Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Die Absurdität der Emotionellen Pest (Teil 1)

16. Juni 2025

Die Pathologie fängt im Kleinen mit absurdem Klatsch an. In unserem Haus raunte man über einen „Knastologen“, der im ersten Stock wohnt – schließlich, nach langer Zeit, stellte sich heraus, daß es ein ehemaliger Justizvollzugsbeamter ist. In anderen Zusammenhängen, bei denen es um gemeinsam zu meisternde Aufgaben oder einfach um gemeinsame Interessen geht, etwa Vereinen, wuchern wilde Spekulationen über Beziehungen in denen bestimmte Personen angeblich stehen. Beispielsweise wurde mir in den 1980er Jahren angedichtet, ich sei ein Anhänger von Charles Kelly. Als ich zwanzig Jahre später davon erfuhr, bin ich aus allen Wolken gefallen. Es ist wirklich unglaublich, was für ein vollkommen abwegiger Schwachsinn, der aus Mißverständnissen und einer verqueren Logik zusammengeschustert wurde, mit geradezu heiligem Ernst verbreitet wird und weite Kreise zieht. Manche Leute scheinen in einer vollständig fiktiven Welt zu leben, die kaum Berührungspunkte zur Realität hat!

Ein Schritt weiter und wir sind bei den abstrusesten Weltverschwörungstheorien, von denen das Internet nur so wimmelt. Verschwörungstheoretiker geben nach jedem folgenschweren Ereignis praktisch instantan weitreichende Theorien über die „wahren Hintergründe“ zum Besten. Sie wissen alles, immer und überall und in jeder Hinsicht. Stets sind die Amerikaner und die Israelis, kurz die Juuuuuuuuden, die wahren Schuldigen…

Diese Pathologie ist einfach nur als tragikomisch zu bezeichnen, da sie stets irgendwelche „Machenschaften“ aufdecken will, jedoch selbst die größte, imgrunde die einzige „Verschwörung“ darstellt. Diese emotionale Verschwörung beruht erstens auf der individuellen Charakterstruktur und zweitens auf der soziopolitischen Charakterstruktur.

Da sind etwa jene angeblichen „Studenten der Orgonomie“, die mir stundenlang ein Ohr abgekaut haben, über Dr. xya und dessen Beziehung zu xyb und was Dr. xyc darüber zu xyd gesagt hat und was ich denn in diesem Zusammenhang von xye halte, das wegen xyf Dr. xyg ausgeschlossen habe, obwohl Dr. xyh toleriert wird, der wiederum anscheinend eng mit Dr. xya befreundet ist, obwohl dieser doch zu xyi gehört und… Und so weiter – stundenlang. Das alles hat nur eine einzige Aufgabe: Energie im Gehirn zu binden, die anderenfalls frei im Körper flotieren und Angst erzeugen würde. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit der Wissenschaft von der Lebensenergie würde diese Leute schlichtweg zerreißen. Entsprechend verschwinden sie auch sehr schnell oder sie werden gar zu bitteren „Skeptikern“.

Bei anderen sind Klatsch, Tratsch und „Theorien“ Ausdruck ihrer Zwanghaftigkeit. Sie können das Schwebende, Ungewisse und sich ständig Verändernde nicht ertragen und bändigen daher die beunruhigende Wirklichkeit, indem sie „Grenzen“ ziehen. „xya gehört zu xyz!“ In diese Kategorie gehören auch die Minigeopolitiker. Liest man Bücher oder sieht Fernsehberichte etwa über das Mongolenreich oder z.B. über Napoleon, ist auffallend, wie durchweg alle Autoren angesichts sich begradigender Grenzen und weltumfassender Perspektiven förmlich in Ekstase geraten. Es läßt sich nachweisen, daß z.B. Hitler in seiner Kindheit und Jugend von derartigen Heldensagen geprägt wurde. Leute, die über Weltkarten brüten und für die entsprechend die Menschen nichts weiter als unsichtbare Mikroben sind. Diese Begeisterung und diese Kontaktlosigkeit zum wirklichen Leben – das ist die faschistische Emotionelle Pest. In jeder Generation werden damit Abermillionen träumerischer, frustrierter kleiner Jungen infiziert. Und auch Erwachsene werden heute von den ach so aufklärerischen Intellektuellen angestachelt doch endlich geopolitisch und in globalen Zusammenhängen zu denken und die Erde sozusagen vom Weltraum aus zu betrachten. Ich möchte nicht wissen, was in den Köpfen mancher Zeitgenossen vor sich geht, wenn man sie mit der Saharasia-These bekanntmacht!

Für manche ist die Beschäftigung mit, das Eintauchen in die fiktive Welt untergründiger, geheimnisvoller Zusammenhänge schlicht Ersatzkontakt, ohne den sie in tiefe Depressionen verfallen würden. Das ganze ist eine Art World of Warcraft. Ganze Verlage leben davon, diese bedauernswerten Kreaturen mit immer neuem Phantasiestoff über Chemtrails, Bilderberger, geheime Symbole, die wahren Hintergründe des Dritten Reichs, etc. zu versorgen. Das Schlimme dabei ist, daß etwa Science Fiction-Freunde wissen, daß sie Eskapisten sind (und in Maßen ist das ja auch harmlos!), während die Verschwörungstheoretiker ganz im Gegenteil überzeugt sind, sie würden fester in der Wirklichkeit stehen als wir Deppen, die wir nicht mal ahnen, daß das englische Königshaus die Welt regiert und aus reptiloiden Formwandlern besteht, die sich an Menschenopfern laben – wenn auch vielleicht nur „auf der Astralebene“.

Wirklich ernst wird es jedoch, wenn sich die „emotionalen Verschwörungen“ um den soziopolitischen Charakter kristallisieren. Hier betreten wir den eigentlichen Bereich der Emotionellen Pest. Das beginnt mit den politischen Parteien, in denen sich spontan Menschen zusammenfinden, die mit ihrer bioenergetischen Erregung so umgehen, daß sie die „Erreger“ in ihrer Umwelt ausschalten. Die Konservativen finden sich zusammen, um für „Recht und Ordnung“ zu sorgen. Und die Linken finden sich zusammen, um dagegen zu protestieren. Dabei geht es stets um den Umgang mit der eigenen Erregung, nie um die wirklichen Probleme in dieser Welt.

Fokalpunkte der Erregung lösen ganze Kreuzzüge aus. Man denke etwa an die Verschwörung gegen Reich von Kommunisten und Menschen mit einer ähnlichen Charakterstruktur. Sein Insistieren darauf, daß soziologische Probleme eine letztendlich biologische (besser gesagt bioenergetische) Ursache haben, entzog ihrer gesamten neurotischen Abwehr die Grundlage – deshalb mußte Reich vernichtet werden.

Oder man denke daran, daß bekennende Homosexuelle stets mit einem viehischen Haß von Konservativen verfolgt wurden. In afrikanischen, arabischen und karibischen Ländern bedeutet es schlichtweg den sicheren Tod, sich zu seiner Homosexualität zu bekennen. Dazu bedarf es nicht einmal des Eingreifens einer schwulenfeindlichen Obrigkeit. Der Mob erledigt das! Das „Gay-Sein“ stellt wirklich die gesamte Existenz des Konservativen infrage: Selbstkontrolle, Triebverzicht, festgelegte Rollen. Ähnlich gefährlich sind „Zigeuner“ und „Wilde“. Das wird in dem wunderschönen französischen Film Chocolade sehr plastisch präsentiert.

