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Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 8)

2. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5

Es ist nicht einfach über das Verhältnis von Gravitation zu Orgon zu sprechen, weil noch niemand die Frage vollständig beantwortet hat: Was ist Schwerkraft? Newtons Theorie wird nicht mehr als endgültig akzeptiert und in den letzten Jahren gab es viele neue Versuche, zu einem grundlegenderen Verständnis dessen zu gelangen, was die Schwerkraft ist. Unter diesen müssen wir Einsteins einheitliche Feldtheorie, Cramps Hypothese und die orgonomische Theorie von Reich zählen.

Reichs Gravitationstheorie ist an sich ziemlich leicht zu verstehen, aber sie wurde noch nicht in praktisch verwertbare Begriffe übersetzt. Es ist auch sehr schwierig, dreidimensionale Konzepte ohne die Hilfe von Diagrammen oder Modellen zufriedenstellend zu erklären. Er kritisiert die Vorstellung, daß tote, träge Masse eine Gravitationskraft ausüben kann, und legt nahe, daß die Gravitation eher als eine Funktion von zwei sich überlagernden Orgonströmen verstanden werden kann, die er durch die Hurrikanforschung nachweisen konnte. Nach dieser Theorie umkreist weder der Mond die Erde, noch die Erde die Sonne, da sowohl die Sonne als auch die Erde sich selbst im Raum bewegen. Die geschlossene Umlaufbahn wird nur gefunden, indem man das Zentrum des Kreises oder der Ellipse stationär macht. Wer eine Orange und eine Erbse nimmt und gerne experimentiert, kann dem selbst nachgehen. Die Form der Bahnen von Erde und Sonne ist die von zwei Linien, die immer wieder konvergieren, divergieren und wieder zusammenlaufen. Reichs Theorie geht davon aus, daß sowohl die Bahn der Erde als auch die der Sonne jeweils von einem eigenen Orgonenstrom bestimmt wird, und daß es also diese beiden Ströme sind, die zueinanderfinden, sich überlagern und wieder trennen.

Cramps Gravitationstheorie ist in vielerlei Hinsicht ausgeklügelter und ausgearbeiteter als die von Reich, aber man kann nicht umhin zu spüren, daß Cramp mit einem enormen Handicap ringt. Seine Theorie, die sich auf den „Raumäther“ bezieht, bleibt halt, so wertvoll und anregend sie auch ist, als Konzept eine Abstraktion. Anstelle eines rein theoretischen und substanzlosen Äthers haben wir eine praktisch nutzbare und nachweisbare Orgonenergie.

Obwohl die Hypothese der Gravitation als Funktion zweier sich überlagernder Orgonströme eher spekulativ erscheint, liegt ihr Wert doch darin, daß sie jedem, der das Verhalten des Orgons im Weltraum hinreichend verstanden hat, die Möglichkeit eröffnet, die Gravitation zu kontrollieren bzw. ihr entgegenzuwirken

Kann das atmosphärische Orgon überhaupt auf gerichtete Weise genutzt werden? Die Antwort ist nochmals ein Ja.

Durch die Verwendung von langen Stahlrohren, 30-40 Fuß lang, ist es Reich gelungen, die Konzentration von Orgon am Himmel über uns zu verändern. Aus dieser Grundtechnik hat sich ein ganz neuer Arbeitszweig herausgebildet, nämlich die Wetterkontrolle.

Diese Arbeit besteht aus einer Anzahl von geschickten Operationen, die nach dem Prinzip arbeiten, Wolkenformationen zu zerstreuen, indem Energie aus ihnen abgezogen wird, oder Energie aus einem klaren Himmelsteil so zu ziehen, daß ein Energiefluß von einem niedrigeren zu einem höheren Potential erzeugt wird, um damit die Bildung von Wolken und Niederschlägen in Dürregebieten zu induzieren.

