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James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 6)

9. Oktober 2024

James Reich befaßt sich mit Mildred Brady und bestreitet, daß sie eine Stalinisten gewesen sei. Eine absolut lächerliche Behauptung. Es ist mir echt zu dumm darauf einzugehen. Ich verweise auf das, was ich an anderer Stelle zu dieser Roten Faschistin geschrieben habe. Mit Verweis auf ihren Artikel „The New Cult of Sex and Anarchy“, in dem es gar nicht (primär) um Reich geht, er wird nur 7 mal in Aufzählungen erwähnt, während Henry Miller 27 mal erwähnt wird (S. 163), erläutert der Autor, sie könne keine Stalinistin sein, weil der Artikel „konservativ“ sei. Dieser Einwurf ist derartig lächerlich – ich verweise wieder auf das, was ich an der oben verlinkten Stelle darüber gesagt habe.

Ansonsten geht es im Kapitel 11 um Robert Anton Wilson und Colin Wilson, Norman Mailer und Tuli Kupferberg, Jack Kerouac und William S. Burroughs, durchweg sehr gute Beschreibungen und von kulturgeschichtlichem Interesse, wobei der Autor auch deutlich macht, wie ablehnend Reich dieser ganzen Hipster- und Beatnik-Sache gegenüberstand, die sich nach Reichs Tod dann zur Woodstock-Generation entwickelte. Dusan Makavejevs Film WR: Mysteries of the Organism wird eingehend beschrieben und ebenfalls kritisch bewertet. Wobei aber auch zu vermerken ist, daß die Ausführungen anfangs nur einen Zweck zu haben scheinen, Reichs Konzept „Emotionelle Pest“ zu relativieren und zur bloßen Metapher für Dummheit zu machen. „Intellektuelle“ wie James Reich stehen mit ihrer „Intelligenz“ bzw. ihrem „Intellekt“ drüber.

Der Rest des Buches beschäftigt sich mit dem „gegenkulturellen“ Einfluß von Peter Reichs Book of Dreams, wobei James Reich seine Psycho-Analyse Reichs fortspinnt u.a. tauchen zu allem Überfluß auch noch Otto Weininger und Donald W. Winnicott auf: die Fliegenden Untertassen waren (zusammen mit Peter Reichs in der Dunkelheit leuchtendem Jo-Jo) als durch die phallische Space Gun verschwimmende, aber zurückkehrende „Übergangsobjekte“ im ödipalen Kampf zwischen Wilhelm und Peter Reich – oder so ähnlich… …jedenfalls endet das ganze, nach Winnicott, „in the direction of the functional climax of an orgasm“ (S. 199). Ich habe schlichtweg keinen Bock mehr, auf dieses degoutante Zeugs weiter einzugehen. Etwa: in Arizona ersetzte Wilhelm Reich für Peter Reich dessen ödipale Urszene durch Scienc Fiction-Abenteuer (S. 190) oder irgend so ein saublööööder Quark.

In Anlehnung an Deleuze und Guattari könnte man das Auftauchen der Fliegenden Untertasse als Antwort auf Formen des Totalitarismus und des Ödipuskomplexes betrachten, als Manifestation irrationaler Wunschproduktion. Ihre phantasmatische oder eidetische Präsenz ist gerade das Begehren oder dessen Mangel, und doch sind sie immer noch die Unidentifizierten Fliegenden Objekte des Begehrens, in denen Experimente am Körper durchgeführt werden – Penetration, Kastration, Imprägnation –, bei denen das Sprechen unmöglich ist – der Verlust des Subjekts, der Tod des sprechenden ‚Ichs‘. (S. 201f)

Ich muß voller Ekel und Verachtung an das „Zeitalter des Feuilletonismus“ denken, von dem Hermann Hesse in seinem Roman über die Orgonometrie sprach. Literarischer Eskapismus, quälend zäh zu lesen, der dem Thema „OROP Desert Ea“ denkbar unangemessen ist. James Reich spricht übrigens vom „delirium of Contact with Space“ (S. 190) und hatte sich am Anfang des Buches über den „Kubismus“ von Sharafs Reich-Biographie lustig gemacht (S. 26), dabei ist Wilhelm Reich versus The Flying Saucers wirres Geschmiere! Wenn ich das Wort „Kultur“, gar „Gegenkultur“ höre, entsichere ich meine Pistole. Hier Tuli Kupferbergs Antwort. Nach dieser Szene schneidet Dusan Makavejev abrupt Reichs „phallischen“ Cloudbuster in den Film…

Zum Schluß folgende “Some Notes on Desert (From a Talk by Reich at Orgonon, August 1954)”, die sich in Tuli Kupferbergs Nachlaß fanden und die Reichs ursprüngliche Einschätzung von Ea wiederspiegeln. Eine Einschätzung, die im Verlauf seines „Contact with Space“ ins Gegenteil umkippte:

DOR hat es schon immer gegeben. Der starke Anstieg der atmosphärischen DOR in den letzten Jahren ist eine Folge der Atomexplosionen und anderer atomarer Aktivitäten und offenbar auch auf kosmisches Orgon-Engineering durch die Menschen zurückzuführen, die unseren Planeten in Raumschiffen aus anderen Welten besucht haben. (Diejenigen, die immer noch skeptisch sind, was die Anwesenheit von „Fliegenden Untertassen“ an unserem Himmel betrifft, sollten wissen, daß unsere Regierung seit einigen Jahren nicht mehr als 2000 Leute beschäftigt, nur um optische Täuschungen zu beobachten.)

