Posts Tagged ‘Psychiater’

Charakter ist alles und Genitalität ist alles

19. Oktober 2023

Die gesamte moderne Medizin kann man als eine geradezu systematische Umgehung der Frage nach der Charakterstruktur, d.h. der bioenergetischen Struktur des Organismus, betrachten. Entsprechend stellt die moderne Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie eine einzige Vermeidungsstrategie gegenüber der Genitalität dar.

1.

Patienten können die abartigsten, untherapierbarsten somatischen Erkrankungen haben – trotzdem sind diese oberflächlicher als die Charakterstruktur. „Man kann sie als Komplikationen der Charakterneurosen ansehen. … [Sie] können bei jedem Charaktertypus vorkommen und sind nicht auf den spezifischen Charakter, sondern vielmehr auf die spezifische Panzerung zurückzuführen“ (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, S. 286). Ähnlich verhält es sich mit extremen psychiatrischen Störungen, etwa Baerbocks Sprachstörung. Man kann sie vielleicht „heilen“, aber die Charakterpathologie, die ihren Nährboden darstellt, besteht fort.

Das ist nicht so offensichtlich, weil die charakterliche Störung „peripher“ ist, d.h. letztendlich soziale Ursachen hat (auch die Kindererziehung ist eine „soziale Ursache“!). Man nehme etwa Reichs Beschreibung des Zusammenhangs zwischen charakterlicher Resignation und der Krebsschrumpfungsbiopathie, die das bioenergetische Zentrum des Organismus befällt:

Resignation ohne offenen oder geheimen Protest gegen die Versagung der Lebensfreude muß als eine der wesentlichen Grundlagen der Schrumpfungsbiopathie angesehen werden. Die biopathische Schrumpfung wäre demnach eine Fortsetzung chronischer charakterlicher Resignation im Bereich der Zellplasmafunktion. (Reich: Der Krebs, Fischer TB, S. 223f)

Es gibt Schichten des Lebensapparates verschiedener Tiefe um den biologischen Kern herum. Es gibt höhere und tiefer gelegene Schichten im Biosystem. Es gibt demzufolge oberflächliche und tiefergreifende Störungen der Körperfunktion. Eine akute Atemstörung wird dem Kern des Biosystems nichts anhaben. Eine chronische Atemstörung durch Inspirationshaltung wird chronische Angst erzeugen, aber die biologische Zellplasmafunktion nicht berühren, solange die bioenergetischen Funktionen in den Zellen selbst weitergehen, solange der Organismus weiter kräftige Impulse produziert. Ist aber die Impulsproduktion in den Zellen selbst getroffen, hat die periphere charakterliche Resignation das Zellplasmasystem erfaßt, dann haben wir es mit dem Prozeß der biopathischen Schrumpfung zu tun. (ebd., S. 224)

2.

Generell stehen in der Neurose die prä-genitalen Störungen im Vordergrund (phallisch, anal, oral). Am extremsten in der „okularen“ Schizophrenie (ja, keine Neurose, sondern Psychose). Trotzdem arbeitet sich der Therapeut zum Kern dieser Störungen vor und das ist die genital-orgastische Störung. Die prägenitalen „Frühstörungen“ sind in jedem Fall oberflächlicher als der ödipale Konflikt.

Ärzten, Psychiatern, Psychologen ist das so fremd und unverständlich, weil sie nicht so tief vordringen wie Reich. Ihre Arbeit ist erledigt, wenn die oberflächlichen „prägenitalen“ Symptome verschwinden, d.h. ein neurotisches Gleichgewicht hergestellt ist. Ähnlich wie die eingangs beschriebenen „genesenen“ somatisch Kranken, haben die Patienten zwar ihre psychische Auffälligkeit überwunden und sich wieder in die Gesellschaft integriert, aber das wirkliche Problem bleibt unberührt (siehe dazu den gestrigen Blogeintrag).

Beispielsweise kann eine Schizophrenie geheilt werden, wenn der okulare Block beseitigt ist, doch dann fängt die eigentliche Arbeit erst wirklich an, weil nunmehr der tieferliegende ödipale Konflikt angegangen werden muß. Generell kann man sagen, daß in der Therapie „von oben nach unten“ („von okular zu genital“), vom Oberflächlichen zum Tiefen, von der Oberfläche zum Kern, von der Gegenwart in die Vergangenheit fortgeschritten wird, vom Prägenitalen zum Genitalen, (richtig verstanden!!) vom Unwesentlichen zum Wesentlichen.

