Posts Tagged ‘Diversität’

Reichs phänomenologische Naturwissenschaft (Teil 4)

18. Februar 2026

Man könnte demnach einwenden, daß Goethe, Husserl und schließlich Reich das genaue Gegenteil des denkbar radikalen „Nominalismus“ Max Stirners verkörpern, bei dem es um den Gegensatz zwischen dem „lebenvollen Einzelnen“ und dem „leeren, leblosen Begriff“ geht (Stirner: Der Einzige und sein Eigentum, reclam, S. 254).

Hat nicht Reich die „orgastische Potenz“ bzw. die „Genitalität“, das „Orgon“ bzw. „die kosmische Lebensenergie“ und die Hegelsche Dialektik bzw. den Dialektischen Materialismus in Gestalt des „orgonomischen Funktionalismus“ mit seinen „kosmischen Formgesetzen“ als „Allgemeinheiten“ hingestellt! Allein schon seine Definition einer allgemeingültigen „Gesundheit“!

Es geht aber genau darum, daß es bei den Allgemeinheiten gar nicht um ein philosophische Problem geht, sondern um den einen Faktor: das, was Laska, etwas hilflos als „irrationales Über-Ich“ bezeichnet hat. Jeder Physiker weiß, daß die Welt nach „Platonistischen“ Gesetzen, sozusagen dem „rationalen Über-Ich“, funktioniert und jeder gegenständliche bildende Künstler weiß, daß er vor der Wirklichkeit nicht kapitulieren muß, denn alles läßt sich quasi kubistisch auf wenige Formen reduzieren, die dann nur „ausgemalt“ werden müssen.

Stirners „Nominalismus“ kann uns gleichgültig sein. Laska führt aus, daß Freud für die bunte absolut unerschöpfliche Erscheinungswelt der Neurosen stand, sozusagen für „Diversität“, während Reich quasi „Platonistisch“ der einförmigen Gesundheit das Wort redete (Laska: Status der Reich’schen Theorie. C. Freuds „Kommentar“ zu Reich. Wilhelm Reich Blätter 3/80:114-163, 1980).

  • Freud: „Nur das Zusammen- und Gegeneinanderwirken beider Urtriebe Eros und Todestrieb erklärt die Buntheit der Lebenserscheinungen.“
  • Reich: „Die sogenannte individuelle Differenzierung der Menschen ist heute im wesentlichen ein Ausdruck überwuchernder neurotischer Verhaltungsweisen.“

Als guter Demokrat preist Freud hier die Panzerung (sich wechselseitig blockierende und verstärkende Triebe), während Reichs Haltung an Schneeflocken denken läßt, die allesamt einförmig sechseckig sind – und doch gibt es keine zwei Schneeflocken, die identisch sind. Hegels Identität von Identität und Nichtidentität bzw. Reichs gleichzeitige Einheit und Gegensätzlichkeit.

Das Problem bei Stirner ist, daß diejenigen, die wegen ihrer Degeneration gesellschaftlich ausgestoßen sind, sich als „Eigner ihrer selbst“ gerieren, und wirklich alles, was sie als Zumutung empfinden, als „Fremdbestimmung“ denunzieren können. Dieses Problem hat Reich einfach durch die simple Überlegung gelöst, daß du nicht wirklich du selbst bist, wenn lebenswichtige Reflexe bei dir nicht auslösbar sind. Das fängt beim Gewebeturgor an, geht über die Auslösung des Brechreizes bis hin zum Reich‘schen Orgasmusreflex, der dich unmittelbar mit kosmischen Funktionen verbindet (siehe Die kosmische Überlagerung).