Über die genauen Absichten der „CORE-Männer“ kann man nur spekulieren. Offensichtlich sind sie besorgt über die weitreichenden Auswirkungen unserer periodischen Explosionen. Sie könnten diese schädlichen Explosionen stoppen, indem sie uns entweder durch DOR-Krankheit und Wüstenentwicklung in unserer Welt vernichten oder uns zu Gesundheit und Vernunft drängen. Da die CORE-Männer in Kontakt mit den Orgon-Funktionen stehen und zweifellos nicht gepanzert sind, ist es einfacher zu glauben, daß ihre Absichten uns gegenüber gutartig sind. Aber die Möglichkeit, daß sie eine neue Art von Krieg auf einem gefährlichen Planeten führen, ist nicht zu übersehen. (z.n. S. 182f)

Reich und Ea kann man ernsthaft nur in folgendem Rahmen diskutieren:

Und eine PHYSIKERIN über die UFOs der 1950er Jahre:

Und – WIR und die Fliegenden Untertassen:

Ende der Rezension

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 4)

5. Oktober 2024

Der Autor beschreibt Reichs Fahrt von Orgonon nach Tucson. Als Reich sich Washington, D.C. nähert, fällt ihm, Reich, auf, daß dort jemand hat cloudbusten müssen, da die Gegend eine verhältnismäßig DORfreie Insel bilde. Das bringt den Autor zurück zum Film The Day the Earth Stood Still und dessen außerirdischen Protagonisten Michael Rennie bzw. Klaatu, der ja in Washington, D.C. mit seinem Raumschiff gelandet war. Er wäre Reichs „escape personality“ (Ersatzpersönlichkeit) frei nach James Baldwin gewesen, d.h. Reich identifizierte sich vollkommen mit der Filmfigur – demnach sei es Reich selbst gewesen, der in seiner Wahnwelt, bzw. seiner „Phantasie“, zuvor in Washington, D.C. gecloudbustet hätte… (S. 130f). Mit anderen Worten Reich war total gaga!

Und er war von Leuten umgeben, die diesen Wahnsinn geteilt, aber auch ausgenutzt und zu ihrem eigenen Vorteil unterstützt haben, insbesondere sei dies Robert A. McCullough gewesen, den der Autor aus schlichtweg nicht nachvollziehbaren Gründen anschwärzt. Er wird zunächst schlichtweg als Lügner hingestellt. Die dramatischen UFO-Vorfälle, die er „angeblich“ auf seinem Weg nach Tucson beobachtet hat, hätte er frei erfunden, um bei Reich Eindruck zu schinden (S. 133). Er wollte mit diesen Fabrikationen in den Augen Reichs als unverzichtbar erscheinen, seine Hingabe an die Sache unter Beweis stellen. McCulloughs Taten seien „performativ“ gewesen, was immer das auch heißen mag… (S. 134). Er sei schlichtweg ein Opportunist gewesen:

Sharaf interviewte McCullough (…) McCullough „hatte bereits ein Jahr lang in der biologischen Abteilung der Universität von New Hampshire gearbeitet, mit regelmäßigen Besuchen bei Reich auf Orgonon. Dann bot Reich ihm eine Vollzeitstelle mit einem besseren Gehalt als das der Universität an, ein Angebot, das McCullough gerne annahm.“ McCulloughs Stellung auf der Gehaltsliste scheint mir die Quelle seiner Ambivalenz zu sein. Es wäre vielleicht ratsam, McCulloughs Essay-Memoir „Rocky Road Toward Functionalism“ nicht als Bericht über die Überwindung seiner Zweifel an der Orgonomie und seines Mißtrauens gegenüber Reich als Wissenschaftler oder Mensch zu lesen, sondern als eine Art „verräterische Erzählung“, als Ausdruck der Ambivalenz eines Mannes, der ein höheres Gehalt angenommen hat, um eine Arbeit zu tun, an die er nicht ganz glaubt. (S. 133)

McCullough und Reich, die zu unterschiedlichen Zeiten reisen, beschreiben die Wüste von White Sands vollkommen unterschiedlich. McCullough schreibt, was auch James Reich zitiert: „Damals gab es dort keine DOR“ (Hervorhebung hinzugefügt, PN), während Reich berichtet: „Der DOR-Schleier war der bemerkenswerteste, den wir bisher gesehen hatten, er hing dick und undurchsichtig tief über der Landschaft.“ Aus diesem angeblichen „Widerspruch“, mit dem man praktisch alltäglich konfrontiert ist, sei es in Hamburg (ob der Wind von Ost oder West kommt) oder in Südfrankreich (ob der Wind aus dem Norden kommt oder aus der Sahara), bastelt der Autor folgende Kult-Anklage:

Der Unterschied ist eklatant. Wie kann es sein, daß der gewaltigste DOR-Schleier, den Reich je gesehen hatte, McCullough nicht auffiel, der ansonsten seine eigene Exposition gegenüber ORANUR und dessen Krankheit mit so waghalsigen Worten beschreibt, wo das DOR seinen Hals betraf? Könnte es sein, daß kurzzeitig McCulloughs skeptischere Persönlichkeit zurückkehrte und daß er in der Erhabenheit der blassen Dünen, in denen er regungslos und von der Natur hingerissen stand, etwas von der Reichianischen Linse verlor, durch die er die Welt davor und danach wahrnahm? (S. 136f)

Bei näherer Betrachtung ist das nicht gerade logisch und ziemlich weit hergeholt, was uns der Autor hier suggeriert… Er fährt fort:

Die anachronistische Montage Contact with Space wird in weiten Kreisen nicht sehr ernst genommen, da man davon ausgeht, daß Reich zu diesem Zeitpunkt in eine Psychose abgerutscht ist. Da Reich unter dem Zwang seiner juristischen Auseinandersetzung stand, leidet das Material zwangsläufig unter Fehlern und Widersprüchen. Es gibt jedoch auch Anzeichen dafür, daß Reich bewußt oder unbewußt manipuliert wurde, und zwar in dem Maße, daß es den Anschein hat, daß mindestens eine UFO-Begegnung erfunden wurde, um seine Introjektion oder Projektion der Identität zu verstärken [Anspielung auf Der Tag an dem die Erde stillstand]. Damit soll nicht behauptet werden, daß Robert McCullough eine Ahnung von der genauen psychischen Konstellation hatte, die auf Reich einwirkte; er konnte es nicht wissen. Aber man ist gezwungen, die Möglichkeit ernst zu nehmen, daß McCullough in seinem Versuch, Reich zu beeindrucken, und in den folgenden Ereignissen, Reich näher an seine endgültige existentielle Krise heranführte. (S. 137)

Ein gefährlicher Reichianischer Kult mit tragischer Eigendynamik. James Reich holt in dieser Hinsicht weiter aus:

Ein weiteres Hindernis für die Bildung von Regenwolken war die Neigung der Expeditionsmitglieder, „dorisiert“ zu werden, d.h. sie mußten lernen, „bösartige Reaktionen beim Menschen mit äußeren, atmosphärischen DOR-Bedingungen in Beziehung zu bringen. ‚Du bist heute dorisiert‘ wurde zur stehenden Redewendung, die einen eindeutig auf DOR zurückzuführenden Zustand der Verwirrung, der hektischen Betriebsamkeit (‚Faxen machen‘) und des Unbehagens charakterisierte“ [Das ORANUR-Experiment II, S. 206]. Dies ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Deckmantel für die Ambivalenz im Expeditionsteam, möglicherweise ein Verlust der Geduld mit Reichs extravagantesten Behauptungen, während sie ihre Kämpfe in dieser amerikanischen Sahara führten. (S. 141f)

Was James Reich, der wirklich nichts weiß, nicht alles weiß! Schließlich hätten McCullough und William Moise, Eva Reichs Ehemann, nur Interesse an der Arbeit geheuchelt und Eva Reich und Peter Reich wären sowieso Familie gewesen (S. 142). All das ist schlichtweg Unsinn angesichts dessen, was die Betroffenen lange nach Reichs Tod von sich gegeben haben. James Reich fragt sich, ob McCulloughs halbseitige Lähmung infolge des Abziehens von einem Ea nicht nur Schauspielerei gewesen wäre, um aus Arizona wegzukommen (S. 145). Der Autor weiß nichts von McCulloughs Humpeln bis zum Ende seines Lebens. An dieser Stelle möchte ich nur auf McCulloughs Notizen hinweisen hier (Abschnitt „2.a. Der funktionelle Forscher“)! Es sind alles nur James Reichs haltlose Phantasien aufgrund von Halbwissen!

Ein schierer Witz ist auch, daß James Reich vollkommen Moise‘ Besuch in Dayton bei der nachrichtendienstlichen Zentrale der US-Luftwaffe unterschlägt! Das kommt unglaublicherweise mit keiner einzigen Silbe vor! Ich verweise auf Jerome Edens ausführliche Beschreibung des Treffens hier.

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 3)

4. Oktober 2024

Der ganze Ansatz des Buches wird durch folgenden Absatz verkörpert:

Die emotionale Wüste rekapitulierte die Emotionelle Pest. Die „innere“ und die „äußere“ Wüste waren ein und dasselbe. „Der Mensch selbst ist es, der die Bekämpfung der Wüste von alters her verhindert hat und noch heute verhindert“ [OROP Wüste, S. 13]. Einerseits erinnert Reichs orgonomische Theorie an die Fruchtbarkeitsmythen, die die Mythen- und Ritualschule der Mythographen und Dichter beschäftigten, nicht zuletzt Sir James G. Frazers The Golden Bough (1890), Jessie L. Westons From Ritual to Romance (1920), und die alten Fruchtbarkeitsriten und die Gralslegende, die in T.S. Eliots The Waste Land (1921) einfließen – eine Wissenschaft und Literatur, die die sexuelle Vitalität des Herrschers mit der Vitalität des Landes in Einklang bringt. Der Souverän, der durch einen schmerzhaften Schlaganfall in die Ohnmacht gestürzt wird, leidet, wie Reich es ausdrückt, an der „Immobilisierung biologischer Energie“ [OROP Wüste, S. 14]. Das Radikale daran ist, daß Reich die Panzerung, die DOR im Körper hält, vom Souverän als Galionsfigur auf die Masse der Menschheit verlagert und die individuelle Ikone durch das Gemeinwesen ersetzt, indem er The Golden Bough mit Thomas Hobbes‘ Leviathan (1651) verschmilzt. Reichs Denken von 1952 bietet ein starkes Bild: die Massen-Rekapitulation des Fruchtbarkeitsmythos als ökologische Vorhersage. Die Emotionelle Pest, die die Menschheit heimsucht, befällt die Orgonhülle der Erde; ersetze die Worte „Orgonhülle“ durch Klima oder Atmosphäre, und Reichs Ansicht ist alltäglich geworden, wo ich dies fünfzig Jahre später schreibe, nach dem Aufkommen von Umweltbewegung und Ökopsychologie. (S. 106)

Zwei Seiten weiter suggeriert der Orgonakkumulator „gebärmutterartige Inkubation“, während der Cloudbuster eine „phallische Projektion“ sei. Das ist schlichtweg Schwachsinn, Freudianischer und Jungianischer Schwachsinn; Mißbrauch von Assoziationen, die vielleicht innerhalb einer (schlechten) Psychotherapie sinnvoll sind, aber außerhalb derselben den Diskurs vergiften. Es ist exakt das „Denken“, das Reich bereits bei seinen allerersten Kontakten mit der Psychoanalyse in den sexologischen Seminaren an der Universität Wien abgestoßen hat. Es ist schlichtweg Pornographie und sollte nicht toleriert werden. Zusammen mit pseudo-Marxistischem Quark bestimmt dieser Dreck seit Jahrzehnten das Feuilleton der westlichen Welt. Man spürt beim Lesen geradezu, wie dieses widerliche Zeugs eine Hirnzelle nach der anderen aus schierer Verzweiflung in den Selbstmord treibt… Sowas in einer an sich durchaus wertvollen Analyse des Reich‘schen Werks lesen zu müssen, ist einfach nur traurig. Und: die Universitäten, in deren Seminaren sowas gelehrt wird, haben die Verachtung des arbeitenden Volkes verdient, das diesen DRECK finanzieren muß.

