiefem Atmen und anderen Übungen – wird in Alexander Lowens Bioener-getik-Therapie in Hyperventilation und Übungen in Stresspositionen umgewandelt, bis Muskelzuckungen und Schüttelkrämpfe erfolgen, was das Ideal, den Panzer zu lösen, anstatt noch mehr Spannung aufzubauen, verfälscht. Während sich die Gruppensitzungen in ein Schreien, Stampfen und in einen aggressiven Tumult kehren, was bestenfalls Sadomasochisten ertragen würden. (Reich hat einmal zu seinem Sohn gemeint, dass er diese Art von Behandlung verabscheue.)

Peter: Das logische Resultat der „Revolution der 60er und 70er Jahre mit allen ihren Extremen“:
http://www.pi-news.net/2011/08/dalrymple-die-frivolitat-des-bosen-1

Robert: Während sich die Gruppensitzungen in ein Schreien, Stampfen und in einen aggressiven Tumult kehren,…
Genau dass habe ich in meiner Bioenergetikgruppe vor 30 Jahren erlebt.

Peter: Zum Zerfall der Gesellschaft:
Reich sagt, daß man die Emotionelle Pest u.a. daran besonders gut erkennt, daß sie wie blind für prägenitale Perversionen ist, jedoch bei genitaler Liebe unerbittlich zuschlägt.
Dazu der „Politskandal“ in Schleswig-Holstein um einen CDU-Politiker und eine 16jährige (die ihn im übrigen ausdrücklich in Schutz genommen hat, man könne nichts Schlechtes über ihn sagen) und der passende Kommentar aus dem TAGESSPIEGEL.
Vor diesem Hintergrund ist es zwar nicht seltsam, aber ein ethisches Armutszeugnis unserer Gesellschaft, daß sie den Betrügern eher verzeiht als den Liebenden.
siehe http://www.steinhoefel.de/blog/2011/08/16-jahr-blondes-haar.html

Peter: Darauf hat sich ja auch Charles Kelley berufen („education in felling and purpose“): Reich hätte einseitig auf die Befreiung der Emotionen geschaut und dabei die „Kopfseite“ vernachlässigt: Motivation und Zielgerichtetheit, die (auch) geschult werden müsse.
Das Problem dabei ist, daß die Motivation am Anfang steht. Ohne Motivation von vornherein ist jede Therapie vollkommen aussichtslos. Aber wo kommt die her?
Meines Erachtens aus der Erziehung. Wird die hintertrieben, wie in „Wohlfahrtsfamilien“ und bei manchen dekadenten Superreichen, dann ist der Mensch rettungslos verloren. Motivation ist eine Angelegenheit des Überlebenskampfes. Im Zoo und im Wohlfahrtsstaat stirbt sie ab. Das sozialistische Paradies auf Erden wäre das Ende der Menschheit.

Klaus 2013: „Fakten, um Wahrheit und Nichtwahrheit“
Was Fakt ist, hängt außer von der Welt von der Weise, wie man sie beschreibt, ab. Da steckt der Teufel im Detail – u.a. im Detail der von Reich gewählten Ausdrücke.

Robert 2013: Es war schon immer mein Kommentar, dass die Orgonomie sich mit der Evolutionsbiologie im Einklang befinden muss, um Ernst genommen zu werden. Die utopischen Elemente der Orgonomie, die Reste von Reichs kommunistischer Periode sind, müssen langsam abgelegt werden.
Das menschliche Territorialverhalten würde in einer Genitalen Welt (was für eine irre Wortschöpfung) berücksichtigt werden müssen und durch Bevölkerungsabbau in einem vernünftigen Maß reduziert.
Nebenbei: man sollte sich immer klar machen, das die
Orgonomie eine vollkommen unbedeutende Sekte ist mit vielleicht einigen hundert bis tausend Gläubigen weltweit. Solche Artikel wie die von Mathews erinnern mich an die von kommunistischen Splittergruppen, die darüber spekulieren, wie die Welt nach ihrer Machtergreifung aussehen wird.

