Peters Hähjt Spietsch

2. Dezember 2016

In der Merkelschen Postdemokratie ist regierungsamtlich viel von „Haß“ die Rede. Etwas ganz Schreckliches, was ausgemerzt werden müsse. Dabei gehört Haß, neben Liebe und Angst, zu den drei Grundemotionen. Phylogenetisch steht sie mit dem Mesoderm und damit der Muskulatur im Zusammenhang: Hindernisse werden beseitigt. Die dazugehörige Emotion ist der Haß. Er ist sowohl eine Antwort auf die Angst (Kontraktion), die das Hindernis hervorruft, hat aber gleichzeitig auch eine expansive, in die Umwelt ausgreifende Komponente. Haß ist dementsprechend etwas Lebensförderndes, Positives.

Der Haß hat einen so schlechten Leumund, weil es ein sozusagen „inneres Hindernis“ gibt: die Panzerung. Alle expansiven, liebevollen Impulse, die vom bioenergetischen Kern aus nach außen streben, müssen dieses Hindernis überwinden und verwandeln sich dabei in Haß. Dementsprechend gibt es einen „rationalen Haß“, der sich gegen reale äußere Hindernisse richtet, und einen „irrationalen Haß“, der eine Funktion unserer gepanzerten Charakterstruktur ist und nicht der Wirklichkeit. Wenn ich mich etwa gegen die Vernichtung des deutschen Volkes durch Umvolkung, die sich ganz konkret in der Vergiftung meines Alltags zeigt, der immer anstrengender und gefährlicher wird, wende, dann ist das rational. Die blinde Niedertracht gegen Ausländer und Fremdrassige („Rassismus“) ist stets irrational (Emotionelle Pest). Das Gesindel, das uns regiert, vermischt das heillos, um darauf sein politisches Süppchen zu kochen. Widerliches Pack!

Ekstase, sexuelle Zwangsmoral und Gott

1. Dezember 2016

Reich zufolge ist Religion eine Art Ersatzbefriedigung, ein Ersatz für sexuelle Erfüllung. Das wird offensichtlich in der religiösen Imagination, ob diese nun in der Musik oder der bildenden Kunst zum Ausdruck kommt. Die „Liebe“ zu Gott hat sexuelle Konnotationen, das Paradies; religiöse Ekstase ist ununterscheidbar von sexueller. Die Religion sorge, so Reich, gleichzeitig aber auch dafür, daß die Menschen sexuell gehemmt werden, sich jede natürliche Lust als sündhaft versagen und „Disziplin lernen“.

Michael Ferguson et al. (University of Utah) konnte jetzt zeigen, daß das Glücksgefühl in Phasen intensiver religiöser Gefühle vom Belohnungszentrum im Gehirn hervorgerufen wird. „Bei der spirituellen Erfahrung feuern ähnliche Neuronen wie bei Liebe, Sex, Glücksspiel oder auch Sucht.“ An die Stelle der Selbstregulierung auf der Grundlage sexueller Befriedigung tritt ein sadomasochistisches Seelendrama.

Die jungen Mormonen, die die Forscher mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanz-Tomographie während ihrer religiösen Hingabe untersuchten, beschrieben „ein Gefühl des Friedens und der Wärme, viele waren sogar so bewegt, daß sie Tränen in den Augen hatten (…). Auch im Gehirn der Gläubigen tat sich einiges: Während der Phasen starker spiritueller Gefühle registrierte der Hirnscanner eine deutliche Aktivierung des Nucleus accumbens – einem wichtigen Teil des Belohnungs-Schaltkreises im Gehirn. Dieses Hirnzentrum trägt unter anderem dazu bei, daß wir bei Liebe, Sex, Musik, aber auch Glücksspiel und Drogen intensive Befriedigung verspüren. Offenbar hat auch das Glücksgefühl bei der religiösen Praxis der Mormonen in diesem Schaltkreis seinen Ursprung.“

Gleichzeitig „löste die religiöse Praxis bei den gläubigen Probanden aber noch weitere Hirnveränderungen aus: Auch Zentren für die Aufmerksamkeit und der mediale präfrontale Cortex waren in den Phasen starker spiritueller Empfindungen besonders aktiv. Dieses Hirnareal ist unter anderem für Bewertungen, die Einschätzung von Situationen und moralische Überlegungen zuständig. Demnach hat die religiöse Verzückung bei den frommen Mormonen durchaus auch eine rationale Komponente und ist kein reines, diffuses Gefühl.“