Mildred Brady hatte behauptet, Reich hätte behauptet, der Orgonenergie-Akkumulator würde „orgastische Potenz“ hervorrufen, indem die Leute mit Orgon aufgeladen werden. 77 Jahre später behauptet nun James Reich, daß durch das Abziehen von Orgon durch Ea die orgastische Potenz ihrer Opfer beseitigt wird (S. 121). Tiefer geht es einfach nicht!

Der untergründige Haß und die Verachtung des Autors für Reich wird auch deutlich, wenn er, drei Seiten weiter, Jerome Greenfield dahin zitiert, daß Contact with Space zwar etwas chaotisch geschrieben sei, doch, so Greenfield, „hieße (dies) freilich zu ignorieren, daß andere Personen zugegen waren und diese ‚Kämpfe‘ [mit UFOs] bezeugen konnten“ (Greenfield: USA gegen Wilhelm Reich, S. 205). Dazu James Reichs Kommentar: „Ich vermute, daß Greenfield etwas übersehen hat, was die Formen der Ambivalenz bei den anderen Zeugen und ihre familiären und beruflichen Beziehungen zu Reich betrifft” (S. 124). So einen Dummquatsch muß sich ein Elsworth F. Baker, den Greenfield im Anschluß als Augenzeuge zitiert (was James Reich ignoriert), und eine Eva Reich, deren Zeugnis ich unten präsentiere, bieten lassen!

Der Autor geht sogar einen Schritt weiter mit seiner Impertinenz und richtet Reichs Massenpsychologie des Faschismus gegen Reich selbst:

Reichs eigene Erklärung der Beziehung zwischen der Emotionellen Pest und der Autoritätsperson erklärt ein Stück weit, warum die Zusammenarbeit zwischen den anderen [UFO-] Zeugen und Reich so funktionierte, wie sie funktionierte. Ohne die aufwärtsgerichtete libidinöse Besetzung der Zeugen [d.h. deren Führerbindung!] hätte Reichs Programm nicht das sein können, was es war. (S. 125)

Dieses Thema setzt sich auf S. 128 fort, wo sich mit Robert A. McCulloughs (einer der Assistenten Reichs) Reise von Orgonon nach Tucson befaßt wird. McCullough beschreibt die Auswirkungen von DOR auf die Landschaft, seine Mitmenschen und nicht zuletzt auf sich selbst und seine Familie. James Reich dazu ganz im Stil Mildred Bradys:

Es mag sein, daß McCullough, erschöpft von der Fahrt mit seiner Familie, eine psychosomatische Hysterie erlebte, oder daß der Reichianische Erfahrungsrahmen McCullough für so etwas wie neurasthenische Symptome anfällig gemacht hatte, als er mit der Tristesse der Moderne außerhalb von Orgonon konfrontiert wurde. Man kann es nicht mit Sicherheit wissen, aber was man sagen kann, ist, daß die Orgonomie, die nun auf die natürliche Umwelt und auf einen kosmischen Orgonozean mit einem galaktischen Orgonstrom ausgedehnt wurde, zu einer totalisierenden Ontologie geworden war, in der alle Phänomene, vom Affekt einer Kellnerin bis zur Wolkenbildung, der Erosion von Gestein und den fliegenden Untertassen, die in den 1950er Jahren am Himmel und auf den Kinoleinwänden herumspukten, einbezogen und verstanden wurden. (S. 128)

Das Problem ist, daß der Literat James Reich überhaupt nicht weiß, wovon er da eigentlich schreibt. Seine Welt besteht aus Büchern, Büchern, Büchern und verfilmten Büchern – null Kontakt mit der Wirklichkeit der Natur und seiner Mitmenschen – aber unsereins Realitätsferne andichten! Der Typ weiß gar nicht, was ORANUR und DOR (die bezeichnenderweise im Buch gar nicht auseinandergehalten werden!) sind und wie sie sich anfühlen!

Noch eine persönliche Notiz von mir, Peter Nasselstein: Wie am Anfang dieser in Teile zerstückelten Buchbesprechung deutlich wurde, gebe ich mir bei meinen Reviews stets alle Mühe positiv und geradezu enthusiatisch an das jeweilige Werk heranzugehen („wir sind doch alle Reichianer!“), nur um immer und immer und immer wieder enttäuscht zu werden: siehe hier, hier und hier. Wer mich verarscht, dem polier ich die Fresse. Punkt!

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 1)

22. September 2024

Das Buch gehört zum Genre „Leben als Literatur“, d.h. der kulturelle Einfluß auf Reich, z.B. D.H. Lawrence, und der Einfluß Reichs, z.B. auf Tuli Kupferberg, vor allem geht es aber darum, wie Reich das ORANUR-Experiment und die juristische Auseinandersetzung mit der FDA mit Hilfe insbesondere des Kinos verarbeitet hat.