Markus: Man muss sich fragen, bei welchen Arten die organismische Pulsationsfunktion durch zb. ein Alphamännchen unterdrückt wurde?
Was ist mit Hunden? Hunde werden durch ihr Herrchen (Alphatier) unterdrückt und entwickeln auch einen Muskelpanzer. Genauso Rinder oder Hühner die in Ställen eingesperrt sind entwickeln einen Muskelpanzer und werden desktruktief, bzw neurotisch!
Autoimunerkrankungen entstehen nur bei unterdrückten Lebewesen. Das sollte doch wohl zu denken geben.
Schaut Euch doch die ganzen humpelnden Lebewesen an!
Die Menschen übertragen ihre Neurosen auf ihre Haustiere,..
ich wil gar nicht weiter schreiben, das geht tief, sehr tief.
Mans right to know! der letzte Abschnitt, Reich spricht genau das an was passiert ist!!!
Die Orgonomie verflacht und verwässert…

O.: Kritik an Reich wird wenig geübt innerhalb der „Reichszene“, da es oft an eigener Kompetemz fehlte und man sich dies nicht zutraute oder weil man eher sich am Positiven berauschen möchte – eine esoterische Sicht der Dinge hat und Reich für seine eigenen (mystischen) Bedürfnisse nützen will.
Reich hatte zwei Arten von Gegner: 1. hassefüllte Gegner, die ihn sehr wohl verstanden haben und 2. blinde Mitläufer, die sich mit ihm berauschen. Mischtypen zwischen diesen beiden Positionen sind auch denkbar.
Die Mitläufer – oft als „Nachfolger“ tituliert – sabotieren ihn von innen heraus.
Eine ernsthafte Beschäftigung mit Reich wird von beiden Gegnertypen aktiv verhindert. Die organisierte und institutionalisierte Gegnerschaft (emotionelle Pest) geht von beiden Typen aus und beide agieren Hand in Hand.
Nicht selten sind begeisterte Anhänger zunächst Reich gegen über positiv bestimmt und spüren im Verlauf der Beschäftigung mit ihm, dass sie strukturell keine Chance haben aus ihrer neurotischen Charakterstruktur herauszukommen – kein Orgontherapeut kann ihnen helfen (oder sie finden keinen) – auch kein Psychotherapeut wird ihnen hier heraus helfen können. Sie hassen sich und Reich für seine Entdeckung und klarere Sicht über ihre neurotische Struktur und werden ihm gegenüber von Hass erfüllt, sie müssen ihn zerstören, um selbst nicht an ihr Elend erinnert zu werden. Oft kaschieren sie ihren Hass in dem sie als „Reichianer“ ihn nicht so ernst nehmen, ihn uminterpretieren oder esoterisch weiterentwickeln. Sie verflachen und verwässern die Orgonomie. Reich wird für alle kommenden Generationen zerstört. Keiner soll haben, was sie gefunden haben und nicht für sich haben konnten.
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Eine Kritik an Wilhelm Reich kann wohlwollend und systemimmanent geführt werden, wenn man sich von den oben geschilderten neurotischen Reaktionen frei machen kann. Doch wem gegenüber möchte man sie äußern? Wer kann damit sorgsam umgehen, ohne sie destruktiv zu nutzen?