Ist die Orgonomie prüde? (Teil 4)

14. Juni 2025

„Die Day-Pride-Bewegung ist nicht aus dem Bedürfnis heraus entstanden, das Schwulsein zu feiern, sondern wegen unseres Rechts ohne Verfolgung zu leben. Also statt sich zu fragen, warum es keine Hetero-Pride-Bewegung gibt, sei dankbar, daß du keine brauchst.“

Das Problem mit diesem Argument ist, daß sich in der antiautoritären Gesellschaft die Verhältnisse umgekehrt haben: in der autoritären Gesellschaft wurden Schwule aus Haß gegen die Genitalität (!) verfolgt, während sie und andere „sexuelle Minderheiten“ heute aus dem gleichen Grund hofiert werden.

Vor etwa 1960 wurden Schwule unterdrückt, weil ihre Sexualität quasi „genital“ war, d.h. ausschließlich dem Lustgewinn diente, womit der lustfeindliche Kern der autoritären Gesellschaft in Frage gestellt wurde. Heute, nach der sexuellen Revolution, dient das Feiern prägenitaler Pseudosexualität dem exakt gleichen Ziel: der Unterdrückung von Lust, läuft sie doch letztendlich immer auf Kastration hinaus.

Die Genitalität kann angesichts einer seit 6000 Jahren eingebleuten Panzerungstendenz nur in einer „lustfreundlichen“ Atmosphäre gedeihen. Früher gefährdeten „Gays“ (!) die lustfeindliche Atmosphäre, also die gesellschaftliche Panzerung, heute erhält „Gay-Pride“ sie sie auf eine denkbar perfide Weise, denn wer wird angesichts einer quasi regierungsamtlichen „Pride Parade“, in der sich alles denkbar drastisch explizit um Lust und Leidenschaft dreht, noch ernsthaft annehmen, der gesellschaftliche Trend wäre lustfeindlich? Vereinfacht: früher wurde die genitale Lust durch die Neurose ersetzt, heute durch die Perversion.

Man stelle sich mal eine „Straight Pride“ vor! Mal ganz abgesehen davon, daß sie im Wiederspruch zur Heterosexualität im allgemeinen und der Genitalität im besonderen stünde, weil diese eben auf INTIMITÄT beruht, und jedwede Angleichung an „Gay Pride“ nichts weiter als Pornographie, Perversion und eine eklige Zurschaustellung des Treibens im „lokalen Swingerclubs“ wäre, also das diametrale Gegenteil des intendierten, – wäre die ganze fiktive und ohnehin nicht umsetzbare Angelegenheit sofort Opfer von haßerfüllten Gegenprotesten, wie wir sie heute etwa bei Umzügen von christlichen Lebensschützern beobachten.

Tatsächlich ist das wahrscheinlich die beste Annäherung. Man muß den grotesken und buchstäblich MÖRDERISCHEN Haß der „Progressiven“ selbst erfahren haben – und das dann mit den vollkommen ungestörten und stets harmonisch verlaufenden Umzügen aller denkbaren Perversen vergleichen!

Es sei daran erinnert, daß es mittlerweile Bestrebungen gibt, die Rechte von „Queeren“ im Grundgesetz zu verankern, womit die Orgasmustheorie verfassungsfeindlich wird! Man denke doch nur an das bereits bestehende „Selbstbestimmungsgesetz”, das aus dem Begriff „Selbstbestimmung“ wortwörtlich eine Travestie gemacht hat.

Die Emotionelle Pest hat es fertiggebracht „sexuelle Befreiung“ synonym mit Kastration zu machen!

Um zum Eingangsstatement zurückzukehren: Wie können zusätzliche Rechte der Perversen, deren „Pride“, die Gesunden negativ betreffen? Weil ich die Perversen bereits unterdrücke, wenn ich „Gesundheit“ definiere, sie „herstellen“ will und vor allem verhindern will, daß Kinder krank (also pervers) werden!

Ist die Orgonomie prüde? (Teil 3)

13. Juni 2025

Der bioenergetische Kern des Lebens und dessen kosmischer Bedeutung ist die Orgasmusfunktion, d.h. die unwillkürliche Konvulsion des gesamten lebenden Organismus bei der beiderseitigen bioenergetischen Entladung während der genitalen Umarmung von Mann und Frau. (Christusmord, Freiburg 1978, S. 69)

Dies ist der Kern von all dem, wofür der Name „Wilhelm Reich“ steht. Ein Wissenschaftler, der nach eigenem Bekunden nur eine einzige Entdeckung gemacht hat: die Funktion der orgastischen Plasmazuckung (Äther, Gott und Teufel, S. 3). Jeder, der den Namen „Wilhelm Reich“ in einem anderen Sinne benutzt, wie es sogenannte „Reichianer“ tun… „Orgonomie“ ohne Orgasmutheorie ist wie ein Dampfkessel ohne Ventil. Sie ist schlimmer als alle bisherigen Formen des Faschismus.

Auf die kürzeste Formel gebracht lautet die Reichsche Orgasmustheorie (Scienza Orgonomica, Vol. I, No. 1):

Die Energie der Neurose (EN) entstammt der Differenz aus prägenitaler Energieanhäufung (EA) und genitaler Energieentladung (EE), so daß wir beim Gesunden haben:

Dies ist Ur- und Ausgangspunkt und die Grundlage der Orgonomie ohne alle Qualifikationen und Abstriche. Man kann über alles diskutieren, aber mit dem Infragestellen dieser einen Formel verläßt man die Orgonomie, so daß jede Diskussion innerhalb der Orgonomie absolut sinnlos ist. Wenn diese Formel nicht stimmt, wäre die gesamte Orgonomie null und nichtig.

Ursprünglich wollte Reich der Vegetotherapie die Bezeichnung „Orgasmotherapie“ geben, hat dies aber aus naheliegenden Gründen unterlassen. Auch die Orgonomie als Ganzes ist imgrunde nichts anderes als „Orgasmologie“. Leider kann man auch dies kaum öffentlich vertreten, ohne schwersten Mißverständnissen ausgesetzt zu sein. Aber andererseits wurde die Orgonomie auf pestilent verzerrte Weise ohnehin schon von je her so aufgefaßt, wie z.B. folgender Satz aus Psychologie heute (Aug. 1987) anläßlich der neuen Prüderie in den USA zeigt:

Auch in den sechziger Jahren, vor dem Eintritt der USA in den Vietnamkrieg, kämpften Politiker und Medien gegen eine angeblich steigende Promiskuität und Prostitution, die „Amerika in eine gigantische Reichsche Orgon-Box verwandelt“ hätten (so das Time-Magazine 1964).

Freiheit und sexuelle Gesundheit sind in der Orgonomie austauschbare Begriffe. Wenn sie für vollkommene sexuelle Freiheit eintritt, ist dies identisch mit der Einschränkung von „perverser ‚Freiheit’“. So steht die Orgonomie in einer unhaltbaren Stellung zwischen Zwangsmoralisten und Freiheitskrämern. Ausgerechnet diese „Orgasmologie“ fordert dazu auf, „mit allen Mitteln“ zu versuchen, „die pornographische Flut einer Epidemie permissiver Fickerei einzudämmen“ (Christusmord, S. 183). Denn es gäbe, so Reich,

kaum einen Zweifel, daß eine (…) Periode permissiver Fickerei(…), jede Spur einer menschlichen Existenz auslöschen würde, ohne auch nur etwas Glück und Befreiung zu bringen. (ebd. S. 184)

Natürliche Liebe, die sich in tote Genitalien ergießt, wird zu Haß und stumpfen Mord am sozialen Dasein. (S. 186)

In der Zwischenzeit hat Viagra impotenten Männern „kalte“ Erektionen beschert. Neue Medikamente sollen nun Männern mit Ejaculatio praecox helfen, ihren „Orgasmus“ länger hinauszuzögern.

