Posts Tagged ‘UFO-Forschung’

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 11)

5. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

Es bleibt eine letzte reizvolle Möglichkeit. Wir wissen nichts Sicheres von den Außerirdischen, die auf der Erde gelandet sind. Ich sage das mit gebührendem Respekt für die Berichte von Adamski, Allingham und anderen. Wir sind von daher nicht berechtigt, irgendwelche Schlußfolgerungen über die Art des Lebens zu ziehen, das die Insassen leben mögen. Gerald Heard hat vorgeschlagen, daß die einzige Art von Leben, die sich auf anderen Planeten entwickelt haben werde, von der Art sehr intelligenter Bienen sei. Andere Fachleute scheinen zu denken, daß eine einigermaßen menschliche Art von Wesen durchaus möglich ist.

Wenn sie denn Menschen sind, ist die erste Frage, die wir ihnen stellen müssen, was ihre Absichten sind, ob sie uns schaden oder uns helfen wollen. Bis jetzt, nach acht Jahren an Sichtungen, ist nichts vorgefallen, was als vorsätzliche Feindseligkeit interpretiert werden könnte. Unwillkürlich drängt sich einem die Frage auf, ob sie viele der besonderen „menschlichen“ Eigenschaften mit uns teilen, die wir entwickelt haben – Sachen wie der kleine Streit zwischen Nationen und die großen Brutalitäten auf den Schlachtfeldern, unsere emotionale Krankheit, unsere Apathie angesichts von Katastrophen, und die harte, enge Art, wie wir unsere Kinder behandeln. In einem Wort zusammengefaßt all das, was Reich meinte, als er die Panzerung beschrieb, die das Leben in den Menschen davon abhält frei zu fließen. Werden die Weltraum-Menschen auch gepanzert sein wie wir? …und drucken sie Karikaturen von uns in ihren Comics, mit grünen Hörnern und teuflisch verzerrten Zügen?

Die große Hoffnung ist, daß sie nicht gepanzert sind und daß die Wasserstoffbombe ihrer Lebensweise so fremd ist wie bisher die Orgonenergie der unseren. Wenn sie wissen, wie man mit Orgon im Weltraum umgeht, können wir dann annehmen, daß sie auch von seinen anderen Eigenschaften, die für uns nicht weniger wichtig sind, wissen werden – seine Verwendung als sanfte Heilenergie, sein langsames Wachstum und seine Entwicklung als Lebensenergie in den Körpern der Jungen? Wenn das der Fall ist, könnten sie uns eines Tages sehr viel darüber beibringen, wie man den öden Tod in der Atmosphäre bekämpfen kann und wie man den öden Tod im Herzen effektiver verhindert. Sie könnten das tun, weil sie verstünden, was die Orgon-Forschung so zwingend gezeigt hat – die grundlegende Einheit, die der lebendigen, emotionalen Qualität der Menschen und den nichtlebenden physikalischen Eigenschaften von Materie und Raum zugrundeliegt. Die Energie, die jede Zelle und jedes Gewebe des lebenden Körpers durchdringt, ist die gleiche Energie, die das Universum selbst antreibt. Die Entdeckung des Orgons hat also die Barriere aufgehoben, die fast immer zwischen einem menschlichen Organismus und der kosmischen Umwelt existierte, in der er verwurzelt ist und in der er seinen Ursprung hat.

 

BIBLIOGRAPHIE ÜBER FLIEGENDE UNTERTASSEN [aus einem Sonderdruck des obigen Artikels von Ende der 1950er Jahre, hier stark gekürzt und aus technischen Gründen anders gesetzt]

zusammengestellt von David Boadella

Diese Bibliographie wurde ursprünglich in Verbindung mit dem Artikel „Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe“ (siehe [oben]) erstellt. Die Orgone Institute Press bat um die Erlaubnis zur Veröffentlichung in CORE Vol. 7, Nos. 3-4, aber der Verweis auf diese Zeitschrift [d.h. Ritters Orgonomic Functionalism] in der Bibliographie war aus den Druckfahnen gestrichen worden. Da die [Orgone Institute] Press die Bibliographie nicht vollständig abdrucken wollte, wurde ihr die Erlaubnis zur Benutzung verweigert und sie wird hier zum ersten Mal veröffentlicht:

  1. Frank Scully: Behind the Flying Saucers. Gollancz, 1950
    – Le mytere des Soucoupes Volantes. Paris: Editions Mondiales, 1951
  2. Gerald Heard: The Riddle of the Flying Saucers. Carroll and Nicholson, 1950
    – Is another world watching us? (American edition)
    – Les Soucoupes Volantes Paris: Editions de Fiore, 1951
  3. Donald Keyhoe: The Flying Saucers are Real. Hutchinson, 1950
    – Les Soucoupes Volantes Existent Paris: Editions Correa, 1951
  4. Kenneth Arnold und Ray Palmer: The Coming of the Saucers. Ray Palmer, 1952
  5. Donald Menzel: Flying Saucers. Putnam, 1953
  6. Donald Keyhoe: Flying Saucers from Outer Space. Hutchinson, 1953
  7. Desmond Leslie und George Adamski: The Flying Saucers have Landed. Werner Laurie, 1953
  8. Truman Betherum: Aboard a Flying Saucer. De Worse & Co. Los Angeles
  9. Daniel Fry: The White Sands Incident. New Age Publishing Co.
  10. Daniel Fry: Alan’s Message to Men of Earth. New Age Publishing Co.
  11. George Van Tassel: I Rode a Flying Saucer. New Age Publishing Co.
  12. George Williamson und Alfred Bailey: The Saucers Speak. New Age Publishing Co., 1954
  13. Harold Wilkins: Flying Saucers on the Moon. Peter Owen, 1954
    – Flying Saucers on the attack (American edition)
  14. Cedric Allingham: Flying Saucer from Mars. Muller, 1954
  15. Leonard Cramp: Space, Gravity and the Flying Saucer. Werner Laurie, 1954
  16. Jimmy Guieu: Les Soucoupes Volantes viennent d’un autre monde. Paris: Editions Fleuve Noire, 1954
    – Flying Saucers come from another world. Hutchinson, 1956
  17. Aime Michel: Lueurs sur les Soucoupes Volantes. Paris, 1954
    – Light on the Flying Saucers. Robert Hale (angekündigt)
  18. Waveney Girvan: Flying Saucers and Common Sense. Muller, 1955
  19. M.K. Jessup: The Case for the U.F.O. Citadel Press, 1955; Arco 1955
  20. Orfeo Angelucci: The Secret of the Saucers. Ray Palmer, 1955
  21. Donald Keyhoe: Flying Saucer Conspiracy. New York: Holt, 1955; Hutchinson (angekündigt)
  22. Jean Plantier: La Propulsion des Soucoupes Volantes. Paris, 1955
  23. Harold Wilkins: Flying Saucers Uncensored. New York: Citadel Press, 1955
  24. George Adamski: Inside the Space-ships. Arco, 1956
  25. Gray Barker: They knew too much about Flying Saucers. New York: University Books, 1956
  26. Edward J. Ruppelt: Report on the U.F.O. Gollancz, 1956

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 10)

4. Juni 2018

von David Boadella, B.A.*

TEIL 5 (Fortsetzung)

Die tödliche Orgon-Reaktion ist nicht auf das Wetter und die Vegetation beschränkt. Sie erzeugt auch eine eigentümliche emotionale Belastung bei Tieren und Menschen.

Es gibt da einen seltsamen Vorfall, den Wilkins in seinem Buch über Fliegende Untertassen erwähnt hat, der sich direkt auf die tödliche Orgon-Krankheit zu beziehen scheint. Im Januar 1954 wurden 200 Schafe in der Nähe von Gravesend in offenkundige Panik versetzt und wurden am nächsten Morgen ertrunken in Entwässerungsgräben auf der Isle of Grain gefunden. Wilkins nennt andere Fälle, wo Schafe plötzlich in Panik gerieten, in einem Fall über eine Fläche von 220 Quadratmeilen hinweg. Wilkins kommentiert diese Vorfälle mit diesen Worten:

Während es keinen Beweis dafür gibt, daß Fliegende Untertassen die Ursache für diese Panik waren, muß beachtet werden, daß Vögel, beispielsweise Tauben, und Schafe sehr empfindlich gegenüber Himmelserscheinungen sind.

Was er über Tauben zu sagen hat, ist noch relevanter. Im November 1953 kehrten nur 3 von 350 Brieftauben zu ihren Taubenschlägen zurück, nachdem sie von Bookaloo in Südaustralien ausgesendet worden waren. Es stellte sich heraus, daß der sechste Sinn, den Tauben und andere Vögel normalerweise benutzen, um über weite Entfernungen den Weg zu finden, durch die vor kurzem erfolgte Explosion einer Atombombe im Gebiet von Woomera, ebenfalls in Südaustralien, irgendwie verschwunden oder in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dies würde darauf hindeuten, daß der Zielinstinkt der Vögel eine Art ORGONOTISCHER SINN ist und daß der Orientierungssinn mit dem normalen Fluß der Orgonenergie-Hülle in Beziehung steht. Hat diese Hülle eine sozusagen lokale Krankheit im Gebiet der Atomexplosionen entwickelt? Das entspräche, einen starken Magneten unter den Kompaß eines Seefahrers zu plazieren. Man entgeht nur schwer der Frage, inwieweit die tödliche Reaktion des Orgons auf nukleare Irritation selbst eine reale oder potentielle Störung der Navigation der Fliegenden Untertassen durch den Weltraum bedeuten könnte.

Wenn Vögel einen natürlichen orgonotischen Richtungssinn haben und Raumschiffe die Orgon-Ströme des Universums als ihre Hauptverkehrsstraßen benutzen, könnten wir erwarten, bei Vögeln eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber der Anwesenheit von Fliegenden Untertassen zu finden und Wilkins gibt in seinem Buch ein oder zwei Fälle von Vögeln an, die das Vorhandensein von Untertassen spürten, die den Menschen auf dem Boden nicht gewärtig waren.

Die Wirkung von tödlichem Orgon auf Menschen wurde von Reich eingehend untersucht. Das Oranur-Experiment erzeugte in akuter Form, was die „Trostlosigkeit“ in der Atmosphäre in chronischer Form erzeugt. Leslie Shepard hat einige interessante Beobachtungen über die Reaktionen sensibler Menschen auf Wetterumschwünge gesammelt, und er hat gezeigt, wie dies mit dem Orgon-Fluß in Zusammenhang steht (vgl. dieses Journal, Band II, Nr. 4 [Orgonomic Functionalism, „People and weather“]). Reduzierte Pulsation in der Atmosphäre führt zu einer reduzierten Pulsation bei Menschen. Die Reaktionen darauf variieren mit den Individuen. Reich gibt Beispiele wie die folgenden:

Viele Menschen wissen nicht oder können sich nicht erklären, was mit ihnen los ist. Sie sprechen von „Hitze“ oder von „irgendwelchem Atomstaub“ oder auch nur von „schlechter Luft“. … „Irgend etwas ist nicht in Ordnung in der Luft“, hört man sie sagen, oder „irgend etwas geht da vor“, eine Feststellung, aus der sowohl eine Wahrnehmung wie ein Verdacht spricht. „Ich bekomme keine Luft“ oder „Es trifft mich wie ein Stein, wenn ich morgens meinen Laden betrete“ usw. Manchmal muß die gleiche Frage ein paarmal gestellt werden, bis man die zögernde, verwirrte Antwort erhält: „Ja, wenn es Sie interessiert, ich habe manchmal das Gefühl, als ob etwas mein Gesicht umschließen würde wie eine Mauer, aber richtig fühlen kann ich es auch wieder nicht, wissen Sie; und dann bekomme ich schreckliches Kopfweh“ oder „meine Nasennebenhöhlen machen sich bemerkbar“ usw. (Core, Vol. 6, S. 30)

Typisch für die tödliche Organ-Krankheit ist eine „emotionale Dumpfheit“, ein nachlassendes Durchhaltevermögen, das in einigen Fällen in Form von Benommenheit auftritt. Das geht Hand in Hand mit einem stumpfen Ausdruck in den Augen, mit einem Ausdruck der Verzweiflung in den Gesichtszügen, die dem Opfer nicht unbedingt bewußt sein muß.

Daraus folgt, wie Reich gezeigt hat, daß die Dürre und die Wüste keine rein „geographischen“ Probleme sind, denn wenn alles über die äußere Wüste gesagt ist, bleibt uns immer noch die Wüste, die im Inneren ist, das Austrocknen im Herzen des Menschen, das solche Dinge wie Wasserstoffbomben unvermeidlich macht.

„Wir stehen vor einer kritischen Situation“, schreibt Reich 1954, „nicht nur als Spezies Mensch; vielmehr ist das Lebensprinzip als solches auf der Erde bedroht. Wir befinden uns mitten in einem tiefen und entscheidenden Umbruchsprozeß, der unsere gesamte biologische, physische, emotionale und komische Existenz betrifft“ (Core, Vol. 6, S. 26f).

Ist es da ein Wunder, daß die Besucher aus dem Weltraum so sehr an uns interessiert sind, zu dieser besonderen Zeit in unserer Geschichte?

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

Orgonenergie, Liebe und Raumschiffe (1955) (Teil 1)

4. Mai 2018

von David Boadella, B.A.*

(Dies ist der Nachdruck einer Vorlesung, die am Samstag, den 18. Juni 1955, auf Einladung der Flying Saucer Research Society London in Caxton Hall, Westminster, gelesen wurde. Die erste Rede, von Paul Ritter, war eine chronologische Einführung in und ein Überblick über die Arbeit von Wilhelm Reich, wobei der Kontext für diese zweite Hälfte geboten wurde. Der Vorsitzende war Leslie Shepard. Die Herausgeber [von Orgonomic Functionalism])

(Da die folgende Vorlesung vor einer Forschungsgesellschaft für Fliegende Untertassen gegeben wurde, brauchte sie nicht zu begründen, daß es Fliegende Untertassen gibt. Für die Leser dieser Zeitschrift jedoch, von denen für viele das Feld neu sein könnte, sind ein paar einleitende Worte notwendig.

Die Geschichte der Wissenschaft zeigt, daß Phänomene, die nicht in die orthodoxen Wissenskategorien passen, häufig abgelehnt, geleugnet und umgangen werden, ohne daß irgendein Versuch unternommen wird, Sachbeweise zu betrachten. Als Reich das Orgon entdeckte, wurde ihm gesagt, daß es nur „Statik“ sei oder „Hitzeflimmern“, daß die Temperaturerhöhung im Akkumulator „nur“ eine Frage der „Konvektion“ sei; und daß der Akkumulator einfach nur durch „Suggestion“ funktioniert. Als man beobachtete, daß sich Leben aus hochsterilisierten Kulturen entwickelte, wurde ihm gesagt, daß es sich wirklich nur um eine Frage der „Brownschen Bewegung“ oder um „Luftkeime“ handelte.

Dieses ständige Wegerklären objektiv nachprüfbarer Tatsachen veranlaßte Reich, das Schlagwort „Luftkeime“ zu benutzen, um jede Art von Einwand gegen sein Werk zu kennzeichnen, bei dem Beweise ignoriert und die Fakten willentlich verdreht werden.

Im Bereich der Fliegenden Untertassen ist das „Luftkeime“-Argument sehr verbreitet und sehr potent. Dementsprechend ist es sehr einfach Fliegende Untertassen zu verwerfen als „Halluzinationen“, „Stratosphärenballons“, „Meteoriten“, „Lichtbrechung bei Inversionswetterlagen“, „in der Luft schwebende Spinnennetze“, „der Planet Venus“, „Seifenblasen“ usw.

Während man zugestehen muß, daß ein gewisser Anteil an angeblichen Untertassen-Sichtungen auf diese Art und Weise erklärt werden können, gibt es doch eine große Anzahl von „Nichtidentifizierten Flugobjekten“, die in keiner Weise als nur dies oder das „identifiziert“ werden können.

