Archive for the ‘Sozialpsychologie’ Category

Fassade und Kern (Teil 1)

5. Oktober 2016

Mich fasziniert die nahe Verwandtschaft zwischen der äußeren, oberflächlichen, „symptomatischen“ Persönlichkeit und dem tiefliegenden bioenergetischen Kern, der Natur des Individuums. Es gibt eine tiefgreifende Identität zwischen beiden, während der Charakter etwas Fremdes ist, das irgendwie nicht dazu gehört; etwas, das von außen aufgenommen wurde: es ist die Emotionelle Pest in uns. – Kern und Persönlichkeit: Die Einheit von äußerem Schein und innerlichstem Sein. Zum Beispiel führt das, was uns als allererstes und oberflächlichstes bei unseren Mitmenschen auffällt, ihr Augenausdruck, schnurrstracks zu den tiefsten und frühsten prä- und perinatalen Schichten ihrer individuellen Existenz. Ich erinnere nur an die Photoserien, wo Babyphotos eines Menschen mit seinen Photos im Greisenalter verglichen werden: der Ausdruck ist (wieder) identisch. Reich sprach vom unaufhebbaren Roten Faden der Persönlichkeit, den man erfühlen muß – und den man sofort sieht. „Der erste Eindruck ist der Wahrhaftigste.“

Das Äußere und das Innere sind funktionell identisch und können nur zusammen gegen die Emotionelle Pest (die „mittlere Schicht“ zwischen ihnen) ankämpfen, sie in Schranken halten. Aus diesem Grund ist es der ultimative Verrat an der Sache des Lebendigen, wenn an unserem Selbstbild manipuliert wird. Man kann einen Menschen zerstören, wenn man ständig sein Äußeres, sein Verhalten und Benehmen niedermacht: es geht unmittelbar in den Kern hinein. Es sei nur an all die Anorektikerinnen und Bulimikierinnen erinnert, die die Scheinwirklichkeit der „Supermodells“ verinnerlichten und so eine Körperschemastörung davongetragen haben. Jeder, der mit der heutigen Jugend Kontakt hat, weiß, daß sich ihr Leben nur um eines dreht: von der eigenen Gruppe anerkannt zu werden, indem man sich gibt wie alle anderen, die gleichen Markenklamotten trägt, die gleichen Interessen hat, sich an den gleichen Vorbildern aus den Massenmedien orientiert – das gleiche denkt und empfindet. Nicht dazuzugehören, d.h. nicht das eigene Wesen zu opfern und eine Persönlichkeit zu sein, wird mit sozialer Vernichtung bestraft.

Die Scheinwelt zerstört unser aller Leben. Wer kann seine eigene Existenz als Mann noch ertragen, wenn er ganz in der Phantasiewelt eines James Bond voller Abenteuer, Aufregung und Sexbomben aufgeht? Welche Frau kann sich noch wohl fühlen in ihrer Haut, wenn sie ständig mit den retuschierten Photos von überirdisch perfekten Schönheiten konfrontiert ist? Wie die bekannte Schauspielerin Christine Kaufmann in dem unten verlinkten Vlog beschreibt, ist es in Amerika sogar schon so, daß für Kinder gilt „Smile or die!“ Sie werden von ihren Eltern am Maßstab von Kinderstars gemessen. Kinder, die sich nicht so verhalten wie Kinderstars, sondern wie normale Kinder, werden mit Psychopharmaka ausgerichtet.

Es ist sogar schon so weit gekommen, daß „Tiefe“ und „Persönlichkeit“ nichts weiter als Show ist. Kaufmann verurteilt die Eitelkeit und Künstlichkeit vieler ihrer Kollegen.

Ich finde viele unserer sogenannten deutschen Stars sind so manieriert. Die immer gleichen bedeutenden Blicke und Gesten, die man sich durch die ständige Beobachtung und das Kreisen um sich selber einstudiert hat, finde ich extrem langweilig und übertrieben.

Sie selbst habe ihre eigenen Filme nie angeschaut,

weil für mich immer wichtig war, daß ich nicht vergesse, wer ich jenseits der Scheinwelt bin – welche Interessen, Ängste und Gelüste ich in Wirklichkeit habe. Das kann man besser, wenn man sich nicht in der Außenwelt verliert.