Wir leben in schwierigen und gefährlichen Zeiten

1. September 2023

Wir leben in schwierigen und gefährlichen Zeiten

Orgontherapie und die Massenpsychologie der Demokratie im 21. Jahrhundert

3. August 2023

Einst war das Problem, daß die psychiatrische Orgontherapie Reichs Schülern Unmengen von Geld einbrachte und deshalb immer die Gefahr bestand, daß der Profit alle wissenschaftlichen Überlegungen überlagert, die Orgonomie am eigenen Erfolg zugrundegeht. Tatsächlich konnten „Körperpsychotherapeuten“ bis weit in die 1980er Jahre hinein, als „alternative Gesundheitstage“ noch das Ding waren, „ein Schweinegeld“ machen, was auch so mancher Kriminelle, der sich als „Reichianer“ titulierte, schamlos ausgenutzt hat.

Diese Zeiten sind vorbei und Orgontherapie wird nachgefragt, als würde man abgelaufene, verklumpte Frischmilch einem Laktoseintoleranten anbieten. In Amerika laufen die (dort erlaubten) Werbeaktionen des American College of Orgonomy ins Leere und orgonomische Psychiater müssen sich weitgehend auf die konventionellen Methoden ihrer Profession besinnen, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Die Zeiten des: „Werde Orgontherapeut und Du hast für alle Zeiten ausgesorgt, weil dir die Patienten die Bude einrennen!“ sind definitiv vorbei.

Schuld ist die sexuelle Revolution, die etwa 1960 einsetzte. Sie hat die individuelle und die gesellschaftliche Panzerung derartig durcheinandergebracht, daß die Angst, die im Panzer einst fest gebunden war, nunmehr so frei flottiert, daß die meisten Menschen das Leben ohne Drogen und Medikamente nicht mehr ertragen können und sie sich neuerdings sogar Brüste, Hoden und Penisse abschneiden lassen, um den Energiepegel und damit die (Sexual-) Angst zu bändigen. Die Angst soll weg! Deshalb hat eine Therapieform, die darauf beruht Angst freizusetzen und auszuhalten, kaum noch eine Chance.

Im gesellschaftlichen Bereich erklärt das, warum „rechtspopulistische“ Parteien, die für die Demokratie, also die Herrschaft des Volkes, eintreten sich so schwertun und, kaum daß sie an der Macht sind, sich dem gegenwärtigen krypto-faschistischen System des Westens anpassen. Die Menschen haben zunehmend „Angst vor der eigenen Courage“. Nur das kann erklären, warum eine Partei wie Die Grünen, die AUSDRÜCKLICH „die Energie drosseln“ will, so einen absurd hohen Zuspruch hat und das selbst bei Menschen, die an sich gar nicht so dumm sind. Oder man denke an die SPD, deren EINZIGES Programm der „Antifaschismus“ ist, d.h. das Mobilisieren und das sich Aalen in Schuldgefühlen. Die „bürgerlichen Parteien“ sind eh nur noch eitrige Wurmfortsätze der Grünen. Einschläfernde Figuren wie Habeck, Mr. Magoo, SchMerz, Biden, Macron und all die anderen Schlaftabletten sind eben das: das Höchstmaß an Erregung, daß die Massen noch aushalten können. Sozusagen sprechende (stammelnde) und laufende (stolpernde) Massen-Psychopharmaka. Trump ist vielleicht das letzte Aufbäumen des Lebendigen auf der politischen Bühne, bevor alles im Nebel der „Psychopharmaka“ versinkt. Eine „bekiffte“, sterbende Welt!

DER ROTE FADEN (Band 2): 22. Im Fadenkreuz der Psychiater

1. August 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 22. Im Fadenkreuz der Psychiater

DER ROTE FADEN (Band 2): 21. Ein Blick zurück nach Norwegen

20. Juli 2023

DER ROTE FADEN (Band 2): 21. Ein Blick zurück nach Norwegen

David Holbrook, M.D.: „Strömung“ gegen „Moralisieren“: Wie sich selbst und die Natur zu verstehen uns helfen kann, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen aufzuhören

1. Juli 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

„Strömung“ gegen „Moralisieren“: Wie sich selbst und die Natur zu verstehen uns helfen kann, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen aufzuhören

David Holbrook, M.D.: Die Orgonomie zusammengefaßt in 15 Passagen aus den Schriften des Psychiaters und Naturwissenschaftlers Wilhelm Reich, von der Biologie über die Psychologie bis hin zur Soziologie und Politik: Die zentrale Bedeutung der Strömung

