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Wilhelm Reich und die Men in Black (ERGÄNZUNG zu: EA UND DIE WELLENFUNKTION: 3. Die Kosmopathie, b. Die außerirdische Schattenregierung)

27. Juli 2025

Viele werden nach diesem Blogeintrag sagen, wirklich, Nasselstein gehöre nun endlich in die Gummizelle gesperrt. Aber wer Angst hat, sich lächerlich zu machen, hat keine Eier! Reich war ständig „peinlich“, angefangen von seinem „Steckenpferd“, dem genitalen Orgasmus, bis hin zu den UFOs.

Wenn irgendwas die Menschheit vor der letztendlichen Domestikation (der vollkommenen Abpanzerung und DORifikation) retten kann, ist es die Orgonomie. Dies bedeutet logischerweise auch, daß die Orgonomie von jenen unterdrückt und/oder mißbraucht werden wird, die die Welt erobern wollen. So wie Reich in den 1950er Jahren Angst hatte, daß die Kommunisten die Orgonomie vernichten und gleichzeitig für ihre endgültige Eroberung dieser Welt mißbrauchen würden – und er starb beim Versuch, die antikommunistische Integrität der Orgonomie zu wahren. Aber sein letztes Buch Contact with Space (Das ORANUR-Experiment II) spielte auf ein weit schlimmeres Szenario an: die Beobachtung und Behinderung von Reichs CORE und seinen damit verbundenen Tätigkeiten durch die Außerirdischen.

Die Charakterstruktur des Roten Faschisten war, da vollkommen vom Kern abgeschnitten, einfach zu mechanistisch, um mit dem lebendigen ökonomischen Organismus der Gesellschaft umzugehen, zu mechanistisch, um überleben zu können, geschweige denn orgonomisches Wissen anzuwenden. Jetzt stellt sich die Frage, ob „Moskau“ der pestilente Drahtzieher hinter den Kulissen ist, wie Reich vollständig überzeugt war, oder vielmehr eine Kraft, die viel älter ist als die kapitalistisch/kommunistische Gesellschaftsordnung (200 Jahre) und sogar älter als das irdische Patriarchat selbst (6000 Jahre), eine Kraft, die die dämonische Fähigkeit hat, als Parasit zu überleben, bis sie zusammen mit ihrem Wirt zugrundegeht, wenn sie nicht weiterwandern und einen neuen Planeten infizieren würde.

Der pestilente Charakter gehorcht einem strukturellen Zwang wie ein Fluß, der seinem Bett ins Meer folgt. Es ist keine bewußte und willentliche Verschwörung, denn die Emotionelle Pest ist eine <em>emotionale</em> Verschwörung. Das „Mobbing“ ist ein alltägliches Beispiel für solcherart emotionaler Verschwörung – es gibt keine Absprachen, keinen „Geheimplan“ und doch funktioniert es mit tödlicher Sicherheit. Auf Weltebene war der Holocaust eine solche emotionale Verschwörung. Man hat es gewußt und doch geschehen lassen; Industrieanlagen in der unmittelbaren Nähe von Auschwitz bombardiert, aber das Vernichtungslager geschont. Jerome Eden schrieb mir einst: „Es gibt eine historische Parallele zwischen der ‚Ablehnung‘ an die Wirklichkeit des jüdischen Holocaust und an die der UFO-‚Pest‘ zu glauben!“

Ich spiele auf einen autonomen orgonotischen Prozeß an, nicht auf willentliche Machenschaften. Ich betrachte die Geschichte als Entwicklung der irdischen Orgonenergie-Hülle selbst. Reichs Ea („UFOs“) sind ein funktioneller Teil des kosmopathischen Prozesses. Sie sind kosmische „T-Bazillen“, die in den Krebs des Planeten Erde involviert sind. Wenn wir ihnen also nicht erlauben, frische Energie von uns abzuziehen, werden sie einfach in ihre Einzelteile zerfallen oder den Platz räumen.

Es wäre zu einfach, meine Überlegungen als eine paranoide Kuriosität zu belächeln . Auch wenn es lächerlich wie Science Fiction wirkt und klingt, wie z.B. Richard Grossinger in seinem Buch über Wege des Heilens (München 1982):

Gegen Ende seiner Lebens behauptete Reich, er habe den kosmischen Ursprung des DOR gefunden – es seien feindliche Streitkräfte, die die Erde bombardierten, vielleicht sogar Überbleibsel intelligenter Wesen, die mit uns im Krieg lägen. In seltsamer Ähnlichkeit mit den Theorien von G.I. Gurdjieff und Immanuel Velikovsky gab er einer äußeren Katastrophe im Weltraum die Schuld an der Geißel der Menschheit, der planetaren Pest. Der Mensch war schließlich doch unschuldig, aber er war dafür verantwortlich, die Eindringlinge zurückzuschlagen. Die auf den Himmel gerichteten Kanonen sollten die Erde vor ungeheuren kosmischen Übeln bewahren. Reich benützte jedoch die Orgonenergie hauptsächlich als besondere therapeutische Substanz.

Weiter schreibt Grossinger:

Außerdem brauchte Reich das Orgon, um seine Theorie zu vollenden. Ohne es war seine universelle Sexualmedizin unmöglich. Das Orgon wiederum brauchte fliegende Untertassen und Angreifer aus dem Weltraum.

Ich muß auch an einen Artikel von mir über die Emotionelle Pest denken. Er wurde in der „Fachzeitschrift für UFO-Forschung und Prä-Astronautik“ Mysteria Nr. 2, 1982 veröffentlicht. In dieser Art von Zeitschrift finden wir die übliche beschwichtigende, mystifizierende, verlagernde Haltung vor, die als „energetischer Dämpfer“ wirken soll, da diese Leute einem größeren „energetischen Druck“ durch ihre Beschäftigung mit orgonotischen Ea-Phänomenen ausgesetzt sind. Daß diese „Sexualökonomie“ manchmal versagt und dann schlimme Früchte trägt, zeigt der Anschlußartikel zu meinem in der gleichen Ausgabe. Auf meinen Artikel folgte einer über „MiBs“ – Men in Black. Das sind dementsprechend gekleidete Personen, die vorgeben Regierungsvertreter zu sein und die UFO-Zeugen und -Forscher bedrohen. Eine Legende, die vielleicht durch das merkwürdige Auftreten amerikanischer Regierungsbeamter in den 1940er und 50er Jahren aufkam. Man lese z.B. die Beschreibung dieser Leute in Peter Reichs Erinnerungen Der Traumvater. Es ist offensichtlich, daß ein Artikel über „MiBs“ zu einem über die Emotionelle Pest paßt.

Lesen wir jedoch den „MiBs“-Artikel, spüren wir sofort jene krankhafte, altjüngferliche Atmosphäre, die über toten Genitalien das Böse ausbrütet, meist Antisemitismus. Hier werden die „MiBs“ auf eine typisch faschistische Art und Weise mit der „internationalen und sehr alten Verschwörung der Freimaurerei“ in Verbindung gebracht.

