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Zur Entstehungsgeschichte der Orgonomie (Teil 5)

13. September 2018

Klaus Heimann (Philipps-Universität Marburg/Lahn 1977, gepostet mit der freundlichen Genehmigung des Autors)

II. Die Entdeckung der Orgonenergie: 2. Die Entdeckung strahlender Bione

Ein Glühversuch mit Meeressand erbrachte eine neuartige Bion-Kultur.1 Sie bestand mikroskopisch aus großen, wenig beweglichen, stark blauschimmernden Paketen von Energiebläschen. Diese SAPA genannten Bione boten sehr interessante Eigenschaften. Krebszellen wurden schon aus der Entfernung von etwa 10 µ gelähmt oder getötet, sie drehten sich hilflos im Kreise und wurden schließlich unbeweglich. Es war, als strahlten die SAPA Bione eine Energie aus. Schließlich konnte auch die Auswirkung der angenommenen Strahlung auf den Menschen nachgewiesen werden. Die Betrachtung der SAPA Bione unter dem Mikroskop führte zu Augenschmerzen und zu Bindehautentzündung. Wurde die SAPA Kultur auf einem Objektglas auf die Haut gelegt, so bildete sich nach ca. 10 Minuten an der Stelle, wo die Kultur, getrennt von der Haut durch das Objektglas, auflag, ein anämischer Fleck mit hyperämischen Rand. Längerer Aufenthalt in dem Raum, wo die SAPA Kulturen standen, wurde als angenehm, ja sogar als anregend und belebend empfunden. Die physikalische Überprüfung, ob es sich bei der Strahlung um Radioaktivität handele, gab die Gewißheit, daß keine radioaktive Strahlung vorlag. In dem Raum, in dem etliche SAPA Kulturen aufbewahrt wurden, führte Reich weitere Versuche durch.

Er dunkelte den Raum ab und untersuchte die Wirkung der Strahlung auf Photoplatten. Es bildeten sich auf allen Platten graue Schleier, auch auf den Kontrollplatten. Die Strahlung schien überall vorhanden zu sein. Mehrstündiger Aufenthalt in demselben, abgedunkelten Raum führte zu von Reich folgendermaßen beschriebenen, subjektiven Eindrücken: „Ich sah nebelige Schwaden, bläuliche Lichtstriche und fliegende Punkte. Tief violette Lichteindrücke schienen wie aus den Wänden und von Gegenständen herzukommen. Diese Lichteindrücke, durchwegs blau oder blaugrau, wurden stärker, die einzelnen Striche oder Pünktchen wurden größer, wenn ich eine Lupe vor meine Augen hielt … Nach etwa 2 Stunden konnte ich deutlicher meine Handfläche leuchten sehen, ebenso meine Hemdärmel und (im Spiegel) auch mein Kopfhaar. Der blaue Schimmer lag wie ein unscharfer, langsam bewegter, graublau leuchtender Dunst um meine Gestalt und um Gegenstände im Raum.“2 Mehrere Personen bestätigten die Reichschen Eindrücke.

Es stellte sich bald heraus, daß organisches Material die von den SAPA Kulturen ausgehende Strahlung aufsaugt und festhält. Metallisches Material dagegen zieht die Energie an, stößt sie jedoch sofort wieder ab. Diese Erkenntnis ermöglichte es, die von den Bionen ausgehende Strahlung abzugrenzen und vor rascher Diffusion in die Umgebung zu schützen. Nur so glaubte Reich, zu objektiv meßbaren Ergebnissen kommen zu können. Er konstruierte folglich einen Apparat, der innen Metallwände zur Reflektion der Strahlung und außen Wände aus organischem Material hatte, die die Funktion hatten, die Abstrahlung der Metallwände nach außen zu verhindern. In diesen Apparat wurden mehrere SAPA Kulturplatten gestellt. Zur Beobachtung der Strahlen diente eine Lupe, wie man sie zum Betrachten von Filmen benützt. Die Strahlen sollten auf die matte Cellulosescheibe vorne aufschlagen und derart sichtbar werden. Der Versuch gelang. Mehrere Versuchspersonen bestätigten die Lichterscheinungen. Doch dann stellte Reich zu seiner großen Überraschung fest, daß die sichtbaren Erscheinungen auch feststellbar waren, wenn auch schwächer, wenn keine Kulturen in dem Apparat aufbewahrt wurden. Die Leuchterscheinungen traten auch in einem zweiten, neukonstruierten Apparat auf, der nie mit den SAPA Kulturen in Berührung gekommen war. Sie waren wochenlang ständig zu beobachten. Daraus schloß Reich, daß die von den Bionen ausgestrahlte Energie ebenso in der Atmosphäre vorhanden sein muß. Die Energie erhielt in Anlehnung an den Begriff „Orgasmusformel“ den Namen Orgon.