30. Juni 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Die Orgonomie zusammengefaßt in 15 Passagen aus den Schriften des Psychiaters und Naturwissenschaftlers Wilhelm Reich, von der Biologie über die Psychologie bis hin zur Soziologie und Politik: Die zentrale Bedeutung der Strömung

David Holbrook, M.D.: AUTORITÄT, AUTORITARISMUS UND ANTIAUTORITARISMUS

29. März 2023

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Autorität, Autoritarismus und Antiautoritarismus

Warum (linke) Meinungen auf diesem Blog keinen Platz haben (Teil 3)

4. November 2022

Man betrachte die Veranstaltungen konservativer Politiker. Die Störer, mit ihren Pfeifkonzerten, ihrem unflätigen Benehmen, ihrem provokanten Auftreten halten sich für „Antifaschisten“, doch ihr Aufstand gegen das „Establishment“ ist nur infantile Rebellion gegen den Vater. Imgrunde demonstrieren sie für mehr Taschengeld („soziale Gerechtigkeit“). Die Parolen lauten kindlich: „Her mit dem schönen Leben – eine andere Welt ist möglich!“ Oder: „Reichtum für alle!“

Die Massenpsychologie des Faschismus wird heute insbesondere durch die Renaissance des Peace-Zeichens evident, z.B. als Emblem des Fernsehsenders VIVA oder bei Schülerdemos in Hamburg. Die irrationalen Massen werden unbewußt von Sexualsymbolen bewegt: sei es das Hakenkreuz (die genitale Umarmung – siehe dazu Reich: „Die Symbolik des Hakenkreuzes“ Massenpsychologie des Faschismus), die SS-Rune (ein homosexueller Akt – Der Blaue Faschismus) oder das Friedenssymbol (die Vulva – Paul Mathews: „The Biological Miscalculation and Contemporary Problems of Man“ Journal of Orgonomy, May 1970).

Das Friedenssymbol zeigt, worum es bei den pubertierenden Friedensdemonstranten wirklich geht: Rebellion gegen die durch bedrohliche Männer („Cowboys“) vertretene „Phallokratie“ („die Arroganz der Amerikaner und Israelis“) bei gleichzeitiger Sehnsucht nach innerem „Frieden“. Entsprechend symbolisierten das Hakenkreuz und die SS-Rune den Sexualakt – wurden aber als Sinnbild von patriarchalischer Ehrenhaftigkeit und Treue präsentiert.

Es ist wie 1933 und „1968“: eine geistig verwahrloste, von den pestilenten, antiamerikanischen und antisemitischen Todfeinden des Westens (und damit des Lebendigen) in die Irre geführte Jugend.

Wie Reich in Massenpsychologie des Faschismus dargelegt hat, ist Politik ganz allgemein eine Krankheit, die aus der Kindlichkeit der Massen hervorgeht und diese weiter zementiert.

Im antifaschistischen Kampf muß darum die Frage sein, welche politische Partei am wenigsten an diese Hilflosigkeit appelliert und durch ihre Programme perpetuiert.

Dank der linksliberalen Irren ist der europäische Bürgerkrieg ohnehin bereits in vollem Gange. Wenn du dich traust: gehe heute abend durch Billstedt in Hamburg, durch Kreuzberg in Berlin, durch Duisburg oder durch Mülheim in Köln spazieren. Viel Vergnügen!

Der Linksliberale identifiziert sich mit den Ausgestoßenen dieser Gesellschaft. Das ist Ausdruck seiner Rebellion gegen den Vater (das „Establishment“). Diese Rebellion geht einher mit Angst und Schuldgefühlen: das erstere drängt ihn zu „Lösungen“ sofort, jeder Aufschub wäre verheerend, das letztere dazu, zwanghaft vermeintlich „Gutes“ zu tun und sich in Dinge einzumischen, die er nicht überblicken kann. Sein Modus operandum ist eine herablassende, selbstgerechte Intellektualität, gegen die kein auch noch so rationales Argument ankommt (siehe Bakers Der Mensch in der Falle).