O.: Bernd SENF meets Don CROFT:
Zu einer „orgonomischen Verschwörung“ wird hier folgende Theorie geboten: Bernd Senf distanziert sich in „neutraler“ Weise von der Verschwörung von Don Croft. Nun das mag man vielleicht noch informativ finden, wird doch alles Wissenswerte auf 19 Seiten zusammengepresst (danit es kein anderer sagt), doch was macht Senf so sicher, dass das Publikum so unfähig ist, seine Darstellung zu durchschauen? Geht es nicht um eine Rechtfertigung für die eigenen Taten, die zur Don Crofts „Werk“ führten? DeMeo wieder in der Position des „Aufklärers“, auch unfähig sich zu reflektieren, und Senf als Mittler und „objektiver Beobachter“.
Diese ganze Inszenierung ist eine Verschwörung, kaum schwer zu erkennen und eine „paranoide Beweiskette“ kann man sich auch sparen: Pseudo-Reichianer und originalste Reichianer treffen auf Pseudo-pseudo-Reichianer. Bei dieser Besetzung ist der Verschwörungsthriller garantiert, es fehlt nur noch die Verfilmung dazu, die gibt es dann auf youtube.
So wird suggeriert, dass „Reichianer“ die Guten in völliger Unschuld seien.
http://www.berndsenf.de/pdf/OrgonOrgonitCloudbusterChembuster.pdf

O. 2015: Reich macht auf eines aufmerksam: Die psychovegetative Panzerung; – ich brauchte heute mal wieder einen neuen Begriff.
Und diese zeigt, wie sehr er von emotioneller Pest und von Idioten umringt war. Reich hoffte hieran etwas ändern zu können. Die Hoffnung hieß „Orgontherapie“.
Die einzige Kritik an der Orgonomie wäre die, dass ihr mehr als eine Person angehöre. – Sicherlich gab es um Reich nette und anständige Menschen, die ihn auch emotionell unterstützt haben.
Doch alle sind zwangsläufig gepanzert und limitiert im Nutzen für eine Orgonomie. Auch Reich stand sich emotionell oft selbst im Weg, doch für Selbstzweifel fand er keine Zeit.
Unter der Bedingung der psychovegeativen Panzerung, ist ein Fach, wie die Orgonomie, nicht etablierbar. Nicht eine Konferenz würde Sinn machen.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.12.

24. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

Das Geheimnis der dunklen Materie (Teil 2)

16. November 2014

Ab 1970 ist den Astronomen, hier ist insbesondere Vera C. Rubin zu nennen, dank der verbesserten Beobachtungsinstrumente zunehmend aufgefallen, daß die Galaxien sich nicht wie unser Sonnensystem nach den Keplerschen Gesetzen verhalten. Statt, daß mit wachsender Entfernung vom Zentrum die Rotationsgeschwindigkeit abfällt, kreisen die äußeren Sterne mit etwa der gleichen Geschwindigkeit um das Zentrum der Galaxie wie die inneren Sterne.

Überträgt man das Verhalten der Sterne in Galaxien auf das Sonnensystem (würden etwa alle Planeten wie Merkur, der in 88 Tagen um die Sonne kreist, die Sonne mit etwa 50 km/sec umkreisen), stellte sich die Frage, woher z.B. Pluto die ungeheure Energie nähme, die ihm (der normalerweise fast zweieinhalb Jahrhunderte braucht, die Sonne zu umkreisen) ermöglicht, mit Merkur Schritt zu halten. Außerdem müßten ihn die bei dieser Wahnsinnsgeschwindigkeit auftretenden Fliehkräfte immer weiter von der Sonne wegtragen. Entsprechend müßten auch die Galaxien sehr schnell auseinandergerissen werden.