Seit Mitte des Jahres 1953 werden die Stahlrohre mehr oder weniger ständig genutzt, um die von Dürre betroffenen Gebiete an der Nordostküste der USA zu entlasten. Zu den spektakulärsten Ergebnisse, die bisher in diesem Bereich erzielt wurden, zählt ein Hurrikan, der im Oktober letzten Jahres drohte New York zu treffen und der erfolgreich auf die offene See abgelenkt wurde. Das New Yorker Wetterbüro gab bekannt, daß es ein Wunder wäre, wenn der Hurrikan die Stadt nicht frontal träfe, da er keine Anzeichen dazu gezeigt hätte, auf die offene See zu schwenken. Am nächsten Morgen kommentierte das Bostoner Radio: „Das fast Unmögliche ist passiert, der Sturm wendet sich ab … Letzte Nacht wurde gesagt, daß nur ein Wunder verhindern könne, daß der Hurrikan New York trifft. New York hat sein Wunder bekommen. Es sieht so aus, als ob New England dasselbe widerfahren könnte.“ Fünf Stunden später berichteten sie: „Der Orkan ist nach Osten weitergezogen … keine Schäden … geringe Schäden … für ganz New England ist die Gefahr vollständig gebannt, außer der Ostküste von Maine … Uns sind die Verwüstungen erspart geblieben, die noch vor wenigen Stunden uns unmittelbar bevorzustehen schienen.“

Wenn man den Bericht im neuesten Bulletin des Orgone Institute (Core Vol. 7, Nr. 1,2) liest, sieht man wie dieser Hurrikan angegangen wurde, die Details der Technik, um ihn umzulenken, und wird sich plötzlich der Tatsache bewußt, daß erstmals die Orgonenforschung in kosmische Funktionen mündet, Funktionen jenseits des Erdballs. Es ist interessant, die gewaltigen Kräfte, die der „Cloudbuster“ anzapft, mit dem zu vergleichen, was die Atomic Energy Commission der Vereinigten Staaten über die Nützlichkeit der Atomkraft als Mittel zur Kontrolle von Hurrikanen zu sagen hat.

In ihrem Bericht über die Auswirkungen von Atomwaffen schreiben sie:

Es wurde der Vorschlag gemacht, daß bestimmte zerstörerische Naturphänomene wie Hurrikane, Tornados oder Kältewellen durch eine plötzliche Freisetzung der großen Energiemengen, die von einer Atombombe geliefert wird, abgewendet werden, aber es ist sehr zweifelhaft, ob dies getan werden könnte, weil die Energiemengen, die notwendig erscheinen, eine höhere Größenordnung haben als die gegenwärtig erreichbaren. (aus The Effects of Atomic Weapons)

Reich ist in seinen Berichten unmißverständlich, daß der Umgang mit der ungeheuren Kraft, die im Orgon steckt, eine Haltung äußerster Demut erfordert und den Operatoren Verantwortung aufbürdet.

In seinem ersten technischen Bericht über Wetterkontrolle gibt er seinen Mitarbeitern folgenden Rat:

Versuche nie, jemanden mit Cloudbusten zu imponieren. Regenmachen und Cloudbusten tut man nicht zum Spaß. Die Orgon-Hülle, mit der du es zu tun hast, wenn du der Atmosphäre Energie entziehst, ist ein energetisches Kontinuum von hoher Potenz. Du könntest unbeabsichtigt Schäden anrichten. Tue nie etwas, das nicht zwingend notwendig ist. Beim Cloudbusten wird kein Regen „erzeugt“ und werden keine Wolken „zerstört“ – kurz, man spielt nicht Gott. Man hilft der Natur nur etwas in ihrem natürlichen Ablauf nach. (Core, Bd. 6, S. 105)

In seinem Buch über Fliegende Untertassen erklärt Cramp: „Selbst im Äther selber gibt es eine Kraft, die jenseits unserer kühnsten Träume liegt. Es geht auch nicht darum, etwas umsonst zu bekommen, wie manche denken mögen. Betrachten wir das physikalische Universum, so wie wir es vor uns haben, als eine riesige Weite von Energie. Wir, die wir uns in diesem Universum bewegen, können nichts dazu hinzufügen oder etwas vernichten. Allenfalls können wir die Form ändern, in der es uns entgegentritt. (S. 99) Die Orgon-Wetterexperimente erweisen die Wahrheit dieser Aussage und stellen den ersten Schritt zum Anzapfen dieses gewaltigen Kraftreservoirs dar. Jene, die Raumschiffe bauen und nutzen, aus welcher Region des Weltraums sie auch immer kommen mögen, sind einen Schritt weiter gegangen in diese Richtung.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

