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Eva Reich über die Wiederveröffentlichung von THE EINSTEIN AFFAIR und CONTACT WITH SPACE

18. September 2022

Ein Brief von Reichs Tochter Dr. med. Eva Reich an Mary Boyd Higgins (NICHT GESENDET):

14.02.1967

Liebe Miss Higgins:

Falls Sie jemals The Einstein Affair nachdrucken, hier ein paar Punkte:

Auf der letzten Seite nach E-36 habe ich zwei Zeitungsausschnitte eingeklebt:

„Scientist’s leave studied. Einstein Ex Associate seeks to teach again in Poland“ [Nach seinen Studien will wissenschaftlicher Ex-Mitarbeiter von Einstein wieder in Polen lehren]. Dies ist eine Fotokopie, die von WR eingefügt wurde, nachdem die Broschüre bereits veröffentlicht war. Daher ist dieser Ausschnitt nicht in jedem Exemplar enthalten. Zweitens ist weder die Zeitung noch das Jahr angegeben. Auch erscheint er nicht in der Tabelle der Ereignisse, die mit E-36 endet.

Dann habe ich selbst einen Ausschnitt aus Time vom 26. Januar 1958 hinzugefügt, der meiner Meinung nach dort hineinpassen könnte. „Gestorben: Leopold Infeld, 69, polnischer theoretischer Physiker, an einem Herzleiden in Warschau. In den 1930er Jahren half Infeld in Princeton seinem Freund Albert Einstein bei der Entwicklung der Allgemeinen Relativitätstheorie. Mit Einstein teilte er sich auch die Arbeit am Buch Die Evolution der Physik. Ein Text aus dem Jahr 1938, der für Laien so faszinierend war, daß er die Bestsellerlisten eroberte. An der Universität von Toronto leistete Infeld Pionierarbeit bei der einheitlichen Feldtheorie von Magnetismus und Gravitation, dann kehrte er 1950 plötzlich in seine Heimat zurück, um zu lehren – und erwies sich als ein Problem für die Kommunisten, da er oft die wissenschaftliche Zensur in Warschau kritisierte.“

(Für mich ist der letzte Satz, wenn er wahr ist, typisch für das, was mit Idealisten unter den roten Sympathisanten passiert, wenn sie tatsächlich unter dem Roten Faschismus leben…)

Außerdem:

E-6 der deutschen Kopie hat eine Notiz in WRs Handschrift als Postskriptum, die in der Übersetzung auf der nächsten Seite fehlt und die wichtig ist

Wie ich es lese:       1 II 1941 bei Einstein

1,2 C und nach Austausch des Thermometers 0,9 C Differenz

(die nächste Zeile unleserlich, aber ich erkenne:)

‚ m. (?) Org-Therm i (m?) Kontr versuchen ?????

Mit anderen Worten, nur in einer unleserlichen deutschen Fußnote wird die Tatsache ihres Treffens am 1. Februar und die Tatsache der Bestätigung der Temperaturdifferenz dokumentiert.

Danach hat Einstein seine Einstellung geändert und die Kommentare davor sind entscheidend.

Ich bin mir bewußt, daß meine Meinung in all dem nicht zählt, als „Extreuhänderin“, aber es dämmerte mir, daß ein Gegenzug zu Baker + Ilse Ollendorffs Müll darin besteht, die Exemplare von Contact with Space, die WR 1957 gedruckt hatte, sofort herauszubringen.

Nach dem Condon-Bericht und der alten Leier „Die Luftwaffe läßt es von Wissenschaftlern untersuchen, und die bezweifeln, daß es so etwas gibt, weil nichts in unserer gegenwärtigen wissenschaftlich-technischen Entwicklung ein solches Phänomen möglich macht“, ist das Interesse groß.

Die Zeiten haben sich geändert. Jeder ist weltraumbewußt. Viele haben UFOs selbst gesehen, die verschiedenen Bücher über die Materie werden von Taschenbuchverlagen verkauft…

Ich habe einen Ausschnitt aus dem Christian Science Monitor, daß nach dem negativen Bericht 50 Wissenschaftler eine Empfehlung an den Congress ausgesprochen haben, die Angelegenheit zu untersuchen…

Ich denke, daß dies bald geschehen wird, allein durch die Lächerlichkeit, in der sich die offizielle Wissenschaft darstellt, wird es für den Durchschnittsbürger offensichtlich, daß Ufos existieren, ob sie nun geleugnet werden oder nicht, was auch immer sie sein mögen.

Also, mein Instinkt ist: das Buch ist reif, bringen Sie es JETZT auf den Markt.

Weitere Exemplare können gedruckt werden, wenn Nachfrage besteht.