Aber war die Energie auch in der Atmosphäre sichtbar? Reich beobachtete den nächtlichen Himmel, ihm fiel das Sternenflimmern auf, das von den Astronomen mit der Theorie des diffus verstreuten Lichtes erklärt wird. Dem widersprach nach Reichs Ausfassung die Tatsache, daß das Flimmern bei Sternen am östlichen Horizont stärker war als bei Sternen, die im Zenit standen, und daß das Flimmern in der Nähe des Mondlichtes schwächer war. Am stärksten trat das Flimmern gerade an den dunkelsten Stellen auf. Reich entwickelte ein sogenannte Orgonoskop, mit dem er die Lichterscheinungen in der Atmosphäre sowie in dem Metallapparat besser sichtbar machen konnte. Ein Orgonoskop3 ist vereinfacht dargestellt, ein mattschwarzes Metallrohr mit eingebauten Vergrößerungslinien, vor das eine Cellulosescheibe gesetzt wird. Die Linsen sind auf die Cellulosescheibe scharf eingestellt. Das Orgonoskop gestattet die Vergrößerung der Lichteindrücke. Dadurch konnte der Einwand, es handele sich lediglich um subjektive Eindrücke, widerlegt werden. Das Blitzen einzelner Lichtstrahlen und fliegender Punkte, das von der SAPA Strahlung her bekannt war, zeigte sich auch in der Atmosphäre, war aber abhängig vom Wetter.

Da sich herausgestellt hatte, daß die Orgonstrahlung auch in einem Raum mit Metall verkleideten Wänden unabhängig vom Vorhandensein von SAPA Kulturen auftritt, konstruierte Reich einen solchen Raum und beobachtete die Lichtphänomene eingehend.4 Die Lichtpunkte schienen in rhythmischer Folge aus den Wänden auszutreten; sie bewegen sich in einer Form, die Reich Kreiselwelle nannte, etwa so:

Ferner schien sich jedes einzelne Pünktchen abwechselnd zu verbreitern und zu verengern, als ob es pulsierte. Nach 2–3 Stunden Aufenthalt im Metallraum waren, wiederum blaue oder blaugraue Schimmer um die Kleider und das Haar zu sehen. Ebenso verspürten Reich und seine Mitarbeiter eine anregende Wirkung auf den Organismus, wie es schon von der Orgonstrahlung der SAPA Kulturen bekannt war.

 

Fußnoten

  1. Die folgende Darstellung bezieht sich auf: Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, a.a.O. S. 65–80
  2. ebenda S. 70
  3. Vgl. hierzu: Reich, W. Die Entdeckung des Orgons, Der Krebs, a.a.O. S. 118–122
  4. Vgl. ebenda S. 123–127

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 5)

22. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 2: STRAHLUNG (Fortsetzung)

Es gibt häufige Berichte über magnetische und elektrische Geräte, die in der Nähe von Fliegenden Untertassen nicht funktionieren. In der Tat kann man spekulieren, wie viele unerklärliche Flugzeugabstürze auf einen unbekannten FELD-Effekt von ungesehenen Untertassen zurückzuführen sein könnten. Einer dieser Crash‘ scheint auf diese Art von Dingen zu weisen. Ich meine natürlich Captain Mantells Absturz über Fort Knox, Anfang 1948, nachdem er ein riesiges glänzendes metallisches Zigarrenobjekt verfolgt hatte.

Beobachtungen des Verhaltens von Orgon in dieser Hinsicht gibt es im Moment nur sehr wenige. Aber Reich berichtet, daß in den frühen Tagen, in denen er versuchte, das Orgon in seinem Keller zu isolieren, alle Metallobjekte, wie Scheren, Zangen, Nadeln usw., hochgradig magnetisch wurden. Weiteres kann aus dem Oranur-Experiment gelernt werden.

Dieses Experiment, bei dem Orgon mit Kernmaterial irritiert wurde, erzeugte ein Kraftfeld, das viel größer war, als die Radiummenge erklären konnte, die im Experiment verwendet wurde. Es wurde nur ein Milligramm Radium verwendet und dieses wurde durch einen 1/2 Zoll-Bleibehälter abgeschirmt. Dennoch wurden die Wände des mit Metall ausgekleideten Raumes, in dem das Experiment durchgeführt wurde, sehr bald unerträglich aufgeladen und strahlten, in einer Entfernung von 16 Fuß vom Bleibehälter. Die Luft war schwer und drückend und die Mitarbeiter litten unter Kopfschmerzen und Übelkeit. Doch dieser Effekt hörte auf, sobald das Radium aus dem Akkumulator genommen und in einen normalen Raum gebracht wurde. Offensichtlich hatte das Radium allein, noch in seiner Abschirmung, diesen intensiven Strahlungseffekt nicht erzeugt. Bemerkenswert war, daß selbst nach der Entfernung des Radiums die Reaktion anhielt und sich sogar schnell ausdehnte. Das stark ausgeweitete Orgonfeld konnte auf viele Arten nachgewiesen werden: Die Erstrahlung von fluoreszierendem Gas konnte normalerweise dadurch bewirkt werden, daß man seine Hand der Glasröhre näherte. Nun konnte diese Reaktion in einer Entfernung von zwei Fuß von der Röhre, statt der normalen zwei Zoll erzeugt werden. Der Geigerzähler maß einen starken Anstieg der Hintergrundstrahlung in der Atmosphäre des Orgonraumes, lange nachdem das Radium aus dem Orgonraum entfernt worden war, während der Raum, in dem sich das Radium befand, eine viel schwächere Reaktion gab. Dieses hoch geladene strahlende Orgonfeld erstreckte sich über eine Entfernung von 50 bis 100 Fuß über die Außenwände des Labors hinaus und war mit einem ungewöhnlichen und unerklärlichen Zerfall in den Granitwänden des Labors verbunden.