Hier diese wunderbare Frau, die den bioenergetischen Kern gegen die Emotionelle Pest verteidigt:

Über den Krieg

29. September 2016

Der lebenslange Stubenhocker Freud räsonierte angesichts des Ersten Weltkrieges über die tiefsitzende Grausamkeit der menschlichen Natur. Der Krieg ließe „den Urmenschen in uns wieder zum Vorschein kommen“. Reich, der als Leutnant jahrelang an der besonders grausamen italienischen Front stand und ständig damit beschäftigt war, arme Bauernburschen in den sicheren Tod zu schicken, imponierte etwas ganz anderes: die abgrundtiefe Stupidität der Kriegsmaschinerie, in die sich er und andere willenlos einpaßten. Für Reich war der Krieg nichts „Urmenschliches“, sondern der Höhepunkt der „Maschinenzivilisation“.

Freuds Schlußfolgerung aus der hohlen Hand war, daß der Mensch seine „bösen Trieb“ kontrollieren und ständig auf der Hut vor seiner „(un)menschlichen Natur“ sein müsse. Reichs aus dem Leben gegriffene Antwort auf den Krieg bzw. eine Gesellschaft, die solche Kriege möglich machte, war das genaue Gegenteil: durch Aufklärung, Therapie, vor allem aber durch Kindererziehung Menschen heranzubilden, die lebendig sind und sich nicht mehr zu willenlosen Anhängseln von fleischzerfetzenden und knochenzermahlenden Maschinen machen lassen. Letztendlich steht Sexualverneinung („Lebenstriebverneinung“) gegen Sexualbejahung („Lebenstriebejahung“).

Siehe dazu meine Kinder der Zukunft-Seite.

Die Krebsbiopathie der Wirtschaft

27. September 2016

Kommunismus ist vor allem eins: die Krebsschrumpfungs-Biopathie auf dem sozialen Schauplatz. Die Gesellschaft hört damit auf Orgonenergie in Gestalt von Dienstleistungen und Waren zu produzieren, kollabiert und reorganisiert sich auf primitiverer Ebene. Sie kann in den Anfangsstadien weiter vegetieren, so als wäre alles in Ordnung, ähnlich einem Krebskrankem, der weiterlebt, etwa Körperwärme erzeugt, sich bewegen kann, verdauen, sogar sich fortpflanzen etc., doch das Reich-Blutbild zeigt bereits den allgemeinen Zerfall, der schließlich in der Tumorbildung plastisch wird, wo sich der Organismus auf unterster Ebene reorganisiert. Letztendlich zerfällt das Metazoon in Protozoen („Krebszellen“), die wiederum zu einer amorphen Masse von T-Bazillen werden. Der Mensch verfault bei lebendigem Leibe. Ähnliches beobachten wir heute in den Scheinmarktwirtschaften des Westens, besonders deutlich aber im kommunistischen China, das „Kapitalismus“ spielt.

Reich definierte Biopathien als Pulsationsstörungen. Alles Lebendige pulsiert, nicht zuletzt auch die Wirtschaft. Politiker und die wirtschaftliche „Elite“ versuchen dies zu verhindern, da der periodisch auftredende Abwärtstrend der Wirtschaftsdaten schlecht für die Politik und fürs Geschäft ist. In einem kommunistischen Land wie China ist es vollkommen undenkbar, daß die Wirtschaft stagniert oder gar schrumpft. Um dies zu verhindern, wird gegen jeden wirtschaftlichen Sachverstand billiges Geld ins System gedrückt, obwohl es nicht sinnvoll investiert werden kann. Es entstehen beispielsweise „Immobilienblasen“.

