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Blogeinträge Juli/August 2011

8. Februar 2017

Im Juli und August 2011 stellte Dr. Konia folgende Blogeinträge ins Netz, auf die hier erneut hingewiesen wird, damit sie nicht verlorengehen:

Blogeinträge Juli/August 2011

  • Die Wirkung des Panzers auf Denkprozesse
  • Unsere funktionsgestörte Ökonomie
  • Der Ursprung der Ideologien der Linken und der Rechten
  • Der Massenmörder von Oslo: Eine Fallstudie über einen faschistischen Charakter
  • Die Emotionelle Pest, die Quelle der gesellschaftlichen Pathologie, wird nicht erkannt
  • Europas Probleme mit dem Islam
  • Präsident Obamas Tag der Abrechnung
  • Die Unruhen in Großbritannien 2011 aus funktioneller Perspektive
  • Die effektivsten Anti-Kommunisten sind Ex-Kommunisten

 

 

Zu „Die Wirkung des Panzers auf Denkprozesse”

Robert 2013: „… insbesondere im okularen Segment, das die Augen und deren Fortsetzung ins Gehirn umfaßt.“
Tut mir leid, aber wie können Augen gepanzert sein, sie haben keine Muskeln (außer die Äußeren) und dann geht der Sehnerv direkt zum Gehirn. Haben sie zuviel oder zuwenig Energie, sind die äußeren Muskeln verkrampft (wie es die Bates-Methode beschreibt), wirkt das gepanzerte Gehirn auf das Organ? Das ist alles sehr unverständlich. Bei Reich gab es meines Wissens keine Augenpanzerung.
Renate: Kam vor Jahren schon zufällig in die Nähe der Antwort durch ein Buch, dessen Autor umständlich Sex gegen die Symptome empfahl, das war offensichtlich ja immer schon verpönt zu sagen. So wie es heute ist, wenn zB. ein Patient schon fast verdurstet ist, aber nein er muß die hundertste unangenehme und teure Untersuchung machen und 1000 Tabletten schlucken, aber dass ein Arzt auf die Idee käme zu sagen „Um Himmels willen, trinken Sie 2 Liter Wasser am Tag verteilt“ darauf kommt keiner.
Klaus: Auch da sind Muskeln, aufgrund derer man seinen Blick in verschiedene Richtungen lenken kann. „Kontraktur und Immobilisierung aller oder fast aller Muskeln am Augapfel, der Augenlider, der Stirne, der Tränensäcke etc. Unbeweglichkeit der Stirnhaut […] Unbeweglichkeit an beiden Seiten der Nase [….]“ (Charakteranalyse Fischer S. 373 – Reich spricht hier von okularen Panzerring) Die Augen stehen pars pro toto für ein ganzes Segment, in dem sie – ‚im Orgonom‘ – eine Hauptrolle spielen. Ob der Panzerbegriff unbedingt an Verpannung geknüpft ist, steht in Frage. (Hier landen wir wieder bei der Frage nach dem wahren Kern hinter der Rede von dem ‚Funktionellen‘.)
Renate: Ich verstehe diesen Satz nicht:
„in dem sie – ‘im Orgonom’ – eine Hauptrolle spielen.“
Klaus: Die Augen sind nicht nur irgendein Teil des Augensegments so, wie eine Wimper ein teil des Kopfes ist. Sondern: Dass Panzerung das Segment als Ganzes erfassen kann, hängt vor allem von Seherlebnissen ab (z. B. gegebenenfalls Licht im Kreißsaal, unerträgliche Blicke, …)
Renate: Ok, danke. Hatte den Begriff „im Orgonom“ nicht gewusst. Damit ist wohl der Bereich eines Panzerungssegments gemeint, oder?
Klaus: war nur eine andere Abkürzung für das, was vage mit „funktionell“ angepeilt wird – es ist da noch so viel Jargon und Unklarheit im Spiel; aber das kann ich hier nicht eben mal ändern (… größenwahn …); später mal im Opus Magnum
Sebastian: Warum steht das in Frage?
„Jeder Neurotiker ist muskulär dystonisch, und jede Heilung zeigt sich direkt durch bzw. Straffung des muskulären Habitus. […] Entwickelt der typische Zwangscharakter eine allgemeine muskuläre Rigidität, so finden wir sie bei anderen Patienten gepaart mit einer Schlaffheit (Hypotonie) anderer Muskelgebiete, die nicht etwa einer Gelockertheit entspricht.“ (S. 453, Charakteranalyse, KiWi).
Klaus: Das ist ja gerade die Antwort. „bei anderen Patienten gepaart mit einer Schlaffheit (Hypotonie) anderer Muskelgebiete“ Also nicht nur Verspannung
Sebastian: Wer mehr über das Denken wissen will, empfehle ich die Artikel von Charles Konia im JoO:
„The Interdependence Between Conciousness and Self-Perception“,
„The Perceptual Function“,
„Orgone Therapy (Part 10): The Function of Reasoning“,
„Orgonotic Contact (Part I)“,
„Applied Orgonometry II: The Origin and Function of Thought“,
„Applied Orgonometry III: Armored Thought“,
„The Biophysical Basis of Sociopolitical Thought“.
Reichs Erkenntnisse über Wahrnehmung, Bewusstsein, den Intellekt als Abwehr (Charakteranalyse) und das logische Denken (Äther, Gott und Teufel; Die kosmische Überlagerung) werden hier vertieft und erweitert. Was Konia komprimiert in einen Blogartikel schreibt, ist nur die Spitze eines Eisbergs an Wissen. Über subito kann sich jeder für geringes Geld die Artikel in eine nahegelegene Bibliothek seiner Wahl zuschicken lassen.

