Archive for August 2018

Der verdrängte Christus: 21. Die Weisheit

21. August 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

21. Die Weisheit

Deine beiden Leben

20. August 2018

Wir führen zwei Leben: eines tagsüber, das andere des Nachts. Das erstere ist das bewußte Leben in Bewegung. Hier verlieren wir das Bewußtsein während der Entladung, insbesondere im Orgasmus, aber auch etwa beim heftigen Nießen oder bei epileptischen Anfällen. In der Nacht ist alles umgekehrt: wir sind paralysiert und ohne Bewußtsein. Unsere Träume, in denen wir eine Art „Bewußtsein“ zurückerlangen, sind Entladungen, die manchmal mit Bewegungen einhergehen.

Viele Menschen glauben, der Schlaf sei imgrunde überflüssig, eine Verschwendung unserer beschränkten Lebenszeit: „Ich kann schlafen, wenn ich tot bin!“ Tatsächlich sind wir erst im Schlaf richtig Mensch, denn erst dort tritt das störende Bewußtsein zur Seite und entfaltet sich das Autonome Nervensystem ganz; wir sind ganz orgonotische Pulsation und laden uns mit Energie aus dem kosmischen Orgonozean auf:

Im Wachen tritt das zurück, die Entladung des Orgons, das Zentrale Nervensystem und der Bewegungsapparat treten in den Vordergrund und wir werden zum wachen Raubtier, das seine Beute jagt (bzw. zum nicht weniger wachen Fluchttier), ganz bestimmt vom vorwärtsschnellenden Schwung der Kreiselwelle:

Das „Leben des Tages“ ist ganz bestimmt von den Kategorien Raum (L3) und Zeit (t) = Bewegung (L/t), während das „Leben der Nacht“ von der „nichtlokalen gleichzeitigen Wirkung“ bestimmt wird: Distanzen trennen nicht mehr und der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft löst sich auf. Wie man sich das konkret vorstellen kann, zeigt der Traum, wo dieses „Leben der Nacht“ zumindest teilweise in unser Bewußtsein tritt.

Da es im raum- und zeitlosen „Leben der Nacht“ keinen Tod („das Ende einer Wegstrecke“) gibt, erübrigt sich die von vornherein unsinnige Frage nach einem „Leben nach dem Tod“ (sic!). Angesichts des Funktionsbereichs, der dieses zweite Leben, unser eigentliches Leben bestimmt, sind wir unsterblich:

Über Panzerung, Krieg und Frieden (Teil 3)

19. August 2018

Paul Mathews: Über Panzerung, Krieg und Frieden

Der verdrängte Christus: 20. Sebastian Franck

18. August 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

20. Sebastian Franck

Die „metaphysische“ Grundlage der anti-autoritären Gesellschaft

17. August 2018

Die Funktion Raum ist ein zivilisatorischer Faktor, weil sie verhindert, daß ich mich in Belange einmische, von denen ich keine Ahnung habe, die mich nichts angehen und wo das Unheil, das ich gegebenenfalls anrichte, keine Konsequenz für mich hat, so daß ich vollkommen hemmungslos agiere. Beispielsweise führt „Fortschritt“, den Europäer nach Afrika bringen (etwa indem sie ein tiefes Bohrloch für Trinkwasser finanzieren), zu noch mehr Elend, u.a. weil die Leute noch mehr Kinder in die Welt setzen und sich noch mehr Schafe und Ziegen anschaffen, die die Umgebung kahlfressen. Die räumliche Distanz verhindert solche Eingriffe bzw. verhinderte, denn in den letzten 500 Jahren hat der technische Fortschritt diesen Planeten immer kleiner gemacht. Mittlerweile ist der Raum dank des Internets sogar ganz verschwunden, jedenfalls was die Information betrifft. Es ist vollkommen gleichgültig von welchem Ort aus ich meinen Blog betreibe!

Die Funktion Zeit wirkt zivilisatorisch, weil sie bedingt, daß wir nicht selbstsüchtig im Jetzt leben, nach dem Motto „Nach mir die Sintflut!“, sondern unseren Vorfahren und Nachkommen verpflichtet sind. Früher gab es Familienunternehmen, die der Tradition verpflichtet waren und für die Kinder, die das ganze einmal übernehmen würden, arbeiteten. Heute ist dem Manager die Firma fremd und egal; er will seinen Bonus, etwa indem er durch Verkauf der Produktionsmittel, die dann vom Eigentümer teuer geleast werden müssen, kurzfristig Geld in die Kasse eben dieses Eigentümers bringt. Der freut sich, bis eines Tages das böse Erwachen kommt! Aktuelle Kostenfaktoren, etwa die der Entwicklungsabteilung, werden gestrichen, auch wenn absehbar ist, daß das Unternehmen damit langfristig seine Konkurrenzfähigkeit verliert. Monarchen sahen sich ihren Vorfahren und Nachfahren gegenüber verpflichtet das Ererbte zu wahren und zu mehren, während sich der zeitliche Horizont „demokratischer“ Politiker in aktuellen Wahlperioden erschöpft. Entsprechend verantwortungslos ist ihre Politik.