In diesem Zusammenhang möchte ich aus Hitlers Mein Kampf zitieren:

Der Jude hat in der ihm vollständig verfallenen Freimaurerei ein vorzügliches Instrument zur Verfechtung seiner Ziele. Die Kreise der Regierenden sowie die höheren Schichten des politischen und wirtschaftlichen Bürgertums gelangen durch maurerische Fäden in seine Schlingen, ohne daß sie es auch nur zu ahnen brauchen.

Schließlich bricht unser Mystiker in Mysteria aus seinem verspiegelten Verschwörungslabyrinth mit faschistischer Gewalt zu seinem Orgasmus durch: „Vielleicht wäre es die sicherste Methode den MiBs auf die Spur ihrer ‚Dirigenten im Hintergrund‘ zu kommen, indem man von der Schußwaffe Gebrauch macht, denn: es handelt sich um mechanische Apparate, nicht um menschliche Wesen!“

Ja, und nun kommt es: Ich frage mich mittlerweile allen Ernstes ob Reich nicht tatsächlich selbst mit Men in Black zu tun hatte! Zwischen Mitte der 1950er Jahre und der jüngsten Zeit sind diese Figuren immer und immer wieder aufgetreten, wenn es darum ging Zeugen von Ea einzuschüchtern und Beweise für Ea an sich zu bringen. Dabei schienen sie mehr an den Reaktionen der Zeugen als an Ea selbst interessiert zu sein. Kaum schickte jemand einen Bericht über seine Sichtung an die US-Luftwaffe wurde er von Men in Black besucht. Reich hatte das gleiche und weitaus mehr getan, warum sollte ausgerechnet er ausgespart worden sein?! Und welchen Eindruck mögen diese Figuren bei ihm hinterlassen haben? Zumal er ja ständig von Agenten der US-Gesundheitsbehörde heimgesucht wurde. Kann das seine Fehleinschätzungen und sein teilweise irrationales Verhalten erklären? Man denke nur an seinen festen Glauben, er hätte „heimliche Freunde“ in höchsten Regierungskreisen.

Was sind denn nun die Men in Black? Zunächst einmal ist festzuhalten, daß wir hier einen greifbaren Hinweis darauf haben, daß die Außerirdischen die Machtstrukturen der Erde (Militär, Geheimdienste, „Behörden“) an der Spitze durchdrungen haben. Die Men in Black verkörpern diese Überschneidung, wirken sie doch teilweise wie Hybridwesen.

Ich kann und will dazu hier nicht mehr sagen, weil das Thema – nun ja, ich verweise zurück auf den ersten Absatz dieses Blogeintrags… Ich habe das Thema angeschnitten, weil es m.W. noch niemand getan hat – und wer soll es auch sonst tun 😉 Im übrigen verweise ich auf den englischsprachigen Vortrag unten, der zeigt, daß es ernstzunehmende Menschen gibt, die sich mit so etwas beschäftigen. Es ist nicht nur alles Spintisiererei, sondern es gibt jede Menge Zeugen, die mit ihren Berichten keinen Blumentopf gewinnen, Dokumente und zumindest ein Video von Men in Black, das nachweisbar kein Fake ist.

Bisher hat kein Reich-Biograph adäquat erfaßt, in was für einen unglaublichen Schlamassel Reich da hineingeraten ist.

Und noch etwas, um diesen Blogeintrag abzurunden: Ich denke nicht nur an Reich als Opfer jener, die alles tun, um Energie alpha (Ea) zu unterdrücken, sondern natürlich auch an das Schicksal der Orgonomie – die eine abwegige Randexistenz fristet, obwohl es bis etwa zum ORANUR-Experiment so aussah, als würde sie unaufhaltsam expandieren.

EA UND DIE WELLENFUNKTION: 3. Die Kosmopathie, b. Die außerirdische Schattenregierung

26. Juli 2025

EA UND DIE WELLENFUNKTION: 3. Die Kosmopathie, b. Die außerirdische Schattenregierung

Warum ich mich gezwungen sehe, endlich den ursprünglichen Abschnitt 3.b. zu ersetzen, erläutere ich hier:

Bigfoot und der Übermensch

15. Juli 2025

Wie kann Leben aus Nichtleben entstehen? Reich entdeckte die Bione, die Übergangsformen zwischen dem Nichtlebenden und dem Lebenden darstellen, wobei das Lebendige durch drei Faktoren bestimmt wird: 1. eine charakteristische Abfolge von mechanischen und energetischen Abläufen (Spannung, Ladung, Entladung, Entspannung), 2. energetische Pulsation in einer Membran und 3. die auf die Kreiselwelle zurückgehende charakteristische „Bohnenform“ alles Lebendigen. Damit sind Funktionieren und Form des Lebendigen weitgehend vorgegeben. Es bleibt das grundsätzliche Problem der Entropie, d.h. der Tendenz zur Informationsvernichtung, die das spontane Entstehen eines derartig komplexen Phänomens wie Leben schlichtweg unmöglich macht. Hier kommt das orgonomische Potential ins Spiel, d.h. den spontanen Aufbau von Potentialunterschieden, wie er beispielsweise in der Gravitation zum Ausdruck kommt („Struktur wird zu Vorgängen“).

Wo die Information für die erste Proteinsynthese herkam? Aus dem grundsätzlich einheitlichen Funktionieren der Natur, wie es der orgonomische Funktionalismus beschreibt. Nicht nur Bewegung kann „aus dem Nichts“, d.h. spontan entstehen, sondern auch Information, wie sie etwa in unseren Genen codiert ist. Man denke nur an das Sonnenlicht und seine durch die Sonnen- und die Erdatmosphäre erzeugten „Frauenhoferlinien“, die verdächtig nach „DNA-Code“ aussehen („Vorgänge werden zu Struktur“). Reich selbst hat auf die enge Verbindung zwischen den Elementen der Erdatmosphäre und die chemische Zusammensetzung der lebenden Materie hingewiesen.

Neben der Urzeugung lautet die zweite große Frage, wie aus den Einzellern Mehrzeller werden konnten und sich überhaupt neue Arten entwickeln können. Beispielsweise kann man die Hundezucht soweit treiben, wie man will, es entsteht nicht mal annäherungsweise eine neue Spezies. Was sorgt für die „Sprünge“ zwischen den Arten? Diskontinuitäten, die ähnlich radikal sind wie die zwischen dem Nichtleben und dem Leben.

Es ist gut möglich, daß wir einen solchen Sprung gerade durchleben. Dazu möchte ich nochmal ausholen: Sowohl Ein- als auch Mehrzeller konstituieren sich durch den Gegensatz von freifließender Energie und materieller Membran, aus der die Energie ausbrechen will. Resultat ist die erwähnte Orgonom-Form und die phylo- und ontogenetische Entwicklung. Das kann man alles innerhalb des Funktionsbereichs der relativen Bewegung (Kreiselwelle und Pulsation) beschreiben. Anders ist das bei der Genetik im allgemeinen und der Makroevolution im besonderen. Die kann man nur im Rahmen des Funktionsbereichs koexistierende Wirkung erklären, wie wir sie unmittelbar insbesondere im Traum erleben.