Stellen wir nun die Frage, wer eigentlich der letztendliche Gläubiger ist. Wem schulden wir die Abertrillionen, mit dem dieser Planet verschuldet ist? Die gängige Antwort lautet beispielsweise „die Rothschilds“, doch das ist nur ein Teil der Antwort, denn enteigneten wir alle Superreichen, könnten vielleicht für ein halbes Jahr sämtliche Staatsausgaben bestritten werden, wir würden dann aber vor dem Nichts stehen, weil der Kapitalismus mittlerweile kollabiert wäre. (Damit will ich nicht ungerechtfertigte Megavermögen rechtfertigen!) Tatsächlich endet jeder Ökonom in vollständiger Konfusion, wenn er jenseits klassenkämpferischer Polemik erklären soll, bei welchen Leuten oder Stellen wir denn nun in letzter Konsequenz mit solchen astronomischen Summen verschuldet sind! Für wen arbeiten wir? Des Rätsels Lösung bietet Reichs Konzept der Arbeitsdemokratie. Wir sind alle netzartig voneinander abhängig, was sich ökonomisch u.a. als Schuld ausdrückt. Geld ist letztendlich eine Anweisung für menschliche Arbeit, d.h. die Verrichtung einer Dienstleistung (wozu man auch die Produktion eines Gutes zählen kann). Auf diese Weise basiert die gesamte Ökonomie in letzter Konsequenz auf der organismischen Orgonenergie („Arbeitsenergie“). Entsprechend bedeutet eine „Schuldenkrise“ nichts anderes als ein Wegbrechen der Energieproduktion analog dem, was beim Individuum in der Krebsschrumpfungsbiopathie geschieht.

Eine Ökonomie kollabiert, wenn (a) die Arbeitsfunktion der Massen wegbricht, wie es gegenwärtig in der anti-autoritären Gesellschaft geschieht, und (b) die hilflosen Massen mit einer Finanzpolitik ruhiggestellt werden müssen, bei der Geld (= Schulden) in die Wirtschaft gepumpt wird, das immer weniger durch Arbeit gedeckt werden kann. Die Arbeit, d.h. die besagte ominöse „Energieproktuktion“, wird (a) absolut immer kleiner und spielt (b) relativ eine immer geringere Rolle.

Die „Sowjetunion“ geht ein zweites Mal unter. Der diesmal weltweite Magakollaps wird höchstwahrscheinlich und bezeichnenderweise im kommunistischen China anfangen. Und niemand in der Welt wird wissen, was geschieht (Krebs!) und warum es geschieht (Emotionelle Pest)!

Alltagsrassismus

22. September 2016

In der Fußgängerunterführung sitzt ein blonder Typ, ein Neo-Hippie wie aus den 1980er Jahren. Neben ihm sein Fahrrad plus Anhänger, mit einer großen gelben „Atomkraft, nein Danke!“-Fahne dran. Auf einer primitiven Trommel begleitet er Bob Marleys Song „Exodus“, der aus einem Recorder erklingt. Als ich an ihm vorbeigehe, schallt gerade „we’re going to the fatherland“ (wir gehen ins Vaterland zurück) durch den Tunnel. Man stelle sich mal vor, das wäre auf Deutsch gesungen und mit Bayrischer Blasmusik untermalt worden! Überhaupt alle Heroen der Müsli-Linken, von Muhammad Ali bis zum Dalai Lama, sind Rassisten, Faschisten, Völkische, Machos, etc. Sie sind nur deshalb heilig, weil ihre Hautfarbe bräunlich und ihr Haar tiefschwarz ist. In Tibet findet durch Zuzug von Han-Chinesen ein Völkermord statt, während Deutschland „bereichert“ wird…

Am gleichen Tag gehe ich an einer Sandkiste vorbei. Eine Muselfrau sitzt da und beaufsichtigt ihre beiden Söhne, der eine schleudert Sand aus seinem Eimer auf die Steinumfriedung und ruft dabei „Allah’u akbar! Allah’u akbar!“ Das ist ungefähr so, nein, es ist genauso, als würde ein kleiner blonder Junge im Trachtenanzug ein urdeutsches „Sieg heil!“ schreien. In diesem Fall geht bei Rotgrünen die Welt unter, doch wenn Kinder mit brauner Haut und kohlrabenschwarzen Haaren Israel und alle „Ungläubigen“ verfluchen, wird milde gelächelt.

Die schwarzen Faschisten („Nazis“), die die rotgrünen Multikultis anbeten, haben wenigstens noch Rudimente von Kernkontakt, doch etwa unser peinlicher Trommler ist vollkommen kontaktlos. Leute wie er werden die ersten sein, die die Mehrpigmentierten massakrieren werden, wenn dieser ganze multikulturelle Witz kollabiert.

Siehe dazu auch Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie.

