Posts Tagged ‘Demenz’

David Holbrook, M.D.: ERGEBNISSE DER ZEITGENÖSSISCHEN NEUROWISSENSCHAFT UND PSYCHOTHERAPIE, DIE PARALLELEN ZUR ORGONOMISCHEN PERSPEKTIVE AUFWEISEN

22. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Ergebnisse der zeitgenössischen Neurowissenschaft und Psychotherapie, die Parallelen zur orgonomischen Perspektive aufweisen

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 6)

7. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte

 

Der verrückte Wilhelm Reich

5. Mai 2017

Daß Reich sich in den 1950er Jahren manchmal recht merkwürdig verhalten hat, wird auf die unterschiedlichste Weise erklärt.

Beispielsweise damit, daß es hier gar keinen Wandel gegeben hat. Er habe schon zu seiner Inhaftierung auf Ellis Island merkwürdig paranoid reagiert und wollte Absonderliches tun. Beispielsweise konnte ihn Theodore P. Wolfe davon abhalten, Leuten Mitteilungen zu schicken wie: „Sie sind ein Feind der Lebensenergie!“ In den 1950er Jahren ist Elsworth F. Baker diese Rolle zugefallen, aber er hatte weder die Autorität von Wolfe noch dessen Nähe zu Reich.

Man muß auch berücksichtigen, daß fast alle in seiner Umgebung extreme Atheisten waren, Linke und Mechanisten. Reich entwickelte sich zunehmend von ihnen weg, was ganz natürlich zu Spannungen führte. Er konnte schlichtweg seine Umgebung nicht mehr ausstehen. Beispielsweise beschrieb seine Sekretärin Lois Wyvell Reichs Enttäuschung und Wut, als er erfuhr, daß die Leute, die auf Orgonon tätig waren, abends einen Lehrgang bei einem der Orgonomen nahmen und dort an elektronischen Schaltkreisen bastelten. Leute, die tagsüber behaupteten mangels Vorbildung Reichs naturwissenschaftlichen und orgonometrischen Ausführungen nicht folgen zu können und ein demonstratives Desinteresse zur Schau trugen. Oder sitze mal mit pseudointellektuellen Arschgesichtern zusammen, die grundsätzlich nichts mit Religion anfangen können und ständig linksliberale Platitüden von sich geben!

Ilse Ollendorff hat den zeitweise exzessiven Alkoholkonsum ihres Ehemanns zu dieser Zeit angeführt. Reich hatte das Schicksal fast aller Emigranten, die es nach Skandinavien verschlug. Es war da fast unmöglich kein Alkoholiker zu werden. Man denke nur an „Weinbrandt Willy“, Willy Brandt!

Reichs Tochter Eva hat sich zu der merkwürdigen Theorie verstiegen, daß die Ölfarben, die sie ihm geschenkt hatte und die zum Hobby seiner letzten Jahre wurden, ihn mit ihren Gasen vergiftet hätten.

All das kann Reichs selbstzerstörerisches Verhalten erklären, seine Aggressivität, seine Ungerechtigkeiten gegenüber Leuten, die ihm nahestanden, etc. Die naheliegendste Erklärung hat m.W. aber noch niemand vorgebracht. Was auf den ersten Blick auffällt, ist, wie unglaublich schnell Reich gealtert ist. Mit Mitte 50 sah er schon aus wie Leute normalerweise erst mit Mitte 70 oder 80. Und das kann nicht nur an seinem aufreibenden Leben und Raubbau an der Gesundheit gelegen haben, sondern muß vor allem genetische Gründe gehabt haben. Man schau sich seine Tochter Eva an, die bereits in den 1980er Jahren, also in etwa dem gleichen Alter, erste Zeichen von Demenz zeigte, was bestimmte Leute gnadenlos ausgenutzt haben… Was im Alter generell als erstes flötengeht, ist das Urteilsvermögen. Zur Demenz gehört dann Aggressivität, Weinerlichkeit, Vergeßlichkeit, Ungeduld und Paranoia. Jeder kennt das von den eigenen Eltern.

Das Elend der gegenwärtigen Psychiatrie

26. Januar 2016

Michaela Filiou et al. vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie (München) konnten vor kurzem zeigen, daß ein verbesserter Schutz der Mitochondrien, „die Kraftwerke der Zellen“, eine angstlösende Wirkung zeitigt.