Hier entwickeln sich, gemäß einer Art von „Platonismus“, die Dinge nicht, sondern sind unvermittelt da, so als würden sich „Ideen manifestieren“. Die besagten Dinge setzen sich nicht zusammen, sondern – sind unvermittelt da. Vielleicht spielt so etwas auch in die Evolution hinein. Was ist, wenn dieses Phänomen, der besagte „Platonismus“, sozusagen „jenseits von real und unreal“ wäre? Nämlich Ausdruck von bioenergetischen, genauer gesagt „ko-existenten“ Vorgängen, die wir konzeptionell gar nicht erfassen können! Mag sein, daß in der Platonistischen Vorstellung von überweltlichen Ideen ein Fünkchen Wahrheit steckt und wir gegenwärtig Zeugen werden, wie sich die „Idee einer neuen Spezies“ sozusagen zu materialisieren versucht. Entsprechend: – jetzt wird es wild…

Es gibt zwei vollkommen verwirrende Aspekte des UFO-Phänomens: erstens das „Ungreifbare“, so als gäbe es kaum einen Unterschied zwischen Aliens, „die auf der Erde Landen“, und Gespenstern, „die sich manifestieren“, und zweitens die Obsession mit Fortpflanzung. Wie viele Sperma- und Eiproben wollen die „Außerirdischen“ noch entnehmen? Von „intergalaktischen Sex“ wollen wir gar nicht erst anfangen. „Aliens“, die einerseits aussehen wie Embryos, während andere uns als „Übermenschen“ imponieren.

Interessanterweise können sich viele in der popkulturellen „Wissenschaft“ auch den Übergang vom Menschenaffen zum Menschen nur durch die Intervention von „Außerirdischen“ vorstellen. Anders kann unser Bewußtsein das „Eingreifen“ der koexistierenden Wirkung vielleicht gar nicht erfassen. Es mag sogar sein, daß Dinge wie Schamanismus und Religion im allgemeinen bis zurück auf die Zeit der Menschwerdung zurückgehen und mit dieser untrennbar verbunden sind. Tatsächlich ist die Weltsicht der „primitivsten“ Völker auffällig „Platonistisch“ – und wir erleben das als „UFO-Phänomen“, wo es um „Hybride“ aus „Außerirdischen“ und Menschen geht.

Endgültig über die Klippe des Wahnsinns reite ich diesen Blogeintrag, indem auf Bigfoot hinweise oder etwa auf den Yowie in Australien, – ein weltweites Phänomen: halb Menschenaffe, halb Mensch begleitet er uns, so daß seine Existenz schlichtweg nicht bestreitbar ist… Irgendwo im Niemandsland zwischen greifbarer Platonischer Idee und ungreifbarer physischer Wirklichkeit… Ähhh, ja. So als sei er ein Echo unserer Menschwerdung – und das schwer greifbar verbunden mit UFOs und Aliens, die exakt genauso geartet sind: Echos unserer Zukunft. Beides Funktionen des „Evolutionsvorgangs“…

Was mich von James DeMeo trennte (Teil 1)

26. Mai 2025

Vor 1951 konnte man überall einen Orgonenergie-Akkumulator aufstellen und benutzen, weil das Orgon sozusagen per definitionem von guter Qualität war. Es ist schließlich die primordiale Energie des Universums! Nach 1951, also nach dem ORANUR-Experiment, lauerte hingegen überall das abgestandene, giftige, todbringende  Orgon in Gestalt von Röhrenfernsehern, Neonröhren, Atomkraftwerken, Röntgengeräten etc. Vom Orgonakkumulator konnte also DOR akkumuliert werden. Reich und später Jerome Eden insistierten deshalb darauf, daß grundsätzlich jeder Akkumulator in Wasser „geerdet“ werden müsse, um das DOR abzuziehen. Als ich DeMeo darauf ansprach, war er seltsam irritiert, was wiederum mich irritierte etc. Schließlich brach es aus ihm heraus, daß dies den Akkumulator doch zu einem Medical DOR-Buster machen würde. Wieder Irritation meinerseits, Gesprächsabbruch. „Mit DeMeo kann man nicht diskutieren.“ „Mit Nasselstein kann man nicht diskutieren.“

Nebenbei angemerkt war die neue Version des Akkumulators auch der unmittelbare Auslöser für Reichs schließlicher Haftstrafe. Als Reich in Arizona war, brachte sein Mitarbeiter Michael Silvert sämtliche noch auf Orgonon befindlichen Akkumulatoren nach New York, um sie dort in einer Werkstatt „anzubohren“ und mit „BX-Kabeln“ zu versehen.

Zurück zu DeMeo: Das, was Reich bei seinem Antifaschismus bekämpft hat, also die Gene und die „Konrad Lorenz-ity“, sind ein tatsächlicher Faktor und keine bloß „mechanistische Wissenschaft“, gar „faschistische Wissenschaft“. Biologie ist mechanischer als Reich dachte. Stichwort „egoistische Gene“, Löwenmännchen, die systematisch Löwenbabys totbeißen, um ihre eigenen Nachfahren zu zeugen; Schimpansen können absolute Monster sein, deren Horden untereinander regelrechte Vernichtungskriege führen, etc. Reich wollte das nicht sehen und betrieb statt, was nahegelegen hätte, Verhaltensforschung an Schimpansen, Löwen, Gänsen, etc. Biologie an Amöben, bioelektrische Messungen an Menschen etc. Im Anschluß daran war auch DeMeos Einstellung davon geprägt: das Lebendige ist gut, ebenfalls sozusagen per definionem. Was nicht ins Bild einer „orgonomischen“ Weltanschauung paßte, wurde mit entsprechender Rhetorik vom Tisch gewischt, die sich immer auf den Vorwurf „gepanzert“ runterdestillieren ließ.

Ich bin ein vehementer Unterstützer bzw. „Vertreter“ seiner Saharasia-Theorie, aber DeMeos Insistieren darauf, daß es vor dem Einbruch Saharasias um etwa 4000 vor Christi keine Gewalt gegeben habe, hat mich stets – irritiert. Dazu paßt auch, daß er meine Aussage, daß Bronislaw Malinowski in seinen Tagebüchern die „Nigger“ (sic!) der Trobriand-Inseln wüst beschimpft hatte und diese ihrerseits von diesem „übelriechenden blassen haarigen weißen Monster“ alles andere als begeistert gewesen waren, wegbügelte, als wären diese Tagebücher nie veröffentlicht worden. Die Natur des Menschen war gut und Malinowski eine Lichtgestalt. DeMeo hatte eindeutig die beunruhigende Tendenz sein Weltbild zu glätten.

