Posts Tagged ‘Kortisol’

ZUKUNFTSKINDER: 2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

31. Januar 2018

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

ZUKUNFTSKINDER:

2. Die Vererbungsfrage, a. Genetik und Epigenetik

Schrumpfungsbiopathie: Schizophrenie und Diabetes

24. Juni 2017

„Patienten mit beginnender Psychose zeigen häufig Zeichen einer Glukoseintoleranz und Insulinresistenz. Offenbar erhöht bereits die Erkrankung das Diabetesrisiko und nicht erst die Therapie.“ So die ÄrzteZeitung für Neurologen und Psychiater (Juni 2017).

Es geht darum, daß Schizophrene im Durchschnitt 15 Jahre, wenn nicht sogar 30 Jahre, früher sterben als Normale. Gut, sie bewegen sich weniger, rauchen viel, gehen weniger zum Arzt, aber das erklärt nicht alles. Beispielsweise deutet einiges auf einen gestörten Blutzuckerhaushalt mit Insulinresistenz hin und zwar vor der Gabe von Antipsychotika, die das Problem weiter verschärfen. Es spreche viel für einen gemeinsamen Hintergrund von Schizophrenie und Diabetes. Beispielsweise läßt sich bei Menschen, die während oder kurz nach einer Hungersnot zur Welt kommen, ein vermehrtes Auftreten sowohl von Schizophrenie als auch von Diabetes nachweisen. Vermehrter Streß und ein erhöhter Kortisolspiegel gehen ebenfalls mit einem gesteigerten Risiko für Schizophrenie und Diabetes einher. Und schließlich gebe es, wie könnte es anders sein, auch gemeinsame genetische Prädispositionen, denn Verwandte von Schizophrenie-Patienten erkranken vermehrt an Typ-2-Diabetes.

Aus orgonomischer Sicht drängt sich die Erklärung von vornherein auf, denn beide Erkrankungen sind Schrumpfungsbiopathien, bei denen der Organismus seine Orgonität nicht aufrechterhalten kann. Nicht nur die Welt und das eigene Ich des Schizophrenen zerfällt, sondern auch sein Körpergefühl und nicht zuletzt der Körper selbst. Typisch ist eine extrem schlechte Atmung, eine klamme, kalte, blasse, teigige Haut und ein schwaches und vor allem diffuses Orgonenergie-Feld. Bei Diabetes ist das Gewebe energetisch so schwach, daß es die Nährstoffe, insbesondere aber den Zucker nicht mehr aus dem Blut gemäß dem orgonomischen Potential abziehen kann, sondern ganz im Gegenteil gemäß dem mechanischen Potential sie ins Blut abgibt. Diabetiker verdauen sich praktisch selbst und pissen ihr aufgelöstes Fleisch aus.

Emotionen sind für den Therapieerfolg wichtiger als Einsicht und Deutung

22. Februar 2017

So der Titel eines Tagungsberichts von dem Psychiater und Psychotherapeuten Andreas Meißner im NeuroTransmitter (Feb. 2017), dem offizielles Organ der Nervenärzte, Neurologen und Psychiater. Im Gegensatz zur ursprünglichen Psychoanalyse sei heute die Therapie dieses Traditionsstranges intersubjektiv statt hierarchisch, partnerschaftlich statt autoritär. Die therapeutische Beziehung ist der entscheidende Wirkfaktor, nicht mehr Deutung und Einsicht. Früheste nonverbale Beziehungserfahrungen werden jenseits der Sprache im prozeduralen Gedächtnis („Beziehungsgedächtnis“) abgelegt und können deshalb nicht „gedeutet“ werden, sondern es kann in der therapeutischen Beziehung allenfalls zur Nachreifung kommen. Die Gesprächsatmosphäre wird wichtiger als die kognitive Verarbeitung, denn sie schafft einen „Entwicklungsraum“. Entsprechend kommt es ganz entscheidend auf die Wahrnehmungsfähigkeit, die Lebendigkeit und das Verständnis des Therapeuten an.

Liest man die entsprechenden Ausführungen, muß man spontan an Reichs Konzept von gegenseitiger orgonotischer Erstrahlung und Anziehung denken. Etwa wenn es bei Meißner heißt:

Es handelt sich [bei Therapeut und Patient] um ein analytisches Paar, das etwas neues Drittes erschafft, eine neue Wirklichkeit, eine neue gemeinsame Erfahrung, aus der nun beide Beteiligten verändert hervorgehen, verändert in verschiedener Weise und in unterschiedlichem Ausmaß.