Reich beschreibt diese Wände wie folgt:

In ein und demselben Gestein, das vor wenigen Monaten noch glatt und grau war, sieht man schwarze runde oder gestreifte Flecken, die sich entweder vom Rand zur Mitte oder umgekehrt ausbreiten. Bei vielen Steinen haben die Oberflächen ihre Glätte verloren; die Gesteinsoberfläche sieht schwammig aus, als ob in das Gestein gebohrt worden wäre und unzählige Löcher von einem Durchmesser und einer Tiefe von ungefähr 1/16 oder 1/8 Zoll in die Oberfläche gearbeitet worden wären.

Lassen Sie uns jetzt hören, was Leonard Cramp über den Mantell-Crash zu sagen hat:

Das Wrack von Captain Mantells Maschine ging über ein weites Areal nieder und Gerüchten zufolge wurden bei der Untersuchung der Teile ziemlich unerklärliche Schnitte entdeckt, sehr winzig und von sehr kleinen Löchern begleitet. Dies war nicht nur ein Fall von gewöhnlichem Versagen der Struktur; es war möglicherweise Versagen auf molekularer Ebene aufgrund eines Zusammenbruchs der natürlichen Kohäsion, verursacht durch das Eindringen in das Randgebiet eines Kraftfeldes, das weit jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. (Space, Gravity and the Flying Saucer, S. 94)

Ich werde das, was ich über die Strahlenwirkung von Untertassen und von Orgon zu sagen habe, mit einigen Worten über die Wirkung der Strahlung auf photographische Platten abschließen. Die Ausgabe der britischen Zeitschrift Flying Saucer News vom März 1955 enthält einen höchst interessanten Artikel mit dem Titel „Fuzzy Photos – radiation?“, in dem auf drei Fotografien von Untertassen aus Delft, Helsinki und Neuseeland Bezug genommen wird. Jedes dieser Fotos zeigt einen sehr deutlichen unscharfen Ring bzw. eine Halo, der die Untertasse umgibt.

Dies entspricht sehr genau der Tatsache, daß Reich ähnliche nebel- bzw. wolkenartige Schatten gefunden hat, als er zum Beispiel eine photographische Platte dem Einfluß von Bionkulturen oder dem Orgonfeld zwischen den Handflächen aussetzte. Das angeregte Orgonfeld scheint die Eigenschaft zu haben, den Durchgang von normalen Lichtstrahlen zu behindern, und dies könnte wohl die Wurzel vieler rätselhafter Effekte auf Untertassenfotos sein.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 4)

16. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 2: STRAHLUNG

Ich komme nun zu einem Merkmal, das sehr eng mit der Erstrahlung verwandt ist und dennoch in seinen Wirkungen von dieser deutlich unterschieden ist. Lichteffekte sind nur eine der Eigenschaften von Fliegenden Untertassen, die auf eine Strahlung hindeuten, aber es gibt viele andere.

Hören Sie jetzt auf diese Beschreibung der Fliegenden Untertasse von jemandem, der mehr von seiner Vibrationswirkung als von den Lichtphänomenen beeindruckt war.

Im Süden in Form eines gleichseitigen Dreiecks bemerkte ich drei beleuchtete Körper, von denen ich wußte, daß sie keine Sterne waren. Für einen Moment hielt ich sie für Flugzeuge, aber dann bewegten sie sich sogar für Düsenflugzeuge zu schnell. Plötzlich löste sich einer (der Landende) von der Formation und schien direkt auf mich zuzukommen. Ich war ehrlich gesagt entsetzt und warf mich auf den Boden und dachte darüber nach, was für ein schlechter Ort das war, sollte er einschlagen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, daß ich nichts zu befürchten hatte, und ich rollte mich um. Dort war es ein wenig links (östlich) von mir, scheinbar stationär. Es war ein paar hundert Fuß vom Boden entfernt. Ich würde auch schätzen, daß es zwischen 300 und 400 Fuß im Durchmesser war. Es schien Fenster zu geben, die ungefähr doppelt so groß wie breit aussahen. Ich bemerkte, daß die anderen beiden nach Norden gezogen, aber stationär geworden waren. Das nahe drehte sich nicht. Je länger ich es jedoch betrachtete, desto mehr hatte ich ein Gefühl von Schwingung. Die Dicke würde ich auf ein Minimum von 75 Fuß und ein Maximum von 100 Fuß schätzen. Es war absolut geräuschlos, aber ich hatte den tiefsitzen Eindruck, daß es eine enorme Energie verkörperte. Das Licht, das von den Fenstern kam, würde ich als blau-weiß beschreiben; die Farbe eines Schweißlichts. Danach (nach meinem Gefühl der Schwingung) war es so, daß ich (sehr schwer zu beschreiben) eine sehr, sehr kraftvolle Vibrationskraft bemerkte. Alles, mich eingeschlossen, schien auf diese Schwingungskraft zu reagieren. Ich kann mich dumpf an die außergewöhnlichsten Gedanken erinnern, die diese Vibrationskraft zu erzeugen schien (so kann ich das am besten beschreiben). Ein solcher Gedanke war, daß mit Hilfe dieser Kraft die Schwerkraft nichts bedeutete. Ich weiß nicht, wie lange ich dort lag, bevor das Ding mit unglaublicher Geschwindigkeit nach Norden entschwand und, genauso unerklärlich, die Vibrationsgefühle nachzulassen und zu verschwinden schienen. Es nahm seine führende Position im Dreieck ein und alle Erschlaffung schwand. Es nahm seine Führungsposition im Dreieck ein und alle drei sausten mit der gleichen rasanten Geschwindigkeit ab. (aus: CIVILIAN SUCER INVESTIGATION, Bd. 4)