Dazu gehörte auch die Physik bzw. Kosmologie. Es war zwecklos ihm nahebringen zu wollen, daß man im Universum unmöglich alles mit Bewegung, genauer gesagt Bewegung der Orgonenergie, erklären kann. Fernwirkung, immerhin Grundlage der Newtonschen Physik, war für ihn mystisches Teufelswerk und mußte im Zweifelsfall mit überlichtschnell strömender Orgonenergie „erklärt“ werden. Das läuft letztendlich auf ein Descartesianisches hydromechanisches Weltbild hinaus, das alles mit einer Art „Orgonsauce“, die durch Weltall fließt und Wirbel bildet, erklären will – und das mechanisch unendlich verwickelt.

Beispielsweise beharrte er einseitig auf Reichs Erklärung des Michelson-Morley-Experiments mit Hilfe der Bewegung der Orgonenergie-Hülle des Planeten. Die von Reich parallel dazu vorgetragene Hypothese, daß man zwischen elektromagnetischer Strahlung und orgonotischer Erstrahlung („Licht“) unterscheiden müsse, fiel bei DeMeo unter den Tisch, denn diese impliziert das, was Charles Konia später als „koexistierende Wirkung“ ausgearbeitet hat. „Fernwirkung“, eben die „koexistierende Wirkung“, war für DeMeo mystisch, letztendlich also – gepanzert.

Eine weitere Irritation war die Sache mit den UFOs. Als ich ihn einmal darauf ansprach, was denn hierzu seine letzten Erkenntnisse seien, antwortete er mit einem verächtlichen Lachen und meinte, nun sei die Islamisierung des Westens weitaus wichtiger. Ich saß da wie ein Idiot! Er wollte mit dem Thema öffentlich nichts zu tun haben und selbst privatim: Ja, er habe auch so etwas beobachtet, aber es seien schlicht unidentifizierte Flugobjekte, zu denen er ansonsten nichts, aber auch rein gar nichts sagen könne. Der abwehrende Affekt war unübersehbar. Wer hier wohl „gepanzert“ ist!

Zum Gedenken an Bernd A. Laska, 4. August 1943 – 8. April 2025 (Teil 3)

16. April 2025

Ich habe mich anfangs gesperrt, einen derartigen „persönlichen“ Nachruf zu schreiben, weil sich über vier Jahrzehnte erstreckende Beziehung zwischen Laska und mir nie eng war. Dazu waren wir einfach zu unterschiedlich. Der Katholik Laska war über Karlheinz Deschners Religionskritik und die Anfänge der linken Studentenbewegung Mitte der 1960er Jahre als einer der ersten Nachkriegsdeutschen überhaupt auf Reich gestoßen. Ich war denkbar areligiös und „akulturell“ aufgewachsen und gerade deshalb hatten mich Religion und Kultur (Bildende Kunst und Musik) von früh an in ihren Bann gezogen – Dinge, die Laska, zunächst Bauzeichner und dann Ingenieur (Baustatiker), zeitlebens wirklich vollkommen kalt ließen. Nachdem meine kindlich-jugendlichen „Studien“ im „religiös-kulturellen“ Bereich und auch im naturwissenschaftlichen (ich laß eifrig das „X-Magazin“, „Bild der Wissenschaft“, die Bücher von beispielsweise Hoimar von Ditfurth etc.) nur meine wachsende Verachtung für all dieses Zeugs nährten, stieß ich schließlich auf Reich („Bingo!“) und wollte fortan nichts anderes sein als ein orthodoxer Anhänger der Orgonomie. Für mich war und ist sie die endgültige Wahrheit.

Mein Problem war damals, daß ich als Arbeiterkind (Laska war auch eins!) niemanden kannte, der auch nur im allerentferntesten meine wirklich extrem absonderlichen, da hochgestochenen Interessen teilte, und ich auf die paar Mitte der 1970er Jahre erhältlichen Reich-Bücher und irgendein „Reichianisches“ Zeugs a la Alexander Lowen reduziert war. In einem dieser Bücher stieß ich schließlich auf eine Annonce für Laskas Zeitschrift „Wilhelm Reich Blätter“, fand über diesen Umweg schnell Kontakt zu Jerome Eden, bestellte das „Journal of Orgonomy“ etc. Laska hatte eine ganze Welt für mich geöffnet, die Orgonomie war noch lebendig, wovon ich vorher keinerlei Ahnung hatte. Aber schon bald begann mein Konflikt mit Laska: ich verdammte ihn ob des Einflusses der amerikanischen Orgonomen auf mich sehr bald als „Reichianer“. Er war dabei, zu einem „Feind“ zu werden. Daß er es wagte, Artikel von Alexander Lowen zu veröffentlichen und gewisse andere Leute auch nur zu Wort kommen zu lassen! Ich erlebte über seine Zeitschrift sozusagen „live“ mit, wie er sich immer mehr Max Stirner zuneigte, was für mich der Anlaß war, Stirner auseinanderzunehmen. Einfach nur, weil Laska sich auf ihn berief! Das baldige, wirklich klägliche Scheitern meines Unterfangens Stirner zu „dekonstruieren“ und meine Einsicht, daß Laska in dieser Beziehung vollkommen recht behalten hatte, waren eine nachhaltige Lektion.

1982 stellte er wegen solcher hoffnungslosen Figuren wie mir seine Zeitschrift ein und begann zu erforschen, was die Essenz seiner beiden Helden Reich und Stirner sei. Schon bald kam LaMettrie hinzu und Laskas „LSR-Projekt“ nahm langsam Gestalt an. Ich war einer der erstaunlich wenigen alten Leser, die ihm auf diesem Weg treu blieben und seine Bücher von und über LaMettrie kauften, sowie das eine Buch mit Stirners Parerga. Er bewegte sich aber sozusagen am Rande meiner eklektischen Interessen (Orgonbiophysik, UFOs, Roter Faschismus, Saharasia, Orgonometrie, Hans Hass, christliche Theologie, Nietzsche, etc.), die kaum bis keinerlei Überschneidungspunkte mit ihm hatten. Unser persönliches Verhältnis blieb stets unterkühlt, obwohl wir uns einige Male trafen, wobei ich aber jeweils sozusagen nur „Anhängsel“ anderer war. Seine Website ließ meine alte Begeisterung für seine geistige Klarheit und nicht zu übertreffende „akademische“ Integrität immer wieder von neuem aufflammen bis hin zu regelmäßigen begeisterten „Bekenntnissen“ zu seinem LSR-Projekt. Er war sichtlich konsterniert, derartig enthusiastische Treueschwüre ausgerechnet von meiner Seite zu hören.

Im Vergleich zu ihm, habe ich mich immer als hemmungslosen „Dampfplauderer“ empfunden und es stets bedauert, daß er nicht „mehr Worte gemacht hat“. Welch ein Privileg ihn gekannt zu haben. Er war mein distanzierter Erzieher, ich sein letztendlich doch loyaler Schüler. Danke, Herr Laska!