OTS44 und die Grenzen der mechanistischen Naturwissenschaft

23. Mai 2017

Nehmen wir die Meteorologie. Die mechanistische Naturwissenschaft versucht das Geschehen in der Atmosphäre mit wenigen Parametern zu erklären: Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Niederschlag und Windgeschwindigkeit, also das, was Wetterstationen normalerweise messen. Was vollkommen unter den Tisch fällt, ist die atmosphärische Orgonenergie, die man nachweislich mit dem Cloudbuster beeinflussen kann und deren überlagernde Bewegungen wir auf Satellitenbildern bewundern können. Das Wesentliche findet nicht statt bzw. wird nicht mit in Erwägung gezogen.

In der Astronomie ist es ähnlich. Dort gibt es nur einen einzigen Parameter, der die Himmelsmechanik bestimmt: die Masse. Fehlt es an sichtbarer Materie, um das Geschehen zu erklären, wird unerkennbare „Schwarze Materie“ aus dem Zauberhut gezogen, die für die notwendige Masse sorgt. Aber manchmal wollen die gängigen Modelle einfach nicht passen. Das ist der Fall bei OTS44, einem 500 Lichtjahre entfernten Objekt, das mit 12 Jupiter-Massen für einen Planeten zu groß und für einen Stern zu klein ist. Doch offenbar entstand OTS44 ähnlich wie ein Stern durch den gravitativen Kollaps einer Gaswolke, woraufhin sich eine Art rotierender Diskus bildete, so als formierte sich ein Stern mit seinen Planeten. Schön und gut, aber mangels Masse dürfte es OTS44 nach den gängigen Modellen gar nicht geben!

In Die kosmische Überlagerung hat Reich die Entstehung der Himmelsobjekte mit Verweis auf die Überlagerung masseloser kosmischer Orgonenergie erklärt.

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VII.1-3.

23. Juli 2015

orgonometrieteil12

VII. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra

b. Differenzieren

c. Integrieren

d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse

b. Jenseits der Masse

c. Himmelsmechanik

d. Die Kreiselwelle

e. Kosmische Überlagerung

3. Der Orgonenergie-Akkumulator

a. Die Kreiselwelle (Schwingungen und Wellen)

b. Wellen im Orgonenergie-Medium

c. Von der Thermodynamik zum Orgonenergie-Akkumulator

d. Von der Elektrostatik zum Orgonenergie-Akkumulator

e. Elektrotechnik

f. Orgontechnik

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel VI

11. Juli 2015

orgonometrieteil12

VI. Die Überwindung der Mechanik

1. Die Überwindung des Hamiltonschen Prinzips

a. Vom orgonomischen Potential zum mechanischen Potential

b. Vom mechanischen Potential zum orgonomischen Potential

2. Die Überwindung der Newtonschen Gesetze

a. Von der KRW zur Pulsation

b. Von der Pulsation zur KRW

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel V.2.a.

8. Juni 2015

orgonometrieteil12

V. Das Wesen von Zeit und Raum

1. Zeit und Länge

a. Der „Rote Faden“ Zeit

b. Die Zeitmodi

2. Bewegung

a. Das CFP von Zeit und Länge

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel IV

26. Mai 2015

orgonometrieteil12

IV. Das Krx-System

1. Das tetrabasische und das Dezimalsystem

a. Die Tetraktys

b. Das Periodische System der Elemente

c. Bodes Gesetz

d. Kreisfunktion und Gravitation

e. Das Dezimalsystem

f. Reichs Einheitensystem

2. Das System der physikalischen Einheiten

a. Die physikalischen Größen

b. Die Sekunde

c. Das Meter

d. Das Dreiersystem

e. Elektromagnetismus

f. Thermodynamik und physikalische Chemie

g. Physiologische Einheiten

h. Das orgonometrische Dimensionsprodukt

Orgonometrie (Teil 1): Kapitel II.1.c.

20. April 2015

orgonometrieteil12

II. Der orgonomische Funktionalismus

1. Die orgonotische Strömung

a. Orgonotischer Kontakt

b. Die funktionelle Identität von objektiven Vorgängen und subjektivem Erleben

c. Varianten der orgonotischen Strömung

Orgonometrie (Teil 2) VI.2.c.