Honda stellte 2003 den ersten Sexroboter der Welt vor. „Asimo“ imitiere die Bewegungen beim Akt naturgetreu. „Der Roboter erledigt das Vorspiel, zu dem die gestreßten Paare von heute nicht mehr kommen“, erklärt Projektleiter Dr. Naidu.

Anfang der 1920er Jahre setzte sich Reich über das Tabu seiner psychoanalytischen Kollegen hinweg, mit dem das aktuelle Sexualleben des Patienten belegt war. Reich gab sich nicht mehr mit der bloßen Aussage des Patienten zufrieden, er habe Verkehr gehabt, sondern er ergründete, wie genau und mit welchen Gefühlen dieser Verkehr vonstatten ging. Was sich ihm unter der Oberfläche bürgerlicher Normalität darbot, war die Spaltung zwischen der „schmutzigen“ Welt des Bordells einerseits und dem Krampf ehelicher „Pflichterfüllung“ andererseits.

In der „Sexuellen Revolution“ hat sich nicht mehr ereignet, als daß sich das Bordell ausgeweitet und sich mit dem „Geist“ ausgesöhnt hat. Die kalte Praxis des vorgeblich ältesten Gewerbes verbindet sich mit der „Liebe“, Sadismus und Mystizismus fließen wieder in eins. Zur Illustration diene folgender Text aus einer Werbeanzeige für Bild der Frau 1991:

Von A wie Autoerotik bis Z wie Zärtlichkeit: Das intime Wörterbuch der Frau z.B. ANAL SEX: Im Film „Der letzte Tango von Paris“ nahm Marlon Brando dafür Butter. Heute empfehlen Experten andere Gleitmittel, z.B. Babyöl und außerdem besonders strapazierfähige (reißfeste) Kondome. Denn seit Aids ist diese Praktik des Sexualverkehrs mehr denn je ins Gerede gekommen, weil sie wegen der möglichen Übertragung des Aidsvirus am gefährlichsten ist. (…) AYURVEDA: Eine altindische Heilslehre, die im menschlich-sexuellen Verhalten den Schlüssel für Wohlbefinden oder für Krankheit sieht. Basis der Gesundheit ist demnach der menschliche Samen, der den Körper von Männern und Frauen mir Lebenskraft versorgt und gegen jede Krankheit immun macht.

Die schon von Reich beklagte „allgemeine Yogakultur“ obsiegt, der Geist regiert die Maschine Körper und „Sex findet nur im Kopf statt“. Kurz, der „Freie Wille“ triumphiert über die Natur. Hingabe an sie ist nicht mehr nötig. „Orgasmus – Nur auf diese eine Weise?“ fragt die Sexexpertin von Bild am Sonntag (6.12.87). Nein, man kann die Natur überlisten und nach Bedarf „Orgasmen“ aus ihr herauskitzeln:

Ein normaler Höhepunkt – was ist das eigentlich? Unzählige Frauen und Männer meinen, daß ein Höhepunkt, der beim Liebesakt allein durch die Penisbewegung und ohne zusätzliche manuelle Reizung zustande kommt, normal ist. Frauen, denen dieses Kunststück nicht gelingt, bezeichnet die Sexualwissenschaft kurzerhand als „koital anorgastisch“. Brr, wie das schon klingt (…) Der naive Rückschluß, als koital anorgastische Frau nicht normal zu sein, liegt nahe. Was für ein widersprüchlicher Wahnsinn! Laut Statistik haben 70 Prozent aller Frauen Schwierigkeiten, ohne manuelle Reizung beim Liebesakt einen Höhepunkt zu erreichen. Wenn also die statistische Mehrzahl der Frauen bei der körperlichen Vereinigung ohne zusätzliche Stimulation mit der Hand nicht zum Orgasmus kommt, dann ist dieses Unvermögen die Norm; der Orgasmus beim Geschlechtsakt „ohne“ die Ausnahme. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß es eine Frau nur wenig tröstet zu wissen, daß sie mit diesem Problem nicht allein ist. Schließlich zeigen die Männer ziemlich unverhohlen ihre Enttäuschung über das vermeintliche Versagen der Partnerin; oder aber sie lasten ihrem Liebesorgan die Schuld dafür an – selbst dann, wenn das männliche Liebesorgan an Potenz und Größe nichts zu wünschen übrig läßt. Wenn also eine Frau während einer Umarmung ohne manuelle Reizung keinen Höhepunkt erlebt, handelt es sich nicht um eine sexuelle Abweichung, sondern höchstens um eine Abweichung von den männlichen Vorstellungen weiblicher Normalität. Dennoch lassen sich Frauen immer wieder zu einer Lüge aus Liebe hinreißen und tun so, als kämen sie tatsächlich allein durch das Hin und Her seines guten und gewiß sehr willigen Stückes zum Orgasmus. Was alles noch schlimmer macht: Viele Männer lehnen es aus Phallus-Ängsten ab, beim Liebesakt ihre Finger zu Hilfe zu nehmen, um der Partnerin den letzten Schub zum Orgasmus zu ermöglichen. Was tun? Wir Frauen müssen unseren Männern dies klarmachen: Ein Orgasmus ist nicht minderwertiger, nur weil er durch ein geschicktes mechanisches Verfahren ausgelöst wurde! Wie oft ist ein ohne Gefühl gebrauchter Penis mehr Werkzeug, ja sogar Waffe als helfende Finger oder Lippen, die die gemeinsame sinnliche Erregung nur vollenden.

Die Frau hat sich, da Hingabe verpönt ist, mit starken Juckreizen zu begnügen, die das Gegenteil von Lust, nämlich unterschwellige Schmerzempfindungen sind.

Ein Orgasmus ist mehr und grundsätzlich verschieden von einem starken Jucken. (Christusmord, S. 79)

Der Drang zu ständiger Wiederholung des Schmerzes, den man ansonsten ja fliehen würde, vermittelt sogar die Illusion von Lust. Das natürliche genitale Gefühl ist verlorengegangen und „durch trockene, leere, frustrierende Pornographie ersetzt (…), die verzweifelt nach dem verlorenen Paradies drängt“ (ebd. S. 300). Die sexuelle Spannung sucht verkrampft nach Entspannung, so daß zwangsläufig schließlich der Tod als „letzter Ausweg“ mit Libido besetzt wird. Unsere ganze „erotische Kultur“, insbesondere in der neueren erotischen Literatur von Frauen für Frauen wird immer sadistischer, immer „schwärzer“, immer „spitzer“, genauso wie das Outfit der sexuell selbstbewußten Frau.