Albert Einstein hat die Ansicht vertreten, daß es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder gibt es keine Fliegenden Untertassen oder – sie kommen aus dem Weltall. Es gibt jetzt eine ausreichende Anzahl glaubhafter Berichte verantwortungsbewußter Piloten, Meteorologen, Astronomen und Radarbediener, ganz zu schweigen von vielen tausend Sichtungen von Laien, um bei vernünftigen Menschen jeden Zweifel an der Existenz dessen zu beseitigen, was wir als Fliegende Untertasse bezeichnen.

Trotz der Tatsache, daß die übliche Emotion, die durch das Thema der Fliegenden Untertassen hervorgerufen wird, frivole Heiterkeit ist, ist es bezeichnend, daß sowohl die australische als auch die kanadische Regierung Forschung über Fliegende Untertassen gefördert haben; und daß eine Gruppe von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Ohio nach einer streng objektiven Untersuchung des Themas zu dem Ergebnis gekommen ist, daß die Objekte materiell sind und unter intelligenter Kontrolle stehen.

Es ist bedauerlich, aber aussagekräftig, daß der Zusammenhang mit dem Weltraum viele Menschen in großer Zahl anzieht, deren Interesse nur im Sensationellen und Unorthodoxen liegt. Auf diesem Gebiet hat es Witzbolde und gefährliche Scharlatane gegeben, die pauschale und unbegründete Behauptungen von sich gegeben haben, aber das gab es auch in der Medizin und in jedem anderen Wissenschaftsbereich. Die Verzerrung, daran sollte man sich erinnern, liegt in der menschlichen Struktur begründet, nicht in der Wissenschaft. D.B.)

Während der letzten Stunde haben Sie eine Beschreibung der Methode des orgonomischen Funktionalismus und einiger der damit ermöglichten Errungenschaften gehört. Dies hat den richtigen Kontext geschaffen, um die Beziehung nachvollziehen zu können, die ich heute abend herstellen möchte: die Beziehung zwischen der Orgonenergie und vielen Erscheinungen, die Berichte über Fliegende Untertassen und Sichtungen charakterisieren.

Zunächst möchte ich jedoch klarstellen, daß die Orgonforschung noch keine endgültigen Schlußfolgerungen über Fliegende Untertassen getroffen hat, so daß jeder, der heute abend in der Hoffnung auf endgültige Schlußfolgerungen hierhergekommen ist, enttäuscht sein wird. Was die Erkenntnisse über das Orgon in anderen Bereichen aber tatsächlich möglich machen, ist ein neuer Zugang zu dem ganzen Problem der Nichtidentifizierten Flugobjekte und der Aura des Mysteriums, das sie umgibt. Dieser Ansatz basiert konkret auf den faktischen Entdeckungen, die durch die Orgonforschung bisher gemacht wurden. Ich glaube, daß dieser Ansatz, obwohl er sich noch in der Phase der Bildung von Annahmen und der Prüfung von Hypothesen befindet, auf lange Sicht am fruchtbarsten bei der Lösung vieler Probleme sein wird, die durch das Vorhandensein von Fliegenden Untertassen hervorgerufen werden.

Bei all den Tausenden von Berichten in den Akten der etwa zwanzig Organisationen, die seit etwa 1947 das Studium der Fliegenden Untertassen aufgenommen haben, finden sich bestimmte Merkmale, die in großer Häufigkeit auftreten. Heute möchte ich vier von ihnen für eine besondere Betrachtung herausheben: Da wäre erstens die Existenz einer Art von Erstrahlung; zweitens das Vorhandensein einer Art von Strahlungseffekt; drittens die Tatsache der großen Geschwindigkeiten, die sehr oft in völliger Stille möglich sind; und viertens die Art der Bewegung, die mit den Untertassen verbunden ist. Reich hat zuerst auf diese Eigenschaften und ihre Beziehung zu orgonotischen Funktionen aufmerksam gemacht, in CORE, Vol. 6, veröffentlicht im Juli 1954.

* Abdruck der Übersetzung aus dem Englischen mit freundlicher Genehmigung des Autors, Dr. Boadella. Der Originalaufsatz „Orgone Energy, Love and Space Ships“ findet sich in der von Paul und Jean Ritter in Nottingham, England herausgegebenen Zeitschrift Orgonomic Functionalism, Vol. 2 (1955), No. 5, S. 287-306.

nachrichtenbrief73

28. September 2017

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Aasfresser aus dem Weltall

5. August 2017

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist jeromeedenseite.jpg.

EIN QUERSCHNITT DURCH DAS SCHAFFEN JEROME EDENs: Aasfresser aus dem Weltall

nachrichtenbrief36

18. Juni 2017

Gedanken zu Reichs Orgon- und UFO-Forschung und die Rolle der Spionage

23. März 2017

Behauptung: Die US-Regierung interessierte sich für Reich, weil er ein „Alien Enemy“ war, d.h. jemand, der aus Österreich, Deutschland und der antifaschistischen Emigration kam. Potentiell konnte er sie über seine ehemaligen Genossen informieren. Außerdem war da sein seltsames Treffen mit Einstein. Reich wurde deshalb routinemäßig überwacht. Sie verstanden seine Forschungen nicht und nahmen sie ohnehin nicht ernst. Im Laufe der Zeit behelligte Reich das FBI und die CIA mit gestohlenen „Orgon-Motoren“, später mit privater Atomforschung, privater Wettermanipulation, UFO-Beobachtungen und schließlich sogar mit der Behauptung UFOs Außergefecht gesetzt zu haben. Langsam stieg das Interesse erneut, aber ich glaube nicht, daß sie, nach einer anfänglichen Neugierde, den Orgon-Motor oder das ORANUR-Experiment ernst genommen haben. Siehe z.B. Robert Oppenheimers Brief an Eleanore Roosevelt. Oppenheimer war sicherlich einer der Experten, von denen sich die CIA beraten ließ.

