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Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 11)

5. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

Es bleibt eine letzte reizvolle Möglichkeit. Wir wissen nichts Sicheres von den Außerirdischen, die auf der Erde gelandet sind. Ich sage das mit gebührendem Respekt für die Berichte von Adamski, Allingham und anderen. Wir sind von daher nicht berechtigt, irgendwelche Schlußfolgerungen über die Art des Lebens zu ziehen, das die Insassen leben mögen. Gerald Heard hat vorgeschlagen, daß die einzige Art von Leben, die sich auf anderen Planeten entwickelt haben werde, von der Art sehr intelligenter Bienen sei. Andere Fachleute scheinen zu denken, daß eine einigermaßen menschliche Art von Wesen durchaus möglich ist.

Wenn sie denn Menschen sind, ist die erste Frage, die wir ihnen stellen müssen, was ihre Absichten sind, ob sie uns schaden oder uns helfen wollen. Bis jetzt, nach acht Jahren an Sichtungen, ist nichts vorgefallen, was als vorsätzliche Feindseligkeit interpretiert werden könnte. Unwillkürlich drängt sich einem die Frage auf, ob sie viele der besonderen „menschlichen“ Eigenschaften mit uns teilen, die wir entwickelt haben – Sachen wie der kleine Streit zwischen Nationen und die großen Brutalitäten auf den Schlachtfeldern, unsere emotionale Krankheit, unsere Apathie angesichts von Katastrophen, und die harte, enge Art, wie wir unsere Kinder behandeln. In einem Wort zusammengefaßt all das, was Reich meinte, als er die Panzerung beschrieb, die das Leben in den Menschen davon abhält frei zu fließen. Werden die Weltraum-Menschen auch gepanzert sein wie wir? …und drucken sie Karikaturen von uns in ihren Comics, mit grünen Hörnern und teuflisch verzerrten Zügen?

Die große Hoffnung ist, daß sie nicht gepanzert sind und daß die Wasserstoffbombe ihrer Lebensweise so fremd ist wie bisher die Orgonenergie der unseren. Wenn sie wissen, wie man mit Orgon im Weltraum umgeht, können wir dann annehmen, daß sie auch von seinen anderen Eigenschaften, die für uns nicht weniger wichtig sind, wissen werden – seine Verwendung als sanfte Heilenergie, sein langsames Wachstum und seine Entwicklung als Lebensenergie in den Körpern der Jungen? Wenn das der Fall ist, könnten sie uns eines Tages sehr viel darüber beibringen, wie man den öden Tod in der Atmosphäre bekämpfen kann und wie man den öden Tod im Herzen effektiver verhindert. Sie könnten das tun, weil sie verstünden, was die Orgon-Forschung so zwingend gezeigt hat – die grundlegende Einheit, die der lebendigen, emotionalen Qualität der Menschen und den nichtlebenden physikalischen Eigenschaften von Materie und Raum zugrundeliegt. Die Energie, die jede Zelle und jedes Gewebe des lebenden Körpers durchdringt, ist die gleiche Energie, die das Universum selbst antreibt. Die Entdeckung des Orgons hat also die Barriere aufgehoben, die fast immer zwischen einem menschlichen Organismus und der kosmischen Umwelt existierte, in der er verwurzelt ist und in der er seinen Ursprung hat.

 

BIBLIOGRAPHIE ÜBER FLIEGENDE UNTERTASSEN [aus einem Sonderdruck des obigen Artikels von Ende der 1950er Jahre, hier stark gekürzt und aus technischen Gründen anders gesetzt]

zusammengestellt von David Boadella

Diese Bibliographie wurde ursprünglich in Verbindung mit dem Artikel „Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe“ (siehe [oben]) erstellt. Die Orgone Institute Press bat um die Erlaubnis zur Veröffentlichung in CORE Vol. 7, Nos. 3-4, aber der Verweis auf diese Zeitschrift [d.h. Ritters Orgonomic Functionalism] in der Bibliographie war aus den Druckfahnen gestrichen worden. Da die [Orgone Institute] Press die Bibliographie nicht vollständig abdrucken wollte, wurde ihr die Erlaubnis zur Benutzung verweigert und sie wird hier zum ersten Mal veröffentlicht:

  1. Frank Scully: Behind the Flying Saucers. Gollancz, 1950
    – Le mytere des Soucoupes Volantes. Paris: Editions Mondiales, 1951
  2. Gerald Heard: The Riddle of the Flying Saucers. Carroll and Nicholson, 1950
    – Is another world watching us? (American edition)
    – Les Soucoupes Volantes Paris: Editions de Fiore, 1951
  3. Donald Keyhoe: The Flying Saucers are Real. Hutchinson, 1950
    – Les Soucoupes Volantes Existent Paris: Editions Correa, 1951
  4. Kenneth Arnold und Ray Palmer: The Coming of the Saucers. Ray Palmer, 1952
  5. Donald Menzel: Flying Saucers. Putnam, 1953
  6. Donald Keyhoe: Flying Saucers from Outer Space. Hutchinson, 1953
  7. Desmond Leslie und George Adamski: The Flying Saucers have Landed. Werner Laurie, 1953
  8. Truman Betherum: Aboard a Flying Saucer. De Worse & Co. Los Angeles
  9. Daniel Fry: The White Sands Incident. New Age Publishing Co.
  10. Daniel Fry: Alan’s Message to Men of Earth. New Age Publishing Co.
  11. George Van Tassel: I Rode a Flying Saucer. New Age Publishing Co.
  12. George Williamson und Alfred Bailey: The Saucers Speak. New Age Publishing Co., 1954
  13. Harold Wilkins: Flying Saucers on the Moon. Peter Owen, 1954
    – Flying Saucers on the attack (American edition)
  14. Cedric Allingham: Flying Saucer from Mars. Muller, 1954
  15. Leonard Cramp: Space, Gravity and the Flying Saucer. Werner Laurie, 1954
  16. Jimmy Guieu: Les Soucoupes Volantes viennent d’un autre monde. Paris: Editions Fleuve Noire, 1954
    – Flying Saucers come from another world. Hutchinson, 1956
  17. Aime Michel: Lueurs sur les Soucoupes Volantes. Paris, 1954
    – Light on the Flying Saucers. Robert Hale (angekündigt)
  18. Waveney Girvan: Flying Saucers and Common Sense. Muller, 1955
  19. M.K. Jessup: The Case for the U.F.O. Citadel Press, 1955; Arco 1955
  20. Orfeo Angelucci: The Secret of the Saucers. Ray Palmer, 1955
  21. Donald Keyhoe: Flying Saucer Conspiracy. New York: Holt, 1955; Hutchinson (angekündigt)
  22. Jean Plantier: La Propulsion des Soucoupes Volantes. Paris, 1955
  23. Harold Wilkins: Flying Saucers Uncensored. New York: Citadel Press, 1955
  24. George Adamski: Inside the Space-ships. Arco, 1956
  25. Gray Barker: They knew too much about Flying Saucers. New York: University Books, 1956
  26. Edward J. Ruppelt: Report on the U.F.O. Gollancz, 1956

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

UFOs: Lug und Trug

5. Januar 2014

Jerome Eden erwähnt im EDEN BULLETIN (Vol. 2, No. 1, Jan. 1975, S. 2) den UFOlogen Gray Barker. In einem Brief an die Zeitschrift Fate habe der 1960 bekannt gemacht, daß Reichs Tochter Eva ihn mit der Bitte kontaktiert hatte, in Reichs Gerichtsverhandlung über UFOs auszusagen, er habe das aber abgelehnt.

Zum Glück, denn auf Wikipedia ist folgendes über ihn in Erfahrung zu bringen:

Gray Barker (2. Mai 1925 – 6. Dezember 1984) war ein US-amerikanischer Schriftsteller, der für seine Bücher über UFOs und andere paranormale Phänomene bekannt wurde. Sein 1956 erschienenes Buch They Knew Too Much About Flying Saucers führte den Begriff der „Men in Black“ in die UFO-Folklore ein. (…) Obwohl seine Bücher die Existenz von UFOs und Außerirdischen vertraten, war Barker privat gegenüber dem Paranormalen skeptisch eingestellt. Seine Schwester Blanch erklärte, daß Barker die Bücher nur wegen des Geldes schrieb und sein Freund James W. Moseley sagte, daß Barker „fast die gesamte Ufologie als schlechten Scherz betrachtete“. In einem Brief an John C. Sherwood, der als Teenager Materialien bei (Barkers eigenem Verlag) Saucerian Books eingereicht hatte, bezeichnete Barker seine paranormalen Schriften als seine „verrückten Bücher“.

Barker war gelegentlich in bewußte Falschmeldungen involviert, um UFO-Enthusiasten zu täuschen. Beispielsweise schrieben Barker und Moseley 1957 einen gefälschten Brief (mit „R.E. Straith“ signiert) an den selbsternannten „Kontaktler“ George Adamski, der Adamski verkündete, daß das amerikanische Außenministerium Adamskis Erforschung von UFOs begrüße. Der Brief wurde auf Briefpapier des Außenministeriums geschrieben und Barker selbst bezeichnete ihn in seinem 1967 erschienenen Book of Adamski als „eines der großen ungelösten Rätsel im UFO-Bereich“.