Der Inhalt des Buches wird am besten vom Autor selbst zusammengefaßt:

Der dritte und letzte Abschnitt von Reichs Karriere war der Bogen, der 1950 begann, als er seine Experimente mit Orgonenergie zur Immunisierung gegen die Auswirkungen der Strahlenkrankheit, zur Wetterkontrolle mit dem ikonischen Cloudbuster-Gerät und dann zu Interventionen gegen UFOs mit dem Cloudbuster, der jetzt als Weltraumkanone umgestaltet wurde, nutzte. Herbert Marcuse nannte dies „die wilden und phantastischen Hobbys von Reichs späteren Jahren“. Das vorliegende Buch widerspricht dieser Herablassung. In diesem Buch geht es unter anderem darum, wie ein sinnvolles Leben konstruiert wird, und ich vertraue darauf, daß der Leser versteht, daß es sich weder um eine Hetzschrift noch um eine Hagiographie handelt, sondern um eine Interpretation von Reich in den fünfziger Jahren, die weder eine Diagnose stellt noch Wilhelm Reichs letzte sieben Jahre als eine bloße Reihe psychotischer Symptome abtut. (S. 27)

Es ist schade, daß der Autor Elsworth F. Bakers My Eleven Years with Wilhelm Reich, Lois Wyvells Orgone and You, Jim Martins Wilhelm Reich and the Cold War sowie Edens Bücher nicht zu Rate zog. Von Lois Wyvell, Reichs Sekretärin und zeitweiligen Geliebten, hätte er beispielsweise gelernt:

Aus einer Laune heraus spielte ich einmal mit dem Gedanken, daß Reich der Sohn von Cecilia und einem Astronauten aus einer anderen Welt sein könnte, und neckte ihn mit dieser Idee, die er als eine meiner dümmeren Einfälle abtat. Später, Jahre später, als er sich der menschlichen Rasse noch mehr entfremdet fühlte und viel mehr unter den Menschen gelitten hatte, wollte er sich offenbar ganz von ihr trennen, und er spielte dann mit dem Gedanken, daß er tatsächlich der Sohn eines Menschen aus einer besseren Welt sein könnte. Ich bezweifle, daß er diese Idee jemals sehr ernst genommen hat, aber es mag ihn getröstet haben, als sich die ganze Welt gegen ihn zu wenden schien, sich einzubilden, daß es irgendwo im Universum Männer und Frauen wie ihn gibt. (Lois Wyvell: Orgone and You III – An Extraordinary Ordinary Man, Offshoots of Orgonomy 3:3-14, 1981)

Übrigens findet sich auf S. 31f des Buches die perfekte Illustration zu meinem gestrigen Blogeintrag über den total durchgeknallten C.G. Jung: dieser hat eine Krise, als sich herausstellt, daß „Fliegende Untertassen“ offenbar keine bloße Projektion des menschlichen Unterbewußtseins sind, das „Mandalas“ an den Himmel projiziert; und schließlich kommt er infolge eines Traums zu der Überlegung, wir, die Menschen, könnten umgekehrt die Projektion der UFOs sein…

Paki S. Wright’s THE ALL SOULS‘ WAITING ROOM (Teil 2)

26. Juni 2024

The All Souls‘ Waiting Room : Wright, Paki S.: Amazon.de: Bücher

Diese Memoiren vermitteln einen intimen (m.W. sogar den einzigen) Einblick in eine der drei Fraktionen der orthodoxen (!) Orgonomie, die sich bereits zu Reichs Lebzeiten abzeichneten. Zunächst muß man wissen, daß es neben Reich nur drei weitere Orgonomen gab, also nicht bloße Orgontherapeuten, sondern umfassende Vertreter der Orgonomie: Elsworth F. Baker, Chester M. Raphael und Michael M. Silvert. Um Baker gruppierten sich seine Schüler, also das, was heute das American College of Orgonomy ist, um Raphael die Gruppe, die um das Wilhelm Reich Museum kreist und schließlich die informelle Gruppe, die Silvert in Greenwich Village um sich gesammelt hatte und die sich irgendwann verflüchtigte.

Beispielsweise wird die entscheidende Szene beschrieben, wo Silvert gegen Baker und Raphael („Edgar Cooke“ und „Nathan Katzman“ – tatsächlich ist „Katzman“ im Roman eine Verdichtung unterschiedlicher Figuren, u.a. Tom Ross) opponierte und durch geschickte Wortwahl Reich dazu bringt, nach der Vorlage der Anklageschrift der FDA nicht vor Gericht zu erscheinen, um sich zu verteidigen, denn, so Silvert, „wo bleibe bei all dem die Wahrheit“? „Johnnine erinnerte sich, wie heftig Dinahs [ihre Mutter und Freundin Silverts] Hetzreden gegen Cooke und Katzman gewesen waren“ (S. 135). Später wird eindringlich beschrieben, wie Silvert in einer Mischung aus Dummheit, fanatischer Verblendung und unbewußtem tiefen Haß gegen Reich Akkumulatoren und Bücher von Orgonon nach Greenwich Village transportierte und damit Reichs Schicksal besiegelte. Reichs Judas!

Die entscheidende letzte Sitzung des OIRC (Orgonomic Infant Research Center) wird beschrieben, in der Johnnine und ihre Mutter Dinah im Mittelpunkt standen (siehe dazu Reichs Buch Kinder der Zukunft, wo das ein ganzes Kapitel füllt). Dabei wird im vorliegenden Buch eine entscheidende Fehlwahrnehmung Reichs aufgedeckt. Er glaubte, die gespannte Atmosphäre stamme daher, daß das Publikum so prüde und lebensfeindlich war und Dinahs Vitalität, Virilität und Lebensnähe nicht ertragen könne, doch Johnnine reagierte nicht etwa deshalb irritiert, sondern weil „Ernesto Febrillo“ und Silvert im Publikum saßen und sie sich zur Begutachtung ihrer Muskelspannung und Körperhaltung entkleiden sollte – wie es bei derartigen medizinischen Präsentationen gang und gäbe ist.