UFOs und die Politik (Teil 2)

5. März 2025

EA UND DIE WELLENFUNKTION: 3. Die Kosmopathie, b. Die außerirdische Schattenregierung

UFOs und die Politik (Teil 1)

4. März 2025

EA UND DIE WELLENFUNKTION: 3. Die Kosmopathie, b. Die außerirdische Schattenregierung

Das Velikovsky-Szenario des DOR-Notstandes (Teil 1)

16. Dezember 2024

Immanuel Velikovsky hat in seinem Buch über Das kollektive Vergessen (Frankfurt 1987) dargelegt, daß die Menschheit aufgrund von wiederholten, Jahrtausende zurückliegenden Traumen, die auf kosmische Katastrophen zurückgehen, neurotisch geworden sei. Die traumatischen Ereignisse wurden verdrängt, kehren jedoch verzerrt an die Oberfläche des menschlichen Bewußtseins zurück, um auf diese Weise die Menschheit immer wieder heimzusuchen.

Auch Reich spricht von einem neurotisierenden urzeitlichen Trauma. Ein Trauma, das den Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, bzw. den Beginn der Panzerung markiert. Wir wollen dabei von Reichs Spekulationen über die Rolle des Bewußtseins absehen und uns stattdessen auf das DOR, die Ausdehnung der Wüsten und die damit verbundene Ausbreitung der „Emotionalen Wüste“ beziehen, die wir hier vorerst ohne weitere Belege apodiktisch mit einem dramatischen Anfang des UFO-Angriffs vor etwa 6000 Jahren gleichsetzen. Entgegen mancher optimistischer Berichte, über das Ergrünen der Sahara, nimmt weltweit die Ver-Wüstung ungebrochen zu.

Betrachten wir Velikovskys „kollektives Vergessen“ aus orgonomischer Sicht, können wir den genauen Mechanismus angeben, durch den sich das Trauma im Menschen festsetzte und autonom („unbewußt“) fortwirkte. Es ist die aktuelle Panzerstruktur, die die historische Ursache der Panzerung eingefroren hat, so daß diese Ursache noch in der Gegenwart wirken kann. Des weiteren kann man mit der Panzerung erklären, wie sich das Trauma über Generationen hinweg fortpflanzte, bzw. wie es fortwirken konnte. Die individuelle Panzerungsstruktur wird direkt über plasmatische, extragenetische Vererbung und indirekt über das Erziehungsverhalten weitergegeben, wobei dies Verhalten natürlich unmittelbar von der Panzerung bestimmt wird. Auf diese Weise pflanzt sich die Panzerung als Fremdkörper parasitär im Lebendigen fort, wie ein Virus („Emotionelle Pest“). Erziehungspersonen, die die Panzerung hervorrufen, werden als Über-Ich inkorporiert („schlechtes Gewissen“).

Das Über-Ich ist die psychische Entsprechung der Panzerung. Wo einst die Eltern von außen sagten, was wir zu tun und zu lassen hatten, dirigiert uns nun an ihrer Stelle der Fremdkörper Über-Ich von innen. Vermittelt über die Eltern wirkt ein Ur-Über-Ich, das wir „Gott“ nennen (es entspricht Freuds „Urvater“). Natürlich kann sich der Sinngehalt der Panzerung über die Jahrtausende nur erhalten, wenn auch die gepanzerte Kultur und Religion mit ihren Regeln und Göttern (= Über-Ich) getreu weitervermittelt werden. Bei dem hier vorausgesetzten „kosmischen UFO-Trauma“ kommt noch die über die Jahrtausende ununterbrochene UFO-Präsenz hinzu, die die Menschheitsneurose frischgehalten hat.

So mancher „UFO-Entlarver“ sieht den Sinn seiner „Aufklärungsarbeit“ darin, seine Mitmenschen von unnötigen Ängsten zu befreien. Weder ein rachsüchtiger, bitterböser Gott, noch ein „UFO-Angriff auf die Erde“ bedrohten den Menschen, sondern einzig seine Gutgläubigkeit. Die Orgonomie lehrt uns jedoch, daß man nur dasjenige sich vorstellen kann, nur dasjenige denken, nur dasjenige glauben kann, was irgendeine Wirklichkeit hat. Selbst die wildeste psychotische Wahnvorstellung entspricht einer Realität, die nur verzerrt wahrgenommen wird, während Homo normalis meist gar nichts wahrnimmt, was jenseits seiner Verdauung und seinen billigen Vergnügungen liegt. Nur in Ausnahmezuständen, in Träumen und während einer „Massenpsychose“ bricht manchmal ein Teil der Realität hervor, den wir ansonsten sorgfältig verdrängt haben. Damit will gesagt sein, daß man nur Ängste in uns hervorrufen kann, die irgendeine objektive Grundlage haben. Wenn es also z.B. Orson Welles gelang, mit seinem Hörspiel Der Krieg der Welten über die Invasion der Marsmenschen eine ganze Stadt in Panik zu versetzen, dann konnte er das nur, weil „die Angst schon in der Luft lag“. Die Panik trat in den USA 1971 bei der Wiederholung von Orson Welles‘ Hörspiel wieder auf. Die nämliche Panik ereignete sich zum 50. Jahrestag Ende Oktober 1988 bei der Ausstrahlung einer modernisierten Fassung des Hörspiels in der nordportugiesischen Stadt Braga.

Etwas „ist in der Luft“. Und man kann nicht einfach behaupten, dieses Etwas sei nur ein Produkt der Medien, ein „reines Medienereignis“. Denn auch die Medien existieren nicht losgelöst von der Realität, genausowenig wie die Regierungen einfach „über“ dem Volk, quasi losgelöst von der Realität regieren. Dies ist wieder so eine Verrücktheit der Aufklärung, die nicht wahrhaben will, daß man „die Massen“ nicht von einer Herrschaft befreien kann, die „die Massen“ Tag für Tag selbst errichten. Warum sonst würden sich denn auch nach jeder sogenannten „Revolution“ die alten Machtverhältnisse neu formieren? Die Aufklärer wollen dem Kleinen Mann weißmachen, er werde unterdrückt, ausgebeutet und hinters Licht geführt – und wundern sich dann, warum diese „Aufklärung“ keine Früchte tragen will. Weil, wie Reich uns gelehrt hat, der Sachverhalt geradezu umgekehrt ist! Der Kleine Mann, und sonst niemand, trägt die alleinige Verantwortung. Er regiert das Land, er bestimmt die Medien. Er und niemand sonst ist die „herrschende Klasse“, die „die Ideologie der Gesellschaft bestimmt“.

Die Medien können keineswegs etwas ins Volk tragen, was nicht schon längst im Volk drin ist, entsprechend sind auch die UFOs kein „reines Medienereignis“.