Auch der Zwillingsbruder des Sadismus, der Mystizismus, verspricht die ultimative Lösung der Spannung: den befreiten Geist, der unberührt über dem Tohuwabohu unbefriedigter Triebe schwebt. Es bildet sich eine sexfeindliche Ideologie heraus, wie sie z.B. die amerikanische Psychologin Gabrielle Brown in The New Celibacy vertrat:

Eine wachsende Zahl gleichgesinnter Amerikaner meiden den Sex. So überdrüssig sind sie der erotischen Lustbarkeiten, die ihnen die sexuelle Revolution beschert hat, daß sie sich frohen Herzens nur noch einem hingeben: dem Zölibat. (…) Übersättigt und doch nicht zufriedengestellt von Spontanfick, Gruppensex und fliegendem Bettwechsel, suchen diese Befreiungsmüden jetzt ihr Heil in der Enthaltsamkeit.

So 1980 der Stern (Nr. 41) lange vor AIDS.

Die vorgebliche „Sexuelle Revolution“ endet dort, wo sie angefangen hat. Angewidert wendet sich der Geist wieder ab, ohne daß der bioenergetische Kern der Sache, die Funktion der genitalorgastischen Plasmazuckung des Gesamtkörpers in der Genitalen Umarmung, auch nur berührt worden ist. Das einzige Ergebnis der „Sexuellen Revolution“ ist nur, daß sie als erledigt abgehakt ist. Die weitaus meisten Menschen verstehen auch gar nicht, wovon hier eigentlich die Rede ist, da sie nicht nur orgastisch impotent sind, sondern darüber hinaus das Gefühl für ihren Kern unterhalb der orgastisch impotent machenden Panzerung verloren haben.

Diese Kontaktlosigkeit wird offensiv in der „Sexualerziehung“ verbreitet. Ohnehin paßt das intime Thema nicht in den Schulalltag. Schon gar nicht die politisch korrekte Indoktrination gegen die Genitalität; Stichwort „sexuelle Orientierung“. Zumal die Sexualerziehung in einem zunehmend antigenitalen sozialen Klima erfolgt, in der wohl Pornographie und alle Arten der Perversion toleriert werden, jedoch die Genitalität massiv unterdrückt wird.

In Amerika ist es so weit, daß jede Äußerung heterosexueller Gefühle in Schulen, jeder körperliche Kontakt zwischen Schülern, strengstens untersagt ist.

Anfang 2008 planten Tausende südafrikanische Teenager ein
landesweites „Massenküssen“. Sie wollten damit gegen ein neues Gesetz protestieren, das unter 16-Jährigen auch einvernehmliche sexuelle Aktivitäten verbietet – Küssen und Schmusen eingeschlossen.

Und in Deutschland:

Es ist das erste Date. Ein 14-jähriges Mädchen, frisch verliebt, lädt ihren 17-jährigen Freund ins Kino ein. Endlich können sich die Teenager unbeobachtet von den Eltern ihren Gefühlen hingeben. Freudig erregt sagt das Mädchen zu ihrem Freund, daß sie die Dunkelheit im Kinosaal zum Schmusen nutzen und ihn auch zum ersten Mal küssen und streicheln will. Der Junge überlegt nicht lange und stimmt diesem Wunsch zu, schließlich ist auch er verliebt – und bekommt den Kinobesuch geschenkt. Doch statt im siebten Liebeshimmel findet sich das 14-jährige Mädchen wenig später vor Gericht wieder. Sie ist wegen des sexuellen Mißbrauchs eines Jugendlichen angeklagt. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren. Dieses Szenario spielt nicht in einem fernen Land, sondern könnte bald in Deutschland Realität werden. Das befürchten zumindest Oppositionspolitiker im Bundestag. Denn am Donnerstag soll das Parlament ein Gesetz beschließen, daß die Ausweitung des Sexualstrafrechts vorsieht. (Stern , 2007)

Das Gesetz der Großen Koalition wurde zum Glück Ende 2007 von der Legislative gestoppt, doch der Geist ist aus der Flasche. In den USA ist es bereits zu Anklagen gegen Kinder gekommen, die Nacktphotos von sich selbst ins Netz gestellt haben: sie hätten „Kinderpornographie“ verbreitet.

Gibt es ein Leben nach dem Tod? (Teil 2)

6. Juni 2025

Der Natur mögen wir einen Tod schulden, der Gesellschaft schulden wir unser Altern. Das fängt damit an, daß junge Eltern das ständige „Partyfeiern“ aufgeben und ihrer Mutterrolle und ihre Rolle als Ernährer und Beschützer der Familie gerecht werden und hört damit auf, daß Selbstverwirklichung im Alter nicht dem eigenen Vergnügen dient, sondern der Gemeinschaft. Ich kann mir nichts Nihilistischeres vorstellen, als Pensionäre, die ihre „Jugendträume“ verwirklichen, statt der Gemeinschaft zu dienen, der sie alles verdanken und die sie jetzt fürstlich alimentiert.

Reife bedeutet in erster Linie, auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, sie ernstzunehmen, etc. Dies hat vielleicht am besten US-General Schwarzkopf zum Ausdruck gebracht, der sagte, das Hauptmotiv des Soldaten sei die Liebe, – die Liebe zum Kameraden, dessen Leben wichtiger sei als das eigene.

Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. (Joh 15,13)

In diesem Sinne ist der rücksichtslose Kriminelle, der nur an sich denkt, keinerlei Loyalitäten, die unreifste Kreatur, die man sich überhaupt vorstellen kann. In diesem Sinne „kriminalisiert“ die Gesellschaft zunehmend. Jeder ist nur noch auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Kaum ein Beamter, der sich nicht einen Behinderungsgrad erschleicht, kaum ein Bürger, der nicht das Amt bescheißt und ohnehin – Geiz ist geil!

Man muß sich nur vor Augen halten, was wir unseren Kindern hinterlassen: Schulden, die für „konsumtive Ausgaben“ aufgenommen wurden und ein System, das die Menschen infantilisiert. Wie neulich ein FDP-Politiker seiner Parteiführung vorwarf: „Es ist gelungen, die FDP als kaltherzig, neoliberal, nicht mitfühlend darzustellen.“ Sind wir hier im Kindergarten, wo die Kleinen eine warmherzige, mitfühlende und fürsorgliche Betreuung benötigen?! Diese Art von infantilisierendem „Sozialstaat“ paßt zu einem Kapitalismus, der aus Erwachsenen Kinder macht, die sich in einem Geschäft voller Süßigkeiten verlustieren können. Auch im Großen ist dieser Kapitalismus zu einer kindischen Unternehmung, einem Börsenspiel, Monopoly ohne Rücksicht auf die Ökologie, die Volkswirtschaft und die Mitmenschen geworden. Befriedigung sofort!