Die Standarderklärung lautet, daß es sich bei der Energie, die die äußeren Sterne der Galaxien antreibt, um gewöhnliche Schwerkraft handelt, die aber nicht, wie in Keplerschen Systemen, aus dem Zentrum stammt, sondern aus der Peripherie. Demnach seien die Galaxien von einer Halo aus „unsichtbarer Masse“ umgeben, die das zehn- bis hundertfache der sichtbaren Masse beträgt. Man vergleiche das mit unserem Sonnensystem, wo das Verhältnis zwischen Sonne (sichtbare Materie) und ihren Planeten („Dunkelmaterie“) nur lächerliche 1 zu 0,0013 beträgt! Außerdem muß diese Dunkelmaterie in ihrer Verteilung feinstens auf die leuchtende Materie abgestimmt sein, denn im Zentrum benötigt man keinerlei Dunkelmaterie, dafür um so mehr am äußeren Rand – was offensichtlich allen Gravitationsgesetzen zuwiderläuft. Außerdem zeigt sich ausgerechnet am Rande der Galaxie besonders deutlich, daß die Rotationsgeschwindigkeit von der Leuchtkraft abhängt (die sogenannte „Tully-Fisher-Relation“). Hinzu kommt, daß sich die Sterne, die sich oberhalb und unterhalb der galaktischen Scheibe senkrecht zur galaktischen Ebene bewegen, im Gegensatz zu den Sternen in der Scheibe, sich in vollkommener Übereinstimmung mit der sichtbaren Masse und den klassischen Gravitationsgesetzen verhalten.

Halo und Scheibe stehen in einer engen dynamischen Wechselwirkung zueinander. Die galaktische Scheibe stellt physikalisch eine sog. „dünne Scheibe“ dar, die für den Fall, daß nur ihr eigenes Gravitationspotential wirksam wäre, auf kurzen Zeitskalen instabil wäre. Stabil ist sie nur, wenn sie in einem anderen z.B. sphärisch symmetrischen Potential eingebettet ist. Da die galaktische Scheibe aber offenbar langfristig stabil ist, muß ein solches Potential existieren. Der Halo ist das einzige Strukturelement, welches dafür infrage kommt. Das Problem ist nur, daß die beobachtete Masse des Halo (…) für das erforderliche Potential bei weitem nicht ausreicht. Der Halo muß mindestens die 10fache gravitierende Masse enthalten. (Alfred Weigert, Heinrich J. Wendker: Astronomie und Astrophysik, Weinheim 1996, S. 226)

Charles Konia hat darauf hingewiesen, daß sich hinter der ominösen Dunkelmaterie, die angeblich hinter der „ungesetzlichen“ Rotation der Galaxien steckt, nichts anderes als die kosmische Orgonenergie verbergen dürfte. Genauer gesagt ist es der von Reich in Die kosmische Überlagerung beschriebene „Galaktische Orgonenergie-Strom“, der für die hohe Rotationsgeschwindigkeit der äußeren Sterne verantwortlich ist. Je näher wir dem Kern der Galaxie kommen, desto mehr Masse wird erzeugt, deren mechanische Gravitationsgesetze zunehmend vorherrschend werden (Konia: „The Rotation of Spiral Galaxies“ Journal of Orgonomy, Nov. 1985).

Entsprechend sieht die „Rotationskurve“ einer typischen Galaxie aus, wenn man sie von innen nach außen betrachtet. Nach einem steilen Anstieg der Rotationsgeschwindigkeit von Null auf einen Maximalwert, was auf einen massiven Kern hindeutet (entsprechend der Sonne in unserem Sonnensystem), fällt die Rotationsgeschwindigkeit wie bei einer typischen „Keplerkurve“ wieder ab, doch sehr bald steigt die Kurve wieder an, so als würde sie durch einen anderen Mechanismus aufgefangen, und bleibt dann, abgesehen von leichten Wellenbewegungen, konstant auf einem Niveau. An der Rotationskurve kann man also, diesmal von außen nach innen betrachtet, die Entwicklung verfolgen von rein orgon-energetischen Gesetzmäßigkeiten zu den Keplerschen Gravitationsgesetzen (die teilweise immer noch den Charakter des orgonomischen Potentials in sich tragen) und schließlich zur im wahrsten Sinne des Wortes „starren“ Mechanik kompakter Körper.