Zu „Der Massenmörder von Oslo: Eine Fallstudie über einen faschistischen Charakter“

Robert 2013: Um zu einer Einschätzung von Konia zu gelangen, ist es wichtig, zwischen seiner professionellen und seiner sozio-politischen Anschauung zu unterscheiden. Während er als Psychiater gute Diagnosen, auch aufgrund seiner langen Praxis, abgibt, so ist er jedoch aufgrund seiner sozio-politischen Charakterstruktur blind gegenüber einseitigen Quellen und den Lügen der monopol-gesteuerten Medien. Er glaubt alles, was im Wallstreet-Journal steht oder was die Hooglums der US-Administration behaupten. Aufgrund seiner Panzerung und Augenblockade ist er strukturell unfähig, die verbrecherische Natur von Politikern zu erkennen, die ohne weiteres hunderttausende Menschen Opfern, um ihre Ziele zu erreichen, solange sie aus seiner westlichen Hemisphäre stammen.
Er kann die Brutalität und emotionale Abgestumpfheit seiner politischen Führer nicht erkennen, die aus deren Machtkampf nach Oben resultiert, da er unbedingt daran festhalten muss, das seine Führer gute Vorbilder sein müssen, weil sonst sein inneres Vaterbild zusammenbrechen würde und er diese Angst- und Panikgefühle unbedingt vermeiden möchte.

David: Aufgrund seiner Panzerung und Augenblockade ist er strukturell unfähig
…
er unbedingt daran festhalten muss, das seine Führer gute Vorbilder sein müssen, weil sonst sein inneres Vaterbild zusammenbrechen würde und er diese Angst- und Panikgefühle unbedingt vermeiden möchte.
Panzerung und Augenblockade?
Konia?
Der?
Wie ich vermute, ist Dr. Konia eng mit dem US-amerikanischen Geldadel verbunden; das sind Kreise, die ich teils verachte, teils beneide.
Hier also nix Augenblockade, sondern ganz handfeste Macht- und Geldinteressen im Spiel!
Aber da kann ich differenzieren. Als Arzt und Therapeut ist er bestimmt gut, und wenn ich in der Nachbarschaft seiner Praxis wohnen würde, würde ich vermutlich zu ihm gehen.
Überdies ist Dr. Konia möglicherweise gar nicht besonders teuer.

Robert: Ich glaube nicht, dass er ein korrupter Heuchler ist, sondern er hat ganz klar seine blinden Flecken. Es ist immer schwierig, als Psychologe Politanalysen zu erstellen, weil sie durchweg parteilich sind (siehe: Bush auf der Couch, Israel auf der Couch, alles psychoanalytische Bücher einer linken Politströmung) und bei Konia ist es häufig auch so. Wenn man das weiß. kann man ihn auch mit Gewinn lesen.

Klaus: Ich staune immer wieder darüber, dass Amokläufe wie rationale Handlungen betrachtet werden (mit „rational“ meine ich nur: Sie werden vom Handelnden für angemessene Mittel zum Bewirken des jeweils mit ihnen verfolgten Ziels gehalten – also nicht in dem Sinne, wie Reich oft „rational“ verwendet). Und weil man sich das Handeln dann auf Teufel komm raus erklären will, sucht man nach politischen Motiven. Selbst wenn diese vom Täter genannt werden, ist meistens nicht klar, was mit ihnen gemeint ist (insofern ist Politik ja schlechthin ‚irrational‘).
Gerade Linke wollten Breivik unbedingt zum politischen Täter erklären, um ihm seine ‚gerechte Strafe‘ zukommen zu lassen.
Heute wieder zu aktuellen Ereignissen:
„Die Schießerei ereignete sich wenige Kilometer von dem Ort entfernt, wo Präsident Barack Obama an einer Veranstaltung teilnahm. Er verließ die Stadt nach einer Ansprache, um den chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu treffen. Den Behörden zufolge stand die Tat aber nicht damit in einem Zusammenhang.“

O.: Die Diagnose „paranoide Schizophrenie“ für diesen Täter mit „faschisitischem Charakter“ erscheint mir eher eine Erklärung zu bieten oder wie eine Entschuldigung zu wirken. Nur einer der nicht ganz dicht ist, kann eine solche Tat durchführen. Jedoch eine Bombe basteln, platzieren und zünden und dann gezielt Menschen töten in dieser Zahl erscheint mir für einen Paranoiden (u. ängstlichen) zudem noch Schizophrenen doch zu sehr geplant und durchdacht.
Mich überzeugt oder beruhigt die Diagnose nicht. Sie nimmt sogar juristisch die Verantwortung von ihm weg und möchte erklären, warum er faschistisch werden musste.
Sind dann nicht alle Massenmörder nur arme „paranoide Schizophrene“? Müssten dann nicht pophylaktisch alle Faschisten psychiatrisch behandelt werden? Wird die politische Aussage hier noch ernst genommen?

Klaus: Pure Lust an Randale, Mord oder Totschlag – politische Motive sind bloß dekorativer Überbau! Nun auch Massenrandale ohne erkennbare Politsymbole, das ist ein Schritt zur Ehrlichkeit:
„Eine Gruppe Vermummter hat mehrere Polizisten mit Steinen und Brandsätzen in Berlin-Kreuzberg angegriffen. Eine Polizistin wurde mit Benzin überschüttet, ein Brandsatz verfehlte sie nur knapp.
[…]
Besonders heftig bekam eine junge Polizistin den Angriff zu spüren. Vermutlich als eine Flasche neben ihr zerplatzte, wurde die 27-Jährige mit Benzin überschüttet, das sich auf ihrer Einsatzkleidung verteilte. Kurz darauf wurde ein Brandsatz in ihre Richtung geworfen, der sie nur knapp verfehlte. Die Beamtin erlitt Augen- und Hautreizungen im Gesicht.
Ein weiterer Brandsatz traf die Frontscheibe eines Gruppenwagens, der kurzzeitig in Flammen aufging.
[…]
Bisher sind jedoch nur wenige Erkenntnisse zu dem Fall gesichert. Fest steht, dass die Angreifer nichts mit den auf Drogen kontrollierten Personen zu tun haben. Die Anzahl der Täter und die vielen aufgefundenen Tatwerkzeuge sprechen für einen recht aufwendig geplanten Angriff. Ob die Täter jedoch vom Polizeieinsatz am Kottbusser Tor wussten, ist unklar. ‚Wir prüfen noch die Hintergründe der Tat’, sagte ein Sprecher. Unklar sei auch, ob die Täter einer bestimmten politischen Gruppierung zuzuordnen seien.“