Bitte teilen Sie mir Ihre Meinung mit. Ich bin erstaunt, wie viele Fachleute sich aufrichtig für das UFO-Problem interessieren, Beispiele: Mr. Sjague [PN: ?], Direktor des Eastern Maine Vocational Technical Institute in Bangor, Maine, ein Mr. Davis, Dozent für Astronomie am Colby College,… Bertram Magnus, der den Radiodienst „County Communications“ hat, also die zivilen Verteidigungsdienste des Bezirks hier. (Mit anderen Worten: mit jedem, mit dem ich die Möglichkeit habe, ein „Wissenschaftsgespräch“ zu führen, der kein theoretischer Physiker oder Meteorologe ist.)

Man hat das Gefühl, daß die Dinge sich im Fluß befinden, daß wir nicht alle Gesetze des Universums kennen.

Was wir öffentlich zeigen müssen, ist, daß es den Embryo einer neuen Technologie gab, die auf einem neuen wissenschaftlichen Grundprinzip basierte, der tatsächlichen Demonstration des „Äthers“ (ich ziehe es vor, es so zu nennen, weil dieses Konzept bis vor etwa 50 Jahren universell war, und wenn man behauptet, daß WR mit Ätherfunktionen arbeitete, verbindet sich das mit etwas im Gehirn…)

Daß es nicht stimmt ist, daß „keine auf der Erde bekannte Wissenschaft und Technologie das UFO-Phänomen erklärt“…

Ich fühle Dringlichkeit in dieser Angelegenheit, es ist ein Instinkt, und ich kann es nicht rational begründen, außer zu sagen, daß die Zeit jetzt reif ist.

/s/ Eva

Ihre Eva

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 8)

2. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5

Es ist nicht einfach über das Verhältnis von Gravitation zu Orgon zu sprechen, weil noch niemand die Frage vollständig beantwortet hat: Was ist Schwerkraft? Newtons Theorie wird nicht mehr als endgültig akzeptiert und in den letzten Jahren gab es viele neue Versuche, zu einem grundlegenderen Verständnis dessen zu gelangen, was die Schwerkraft ist. Unter diesen müssen wir Einsteins einheitliche Feldtheorie, Cramps Hypothese und die orgonomische Theorie von Reich zählen.

Reichs Gravitationstheorie ist an sich ziemlich leicht zu verstehen, aber sie wurde noch nicht in praktisch verwertbare Begriffe übersetzt. Es ist auch sehr schwierig, dreidimensionale Konzepte ohne die Hilfe von Diagrammen oder Modellen zufriedenstellend zu erklären. Er kritisiert die Vorstellung, daß tote, träge Masse eine Gravitationskraft ausüben kann, und legt nahe, daß die Gravitation eher als eine Funktion von zwei sich überlagernden Orgonströmen verstanden werden kann, die er durch die Hurrikanforschung nachweisen konnte. Nach dieser Theorie umkreist weder der Mond die Erde, noch die Erde die Sonne, da sowohl die Sonne als auch die Erde sich selbst im Raum bewegen. Die geschlossene Umlaufbahn wird nur gefunden, indem man das Zentrum des Kreises oder der Ellipse stationär macht. Wer eine Orange und eine Erbse nimmt und gerne experimentiert, kann dem selbst nachgehen. Die Form der Bahnen von Erde und Sonne ist die von zwei Linien, die immer wieder konvergieren, divergieren und wieder zusammenlaufen. Reichs Theorie geht davon aus, daß sowohl die Bahn der Erde als auch die der Sonne jeweils von einem eigenen Orgonenstrom bestimmt wird, und daß es also diese beiden Ströme sind, die zueinanderfinden, sich überlagern und wieder trennen.

Cramps Gravitationstheorie ist in vielerlei Hinsicht ausgeklügelter und ausgearbeiteter als die von Reich, aber man kann nicht umhin zu spüren, daß Cramp mit einem enormen Handicap ringt. Seine Theorie, die sich auf den „Raumäther“ bezieht, bleibt halt, so wertvoll und anregend sie auch ist, als Konzept eine Abstraktion. Anstelle eines rein theoretischen und substanzlosen Äthers haben wir eine praktisch nutzbare und nachweisbare Orgonenergie.

Obwohl die Hypothese der Gravitation als Funktion zweier sich überlagernder Orgonströme eher spekulativ erscheint, liegt ihr Wert doch darin, daß sie jedem, der das Verhalten des Orgons im Weltraum hinreichend verstanden hat, die Möglichkeit eröffnet, die Gravitation zu kontrollieren bzw. ihr entgegenzuwirken

Kann das atmosphärische Orgon überhaupt auf gerichtete Weise genutzt werden? Die Antwort ist nochmals ein Ja.

Durch die Verwendung von langen Stahlrohren, 30-40 Fuß lang, ist es Reich gelungen, die Konzentration von Orgon am Himmel über uns zu verändern. Aus dieser Grundtechnik hat sich ein ganz neuer Arbeitszweig herausgebildet, nämlich die Wetterkontrolle.

Diese Arbeit besteht aus einer Anzahl von geschickten Operationen, die nach dem Prinzip arbeiten, Wolkenformationen zu zerstreuen, indem Energie aus ihnen abgezogen wird, oder Energie aus einem klaren Himmelsteil so zu ziehen, daß ein Energiefluß von einem niedrigeren zu einem höheren Potential erzeugt wird, um damit die Bildung von Wolken und Niederschlägen in Dürregebieten zu induzieren.