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

28. November 2016

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 12. Die Kinder der Finsternis / Satan

Soziale Demokratie und Arbeitsdemokratie

27. November 2016

Im Rahmen der Aufarbeitung von Reichs Gesamtwerk, und nicht zuletzt infolge der Öffnung des Reich-Archivs im Jahre 2007, sind Bestrebungen imgange Reichs Konzept „Arbeitsdemokratie“ mit den linken Konzepten einer „sozialem Demokratie“ zu verknüpfen, wie sie seit Anfang des 19. Jahrhunderts von Sozialdemokraten, Kommunisten und Anarchisten entworfen wurden. Reich war schließlich in der „sozialen Demokratie“ des „Austromarxismus“, der kommunistischen Massenparteien (jedenfalls war die KPD eine und vieles war wie ein Probelauf der späteren „DDR“) und der linkssozialistischen Splittergruppen im Skandinavischen Exil politisch sozialisiert worden. Sie alle sahen sich als die einzig konsequenten „Sozial-Demokraten“, im Gegensatz zur rein formalen Demokratie bürgerlicher Provenienz.

Leider ist die Vorstellung, daß die Arbeitsdemokratie in irgendeiner Weise eine Fortführung der sozialen Demokratie sei, irreführend. In der sozialen Demokratie geht es nämlich

  1. um die Demokratisierung aller Lebensbereiche („Demokratie darf am Werkstor nicht aufhören!“),
  2. die Durchsetzung von Interessen mit demokratischen Mitteln („Frauenbewegung“, „Schwulenbewegung“, „zivilgesellschaftliches Engagement“, etc.) und
  3. die Ersetzung der üblichen bürgerlichen Politik, bei der es nur um „harte Themen“ geht (Handelsabkommen, Militärfragen, Fragen der Staatsorganisation, etc.), durch Gesellschaftspolitik, bei der es um „weiche Fragen“ geht, etwa um das Familienleben, insbesondere aber um die Frage der „sozialen Gerechtigkeit“.

Man muß diese drei Punkte nur kurz überfliegen, um sofort zu sehen, daß sie das genaue Gegenteil der Arbeitsdemokratie darstellen, nämlich ein Agierfeld der Emotionellen Pest. Das fängt damit an, daß der Schriftsetzer mitbestimmen will, was der Redakteur in der Zeitung abdruckt. Eine krassere Negierung der Arbeitsdemokratie kann man sich kaum vorstellen! Quer zu allen Arbeitsbeziehungen werden die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Vorlieben, etc. gegeneinander in Position gebracht und damit die Arbeitsdemokratie ebenfalls im Kern angegriffen. Ähnlich ist es damit bestellt, wenn sich die Politik in jeden Bereich der Gesellschaft einmischt. Beispielsweise werden Frauen gedrängt, ihre Kinder so früh wie nur irgendmöglich Kinderkrippen zu überantworten, um wieder für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Mit immer neuen Vorgaben, wird es den Ärzten praktisch unmöglich gemacht, ihren Beruf vernünftig (d.h. arbeitsdemokratisch) nachzugehen – und so in praktisch allen Berufen.

Zwei Modjus als „Therapeuten“

25. November 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Zwei Modjus als „Therapeuten“

 

 

Robert 2014: „In dem Versuch sich mittels Massage selbst zu heilen, entdeckte Lowen, zusammen mit einem Kollegen (John Pierrakos), die ‚Streßpositionen‘, die das therapeutische Kernelement der Lowenschen „Bioenergetik“ ausmachen.“

Massage ist doch das genaue Gegenteil von Stresspositionen. Für mich hört sich das eher wie eine Verbalhornung an.
Ich hab mich nach den Bioenergetischen Übungen immer befreit gefühlt; auch weil man mal richtig schreien konnte. Allerdings machte meine Gruppe fast nur die Bioenergetischen Übungen oder Selbstdarstellung wie AAO, also großer Murks.

„eher dazu ersonnen Spontaneität zu unterdrücken“

Das ist meiner Erfahrung nach Unsinn, weil ja Gefühle durchbrechen oder hochkommen.