Klaus: Noch deutlicher der Witzcharakter von Politik und Revoluzzern:
„Singen mit Bier
Dann sehen Ali und seine Freunde von der Terrasse aus ein gepanzertes Polizeifahrzeug mit Blaulicht vorbeifahren, sie brechen auf, hinterher. Der Weg zum Kuğulu Park (Schwanenpark), dem zweiten Zentrum des Protestes in der Stadt, führt sie vorbei an etlichen Bars, an Restaurants und Clubs. Junge Menschen sitzen auf den Bürgersteigen und trinken Bier, Ali sagt: ‚Das sollte doch kein Fest sein hier.‘ Die Hände hat er verschränkt, sein dunkler Bart, sein schwarzes Haar, das schwarze Halsband und das dunkle Hemd bewirken, dass er auch wirklich böse aussieht, wenn er böse blickt.
Aber schon zwei Minuten später ist es vorbei mit seiner unbedingten Ernsthaftigkeit. Ali kauft sich ein Bier, und als er an einer singenden Gruppe Menschen vorbeikommt, stimmt er sofort ein. ‚Schau, das ist doch toll, so etwas gab es hier früher nicht‘, sagt er zu den feiernden Menschen, die er gerade noch der Faulheit, der politischen Zersetzung beschuldigt hatte. Und man fragt sich: Was soll denn das jetzt?
In der Türkei gibt es immer mindestens zwei Wahrheiten, das gilt in dieser Nacht auch für Ali. Er ist in den nächsten Stunden ein einziger, wandelnder Widerspruch mit einem euphorischen Grinsen im Gesicht. ‚Ich mag die Musik gar nicht‘, sagt er als er eine Gruppe Männer erreicht, die zur Musik von traditionellen türkischen Instrumenten auf der Straße tanzen. Dann tanzt er mit. „Ich lehne Regierungen ab“, sagt Ali. Und dann: ‚Außer vielleicht so wie in Norwegen oder Schweden, die machen das gut.‘ Ein Anarchist also, der sich einen starken Staat wie in Skandinavien wünscht.
[…]
‚Das hier ist unser 1968‘ “
(http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-06/ankara-tuerkei-protest)
‚Das sollte doch kein Fest sein hier.‘ Und nichts anderes als ein Fest soll es sein. Zu dem Fest gehören allerdings die Kämpfe zwischen verfeindeten Gruppen, zwischen Beatles und Rolling Stones, Kommunisten und Nazis, … (wobei es durchaus sein mag, dass zwischen bestimmten Ästhetiken und Charakteren Affinitäten bestehen)

Peter: Die diversen politischen Analysen, auch die von investigativen Journalisten, sind meist für die Katz und führen nirgendwo hin, da sie sich auf der gleichen Ebene bewegen wie die Politik, statt zum biologischen Kern der Angelegenheit vorzudringen, d.h. der Charakterstruktur der Massen.
Das irrationale Verhalten ist nie bloß „Spaß an der Freud“, sondern analysierbarer Ausdruck der Emotionellen Pest. Etwa hier:

Linksextreme rufen zur Zerstörung von Deichen in Überschwemmungsgebieten auf

Zu „Europas Probleme mit dem Islam“

Peter 2013: Eine sehr gute Beschreibung und Analyse der charakter-strukturellen Kontaktlosigkeit des Liberalen(Linken), der null Verbindung zu seinem bioenergetischen Kern hat und sich deshalb in nichts und niemanden hineinfühlen kann:

Islam und der Mißbrauch der Ekstase

Peter: Die ethnische Säuberung hat begonnen, die indigenen Völker werden ausgemerzt:
http://www.unzensuriert.at/content/0013169-Einwanderer-attackierten-einheimische-M-tter-und-ihre-Babys

Peter: Wir werden von vollständig verantwortungslosen Leuten regiert, die man nicht mehr ernstnehmen kann und nicht mehr ernstnehmen DARF, da sie Fälle für die Psychiatrie sind. Mal ehrlich: Was geht um alles in der Welt in solchen Köpfen vor?! Wie kann man derartig von der Realität und dem eigenen bioenergetischen Kern abgeschnitten sein?! Der nackte Wahnsinn grinst einen an.

Boris Pistorius definiert „Islamfeindlichkeit“

Peter: Und als Ergänzung das:

Pistorius hetzt: Einige Juden sind gewaltbereit!