Seit Mitte des Jahres 1953 werden die Stahlrohre mehr oder weniger ständig genutzt, um die von Dürre betroffenen Gebiete an der Nordostküste der USA zu entlasten. Zu den spektakulärsten Ergebnisse, die bisher in diesem Bereich erzielt wurden, zählt ein Hurrikan, der im Oktober letzten Jahres drohte New York zu treffen und der erfolgreich auf die offene See abgelenkt wurde. Das New Yorker Wetterbüro gab bekannt, daß es ein Wunder wäre, wenn der Hurrikan die Stadt nicht frontal träfe, da er keine Anzeichen dazu gezeigt hätte, auf die offene See zu schwenken. Am nächsten Morgen kommentierte das Bostoner Radio: „Das fast Unmögliche ist passiert, der Sturm wendet sich ab … Letzte Nacht wurde gesagt, daß nur ein Wunder verhindern könne, daß der Hurrikan New York trifft. New York hat sein Wunder bekommen. Es sieht so aus, als ob New England dasselbe widerfahren könnte.“ Fünf Stunden später berichteten sie: „Der Orkan ist nach Osten weitergezogen … keine Schäden … geringe Schäden … für ganz New England ist die Gefahr vollständig gebannt, außer der Ostküste von Maine … Uns sind die Verwüstungen erspart geblieben, die noch vor wenigen Stunden uns unmittelbar bevorzustehen schienen.“

Wenn man den Bericht im neuesten Bulletin des Orgone Institute (Core Vol. 7, Nr. 1,2) liest, sieht man wie dieser Hurrikan angegangen wurde, die Details der Technik, um ihn umzulenken, und wird sich plötzlich der Tatsache bewußt, daß erstmals die Orgonenforschung in kosmische Funktionen mündet, Funktionen jenseits des Erdballs. Es ist interessant, die gewaltigen Kräfte, die der „Cloudbuster“ anzapft, mit dem zu vergleichen, was die Atomic Energy Commission der Vereinigten Staaten über die Nützlichkeit der Atomkraft als Mittel zur Kontrolle von Hurrikanen zu sagen hat.

In ihrem Bericht über die Auswirkungen von Atomwaffen schreiben sie:

Es wurde der Vorschlag gemacht, daß bestimmte zerstörerische Naturphänomene wie Hurrikane, Tornados oder Kältewellen durch eine plötzliche Freisetzung der großen Energiemengen, die von einer Atombombe geliefert wird, abgewendet werden, aber es ist sehr zweifelhaft, ob dies getan werden könnte, weil die Energiemengen, die notwendig erscheinen, eine höhere Größenordnung haben als die gegenwärtig erreichbaren. (aus The Effects of Atomic Weapons)

Reich ist in seinen Berichten unmißverständlich, daß der Umgang mit der ungeheuren Kraft, die im Orgon steckt, eine Haltung äußerster Demut erfordert und den Operatoren Verantwortung aufbürdet.

In seinem ersten technischen Bericht über Wetterkontrolle gibt er seinen Mitarbeitern folgenden Rat:

Versuche nie, jemanden mit Cloudbusten zu imponieren. Regenmachen und Cloudbusten tut man nicht zum Spaß. Die Orgon-Hülle, mit der du es zu tun hast, wenn du der Atmosphäre Energie entziehst, ist ein energetisches Kontinuum von hoher Potenz. Du könntest unbeabsichtigt Schäden anrichten. Tue nie etwas, das nicht zwingend notwendig ist. Beim Cloudbusten wird kein Regen „erzeugt“ und werden keine Wolken „zerstört“ – kurz, man spielt nicht Gott. Man hilft der Natur nur etwas in ihrem natürlichen Ablauf nach. (Core, Bd. 6, S. 105)

In seinem Buch über Fliegende Untertassen erklärt Cramp: „Selbst im Äther selber gibt es eine Kraft, die jenseits unserer kühnsten Träume liegt. Es geht auch nicht darum, etwas umsonst zu bekommen, wie manche denken mögen. Betrachten wir das physikalische Universum, so wie wir es vor uns haben, als eine riesige Weite von Energie. Wir, die wir uns in diesem Universum bewegen, können nichts dazu hinzufügen oder etwas vernichten. Allenfalls können wir die Form ändern, in der es uns entgegentritt. (S. 99) Die Orgon-Wetterexperimente erweisen die Wahrheit dieser Aussage und stellen den ersten Schritt zum Anzapfen dieses gewaltigen Kraftreservoirs dar. Jene, die Raumschiffe bauen und nutzen, aus welcher Region des Weltraums sie auch immer kommen mögen, sind einen Schritt weiter gegangen in diese Richtung.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Lesebegleitungen zu den späten Schriften Wilhelm Reichs (1995-1997)

18. Januar 2017

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Lesebegleitungen zu den späten Schriften Wilhelm Reichs (1995-1997)