2. Dezember 2013

orgonometrieteil12

Orgonometrie (Teil 2):

VI. Die Lebensenergie (Orgon) in der Schulphysik

1. Die mathematischen Grundlagen der Schulphysik

a. Algebra
b. Differenzieren
c. Integrieren
d. Vektoren

2. Körper in Bewegung

a. Masse
b. Jenseits der Masse
c. Himmelsmechanik

Vis Viva

12. April 2013

ein Gastbeitrag von John Wilder

Wilhelm Reich war Produkt einer deutschen Erziehung, nicht einer britischen oder französischen, so wurde er in der Schule wahrscheinlich von den Ansichten des großen deutschen Wissenschaftlers Gottfried Wilhelm Leibniz durchdrungen und wurde in der Schule wahrscheinlich mit Leibniz‘ Konzept von der integralen „Lebenskraft“, die der materiellen Welt inhärent ist, bekannt gemacht, statt der kälteren, mehr abstrakten Weltsicht eines Newton und Descartes, die in England und, in geringerem Maße, in Frankreich vorherrschten.

Bevor moderne europäische Wissenschaftler begannen, den Begriff „Energie“ zu verwenden, war der Begriff Vis Viva (aus dem Lateinischen für „Lebenskraft“) in Gebrauch. http://en.wikipedia.org/wiki/Vis_viva

Leibniz war von der Bedeutung des Produkts aus „Masse und Geschwindigkeit im Quadrat“ überzeugt, die ursprünglich von Huygens untersucht worden war und die Leibniz Vis Viva, lebendige Kraft, nannte. Er glaubte, daß die Vis Viva das wirkliche Maß der Kraft sei, im Gegensatz zu Descartes Kraft der Bewegung (was „Masse mal Geschwindigkeit“ bzw. dem Impuls entspricht). Es ist nicht ganz klar, warum Leibniz „m v2“ als Größe gewählt hat, statt Descartes‘ „m v“, aber er kam offenbar aufgrund mechanischer Überlegungen zu dem Schluß, daß seine Größe fundamentaler war. Leibniz‘ Behauptung, daß Vis Viva, nicht Descartes‘ Größe, die grundlegendste Erhaltungsgröße war, kommt einer frühen Formulierung des Energieerhaltungssatzes der Mechanik sehr nahe. Da jedoch die Erhaltungsgröße der Bewegung eine der Säulen der kartesischen Naturphilosophie geworden war, wurde Leibniz‘ Vorschlag, daß die grundlegende Bewegungsgröße eine anders war als die, die Descartes vorgeschlagen hatte, von vornherein von allen guten Cartesianern abgelehnt. Eine große Kontroverse folgte zwischen der deutschen Schule des physikalischen Denkens, die natürlich Leibniz unterstützte, und den Schulen Frankreichs und Englands, deren Cartesianer und Newtonianer sich gegen ihn wandten. Beim Bestimmen der Vis Viva als grundlegender Bewegungsgröße suchte Leibniz nach einem Wirkprinzip, das erhalten blieb und das Universum davon abhielt „abzuwirtschaften“. http://scienceworld.wolfram.com/biography/Leibniz.html

Ab 1686 schrieb Leibniz eine Reihe von Arbeiten, in denen er einwendete, daß die Größe, die in der Natur absolut und unzerstörbar erhalten bleibt, nicht die Bewegungsgröße „m v“ (Masse mal das absolute Geschwindigkeitsmaß) sei, sondern eher die Vis Viva oder lebendige Kraft „m v2“ (Masse mal Geschwindigkeit mal Geschwindigkeit). Die lebendige Kraft, gemessen mit „m v2“, bildete für Leibniz das Wesen der Natur, ein allumfassendes Prinzip, die Grundlage seiner ganzen Philosophie. Damit ist die frühe Kontroverse um das Vis Viva kein sinnloser Streit um „Impuls“ gegen „kinetische Energie“, sondern ein geschickter Einspruch von Leibniz gegen ein unzureichendes Konzept, „m v“, und wie es die Welt beschreibt.