„Little Orgonon“ wird beschrieben, wohin Silvert die Neunjährige mitnahm. Das Cloudbusting, und wie Ea im New Yorker Hafen beim Cloudbusting am Himmel erschien; etwas später, wie direkt über dem Auto ihrer Mutter auf einer einsamen Landstraße Ea schwebte und Johnnine sah, wie es mit einer unglaublichen Geschwindigkeit davonflog. Und das alles unter Bedingungen, als würden die Protagonisten in der Sowjetunion leben, d.h. unter dem ständigen Druck von irgendwelchen Geheimdienstagenten beobachtet und aktiv verfolgt zu werden. Die einfach nur traurigen Gerichtstermine Reichs, bei denen Johnnine mit ihrer Mutter und anderen „Anhängern“ im Zuschauerraum sitzt. Dinahs unmittelbare Beteiligung an der von den Behörden erzwungenen Bücherverbrennung im Hafen New Yorks. Trauriger und traumatischer geht es nicht!

Das Verrückte ist, daß Silvert („Daniel Pahlser“) in vieler Hinsicht Reichs wichtigster, engagiertester und talentiertester Mitarbeiter war, nicht zuletzt im OIRC, gleichzeitig aber ein pestilenter Charakter: „(Johnnine) hatte Pahlser nie gemocht. Er war mürrisch und humorlos, herablassend und zerstreut.“ Andererseits hatte er sich so sehr um sie bemüht, hatte versucht ihr eine Art Ersatzvater zu sein und ihre Liebe zu gewinnen. „Ihre Mutter hatte Pahlser wegen seiner therapeutischen Fähigkeiten verehrt, die Eltern der Kinder, die er entbunden hatte, beteten ihn geradezu an. Warum, wenn er so wunderbar war, zog sich Johnnines Inneres immer noch zusammen, wenn sie an ihn dachte?“ (S. 144f).

Am Ende bleibt ein Gefühl tiefer Beunruhigung und Verletzung. Es sind so viele, in wirklich jedweder Beziehung bizarre und „unmögliche“ Dinge im Umfeld Reichs geschehen, die kein menschliches Wesen verkraften kann… Peter Reich beschreibt das Gefühl in seinen Kindheitserinnerungen Der Traumvater. Er sieht im Kino den Horror-Science-Fiction-Film Die Fliege (1958) und denkt sich beim Verlassen: keiner dieser Leute ahnt, daß mit meiner Person zwischen ihnen jemand gesessen hat, der sowas vor kurzem tatsächlich erlebt hat. Es ist kein Zufall, daß Peter Reich und Paki Wright ihre Erinnerungen nur als „Träume“ bzw. „Jenseitserfahrungen“ niederschreiben konnten. Oder wie Vincent Price sagt:

Minute 1:43…

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Ea” und folgende

23. Juni 2024

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Ea“ und folgende

Die Orgonometrie von Ea (Teil 2)

14. März 2024

In Ea und die Wellenfunktion hatte ich das Ea-Phänomen noch im Rahmen von Kreiselwelle und Pulsation erklären wollen, d.h. mit dem Übergang von der „verwaschenen“ Welle/Expansion hin zum „konzentrierten“ Puls/Kontraktion der Kreiselwelle.

Aber holen wir zunächst nochmal aus: Paranormale Phänomene und insbesondere „UFOs“ werden gerne mit „zusätzlichen Freiheitsgraden“ erklärt, die es möglich machen, daß sich Phänomene wie aus dem Nichts im dreidimensionalen Raum „manifestieren“. Aber ist damit irgendwas erklärt? Ich glaube jedenfalls nicht, daß das allzu bequeme und vollkommen abstrakte Konzept „zusätzlicher Dimensionen“ jenseits der vier erwähnten irgendwo hinführt. Und das nicht nur aus grundsätzlichen Überlegungen. Dabei fällt nämlich unter den Tisch, daß bei den genannten Phänomenen „Beobachtereffekte“ auftreten wie in der Quantenmechanik. Versuche ich beim Doppelspaltexperiment festzustellen, durch welchen der beiden Spalten das Teilchen fliegt, verschwindet das Interferenzmuster prompt. „Gespenster“, „UFOs“ und ähnliches sind notorisch schwer greifbar, nebelhaft und bewegen sich in einem Graubereich sozusagen „knapp außerhalb“ unseres Gesichtsfeldes.

Genau dieser Aspekt ist das, was ich als „Wellenfunktion“ bezeichnet habe. Die „Pulsfunktion“, die das energetische Phänomen in greifbare Materie überführt, zerstört es dabei gleichzeitig durch den Beobachtereffekt. Aus diesem Grund kann sich, wie gesagt, Ea nur in einem Graubereich, d.h. buchstäblich nur „am Rande der Wirklichkeit“ bewegen und die von Reich postulierte „Invasion durch Außerirdische“ kann sich nur quälend langsam sozusagen „verorten“ und ein Faktum werden.

Mit der Betrachtung nicht von der Bewegung, sondern von der koexistierenden Wirkung her werden diese Überlegungen nun verständlicher. Tatsächlich geht es um den funktionellen Gegensatz der bereits in Teil 1 eingeführten Gleichungen:

und

Die erste Gleichung steht für die Auflösung von Materie und ihre Überführung in Orgonenergie (entsprechend der Wellenfunktion und der damit einhergehenden Expansion), so daß Raum, Zeit und Materie überwunden bzw. durchdrungen werden können, als würden sie nicht existieren. Die zweite Gleichung beschreibt den gegenteiligen Vorgang (Pulsfunktion, Kontraktion), d.h. zwar „manifestiert“ sich die Materie, wird damit Teil der Aufzeichnungen, ist dann aber an Raum und Zeit gebunden.