In seinem kindischen egoistischen „Glücksstreben“ zerstört der „freie Mensch“ ganze Ökosysteme und hinterläßt seinen Nachfahren eine übelstinkende Müllhalde. Für nichts, für eine dekadente Abfall-Zivilisation am Rande des klinischen Irreseins. Dazu muß man nicht nach Las Vegas blicken, es reicht schon ein Besuch im örtlichen Einkaufszentrum. Ein Leben, eher ein tierisches Vegetieren, im Dienste der Unterhaltungsindustrie und des Konsums. Ein Großteil der Bevölkerung ist auf Psychopharmaka und andere Drogen. (Schon 1934 notierte Reich in Was ist Klassenbewußtsein?: „Ein Spaßvogel leistete sich vor kurzem den Witz auszurechnen, daß es nach dem Anwachsen der Zahl der Geisteskranken in den U.S.A. zu urteilen in 250 Jahren nur mehr Geisteskranke geben wird.“)

Reich war der erste Gelehrte, der frei von diesem tief in unserer „Zivilisation“ eingegrabenen egoistischen Vampirismus war. Deshalb ist es einfach empörend, daß sein Name so eng mit dem heutigen Hauptfeld des egozentrischen infantilen Narzißmus der Erwachsenen, der Psychotherapie, verknüpft wird, etwa der Gestalttherapie und all dem anderen Zeugs, mit dem den Leuten das Geld aus der Tasche gezogen wird. Therapie kann sehr schnell in das Gegenteil der Reichschen Grundkonzeption von den Kindern der Zukunft ausschlagen. Das beste Beispiel ist der eklige Kindeskopf und Scharlatan Fritz Perls, für den Kinder nur ein Hindernis bei der „Selbstverwirklichung“ waren. Reichs eigentliche Botschaft an den Erwachsenen ist ziemlich deprimierend, weshalb die Orgonomie wohl nie besonders populär werden wird:

Die Menschen ertragen es nicht, zu hören, daß sie ihr Leben für nichts einbüßen, daß sie es verloren haben. (Jenseits der Psychologie, Köln 1997, S. 44)

In der Orgonomie geht es um die Kinder der Zukunft und nicht darum, ob sich nichtsnutzige alte Säcke a la Fritz Perls selbst verwirklichen können. Die verlogenen „Guten und Gerechten“ „opfern sich die Zukunft, – sie kreuzigen alle Menschen-Zukunft!“ (Nietzsche: Also sprach Zarathustra, Studienausgabe, Bd. 4, S. 266). Der heutige Pöbel-Mensch ist nichts weiter als ein pestilenter Vampir, der vom Blut der Zukunft lebt und alles verrät und zerstört, was die Vorfahren erwirtschaftet haben. Man schaue nur, wie wir mit unserem einzigen dauerhaften Kapital, unserem Genpool umgehen!

Während Reich für das Recht der Kinder kämpfte, sie selbst zu bleiben, hat er gleichzeitig immer wieder betont, er selbst sei nur das Werkzeug einer der Natur immanenten Logik, eine bloße Funktion, deren Sinn die Kinder der Zukunft sind. War Reich im Umgang mit Kindern libertär, so hielt er bei Erwachsenen auf Disziplin. Ich erinnere nur an Reichs Aussage in seinem Brief an Neill vom 3. März 1956, wo er davon spricht, daß sich der Student der Orgonomie als bloßes Organ in den Organismus der Orgonomie einzufügen hat. Schon am 23. August 1937 notierte sich Reich in sein Tagebuch:

Ich bin ein ungern gesehener Gast im eigenen Haus – ich störe den Seelenfrieden. Man ist froh, wenn ich für zwei Tage weg bin. Ich werde zur Autorität – wie man sagt. Und das wirkt „erdrückend“ – man möchte es einfach haben – gemütlich – unbeschwert – man möchte nicht von „hohen Anforderungen“ im Lebensgenuß gestört sein.

 

Die organisierte Emotionelle Pest wandert

3. Juni 2025

Spätestens ab dem Jahr 1947 machte Reich die organisierte und schwerbewaffnete Emotionelle Pest im damals Stalinistischen Rußland fest und konstatierte mit einigem Entsetzen, daß sie nach Amerika übergreift. Er dachte dabei an die moskauhörigen Fellow Travellers und eine bereits damals nach weit links abdriftende Kultur- und Wissenschaftsszene, was sogar die Naturwissenschaften betraf, wenn man an die damals aufkommende Debatte um die „Atomspionage“ denkt.

Seitdem hat sich in den USA diese Tendenz grotesk verschärft. Es ist wie in der Bundesrepublik, wo die höhere Beamtenschaft, Medien, Kultur und Akademie durchgehend „Grün“ sind – und selbst die Führung der CDU ist „Grün“. Tatsächlich ist es mit dem Zusammenbruch der UdSSR zu einer grotesken Umkehr der Verhältnisse gekommen. Heute ist Putin der reaktionäre Beelzebub, während die USA für Progressismus steht. Das wird durch den verzweifelten Kampf der genannten Kreise, des sogenannten „tiefen Staates“, gegen Trump nur deutlicher.

Seine erste Präsidentschaft war ein nicht eingeplanter Unfall, dem ein veritabler Staatsstreich folgte, die bizarre Biden-Administration, – der gegenwärtig verpufft und Trump nur noch weiter gestärkt hat, denn bei einer ungebrochenen Weiterführung seiner Präsidentschaft wäre diese folgenlos versandet.

Melanor-Merz (BlackRock) ist hier kein Zufall, denn in ihrer Panik hat die organisierte Emotionelle Pest nunmehr ihre Zentrale nach Europa verlegt. Merz‘ Schuldencoup, ebenfalls ein veritabler Staatsstreich, bedeutet nichts anderes, als daß die allerletzten finanziellen Reserven des Westens der pestilenten Agenda zur Verfügung gestellt werden. Du, Deine Kinder und Kindeskinder werden versklavt!

Letztendlich geht es dabei um den Grundkonflikt zwischen Emotioneller Pest (Stalinistischer Staatskapitalismus und Monopolkapitalismus a la „Rockefeller“) und Arbeitsdemokratie (Marktwirtschaft und Libertarismus). Was gemeint ist, wird unmittelbar einsichtig, wenn man sich die „merkwürdige“ Harmonie zwischen Der Linken und Bertelsmann vergegenwärtigt oder sich an die „merkwürdige“ Allianz zwischen Antifa und Pharmaindustrie zu Corona-Zeiten erinnert.

Reich war angesichts von „Mildred Brady“ mit genau demselben Phänomen konfrontiert, dessen Konstatierung ihm die Diagnose einer „paranoiden Psychose“ einbrachte. Rockefeller beherrschte den gesamten Medizin-, Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in vollkommener Eintracht mit der Linken, deren Kern die Fellow Travellers waren. Zusammen taten sie alles, um die Orgonomie zu vernichten. Man schaue sich heute die Merz-Republik an! Es ist letztendlich der Kampf zwischen DOR und OR.

Das ist alles dermaßen offensichtlich, daß Homo normalis – nichts sieht.

Daß wir es bei der Melange aus Melanor-Merz und DOR-Linker wirklich mit der Emotionellen Pest zu tun haben, sieht man an zweierlei: die Pest gibt sich als Resistance aus (die Faschisten und Gleichschalter als „Antifa“) und das explizit unter der, nochmal, explizit antigenitalen Regenbogenfahne:

Die geisteskranken WICHSER, die solche Button tragen, gerieren sich tatsächlich als Widerstandskämpfer – so sieht ein wirklicher antifaschistischer Widerstandkämpfer aus:

Im übrigen… Respect! Die Emotionelle Pest gibt vor, gegen die Emotionelle Pest zu kämpfen!