Bewegung und Ausdehnung, für Descartes das Wesen der Natur, waren für Leibniz lediglich Beziehungen und bildeten nicht die Realität. Was in der Natur für Leibniz wirklich real war, ist die Urkraft oder das Streben und das wurde von ihm in den folgenden Jahren als die Essenz der von ihm so benannten Monade ausgearbeitet.

Was für Leibniz im Universum real ist, ist Aktivität; das Wesen der Substanz ist Aktion, nicht Ausdehnung, wie Descartes insistiert hatte. Diese Tätigkeit stellt sich als eine Urkraft oder ein Streben nach Veränderung dar; es ist die innerste Natur des Körpers. Die unteilbaren Grundstoffe, deren Wesen eine kontinuierliche Tendenz zur Aktion ist, wurden später, im Jahre 1714 von Leibniz als Monaden bezeichnet.

So bilden die Erhaltung von Substanz und Kraft die Grundlage von Leibniz‘ philosophischem Standpunkt. Da Zeit und Raum weder Realitäten noch Substanzen sind, sondern lediglich Beziehungen darstellen, ist Bewegung, die die kontinuierliche Veränderung in Raum und Zeit ist, ebenfalls nur eine Beziehung. Was real an der Bewegung ist, ist die Kraft, ein momentaner Zustand, der in sich das Streben nach einem zukünftigen Zustand trägt. Es ist daher klar, warum Bewegung und Ausdehnung für Leibniz nicht das Wesen der Realität sein können, wie sie es für Descartes waren. http://nature.berkeley.edu/departments/espm/env-hist/articles/2.pdf

Im Laufe der Jahre haben sich die Ansichten von Descartes und Newton in der theoretischen Physik durchgesetzt, aber Leibniz‘ Anschauungen wirken bis zu einem gewissen Grad in der angewandten Technik, bei der praktischen Arbeit, fort. Beispielsweise bleibt heute in der Himmelsdynamik die Vis Viva-Gleichung (auch orbitale Energieerhaltungsgleichung genannt) eine der grundlegenden und nützlichen Gleichungen, die die Bewegung von um die Erde kreisenden Körpern bestimmt. In moderner Ausdrucksweise ist es die direkte Folge des Satzes von der Erhaltung der Gesamtenergie, bei der die Summe von kinetischer und potentieller Energie konstant bleibt, während sich der Satellit in seiner Umlaufbahn bewegt.

Diese Seite http://www.eoht.info/page/Vis+viva hilft die Evolution (oder den Rückschritt?) der Vis Viva, der „Lebenskraft“, in den Begriff „kinetische Energie“ und andere abstrakte Begriffe, meist durch die Schüler Newtons, zu verstehen:

[Émilie du Châtelets] Buch Institutions de Physique („Lektionen in Physik“) erschien im Jahr 1740; es war als Überblick der neuen Ideen in Wissenschaft und Philosophie für ihren 13 Jahre alten Sohn konzipiert, beinhaltete aber komplexe Ideen führender Denker der Zeit und versuchte diese miteinander in Einklang zu bringen.

Im Buch kombiniert sie die Theorien von Gottfried Wilhelm Leibniz und die praktischen Beobachtungen von Willem ‘s Gravesande, um zu zeigen, daß die Energie eines sich bewegenden Objekts nicht proportional zu dessen Geschwindigkeit ist, wie von Newton, Voltaire und anderen angenommen worden war, sondern zum Quadrat seiner Geschwindigkeit. (In der klassischen Physik lautet die richtige Formel Ek = 1⁄2 m v², wobei Ek die kinetische Energie eines Objekts ist, m die Masse und v die Geschwindigkeit.) http://en.wikipedia.org/wiki/Émilie_du_Châtelet

In der Technik wurde nach Leibniz‘ Tod „lebendige Kraft“ schrittweise in „Arbeitsenergie“ oder die Energie der Arbeit umgewandelt.