Zunächst ist bemerkenswert, wie das Max-Planck-Institut seinen Bericht einleitet:

Über die biologischen Mechanismen, die Angststörungen zugrunde liegen, ist wenig bekannt. Demzufolge setzen gegenwärtige therapeutische Ansätze eher bei den Symptomen als bei den zugrundeliegenden Mechanismen an.

Nun, für Reich war Angst funktionell identisch mit bioenergetischer Kontraktion. Man denke an das sprichwörtliche zusammengekauerte „ängstliche Häschen“. Chronische Ängstlichkeit mit einer chronischen bioenergetischen Kontraktion, bei der es zu einer ständigen Erregung des Sympathikus kommt. Entsprechend sprach er von „Sypathikotonie“. Ihr zentraler Mechanismus ist die „Atemsperre“, d.h. die verminderte Versorgung des Organismus mit Sauerstoff, da der Neurotiker nicht frei atmen kann. Diese „Atemsperre“ bestimmt den Organismus als Ganzem, d.h. in den Geweben bis hinunter zur zellulären und subzellulären Ebene. Ich verweise auf Reichs „Bione“ und seine Krebsforschung (Die Entdeckung des Orgons: Der Krebs). In der Orgontherapie soll dieser umfassenden Kontraktion des Organismus durch körperpsychotherapeutische Auflösung der Atemsperre (Bewußtmachen von Haltung und Verhalten sowie direktes Angehen der chronisch kontrahierten Muskulatur, die ein freies Atmen unmöglich macht) und durch die vagotone Wirkung des Orgonenergie-Akkumulators, der das Körpergewebe auflädt, entgegengewirkt werden.

Filiou erklärt die Forschung am Max-Planck-Institut wie folgt:

Wir haben bereits früher herausgefunden, daß hochängstliche Mäuse molekulare Veränderungen in ihren Mitochondrien aufweisen. Jetzt haben wir gezeigt, daß die Behandlung mit einem Präparat, das diese mitochondrialen Veränderungen umkehrt, ihre Angst reduziert.

Dieses Präparat zum Schutz der Mitochondrien nennt sich „MitoQ“, ein Antioxidans. Möglicherweise wird es eines Tages zur Behandlung von Angsterkrankungen eingesetzt werden.

Das Problem ist natürlich, daß diese Forscher wegen ihres mechanistischen Ansatzes kein Gesamtkonzept der organismischen Zusammenhänge entwickeln können und deshalb praktisch blind an irgendwelchen Stellschrauben herumhantieren, deren Neujustierung unerwartete, vielleicht verheerende Folgen haben kann. Das eine Symptom, hier die Angststörung, mag verschwinden, doch tatsächlich verlagert sich vielleicht die gesamtorganismische Schädigung nur in andere Bereiche.

Medizin beruht auf einer Diagnose und einer entsprechenden Behandlung. Magengeschwüre werden mit Antibiotika behandelt, Grauer Star mit einer Augenoperation, etc. Die Ursachen für die Beschwerden werden beseitigt und der Organismus funktioniert wieder wie zuvor. So einfach ist das.

Genauso ist es mit emotionalen Störungen, etwa wiederkehrenden Panikattacken. Sie beruhen auf unterdrückten, im Brustsegment festgehaltenen Emotionen. Die Brustatmung wird mobilisiert, die zurückgehaltenen Emotionen ausgedrückt – und die Panikattacken kehren nicht zurück. So einfach ist das.

Die mechanistische Psychiatrie hat jedoch keinen Zugang zu den Emotionen. Das sieht man allein schon daran, daß nichtssagend von „psychischen Störungen“, statt „emotionalen Problemen“, gesprochen wird. Man versucht die „Kognitionen“ zu verändern, die „Hirnchemie“ wird mit Drogen („Psychopharmaka“) beeinflußt oder es werden die angeblichen Ursachen in der Kindheit aufgedeckt – was ungefähr so sinnvoll ist, als versuchte man bei somatischen Erkrankungen, etwa bei Gallensteinen, „die Einstellung“ der Patienten zu ändern. Die aktuelle Ursache für die auftretenden emotionalen Symptome, nämlich die Panzerung, wird nicht berührt und vielleicht sogar weiter verstärkt!