Es ist für die mechanistische Physik bezeichnend, daß sie diese funktionell so überaus erhellende Rotationskurve, die uns viel über das Verhältnis der masselosen Orgonenergie zur trägen Materie sagt, wegerklärt, indem sie Galaxien in einen Panzer aus kompakter Dunkelmaterie einsperrt. Der Astronom Robert H. Sanders hat die Schichten aus diesem überweltlichen Stoff, die sich angeblich um die Galaxien lagern, mit dem „verwickelten System der ‚Kristall-Sphären’“ der mittelalterlichen Astronomie verglichen. Es werde eines Tages unter seinem eigenen Gewicht zusammenfallen (F. Bertola, J.W. Sulentic, B.F. Madore (Hrsg.): New Ideas in Astronomy, Cambridge 1988, S. 293). Besser kann man den fundamentalen Unterschied zwischen der gegenwärtig vorherrschenden scholastischen Kosmologie und der orgonomischen Kosmologie gar nicht in Worte fassen.

Was „Dunkelmaterie“ tatsächlich ist, kann man am Verhalten von künstlichen Satelliten in unserem Sonnensystem ablesen: Um Satelliten schnell und kostensparend in die Fernen des Sonnensystems zu senden, benutzt man Planeten und Monde, insbesondere aber die Erde selbst, als „Schleudern“. Die Satelliten werden von den betreffenden Planeten oder Monden in ihrer Bewegung mitgerissen und ins All geschleudert. So weit so gut, aber es gibt ein Problem, denn die so erzeugte Beschleunigung unterscheidet sich, wenn auch nur geringfügig, von den errechneten Werten. Unter anderem wurde dafür eine kleine Ansammlung von Dunkelmaterie um die Erde verantwortlich gemacht. Luis Acedo Rodríguez von der Polytechnischen Universität von Valencia, Spanien hat eine eigene Theorie vorgebracht:

Ein sogenanntes gravitomagnetisches Feld, vermutet er, könne die Geschwindigkeitsänderungen verursachen. Ein solches Feld ergibt sich aus der Allgemeinen Relativitätstheorie Albert Einsteins. Genau genommen werden damit die Anteile des Gravitationsfeldes eines Himmelskörpers bezeichnet, die nicht durch dessen Masse erzeugt werden, sondern durch die Bewegung seiner Masse, im Wesentlichen also seine Rotation. (…)

Allerdings hat die Hypothese Schwächen, und die benennt Acedo gleich mit. So müßte sein gravitomagnetisches Feld den Breitengraden der Erde folgen, dann könnte es die meisten der bei den Swing-by-Manövern beobachteten Effekte erklären. „Einsteins Relativitätstheorie sagt ein solches Feld aber für die Längengrade vorher, was durch Satelliten wie Gravity Probe B bestätigt wurde“, konstatiert der spanische Forscher. „Würde ein solches Kraftfeld auch entlang der Breitengrade existieren, hätte es von geodynamischen Satelliten gefunden werden müssen, und es würde die elliptischen Bahnen von Raumsonden beeinflussen.“ Das sei jedoch nicht der Fall, deshalb könne ein solches Feld das Rätsel nicht lösen, ohne unser Verständnis von der Gravitation der Erde grundlegend zu verändern.

Die kosmische Orgonenergie bewegt sich auf den Breitengraden um die Erde herum.

spiral

Das Geheimnis der dunklen Materie (Teil 1)

15. November 2014

Der Begriff „Dunkelmaterie“ bezeichnet einen Lückenbüßer, ohne den die mechanistische Astronomie nicht auskommen könnte. Für sie werden nämlich die kosmischen Körper einzig und allein von der Gravitation beherrscht. Da diese jedoch mehr Dynamik und Struktur aufweisen, als die Astronomie mit der beobachteten Masse erklären kann, muß es zusätzliche (bis heute) unbeobachtbare, also „dunkle“ Massen geben, die das Übermaß an Dynamik und Struktur im Kosmos erklären.