Orgonomische Soziologie am Beispiel der deutschen Polizei

30. Mai 2025

Ich präsentiere hier erneut einen Blogeintrag aus dem Jahre 2013. Die angegebene Quelle, pi-news.net, ist nicht mehr aufrufbar. Trotzdem ist das ganze immer noch lesenswert. Zwar gibt es nichts Unbedeuteneres als die Zeitung von gestern, aber die von vor-vor-vor-vorgestern ist teilweise interessanter als das Exemplar von heute, denn die Gegenwart gewinnt an Tiefenschärfe. Hat sich ein abzeuchnender Trend abgeschwächt oder verschärft? Hier sehen wir, daß sich die beschriebenen Probleme verschärft haben. Die Polizei ist diverser, die Bürokratie noch grotesker und die Apartheid noch ausgeprägter geworden: deutsche Gesetze gelten nur noch für treudoofe Biodeutsche:

Die orgonomische Soziologie wurde, angefangen mit dem 1942 verfaßten Vorwort zur Massenpsychologie des Faschismus in Amerika von Wilhelm Reich, Elsworth F. Baker und Charles Konia entwickelt. Ist das ganze auf deutsche Verhältnisse übertragbar?

Auf pi-news ist neulich der Erfahrungsbericht eines Polizeibeamten mit mehr als 30 Jahren Diensterfahrung erschienen. Dieser Text ist bemerkenswert, weil er in jedem Punkt die orgonomische Soziologie bestätigt.

Die Polizei werde seit den 1980er Jahren systematisch geschwächt. Der Abbau der „bewaffneten Organe“ (Militär und Polizei) ist ein typisches Syndrom des Einflusses des liberalen Charakters auf den Gang der Zeit. Die Energie wird von der Muskulatur auf das Gehirn verlagert, weil der liberale Charakter aufgrund seiner Charakterstruktur gesunde Aggression nicht ertragen kann. Er wehrt sich gegen seine Orgasmusangst nicht primär mit muskulärer Panzerung, sondern durch „intellektuelle Abwehr“.

Das zeigt sich auch in der Polizeiorganisation selbst, wo diverse „Polizeireformen“ dafür sorgten, daß immer mehr Polizisten am Schreitisch sitzen und „Wachtmeister“ einen immer größeren Teil ihres Tages für Papierkram verschwenden. Energieverlagerung von der „Muskulatur“ ins „Gehirn“!

Folge ist, daß die Streifenwagen derartig mit Aufträgen überlastet sind, daß der Bürger nach einem Notruf immer länger auf Hilfe warten muß. Aus Sicht des linken Gesindels, das heute das öffentliche Leben in Deutschland beherrscht, sind Leute, die die Polizei rufen, verachtenswerte Spießer („Nazis“!), die sich an ihren auf Ausbeutung beruhenden Wohlstand klammern. Der Linksliberale identifiziert sich mit den Kriminellen (zu einem Gutteil „Migranten“), die die wahren Opfer seien. Er identifiziert sich mit den Verlierern und Außenseitern, weil er seinen Ödipuskomplex nicht bewältigt hat und entsprechend in ewiger subversiver Rebellion gegen den kastrierenden Vater verharrt, statt in offene Konkurrenz (Kapitalismus!) mit ihm zu treten und sich entsprechend mit ihm zu identifizieren (Nationalismus!).

Unter der geradezu orgonomisch wirkenden Überschrift „Charakterliches und ideologisches Desaster“ fährt der Polizeibeamte fort, daß der einzelne Polizist kaum noch auf Rückendeckung durch die Vorgesetzten und übergeordneten Behörden rechnen kann: alle folgen dem linken Zeitgeist und möchten nicht ihre Karriere gefährden. Was bleibt ist eine allgemeine Verunsicherung. „Der selbstsichere, sich seiner Autorität bewußte und Autorität ausstrahlende ‚Herr Wachtmeister‘ ist schon lange ausgestorben!“ Er kann keine Macht mehr ausüben.

Das hat natürlich mit der anti-autoritären Degeneration der Gesellschaft zu tun, die Charles Konia beschrieben hat.

Die Kompetenzen, die der frühere Wachtmeister noch hatte, wurden immer mehr beschnitten. Die Zeiten, wo ich als junger Polizeibeamter auf der Wache noch Schreiben amtlich beglaubigen durfte, sind schon lange vorbei. Das war ein schöner, freundlicher Dienst am Bürger – kostenlos. Viel schlimmer aber ist, daß man uns auch bei den für Polizisten rudimentär wichtigen Ermächtigungen beschnitt. Früher durften wir Blutproben bei betrunkenen Autofahrern selbständig anordnen. Heute müssen die Kollegen erst umständlich und zeitraubend eine richterliche Erlaubnis für eine simple Blutprobe einholen!

Das ist ein schlagendes Beispiel für ein Grundcharakteristikum der anti-autoritären Gesellschaft, in der die lokalen, „bürgernahen“ Autoritäten immer mehr geschwächt werden, während zentrale, „bürgerferne“ Autoritäten gleichzeitig eine Stärkung erfahren. Folge ist ein wachsendes Chaos und Gesetzlosigkeit. Der einzelne Polizist wird bloßgestellt und irgendwelche Randalierer können ihm auf der Nase rumtanzen: er muß „verhandeln“ und „deeskalieren“.

„Ein weiterer Schritt in den Abgrund, neben Personalabbau, fehlender Rückendeckung und Kompetenzentzug, waren die ständigen Reformen der Ausbildung!“ Ganz im Sinne der linksliberalen und anti-autoritären Gesinnung wurde die Ausbildung der Polizisten konsequent entmilitarisiert. Kasernen mit morgendlichem Antreten, Marschieren, Kameradschaft, Sauberkeit, korrekte Kleidung, Korpsgeist, etc. sind heute undenkbar. Außerdem dürfen sich heute nur noch Abiturienten bei der Polizei bewerben.

Und wenn diese Abiturienten bei der Polizei einsteigen, erleben sie heute eine „entmilitarisierte“ Ausbildung und durchlaufen, mehr oder weniger als Einzelkämpfer, einsam ihr dreijähriges Bachelor-Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung! Werden da die Kerle geschmiedet, die man im harten Polizeialltag braucht?

Zur Schwächung der Polizei trage auch der hohe Frauenanteil bei. „(W)enn der Frauenanteil zu hoch wird, schwächt das, rein körperlich betrachtet, die Polizei. Ich selbst war jedenfalls bei mancher Schlägerei froh, einen kräftigen männlichen Kollegen neben mir zu haben! (…) Frauen müssen bei der Polizei nicht die gleichen sportlichen Leistungen erbringen, wie ihre männlichen Kollegen. Warum eigentlich?“

Es geht um die Durchsetzung irgendwelcher ideologisch vorgegebener weltfremder „Gleichheitsgrundsätze“, wobei kurioserweise das eine Geschlecht „gleicher ist“ als das andere. Und es geht um die muskuläre Schwächung der Polizei – siehe oben.

Der Polizeibeamte resümiert:

Personalabbau, fehlende Rückendeckung, Kompetenzentzug, polizeifeindlicher Zeitgeist, falsche Ausbildung und Rekrutierung – das alles über Jahrzehnte kann nicht ohne böse Folgen für die innere Sicherheit unseres Landes bleiben!

Dieser ganze Wahnsinn ist nur vor dem Hintergrund der von Reich, Baker und Konia ausgearbeiteten soziopolitischen Charakterologie begreiflich.

Hinzu kommt die ideologisch gewollte Bereicherung, die uns das vaterlandslose Dreckspack beschert hat, dessen Agenda die Ausmerzung des deutschen Volkes ist. Der Polizeibeamte spricht das zwar in seinem Text nicht direkt an, aber jedem ist klar, welche Klientel er meint, wenn er über den Alltag des Bonner Polizisten schreibt:

Er zieht sich zurück, fährt vielleicht „erst mal um den Block“, schaut woanders hin, meidet gefährliche Gegenden. (…) Selbst bei kleinen Verkehrsdelikten eskaliert die Situation heute häufiger, als noch vor 25 Jahren, weil eben kein Respekt mehr vorhanden ist. Der lächerliche nichtangelegte Gurt kann heute schnell zu einer körperlichen Auseinandersetzung führen. Glauben Sie es mir! Ich weiß, wovon ich spreche! Warum also den Verkehrsverstoß ahnden, wenn man keine Lust auf diesen Streß hat?