Zweifellos: vielen Menschen wird trotzdem mit Psychotherapie und Psychopharmaka bei ihren „psychischen“ Problemen geholfen, doch bleibt es ein elendes „Herumdoktern an den Symptomen“, ohne daß die eigentliche Ursache, die blockierten Emotionen, jemals berührt wird. Beispielsweise scheinen die Antipsychotika der letzten Generation wirklich bei fest umrissenen Problemen zu helfen, insbesondere bei Schizophrenie, aber die Psychiater stochern dermaßen im Dunkeln, daß sie sie, trotz teilweise schwerwiegender möglicher Nebenwirkungen (Gewichtszunahme, Diabetes, Herzerkrankungen), für alle möglichen „psychischen“ Probleme verschreiben. „Irgendwie“ wird es schon helfen!

Forscher von der Stanford University School of Medicine und der University of Chicago stellen fest, daß für viele Verschreibungen von atypischen Neuroleptika kaum ein Wirkungsnachweis vorliegt. Trotzdem werden sie in steigendem Maße für andere Psychosen als Schizophrenie, Autismus, bipolare Störungen, Delirium, Demenz, Depression und Persönlichkeitsstörungen angewendet. Während sie für einige Krankheitsbilder vielleicht tatsächlich indiziert sind, sind sie es für andere eindeutig nicht.

Nach den systematischen Erhebungen der US-Forscher wurden 2008 mehr als die Hälfte aller atypischen Neuroleptika für Beschwerden verschrieben, für die gar kein Wirkungsnachweis vorliegt.

Das ist keine Medizin mehr, auch keine „mechanistische Medizin“, sondern schlichtweg Quacksalberei.

Noch weiter geht der dänische Facharzt für Innere Medizin Peter Gøtzsche, dem zufolge sämtliche Psychopharmaka mehr Schaden als Nutzen bringen und von der Pharmaindustrie auf der Grundlage manipulierter Daten auf den Markt geworfen wurden. Reich sprach im Zusammenhang mit der Pharmaindustrie über den „chemischen Modju“. Gøtzsches Buch trägt den Titel: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen. Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen.

Mein Kopf! (Teil 2)

16. Mai 2015

Beta-Amyloidpeptide wirken antimikrobiell und spielen in der Informationsverarbeitung im Gehirn eine Rolle. Robert Pietrzak (Yale University) et al. konnten nun nachweisen, daß ängstliche Menschen eine erhöhtes Risiko haben an Alzheimer zu erkranken im Vergleich zu weniger ängstlichen Menschen, die die gleiche erhöhte zerebrale Amyloid-Beta-Konzentration haben. Info Neurologie & Psychiatrie (April 2015) kommentiert:

Neu und interessant ist der Befund, daß das Vorhandensein von Angstsymptomen einen moderierenden Einfluß auf den Zusammenhang von zerebraler Aβ-Konzentration und Manifestation kognitiver Defizite ausübt.

Man hat hier unmittelbar das orgonometrische Symbol vor sich:

alzheimerom

Daß in der eingangs erwähnten Studie von Depression keine Rede ist, ist darauf zurückzuführen, daß depressive Probanden von vornherein ausgeschlossen wurden.

Zugegeben ist diese Aufstellung etwas halsbrecherisch, doch gleichzeitig erschien eine Studie von Lena Johansson et al. (Universität Göteborg) bei der 38 Jahre lang der Neurotizismus sowie die Intro- und Extrovertiertheit von 800 Frauen erfaßt wurde.

Insgesamt erkrankten 153 der untersuchten Frauen an Demenz, darunter 104 an Morbus Alzheimer. Die Wissenschaftler fanden heraus, daß die Frauen, die sich in den Tests als sehr neurotisch zeigten, doppelt so häufig eine Demenz bekamen wie diejenigen, die hier sehr niedrige Werte hatten. Allerdings hing ersteres auch davon ab, ob die Frauen über einen längeren Zeitraum hinweg Streß ausgesetzt waren.

Intro- und Extrovertiertheit alleine schienen das Risiko für Demenz nicht zu erhöhen. Frauen, die jedoch hohe Neurotizismuswerte hatten und introvertiert waren, wiesen in der Studie das höchste Alzheimer-Risiko auf. Von 63 dieser Probandinnen erkrankten 16 (25 Prozent) an Alzheimer. Dagegen erkrankten 8 von 64 Frauen (13 Prozent), die extrovertiert und weniger neurotisch waren.