Peter: Es ist vollkommen irrelevant, wie man sich nach bioenergetischen Übungen fühlt bzw. das „Gefühle durchbrechen“. Es ist ähnlich wie mit der Psychoanalyse, wo „wilde Deutungen“ auch teilweise dramatische Effekte hatte und beim Patienten zu „tiefen Einsichten“ führte. So funktioniert jede psychologische und medizinische Charlatanerie. Entscheidend ist, ob es der Entwicklung hin zur Genitalität dienlich ist oder nicht.

Klaus: Das linke Befreiungsideal wurde durch 68 auch auf den einzelnen Menschen, seine ‚Psyche‘, bezogen. Das gehört wohl zur Freiheitskrämerei. Gerade Kindern in unseren Breiten scheint heute oft ein ‚inneres Gerüst‘ zu fehlen. Manchmal erwähnen Orgontherapeuten, dass sie vorübergehend Panzer aufbauen müssen – wenn ich es richtig verstehe. Gerade in der Charakteranalyse wird ja immer wieder betont, wie gefährlich Chaos ist. Und was ist chaotischer als mehr oder weniger in Eigenregie durchgeführte ‚Bioenergetik‘? (Das Chaos spiegelt sich sicher in Lowens ‚Theorie‘ wider.)

O.: Es ist so deprimierend, wenn man andere „Therapeuten“ mit Reich vergleichen will und diese nur Unsinn von sich geben, dass man sie nicht einmal zitieren kann/möchte.
Ferner sind diese „charakterlosen“ Pseudotherapeuten, die sich um gute Therapien tummeln, ein scheinbar immer vorhandenes Problem. Jeder durchschnittliche Psychologe hat da mehr (berufliche) Ehre und geht empathischer oder fürsorglicher mit Patienten um, auch wenn er nur an der „Oberfläche“ therapiert.

David: Lowen ist auch deshalb so beliebt, weil er wild alles zusammenwürfelte, etwa Psychoanalyse und Orgonomie, wie ich schon sagte: es sind Dealer. Etwa Cannabis aus Kostengründen mit Ziegenscheiße strecken und / oder chemische Substanzen hinzufügen, welche den „Kick“ noch verstärken sollen – letzteres jedoch vor allem bei Pulver-Drogen wie z.B. H.
Oder auch die legalen Suchtmittel-Dealer: den Tabakszigaretten werden angeblich Substanzen hinzugefügt, welche das – ohnehin hohe – Suchtpotential des Nikotins noch mehr erhöhen.
und so alles für die Praxis unbrauchbar machte
Unbrauchbar ist es – jedenfalls für den Geldbeutel dieser Leute – überhaupt nicht.
Und: wenn dann noch – infolge Öffnung des Beckens bei gleichzeitiger Beibehaltung des „Bretts vorm Kopf“ die Leute noch verwirrter werden, dann hat auch der herkömmliche Dealer-Psychiater mit seinem Medikamenten-Köfferchen was zu verdienen, um die gröbsten Schäden zu reparieren oder wenigstens zuzdecken.
Einschub:
OffTopic: Der Marxist:
Der Marxist ist ebenfalls ein krimineller Dealer. Im Grunde ist es bei ihm „Vorschussbetrug“ – wie bei der „Nigeria-Connection“.
Er sagt, um die ausbeutungs- und herrschaftsfreie Gesellschaft herbeizuführen, musst Du erst eine Diktatur errichten – mit ihm an der Spitze. Dann diese Diktatur und den Klassenkampf immer mehr verschärfen.
Und dann kommt der Kommunismus: nämlich die natürliche, selbstregulierende Gesellschaft.
Heute, nach dem Zusammenbruch der DDR 1989 und der UdSSR 1991 ist es sehr einfach zu sehen, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt.
Einschub Ende.
Vorschussbetrug begeht der „lowenianische“ Therapeut überhaupt nicht. Er verlangt nicht nach Vorleistungen, sondern sagt einfach schnell und billig „da unten“ alles aufmachen.
Genauso wie etwa Lowens Vorstellung einer „Pendelbewegung“ zwischen Gehirn und Becken.
Da scheint mir allerdings recht viel dran zu sein.
Das Gehirn braucht man zum Beispiel – neben den Armen und weiteren Körperteilen – zum Kämpfen und zum Arbeiten. Daher ist – meines Erachtens – diese Pendelbewegung notwendig, damit man auch, was der Gesunde – Reich zufolge – tut, zwischen Sexualität und Arbeit pendeln kann.
Ansonsten scheint mir der „lowenianische“ Freiheitskrämer mit dem „linken“ einige Charaktereigenschaften gemeinsam zu haben.