Man erinnere sich an die grotesken Reaktionen der Medien auf Schulmassaker und ähnliche Gewalttaen. Von der linksliberalen Presse und „Experten“ wird typischerweise nie der Täter, sondern die Umstände (das Waffenrecht, die fehlende „Medienerziehung“, die Schulpolitik, das Leistungsdenken, gar der Kapitalismus an sich) für solche Taten verantwortlich gemacht. Niemand scheint auf den Gedanken zu kommen, daß vielleicht genau dieses vulgär-marxistische Denken, das den potentiellen Täter von jeder Verantwortung, d.h. von seinem Gewissen, befreit, für die Opfer verantwortlich ist. Charakteristischerweise stellen diese kindischen Analytiker jetzt ausgerechnet jene Menschen an den Pranger, die traditionell für Selbstverantwortung, Selbstverteidigung und Bürgersinn stehen: die Schützenvereine. Das „Establishment“, die ultimative geradezu karikaturhafte Vaterfigur („der Schützenkönig“), ist verantwortlich und muß „entwaffnet“ werden!

Der Linksliberale vertritt eine vollständig bizarre, realitätswidrige, geisteskranke Ideologie. Nachdem er über 35 Jahre hinweg über 1500 Patienten in seiner Praxis und über 2700 Fälle in der Forensik diagnostiziert und behandelt hat, ist ein amerikanischer Psychiater am Ende seiner Laufbahn zu dem Schluß gelangt, daß der „liberal mind“, d.h. die linksliberale und sozialdemokratische Ideologie das Produkt einer Geisteskrankheit ist. Sozialdemokraten, Grüne, Linke, Piraten (sic!), etc. gehören in die Psychiatrie: sie sind emotional schwerwiegend gestört – und haben in den Parlamenten, gar in der Regierung nichts verloren!

In seinem Ende 2006 erschienen Buch The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness führt Dr. med. Lyle H. Rossiter aus, daß die Linken unsere Freiheiten auf der Grundlage von auffallend irrationalen Annahmen und Emotionen untergraben.

Wie verzogene und zornige Kinder rebellieren sie gegen die normale Verantwortung, die Erwachsene zu tragen haben, und verlangen, daß eine fürsorgliche Regierung sie von der Krippe bis zur Bahre umhegt und versorgt.

Den liberalism von Leuten wie Hillary Clinton und Hussein Obama könne man, so Rossiter, nur als Geisteskrankheit verstehen.

Ein Sozialwissenschaftler, der die menschliche Natur kennt, wird nicht die zentrale Rolle der freien Wahl, der freiwilligen Zusammenarbeit und der moralischen Integrität abtun – wie es die liberals tun. Ein verantwortlicher Politiker, der die menschliche Natur versteht, wird die individuellen Unterschiede, was Talent, Antrieb, Arbeitsmoral und die Anziehungskraft, die der einzelne auf andere ausübt, angeht, nicht ignorieren und versuchen, ökonomische und soziale Gleichheit der Bevölkerung aufzuzwingen – wie es die liberals tun. Und ein Gesetzgeber, der in der Natur des Menschen bewandert ist, wird nicht ein Umfeld aus Regelungen schaffen, die die Staatsbürger im Übermaß reguliert und besteuert, ihren Charakter korrumpiert und sie zu bloßen Zellen im Staatsgefüge herabwürdigt – wie es die liberals tun.

Rossiter zufolge „können die Wurzeln des liberalism – und des mit ihm verbundenen Wahnsinns – klar identifiziert werden, wenn man sich anschaut, wie sich Kinder vom Säuglingsalter bis zum Erwachsensein entwickeln, und wie eine gestörte Entwicklung den vernunftwidrigen Glauben des liberal erzeugt.“

Rossiter weiter:

Wenn der modern liberal über vermeintliche Opfer weint, gegen imaginäre Schurken wütet und sich vor allem bemüht, das Leben von Leuten zu bestimmen, die durchaus in der Lage wären, ihr Leben selbständig zu führen, tritt die Neurose des liberal nur allzu deutlich hervor.

Liberals schüren und verstärken Gefühle von Benachteiligung, Neid und ein infantiles Anspruchsdenken. Die Menschen seien „Opfer ungerechter Verhältnisse“. Entsprechend sollen sie ihre Souveränität als Individuen aufgeben und sich ganz dem fürsorglichen Staat anvertrauen.

Hier geht Neurose in Emotionelle Pest über und wir betreten den Bereich des Roten Faschismus. Siehe dazu Der politische Irrationalismus aus orgonomischer Sicht.

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 15. Die Trennung von Liebe und Sex / Sexualökonomie

22. Oktober 2022
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DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 15. Die Trennung von Liebe und Sex / Sexualökonomie