Was aus diesem Bericht am meisten hervorsticht, ist die Schwierigkeit, die Wirkung der Schwingungen und Vibrationen, die man fühlte, in Worte zu fassen und die Reaktion, die der Mann selbst empfand. Der Bericht liest sich so, als hätte seine eigene Energie ein buchstäblich „erregendes“ Ereignis erfahren. Man kann nicht umhin zu spüren, daß zwei Energiesysteme beteiligt waren – die der Untertasse und die des Beobachters. Dies steht in vollem Einklang mit dem, was man von der Orgonenergie kennt.

Ein ähnliches Anzeichen dafür, daß eine starke Strahlungswirkung am Werk ist, findet sich in dem Bericht (erwähnt von Leonard Cramp in seinem Buch Space, Gravity and the Flying Saucer) eines 28-jährigen Apothekers, der mit seinem Auto in die Stadt Lufkin, Texas reiste, als er ein Objekt bemerkte, das über zweihundert Fuß über ihm schwebte. Es wirbelte herum wie eine Fliegende Untertasse, beschrieb einen Winkel von fünfzig Grad und raste davon. Fünf Minuten später fing sein Gesicht zu brennen an. Dies ist keineswegs ein Einzelfall, denn Graham Knewstub vom British Flying Saucer Bureau hat berichtet, daß „es wohldokumentierte Fälle von Beobachtern gibt, die Verletzungen erlitten haben (hauptsächlich Verbrennungen), weil sie Fliegenden Untertassen zu nahe kamen“.

Ich möchte nun die schwingenden, vibrierenden und „brennenden“ Gefühle, die in den beiden Berichten beschrieben werden, die ich Ihnen gerade unterbreitet habe, mit der Erfahrung von Menschen vergleichen, die im Orgonakkumulator gesessen haben. Natürlich würden wir erwarten, daß diese in ihrer Ausprägung viel milder, aber grundsätzlich von gleicher Art sind. Ich habe zuhause einen Akkumulator und konnte das, was Reich gefunden hat, für mich bestätigen. Ich habe eine Reihe von Leuten gebeten, die nichts von Orgon wußten, drin zu sitzen und mir zu sagen, was sie gefühlt haben. Hier einige typische Antworten:

1. Ein dreizehnjähriges Mädchen: „Meine Güte, es ist wie Nadeln. Es ist, als wenn du erkältet wärst und dir ganz heiß ist.“ Sie sagte, wenn sie sich mit ihren Fingern der Wand nähere, ließe das „meine Finger ein wenig pochen“. Und eine sehr interessante Bemerkung: „Es ist wie eine Art Surren.“ Surren war, wie es schien, die einzige Art, wie sie mir das Gefühl von Vibration begreiflich machen konnte.

2. Eine dreißigjährige Frau reagierte wie folgt: „Es ist, wie wenn du schläfst, eine Art Aufstehen. Mein Nacken ist heiß, meine Arme werden pink.“ Das war ziemlich deutlich, als sie etwas später herauskam. „Ich weiß, es ist, wie wenn du Grippe oder so hast und du weißt nicht, ob dir heiß oder kalt ist. Je näher du an die Wände kommst, desto mehr bekommst du dieses Gefühl. Gott, es könnte dich verbrennen.“

3. Andere Kommentare von verschiedenen Leuten beinhalten: „Ich kann fühlen, wie sich meine Muskeln entspannen, wie sie es vor dem Feuer tun“; „Du fühlst, wenn du die Wand berührst, würde es brutzeln“; und: „Ich fühle mich, als hätte ich in der Sonne gelegen – mein Gesicht und mein Hals brennt“.

Wenn wir uns daran erinnern, daß die Wände des Orgonakkumulators sehr kalt sind, werden diese Kommentare um so bemerkenswerter. Eine vibrierende Kraft, die kribbelt und prickelt, die ein Gefühl wie Hitzewallungen oder Sonnenbestrahlung und eine deutlich sichtbare Rötung der Haut hervorruft, die außerdem mit Eindrücken von blauen bis violetten Leuchtpunkten und Lichtstrichen verbunden ist – all das spüren Menschen, die nichts von Orgon wissen, wenn sie in einem Orgonakkumulator sitzen.

Es gibt auch einen Fall in den Veröffentlichungen des Orgone Institute, von einer Frau, die im Orgonakkumulator saß und eine Salbe auf ihr Gesicht schmierte. Dies schien das Orgon sehr kraftvoll anzuziehen, da sich ihr Gesicht ziemlich entzündete und einige Tage danach wund blieb.