Klaus: Ich frage mich, wie sehr die Deutungen von Janov einerseits und von Herskowitz andererseits das tatsächliche Geschehen widerspiegeln. Denn wie kann es sein, dass nach der ‚Therapie‘ Leute wie Lennon und Yoko Ono – so krank sie sonst (gewesen) sein mögen – so lebensfähig und (gerade was Ono betrifft) durchsetzungsfähig waren, wie man sie kennt? Oder ist es möglich, dass der neurotische Charakter irgendwie wenigstens teilweise ‚zusammenbricht‘, nichts der Gesundheit näher Kommendes an dessen Stelle tritt und man dann noch ziemlich ‚stark‘ und handlungsfähig ist (jedenfalls nicht nur wimmernd auf dem Boden sitzt)?

O.: Es gibt keinerlei Logik zwischen Janovs auspowernde Urschrei-Methode und dem angeblichen Effekt, den er erzielt haben möchte bei seinen „Patienten“. Vielmehr hat er wie andere auch einfach mal etwas behauptet, was er irgendwo her hat (vielleicht gelesen hat) und möchte den Anschein erwecken, er wüßte, von was er redet. Leute, die Dinge von anderen kopieren, erzählen so wirres Zeug.

Robert: Weil der Angriff auf den Panzer auch was freisetzt. Vielleicht war Janov 1969 noch kein größenwahnsinniger Angeber, sondern eher am Beginn seiner Karriere und darum die Therapie nicht so destruktiv.
Die Besprechung von Peter ist in der Regel daran orientiert, alles was nicht Orgontherapie ist, als minderwertig hinzustellen. Es wird mit Sicherheit auch Klienten geben, die von der Primärtherapie profitiert haben.

Robert: Der Volldepp Alexander Lowen bezeichnete sich als, nach Freud, Ferenczi und Reich, vierten großen Psychiater des 20. Jahrhunderts.
Man sollte daran denken, in den achtziger Jahren war die Bioenergetische Analyse die am weitesten verbreitete Therapie in den USA (laut Lowen).
Davon abgesehen: bis 1945 war der Volldepp mit Wolfe Reichs einzige Schüler.

Peter: Thorburn.

Robert: A critique of a therapy that involves trauma-centrism, catharsis, and attempted memory recovery
http://debunkingprimaltherapy.com/

Peter:
http://www.dieontogenetischeseite.de/kritikanJanovundPT.htm

David: … dort auch:
– Er sagte, sie würden nicht mit Leuten verhandeln, die ein niedriges Einkommen haben. Sie waren sehr streng. Wenn die Leute das Geld nicht hätten, müssten sie sofort mit der Therapie aufhören.**
Typisch für das Gebaren „alternativer“ Kreise, wie ich es manchmal erlebe.
Aber auch – Zitat aus der Anmerkung des Übersetzers:
** Kommentar FW: In seinem jüngsten Buch Primal Healing schreibt Janov im Anhang „Was ist Primärtherapie?“ Folgendes: „…..Wir sehen viel mehr Individuen aus der Arbeiterklasse als aus der Oberklasse.
Es gibt Leute, die in ihren Autos lebten, um für die Therapie zu sparen, obwohl wir eine Stiftung haben, die bedürftigen Patienten Therapie-Stipendien anbietet.“ Auf der aktuellen Webseite des Primal Centers werden Patienten zitiert, die anscheinend ein solches Stipendium erhielten und sich dafür bedanken.
Es scheint, dass sich die Dinge hier zugunsten mittelloser Patienten entwickelt haben.
Zitat Ende, Hervorhebung von mir.
Offenbar fängt man dort endlich zu denken an.

Klaus: Orgontheorie ist der Ansatz einer Theorie. Diese Theorie umfasst auch einen Gesundheitsbegriff. Und danach ist es erst einmal ziemlich egal, ob ein Patient glaubt, von etwas profitiert zu haben. Wer ein tolles Erlebnis haben will, mag Wellness oder eine Droge oder einen Urschrei-Workshop wählen.
Wenn ich „Theorie“ sage, meine ich damit übrigens nicht „etwas Praxisfernes“ oder „Unsinnliches“, sondern durchaus etwas, das Erleben und Beobachtungen mehr oder weniger gut standhält (hierzu vgl. z. B. Arbeiten Quines, etwa http://www.ditext.com/quine/quine.html ). An der Theorie muss noch vieles ausformuliert werden. Zur Erfahrungsbasis der Theorie gehören auch die Erfahrungen in der orgontherapeutischen Praxis einerseits und mit ‚neoreichianischen‘ Methoden andererseits. Und wer kein Versuchskaninchen sein will, … im Ernst: Ist man mit jemandem, der so wirr – eben new-age-mäßig – wie Lowen schreibt, gut beraten? Weisen die Erfahrungen, die man mit Orgon machen kann, nicht darauf hin, womit man vielleicht besser beraten wäre?