Rackelmann: Der Konflikt des „Reichsverbandes für Proletarische Sexualpolitik“ (Sexpol) mit der KPD Anfang der dreißiger Jahre (1992)

21. September 2016

Bücherlogo

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

Rackelmann: Der Konflikt des „Reichsverbandes für Proletarische Sexualpolitik“ (Sexpol) mit der KPD Anfang der dreißiger Jahre (1992)

Peters hanebüchener Unsinn

19. September 2016

Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie Peter Scholl-Latour mit der Geste des weitgereisten Weltverstehers sich spreizte, daß die Mohammedaner im Gegensatz zu uns eine weit zurückreichende geschichtliche Erinnerung hätten und die Kreuzzüge im Bewußtsein der arabischen Völker noch immer lebendig und aktuell seien. Hanebüchener Unsinn! Die Kreuzzüge waren nur eine unbedeutende und schnell vergessene Fußnote in der islamischen Geschichte, kein Moslem hat je danach gekräht, bis die europäische Geschichtswissenschaft ihren Einfluß ausübte.

Ein beliebtes Thema bei Scholl-Latour war auch der „große Dschihad“ der Selbstbezwingung, im Gegensatz zum „kleinen Dschihad“, der bewaffneten Verteidigung des Glaubens. Problem ist, daß diese Unterscheidung nur in einem unwichtigen Hadith gemacht wird, kein (oder kaum ein) Moslem davon wußte und wenn in der islamischen Literatur vom Dschihad die Rede war, dann handelte es sich zu 100 Prozent um Mord und Todschlag und sonst nichts. Aber dank solcher „Experten“ wie Scholl-Latour glaubt heute praktisch jeder „kritische Westler“, daß der Islam noch immer von den Kreuzzügen traumatisiert und von quasi yogischer Kasteiung und Selbstbeherrschung gekennzeichnet sei!

Oder etwa Scholl-Latour schreckliches Gelaber über den Vietkong, den er aus eigener Anschauung ja kenne. Blablabla. Problem dabei ist, daß das ausnahmslos nordvietnamesische Soldaten in Zivil waren, die über die unkontrollierbaren Dschungelgebiete Laos‘ und Kambodschas nach Südvietnam eindrangen und in erster Linie die südvietnamesischen Volksmassen terrorisierten, um jeden Rückhalt für die Amerikaner zu unterminieren. Noch heute glaubt man in „gebildeten Kreisen“ jedoch an einen „Volkskrieg“, gar „Befreiungskrieg“. Die damals bei den Linken so ungeliebten Bootsflüchtlinge werden gemeinhin ignoriert.

Man muß sich immer wieder bewußtmachen, daß die Öffentlichkeit in einer Art Paralleluniversum lebt, das mit der Wirklichkeit kaum Verbindungen hat. Das ganze ist auf einem Mangel an funktionellem Denken zurückzuführen. Man nimmt willkürlich Einzelerscheinungen heraus (eine „bestechende“ Idee wie: „der europäische Dschihad! Die Kreuzzüge!“, eine abwegige Entdeckung in den Fußnoten der islamischen Rechtswissenschaft, eine persönliche Begegnung mit angeblichen „Freiheitsschärlern“, etc.) und baut darauf ganze Weltanschauungen auf, die dann vielleicht noch durch Regierungsberater geschichtswirksam werden. Man kann davon Ausgehen, daß etwa die famose „Flüchtlingspolitik“ der Bundesregierung auf den Ratschlägen von lauter „Peter Scholl-Latours“ beruht.

Es ist eine gepanzerte Wahrnehmung und ein daraus resultierendes „gepanzertes“ Denken.

Verschwörungstheoretiker und Marxisten

14. September 2016

Wie in Der politische Irrationalismus aus Sicht der Orgonomie ausgeführt, spaltet sich die Gesellschaft in Vertreter des „rechten“ Mystizismus (historisch repräsentiert durch die Kirche) und des „linken“ Mechanismus (historisch repräsentiert durch den Staat). Je weiter die Menschen rechts stehen, desto mehr führen sie die Probleme der Gesellschaft und das heißt letztendlich immer ihre eigenen Probleme auf irgendwelche intentionale Machinationen dunkler Mächte zurück. Auf der linken Seite geht es stets um „gesellschaftliche Strukturen“, die grundlegend verändert werden müßten, damit es den „Revolutionären“ endlich besser geht. Beide Seiten tun alles, nur niemals das eine: in sich selbst zu schauen und die eigenen „psychischen“ (bioemotionalen) Probleme zu lösen. Diese Unfähigkeit zu wirklicher Veränderung brandmarkt beide Seiten als pestilente Charaktere. Sie sind prinzipiell untherapierbar und tun auch alles, damit andere nicht therapiert werden. Stattdessen verbreiten und verteidigen sie ihre jeweilige Weltsicht mit einem fanatischen Eifer.