Sherwoods Artikel „Gray Barker: My Friend, the Myth-Maker” im Skeptical Inquirer zufolge gab es vielleicht „ein Körnchen Wahrheit“ in Barkers Schriften über die Men in Black, insofern als die amerikanische Luftwaffe und andere Regierungsbehörden versucht hatten, öffentliches Interesse an UFOs in den 1950er Jahren zu entmutigen. Jedoch wird vermutet, Barker habe die Fakten über die Lage erheblich ausgemalt. Im gleichen Artikel des Skeptical Inquirer offenbarte Sherwood, daß er und Barker Ende der 1960er Jahre zusammen eine kurze fiktiven Notiz über die Men in Black verfaßt hatten, die als Tatsache zuerst in Raymond A. Palmers Magazin Flying Saucers und in einigen von Barkers eigenen Publikationen veröffentlicht wurde. In der Geschichte behauptete Sherwood (der als „Dr. Richard H. Pratt“ schrieb), er wäre von den Blackmen zum Schweigen verdonnert worden, nachdem er erfahren hatte, daß die UFOs Fahrzeuge seien, die durch die Zeit reisen. Barker schrieb später an Sherwood: „Offensichtlich haben die Fans das mit Freuden geschluckt.“

Die UFO-Forschung hat mit zwei grundsätzlichen Problemen zu kämpfen, die beide mit dem „Input“ zu tun haben. Erstens sind da solche Pfeifen wie Barker, die aus Gewinnstreben, aus Daffke oder einfach, weil sie eine Persönlichkeitsstörung haben oder tatsächlich schlichtweg verrückt sind, frei phantasieren und sogar Fälschungen in die Welt setzen, die dann aufgegriffen und immer weiter ausgeschmückt werden. Da die UFO-Forschung fast vollständig auf Zeugenaussagen und auf „Insider“ angewiesen ist, wird dadurch die Forschung effektiv boykottiert bzw. schlichtweg unmöglich gemacht.

Zweitens ist es naiv anzunehmen, daß das Phänomen in sich „echt“ sei. Wie Eden in dieser Nummer des EDEN BULLETIN ausführt:

Der mechanistischen Wissenschaft ist Kriegsführung nur mit geräuschvollen Kanonen und Raketen geläufig, die auf den Feind abgeschossen werden. Ohne Kenntnis von Reichs Werk ist diesen Wissenschaftlern eine Kriegsführung unzugänglich, die sich als langsames, geräuschloses und allgemein unbemerktes Abziehen der Energie von einem Planeten und seiner Bewohner darstellt und als Manipulation der Lebensenergie, die den Planeten am Leben erhält, und ihre Umwandlung in eine zerstörerische giftige Energie – DOR. Doch die mechano-mystischen Wissenschaftler und UFO-Forscher betrachten die Konzepte und die Objektivierung der Reichschen Entdeckungen, die mit der kosmischen Orgonenergie zu tun haben, ohnehin als „mystisch und unwissenschaftlich“, wenn sie sich überhaupt dazu herablassen, sich mit Reichs Werk zu beschäftigen. (z.n. Die kosmische Revolution)

Zu dieser Kriegsführung gehört auch das folgende:

Die Skylook-Ausgabe vom August 1974 enthält einen tiefsinnigen Artikel des Soziologen Ron Westrum mit dem Titel „Question of Deception by UFO’s a Possibility“. Westrum breitet die kluge Hypothese aus, daß UFOs die Erdenmenschen möglicherweise über ihre Absichten täuschen. Er erwähnt, daß UFOs es offensichtlich vermeiden, registriert zu werden. Er bezieht sich auf ihre überlegene Technologie und legt nahe, daß diese Besucher aus dem Weltraum möglicherweise diverse Agenturen der Erde infiltriert haben und Falschinformationen verbreiten, Beweise für UFOs zerstören, Zeugen unterdrücken, usw. Westrum sagt: „Wir sollten den Außerirdischen einiges zutrauen, was ihre strategischen Fähigkeiten betrifft. Wir können zumindest annehmen, daß sie in der Lage sind, die Art von Unheil anzurichten, wie Erdlinge es unter sich routinemäßig bei internationalen Angelegenheiten tun.“ (EDEN BULLETIN, S. 9)

Seinem Wikipedia-Eintrag zufolge ist Westrum (Jahrgang 1945) ein renommierter Soziologe. „Interessiert an Berichten über Unidentifizierte Flugobjekt, war Westrum ein Berater von MUFON. Westrum ist ein häufiger Kritiker von CSICOP und ähnlichen Skeptiker-Organisationen.” Hier ein einstündiges Interview mit ihm zum Thema (ab min 22). Man vergleiche die Herangehensweise von Westrum, einem echten Wissenschaftler, mit dem Verhalten der trotteligen „Skeptiker“ und der Volldeppen, die Wikipedia beherrschen!

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