Darüber hinaus als Folge vieler Beobachtungen mit seinen Bionen, in der Atmosphäre und mit fluoreszierenden Gasröhren war Reich 1944 zu dem Schluß gekommen, daß die Pulsation eine grundlegende Eigenschaft des Orgons ist. Es wurde festgestellt, daß jedes orgonotische System ein Orgonfeld beinhaltet, das sich mit einem bestimmten Rhythmus ausdehnt und zusammenzieht. Wir werden nun sehen, welche Beweise dafür vorliegen, daß Untertassen ein energetisches Feld haben.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Das rotverschobene Kleinkind

26. Dezember 2017

Materie entsteht durch die kontraktile Überlagerung zweier massefreier Orgonenergie-Ströme. Im Kosmos erkennt man junge Materie, etwa in Quasaren, an den größeren Atomen, was sich in der Emission von langwelligeren Photonen ausdrückt („intrinsische Rotverschiebung“). Reift die Materie, wird die Strahlung immer kurzwelliger, weil sich der kontraktile Prozeß der Überlagerung fortsetzt.

Ähnliches beobachtet man beim Menschen. Zwar schrumpfen wir nicht physisch (zunächst wachsen wir sogar und die meisten nehmen in ihren besten Jahren an Körpergewicht und entsprechend an Körperumfang zu), jedoch bioenergetisch. Das zeigt sich vor allem in unserer Psyche: im Laufe der Zeit wird die Welt immer kleiner und die Zeit verfließt immer schneller. Man betrete nur mal den Schulhof der Kindheit: eine Landschaft voller Abenteuer schrumpft zu einer beklemmend kleinen Asphaltfläche. Man vergleiche wie die letzten Jahre vorbeigeflogen sind mit der unendlich großen Zeitdauer der frühen Kindheit!

Mechanistisch wird das damit erklärt, daß wir schlichtweg größer geworden sind und uns die Welt vertrauter geworden ist, weshalb auch die Zeit schneller zu fließen scheint. Wir lernen mit der Welt umzugehen, weswegen sie schrumpft, und außerdem gibt es nichts neues, weshalb die Zeit davoneilt. Doch das sind nur oberflächliche und wenig überzeugende Erklärungsversuche. Tatsächlich spiegelt die Psyche getreulich unser bioenergetisches System wider und das schrumpft in direkter Fortsetzung der kontraktilen Überlagerung, aus der wir ursprünglich hervorgegangen sind („genitale Überlagerung“).

Man könnte einwenden, daß die Welt uns größer erscheinen müßte, wenn wir (bioenergetisch!) schrumpfen, doch das ist mechanistisch gedacht, an anschaulichen Modellen orientiert. Es geht um das innere Erleben: mit uns schrumpft unser „Weltempfinden“.

nachrichtenbrief16

28. April 2017

Fukushima und der Tod der atmosphärischen Orgonenergie

2. April 2016

Das Unglück von Fukushima ist fünf Jahre her. Es wird gerne behauptet, daß alle Todesopfer dem Tsunami zu schulden sind, der die Atomkatastrophe auslöste. Das Problem, das niemand sehen will bzw. niemand sehen kann, ist die ORANUR-Katastrophe. Nicht nur beispielsweise die Verseuchung der Wildtiere, die Pflanzen fressen, und die schlichtweg astronomische Verseuchung der Raubtiere – und daß der Mensch am Ende der Nahrungskette steht, sondern: in jedem Bericht von unabhängigen Beobachtern ist von jenem geheimnisvollen „schwarzen Staub“ die Rede, der extrem radioaktiv ist und überall zu finden ist: das „Melanor“, das Reich als erster beschrieben hat. Es geht nicht nur um eine radioaktive Verseuchung – es geht um die Zerstörung der Lebensenergie selbst. Das Leben an sich wird umgebracht.

Hier ein sehr informativer Bericht über den neusten Stand in dieser ORANUR-Katastrophe, ab Minute 40:00. Ab 1:19:00 wird ein weiterer Alptraum besprochen: die 30 Satelliten mit Plutonium, die die Erde umrunden und jederzeit abstürzen können.

Dank dem pseudowissenschaftlichen Unsinn von der „Globalen Erwärmung“ zeichnet sich eine Renaissance der Kernenergie ab. Alle paar jahre gibt es GAUs. Jeden Augenblick könnten wir Aachen verlieren

Tschernobyl passierte, weil im Realsozialismus es als zweckmäßig im Sinne der Machterhaltung galt, Posten mit Leuten zu besetzen, die sich für die Arbeit nicht besonders eigneten und vielleicht gänzlich unfähig waren, aber so leicht auszutauschen waren. Diese Mentalität der organisierten Verantwortungslosigkeit prägt Saharasia seit Jahrtausenden. Eigeninitiative und Verantwortungsgefühl gehen gegen Null. „Eigeninitiative“ zeigt sich allenfalls in der ausufernden Korruption und dem eigensüchtigen Schlendrian.