Antwort: Die Frage ist schlicht, ob irgendeine Institution die Entdeckung des Orgons und die UFO-Bedrohung ernstgenommen hat. Da es sich stets zentral um die Frage der Landesverteidigung dreht, ist ein zumindest anfängliches Interesse mehr als wahrscheinlich und zwar sowohl von russischer, als auch von amerikanischer Seite.

Behauptung: Während dieser Zeit interessierten sich die CIA und die US-Air Force für die populäre Vorstellung einer „Invasion aus dem Weltraum durch Außerirdische“. Diese Beamten waren auch nur amerikanische Bürger, die alle Ängste mit der zeitgenössischen Popularkultur teilten. Sie wußten nicht, was sich am amerikanischen Himmel zutrug. Sie konnten mit diesen merkwürdigen Erscheinungen nicht umgehen. Nun gab es diesen verrückten Kerl, Reich, der behauptete, in „Kontakt mit dem Weltraum“ getreten zu sein. Entsprechend waren sie sehr darauf bedacht mit einem von Reichs Mitarbeitern zu sprechen, William Moise. Wir kennen Wertenbakers Kommentare zu Moises Vortrag bei der ATIC (siehe Die kosmische Revolution). Sie hatten zumindest einen neuen Ansatz für das UFO-Rätsel erwartet, aber was der naive Kunstmaler Moise vorgetragen hatte, amüsierte sie nur. Da sie aber nichts zu verlieren hatten, sondern nur zu gewinnen, ermutigten sie Reich, sie weiterhin über seinen „Kontakt mit dem Weltraum“ auf dem Laufenden zu halten. Im Laufe der Zeit hatten sie aber unabhängig davon realisiert, daß es keine Bedrohung aus dem Weltraum gibt, so daß sie schließlich Reich ganz fallenließen. Sie ließen ihn im Gefängnis sterben, nachdem er nicht mehr zu gebrauchen war. In den Jahren zuvor hatten diese verdammten Bastarde ihm signalisiert, sie würden ihn schützen.

Antwort: Das UFO-Phänomen war zweischneidig: einerseits war es eine bequeme Art Geheimexperimente der Regierung mit exotischen (beispielsweise „atomgetriebenen“) Fluggeräten bequem in der ausufernden „UFO-Folklore“ versinken zu lassen, so daß es zu keinen peinlichen Nachfragen kam, doch andererseits machte genau diese „UFO-Folklore“ eine stringente Luftraumüberwachung so gut wie unmöglich, denn schließlich konnten sich ebensogut „die Russen“ hinter „UFOs“ verbergen. Und schließlich konnte niemand ausschließen, daß sich hier tatsächlich „Außerirdisches“ zutrug, wobei wiederum die Beteiligung der Bevölkerung sowohl ein Segen war, als auch ein Fluch, da die ausufernden und phantasievollen Berichte mehr zu verschleiern drohten als etwas offenzulegen. Von daher wäre eine tiefgreifende Ambivalenz Reich gegenüber nur verständlich.

Behauptung: Der Glaube, daß es Aliens gibt, die die Erde angreifen, war eine Mischung aus natürlichen (orgonotischen) Phänomenen, vielleicht künstlichen Phänomenen durch Atomtests, und den sich verbreitenden und ein Eigenleben gewinnenden Memen der Popularkultur. Hinzu kamen Geheimprojekte der Regierung. Seit einigen Jahren wurden auch die US-Air Force und die Geheimdienste durch diese Massenhysterie beeinflußt und sogar in Panik versetzt. Sie kannten Reich, wußten von seiner Forschung auf diesem Gebiet, ermutigten ihn, ließen ihm sogar wissen, daß der Präsident selbst daran interessiert sei (eine Lüge), ließen ihn dann aber im Gefängnis sterben, nachdem sie realisiert hatten, daß an der ganzen UFO-Geschichte nichts dran war. Vielleicht haben sie ihn sogar getötet, weil sie befürchteten, er könnte ihr peinliches Interesse an UFOs und Orgonforschung öffentlich machen, wie er es zuvor in der Einsten-Affäre getan hatte. In späteren Jahren benutzten sie die UFO-Geschichte, um das amerikanische Volk mit Blödsinn zu beschäftigen und einige ihrer Operationen zu decken (beispielsweise das Testen von „Science-Fiction-Fluggeräten“).

Antwort: Derartige Behauptungen machten vor der Massenverbreitung von Handykameras und dem Internet vielleicht noch Sinn, doch mittlerweile wird das Phänomen alltäglich im wahrsten Sinne des Wortes „dingfest“ gemacht. Wobei andererseits natürlich auch zu konstatieren ist, daß es nichts Einfacheres gibt, als auf seinem Computer alles mögliche und unmögliche durch die Atmosphäre fliegen zu lassen…

Behauptung: Sowjetische Spionage war beim Fall Reich nicht beteiligt. Brady und die Nachwirkungen waren nur Rache der amerikanischen Linken an Reich für seinen Verrat, seinem „Trotzkismus“ und „Psychofaschismus“. Natürlich sammelte das KGB alle veröffentlichten Arbeiten über Orgonenergie und schickte es an die entsprechenden wissenschaftlichen Institute, aber das war Routine, und nichts kam dabei heraus. Möglicherweise ein ORAC in Sibirien, einige Bemühungen, den Cloudbuster zu verwenden, Inspiration für „psychotronische“ Forschung und Bemühungen, einen Motor zu bauen, der mit „freier Energie“ funktioniert.