Hier sind wir wieder beim Problem des radikalen Nominalismus Stirners (die Hypostasierung des Individuellen): man kann Stirner dergestalt radikal interpretieren, aber dabei kommt dann doch stets ein lauwarmer Extremliberalismus heraus. Wirklich radikal ist es aber, Stirner im Sinne Laskas zu lesen. Es geht hier nicht um alte scholastische Scheinprobleme, sondern um die Liquidierung des verinnerlichten Fremden: das erst durch dessen Auflösung zum Selbst wird. Dann tritt der „Naturbursche“ Stirners, das „Menschentier“ Reichs, zutage und mit ihnen Naturgesetzlichkeiten, die nur das Wort mit menschlichen „Gesetzen“ gemein haben. Stirner spricht vom „Natursohn“, will die Ernüchterung (Stirner, S. 181), d.h. zu den „eigenen Gefühlen“ kommen (ebd., S. 70), die der „menschlichen Natur“ (ebd., S. 372), der Stimme des Fleisches entsprechen (ebd., S. 68).

Solche Überlegungen bringen mich zu einem Bekenntnis zum Naturrecht, wohl wissend, daß 99,9 Prozent aller, die etwas Fundiertes über Stirner sagen können, Stirner als geradezu den Gegner des Naturrechts hinstellen. Philosophisch und philologisch zu recht.

Mit Stirner antworte ich: daß „Gott, Gewissen, Pflichten, Gesetze usw.“ bloße Flausen sind, „mit denen man Euch Kopf und Herz vollgepfropft und Euch verrückt gemacht [hat]“. Während „die Naturstimme“ eben, so Stirner, keine teuflische Verführerin ist, sondern umgekehrt vielmehr Gottes- und Gewissensstimme „Teufelswerk“ sind: „das Unkraut der Selbstverachtung und Gottesverehrung (…), [welche] die jungen Herzen verschlämmen und die jungen Köpfe verdummen“ (ebd., S. 179).

Diese „Naturstimme“ ist mir besonders wichtig angesichts der oben beschriebenen mechanistischen Weltanschauung, die heute in KI und Robotik kulminiert. Reich hat sich in Massenpsychologie des Faschismus breit darüber ausgelassen, daß der Mensch sich abpanzerte, also das Über-Ich triumphierte, als er sich mit dem identifizierte, was sein bloßes Werkzeug ist: die Maschine. Der Mensch versuchte das Lebendige mit Hilfe des Modells einer Maschine zu erklären und wurde dabei selbst maschinell: ein Teufelskreis.

Reichs WAS IST KLASSENBEWUSSTSEIN? 90 Jahre später

23. Oktober 2024

1934 erläuterte Reich in seiner Schrift Was ist Klassenbewußtsein?, wie das Klassenbewußtsein der vom System ausgebeuteten Arbeiter zersetzt wurde. Sie, die sämtliche Werte erschaffen haben und deshalb danach streben müßten, die Früchte ihrer Arbeit, den „Mehrwert“ ihrer Mühen auch zu genießen, statt immer weiter zu verelenden, identifizieren sich mit dem Ausbeutersystem, indem sie über ihr manipuliertes Gefühlsleben in es eingebunden werden. Der Arbeiter identifiziert sich durch „Enkulturation“ mit den „Werten“ der Kapitalistenklasse.

Genau das gleiche haben wir heute plastisch vor Augen, wo die arbeitende Bevölkerung von Kindheitstagen an so abgerichtet wird, daß sie sich mit dem „Wertesystem“ der gesellschaftlichen Parasiten identifiziert. Man betrachte etwa die Vita der geistig minderbemittelten Außentoastbrotparasitin oder die Aktivitäten irgendwelcher ProfessorInnen für „Technik und Diversität“. Sie treiben uns in Kriege, von denen nur das Finanzkapital profitiert, zerstören systematisch unsere Lebenswelt und brechen uns ökonomisch das Rückgrat. Oder man vergegenwärtige sich, daß die „Arbeiterpartei“ SPD heute Tummelplatz der Kinder der staatlichen Ausbeuterklasse ist, die nur für eins kämpft: daß die Zahl der höheren Beamten, der nichtsnutzigen Funktionäre und der Mitarbeiter sogenannter „Nicht-Regierungs-Organisationen“ exponentiell wächst, zusammen mit dem Lumpenproletariat „Bedürftiger“, die sie „betreuen“ können und die sie umgekehrt „demokratisch“ an der Macht, das heißt an den Futtertrögen hält.