Polizeibeamter

Die koexistierende Wirkung in der soziopolitischen Charakterologie

29. Mai 2025

Bis zum Überdruß liegen Beschreibungen vor, wie sich die Bewegung der orgonotischen Erregung soziopolitisch äußert: „Kreiselwelle (energetisches Orgonom mit seinem Zentrum im ZNS) liberal“ vs. „Pulsation (orgonotisches System mit seinem Zentrum im Solar plexus) konservativ“. Ad nauseam!

Vielleicht wichtiger ist aber das einheitliche Funktionieren der orgonotischen Erregung, d.h. die koexistierende Wirkung, die sich in Erstrahlung und Anziehung kundtut. Genau darum (Erstrahlung und Anziehung) kreisen die beiden gegensätzlichen gesellschaftspolitischen Ideologien vor allem.

Das gesamte Fühlen und Denken der Linken dreht sich um das, was man im Englischen passenderweise „enlightenment“ nennt, also „Erleuchtung“ = Erstrahlung – die Wolken ziehen sich zurück und mit der „Aufklärung“ kommt die Sonne. Alles, was diese „Aufklärer“ empfinden, rationalisieren und schließlich tun, ist Ausdruck einer einseitigen bioenergetischen Polung in Richtung Erstrahlung: ihr Rationalismus bzw. „Kult der Vernunft“, ihre Formulierungen, die um „das Licht“ kreisen, ihr Planungs- und Ordnungswahn: das wuchernde Dickicht muß weg, damit das Licht den Boden erreicht.

Auf der rechten Seite ist es entsprechend die orgonotische Funktion „Anziehung“, die sich im „Glauben“ bzw. in der „Naturverbundenheit“ zeigt, in der Vaterlandsliebe, das um „Blut und Boden“ kreisende Empfinden. Schon in den 1970er Jahre war mir der gravierende Unterschied der rechten Ästhetik im Vergleich zur linken aufgefallen und zwar anhand des konservativen „ZDF-Magazins“ von Gerhard Löwenthal, dessen dunkle Erdfarben in einem auffälligen Gegensatz zur hellen Ästhetik der linken Politmagazine im Ersten standen. Die inneren Kämpfe des Konservativen drehen sich um Teilhabe „am Stammeserbe“, „an Gottes Liebe“, um die Frage, ob man würdig ist oder zurückgewiesen wird – gemäß den beiden Variationen des CFP „Anziehung“. Bei den Linken hingegen dreht sich alles darum, den „revolutionären Geist“, „den Impuls der Aufklärung“ etc. aufrechtzuerhalten – die Flamme am Erlöschen zu hindern.

All das „Linke“ und „Rechte“ hat nur oberflächlich mit realen gesellschaftlichen Problemen, d.h. arbeitsdemokratischen Problemen zu tun, sondern ist Ausdruck von Panzerung, die es verhindert, daß Erstrahlung natürlicherweise in Anziehung übergeht und umgekehrt. Genauso wie im Funktionsbereich „relative Bewegung“ die Panzerung eben das, die Bewegung, hintertreibt, einschränkt, bizarr einseitig macht, unterbindet die Panzerung im Funktionsbereich „koexistierende Wirkung“ – die koexistierende Wirkung. Resultat sind zwei vollkommen verkrüppelte Wesen, von Krankheit grotesk entstellte Monster: der „verstrahlte“ Liberale (Linke nach europäischer Ausdrucksweise) und der „gläubige“ Konservative, der ewig im finsteren Mittelalter feststecken wird. Ziel der Orgonomie ist, daß sich die orgonotische Erregung gesund und frei von diesem pseudorationalistischen und religiösen Wahnsinn ausbreiten kann!

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Wahlverhalten” und folgende

22. Mai 2025

Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Wahlverhalten“ und folgende

Peter auf dem Weg zur Orgonomie (Teil 13)

19. Mai 2025

Ich war dabei! Die Welt ist bereits untergegangen und niemand hat es bemerkt. Die 1970er waren der allerletzte Nachklang von menschlicher Kultur. Was Jugendliche, was wir, damals an Musik hörten, war das allerletzte Echo von Kultur:

Das Äon-Wechsel von 1960, d.h. der damals Fahrt aufnehmende Übergang von der alten autoritären zur neuen antiautoritären (und deshalb nicht lebensfähigen) Gesellschaft, insbesondere die sexuelle Revolution der 1960er Jahre, hat jedes menschliche Leben ausgelöscht. Es war, als hätte man eine Atombombe gezündet. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie mich damals ihr alles zerfetzender apokalyptischer Krach aus dem Schlaf des pomadigen „autoritären“ Lebens riß, das mir vorbestimmt war:

Gleichzeitig war da der sehnsuchtsvolle Zauber einer Verheißung eines neuen Lebens, eines neuen Äons:

Dieser Vibe ist verpufft und wir leben in der atomaren Wüste eines verstrahlten Planeten. Es gibt keine kulturellen Impulse mehr. Die Politik und die gesamte Akademie ist nur noch ein verachtenswertes Affentheater. Leere Gesten und sinnloses Gegrunze. Es ist aus und vorbei. Die, die die 1970er Jahre nicht mehr bewußt erlebt haben, tun mir leid, da sie in diesem inhaltsleeren Nichts aufgewachsen sind. Man mache das Radio an und lasse die „musikalische“ Plastikjauche in sein Hirn fließen! Und man vertue sich nicht: das Innenleben der heutigen Jugend sieht genau so aus!

Natürlich darf in dieser Blogserie mein unvermeidliches Bild, Bild 17, aus dem Jahr 1973 nicht fehlen… Interessant, daß das ungefähr das Jahr ist, um das die Netzseite über Paul Mathews und insbesondere auch deren Anhang kreist. Damals hatten wir den Weltuntergang – unter Ausschluß der Öffentlichkeit.

Gibt es denn keine Zukunft? Ähhh, hallo, das Äon ist vorbei! Die antike Welt ist an ihrer grotesken Dekadenz verreckt, Reich zufolge an ihrer entmenschlichenden Pornoreligion (Christusmord), und aus ihren Trümmern hat sich das Christentum erhoben. Diese neue, christliche Zivilisation ist zwischen 1914 und ca. 1974 untergegangen. Wir leben nunmehr seit einem halben Jahrhundert sozusagen im inhaltsleeren „Nachhall“ dieses Untergangs in einem geisterhaften Niemandsland. Ende. Finito. Aus. In diesem leeren Ort gibt es auch keine Zeit mehr: 1995, 2005, 2015, 2025 – nichts, wirklich nichts ändert sich mehr an der Musik, dem Erscheinungsbild der Menschen, der Mode, der Politik, nichts – es alles erstarrt.