Zu „Präsident Obamas Tag der Abrechnung“

Peter 2012: UN-Gesetze sollen über die US-Verfassung gestellt werden:
http://news.yahoo.com/obama-win-u-backs-u-n-arms-treaty-193445288.html
Wie einer der Leserbriefschreiber sagt:
It’s amazing how they can puke up the democrap talking points… But can’t think for themselves when asked a question about the structure of gov’t.. A generation of drones and zombies.. they do whatever the liberal media, their professors and teachers tell them…. dumb as a bag of rocks and that’s how obama likes em.. young and dumb… MAKES ME SICK

Peter: Obama, diesem Haufen Kommunistenkot, gelang die Quadratur des Kreises auch so:
http://american3rdposition.com/?p=8416

Robert: Deutscher Amerika-Komplex
Unsere Obama-Liebe ist infantil
Warum sind wir so auf Amerika fixiert? Weil wir uns offenbar besser fühlen, wenn es ein mächtiges Land gibt, dem wir uns überlegen fühlen können. Die Obama-Begeisterung ist nicht politisch, sondern nur psychologisch zu verstehen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-kolumne-die-seltsame-liebe-der-deutschen-zu-obama-a-866075.html

O.: Richtig: Die Obama-Begeisterung ist nur psychologisch zu verstehen, da er Versprechen und Hoffnungen geweckt hat, dass hier mal eine tatsächlicher „Linker“ käme und alles anders würde/ werden könnte.
Das alles eine Illusion war schon am Tag danach, hätte klar sein müssen, als die Übergabe des Amtes so fröhlich und ohne erkennbaren Groll vollzogen wurde. – Demnach war auch Obama schon nur noch eine Marionette des Amtes. Und Amerika war betrogen worden.
Und hieraus folgt, dass er der Auflösung Amerikas folgt, zu einer Kannada-USA-Mexiko Zone (wie wir in Europa) und einer Weltregierung unter der UN. Das was man als Illuminaten-Plan/ Bilderberger etc. kennt und was als „Verschwörung“ abgetan wird., was es buchstäglich auch ist.
Bei dieser Sichtweise ist eine persönliche Haltung zu „Links“ (was ich nicht erkenne) sein Privatvergnügen, was er im Hobbykeller seinem Hund erzählen kann. Faktisch ist er ein Illuminat, wei seine Freunde Jay-Z und Beyonce; Hollywood, Musikindustrie, Scientology, CIA, NSA und so weiter.
Für Konia ist dies „links“, 68-er Ideologie von Opa und Oma (seiner Generation) und ein klarer Fall Bakerschem soziopolitischem „liberalen“ Charakter oder sogar stärker „kommunistischer Verschwörung“.
Obama ist so „links“ wie Frau Merkel und die CDU/CSU und arbeiten doch im selben Club mit selbigen Zielen zusammen. Dies hat nichts mit 68-er oder Antiauthoritärer Erziehung oder Gesellschaft zu tun, eine völlige Fehlinterpretation von Konia, die er wohl auch nicht mehr korrigieren kann.
__________________________________
Konia spaltet mit seiner politischen Theorie und läßt einen Kampf zwischen links und rechts, „liberal“ und „konservativ“ entstehen wie es die von ihm kritisierten Medien vorgaugkeln. Damit verhindert er jede Veränderung und unterstützt die Bush-Obama One-World-New-Order Politik von Merkel, Obama und Co.
Das dies nur entfernt mit Bakers soziopolitischer „Orgonomy“ (These) zu tun hat, sollte deutlich sein.
Wenn Konias Buchttitel und Motto „Nor Left Nor Right“ war, warum vertritt er dann rechte konservative Thesen?
Diese kommen lange zu spät und können nicht als Aufbau eines Feindbildes „links“ oder „islamistisch“ daher kommen, sondern müssten sich genau gegen die New Order Weltregierung wenden, die Konia als „kommunistsch“ ansieht, ein anderer würde sie schlicht faschistisch nennen. Im Gegenteil Konia unterstützt dieses kommunistische oder faschistoide Weltregierungsszenario, dem Bush und Obama und Merkel gleichermaßen dienen. Steckt er vielleicht selbst in einer „liberal charakterlichen“ Krise?
Mit Ansichten wie in diesem Artikel zusammenfassend dargestellt, führt Konia aufs politische Glatteis. Es bedarf hier keiner orgonomischen Analyse, sondern ist schlicht nur Wahlpropaganda gegen Obama und zementiert die bisherige US-Weltpolitik etc. in alle Ewigkeit nach dem Post-Orwellschen Modell.

Robert: Es verwundert mich immer, wenn Konia dermaßen Hussein Obama als den Leibhaftigen persönlich darstellt. Dabei kam Hussein Obama deswegen an die Macht, weil die Mehrheit von der Politik des Wahlfälschers und Kriegstreibers Walker Bush die Nase gestrichen voll hatten und Romney eine partielle Wiederholung versprach.
Barack Obama, der CIA-Kandidat
http://recentr.com/2012/11/barack-obama-der-cia-kandidat/

Peter: Hier- und kernlose Kiffer haben einen hier- und kernlosen Kiffer gewählt:
http://www.theblaze.com/stories/an-informed-electorate-you-wont-believe-how-little-these-obama-voters-know-about-our-govt/

O.: Unter der Annahme, dass dieser Artikel fundiert ist: Obama ein Sozialist? Bei diesem Vater (CIA-Agent) wohl eher unwahrscheinlich, wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fällt.

Peter: Die antiautoritäre Gesellschaft hat uns eine Generation von Schlaffis hinterlassen:
http://lifestyle.t-online.de/fitness-50-jaehrige-oft-fitter-als-junge-menschen-/id_60792784/index
Gegen diese allumfassende Dekadenz kämpft Konia verzweifelt an.