Es gab eine kommunistische Verschwörung, und die Sowjets versuchten, das Orgon zu benutzen. Die USAF und CIA interessierten sich auch für seine Orgonforschung und machten alle Arten von Versprechungen, sie würden ihn schützen. Aber Reich hat die Dinge nicht in ihren richtigen Proportionen gesehen und war zu optimistisch und blauäugig. Beispielsweise als er im Oktober 1933 Trotzki schrieb: „Ich bin noch Mitglied der KPD, stehe jedoch in schwerster Opposition und bin nur deshalb noch nicht ausgeschlossen worden, weil erstens sich kein Kompetenter findet, der meine sexualpolitische Theorie kritisieren kann, und zweitens, weil mein Einfluß zu groß ist.“ Nein, Reich hatte in der Partei keinen Einfluß, und sie scherte sich nicht um seine „sexualpolitischen Theorien“. Auch bei der psychoanalytischen Konferenz 1934 glaubte Reich ernsthaft, daß sein Ausschluß aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung, diese auseinanderreißen würde und die Hälfte der Psychoanalytiker ihm folgen würden. Es ließen sich zahlreiche andere Beispiele anführen.

Einleitung zu PLANET IN TROUBLE

13. April 2014

jeromeedenseite

Ein Auszug aus Jerome Edens Buch Planet in Trouble (New York 1973): Einleitung zu PLANET IN TROUBLE

Fliegende Untertassen?

22. April 2013

Betrachtet man Reichs Aussage über seine Gedankenspiele hinsichtlich seiner „außerirdischen Herkunft“ und weitere Äußerungen in Contact with Space (Das ORANUR-Experiment II) über das Recht Fehldeutungen zu treffen, sowie seine Handlungsweise zur damaligen Zeit, wird deutlich, daß es ihm ganz zentral um einen Punkt ging: sich dagegen zu verwahren, daß man geächtet und ins Lächerliche gezogen wird, nur weil man Gedanken ausspinnt, die nicht in die klaustrophobische Welt des „skeptischen“ Kleinen Mannes passen. Dieser hat buchstäblich ein „Brett vor dem Kopf“ und buchstäblich ein „enges Herz“, d.h. Augen- und Brustpanzerung, die es ihm unmöglich machen energetisch in die Welt auszugreifen. Aus schierer Angst heraus macht er jeden fertig, der sich traut „visionär“ und „weitherzig“ zu sein. Das Hauptwerkzeug ist dabei die Häme.

In einem Ausschnitt aus einem von dem Psychoanalytiker Kurt Eissler 1951 geführten Interview spricht Reich über das „Nein“ zum Leben, das so viele Menschen zum Ausdruck bringen. Es sei im barbarischen Umgang mit Neugeborenen begründet.

Hier wird das Fundament für alles gelegt, was folgt. Das Nein, der Trotz, das Nichtwollen, das Keine-Meinung-haben, das Unvermögen, sich irgendetwas zu erarbeiten. Die Menschen sind stumpf. Sie sind stumpf, tot, nichts interessiert sie. (The Source oft he Human „No“)

Diesen Zustand und die Auswirkungen auf seine Arbeit diskutiert Reich in dem historischen Tondokument Alone:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=4t5h-93bxOY%5D

Das heißt natürlich nicht, daß man jeden Unsinn widerstandslos hinnehmen muß Was wirklich Unsinn ist, zeigt sich an der Qualität, d.h. ob es selbst Ausdruck von Augen- und/oder Brustpanzerung ist oder wirklich über diese Beschränkungen hinausweist. Ein guter Anhalt dafür ist eben das: die Frage, ob es fruchtbar ist oder nicht. Bei Unsinn stellen lebendige Menschen ihre Ohren auf Durchzug, weil es sie nicht bioenergetisch berührt, nicht zu produktiven Gedanken und Taten anregt. Im Gegensatz dazu ist es bei gepanzerten Menschen so, daß sie nur Unsinn ertragen können.

Ich habe Leute gekannt, die sich brennend für Theorien über die „Hohlerde“, bizarre Verschwörungstheorien etwas über „9/11“ oder die „NSU“, über „Nazi-UFOs“, „Reptiloide“, „Formwandler“, die „Illuminati“ und anderen Unsinn interessierten, während mich das ganze bis zum Verzweifeln langweilt. Versucht man diesen Leuten umgekehrt Reichs Arbeit nahezubringen, kommt von ihnen: „Laaaangweilig!“ Jeder vertritt die Weltsicht, die er begreifen und die er ertragen kann, die also seiner Charakterstruktur entspricht. Es geht hier wirklich um zwei gegensätzliche, inkompatible Welten, die nur durch Mißverständnisse miteinander in Kontakt kommen.

Um sofort einem naheliegenden Einwand entgegenzutreten: Das ganze heißt natürlich nicht, daß ausgerechnet ich weniger gepanzert bin als mein Gegenüber oder daß ich „gesünder“ bin. Es geht hier um das, womit man sich identifiziert. Studenten der Orgonomie sind nicht „gesünder“ als andere, vielmehr haben sie sich ein Konzept von Gesundheit bewahrt, während „die anderen“ sich voll und ganz mit der gepanzerten Gesellschaft identifizieren.