Eine kurze aber umfassende Darstellung der Geschichte der „lebendige Kraft“ in der Physik findet sich hier: http://rhig.physics.wayne.edu/~sean/Sean/Course_information_files/VisViva.pdf

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=n61voBTbfAo%5D

Das Velikovsky-Szenario des DOR-Notstandes (Teil 1)

11. September 2011

Immanuel Velikovsky hat in seinem Buch über Das kollektive Vergessen (Frankfurt 1987) dargelegt, daß die Menschheit aufgrund von wiederholten, Jahrtausende zurückliegenden Traumen, die auf kosmische Katastrophen zurückgehen, neurotisch geworden sei. Die traumatischen Ereignisse wurden verdrängt, kehren jedoch verzerrt an die Oberfläche des menschlichen Bewußtseins zurück, um auf diese Weise die Menschheit immer wieder heimzusuchen.

Auch Reich spricht von einem neurotisierenden urzeitlichen Trauma. Ein Trauma, das den Einbruch der sexuellen Zwangsmoral, bzw. den Beginn der Panzerung markiert. Wir wollen dabei von Reichs Spekulationen über die Rolle des Bewußtseins absehen Interner Fokus und Panzerung und uns stattdessen auf das DOR, die Ausdehnung der Wüsten und die damit verbundene Ausbreitung der „Emotionalen Wüste“ beziehen, die wir hier vorerst ohne weitere Belege apodiktisch mit einem dramatischen Anfang des UFO-Angriffs vor etwa 6000 Jahren gleichsetzen.

Betrachten wir Velikovskys „kollektives Vergessen“ aus orgonomischer Sicht, können wir den genauen Mechanismus angeben, durch den sich das Trauma im Menschen festsetzte und autonom („unbewußt“) fortwirkte. Es ist die aktuelle Panzerstruktur, die die historische Ursache der Panzerung eingefroren hat, so daß diese Ursache noch in der Gegenwart wirken kann. Des weiteren kann man mit der Panzerung erklären, wie sich das Trauma über Generationen hinweg fortpflanzte, bzw. wie es fortwirken konnte. Die individuelle Panzerungsstruktur wird direkt über plasmatische, extragenetische Vererbung und indirekt über das Erziehungsverhalten weitergegeben, wobei dies Verhalten natürlich unmittelbar von der Panzerung bestimmt wird. Auf diese Weise pflanzt sich die Panzerung als Fremdkörper parasitär im Lebendigen fort, wie ein Virus („Emotionelle Pest“). Erziehungspersonen, die die Panzerung hervorrufen, werden als Über-Ich inkorporiert („schlechtes Gewissen“).

Das Über-Ich ist die psychische Entsprechung der Panzerung. Wo einst die Eltern von außen sagten, was wir zu tun und zu lassen hatten, dirigiert uns nun an ihrer Stelle der Fremdkörper Über-Ich von innen. Vermittelt über die Eltern wirkt ein Ur-Über-Ich, das wir „Gott“ nennen (es entspricht Freuds „Urvater“). Natürlich kann sich der Sinngehalt der Panzerung über die Jahrtausende nur erhalten, wenn auch die gepanzerte Kultur und Religion mit ihren Regeln und Göttern (= Über-Ich) getreu weitervermittelt werden. Bei dem hier vorausgesetzten „kosmischen UFO-Trauma“ kommt noch die über die Jahrtausende ununterbrochene UFO-Präsenz hinzu, die die Menschheitsneurose frischgehalten hat.

So mancher „UFO-Entlarver“ sieht den Sinn seiner „Aufklärungsarbeit“ darin, seine Mitmenschen von unnötigen Ängsten zu befreien. Weder ein rachsüchtiger, bitterböser Gott, noch ein „UFO-Angriff auf die Erde“ bedrohten den Menschen, sondern einzig seine Gutgläubigkeit. Die Orgonomie lehrt uns jedoch, daß man nur dasjenige sich vorstellen kann, nur dasjenige denken, nur dasjenige glauben kann, was irgendeine Wirklichkeit hat. Selbst die wildeste psychotische Wahnvorstellung entspricht einer Realität, die nur verzerrt wahrgenommen wird, während Homo normalis meist gar nichts wahrnimmt, was jenseits seiner Verdauung und seinen billigen Vergnügungen liegt. Nur in Ausnahmezuständen, in Träumen und während einer „Massenpsychose“ bricht manchmal ein Teil der Realität hervor, den wir ansonsten sorgfältig verdrängt haben. Damit will gesagt sein, daß man nur Ängste in uns hervorrufen kann, die irgendeine objektive Grundlage haben. Wenn es also z.B. Orson Welles gelang, mit seinem Hörspiel Der Krieg der Welten über die Invasion der Marsmenschen eine ganze Stadt in Panik zu versetzen, dann konnte er das nur, weil „die Angst schon in der Luft lag“. Die Panik trat in den USA 1971 bei der Wiederholung von Orson Welles‘ Hörspiel wieder auf. Die nämliche Panik ereignete sich zum 50. Jahrestag Ende Oktober 1988 bei der Ausstrahlung einer modernisierten Fassung des Hörspiels in der nordportugiesischen Stadt Braga.