comagalaxienDunkelmaterie tauchte zum ersten Mal 1933 auf, als Zwicky die Gestalt des Coma-Galaxienhaufens mit Hilfe der Gravitationsgesetze Newtons erklären wollte. Dabei stellte sich heraus, daß die Masse dieses Haufens zehnmal größer sein muß, um ihn zusammenzuhalten, als aus den sichtbaren Sternen abzuleiten ist. Mittlerweile, nachdem man bei umfassenden Rotverschiebungs-Durchmusterungen der Galaxien ein Übermaß an Struktur und Dynamik im Weltall gefunden hat, braucht man die Dunkelmaterie mehr denn je: Unsere Galaxie gehört zusammen mit dem Andromeda-Nebel und etwa dreißig kleineren Galaxien zur „Lokalen Gruppe“, die wiederum ein kleines Anhängsel des „Virgo-Superhaufens“ ist. Als Ganzes betrachtet ordnen sich die diversen Galaxienhaufen im Kosmos zu einem Blasenmuster mit leeren Vakuolen an, in denen normalerweise Tausende von Galaxien vorhanden sein müßten. Auch gibt es, so schließt man jedenfalls aus der Galaxienbewegung, im Universum z.B. einen „Großen Attraktor“, der „notwendigerweise“ etwas sehr Massenreiches (10 000 große Galaxien) sein muß, die größte Struktur, die wir kennen. Leider können wir den Großen Attraktor nicht sehen, weil er auf der Ebene der Milchstraße liegt. Er scheint einen großen Teil des Weltalls in sich aufzusaugen. Auch unser Virgo-Superhaufen fliegt mit 600 Kilometern pro Sekunde in ihn hinein.

Das Standardmodell kommt auch wegen der Isotropie der Hintergrundstrahlung, die die Massenverteilung 300 000 Jahre nach dem Urknall als gleichförmig erweist, nicht ohne Dunkelmaterie aus. Diese exotische Materie hätte, da sie, anders als die damals ionisierte gewöhnliche Materie, nicht mit der elektromagnetischen Strahlung wechselgewirkt hat (bzw. sich früher als gewöhnliche Materie von ihr entkoppelt hat), sich bereits vor diesem Zeitpunkt verklumpen und so die Keime für die späteren Galaxien und Galaxienhaufen zur Verfügung stellen können, ohne die Isotropie des Mikrowellenhintergrundes zu stören.

Das sind jedoch müßige Spekulationen, da die Schulphysik über die gravitative Wirkung hinaus recht wenig zur Dunkelmaterie sagen kann. Offensichtlich wird ein verschwindend kleiner Anteil aus dem bestehen, was wir auch in unserem Sonnensystem vorfinden (Planeten, Monde, Staub, etc.). Darüber hinaus könnte man an „Braune Zwerge“, d.h. Sterne die nicht „gezündet“ haben, und deshalb wie Planeten unsichtbar sind, und an ausgebrannte Sterne (Pulsare, Neutronensterne, erloschene Weiße Zwerge und Schwarze Löcher) denken. (Hinzu kommen hypothetische, vom Urknall übriggebliebene „ursprüngliche“ Schwarze Löcher planetarer Masse.) Aber der weitaus überwiegende Teil, d.h. mehr als 90 Prozent, muß eine der Schulphysik noch vollkommen unbekannte, exotische „nicht-baryonische“ Art von Materie sein.

Als bereits bekannter Kandidat könnten allenfalls großräumige Konzentrationen von Neutrino-Gas genannt werden, da Neutrinos sich bereits einige Sekunden nach dem Urknall von der elektromagnetischen Strahlung entkoppelt haben. Um als Dunkelmaterie tauglich zu sein, müßten die Neutrinos jedoch Ruhemasse besitzen, was bis heute nicht zweifelsfrei feststeht. Da man mit den Neutrinos zwar die großen Strukturen, jedoch nur sehr unbefriedigend die Galaxien erklären kann, die dann nachträglich aus diesen Strukturen hätten entstehen müssen, ist man zunehmend von der „heißen Dunkelmaterie“ (den Neutrinos) abgekommen und hat sich der „kalten Dunkelmaterie“ zugewandt, deren massereiche Teilchen sich weitaus langsamer als Neutrinos bewegen. Bei dieser Dunkelmaterie würden sich zunächst Galaxien und dann erst die großen Strukturen gebildet haben. Genannt werden hypothetische Gebilde wie „WIMPS“, „Inos“, „Axionen“ und „Quark-Klumpen“, die uns vielleicht genauso wie die Neutrinos durchdringen, ohne das wir, bzw. unsere Detektoren etwas davon merken. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man sich nicht gleich der wohl ebenfalls „exotischen“, aber im Gegensatz zu diesen Gebilden immerhin experimentell nachgewiesenen Orgonenergie zuwenden soll.