Um mit dem UFO-Problem fertig zu werden, müssen wir neue Denktechniken entwickeln und unsere Existenz auf eine neue Grundlage stellen – auf die wissenschaftliche Entdeckung unserer Lebensenergie durch Wilhelm Reich. Wenn wir weiterhin mechano-mystisch denken, werden wir der „bio-kosmischen“ Revolution kaum standhalten. Man denke an das nicht gerade schwache Interesse an UFOs (dem aufregend Geheimnisvollem, „Jenseitigen“), welches so grotesk der Tatsache gegenübersteht, daß sich fast niemand auch nur im geringsten darum schert, daß unser Planet aus dem Welttraum bedroht wird und daß uns verzweifelt wenig Zeit bleibt, endlich das feige Ausweichen vor dem Wesentlichen aufzugeben, bevor unser Planet wie der Mond aussieht. Es geht tatsächlich um den Kampf gegen den Obskurantismus!

John von Neumann und irdisch-außerirdische Hybride

19. April 2013

Vor kurzem (hier und hier) haben wir den Gedanken ernstgenommen, Reich könne das Produkt einer Begegnung von Außerirdischen und Menschen sein. Man kann das weitertreiben und die neusten Forschungen über Chimären diskutieren.

Aber vorher hier noch ein kleiner Nachtrag: ein Film über einen UFO-Absturz in Aurora, Texas im Jahr von Reichs Geburt 1897:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=vHpzp9HBE0M%5D

Hybride Tiere werden erschaffen, wenn Keimzellen verschiedener Arten zueinanderfinden, um einen einzigen Embryo zu bilden. Ein Maultier ist beispielsweise Nachkomme eines weiblichen Pferdes und eines männlichen Esels. Chimären, benannt nach Kreaturen aus der griechischen Mythologie, sind künstlich geschaffen durch das Kombinieren von genetischem Material von verschiedenen Arten zu einem einzigen Embryo.

Über die ersten erfolgreichen Mensch-Tier-Chimären wurde im Jahr 2003 berichtet. Chinesische Forscher an der Shanghai Second Medical University verschmolzen menschliche Zellen erfolgreich mit Kaninchen-Eiern. Den Wissenschaftlern wurde erlaubt, die Eier sich für mehrere Tage in einer Petrischale entwickeln zu lassen. Ihre Hoffnung war, daß dieser Prozeß eines Tages verwendet werden könne, um Zellen oder Gewebe für Transplantationen wachsen zu lassen.

Auch ließe sich erwähnen, daß Europäer offensichtlich Hybridwesen sind: Mischlinge zwischen Homo sapiens und einer anderen Tierart, Homo neanderthalensis.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=XDTVMiNqqoo%5D

Um meine Einschätzung der Problematik irdisch-außerirdischer Hybride verständlich machen zu können, muß ich weit ausholen:

Ich glaube, die Sache mit den Außerirdischen und ihrer Beziehung zu Homo sapiens ist weniger aus einer Perspektive a la „Raumschiff Enterprise“ und mehr aus einer a la „Poltergeist“ verständlich. Man nehme den italienischen „Urzi-Fall”:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=W_09AQClOIQ%5D

Es ist alles objektiv, vor der Kamera, mit allen Arten von Zeugen, gleichgelagerten Parallelfällen, usw. Aber auf der anderen Seite ist der Fall völlig absurd: die himmlischen Phänomene sind eindeutig eine Show für eine einzelne Person, Herrn Urzi. Andere Leute wie ich beobachten nie UFOs, aber dieser Kerl sieht einfach nach dem Zufallsprinzip aus seinem Fenster und – hier sind sie. Auch die fliegenden Objekte, die er filmt, sind völlig absurd: Scheiben, Adamski-UFOs, Orbs und sogar scheinbar lebendige „Raum-Schlangen“. Dies macht aus einer „Raumschiff-Enterprise-Perspektive“ keinerlei Sinn. Im 19. Jahrhundert sah man, wie beschrieben, „Luftschiffe“!

Noch schlimmer sind Begegnungen mit Außerirdischen und Entführungsfälle: „Spacemen“ aller Arten und „Rassen“, sogar „nordische Außerirdische“, einschließlich „Nordische“ mit sehr großen mandelförmigen schwarzen Augen.

Nein, ich glaube nicht an „psychische Projektionen“ a la C.G. Jung oder „kulturelle“ Erklärungen, die einige Skeptiker vorbringen, vielmehr gehe ich davon aus, daß das Phänomen etwas mit einem „von Neumann quantenphysikalischen Effekt“ zu tun hat: eine enge Verbindung zwischen dem subjektiven Beobachter mit seinen „Intentionen“ einerseits und objektiven Phänomenen andererseits, die sich allerdings auf seltsame Weise entziehen, ungreifbar sind.

Dieser „Mechanismus“ könnte möglicherweise das „Fenster“ sein, das es den Außerirdischen ermöglicht zu uns zu kommen. Aber es könnte Jahrtausende dauern, sich hier in einer stabilen materiellen Form zu manifestieren. Diese „Materialisierung“ wird vielleicht durch irgendeine Art der Hybridisierung beschleunigt: „sie“ werden zu uns. Es ist vielleicht ihre einzige Möglichkeit sich hier niederzulassen.

Alles hat mit Bewußtsein zu tun (dem quantenphysikalischen Beobachtereffekt) und energetischem Parasitismus. Christliche Ufologen, die glauben, daß sich das UFO-Phänomen um Dämonen dreht, kommen möglicherweise der Wahrheit am nächsten. Obwohl er, soweit ich weiß, diesen Begriff nicht verwendet hat, betrachtete Reich die „Spacemen“ als „DOR-Men“, d.h. Energie-Diebe.