Peter: Willkommen in der UsSSA:

Chants for ‚Karl Marx,‘ ’socialism‘ at Dem victory rally

O.: Ein Beispiel wie Esos mit Reich hausieren gehen: zwischen Charakter und Chakra.
http://www.medita-schule.ch/IET/4_modulprogramm.html
Kommentare zu

Corrington: Wilhelm Reich. Psychoanalyst and Radical Naturalist (2003)

31. Januar 2017

Bücherlogo

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Corrington: Wilhelm Reich. Psychoanalyst and Radical Naturalist (2003)

Orgonomische Dogmatik

20. Januar 2017

Leuten wie mir wird immer wieder vorgeworfen, sie seien dogmatisch und es sei nie die Intention Reichs gewesen seine „Lehre“ erstarren zu lassen. Tatsächlich sitzen diese Kritiker einem grundsätzlichen Mißverständnis auf. Die Orgonomie ist eine Wissenschaft und damit weitgehend unwandelbar. Man nehme etwa die Physik: seit Jahrzehnten sind weltweit die Lehrveranstaltungen für die Grundsemester praktisch austauschbar trotz aller Versuche didaktisch effizient zu sein und Neuland zu beschreiten. Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Relativitätstheorie und Quantenmechanik sind in ihren Grundlagen unwandelbar. Es kann von einer ermüdenden Langeweile sein! Beispielsweise hat sich die Optik seit Newton, d.h. seit 300 Jahren, praktisch überhaupt nicht gewandelt. Genauso ist es mit der Orgonomie. Was sollte sich an der Orgasmustheorie, der Entdeckung des Orgons und dem orgonomischen Funktionalismus seit Reich schon groß geändert haben?

All die Neuerungen und „Konzepte“, mit denen „Reichianer“ immer wieder hervortreten, sind nachweisbar durchweg mechano-mystische Entstellungen, so als hätte man es mit einer „Weltanschauung“ zu tun, die ausgebaut, „angepaßt“ und „neu ausgerichtet“ werden könnte.

Orgonomie, eine Wissenschaft

5. Januar 2017

Wilhelm Reich, Physiker: 1. Biophilosophie, a: Orgonomischer Funktionalismus

Funktionalismus bei Hans Hass (Teil 1)

30. Dezember 2013

Ursprünglich, in der ersten Formulierung der Energontheorie (Energon. Das verborgene Gemeinsame, Wien 1970), hatte Hans Hass Energone als sich aus „Wirkungen“ zusammensetzende Systeme bezeichnet. In der verbesserten Neuauflage von 1987 ersetzte er diesen Begriff durch den der „Funktion“. Denn „Wirkung“ beziehe sich auf das gesamte organische und anorganische Geschehen in der Welt. Jeder rollende Stein zeitigt eine Wirkung, was aber nicht heißt, daß er eine Funktion erfüllt. In den Energonen jedoch, die sich ja ausschließlich auf das Lebensgeschehen beziehen, kommt es auf das koordinierte Arbeiten der Teile im Zusammenspiel des Ganzen, also auf die Funktionserfüllung an.

Man kann sagen, daß sich „Wirkung“ auf jeden beliebigen Gegenstand bezieht und daß aus einer bloßen Wirkung eine „Funktion“ wird, wenn sie in einem Energon „eine Rolle spielt“.

Da Hass die Energone vor allem im Rahmen der natürlichen Auslese betrachtet, muß er den Begriff der Funktion noch weiter differenzieren und zwischen „Funktion“ und „Leistung“ unterscheiden. Wie vorher die Wirkungen im Verhältnis zu den Organismen unterliegen die Energone als Ganzheiten also einer weiteren „Bewertungsinstanz“, der natürlichen Auslese:

ReiHasFuncmech1

Diese letzte Instanz, der „Entfaltungsstrom“, ist vollkommen blind für Funktionen, ähnlich wie es Funktionen egal ist, womit die Aufgabe erfüllt wird. Die Umwelt (etwa in Gestalt eines Fuchses, der im Winter nur braune Kaninchen erlegt, während ihm die weißen Kaninchen entgehen) kann nur Leistungen (also Funktionen, die unmittelbar zweckmäßig sind) nicht jedoch die Funktionen bewerten, welche diesen Leistungen zugrunde liegen. Die natürliche Auslese (und damit in letzter Instanz der Entfaltungsstrom) richtet sich buchstäblich nur nach dem äußeren Anschein und ist vollständig blind für die tieferliegenden lebendigen Funktionen.

Es ist nahezu unmöglich, die beiden Begriffe „Funktion“ und „Leistung“ exakt voneinander zu trennen. Im Rahmen der Energontheorie bezeichnet „Funktion“ einen auf einer konkreten materiellen Struktur beruhenden aktiven oder passiven Vorgang, der zum Zustandekommen einer benötigten Leistung beiträgt. Leistungen sind in einem übergeordneten Sinn Erfüllungen von grundlegenden Anforderungen und setzen sich meist aus einer Fülle von Einzelfunktionen zusammen. Wird ein Gebäude durch einen Anbau vergrößert, so ist das Ergebnis aller beteiligten Abläufe eine Leistung: die Vermehrung von Energonstruktur. Eine Betonmischmaschine erfüllt dabei nur eine von unzähligen Einzelfunktionen, welche für diese geforderte Leistung nötig sind.

Aus Sicht der natürlichen Auslese kommt es nämlich weniger auf das Funktionieren eines Organs an, sondern darauf, ob es die vom Lebewesen benötigte Leistung auch erfüllt. Unter veränderten Umweltbedingungen kann nämlich ein Organ noch immer voll funktionsfähig sein, jedoch keine Leistung mehr erbringen. Das Unterscheidungskriterium von Funktion und Leistung ist also die Zweckmäßigkeit von Organen, über die wiederum die natürliche Auslese entscheidet.

So wird die Frage nach der Zweckmäßigkeit zum Dreh- und Angelpunkt der Energontheorie, wodurch sich zwischen Reichs Funktionalismus, der die finalistische Betrachtungsweise in der Biologie stets bekämpft hat, und der dergestalt offenbar an „Zweckursachen“ orientierten Energontheorie ein Graben aufzutun scheint. Doch bei Hass ist es durchaus nicht so, daß das Ziel die Funktion bestimmt, ganz im Gegenteil ist gerade die „ziellose“ Blindheit der natürlichen Auslese – die nur Leistungen, aber nicht die Funktionen bewerten kann, die zu diesen Leistungen geführt haben – für den Eindruck von Teleologie verantwortlich.