Immerhin wurden neuerdings möglicherweise „Axionen“ zumindest indirekt nachgewiesen. George Fraser (University of Leicester, England) et al. haben die Röntgen-Hintergrundstrahlung des Universums, nach orgonomischer Vorstellung also sozusagen den „ORANUR-Hintergrund”, untersucht. Nach Subtraktion aller hellen Quellen wirkt er ebenmäßig und konstant, wäre da nicht ein konventionell schlichtweg unerklärbares jahreszeitliches, also ein vom Orbit der Erde um die Sonne, abhängiges Signal. Das wird nun von Fraser und seinen Kollegen so erklärt, daß die erwähnten „Axionen“ der Dunkelmaterie von der Sonne abgestrahlt werden und im magnetischen Feld der Erde eine Rötgenstrahlung erzeugen. Der Student der Orgonomie muß dabei natürlich an Reich denken, der ursprünglich davon ausging, daß die „Orgonstrahlung“ von der Sonne ausgeht (siehe Der Krebs).

Wie immer dem auch sei, der kritische Astronom Hans Jörg Fahr hat darauf hingewiesen, daß ohnehin eine wie auch immer aufgefaßte Dunkelmaterie kaum die Lösung sein kann,

denn das Problem der „fehlenden Massen“ tritt ja in der Astronomie an unterschiedlichen Stellen und dort jeweils mit unterschiedlicher Schärfe auf. Der jeweilige „Bedarf“ an dunkler Materie im Vergleich zur sichtbaren Form ist dabei sehr variabel. Das aber heißt, es würde gar nichts bringen, die normale Materie einfach nach einem festen Verhältnis überall mit exotischen Materieformen zu ergänzen! Man müßte dann schon dafür sorgen, daß unterschiedliche Verhältnisse von exotischer Materie zu normaler Materie bei unterschiedlichen astronomischen Hierarchien auftreten! Wie aber sollte so etwas in der kosmischen Natur veranlaßt worden sein, wenn doch ein allgemeines Naturgesetz die Verhältnisbildung zu regeln hat, uneingedenk der Strukturen, die später daraus hervorgehen sollen? (Fahr: Zeit und kosmische Ordnung. München 1995, S. 151)

Aus derartigen Erläuterungen können wir ablesen, daß es sich bei der Dunkelmaterie nicht um tote Materie, sondern nur um „lebendige“ Energie, eben die kosmische Orgonenergie handeln kann. Entsprechend hat C.F. Baker darauf hingewiesen, daß die ungeheure Dynamik und Struktur des Universums auf den verschiedenen Ebenen nur mit spontan sich bewegenden kosmischen Energieströmen erklärt werden kann (Baker: „The Orgone Energy Continuum“, Journal of Orgonomy, May 1980).

Dunkelmaterie und Erdwärme

31. Juli 2011

Dan Hooper und Jason Steffen vom Fermilab Center for Particle Astrophysics haben die Hypothese aufgestellt, daß die Teilchen, aus denen sich die (hypothetische) Dunkelmaterie (vielleicht) zusammensetzt, WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles, ich habe sie bereits in „Kosmologische Charakteranalyse“ (Teil 1) erwähnt), mit den Atomkernen innerhalb eines Planeten kollidieren und ihren Impuls abgeben. Dadurch könnte so viel Energie freigesetzt werden, daß die Oberfläche des betreffenden Planeten ausreichend warm wird, um auch ohne entsprechende Sonneneinstrahlung Wasser im flüssigen Zustand zu halten. Vielleicht könnte auf dieser Grundlage sogar Leben entstehen.