Wir wissen, was eine natürliche und was eine, letztendlich durch ORANUR bzw. DOR, entstellte Bewegung ist. Was aber ist eine gesunde gegenüber einer entstellten koexistierenden Wirkung? Ein Hinweis könnten Reichs Beschreibungen der Entstellungen der orgonotischen Wahrnehmung in Äther, Gott und Teufel sein, wo er auf „Engel und Dämonen“ verweist, die einem ungepanzerten Menschen vollkommen fremd sind. Baker hat darauf hingewiesen, daß die Träume des gepanzerten Menschen wirr und kompliziert sind, die des ungepanzerten durchschaubar und einfach. Das Surreale ist per se gepanzert. Entsprechend ist das Bizarre, das uns entgegenspringt, wenn wir uns mit dem UFO-Phänomen beschäftigen, untrennbar mit diesem verknüpft. Ea ist per se Ausdruck von ORANUR bzw. DOR!

Die Grundverschwörung und die ultimative Verschwörung

2. März 2024

Schon des öfteren habe ich mich in einem Blogeintrag mit dem leidigen Thema Verschwörungstheorien auseinandergesetzt. Es findet sich immer ein Anlaß. Zu Corona-Zeiten beispielsweise war jeder Kritiker vollautomatisch ein Verschwörungstheoretiker, ein „Leugner“ und damit bereits „Dr. Mengele persönlich“. Mit anderen Worten: vollkommen irre (und in meinen Augen massenmörderische!) Verschwörungstheoretiker warfen mir mit vor brennendem Haß entstellten Gesichtern vor, ein vollkommen irrer Verschwörungstheoretiker zu sein.

Aber, gemach, das war schon immer so! Seit Beginn der Neuzeit sind entweder die Jesuiten die Bösen oder die Freimaurer (im Verein mit den Juden). Manchmal sind die Juden (und Freimaurer) auch nur Marionetten der Jesuiten. Ich glaube, das ganze begann, als unter Elisabeth der Ersten die „Schwarze Legende“ über Philipps Spanien erfunden und verbreitet wurde, um Spanien und das Römische Kaiserreich Deutscher Nation ideologisch mürbe zu machen. Nach der Französischen Revolution haben dann seinerseits die Jesuiten die Gegenlegende von den Freimaurern in die Welt gesetzt.

Heute zeigt sich die Schwarze Legende vor allem in immer neuen Enthüllungen über angeblich massenweise Vergewaltigungen und Morde durch katholische Nonnen und Priester. Beispielsweise seien katholische Waisenhäuser Vergewaltigungs- und Mordfabriken gewesen. Es geht bei diesem Propaganda-Narrativ um die Unterminierung des Christentums! Und umgekehrt: in immer neuen Hysterie-Wellen über „Satanisten“ und ihre kannibalistischen Orgien geht es um die Unterminierung der Aufklärung. Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß keine dieser Verschwörungstheorien vollkommen falsch ist. Was nicht gesehen wird, ist, daß es tatsächlich nur eine wirkliche Verschwörung gibt, die aber niemand sieht: die Emotionelle Pest.

Außerdem: man sagt zu recht, daß, wenn die eine Verschwörungstheorie sich als richtig erweist, daß das nicht bedeutet, andere seien es auch. Daß Covid von vorne bis hinten ein einziger Betrug war, bedeutet nicht, daß die Erde flach ist oder Biden ein Schauspieler mit Gummimaske ist! Das ist leider keine Platitüde. Keine Platitüde ist aber auch, daß trotzdem, wie erwähnt, alle Verschwörungstheorien, wie verzerrt und unsinnig sie auch sind, auf eine „Grundverschwörung“ verweisen.

Das bedeutet aber eben nicht, daß jenseits dieser „Grundverschwörung“ alle Verschwörungstheorien obsolet sind! Alle Krankheiten sind letztendlich auf DOR zurückzuführen. Das bedeutet aber nicht, daß wir die Medizin abschaffen und alles mit dem Medical DOR-Buster behandeln können. Genauso ist das mit Verschwörungstheorien: obwohl alle die Emotionelle Pest beschreiben, wird diese tiefe Wahrheit zu einer absurden Farce, wenn man damit jede „oberflächliche“ Verschwörungstheorie als eben das, eben als oberflächlich, abgebügelt wird. Beispielsweise hat Reich seine grundsätzlichen Einsichten über die Mechanismen der Emotionellen Pest nicht verraten, als er irritierend spezifisch auf die weltweite Verschwörung der Kommunisten im Kalten Krieg hinwies.

Ist es nicht bemerkenswert, daß gegenwärtig die Regierungen beispielsweise in Amerika und hier in Deutschland, wirklich alles tun, um die Demokratie, die Wirtschaft, das Staatsvolk selbst und damit den Souverän auf jede denkbare Art und Weise zu schädigen? Das ist Emotionelle Pest, zweifellos, aber es ist mehr, will sagen es ist auffällig zielgerichtet und kein bloßes blindes Ressentiment. Was mich beispielsweise stutzig macht, ist, daß es heute nur ein Thema gibt: Inklusion/Diversität/Toleranz. Frei nach Stirner: wie in der Religion soll uns das Fremde schlechthin das Heilige sein, dem wir Teddybären werfend alles opfern: unseren Wohlstand, unser Land, uns selbst.