Wir könnten uns tatsächlich in einem kosmischen Kampf befinden, der konzeptionell kaum zu erfassen ist, obwohl wir uns auf dem Weg zum sicheren Untergang befinden.

Wilde Spekulation? Nach mehr als 30 Jahren in diesem Bereich kann ich nur sagen, daß sämtliche Daten widersprüchlich sind, verwirren und nur einen Sinn ergeben, wenn Hypothesen gebildet werden. Wenn man dann erkennen muß, daß diese Hypothesen ebenfalls keinen Sinn machen, kann man versuchen, nach Antworten in anderen Bereichen zu suchen. Der beste Ansatz ist meiner Einschätzung nach, was die parapsychologische Forschung aus der Quantenphysik gelernt hat. Nur dies ermöglicht Experimente in diesem schwer faßbaren Feld. Zum Beispiel kommt man nur auf diese Weise auf die auf den ersten Blick widersinnige Idee, Kameras bewußt zu defokussieren.

In dieser Hinsicht war eines der inspirierendsten Bücher, das ich je gelesen habe. Psi-Phänomene (Frankfurt 1997) des Psychologen und Physikers Walter von Lucadou. Dabei geht es um die „schwache Quantentheorie“.

Hier ihr Kern (man ersetze „transpersonal” mit „UFOlogisch“):

Die mangelnde Integration der Transpersonalen Psychologie in den Hauptstrom der Wissenschaft scheint damit zusammenzuhängen, daß es keine gute Theorie gibt, wie transpersonale Phänomene im Rahmen der wissenschaftlich gültigen Vorstellungen theoretisch verstanden werden können. Hierzu wird in diesem Beitrag ein Vorschlag gemacht. Nach einigen wissenschaftshistorischen und -theoretischen Erläuterungen wird als theoretischer Anknüpfungspunkt die Erkenntnis der Quantenmechanik (QM) vorgestellt, daß die Materie auf einer grundlegenden Ebene verschränkt ist. Eine von uns entwickelte verallgemeinerte oder schwache Version der QM sagt nun solche Verschränkungen auch als generalisierten Fall in anderen als quantenmechanischen Systemen im engeren Sinne voraus. Dazu müssen eine lokale und eine globale Observable, die das System kennzeichnen, zueinander komplementär sein. Auf diese Art und Weise können manche Phänomene, die im Rahmen der Transpersonalen Psychologie von Bedeutung sind, als Verschränkungen innerhalb eines Systems rekonstruiert werden.

Das ganze ist einfacher als es klingt: Wir können einer mechano-mystischen Weltsicht folgen, in der A B bestimmt und B C. Oder wir können mit von Lucadou einer „systemischen“ Weltsicht folgen, in der ABC ein System bilden, das sich nicht auf Kausalitäten reduzieren läßt. In der Quantenphysik kann man den Beobachter nicht vom Beobachteten trennen. In der UFOlogischen Forschung scheint das gleiche zu gelten: nach der schwachen Quantentheorie geht es nicht um Objekte, die man in beliebiger Schärfe photographieren oder gar „dingfest“ machen kann.

Kommen wir schließlich zu dem bereits angeschnittenen John von Neumann (nicht zu verwechseln mit den von-Neumann-Sonden, die einer anderen UFO-Theorie zugehören!):

Dem UFO-Forscher Whitley Strieber wurde von General Arthur Exon (einst Kommandant der Luftwaffenbasis Wright-Patterson) gesagt, daß von Neumann zu den Wissenschaftlern gehört habe, die die amerikanische Regierung hinsichtlich der UFO-Frage beriet. Der Physiker habe basierend auf seinem Verständnis der Quantenphysik die Amerikaner davor gewarnt, die Existenz von Außerirdischen der Öffentlichkeit gegenüber einzugestehen. Eine offizielle Anerkennung könnte das Tor zu einer unbekannten Welt öffnen, das wir nie wieder schließen können.

Man kann quantentheoretisch die Frage stellen, ob etwas vorhanden wäre, wenn es niemanden gäbe, der es betrachtet. Entsprechend wäre unsere allgemeine Ungläubigkeit an Außerirdische, sorgfältig kultiviert von unserer Regierung, eine Mauer, die, so Strieber weiter, die Außerirdischen nur mit Aufwendung enormer Energieressourcen überwinden können. (Oder anders ausgedrückt: Wir bilden kein System, wie das System „Herr Urzi/die UFOs“, so daß die Außerirdischen in der „kausalen Welt“ mit ihrer Logik, den unüberwindbaren Distanzen zwischen den Sternen, etc. gefangen bleiben.)

Strieber weiter:

Wenn von Neumann Recht hatte und unsere Weigerung, die Außerirdischen (…) als real anzuerkennen, das ist, was sie zurückhält, dann erklärte sich das ganze UFO- und Entführungs-Phänomen als eine Art von Militäroperation [der Außerirdischen], die darauf ausgerichtet ist, die offizielle Verleugnung zu umgehen, indem so viele Zeugen erster Hand geschaffen werden, daß diese selbst schließlich zum Auslösemechanismus werden und sich das Tor trotz der regierungsamtlichen Verleugnung öffnet.

Mein Argument ist, daß einer der Wege der Außerirdischen, das von-Neumann-Dilemma zu umgehen, darin besteht, sich langsam aber sicher durch Hybridisierung in unseren Genen festzusetzen.