Velikovsky ist ein „Katastrophist“, der den Motor der gesamten Evolution einschließlich der menschlichen Geschichte in plötzlichen katastrophischen Veränderungen der Lebensumstände sieht. Velikovskys Leistung war es, solche Katastrophen nicht etwa in der fernen Vergangenheit des Untergangs der Saurier gesucht zu haben, auch nicht in der Vorgeschichte des Menschen, sondern in geschichtlicher Zeit. Velikovsky selbst benutzt den Begriff des mythischen „Goldenen Zeitalters“, das vor der Epoche der Katastrophen gelegen habe. Hier soll nun gezeigt werden, daß diese Katastrophen keine „natürlichen“ Ursachen hatten, wie Velikovsky glaubt, sondern von außen in unser Sonnensystem getragen worden sind. Gemeint ist hier natürlich das Eindringen von UFOs in unser Sonnensystem.

Velikovsky selbst erwähnt UFOs nur einmal nebenher und indirekt bei der Besprechung von C.G. Jungs Buch Ein moderner Mythus, wobei „die Dinge, die am Himmel gesehen werden“, erratische Planeten und Fliegende Untertassen, jene Verbindung eingehen, die hier gemeint ist (Das kollektive Vergessen, S. 158f).

In seinen Werken hat Velikovsky nachzuweisen versucht, daß vor wenigen Jahrtausenden die Planeten ihre Bahnen wiederholt geändert haben und dabei „wider die Erde stritten“, d.h. auf der Erdoberfläche Katastrophen kosmischen Ausmaßes auslösten. Zum Beispiel ist im biblischen Buch der Richter vom Kampf der Sterne am Himmelszelt die Rede: „Die Sterne selber nahmen teil am Kampf (zwischen Israeliten und Kanaanitern) von ihren Himmelsbahnen aus“ (Ri 5,20). Alles nur Mythologie! Mit diesem Argument haben sich jahrzehntelang sogenannte „Fachleute“ über die Behauptungen Velikovskys lustig gemacht, denn die Stabilität des Sonnensystems sei hundertprozentig „erwiesen“. Aber seit der Vollendung der Mechanik im letzten Jahrhundert sprach alles, wirklich alles gegen ein stabiles Sonnensystem, so daß man eher nach einer Ursache für die Stabilität hätte suchen sollen! Doch selbst in „wissenschaftlichen“ Kreisen kommt infolge der Chaostheorie nun endlich die Physik zum tragen, so daß z.B. in Bild der Wissenschaft vom August 1990 folgendes über „Planeten im Chaos“ zu lesen war:

Es ist (…) gar nicht so sicher, daß die Planeten auf ewig in ihren Bahnen bleiben, auch nicht, daß sie von Anfang an so liefen wie heute. Der unsichere Ausblick in die Zukunft macht den Astronomen jedoch weniger Kopfzerbrechen als die Diskrepanz im Rückblick, denn nach der Chaos-Theorie hätte die Erde kaum so lange Bestand haben können, wie es sie wirklich gibt. So sind wir vielleicht nur ein seltener Glücksfall, ein Ausnahmezustand der Natur.

Rein mechanistisch spricht alles für ein chaotisches Verhalten des Sonnensystems, während die Entwicklung des Lebens auf der Erde Beweis für Stabilität ist. Der fehlende Ordnungsfaktor im Sonnensystem, der diese Lücke ausfüllt, sind natürlich nichts anderes als die Orgonenergie-Ströme, die die Planeten tragen (siehe Reichs Die kosmische Überlagerung). Diese Ordnung wurde in den letzten Jahrtausenden wiederholt gestört.

Ein einzelner Planet ist für jede Zivilisation, die überleben will, ein denkbar unsicherer Standort. Nicht nur, daß die betreffende Zivilisation droht, an ihren eigenen Abfallprodukten, d.h. an der Umweltverschmutzung zu ersticken und wegen begrenzten Raumes und begrenzter Ressourcen an territorialen Konflikten zu zerbrechen, sondern insbesondere kosmische Katastrophen, wie Kollisionen mit anderen Himmelskörpern oder Supernovas benachbarter Sterne, werden jede Zivilisation früher oder später vernichten. Velikovsky hat gezeigt, daß die Menschheit aufgrund derartiger Ereignisse schon mehrmals am Rande der Auslöschung stand. Deshalb ist es für jede fortgeschrittene Zivilisation ein zwangsläufiger natürlicher Entwicklungsschritt ins Weltall aufzubrechen. Unsere Galaxie sollte folglich von interplanetaren, bzw. intersolaren Zivilisationen nur so wimmeln!

Das UFO-Phänomen ist der definitive Beleg für diese These. Es wäre ein großes Problem, wenn es die UFOs nicht gäbe, denn schon mit unserer heutigen Technologie könnten wir mittels „Generationenschiffen“ die gesamte Galaxie innerhalb von wenigen Millionen Jahren kolonisieren. Diese Überlegungen sind auch das Ende für die sinnlose Frage nach einem Grund für das Auftauchen von UFOs in unserem Luftraum. Warum tauchen am Himmel Vögel auf? Er ist ihr Lebensraum! Genauso verhält es sich mit den Raumschiffen der Außerirdischen. Sie sind hier, weil sie hier sind! Dabei fliegen sie mit Sicherheit nicht jedesmal in ihr (vielleicht gar nicht mehr vorhandenes) Sonnensystem, um hier kurz in unserer Atmosphäre aufzutauchen. Vielmehr werden sie langsam mit ihren Mutterschiffen zwischen den Sonnensystemen driften (was voraussetzt, daß bei ihnen die Zeit ein ganz anderer Faktor ist als bei uns), um dann in neuen Sonnensystemen jeweils permanente Raumstationen zu errichten.

Früher oder später werden die Außerirdischen die „Nahrungsquelle“ Erde erschöpft haben und unser Planet wird aufhören zu existieren, wenn wir uns nicht endlich gegen die „UFO-Infektion“ zur Wehr setzen. Es gibt Anzeichen dafür, daß schon zwei Planeten unseres Sonnensystems und zwar erst vor ganz wenigen Tausend Jahren dieses Schicksal ereilte. So kann man jedenfalls die neusten Entdeckungen auf der Venus und auf dem Mars interpretieren, die beide offensichtlich einst von Lebewesen bevölkert waren.

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 6)

9. Oktober 2024

James Reich befaßt sich mit Mildred Brady und bestreitet, daß sie eine Stalinisten gewesen sei. Eine absolut lächerliche Behauptung. Es ist mir echt zu dumm darauf einzugehen. Ich verweise auf das, was ich an anderer Stelle zu dieser Roten Faschistin geschrieben habe. Mit Verweis auf ihren Artikel „The New Cult of Sex and Anarchy“, in dem es gar nicht (primär) um Reich geht, er wird nur 7 mal in Aufzählungen erwähnt, während Henry Miller 27 mal erwähnt wird (S. 163), erläutert der Autor, sie könne keine Stalinistin sein, weil der Artikel „konservativ“ sei. Dieser Einwurf ist derartig lächerlich – ich verweise wieder auf das, was ich an der oben verlinkten Stelle darüber gesagt habe.