Streß, Introvertiertheit und „Neid, Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, Neigung zu Nervosität und Anfälligkeit für Streß“ (Neurotizismus) verweisen wieder auf den bioenergetischen Faktor Kontraktion.

Reich hat über das Altern geschrieben:

Bis in die 40er Jahre herrschen normalerweise Wachstum, Sexualität, Lebensfreude, expansive Tätigkeit, geistige Entwicklung etc. vor. Von da ab, also mit dem Beginn des „Alterns“, der sogenannten „Involution“, nimmt die Kontraktion des Lebenssystems allmählich überhand. (…) Der Charakter wird „konservativ“ (…). (Der Krebs, Fischer TB, S. 257f)

Das ist die generelle Sichtweise, die karzinomatöse Schrumpfungsbiopathie: die verfrühte Involution. Die spezifische Sichtweise, d.h. von der verfrühten Verblödung (Dementia praecox) her, bietet die schizophrene Schrumpfungsbiopathie.

Reich zufolge leiden Schizophrene unter einer Art von Schrumpfunsbiopathie, bei der buchstäblich „das Gehirn wegfault“. Reich:

Die emotionelle und bioenergetische Zersplitterung im Schizophrenen führt bekanntermaßen früher oder später zu einem allgemeinen Verfall des Organismus mit üblem Körpergeruch, Gewichtsverlust, schweren biochemischen Stoffwechselstörungen und bisweilen auch echten kanzerösen Entwicklungen. Der Schizophrene verliert die Fähigkeit, bioenergetisch das normale Niveau aufrechtzuerhalten, und schrumpft deshalb auch körperlich. (Charakteranalyse, KiWi, S. 605f)

Der allgemeine Verfall des Organismus in den späteren Phasen des Prozesses ist Ergebnis der chronischen Schrumpfung des Lebensapparates – wie bei der Krebsbiopathie, nur mit unterschiedlicher Ursache und Funktion: Der schrumpfende karzinomatöse Organismus steht nicht in Konflikt mit gesellschaftlichen Einrichtungen, denn er hat resigniert; der schrumpfende schizophrene Organismus hingegen steht in vielfältigem Konflikt mit der Gesellschaft und reagiert auf sie mit einer spezifischen Spaltung. (ebd., S. 565)

Offensichtlich wirkt Omega 3 dieser spezifischen Form der Schrumpfung, die vor allem das Gehirn betrifft, von Anfang an entgegen:

Kinder- und Jugendpsychiater (G. Paul Amminger et al.) haben 81 Probanden mit „ultrahohen“ Psychoserisiko im Alter zwischen 13 und 25 Jahren untersucht. Die eine Gruppe erhielt über 12 Wochen hinweg Fischöl-Kapseln, die andere ein Placebo. Danach wurden die Studienteilnehmer über 40 Wochen hinweg beobachtet.

Nach dieser Zeit hatten 27,5 Prozent der Probanden aus der Placebogruppe eine Psychose entwickelt, aber nur 4,9 Prozent aus der Gruppe, die Fischöl-Kapseln genommen hatten. Neben der Symptomatik wurde auch das Funktionsniveau signifikant positiv beeinflußt.

Omega-3-Fettensäuren oder Scheiße im Gehirn

26. Juni 2014

Das Gehirn, das am meisten mit Orgonenergie geladene Organ, besteht zu 60% aus Fett, insbesondere Omega-3-Fetten. Um die hohe Orgonität aufrechtzuerhalten, müssen sie ständig über die Nahrung zugeführt werden. Depressionen und aggressives Verhalten sind zu einem Gutteil auf Omega-3-Mangel zurückzuführen.

Frauen, die zu wenig Omega-3 aufnehmen, haben über dreimal so viele Frühgeburten und ihre Kinder sind häufiger zu leicht oder zu klein. Omega-3 ist insbesondere wichtig für die Entwicklung des Gehirns des Embryos und Babys. Schwangere und Stillende leiden so häufig unter Depressionen, weil sie viel Omega-3 an ihr Kind weitergeben.