Ein Hase funktioniert nur und ist zufällig braun oder weiß. Die Weißen überleben im Winter besser als die Braunen. Das entscheidet der Fuchs, der ebenfalls nur funktioniert. Die Frage nach der Zweckmäßigkeit bestimmt zwar alles, doch das lebendige funktioniert vollkommen unabhängig davon. Tatsächlich entspricht Hass‘, oberflächlich betrachtet, „teleologische“ Sichtweise vollkommen Reichs durch und durch materialistischer Denkweise, der zufolge sich zunächst sozusagen erst das „Material“ angesammelt haben muß, bevor großartige „Ziele“ formuliert werden können. Reich:

Es ist offensichtlich, daß bevor es das Ziel geben kann, Chicago mit dem Zug zu erreichen, zunächst die Funktion der Dampfmaschine entwickelt werden mußte. Und die Funktion der Dampfmaschine wurde nicht aufgrund einer bestimmten Zielsetzung erfunden; sie entwickelte sich aus zuvor entwickelten Funktionen wie dem rollenden Rad und kochendem Wasser. Die ersten Menschentiere, die ein Rad rollen ließen oder Wasser zum Kochen brachten, konnten im Voraus nichts von den möglichen Zwecken wissen, denen diese Funktionen später nutzbar gemacht wurden. (Reich: “Orgonometric Equations: 1. General Form”, Orgone Energy Bulletin, 1950, S. 177f)

Das, was die beiden Ansätze unterscheidet, ist die mangelnde Konsequenz bei Hass, der sich Funktionen nur auf der Grundlage „konkreter materieller Strukturen“ vorstellen kann, die dann durch die beschriebene „Steuerkausalität“ beispielsweise zur Lunge führen.

Dazu ließe sich Charles Konia zitieren:

Wenn ein Gedankensystem (…) fehlschlägt, muß mystisches Denken (…) entweder die Lücken im Denken schließen oder für Beschränkungen sorgen. Man nehme ein Beispiel aus der Biologie, die mechanistisch-mystische Beschreibung der Atmungsfunktion: Die Lungen verhalten sich wie ein Ballon, um die Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen. Der erste Teil dieser Aussage, die Lungen verhalten sich wie ein Ballon, ist eine mechanistische Verzerrung der grundlegenden biologischen Pulsationsfunktion. Die Pulsation der Lunge (Einatmung und Ausatmung) wird mit einer einfachen mechanischen Pumpe verglichen. Es folgt ein mystischer, teleologischer „Grund“ für den ersten Teil – um Sauerstoff zu den Geweben zu bringen.

In der Tat pulsieren die Lunge jedoch einfach wie alle anderen pulsierende Organe des Körpers auch, einschließlich Herz, Darm, Blase, Gebärmutter, usw. Sie expandieren und kontrahieren spontan. Dergestalt reicht die biologische Pulsationsfunktion aus, um die Atmung zu definieren und ihr „Ziel“, die Bereitstellung von Sauerstoff für die Gewebe, in Perspektive zu setzen. Im Gegensatz dazu behauptet das mechanistische Denken das Gegenteil: das Ziel der Bereitstellung von Sauerstoff definiert die Pulsationsfunktion (Atmung). Nach dieser Auffassung ist die Lunge daher nichts anderes als eine mechanische Pumpe. Mechanistische Biologie und Soziologie sind voll von solchen Beispielen verzerrten Denkens; ein Denken, das äußerst destruktiv ist, wenn es auf lebendige Funktionen angewendet wird. (Neither Left Nor Right, S. 185f)

Konia fügt an:

Der einzige Schutz vor mechanistisch-mystischem Denken in den Naturwissenschaften ist Einsicht in Orgonenergie-Funktionen, die für alle Manifestationen der Natur verantwortlich sind. (ebd., S. 186)

Bei Hass fehlt genau das. Trotzdem sind Hass‘ Beiträge wertvoll.

Zum Tod von Hans Hass

23. Juni 2013

Hans Hass hat mich mein ganzes Leben über begleitet. Eines meiner Schätze war stets ein Buch meines Vaters, das wie ein Wunder den Krieg, die Kriegsgefangenschaft und die 10jährige Emigration von Karl-Heinz Nasselstein überlebt hat: Fotojagd am Meeresgrund (1942). Die Photos in dem Buch haben mich damals zutiefst beeindruckt, sich von klein an unauslöschlich in mein Hirn gebrannt, ich habe nachher niemals mehr etwas „Mystischeres“ gesehen. Später sah ich im Fernsehen seine Reiseberichte und eine Wiederholung seiner Dokumentationsreihe „Wir Menschen“. Viele Jahre danach blieb mein Blick in der Hamburger Zentralbücherhalle an einem breiten Buchrücken mit der Aufschrift „Energon“ haften. Energon?! Wie Orgon? Meine Überraschung war groß, als sich herausstellte, daß der Verfasser Hans Hass war. Mein Hans Hass! Auch zeigte sich sehr bald, daß kein anderer Denker jemals so nahe an Reichs Orgonomischen Funktionalismus herangekommen ist wie Hans Hass. Ich habe über seine Arbeit einen Artikel geschrieben, dem er in mehreren Telefonaten („Warum haben Sie sich nie bei mir gemeldet?“ „Ähhhh, nun ja, Herr Professor…..“) und einem kurzen Briefwechsel ausdrücklich zugestimmt hat. Sein einziger Einwand war, daß ich die „innere Front der Energone“ nicht thematisiert hatte.