In Rot-China wurde vor 25 Jahren ein hoher Umweltfunktionär entlassen,

weil er seinem Bruder gestattet hatte, Atommüll in einem Dorfbrunnen abzuladen. Wie es in der Zeitung China Daily hieß, habe der Bruder des stellvertretenden Direktors der chinesischen Umweltbehörde mit dessen Billigung im vergangenen Juni in Santumen 25 Tonnen mit Uran verseuchte Abfallprodukte aus einem Forschungslabor in den Brunnen gekippt. Dies habe die radioaktive Belastung in Santumen um das Hundertfache über den Normalwert steigen lassen. (Welt, 24.05.86)

China hat heute 13 Atomkraftwerke, 30 sind in Bau und weitere 50 sind in Planung. Und ich warte darauf, daß der gigantomanische „Dreischluchtenstaudamm“ bricht und eine der verheerendsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte auslöst. Da ein Erdbeben das andere nach sich zieht, kann das schon bald sein.

Harrisburg stand 1979 nur eine Stunde vor einem Supergau. Dr. Rosalie Bertell aus den USA berichtete anläßlich einer ärztlichen Fortbildungsveranstaltung 1980 in Hamburg:

Zwei Physiker erzählten mir, daß eine vollständige Reaktorschmelze nur durch einen nicht eingeplanten Zufall verhindert wurde: Der Dampf kühlte die freistehenden Reaktorstäbe. (Bild der Wissenschaft, Aug. 1986)

Dem gleichen Bericht zufolge versagten 1985 im Davis-Besse-Reaktor im Bundesstaat Ohio verschiedene Komponenten. „Nur eine hastig improvisierte Pumpe rettete den Kern vor dem Meltdown.“ Den, der Nuclear Regulatory Commission (NRC) zufolge, US-Reaktoren nicht aushalten könnten. Die NRC, die die Bau- und Betriebsvorschriften für Reaktoren erläßt und kontrolliert, hatte Mitte der 80er Jahre errechnet, „daß eine Kernschmelze in einem US-Reaktor in den nächsten 20 Jahren mit 50prozentiger Wahrscheinlichkeit auftritt“.

Der amerikanische Physiker Ernest Sternglass hat berechnet, daß – infolge der atmosphärischen Atombombentests – zwischen 1951 und 1966 in den USA zwei bis drei Millionen fötale Todesfälle und 375 000 Todesfälle mehr im ersten Lebensjahr auftraten, als zu erwarten war.

Weitere Schäden, die er einem lokalen Fallout zuordnete, waren kongenitale Mißbildungen und Leukämie bei Kindern. Später beobachtete Sternglass in der Umgebung einiger großer Kernkraftwerke ähnliche Auswirkungen, darüber hinaus auch das Ansteigen von Krebs. (Psychologie heute, Aug. 1986)

Als weitere Folgeerscheinungen des Fallouts fand er eine Abnahme der kognitiven Funktionen bei jenen, die zur Zeit ihrer Geburt dem Fallout ausgesetzt waren. Wobei jene westlichen US-Staaten hervorstachen, die besonders viel Fallout abbekommen haben. Die Abnahme der Intelligenz wurde zuerst 1963, 18 Jahre nach Hiroshima, anhand der Eignungstests amerikanischer High-School-Absolventen sichtbar. Sternglass führt diese Abnahme auf die Einnahme von Jod 131 durch die Nahrung zurück, das beim Ungeborenen und dem Kleinkind die Hormonausschüttung der Schilddrüse so stört, daß die Entwicklung der kognitiven Funktionen gehemmt wird. Der mechanistischen Wissenschaftsgemeinschaft fehlt es bei Sternglass‘ Ergebnissen an der „statistischen Signifikanz“.

Wenn da nicht die folgende Meldung vom Februar dieses Jahres wäre:

Vögel, die in der Nähe des ehemaligen Reaktors von Tschernobyl leben, haben im Durchschnitt ein fünf Prozent kleineres Gehirn als Artgenossen aus anderen Regionen. Das berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt „PLoS ONE“. Sie hatten die Gehirne von 550 Vögeln untersucht, die zu 48 Arten gehörten. Am stärksten ausgeprägt war der Effekt bei Jungvögeln. Die Wissenschaftler glauben, daß die radioaktive Belastung eine Ursache für die Gehirnschrumpfung darstelle. Einen genauen Mechanismus dafür können sie allerdings nicht angeben.

In einem Bericht aus dem Jahre 2006 lesen wir, daß in durch Tschernobyl verstrahlten Gebieten die Kinder so geschwächt sind, daß normaler Schulsport kaum noch möglich ist.

Kinder im Alter von zwölf Jahren leiden unter Bluthochdruck und Magenschleimhautentzündungen. Die Radioaktivität schädigt aber auch die Nieren und greift das Nervensystem an. Pathologien der Organe treten auf. Eine hohe Cäsiumbelastung kann bei Kindern zum Grauen Star und zur Sklerose der Blutadern im Auge führen.

Es kommt zu Störungen des Immunsystem und des Hormongleichgewichts. Alleine in Weißrußland sind 600 000 Kinder betroffen.

Die Folgen der Strahlung haben für die Kinder und Jugendlichen noch viele Gesichter: So verzögert sie das Wachstum einerseits und läßt die Menschen andererseits schneller altern. Sie genesen langsamer nach Krankheiten – schuld ist die Immunschwäche, auch „Tschernobyl-Aids“ genannt.

Anfangs glaubte Reich, man könne ORANUR kurativ nutzen, um verborgene Krankheiten hervorzuholen, die man dann „ausleben“ könne, um von ihnen befreit zu werden. Doch stellte sich heraus, daß langfristig ORANUR durchweg einen pathogenen Effekt hat, insbesondere, wenn man sich dem ORANUR-Einfluß dauerhaft nicht entziehen kann.