Wir gehen zugrunde, weil die Welt zu einem Dorf geworden ist, wo sich alle in alles einmischen, und weil sie zu einer Zeitinsel geschrumpft ist, in der das Wort „Verantwortung“ sich zu einer hohlen Floskel verflüchtigte. Mit der Distanzlosigkeit und Unverbindlichkeit verschwindet genau jene bioenergetische Spannung, die das Wirtschafts- und Gemeinschaftsleben aufrechterhält. Was sind Geschäftspartner, gute Nachbarn und Freunde? Leute, auf die man sich verlassen kann. Wie es konkret aussieht, wenn das verlorengeht, zeigen die heutigen Jugendlichen, die jeden belehren, aber kein Versprechen halten. Jeder Lehrherr kann ein Lied davon singen. Lehrlinge sind arrogant und selbstherrlich, kommen nach einiger Zeit nur sporadisch und bleiben schließlich ganz weg. Bei einem Unfall helfen sie nicht, sondern machen Filmaufnahmen mit ihrem Smartphone.

Unser Volksvermögen ist die Infrastruktur, die schnell zerfällt, wenn sie nicht ständig repariert und ersetzt wird, und vor allem die Bereitschaft der Menschen morgens zu einer menschenunwürdig frühen Zeit aufzustehen und tagsüber die Arbeit auch dann zu machen, wenn sie nicht gerade kontrolliert werden. Es ist alles nur ein Versprechen, das an die Funktion Zeit gebunden ist! – Wir sind verloren, wenn Raum und Zeit zu Singularitäten zusammensurren.

Über Panzerung, Krieg und Frieden (Teil 2)

16. August 2018

Paul Mathews: Über Panzerung, Krieg und Frieden

Der verdrängte Christus: 19. Das ewige Evangelium

15. August 2018

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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS:

19. Das ewige Evangelium

Über Panzerung, Krieg und Frieden* (Teil 1)

14. August 2018

Paul Mathews: Über Panzerung, Krieg und Frieden

Zwei Arten von Humor

13. August 2018

Es gibt die individuelle Panzerung und es gibt die gesellschaftliche Panzerung. Sie erzeugen einander. Gepanzerte Individuen schaffen sich eine entsprechend gepanzerte Gesellschaft, die wiederum Individuen sich abpanzern läßt. Ein Beispiel für individuelle Panzerung ist das maschinenartige Verhalten von Zwangscharakteren, ein entsprechendes Beispiel für gesellschaftliche Panzerung ist das Kafkaesk-maschinenartige Agieren der Finanzbehörden, die absurden Vorschriften folgen, die von absurden Parlamenten, Produkte absurder Wahlen, erlassen und von absurden Gerichten interpretiert werden.

Entsprechend den beiden Arten von Panzerung gibt es zwei Arten von Humor. Da wäre zunächst der „Roboter“. Frei nach Henri Bergson müssen wir über das Lachen, von dem wir erwarten, es würde sich lebendig verhalten, das sich dann aber unbeholfen wie eine Maschine verhält. Mr. Bean ist nur deshalb so komisch, weil sich hier ein Erwachsener wie ein 12jähriger benimmt. Entsprechend lachen wir über Babys, die, da die Koordination noch nicht ausgebildet ist, sich bei ihren ersten Gehversuchen tapsig bewegen. Das erklärt auch, warum wir ausgerechnet Roboter als „niedlich“ empfinden können und über sie lachen. Wie im Film WALL-E ist hier eine Maschine als Lebewesen mit Augen, Händen, etc. angelegt, doch verhält es sich wie – eine Maschine. Daß sie zu allem Überfluß noch etwas vollkommen Absurdes tut, nämlich einen verlassenen Planeten „aufzuräumen“, ist eine weitere Dimension der Komik.

Oder nehmen wir die komischste Fernsehserie, die je gedreht wurde: Fawlty Towers. Der Hotelbesitzer Basil versucht verzweifelt sich gemäß den absurden gesellschaftlichen Vorgaben zu verhalten und stolpert dabei von einer Peinlichkeit in die andere. Das Leben verfängt sich hoffnungslos in eine Maschinerie, die denkbar unlebendigen Gesetzmäßigkeiten folgt. Daß der arme Basil selbst zwangsneurotisch bis zur Halskrause ist, rundet das ganze ab.

Wir können (müssen) über Dinge lachen, die imgrunde tragisch und todtraurig sind, weil es Hoffnung gibt, daß sich das Lebendige gegen den maschinellen Schwachsinn eines Tages doch durchsetzen wird. Das Lachen gefriert, wenn wir realisieren, daß das tapsige Kleinkind behindert ist und niemals seine Gliedmaßen fließend und frei wird koordinieren können. Wir hören auf zu lachen, wenn der „post-apokalyptische Aufräumroboter“ die letzten überlebenden Menschen zerstückelt und auf der Müllhalde entsorgt oder wenn Basil endgültig austickt und seine Hotelgäste massakriert. Wir hören auf über den vollkommen absurden Pseudostaat „Bundesrepublik“ zu lachen, wenn wir realisieren, daß wir mit unseren Steuergeldern unsere eigene Umvolkung finanzieren und wir bereits mit einem Bein im Gefängnis sitzen, wenn wir das Wort „Umvolkung“ nur erwähnen!

Die Komik stirbt aber schon vorher, nämlich dann, wenn die Political Correctness es unterbindet, daß wir über Maschinenhaftes lachen. Wenn die Humorlosigkeit um sich greift, hat die Maschine gewonnen und das Lebendige wird schließlich von Aufräumrobotern entsorgt werden.

Die Linke, die Rechte und die Mitte (1962) (Teil 2)

12. August 2018

 

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Die Linke, die Rechte und die Mitte