Seit 1981/82 fasziniert mich das Plattencover bzw. das Konzertplakat einer Band, von deren Musik ich nie auch nur einen einzigen Ton gehört habe:

„No Future!“ war damals schon längst erreicht! Es ist wie bei Nietzsches bekannten „tollen Menschen“, der konstatiert, daß seine Zeitgenossen das Offensichtliche noch gar nicht mitbekommen haben: daß Gott verstorben ist und deshalb die (seine!) Welt ihren Untergang bereits hinter sich hat. Schon mal aufgefallen, daß es Deutschland gar nicht mehr gibt! Und das diese „Demokratie“ nicht mal mehr eine Simulation ist! Es gibt keine Filme mehr, keine Architektur, keine – Menschen! „Keine Menschen“? Ja, man frage jeden psychoanalytisch zumindest noch angehauchten Psychiater: es gibt keine klassischen Neurotiker mehr, sondern nur noch frühgestörte – Kreaturen, die gar nicht merken, daß sie am Leben sind. Sie wissen ja noch nicht mal welches Geschlecht sie haben oder welcher Spezies sie angehören:

Meine Generation wurde in den Untergang der Menschheit, ihre Zombiefizierung hineingeboren.

Ohne die Orgonomie wird es kein neues Äon geben. KEINE ZUKUNFT!

Musk und die arbeitsdemokratische Revolution

18. Mai 2025

Die Politik der sozialistischen Einheitspartei „Unsere Demokratie“ (SPD, CDU/CSU, Grüne und Linke) basiert auf Freiheitsangst, letztendlich Orgasmusangst, und kann auf biophysische Erstarrung (Panzerung) zurückgeführt werden. Erstarrtes Gewebe hat eine Todesangst vor dem expansiven Impuls des Orgons! Statt Deregulierung herrscht Regelwut und Bevormundung, um die schlechten, gierigen und ungezügelten Menschen an die Kandare zu nehmen. Man könne den Trieben dieser armen Teufel nicht trauen. Nur wenn ein allwissender, strenger aber gerechter Staat ihnen allerorten Grenzen setzt, gäbe es eine Chance, daß sie sich wenigstens einigermaßen anständig durchs Leben schlagen. Dafür nimmt man in Kauf, daß Kreativität, Wachstum und Entwicklung auf der Strecke bleiben. Kurioserweise glaubt man gleichzeitig, daß die sozialistischen Regulatoren an der Spitze gut, genügsam und rational sind, sowie alles überblicken und lenken können. Hier ist der Mensch plötzlich gottgleich. Jeder, der wie unsereins diese Götter, diese Inkarnationen des sexual-und lebensfeindlichen Über-Ichs, haßt und verachtet, ist abgrundtief – „nicht hilfreich“.

Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:

Der natürliche arbeitsdemokratische Prozeß verträgt keine anderen administrativen Funktionen als solche, die dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erleichterung ihrer Lebensfunktionen dienen. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 248)

Er setzte sich für die Ersetzung der gesamten Staatsmaschine durch die Organisation der Produktion auf der Grundlage freier und gleicher Assoziation von Produzenten ein (ebd., S. 217).

Die Verantwortung für den Gang der menschlichen Bedürfnisbefriedigung würde ausschließlich auf den Konsumenten und Produzenten lasten und ihnen nicht von einer autoritären Staatsadministration gegen ihren Willen und Protest aufgezwungen werden müssen. (ebd., S. 279)

Und weiter:

(…) nur in dem Maße, in dem der Staat deutlich sichtbar und jedem unmißverständlich sich selbst abbaut, ist arbeitsdemokratische Entwicklung organisch möglich (…) unterdrückt [der Staat] die Freiheitssehnsucht, mißbraucht er sie gar und stellt er sich der Tendenz zur Selbstverwaltung in den Weg, dann bezeugt er seinen faschistischen Charakter. (ebd., S. 254f)

Die besagten Götter und ihre Speichellecker sehen das anders: für sie sind Trump, Musk und Milei die „Faschisten“!

Reichs Ansatz und der unserer drei Helden bedeutet zunächst einmal die Zerschlagung des Asozialstaates. Solidarität ist eine Sache der freiwillig und selbständig handelnden Individuen (Kontakt) und nicht Aufgabe von kalten Institutionen (Kontaktlosigkeit). Jeder Bundes-„Bürger“ – vom Baby bis zum Greis – erhielt 2021 durchschnittlich 10 000 bis 12 000 Euro pro Jahr, inklusive Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld und andere Unterstützungen (1,2 Billionen Euro insgesamt)! Es läuft nicht nur darauf hinaus, daß Menschen zu Zootieren degradiert werden, sondern auch darauf, daß die primären Triebe (in diesem Fall vor allem produktive Arbeit) die sekundären Triebe finanzieren: es ist der Weg in den garantierten Abgrund. Nichts ist demoralisierender als nicht für seinen eigenen Lebenserhalt aufzukommen. Analog zu den primären und sekundären Trieben könnte man durchaus sagen, daß selbsterarbeitetes Geld „primäres Geld“ ist, während geschenktes bzw. ergaunertes Geld „sekundäres Geld“ ist – Dekadenz!

Wie ich, der Souverän, an mein Geld komme, geht dem Staat einen feuchten Kehricht an! Deshalb die ersatzlose Abschaffung der sozialistischen (zutiefst kriminellen) Einkommenssteuer, die die Produktion bestraft und vor allem verteuert. Entsprechend kann die Umsatzsteuer die Einkommenssteuer ersetzen, ohne daß die Preise unverhältnismäßig steigen müssen. Markus Krall!

Am wichtigsten ist aber die Zerschlagung des staatlichen Geldmonopols und der sozialistischen Planwirtschaft („Geldmengensteuerung“) und ihre Ersetzung durch eine private Goldwährung, Bitcoin etc., um der mafiösen Korruption (die Leute an der Quelle erhalten „frisches“ Geld, während der machtferne Plebs sich mit dem inflationierten Geld zufriedengeben muß) zu unterbinden und dezentrale, private Planung möglich zu machen, allein schon weil man sparen kann, ohne Angst zu haben, daß die Inflation das harterarbeitete Geld auflöst.

Und wo wir schon bei der Zerschlagung der Mafia und ihrer Schutzgelderpresserei sind: genauso müssen Gewerkschaften, Handwerkskammern, Unternehmerverbände und andere politischer Kartelle zerschlagen werden, jedenfalls wenn es sich in irgendeiner Weise um Zwangsmitgliedschaften handelt. Jedes Machtkartell der Produzenten ist wider die Arbeitsdemokratie. Reich hat sich immer wieder darüber ausgelassen, daß es das Gegenteil von Arbeitsdemokratie, nämlich organisierte Emotionelle Pest, ist, wenn Produzenten von Gasleuchten gegen die Produzenten von Elektrolampen vorgehen, Zeppelinbauer gegen Flugzeugbauer etc. – die Pharmaindustrie gegen den Orgonenergie-Akkumulator.

Maßnahmen, wie sie Musk durchsetzt, sind zwar nur ökonomischer Natur, jedoch entsprechen sie den biosozialen Erfordernissen. Es geht hier unmittelbar um Funktionen, die jenen der sexuellen Revolution im Sinne Reichs entsprechen: Selbstregulierung, freie Entfaltung, Befriedigung primärer Impulse, Lebendigkeit, eine neue Art von Moral jenseits der sozialistischen Zwangsmoral. Dagegen wenden sich bezeichnenderweise die sexual- und lebensfeindlichen Pfaffen in einem „Grundsatzpapier zur Sozial- und Wirtschaftspolitik“, in dem sie die Gier geißeln und den Staat loben.