Da die Hauptquelle für Omega-3 Seefisch ist, werfen derartige Betrachtungen ein neues Licht auf die „Wasseraffen-Theorie“ und vielleicht auch auf die Saharasia-Theorie.

Während Omega-3 die kognitiven Funktionen im späteren Leben verbessert, weisen Studien darauf hin, daß vermehrter Fleischkonsum der Entwicklung der Denkfähigkeit eher abträglich zu sein scheint. Eine Gruppe von Forschern aus mehreren Ländern hat eine Studie präsentiert, die diese Beziehung weiter untersuchen sollte. Dazu wurden bei 14 960 Senioren in sieben Entwicklungsländern die Eßgewohnheiten mit dem Auftreten von Demenz abgeglichen. Mit Ausnahme von Indien zeigte sich, daß je mehr Fisch die Menschen in ihrem Leben gegessen hatten, sie desto weniger an Demenz erkrankten. Diese Beziehung beruhe, so die Studie, nicht, wie man vielleicht einwenden könnte, darauf, daß jene, die weniger Fisch zu sich genommen hatten, sich generell auf einem niedrigeren Niveau ernährten, denn in dieser Gruppe war im allgemeinen der Fleischkonsum höher.

Die obigen bioenergetischen Überlegungen über den Zusammenhang von „Energiemangel im Kopf“ und Demenz werden durch eine Studie von finnischen und schwedischen Wissenschaftlern unterstützt. Sie konnten zeigen, daß ein in fortgeschrittenen Lebensabschnitten vorhandener Zynismus das Risiko erhöht, an Demenz zu erkranken.

Die 622 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 71 Jahren wurden mittels entsprechender psychologischer Tests in drei „Schweregrade von Zynismus“ eingeteilt. 46 von ihnen entwickelten nach durchschnittlich 8,4 Jahren eine Demenz. Nachdem alle denkbaren anderen Einflußvariablen herausgerechnet worden waren, hatten die mit einem hohen Schweregrad an Zynismus ein 3,13 fach erhöhtes Risiko an Demenz zu erkranken als jene im unteren Drittel. Rechnet man die depressiven Symptome mit ein, ist es immer noch 2,90. Dieser ausgeprägte Zusammenhang war bisher vollkommen unbekannt und widersetzt sich m.W. jeder mechanistischen Erklärung!

Wie dieses Ergebnis bioenergetisch erklären? Man denke an den „Schein“, der den Kopf von „Heiligen“ umgibt, also Menschen, deren „Schweregrad an Zynismus“ gegen Null geht. Zynismus ist ein denkbar krasser und unmittelbarer Ausdruck der sekundären, mittleren Schicht der Charakterstruktur. Er ist so etwas wie „mentales Defäkieren“. Zyniker suhlen sich buchstäblich in ihrer eigenen Sch… Man ekelt sich instinktiv vor solchen Leuten. Das Orgonenergie-Feld insbesondere im Kopfbereich „verDORt“ zunehmend, es erstrahlt nicht mehr („Heiligenschein“), was gleichbedeutend mit einem abnehmenden Energieniveau in diesem Bereich ist.

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Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich

16. Mai 2014

Zentral für Reichs Herangehensweise ist seine Beschreibung des Autonomen Nervensystems, das sich aus dem Parasympathikus (Vagus) und dem Sympathikus zusammensetzt. Der erstere steht für Expansion, Lust, Leben und Wachstum, der letztere für das Gegenteil. Deshalb heißt es in einer der Überschriften von Dr. Müschenichs Werk Der Gesundheitsbegriff im Werk des Arztes Wilhelm Reich (Marburg 1995): „chronische Sympathikotonie in der Genese psychosomatischer Krankheiten“.

In diesen Zusammenhang paßt eine schwedische Studie, die gezeigt hat, daß dem Gedächtnis von Demenzkranken durch eine elektrische Reizung am Vagusnerv auf die Sprünge geholfen werden kann. Bei Alzheimerkranken kann diese Stimulation den Erkrankungsverlauf bremsen, allgemein aktivierend und antidepressiv wirken. Doch der mechanistischen Medizin bleibt der Mechanismus, der hinter dieser Methode steckt, ein Rätsel.

Chemische Verbindungen wie Lezithin und Cholin sind „funktionell identisch“ mit dem Parasympathikus. Auf der Website cholinebaby.com ist im Detail nachzulesen, daß sich das Babygehirn durch Cholin besser entwickelt. Deshalb sollten Frauen während der Schwangerschaft z.B. Eier, Leber und Pilze zu sich nehmen.