Aus der Perspektive von Reichs ORANUR-Experiment sind Atomkraftwerke in zweierlei Hinsicht eine Dauer- bzw. eine absolute Katastrophe:

  1. Jedes Kernkraftwerk ist ein Orgonenergie-Akkumulator, in dem jahrein, jahraus ein ORANUR-Experiment stattfindet: „organisches Material“ (Beton) schließt einen Stahlbehälter ein, in dem sich die hochradioaktive Brennstäbe befinden.
  2. Immerhin sitzt das radioaktive Material fest, während sich die Orgonenergie frei bewegen kann. Werden jedoch bei einem Unfall radioaktive Stoffe freigesetzt, kommt es zu einer schockartigen ORANUR-Reaktion, die buchstäblich wie eine Tsunami-Welle über den gesamten Planeten hinwegrollt.

Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der orgonotische Lebensfunke, geschwächt durch zahllose Dauer-ORNUR-Experimente, nach einem solchen Schlag endgültig erlöschen wird.

Reich und die Physik

5. Oktober 2014

In die Bibliography of Orgonomy, Part Two: Reich’s Library wurde das Lehrbuch der Physik für Mediziner, Biologen und Psychologen von Reichs Physiklehrer an der Universität Wien, Prof. Dr. Ernst Lecher, aufgenommen. 2007 ist ein Reprint beim VDM Verlag Dr. Müller erschienen.

Bemerkenswert sind die ersten Sätze des Buches, wo Lecher ausführt, daß die Physik „die Bewegunglehre der nicht lebenden Körper“ sei. Zu dieser Auffassung hätten von Anfang an die Bewegungen unseres eigenen Körpers „und die dabei in vielen Fällen ausgelösten subjektiven Kräfteempfindungen“ geführt. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, daß eines Tages ein anderes Weltbild aufkommen könne, nachdem man tiefer in das Wesen der Elektrizität eingedrungen ist. Vielleicht wäre dann „von einem elektrischen Gesichtspunkte aus“ alles Naturgeschehen übersichtlicher und verständlicher. In einer Fußnote auf der zweiten Seite führt Lecher aus, daß sich alle Materie in Atome zerteilen ließe, die selbst „vielleicht verschiedene Anordnungen ein und desselben Grundbausteins alles Vorhandenen (sind), des Elektrons.“

Dieser „Forschungsplan“ hat sich mit der Entdeckung weiterer Elementarteilchen wenige Jahre später zerschlagen (vgl. Orgonenergie-Kontinuum und atomare Struktur). Reich selbst mußte seine Überlegungen über eine „Bioelektrizität“ aufgeben, doch wird gleichzeitig deutlich, daß Lecher einer von vielen war, die Reich zur Entdeckung des Orgons hinführten (vgl. Chronik der Orgonomie 1897-1939).

Die Hauptlinie der Wissenschaft hat sich in entgegengesetzte Richtung entwickelt (sozusagen „Orgon gegen Atom“) und Reich in die Ecke des „Parawissenschaftlers“ gedrängt… „Mehrheitsentscheidungen“ spielen in der Wissenschaft jedoch keine Rolle! Wir können getrost abwarten, wer am Ende als Scharlatan dastehen wird, d.h. wer die innere Logik der Natur verstanden hat und wer hoffnungslos in die Irre gegangen ist.

Bezeichnenderweise werden Reichs Experimente zur „Kontaktelektrizität“, die er zwischen 1939 und etwa 1944 durchführte und mit deren Hilfe er u.a. die Funktionsweise des Orgonenergie-Akkumulators erklärte, meistens als hoffnungslos dilettantisch belächelt: all diese Phänomene wären doch schon seit dem 19. Jahrhundert mit dem Konzept der „Ladungstrennung“ endgültig geklärt…

Beim raschen Abrollen vom ordinärem Klebeband tritt elektromagnetische Strahlung auf. Im Vakuum kann dabei sogar Röntgenstrahlung entstehen! Im Alltag begegnet uns die sogenannte „Tribolumineszenz“, wenn wir etwa selbstklebende Briefumschläge im Dunklen aufreißen.

Obwohl das Phänomen der Tribolumineszenz bereits seit mehreren Jahrzehnten bekannt ist, können Physiker den Effekt immer noch nicht ganz erklären. Der Knackpunkt dabei ist vor allem ein immenser Anstieg der Energiedichte, die dann das Leuchten auslöst. So produziert Klebeband zum Beispiel schon beim normalen Abrollen bläuliches Licht, obwohl die Bindung an der Oberfläche 100-mal weniger Energie enthält als für ein Photon sichtbaren Lichts benötigt wird – geschweige denn für die viel energiereichere Röntgenstrahlung.

Die Physiker von der Universität von Kalifornien, die dieses Phänomen beschreiben, versuchen das ganze natürlich mit „Ladungstrennung“ und sich beschleunigenden Elektronen zu erklären. Der Student der Orgonomie kann die unbeantwortet bleibende Frage, wo denn die Unmenge an fehlender Energie herkommen soll, denkbar einfach beantworten!