In dieser Art von Therapie hört der Patient auf, sich als bloßes Opfer längst vergangener Interaktionen zu betrachten, sondern (ganz wie in Reichs Charakteranalyse) tritt das Hier und Jetzt in den Vordergrund.

Soweit referiert Meißner Ausführungen des emeritierten Professors für Psychosomatik und Psychotherapie, Michael Erdmann. Im Anschluß daran beschreibt Meißner ergänzende Ausführungen des Professors für Verhaltensphysiologie und Neurobiologie, Gerhard Roth:

Pränataler und früh postnataler milderer Streß der Mutter führt beim Kind zu einem erhöhten Kortisolspiegel, der einhergeht mit Überängstlichkeit, Melancholie oder Angststörungen. Bei stärkerem, chronischem und nicht bewältigbarem Streß führt der entsprechende Hyperkortisolismus zu atypischer Depression, Empfänglichkeit für posttraumatische Belastungsstörungen und zu emotionaler Unempfindlichkeit bis hin zur Psychopathie (wie man sie etwa beim „gefühllosen Berufskiller“ findet). Der Hyperkortisolismus geht fast immer mit einer verminderten Serotoninproduktion einher, was zu Störungen der Regulation von Nahrungsaufnahme, Schlaf, Temperaturregulation, der Fähigkeit der Verhaltensregulation, Beruhigung und Wohlbefinden, etc. führt. Reich sprach hier von „Sympathikotonie“, der chronischen energetischen Kontraktion des Organismus, die bereits im Uterus anfange, spätestens aber während und unmittelbar nach der Geburt.

Dem könne, so Roth, ein Oxytocinanstieg im Rahmen einer liebevollen Interaktion entgegenwirken. Die Kortisolproduktion werde verhindert, der Serotoninspiegel steige. Damit sei die Möglichkeit einer Kompensation früher psychischer (gemeint ist wohl eher emotionaler) Defizite gegeben.

Aus diesem Grund seien auch rein kognitive Therapiestrategien kaum erfolgreich. Die neurobiologische Forschung zeige, daß die Wirkung etwa der kognitiven Verhaltenstherapie auf emotional wirkenden Faktoren beruhen müsse, wie die Bindung zum Therapeuten und das konkrete verhaltenstherapeutische Training und Einüben im Hier und Jetzt. Ähnliches ließe sich über die „einsichtsvermittelnde und bewußtmachende“ Psychoanalyse sagen. „Eine rein sprachlich aufklärende Mitteilung wirke nicht auf die subkortikalen limbischen Zentren, erläuterte Roth. Wirksam wird die Behandlung, wenn emotionale Dinge eine Rolle spielen.“ Ähnliches sagte Reich in der damaligen Begrifflichkeit seit Anfang der 1930er Jahre. Die psychoanalytischen Sektierer haben ihn dafür mit einem gnadenlosen Haß und abgrundtiefer Verachtung gestraft.

Auf die Orgontherapie verweist folgende Stelle in Meißners Aufsatz: Durch die therapeutische Allianz komme es zu den erläuterten neurobiologischen Veränderungen hinsichtlich Kortisol, Serotonin, Oxytocin, etc. Doch „Roth wies darauf hin, daß die eigentlichen strukturellfunktionellen Defizite dabei aber offenbar nicht behoben werden, was die hohe Rückfallquote von 80% erklären könnte“. Deshalb spiele „das Aufspüren von Ressourcen und das Einüben alternativer Schemata im Fühlen, Denken und Handeln“ in einer zweiten Therapiephase eine große Rolle. Die neurobiologische Umstrukturierung brauche halt Zeit. Schön und gut, aber tatsächlich scheitern diese Therapien letztendlich, weil die PANZERUNG nicht angegangen wird!

Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich

16. Mai 2014

Zentral für Reichs Herangehensweise ist seine Beschreibung des Autonomen Nervensystems, das sich aus dem Parasympathikus (Vagus) und dem Sympathikus zusammensetzt. Der erstere steht für Expansion, Lust, Leben und Wachstum, der letztere für das Gegenteil. Deshalb heißt es in einer der Überschriften von Dr. Müschenichs Werk Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich (Marburg 1995): „chronische Sympathikotonie in der Genese psychosomatischer Krankheiten“.

In diesen Zusammenhang paßt eine schwedische Studie, die gezeigt hat, daß dem Gedächtnis von Demenzkranken durch eine elektrische Reizung am Vagusnerv auf die Sprünge geholfen werden kann. Bei Alzheimerkranken kann diese Stimulation den Erkrankungsverlauf bremsen, allgemein aktivierend und antidepressiv wirken. Doch der mechanistischen Medizin bleibt der Mechanismus, der hinter dieser Methode steckt, ein Rätsel.