„Sympathikotonie“, d.h. die Kontraktion des Biosystems, ist die nach dem auf Stressoren reagierenden sympathischen Nervensystem benannt, das den Körper auch dann noch stimuliert, wenn schon längst jede äußere Bedrohung weggefallen ist. Dieses Streßsyndrom, d.h. der Körper ist ständig buchstäblich angespannt (Panzerung), hat auch eine biochemische und hormonelle Seite. Beispielsweise findet man bei Menschen, die in der Kindheit traumatisiert wurden, lebenslang einen erhöhten Level des Streßhormons Kortisol. Zur Kortisol-Ausschüttung siehe auch Die Kinder der Zukunft und die Genetik (Teil 3).

Die mechanistische Medizin kann keinerlei „biologischen Grund“ dafür angeben, warum das in der akuten Streßsituation lebenserhaltende Kortisol bei längeren Belastungen kontraproduktiv lange, unter extremen Bedingungen sogar lebenslang, den Organismus beherrscht. Vielleicht bietet die 1935 von Reich entdeckte „bio-elektrische Enttäuschungsreaktion“ einen Erklärungsansatz: nach einem schockartig erfolgenden unlustvollen Reiz (Traumatisierung) reagiert die biologische Energie für geraume Zeit nur noch vorsichtig und träge auf lustvolle Reize. Die Überwindung dieser zähen „negativen bio-elektrischen Konditionierung“ ist Aufgabe der Orgontherapie, die sich deshalb über Jahre hinziehen kann.

Andrew Steptoe und sein Forscherteam vom University College London berichten, daß glückliche Menschen relativ geringe Mengen von Kortisol in ihrem Blut haben und entsprechend weniger an Diabetes, Bluthochdruck, Erkrankungen des Immunsystems, etc. leiden, als unglückliche Menschen. Die Nachrichtenagentur dpa meldete dazu:

Die Ergebnisse der Forscher deuten darauf hin, daß es einen Zusammenhang zwischen psychologischem Glück und biologischen Prozessen beim Menschen gibt.

Der revolutionäre Stand der bio-medizischen Forschung im 21. Jahrhundert. Acht Jahrzehnte nach Reich!

Der Psychologe Stephen Cohen und seine Kollegen von der Carnegie Mellon University (Pittsburgh, PA ) haben 193 Freiwillige im Alter zwischen 21 und 55 aufgefordert, einige Wochen ihre Stimmung und ihr Gefühlsleben zu bewerten. Danach wurden sie mit Schnupfen- und Grippeviren infiziert. Diejenigen, die glücklich, lebendig, ausgeglichen waren und andere positive Emotionen zeigten, waren besser gegen Erkältungen gefeit und litten unter weniger Symptomen. Das ist unabhängig von Persönlichkeitsmerkmalen wie Optimismus, Extrovertiertheit und Selbstbewußtsein. Auch spielt Alter, Geschlecht oder Körpergewicht keine Rolle. Das Gegenteil ist nicht der Fall: traurige, ängstliche oder wütende Probanden waren von normalen nicht zu unterscheiden.

Aus orgonomischer Warte ist anzufügen, daß es ganz ähnlich bei Menschen aussieht, die regelmäßig den Orgonenergie-Akkumulator benutzen. Auch sie sind weitgehend gegen Erkältungen gefeit. Man kann davon ausgehen, daß die Orgonenergie in glücklichen Organismen freier strömt als in unglücklichen oder „normalen“.

Wie an anderer Stelle angedeutet, stellen die medizinischen Orgonomen Robert A. Harman, Charles Konia und andere den Schlaf im allgemeinen und den Traum im besonderen in einem orgonomischen Kontext dar. Kurz gesagt ist dieser Zustand, in dem wir mehr oder weniger ein Drittel unseres Lebens verbringen, unverzichtbar für unsere bioenergetische Regeneration. Es ist keine „verlorene Zeit“, sondern ganz im Gegenteil die Zeit, in der sich das plasmatische System, insbesondere das Autonome Nervensystem, voll entfaltet und seine Vorherrschaft über das Gehirn immer wieder von neuem etabliert.