Mr Mindcontrol: Tja, was sage ich sonst zur „Tiefenpsychologie“? Sie ist eine Anti-Tiefen-Psychologie! Während die PA die ganze Persönlichkeit „durchanalysiert“ und damit alle tiefen Gefühle intellektuelle zerquatscht gibt Janov hier unumwunden zu, dass Patienten die PT gemacht haben keine Tiefenstruktur mehr haben. Es geht also um Zerschlagung der Tiefenstrukturen die einen Menschen auch ausmachen. Es ist Teil meines Menschseins „Schichten“ und damit auch „Tiefe“ zu haben.
Da lobe ich wieder einmal die Hypnose ( leider ein immer noch massiv unterschätztes Verfahren ) mit der man in tiefe Schichten „reisen“ kann ohne die Strukturen zu zerstören.
Interessant mit dem Vergleich Elektro-Schock ist ja dass Janov und seine humanistischen Anhänger diese klassische Psychiatrie verteufeln ( in der Tat gibt es da sehr viel zu kritisieren ) und selber nicht besser sind. Ich halte einen klassichen E-Schock der Psychiatrie der bei der Behandlung von Depression übrigens gerade eine steigende Beliebtheit zu erfahren scheint für harmloser, ganz einfach weil das passiv ist und der Patient nicht lernt sich selber fertig zu machen. Ein Reset und ein Neustart des Gehirns kann u.U. tatsächlich falsche Verknüpfungen lösen und zur Neuorierntierung beitragen, ein lernen aber wie man sich Traumatische Schocks selber beibringt um Probleme zu lösen halte ich für sehr problematisch. Ich denke auch dass durch die alte Forma der Primärtherapie, Bonding, istdp etc. die traumatische Spaltung noch vertieft wird, die „geplatzten Reifen“ ( ich habe bei der PT die Abwehr immer mit einen Gummiband verglichen dass die PT zum reissen bringt, obwohl viele Abwehr doch biologisch sinnvoll ist lediglich fehlgeleitet sein kann wie bei einer Auto-Immun-Reaktion ) werden irgendwann versuchen sich wieder aufzubauen ( was ja dem Gesetzt der automatischen Heilung in der Natur entspricht ). Dann gehen die Komplikationen erst richtig los und das Spüren der traumatuischen Spaltung wird unerträglich genauso wie wenn der Rausch eine destruktiven Droge nachlässt.
Janov selber nimmt sich aber die Frechheit raus andere Therapien wie Rebirting zu kritisieren weil Sie die Abwehr mit Gewalt brechen. Wenn man seine Ausführungen auf der „Ontogenetischen Seite“ liest könnt man davon ausgehen seine PT wäre human und würde nicht überfordern und die Abwehr auch nicht mit Gewalt brechen.
Janovs Jünger im Web wie „expat“ oder „primal“ weisen sie ganzen Vorwürfe zurück und meinen das würde doch alles gar nicht stimmen. Angeblich gäbe es jetzt eine neue Primärtherapie die das nicht mache auch ganz ohne Intensiv-Phase. Stimmt das oder sind das nur Janovs übliche Lügen ( schon 1980 hat er in einen Zeit-Interview zur Verantwortung in der PT dreist gelogen )?

O.: EKT (E-Schocktherapie) wird ausschließlich bei rezdivierender depressiver Störung, schwerer Episode vorzugsweise mit psychotischen Symptomen als letztes Mittel angewendet, wenn Psychotherapie und Psychopharmaka völlig versagen und zu keiner Besserung führen können. Sie wird nicht generell bei „Depression“ angewendet und wer dies tut – weil es in der Medizn mal wieder Mode wird – sollte die ärtzliche Approbation abgeben müssen, so meine irrelevante Meinung.