Der NACHRICHTENBRIEF, ein Organ der Bilderberger

30. August 2016

Der eine Faktor, der immer wieder dafür sorgt, daß die Stimmung zwischen mir und meinen Lesern kippt, egal ob es „rechte“ Libertäre oder „linke“ Liberale sind, ist die Frage nach der Bedeutung von Institutionen, Machtkonzentrationen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen und Zwängen. Nun, beispielsweise wird praktisch jeder Arzt bestätigen, daß die Kassenärztlichen Vereinigungen wie dazu geschaffen wurden, das Leben von Ärzten und Patienten und ihre Beziehung zueinander regelrecht zu zerstören. Das kann man auf jeden Bereich und jede Ebene bis hin zur EU und UN ausweiten. Man kann die Machenschaften der Zentral- und Großbanken anprangern, die weltweite Kriminalität der Großkonzerne, etc.pp. – Und trotzdem wird so meiner Überzeugung nach am Kern des Problems vorbeigegangen und ich habe die nicht unbegründete Befürchtung, daß Alternativen zwar hier und da angebracht sein mögen, doch daß sie mit hoher Wahrscheinlichkeit letztendlich zu mehr Unglück führen und die Zerstörung vielleicht potenzieren würden. Nicht nur, daß das Bestehende allein schon durch sein bloßes Bestehen gerechtfertigt ist; was durch all die Reformwut ganz vergessen wird, ist der eine alles entscheidende Faktor, der Mensch oder, besser gesagt, das Individuum. Institutionen, Regelungen, Gesetze, etc. sind letztendlich nur Werkzeuge, deren Einsatz einzig und allein von der Charakterstruktur ihrer Benutzer bestimmt wird. Solange sich hier nichts ändert, d.h. aus irrationalen rationale Charakterstruturen werden, sind all die großartigen Gesellschafts-, Politik-, Wirtschafts- und Geldreformen nur Schall und Rauch. Mehr: sie lenken nur von diesem allen entscheidenden Problem ab. Es kann sich aber erst etwas ändern, wenn die Massen sehen, daß es hier überhaupt ein Problem gibt. Könnte man diese eine alles entscheidende Einsicht (daß praktisch das einzige Menschheitsproblem in der neurotischen Charakterstruktur und der Emotionellen Pest zu finden ist) verbreiten, wäre viel, sehr viel gewonnen.

Ich kann etwa das ewige Gelaber über die Bilderberger nicht mehr hören. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Eliten der westlichen Welt eingesehen, daß man dem damals fast ein halbes Jahrhundert anhaltenden Selbstvernichtungstrip aufgeben müsse. Der Erste Weltkrieg und damit der GULAG und Auschwitz waren nur möglich gewesen, weil die Politiker, Wirtschaftbosse und Meinungsführer Englands und Deutschlands nicht miteinander gesprochen und sich abgestimmt hatten, sondern England stur seine alte Politik fortführte, die Vorherrschaft einer Nation in Kontinentaleuropa unter allen Umständen zu verhindern. Im Geheimen, d.h. frei von politischer Irrationalität und dem Druck einer emotionalisierten Öffentlichkeit hätte man sich die Welt untereinander aufteilen können, ohne daß alles in allem 200 000 000 Menschen gestorben wären. Mit Japan hätte man sich einigen können, Indien wäre nie geteilt worden, Afrika könnte heute prosperieren, etc.pp. Aber nein, Verschwörungstheoretiker waten lieber durch Ozeane von Blut, um ihre Jeffersonschen Ideale hochzuhalten. Die Demokratie müsse ja regelmäßig im Blut der „Tyrannen“ gewaschen werden!