Zwar würden die WIMPs nur ganz gering mit Materie wechselwirken, doch trotzdem könnte dieser Mechanismus zumindest in einigen Bereichen einer Galaxie, insbesondere im galaktischen Zentrum, funktionieren, wo die Dunkelmaterie genügend dicht ist (sehr viel dichter als in unserer unmittelbaren kosmischen Umgebung). Außerdem müßten diese Planeten weitaus größer sein als die Erde.

Eine ziemlich exotische Idee, aber interessanterweise wurde sie in mancher Hinsicht von Reich vorweggenommen. Reich hat geglaubt, daß die Erdwärme durch orgonotische Prozesse erzeugt wird auf ähnliche Weise, wie Wärme in einem Orgonenergie-Akkumulator spontan entsteht.

In Äther, Gott und Teufel schreibt er:

Das Wärmeniveau lebender Organismen ist gewöhnlich höher als die Temperatur der sie umgebenden Luft, und die Temperatur der Erdatmosphäre ist ständig höher als die viel niedrigere Temperatur des sie umgebenden Weltraums. Beim Orgonakkumulator wird eine konstante Temperaturdifferenz (…) aufrechterhalten. (…) Diese Temperaturdifferenz ist anscheinend eine Folge der Wärme, die sich infolge der Reflexion oder Bremsung der kinetischen Energie der Orgonenergie-Bewegung an den Metallwänden entwickelt. (…) Nach jetziger orgonphysikalischer Auffassung ist die kontinuierliche Differenz (…) eine Manifestation der Orgonenergie-Konzentration im orgonotischen System, sei es ein lebender Organismus, der Planet oder ein Orgonakkumulator. (S. 165f, Übersetzung korrigiert)

Vorher hatte er in seinem Artikel „Orgonotic Pulsation“ ausgeführt, daß die Hitze, die im Orgonenergie-Akkumulator durch die Bremsung der Orgonenergie verursacht wird, der Wärmeentwicklung auf der Sonne und im Erdinneren entsprechen könnte (International Journal of Sex-economy and Orgone Research, Vol. 3, Nos. 2/3, Oktober 1944, S. 148).

Die Dunkelmaterie, die vor allem eingeführt wurde, um die Bewegungsdynamik von Spiralgalaxien zu erklären (ganz ähnlich Reichs Ausführungen in Die kosmische Überlagerung!), ist so ungefähr das Konzept, das in der heutigen Wissenschaft der Orgonenergie noch am nächsten kommt. Daß sie nun sogar herangezogen wird, um die Wärmeentwicklung in sehr großen Planeten zu erklären (bzw. natürlich vorherzusagen!) ist bemerkenswert, weil, wie gezeigt, Reich ganz ähnliche Gedanken bezüglich der kosmischen Orgonenergie hatte.

Natürlich geht es Hooper und Steffen um einen zusätzlichen Mechanismus der Wärmeentstehung, denn allgemein wird die Wärme im inneren von Planeten erstens als gut isolierte Restwärme aus der Entstehungsphase des Planetensystems und zweitens als Resultat des Zerfalls radioaktiver Isotope im Planeteninneren erklärt.

Ganz ähnlich spekulierte auch Reich (mit Blick auf seine Bion-Experimente) zusätzlich über den möglichen Zerfall der Materie im Erdinneren. Ein Zerfall, der durch die aus der Zeit der Erdentstehung stammende und bis heute fortwirkende Hitze bewirkt werde. Die aus diesem Zerfall resultierende Freisetzung von Orgonenergie erzeuge wiederum zusätzliche Hitze bzw. erhielte die Erdwärme aufrecht (ebd., S. 149).