Ansonsten geht es im Kapitel 11 um Robert Anton Wilson und Colin Wilson, Norman Mailer und Tuli Kupferberg, Jack Kerouac und William S. Burroughs, durchweg sehr gute Beschreibungen und von kulturgeschichtlichem Interesse, wobei der Autor auch deutlich macht, wie ablehnend Reich dieser ganzen Hipster- und Beatnik-Sache gegenüberstand, die sich nach Reichs Tod dann zur Woodstock-Generation entwickelte. Dusan Makavejevs Film WR: Mysteries of the Organism wird eingehend beschrieben und ebenfalls kritisch bewertet. Wobei aber auch zu vermerken ist, daß die Ausführungen anfangs nur einen Zweck zu haben scheinen, Reichs Konzept „Emotionelle Pest“ zu relativieren und zur bloßen Metapher für Dummheit zu machen. „Intellektuelle“ wie James Reich stehen mit ihrer „Intelligenz“ bzw. ihrem „Intellekt“ drüber.

Der Rest des Buches beschäftigt sich mit dem „gegenkulturellen“ Einfluß von Peter Reichs Book of Dreams, wobei James Reich seine Psycho-Analyse Reichs fortspinnt u.a. tauchen zu allem Überfluß auch noch Otto Weininger und Donald W. Winnicott auf: die Fliegenden Untertassen waren (zusammen mit Peter Reichs in der Dunkelheit leuchtendem Jo-Jo) als durch die phallische Space Gun verschwimmende, aber zurückkehrende „Übergangsobjekte“ im ödipalen Kampf zwischen Wilhelm und Peter Reich – oder so ähnlich… …jedenfalls endet das ganze, nach Winnicott, „in the direction of the functional climax of an orgasm“ (S. 199). Ich habe schlichtweg keinen Bock mehr, auf dieses degoutante Zeugs weiter einzugehen. Etwa: in Arizona ersetzte Wilhelm Reich für Peter Reich dessen ödipale Urszene durch Scienc Fiction-Abenteuer (S. 190) oder irgend so ein saublööööder Quark.

In Anlehnung an Deleuze und Guattari könnte man das Auftauchen der Fliegenden Untertasse als Antwort auf Formen des Totalitarismus und des Ödipuskomplexes betrachten, als Manifestation irrationaler Wunschproduktion. Ihre phantasmatische oder eidetische Präsenz ist gerade das Begehren oder dessen Mangel, und doch sind sie immer noch die Unidentifizierten Fliegenden Objekte des Begehrens, in denen Experimente am Körper durchgeführt werden – Penetration, Kastration, Imprägnation –, bei denen das Sprechen unmöglich ist – der Verlust des Subjekts, der Tod des sprechenden ‚Ichs‘. (S. 201f)

Ich muß voller Ekel und Verachtung an das „Zeitalter des Feuilletonismus“ denken, von dem Hermann Hesse in seinem Roman über die Orgonometrie sprach. Literarischer Eskapismus, quälend zäh zu lesen, der dem Thema „OROP Desert Ea“ denkbar unangemessen ist. James Reich spricht übrigens vom „delirium of Contact with Space“ (S. 190) und hatte sich am Anfang des Buches über den „Kubismus“ von Sharafs Reich-Biographie lustig gemacht (S. 26), dabei ist Wilhelm Reich versus The Flying Saucers wirres Geschmiere! Wenn ich das Wort „Kultur“, gar „Gegenkultur“ höre, entsichere ich meine Pistole. Hier Tuli Kupferbergs Antwort. Nach dieser Szene schneidet Dusan Makavejev abrupt Reichs „phallischen“ Cloudbuster in den Film…

Zum Schluß folgende “Some Notes on Desert (From a Talk by Reich at Orgonon, August 1954)”, die sich in Tuli Kupferbergs Nachlaß fanden und die Reichs ursprüngliche Einschätzung von Ea wiederspiegeln. Eine Einschätzung, die im Verlauf seines „Contact with Space“ ins Gegenteil umkippte:

DOR hat es schon immer gegeben. Der starke Anstieg der atmosphärischen DOR in den letzten Jahren ist eine Folge der Atomexplosionen und anderer atomarer Aktivitäten und offenbar auch auf kosmisches Orgon-Engineering durch die Menschen zurückzuführen, die unseren Planeten in Raumschiffen aus anderen Welten besucht haben. (Diejenigen, die immer noch skeptisch sind, was die Anwesenheit von „Fliegenden Untertassen“ an unserem Himmel betrifft, sollten wissen, daß unsere Regierung seit einigen Jahren nicht mehr als 2000 Leute beschäftigt, nur um optische Täuschungen zu beobachten.)

Über die genauen Absichten der „CORE-Männer“ kann man nur spekulieren. Offensichtlich sind sie besorgt über die weitreichenden Auswirkungen unserer periodischen Explosionen. Sie könnten diese schädlichen Explosionen stoppen, indem sie uns entweder durch DOR-Krankheit und Wüstenentwicklung in unserer Welt vernichten oder uns zu Gesundheit und Vernunft drängen. Da die CORE-Männer in Kontakt mit den Orgon-Funktionen stehen und zweifellos nicht gepanzert sind, ist es einfacher zu glauben, daß ihre Absichten uns gegenüber gutartig sind. Aber die Möglichkeit, daß sie eine neue Art von Krieg auf einem gefährlichen Planeten führen, ist nicht zu übersehen. (z.n. S. 182f)

Reich und Ea kann man ernsthaft nur in folgendem Rahmen diskutieren:

Und eine PHYSIKERIN über die UFOs der 1950er Jahre:

Und – WIR und die Fliegenden Untertassen:

Ende der Rezension

James Reichs WILHELM REICH VERSUS THE FLYING SAUCERS (Teil 4)

5. Oktober 2024

Der Autor beschreibt Reichs Fahrt von Orgonon nach Tucson. Als Reich sich Washington, D.C. nähert, fällt ihm, Reich, auf, daß dort jemand hat cloudbusten müssen, da die Gegend eine verhältnismäßig DORfreie Insel bilde. Das bringt den Autor zurück zum Film The Day the Earth Stood Still und dessen außerirdischen Protagonisten Michael Rennie bzw. Klaatu, der ja in Washington, D.C. mit seinem Raumschiff gelandet war. Er wäre Reichs „escape personality“ (Ersatzpersönlichkeit) frei nach James Baldwin gewesen, d.h. Reich identifizierte sich vollkommen mit der Filmfigur – demnach sei es Reich selbst gewesen, der in seiner Wahnwelt, bzw. seiner „Phantasie“, zuvor in Washington, D.C. gecloudbustet hätte… (S. 130f). Mit anderen Worten Reich war total gaga!