Wäre ich Manager eines Konzerns mit Milliardenumsätzen oder ein einflußreicher Parlamentarier würde ich gerne mit den Führungspersönlichkeiten anderer Länder etwa über meine Befürchtungen hinsichtlich Afrikas diskutieren können. Es kann nicht angehen, daß eine Bevölkerung mit einem Durchschnitts-IQ von 75 sich explosionsartig vermehrt, dabei das fragile Ökosystem eines ganzen Kontinents irreparabel zerstört und wir blind auf eine Menschheitskatastrophe zusteuern. Ich möchte dann nicht als „Rassist“ in die Öffentlichkeit gezogen werden und sehen müssen, wie wirklich jede Möglichkeit unendliches menschliches Leid zu verhindern hintertrieben wird. „Die Illuminati wollen die Schwarzafrikaner ausrotten!“

Daß heute die „Eliten“ offensichtlich noch dümmer und verpeilter sind als das ach so grandiose „Volk“ ist ein anderes Thema. Man denke nur an den korrupten Zombie Hillary oder an einen pestilenten Haufen Scheiße wie Obama:

Äh, aber entblößt dieses Video (hier noch eins) nicht die Machenschaften der perversen Machtelite? Ja! Aber, daß dieser Haufen Scheiße zum US-Präsidenten gewählt und wiedergewählt wurde und mit einiger Wahrscheinlichkeit ein stinkender Pestkadaver seine Nachfolgerin wird; daß die Massen das nicht nur zulassen, sondern derartiges Ungeziefer wählen, ist das eigentliche Problem.

Stalinismus aktuell

22. August 2016

Neunmalkluge „Reichianer“ halten unsereins vor, daß wir den Antikommunismus Reichs politisch entstellen würden. Reich sei nicht gegen Marx, Lenin und den Kommunismus und schon gar nicht gegen die Sozialisten gewesen, sondern gegen den Stalinismus, dem unzählige genuine Kommunisten zum Opfer gefallen sind.

Tatsächlich hantieren diese linken „Reichianer“ mit einem blutleeren Phantom. Ihre Haltung ist schon deshalb verlogen, weil ich noch nie, noch nie, gesehen hätte, daß sie sich in irgendeiner Weise im Kampf gegen den Post-Stalinismus etwa der „DDR“, des Maoismus, Che Guevaras oder Pol Pots auch nur ansatzweise hervorgetan hätten. Ganz im Gegenteil! Aber abgesehen davon: funktionell betrachtet (d.h. der Frage folgend „Wo führt das ganze perspektivisch hin?“) zeigt sich heute der Stalinismus in Gestalt eines Heiko Maas und den staatlich subventionierten Denunzianten unter „Victoria“ Kahane. In den USA droht Hillary den Trump-Unterstützern Alex Jones (infowars.com) und Breitbart sie nach der Wahl mundtot zu machen. Sie hätten „kein Recht zu existieren“!

Übrigens ist Stephen Bannon, Chef von Breitbart News, jetzt Leiter des Trump-Wahlkampfteams. Wer ist „Breitbart“? Andrew Breitbart war der Schwiegersohn von Orson Bean, Mitbegründer des American College of Orgonomy

Wer schafft Herrschaft ab?

21. August 2016

Frägt einer der Aufkleber auf einem Laternenpfahl. Das Angebot dieser anarchistischen, Gesellianischen, gar Marxistischen Heilsbringer, zeigt jedem, der noch alle Latten am Zaun hat, daß das nur zu mehr gesellschaftlichem Chaos und Leid führen kann. Unsere Fragen sind ganz anders geartet.

  1. Wie ist die Charakterstruktur jener geartet, die solche Heilsversprechungen verbreiten? Verbirgt sich hinter den ach so hehren Zielen und vorgeschlagenen Mitteln zu deren Erreichung das Ausleben denkbar neurotischer Strebungen?
  2. Ist die durchschnittliche Charakterstruktur der Massen überhaupt freiheitsfähig, d.h. gibt es eigentlich eine Basis für „Herrschaftslosigkeit“?
  3. Wenn Freiheitskrämer, die ihre Neurose auf der gesellschaftlichen Bühne ausagieren, bei den strukturell freiheitsunfähigen Massen Resonanz finden, muß das nicht zwangsläufig in einem Desaster enden?

Der Weg in eine „herrschaftslose Gesellschaft“ kann nur geebnet werden, wenn man die pestilenten Freiheitskrämer entzaubert und den arbeitenden Massen immer mehr die Verantwortung für ihr eigenes Leben aufbürdet. Herrschaft verschwindet erst dann, wenn sie überflüssig geworden ist.