Etwas „ist in der Luft“. Und man kann nicht einfach behaupten, dieses Etwas sei nur ein Produkt der Medien, ein „reines Medienereignis“. Denn auch die Medien existieren nicht losgelöst von der Realität, genausowenig wie die Regierungen einfach „über“ dem Volk, quasi losgelöst von der Realität regieren. Dies ist wieder so eine Verrücktheit der Aufklärung, die nicht wahrhaben will, daß man „die Massen“ nicht von einer Herrschaft befreien kann, die „die Massen“ Tag für Tag selbst errichten. Warum sonst würden sich denn auch nach jeder sogenannten „Revolution“ die alten Machtverhältnisse neu formieren? Die Aufklärer wollen dem Kleinen Mann weißmachen, er werde unterdrückt, ausgebeutet und hinters Licht geführt – und wundern sich dann, warum diese „Aufklärung“ keine Früchte tragen will. Weil, wie Reich uns gelehrt hat, der Sachverhalt geradezu umgekehrt ist! Der Kleine Mann, und sonst niemand, trägt die alleinige Verantwortung. Er regiert das Land, er bestimmt die Medien. Er und niemand sonst ist die „herrschende Klasse“, die „die Ideologie der Gesellschaft bestimmt“.

Die Medien können keineswegs etwas ins Volk tragen, was nicht schon längst im Volk drin ist, entsprechend sind auch die UFOs kein „reines Medienereignis“.

Velikovsky ist ein „Katastrophist“, der den Motor der gesamten Evolution einschließlich der menschlichen Geschichte in plötzlichen katastrophischen Veränderungen der Lebensumstände sieht. Velikovskys Leistung war es, solche Katastrophen nicht etwa in der fernen Vergangenheit des Untergangs der Saurier gesucht zu haben, auch nicht in der Vorgeschichte des Menschen, sondern in geschichtlicher Zeit. Velikovsky selbst benutzt den Begriff des mythischen „Goldenen Zeitalters“, das vor der Epoche der Katastrophen gelegen habe. Hier soll nun gezeigt werden, daß diese Katastrophen keine „natürlichen“ Ursachen hatten, wie Velikovsky glaubt, sondern von außen in unser Sonnensystem getragen worden sind. Gemeint ist hier natürlich das Eindringen von UFOs in unser Sonnensystem.

Velikovsky selbst erwähnt UFOs nur einmal nebenher und indirekt bei der Besprechung von C.G. Jungs Buch Ein moderner Mythus, wobei „die Dinge, die am Himmel gesehen werden“, erratische Planeten und Fliegende Untertassen, jene Verbindung eingehen, die hier gemeint ist (Das kollektive Vergessen, S. 158f).

In seinen Werken hat Velikovsky nachzuweisen versucht, daß vor wenigen Jahrtausenden die Planeten ihre Bahnen wiederholt geändert haben und dabei „wider die Erde stritten“, d.h. auf der Erdoberfläche Katastrophen kosmischen Ausmaßes auslösten. Zum Beispiel ist im biblischen Buch der Richter vom Kampf der Sterne am Himmelszelt die Rede: „Die Sterne selber nahmen teil am Kampf (zwischen Israeliten und Kanaanitern) von ihren Himmelsbahnen aus“ (5,20). Alles nur Mythologie! Mit diesem Argument haben sich jahrzehntelang sogenannte „Fachleute“ über die Behauptungen Velikovskys lustig gemacht, denn die Stabilität des Sonnensystems sei hundertprozentig „erwiesen“. Aber seit der Vollendung der Mechanik im letzten Jahrhundert sprach alles, wirklich alles gegen ein stabiles Sonnensystem, so daß man eher nach einer Ursache für die Stabilität hätte suchen sollen! Doch selbst in „wissenschaftlichen“ Kreisen kommt infolge der Chaostheorie nun endlich die Physik zum tragen, so daß z.B. in Bild der Wissenschaft vom August 1990 folgendes über „Planeten im Chaos“ hat lesen können:

Es ist (…) gar nicht so sicher, daß die Planeten auf ewig in ihren Bahnen bleiben, auch nicht, daß sie von Anfang an so liefen wie heute. Der unsichere Ausblick in die Zukunft macht den Astronomen jedoch weniger Kopfzerbrechen als die Diskrepanz im Rückblick, denn nach der Chaos-Theorie hätte die Erde kaum so lange Bestand haben können, wie es sie wirklich gibt. So sind wir vielleicht nur ein seltener Glücksfall, ein Ausnahmezustand der Natur.

Rein mechanistisch spricht alles für ein chaotisches Verhalten des Sonnensystems, während die Entwicklung des Lebens auf der Erde Beweis für Stabilität ist. Der fehlende Ordnungsfaktor im Sonnensystem, der diese Lücke ausfüllt, sind natürlich nichts anderes als die Orgonenergie-StrömeFeld, die die Planeten tragen (siehe Reichs Die kosmische Überlagerung). Diese Ordnung wurde in den letzten Jahrtausenden wiederholt gestört.

Ein einzelner Planet ist für jede Zivilisation, die überleben will, ein denkbar unsicherer Standort. Nicht nur, daß die betreffende Zivilisation droht, an ihren eigenen Abfallprodukten, d.h. an der Umweltverschmutzung zu ersticken und wegen begrenzten Raumes und begrenzter Ressourcen an territorialen Konflikten zu zerbrechen, sondern insbesondere kosmische Katastrophen, wie Kollisionen mit anderen Himmelskörpern oder Supernovas benachbarter Sterne, werden jede Zivilisation früher oder später vernichten. Velikovsky hat gezeigt, daß die Menschheit aufgrund derartiger Ereignisse schon mehrmals am Rande der Auslöschung stand. Deshalb ist es für jede fortgeschrittene Zivilisation ein zwangsläufiger natürlicher Entwicklungsschritt ins Weltall aufzubrechen. Unsere Galaxie sollte folglich von interplanetaren, bzw. intersolaren Zivilisationen nur so wimmeln!

Das UFO-Phänomen ist der definitive Beleg für diese These. Es wäre ein großes Problem, wenn es die UFOs nicht gäbe, denn schon mit unserer heutigen Technologie könnten wir mittels „Generationenschiffen“ die gesamte Galaxie innerhalb von wenigen Millionen Jahren kolonisieren. Diese Überlegungen sind auch das Ende für die sinnlose Frage nach einem Grund für das Auftauchen von UFOs in unserem Luftraum. Warum tauchen am Himmel Vögel auf? Er ist ihr Lebensraum! Genauso verhält es sich mit den Raumschiffen der Außerirdischen. Sie sind hier, weil sie hier sind! Dabei fliegen sie mit Sicherheit nicht jedesmal in ihr (vielleicht gar nicht mehr vorhandenes) Sonnensystem, um hier kurz in unserer Atmosphäre aufzutauchen. Vielmehr werden sie langsam mit ihren Mutterschiffen zwischen den Sonnensystemen driften (was voraussetzt, daß bei ihnen die Zeit ein ganz anderer Faktor ist als bei uns), um dann in neuen Sonnensystemen jeweils permanente Raumstationen zu errichten.

Früher oder später werden die Außerirdischen die „Nahrungsquelle“ Erde erschöpft haben und unser Planet wird aufhören zu existieren, wenn wir uns nicht endlich gegen die „UFO-Infektion“ zur Wehr setzen. Es gibt Anzeichen dafür, daß schon zwei Planeten unseres Sonnensystems und zwar erst vor ganz wenigen Tausend Jahren dieses Schicksal ereilte. So kann man jedenfalls die neusten Entdeckungen auf der Venus und auf dem Mars interpretieren, die beide offensichtlich einst von Lebewesen bevölkert waren.