1940 versuchte Reich die Strahlung, die SAPA-Bione emittierten, von der Umgebung zu isolieren. Dazu baute er, konventionellen schulphysikalischen Überlegungen folgend, einen Container aus Stahl, den er mit Isoliermaterial umgab. Es stellte sich jedoch heraus, daß diese Behältnis nicht isolierte, sondern akkumulierte. Siehe dazu Reichs entsprechende Ausführungen in Der Krebs.

65 Jahre später tappt die Schulphysik noch immer im Dunkeln. So schreibt Anton Zeilinger, „einer der bedeutendsten Quantenphysiker der Gegenwart“, im Zusammenhang mit „Schrödingers Katze“: man könne eine Koppelung dieses Quantensystems mit der Umwelt und die damit einhergehende „Dekohärenz“ verhindern, indem man sie so in eine Stahlkammer einschließe, „daß die Außenhaut der Kammer eine exzellente Isolation darstellt.“

Insbesondere wäre es wohl möglich sicherzustellen, daß von diesem gesamten System keinerlei

Wärmestrahlung nach außen abgegeben wird. Das kann man im Prinzip dadurch erreichen, daß man eine sehr gute Wärmeisolation anbringt (…). Auf diese Weise kann man sicherstellen, daß der gesamte Behälter mit dem darin enthaltenen Lebewesen in keinerlei Wechselwirkungen mit der Umgebung tritt. (Zeilinger: Einsteins Schleier, München 2003, S. 102)

Im 1953 veröffentlichten Bericht Das ORANUR-Experiment I beschreibt Reich, wie Radioaktivität auf konzentrierte Orgonenergie einwirkt und sie in einen anderen sozusagen „radioaktiven“ Zustand („ORANUR“) transformiert. 1957 zeigte er in Das ORANUR-Experiment II (Contact with Space), daß diese Beeinflussung wechselweise ist, d.h. im ORANUR-Experiment wurden auch die radioaktiven Stoffe so verwandelt, daß sich ihr radioaktiver Zerfall änderte.

In der mechanistischen Wissenschaft ist für „Orgonenergie“ von vornherein kein Platz und der radioaktive Zerfall gilt als prinzipiell unbeeinflußbar.

2009 wurde in New Scientist gezeigt, daß diese Bastion der mechanistischen Wissenschaft langsam aber sicher zerbröselt.

1986 hatten Dave Alburger und seine Kollegen am Brookhaven National Laboratory auf Long Island, New York die Daten einer vierjährigen kontinuierlichen Messung der Halbwertzeit des radioaktiven Isotops Silicium-32 ausgewertet. Zwar ergab sich die vorausgesagte Halbwertzeit von 172 Jahren, jedoch war die Zerfallsrate unerklärlicherweise am höchsten im Februar und am niedrigsten im August.

1998 wertete ein Team der Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig die über 15 Jahre hinweg gemessene Zerfallsrate von Radium-226 aus und stellte ebenfalls eine jährliche Abweichung fest.

Weitere Forschungsergebnisse betreffen jahreszeitliche Schwankungen von einem halben Prozent beim Zerfall von Plutonium-238, die der medizinische Physiker Ken Ellis am Baylor College of Medicine in Houston, Texas über neun Jahre hinweg beobachtet hat.

Alvin Sanders, ein Physiker an der University of Tennessee in Knoxville fand, daß wenn man die C-14-Methode der Alterbestimmung, die auf dem radioaktiven Zerfall des Isotops Kohlenstoff-14 beruht, mit dem Abzählen von Baumringen vergleicht, Schwankungen mit einer Periode von 200 Jahren auftreten.

Und schließlich fand man am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt bei den beiden radioaktiven schweren Ionen Praseodym-140 and Promethium-142 Schwankungen in der Zerfallsrate mit einer Periode von 7 Sekunden.

Ephraim Fischbach und Jere Jenkins von der Purdue University in West Lafayette, Indiana versuchen, diese Forschungsergebnisse in eine einheitliche Theorie zu integrieren: Die drei Schwankungen (eine jahreszeitliche, eine von 200 Jahren und eine von 7 Sekunden) ließen sich möglicherweise mit Hilfe der Sonnen-Neutrinos erklären.

Beim Beta-Zerfall, wie er beispielsweise bei Silicium-32 auftritt, verwandelt sich im Atomkern ein Neutron in ein Proton, indem es ein Elektron und ein Antineutrino abgibt. Fischbach und Jenkins spekulieren nun, daß ein Neutrino, das auf ein Neutron trifft ebenfalls ein Proton und Elektron erzeugen würde, so daß die „Autonomie“ des radioaktien Zerfalls aufgehoben wäre. Dies würde wiederum die jahreszeitliche Fluktuation damit erklären, daß sich im Laufe des Jahres die Erde von der Neutronenquelle Sonne weg und wieder auf sie zu bewegt.

silicon

Entsprechend läßt sich die oben erwähnte Periode von 200 Jahren mit der entsprechenden Schwankung der Sonnenaktivität erklären.

Und was schließlich die 7 Sekunden betrifft, ließe sich das quantenmechanisch mit Hilfe der „Neutrinooszillation“ erklären.

Wie dem auch immer sei: mit jedem Jahr sieht Reichs „absurdes“ ORANUR-Experiment weniger absurd aus!