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Hans Hass war ein Universalgenie vom Kaliber eines DaVinci, Goethe und Reich. Daß die Energon-Theorie nie allgemeine Anerkennung gefunden hat, war die größte Enttäuschung seines Lebens. Jahrzehnte hatte er darum gerungen, daß irgendwo eine Lücke, ein innerer Widerspruch oder gar eine umfassende Widerlegung seiner Theorie vorgebracht werde. Nichts! Die Energon-Theorie ist schlicht und ergreifend wahr, d.h. sie befindet sich, soweit wir es bis heute beurteilen können, in Übereinstimmung mit der Wirklichkeit, trotzdem – oder gerade deshalb – wird sie ignoriert. Die Menschen haben eine instinktive Angst vor dem funktionalistischen Denken, da es scheinbar zusammenhanglose Dinge miteinander in Beziehung bringt. Auf diese Weise gefährdet es die Panzerung, deren Funktion darin besteht, Zusammenhanglosigkeit herzustellen.

Hass betrachtete Lebewesen nicht primär als materielle Gebilde, sondern als energetische Leistungsgefüge, die er entsprechend als „Energone“ bezeichnete. Jedes Energon stellt ein energieakkumulierendes Potential dar. Es besitzt also die Fähigkeit, aus der Umwelt mehr freie, arbeitsfähige Energie zu gewinnen, als es selbst verbraucht. Es besteht aus dem Zellkörper und einem „Leistungskörper“. Sie können identisch sein, doch der Leistungskörper kann auch aus Einheiten bestehen, die nicht zum Zellgefüge gehören, z.B. dem Fangnetz einer Spinne. Das Netz ist nicht etwa nur das Werk der Spinne, vielmehr ist es aus Sicht der Energiebilanz der Spinne ein unverzichtbares „zusätzliches Organ“, so daß erst beide zusammen einen voll funktionsfähigen Organismus, bzw. ein Energon ausmachen. An dieses Leistungsgefüge und nicht nur an den Zellkörper setzt die natürliche Auslese an. Das gilt sowohl für die Spinne und ihr Netz, als auch etwa für den Handelsvertreter und sein Auto.

Sämtliche Energone müssen ausnahmslos folgende sechs Grundleistungen erbringen:

  1. Energieerwerb, da ohne arbeitsfähige Energie überhaupt jeder Prozeß unmöglich wäre;
  2. Erwerb benötigter Stoffe für Aufbau, Wachstum und Fortpflanzung;
  3. Abwehr widriger Umwelteinwirkungen, worunter auch die Abwehr von Konkurrenten fällt, die die gleichen Energie- und Stoffquellen nutzen wollen;
  4. Nutzung günstiger Umweltfaktoren, worunter auch die Nutzung der Leistungen anderer Energone zu zählen ist;
  5. Fortpflanzung, die die Fortexistenz wohl nicht des einzelnen Energons aber der Energonart sichert; und
  6. Strukturverbesserung, die für die Anpassung und Höherentwicklung der Energone verantwortlich ist und so die Entfaltung des Lebens sichert.

Außerdem müssen alle Energone (wie auch jeweils jedes einzelne ihrer Bestandteile) bei diesen Leistungen drei Effizienzkriterien erfüllen, um im Überlebenskampf bestehen zu können:

  1. muß jede lebensnotwendige Leistung mit möglichst geringer Energieausgabe „kostengünstig“ erfolgen;
  2. muß man sich auf die Güte dieser Leistungen verlassen können, d.h. auf ein günstiges Verhältnis zwischen den Bemühungen zur Leistungserbringung und den Fehlschlägen (Hass spricht von der „Präzision“, mit der das leistungserbringende Organ zu seiner Aufgabe paßt); und
  3. ist es auch entscheidend, wieviel Zeit die jeweilige Leistung in Anspruch nimmt.

Dabei ist zwischen der Aufbau- und Funktionsperiode der leistungserbringenden Organe zu unterscheiden und in letzterer wiederum zwischen den Phasen der Funktionsausübung, der Ruhe und der Funktionsumstellung. Zusammen ergibt das zwölf Kriterien, mit deren Hilfe man den „Selektionswert“ alles Lebendigen erfassen kann. Es handelt sich um die unaufhebbaren objektiven Grundlagen der gesamten lebenden Natur vom primitivsten Einzeller bis zur höchsten Ausformungen des menschlichen Wirtschafts- und Staatswesens. Es ist das unveränderbare energetische Grundgerüst des Energons.

Hass beschrieb vier Arten von Energonen. In der ersten Phase der Evolution bauen „Keimzellen“ zwei Arten von Energonen auf, deren grundlegend unterschiedlicher Bauplan durch ihren Energieerwerb bestimmt wird: die Pflanzen, die als „Parasiten der Sonne“ leben, und die Tiere, die ihrerseits Parasiten der Pflanzen sind. Hier sind die beiden Funktionen „aufbauendes Rezept“ und „Steuerung“ noch im Genom konzentriert. Mit der Entwicklung des Menschen verlagerte sich die Steuerung zunehmend auf das Gehirn, das darüber hinaus „künstliche“ Verhaltensrezepte aufbauen kann. Damit kann man den Menschen funktionell mit den Einzellern vergleichen, aus denen die Vielzeller hervorgegangen sind. Hass:

Wie bis heute jeder vielzellige Organismus aus einer Einzelzelle – der Keimzelle – hervorgeht, so haben auch die größeren Leistungskörper, die der Mensch aus zusätzlichen Organen aufbaut, stets einen oder mehrere Menschen als steuerndes Zentrum. Ich bezeichne die größeren Lebenseinheiten als Hyperzeller und behaupte, daß sie die Evolution der Einzeller und der Vielzeller unmittelbar fortsetzen.