Mr Mindcontrol: In der Charite „Benjamin Franklin“ in Berlin Westend vor 1 Jahr wurden an einen Plakat die Vorzüge der EKT regelrech beworben. Wie sie funktiniert etc.
Na ja die „Platanen-Allee“ war schon in den 1980ern für ihre E-Schock-Therapie berühmt und berüchtigt!
Was in den 80ern und 90ern noch total böse war wird hier mehr und mehr hoffähig. Klar gibt es da auch Schäden, on Medikamente aber besser sind weiss ich nicht.

O.: Diese Werbung für die EKT und auch Ritalin an der Platanen-Allee (früher noch FU) ist für mich sehr befremdlich (gewesen). Auch die Hochbegabtenförderung und -forschung wurde betrieben. Nie wurde Studenten ein Fall präsentiert, bei dem ein Erfolg berichtet werden konnte.
Leider veröffentlicht auch die VT (wen wundert es), dass EKT eine Methode zur Behandlung von Depression sei, vermutlich weil es bei Schizophrenie schon nichts brachte.

David: Bekanntermaßen wird über „Katathymes Bilderleben“ (KB) gesagt dass der Therapeut damit viel schneller – vielleicht auch tiefer – in die unbewussten Bereiche vordringen könne als mit Psychoanalyse; ferner wird das KB als eine der Hypnosetherapie-Methoden gesehen.

Er ist wieder da!

23. November 2016

Ich habe mir den Film Er ist wieder da angeschaut – und mich geärgert. Erstens wird Hitler als eine viel zu drahtige und dynamische Persönlichkeit gezeichnet. Und zweitens wird er instrumentalisiert, um jeden nationalen Widerstand in die Nazi-Ecke zu stellen: Pegida, Wilders, LePen. Wir seien verführbar mit „einfachen Lösungen“, die Demokratie sei nur ein Firnis über dem animalisch Bösen und die Umerziehung des Deutschen Volkes sei noch nicht abgeschlossen, da es immer noch nach Führung lechze. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diese Art von „Antifaschismus“ verachte.

Er ist wieder da ist Emotionelle Pest, denn der Film zeichnet einen geschönten, ansprechenden Hitler, den es nie gegeben hat. Ein Wiedergänger von Hans Albers spielt Hitler! Hitler war ein linkischer Mensch und alles anderes als souverän im Auftreten. In einer „Fernseh-Demokratie“ wäre er nie an die Macht gekommen, aber genau das Gegenteil ist das Thema des Films: Hitler als souverän agierender Medienstar, der in Interviews brilliert, gar Humor (d.h. Selbstdistanz) hat. Hitler, Humor!! In dem Film ist es Hitler, ausgerechnet Hitler, der der zweiten Hauptfigur Ratschläge darüber gibt, wie man eine Frau erobert und prompt setzt der Protagonist dies erfolgreich in die Tat um. Ausgerechnet Hitler, der sich nur an Kindfrauen herantraute, der alles andere als drahtig war, dessen Körperhaltung schlaff war, dessen Uniform nie paßte, dessen Hut immer zu groß war! Man fragt sich wirklich, inwieweit die Filmemacher Hitleristen sind, denn sie inszenieren diesen entscheidungsschwachen Bohémien zu einem übermenschlichen Helden, so wie es Goebbels und Riefenstahl vor ihnen taten. Im Jahre 2016 wird der Hitler-Mythos zelebriert! Hitler als Macher!

Um der pestilenten Sauerei dann auch noch die Krone aufzusetzen, werden die heutigen Kämpfer gegen die moderne Form des Faschismus, nämlich gegen Salafismus und wertezersetzenden Globalismus, als Wiedergänger Hitlers gebrandmarkt, indem ihre Gesichter an strategischen Punkten des Films immer wieder eingeblendet werden. Ihre Anhänger werden als Dummbratzen gezeichnet. Es gibt in diesem Land nur eine einzige sinnvolle Parallele zum Großdeutschen Reich und seinem Untergang: eine wahnsinnig gewordene Merkel, ein auf Kadavergehorsam getrimmtes Pseudoparlament und eine gleichgeschaltete Lügenpresse. Dieses filmische Machwerk reiht sich da perfekt ein.

Kurz, dieser Film ist das Produkt des in wirklich jeder Hinsicht gescheiterten, vollständig verpeilten faschistischen „Antifaschismus“ der Nachkriegszeit. Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte!

In dem Interview unten wird exakt gezeigt, wie wir in eine neue pestilente Diktatur abgleiten:

Das war 2012, mittlerweile ist es um Potenzen schlimmer!