Und er war von Leuten umgeben, die diesen Wahnsinn geteilt, aber auch ausgenutzt und zu ihrem eigenen Vorteil unterstützt haben, insbesondere sei dies Robert A. McCullough gewesen, den der Autor aus schlichtweg nicht nachvollziehbaren Gründen anschwärzt. Er wird zunächst schlichtweg als Lügner hingestellt. Die dramatischen UFO-Vorfälle, die er „angeblich“ auf seinem Weg nach Tucson beobachtet hat, hätte er frei erfunden, um bei Reich Eindruck zu schinden (S. 133). Er wollte mit diesen Fabrikationen in den Augen Reichs als unverzichtbar erscheinen, seine Hingabe an die Sache unter Beweis stellen. McCulloughs Taten seien „performativ“ gewesen, was immer das auch heißen mag… (S. 134). Er sei schlichtweg ein Opportunist gewesen:

Sharaf interviewte McCullough (…) McCullough „hatte bereits ein Jahr lang in der biologischen Abteilung der Universität von New Hampshire gearbeitet, mit regelmäßigen Besuchen bei Reich auf Orgonon. Dann bot Reich ihm eine Vollzeitstelle mit einem besseren Gehalt als das der Universität an, ein Angebot, das McCullough gerne annahm.“ McCulloughs Stellung auf der Gehaltsliste scheint mir die Quelle seiner Ambivalenz zu sein. Es wäre vielleicht ratsam, McCulloughs Essay-Memoir „Rocky Road Toward Functionalism“ nicht als Bericht über die Überwindung seiner Zweifel an der Orgonomie und seines Mißtrauens gegenüber Reich als Wissenschaftler oder Mensch zu lesen, sondern als eine Art „verräterische Erzählung“, als Ausdruck der Ambivalenz eines Mannes, der ein höheres Gehalt angenommen hat, um eine Arbeit zu tun, an die er nicht ganz glaubt. (S. 133)

McCullough und Reich, die zu unterschiedlichen Zeiten reisen, beschreiben die Wüste von White Sands vollkommen unterschiedlich. McCullough schreibt, was auch James Reich zitiert: „Damals gab es dort keine DOR“ (Hervorhebung hinzugefügt, PN), während Reich berichtet: „Der DOR-Schleier war der bemerkenswerteste, den wir bisher gesehen hatten, er hing dick und undurchsichtig tief über der Landschaft.“ Aus diesem angeblichen „Widerspruch“, mit dem man praktisch alltäglich konfrontiert ist, sei es in Hamburg (ob der Wind von Ost oder West kommt) oder in Südfrankreich (ob der Wind aus dem Norden kommt oder aus der Sahara), bastelt der Autor folgende Kult-Anklage:

Der Unterschied ist eklatant. Wie kann es sein, daß der gewaltigste DOR-Schleier, den Reich je gesehen hatte, McCullough nicht auffiel, der ansonsten seine eigene Exposition gegenüber ORANUR und dessen Krankheit mit so waghalsigen Worten beschreibt, wo das DOR seinen Hals betraf? Könnte es sein, daß kurzzeitig McCulloughs skeptischere Persönlichkeit zurückkehrte und daß er in der Erhabenheit der blassen Dünen, in denen er regungslos und von der Natur hingerissen stand, etwas von der Reichianischen Linse verlor, durch die er die Welt davor und danach wahrnahm? (S. 136f)

Bei näherer Betrachtung ist das nicht gerade logisch und ziemlich weit hergeholt, was uns der Autor hier suggeriert… Er fährt fort:

Die anachronistische Montage Contact with Space wird in weiten Kreisen nicht sehr ernst genommen, da man davon ausgeht, daß Reich zu diesem Zeitpunkt in eine Psychose abgerutscht ist. Da Reich unter dem Zwang seiner juristischen Auseinandersetzung stand, leidet das Material zwangsläufig unter Fehlern und Widersprüchen. Es gibt jedoch auch Anzeichen dafür, daß Reich bewußt oder unbewußt manipuliert wurde, und zwar in dem Maße, daß es den Anschein hat, daß mindestens eine UFO-Begegnung erfunden wurde, um seine Introjektion oder Projektion der Identität zu verstärken [Anspielung auf Der Tag an dem die Erde stillstand]. Damit soll nicht behauptet werden, daß Robert McCullough eine Ahnung von der genauen psychischen Konstellation hatte, die auf Reich einwirkte; er konnte es nicht wissen. Aber man ist gezwungen, die Möglichkeit ernst zu nehmen, daß McCullough in seinem Versuch, Reich zu beeindrucken, und in den folgenden Ereignissen, Reich näher an seine endgültige existentielle Krise heranführte. (S. 137)

Ein gefährlicher Reichianischer Kult mit tragischer Eigendynamik. James Reich holt in dieser Hinsicht weiter aus:

Ein weiteres Hindernis für die Bildung von Regenwolken war die Neigung der Expeditionsmitglieder, „dorisiert“ zu werden, d.h. sie mußten lernen, „bösartige Reaktionen beim Menschen mit äußeren, atmosphärischen DOR-Bedingungen in Beziehung zu bringen. ‚Du bist heute dorisiert‘ wurde zur stehenden Redewendung, die einen eindeutig auf DOR zurückzuführenden Zustand der Verwirrung, der hektischen Betriebsamkeit (‚Faxen machen‘) und des Unbehagens charakterisierte“ [Das ORANUR-Experiment II, S. 206]. Dies ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Deckmantel für die Ambivalenz im Expeditionsteam, möglicherweise ein Verlust der Geduld mit Reichs extravagantesten Behauptungen, während sie ihre Kämpfe in dieser amerikanischen Sahara führten. (S. 141f)

Was James Reich, der wirklich nichts weiß, nicht alles weiß! Schließlich hätten McCullough und William Moise, Eva Reichs Ehemann, nur Interesse an der Arbeit geheuchelt und Eva Reich und Peter Reich wären sowieso Familie gewesen (S. 142). All das ist schlichtweg Unsinn angesichts dessen, was die Betroffenen lange nach Reichs Tod von sich gegeben haben. James Reich fragt sich, ob McCulloughs halbseitige Lähmung infolge des Abziehens von einem Ea nicht nur Schauspielerei gewesen wäre, um aus Arizona wegzukommen (S. 145). Der Autor weiß nichts von McCulloughs Humpeln bis zum Ende seines Lebens. An dieser Stelle möchte ich nur auf McCulloughs Notizen hinweisen hier (Abschnitt „2.a. Der funktionelle Forscher“)! Es sind alles nur James Reichs haltlose Phantasien aufgrund von Halbwissen!

Ein schierer Witz ist auch, daß James Reich vollkommen Moise‘ Besuch in Dayton bei der nachrichtendienstlichen Zentrale der US-Luftwaffe unterschlägt! Das kommt unglaublicherweise mit keiner einzigen Silbe vor! Ich verweise auf Jerome Edens ausführliche Beschreibung des Treffens hier.