Jeder Hyperzeller, der auf dem Markt mit neuen speziellen Leistungen erfolgreich ist, z.B. indem er Schuhe produziert, begründet eine neue „Art“, denn andere Menschen werden durch den Erfolg dazu motiviert, entsprechende Hyperzeller aufzubauen, d.h. in diesem Fall Schuster zu werden. Die verschiedenen Berufsformen sind dabei ebenso der natürlichen Auslese unterworfen, wie vorher die pflanzlichen und tierischen Energone. In dieser Beziehung besteht keinerlei Unterschied zwischen den Arten im Pflanzen- und Tierreich einerseits und den „Berufsarten“ bei den Hyperzellern andererseits. Hass:

Sowohl die Hersteller benötigter Produkte wie auch die Dienstleistungserbringer und die Vermittler spezialisierten sich auf immer neue Berufe, erschlossen sich so immer neue Nischen, immer neue Lebensmöglichkeiten. Hier wie dort wurden Arten durch andere verdrängt, die besser angepaßt und somit effizienter waren, und starben dann aus. Hier wie dort bestand zwischen den Artgenossen ein besonders heftiger Konkurrenzkampf, während Angehörige anderer Arten indifferent behandelt wurden, weil sie die eigenen Interessen nicht berührten. Hier wie dort kam es zu Interessengemeinschaften und mannigfaltigen Abhängigkeiten. So setzten die Hyperzeller, obwohl sie sich äußerlich und in ihrem Verhalten so ausgeprägt von Tieren und Pflanzen unterscheiden, in ganz analoger Weise die Bildung von Arten fort.

In der zweiten Evolutionsphase wird jedoch die artgleiche Evolution überwunden, d.h. jeder einzelne Hyperzeller kann Ursprung eines vollkommen andersgearteten Hyperzellers werden. Dies ist möglich, weil sich die Arten nicht mehr über das Genom fortpflanzen, sondern über Sprache und Schrift, z.B. durch Anleitungen für die Schuhherstellung.

Die Hyperzeller leben von dem Bedarf anderer Hyperzeller, d.h. ihre Energiequelle ist der Absatzmarkt. Dabei sind der Vielzeller Mensch und der betreffende Hyperzeller nicht identisch. Der Tod des Hyperzellers, z.B. der Konkurs eines Schuhmachers, weil dieser Hyperzeller mangels Nachfrage von Schuhen „verhungert“ ist, greift nur in seltenen Ausnahmefällen auf seine menschliche Keimzelle über, die ihrerseits verhungern könnte. Als einziges Lebewesen überhaupt kann der Mensch seinen Leistungskörper – oder anders gesagt, kann sich der Hyperzeller – nach Belieben verändern und den Gegebenheiten anpassen. Ein weiterer evolutionärer Sprung, auf dem vor allem der ungeheuerliche evolutionäre Erfolg der Hyperzeller beruht, ist, daß der Hyperzeller, mit Hilfe des zusätzlichen Organs „Geld“, mit einer einzigen Spezialleistung, z.B. die Herstellung von Schuhen, an die Produkte aller anderen Spezialleistungen herankommen und mit ihnen seinen eigenen Leistungskörper, seinen „Berufskörper“ ergänzen kann.

Die vierte Art von Energon ist der Hyperzeller höherer Integration, die Erwerbsorganisation. Dazu schreibt Hass:

Ebenso, wie vor mehr als einer Milliarde Jahren manche Arten von Einzellern dazu übergingen, größere, vielzellige Lebewesen zu bilden, kam es auch bei den Hyperzellern zur Bildung von größeren, auf gemeinsame Aufgaben ausgerichteten Erwerbsorganisationen. Und ähnlich, wie im vielzelligen Körper die Zellen größere, leistungsfähigere Organe aufbauen – zum Beispiel die aus vielen Zellen bestehenden Flossen, Augen und Knochen –, so bestehen auch in den größeren, von Tausenden von Hyperzellern gebildeten Lebenskörpern „Abteilungen“, die auf bestimmte Aufgaben ausgerichtet sind, in Wirtschaftsunternehmen etwa die aus zahlreichen Hyperzellern gebildete Betriebsleitung samt ihren ausführenden Organen, die Produktionsabteilung, die Verkaufsabteilung und andere.

Zentrum des Berufskörpers ist stets ein einzelner Mensch, während Unternehmen und Staaten überindividuell organisiert sind, so daß auch der Eigentümer ersetzbar ist und Menschengruppen zum Zentrum werden können. Im Gegensatz zum Berufskörper wird der Mensch in der aus Berufskörpern aufgebauten Erwerbsorganisation zur ersetz- und austauschbaren Einheit.

Mit der Erwerbsorganisation hat sich in der Evolution, Hass zufolge, endlich das Energon von der Last des „föderativen Aufbaus“ befreit. Zum Beispiel wurde vorher jede Zelle mit dem Unterhalt eines eigenen Kraftwerkes, den Mitochondrien, belastet. Erst bei der Erwerbsorganisation ist jede erdenkliche Funktionszusammenfügung möglich geworden, z.B. benötigt nicht jeder einzelne Berufskörper einen eigenen Elektrogenerator. Damit ist die Erwerbsorganisation effizient wie kein Energon zuvor. Die Erwerbsorganisationen stellen den nicht weiter zu steigernden Höhepunkt der Evolution dar. Sie sind die größten Organismen überhaupt und könnten theoretisch die Ausmaße einer ganzen Galaxie annehmen. Doch trotz dieses quantitativ unbegrenzten Wachstums haben mit ihnen die Energone doch den nicht überschreitbaren qualitativen Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht, denn eine Vereinigung von Erwerbsorganisationen wäre doch nur eine weitere Erwerbsorganisation.

Uns, die wir in solchen Erwerbsorganisationen arbeiten, ist es praktisch unmöglich zu erfassen, daß es sich um Organismen handelt. Einem Einzeller, z.B. einem Weißen Blutkörperchen, müßte es, hätte es Bewußtsein, genauso widersinnig vorkommen, den Menschen, in dem es steckt und dessen integraler Bestandteil es ist, als einen Organismus zu betrachten. Wir sind abhängig von unserem beschränkten perspektivischen Blick, den wir erst mit Hass‘ Energontheorie überwinden können.