Neulich schickte mir ein Leser dieses Blogs eine Email zu. Vor kurzem habe er sich ein Video über die Mißstände in San Francisco angeschaut, wobei er sich an mich und die vielleicht extremste, die ultimative Verschwörungstheorie schlechthin erinnerte: an das Thema „Ea und DOR-Wesen“ („besonders im Zusammenhang mit der amerikanischen TV-Serie The Invaders“) [siehe hier und hier und hier]

Ich zitiere den anonymen Internet-Kommentar unter dem besagten Video:

Die Mainstream-Medien und die alternativen Medien sind voll mit Videos von San Francisco und seinen Vorstädten. Aber durch Youtube sehen wir, daß San Francisco nicht die einzige Stadt ist, sondern nur diejenige, die uns immer wieder gezeigt wird. Und es sind nicht nur die Großstädte, die sterben, sondern [insbesondere] einzelne Teile von ihnen, während der Rest der Stadt noch funktioniert. Es sind [auch] mittlere und kleine Städte und noch kleinere Städte, Vorstädte und ländliche Gebiete.

San Francisco entwickelt sich immer mehr in eine buchstäblich kot-verschmierte, von Drogen-Wracks und mörderischen Gangs terrorisierte Karikatur „Kalkuttas“, ähnlich wie etwa Philadelphia und praktisch jeder Flecken in den USA, insbesondere aktuell, wo das Land mit vermeintlichen „Flüchtlingen“ geflutet wird. Aber weiter im Text:

In San Francisco fragen die Leute, wann die Regierung alles in Ordnung bringen wird. Ist es das Ziel, daß die Menschen so angewidert von dem Chaos sind und sich so sehr daran gewöhnt haben, zu hören, daß der Staat alles in Ordnung bringen soll, daß niemand mehr etwas dagegen hat, wenn der Staat die Sache übernimmt?

Wie sonst ein weitgehend anarcho-kapitalistisches Land in einen sozialistischen Polizeistaat verwandeln als durch den „zivilgesellschaftlichen“ „Druck von unten“? Die Amerikaner werden darum betteln, unter der Knute zu leben!

„Ich war in den schlimmsten Ghettos der Vereinigten Staaten: Teil 2.“ Belle Glade und Pahokie, FL, sind zwei kleine Städte, in denen früher hauptsächlich Arbeiter und Feldarbeiter lebten. Bei 3:13 – „Die Armut ist so schlimm, daß man darüber gesprochen hat, diese Gemeinden aufzulösen und sie einfach dem Bezirk zu überlassen.“ Welcher Bezirk? Palm Beach County, FL.

Warum dauert das so lange? Vielleicht liegt es daran, daß die Regierung die Menschen, die noch in diesen Orten leben, nirgendwo anders unterbringen kann. Die Regierung will nicht in weitere Sozialwohnungen investieren (außer für Illegale, die anscheinend ihre Söldner sind), also muß sie warten, bis Drogenmißbrauch, völkermörderische medizinische Eingriffe [Corona mRNA] und von Menschen verursachte Seuchen sie auf den Straßen und in den Ghettos, in die sich die USA allmählich verwandeln, umbringen. Vielleicht werden die Söldner eingesetzt, um die Leichen zu beseitigen und alle Überlebenden auszuschalten. Dann kann eine weitere Impfung die Söldner ausschalten, die sich zu diesem Zeitpunkt in Festungen versammelt haben könnten.

Klingt wie ein paranoider Alptraum, aber es kommen überwiegend wohlgenährte und durchtrainierte junge Männer ins Land, die von der UN und vermeintlichen NGOs indoktriniert, mit Geld und Handys versorgt wurden und mit einer bemerkenswerten Arroganz und Selbstverständlichkeit auftreten.

Mir ist auch nicht klar, was das eigentliche Ziel dieser Aktion ist. Für mich sieht es so aus, als ob die Erde so verschmutzt ist, daß alles, was der Mensch nicht direkt zerstört, an den Folgen seiner Verschmutzung und Zerstörung zugrundegeht. Ich denke, daß die Erde zu lange brauchen wird, um sich von den Chemikalien, der Strahlung und den Krankheitserregern zu erholen, die überall vorhanden sein werden, als daß die Leute in ihren Bunkern die Wartezeit überleben und mit den gefrorenen Samen und Zellen, die sie in ihren arktischen Höhlen gelagert haben, alles wiederherstellen könnten.

Das reicht, um mich zu fragen, ob die einfachste Erklärung wahr sein könnte: Jemand, der nicht von der Erde stammt, könnte bestimmte Erdlinge davon überzeugt haben, diesen Weg zu gehen, indem er ihnen versprach, daß ihnen alles gehören würde, wenn die Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung abgeschlossen sind, und daß sie ewig leben werden, um sich daran zu erfreuen; wohingegen die [außerirdischen] Fremdlinge die Erdlinge in Wirklichkeit nur benutzen, um die Zerstörung ohne Kosten für sich selbst zu bewerkstelligen, und dann alle verbliebenen Erdlinge und alles, was sich in ihren Bunkern und Höhlen befindet, was die Fremdlinge nicht wollen, töten werden, um so einen völlig unbewohnten Planeten für sich zu gewinnen.

Warum sollten sie diesen Planeten wollen? Warum überspringen sie nicht die langwierigen Zerstörungs- und Erholungsphasen, indem sie einen unbewohnten Planeten irgendwo anders wählen? Vielleicht wollen sie die Erde nicht um der Erde selbst willen, sondern wegen ihrer natürlichen Ressourcen und der in den Höhlen gelagerten Samen und Zellen, mit denen sie einen anderen leeren Planeten in einen neuen, erdähnlichen Ort verwandeln könnten. Oder vielleicht ist es die Lage der Erde, die für sie wertvoll ist. Oder???

Mein Lieblingsfilm, Don Siegels Die Invasion der Körperfresser, war zu Hochzeiten des Kalten Krieges als eine Allegorie über die damalige Kommunisten-Hatz, also letztendlich über die Ausbreitung der Emotionellen Pest gedacht. Man kann ihn aber auch ganz „naiv“ anschauen…

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