Was würde ein orgonomischer Kanzler tun?

22. November 2016

Wäre nicht viel zu tun? Lauter „orgonomische“ Gesetze könnten eingebracht und „orgonomische“ Prinzipien angewendet werden! Tatsächlich würde ein „orgonomischer Kanzler“, der diesen Namen verdient, rein gar nichts bzw. weniger als gar nichts tun, d.h. er würde die gesamte Gesetzgebung seit etwa 1973 rückgängig machen, als die „Gesellschaftspolitik“ begann, die normale Politik zu überwuchern.

Die Menschen sollen selbst die Verantwortung für ihr Leben übernehmen und alles, was man tun kann, ist ihnen dabei sowenig Steine in den Weg zu legen wie irgend möglich. Nur ein Beispiel: Es gibt derartig viele Gutmenschen, deren gesamtes Fühlen und Denken dem Wohlergehen der „Unterprivilegierten“ gilt. Gut, schaffen wir den Sozialstaat ab, dann können sie sich frei entfalten und das Elend weitaus effektiver bekämpfen als ineffiziente Bürokratien. Auch die ach so moralischen Christen könnten sich endlich entfalten und „den Armen dienen“!

Alles, was ein genuin orgonomischer Kanzler zu tun hätte, wäre die Bekämpfung der Emotionellen Pest, insbesondere solcher Linker, die gar nicht selbst den „Armen und Entrechteten“ praktisch helfen wollen, sondern das Thema der „sozialen Gerechtigkeit“ nur benutzen, um selbst an die Macht zu kommen.

Gesetze und das gesamte Rechtssystem sind nur ein Ausdruck der gesellschaftlichen Panzerung (individuelle Fälle werden in das Prokrustesbett allgemeiner „Gesetze“ gezwängt!). Sie sollten auf ein notwendiges (!) Mindestmaß zusammengestrichen und die freiwerdenden Kapazitäten einer einzigen Aufgabe gewidmet werden: der Ausmerzung der aktuellen Emotionellen Pest und der Prävention neuer Ausbrüche dieser schlimmsten aller Epidemien.

Die Biodynamik hinter Trump und Hillary

21. November 2016

Hier ein ehemaliger Berater von Bill Clinton, der die Seiten gewechselt hat:

Trump mag, wie im „phallischen“ New York üblich, ein Arschloch sein, ein ultraharter Geschäftsmann, aber er ist nicht gemein, d.h. außerhalb und nach dem Geschäft will er dir nicht übel, ganz im Gegenteil. Hillary ist hingegen, „ganz Washington, DC“, hinterhältig und gemein („anal“), sticht dir in den Rücken, kaum hast du dich umgedreht. Sie ist schwach und könnte in der direkten Auseinandersetzung nicht überleben.

Dazu ist dreierlei zu sagen:

  1. Der „anale Mann“, d.h. jeder, der weniger phallisch-narzißtisch als Donald Trump ist, fühlt sich bedroht (Kastrationsangst). Ähnlich jede hysterische Frau. Das erklärt die absolut groteske hysterische Angst vor Trump bei den Beta-Männern in den Medien und bei den Frauen, die so tun, als bestünde die Gefahr, daß sie jeden Moment von Trump höchstpersönlich vergewaltigt werden.
  2. Der Liberale (Linke) ist intellektuell gepanzert („intellektuelle Abwehr“), Konservative wie Trump sind muskulär gepanzert („muskuläre Abwehr“). In der direkten Auseinandersetzung kann der Linke nur mit Hinterhältigkeit bestehen. Beispielsweise wird dem Konservativen jedes Wort im Mund umgedreht, so daß er, wie er sich auch immer wendet, als sadistischer Faschist dasteht.
  3. Der genitale Charakter ist gradlinig und meint, was er sagt. Das entspricht auch weitgehend dem Ich-Ideal der meisten Neurotiker. Beim pestilenten Charakter hingegen steht das Verhalten nie in Übereinstimmung mit seinen Worten: es ist von Liebe (sic!) und Offenheit die Rede, doch die Taten sind hinterhältig und von nachtragendem Haß geprägt.

Ein zorniger Brief über „Reichianische“ Therapeuten (Satire)

19. November 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Ein zorniger Brief über „Reichianische“ Therapeuten (Satire)

Ströme

18. November 2016

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Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Ströme