Chemische Verbindungen wie Lezithin und Cholin sind „funktionell identisch“ mit dem Parasympathikus. Auf der Website cholinebaby.com ist im Detail nachzulesen, daß sich das Babygehirn durch Cholin besser entwickelt. Deshalb sollten Frauen während der Schwangerschaft z.B. Eier, Leber und Pilze zu sich nehmen.

„Sympathikotonie“, d.h. die Kontraktion des Biosystems, ist die nach dem auf Stressoren reagierenden sympathischen Nervensystem benannt, das den Körper auch dann noch stimuliert, wenn schon längst jede äußere Bedrohung weggefallen ist. Dieses Streßsyndrom, d.h. der Körper ist ständig buchstäblich angespannt (Panzerung), hat auch eine biochemische und hormonelle Seite. Beispielsweise findet man bei Menschen, die in der Kindheit traumatisiert wurden, lebenslang einen erhöhten Level des Streßhormons Kortisol. Zur Kortisol-Ausschüttung siehe auch Die Kinder der Zukunft und die Genetik (Teil 3).

Die mechanistische Medizin kann keinerlei „biologischen Grund“ dafür angeben, warum das in der akuten Streßsituation lebenserhaltende Kortisol bei längeren Belastungen kontraproduktiv lange, unter extremen Bedingungen sogar lebenslang, den Organismus beherrscht. Vielleicht bietet die 1935 von Reich entdeckte „bio-elektrische Enttäuschungsreaktion“ einen Erklärungsansatz: nach einem schockartig erfolgenden unlustvollen Reiz (Traumatisierung) reagiert die biologische Energie für geraume Zeit nur noch vorsichtig und träge auf lustvolle Reize. Die Überwindung dieser zähen „negativen bio-elektrischen Konditionierung“ ist Aufgabe der Orgontherapie, die sich deshalb über Jahre hinziehen kann.

Andrew Steptoe und sein Forscherteam vom University College London berichten, daß glückliche Menschen relativ geringe Mengen von Kortisol in ihrem Blut haben und entsprechend weniger an Diabetes, Bluthochdruck, Erkrankungen des Immunsystems, etc. leiden, als unglückliche Menschen. Die Nachrichtenagentur dpa meldete dazu:

Die Ergebnisse der Forscher deuten darauf hin, daß es einen Zusammenhang zwischen psychologischem Glück und biologischen Prozessen beim Menschen gibt.

Der revolutionäre Stand der bio-medizischen Forschung im 21. Jahrhundert. Acht Jahrzehnte nach Reich!

Der Psychologe Stephen Cohen und seine Kollegen von der Carnegie Mellon University (Pittsburgh, PA ) haben 193 Freiwillige im Alter zwischen 21 und 55 aufgefordert, einige Wochen ihre Stimmung und ihr Gefühlsleben zu bewerten. Danach wurden sie mit Schnupfen- und Grippeviren infiziert. Diejenigen, die glücklich, lebendig, ausgeglichen waren und andere positive Emotionen zeigten, waren besser gegen Erkältungen gefeit und litten unter weniger Symptomen. Das ist unabhängig von Persönlichkeitsmerkmalen wie Optimismus, Extrovertiertheit und Selbstbewußtsein. Auch spielt Alter, Geschlecht oder Körpergewicht keine Rolle. Das Gegenteil ist nicht der Fall: traurige, ängstliche oder wütende Probanden waren von normalen nicht zu unterscheiden.

Aus orgonomischer Warte ist anzufügen, daß es ganz ähnlich bei Menschen aussieht, die regelmäßig den Orgonenergie-Akkumulator benutzen. Auch sie sind weitgehend gegen Erkältungen gefeit. Man kann davon ausgehen, daß die Orgonenergie in glücklichen Organismen freier strömt als in unglücklichen oder „normalen“.

Wie an anderer Stelle angedeutet, stellen die medizinischen Orgonomen Robert A. Harman, Charles Konia und andere den Schlaf im allgemeinen und den Traum im besonderen in einem orgonomischen Kontext dar. Kurz gesagt ist dieser Zustand, in dem wir mehr oder weniger ein Drittel unseres Lebens verbringen, unverzichtbar für unsere bioenergetische Regeneration. Es ist keine „verlorene Zeit“, sondern ganz im Gegenteil die Zeit, in der sich das plasmatische System, insbesondere das Autonome Nervensystem, voll entfaltet und seine Vorherrschaft über das Gehirn immer wieder von neuem etabliert.