Gesichert wird die Herrschaft der ausbeuterischen Parasiten dadurch, daß deren Weltsicht durch die Schulen und Universitäten, vor allem aber durch die Medien zur Gesamtatmosphäre der Gesellschaft gemacht wird. Das ganze natürlich abgesichert durch einen immer brutaler vorgehenden Repressionsapparat und eine Klassenjustiz, der zufolge ich Weidel als „Nazischlampe“ titulieren kann, aber hart sanktioniert werde, wenn ich Habeck als „Bahnhofspenner“ bezeichne. Aber an und für sich ist diese Repression überflüssig, da von vornherein jedwedes Klassenbewußtsein der um ihre Zukunft (und die akkumulierte Arbeitsleistung ihrer Vorfahren) Betrogenen von einer Kultur hintertrieben wird, die die Gefühle prägt und uns unserer authentischen Sprache beraubt, bis wir das vermeintliche „Staatswohl“ zersetzende Gedanken nicht mal mehr – denken können.

Ohnehin wird jedwede Klassensolidarität unmöglich gemacht, weil durch die Überfremdung jeder Rest einer Arbeiterkultur zerstört wird. Ziel sind homogenisierte Siedlungs- und „Ansiedlungsgebiete“ für das internationale Großkapital, das die Staaten zu ihren Agenturen und die NGOs zu ihren Stoßtruppen im Klassenkampf von oben gemacht haben. Von der systematischen Verschwuchtelung, selbst von Fußballfans, will ich erst gar nicht anfangen. Die Farben der Bisexualität sind „Rosa plus Blau“. Identitätsloses, geschlechtsloses Sklavengetier. – Die Zersetzung des Klassenbewußtseins beginnt genau hier. Wehe dem, der diese schwule Scheiße nicht unterschreiben will!

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 151)

25. August 2024

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Im Kern des Gottesglaubens sah LaMettrie das Schuldgefühl, Stirner die verinnerlichten Hierarchien, bzw. das jenseits in uns, und Gott Reich das Über-Ich bzw. die Panzerung: das Fremde verdrängt das Eigene. Es geht nicht darum, ob es „horizontal“, also in unserer Umwelt einen „Gott“ gibt, d.h. irgendwelche ominösen Mächte, die man auch als „die Materie“ bzw. „Allmutter“ bezeichnen könnte, sondern um die „vertikale“ Frage, ob es ÜBER mir einen Gott gibt, ein „Über-Ich“, das mich besetzt, besitzt wie ein Dämon. Dann ist es auch egal, ob ich mich als „Atheist“ bezeichne, wie etwa die Marxisten, die trotzdem fromm sind, „vertikal“ von Schuld und Moral beherrscht werden, oder ob ich an die beseelte Natur glaube (Animismus), also formal „Theist“ bin, aber dabei im Sinne Reichs „ungepanzert“ bin.

Natürlich ist auch beides möglich bzw. ist beides meist ineinander verschränkt wie etwa in der Griechischen Stoa: der Mensch ist „horizontal“ eingebunden in einen Kosmos, in dem alles mit allem verknüpft ist, und (bzw. aber) es geht „vertikal“ um die Beherrschung der Begierden. Ob man dieses „Über-Ich“ personifiziert, wie dann später im Christentum, ist letztendlich egal, weshalb auch die Frage nach dem (A-)Theismus in die Irre führt. Deshalb konnte auch Reich von Marx und insbesondere Lenin so in die Irre geführt werden: weil Reich zumindest anfangs nicht klar zwischen „Gottlosigkeit“ und „Über-Ich-Losigkeit“ unterschieden hat.

Das bringt mich abschließend noch einmal zum leidigen Thema „irrationales Über-Ich“ vs. „rationales Über-Ich“: Stirner unterschied zwischen von oben eingegebenen und von der Umwelt angeregten Ideen. Das „irrationale Über-Ich“ ist sozusagen „vertikal“, gibt Befehle wie ein Puppenspieler, der seine Marionette dirigiert, das „rationale Über-Ich“ hingegen ist „horizontal“. Ich muß mich im gesellschaftlichen Raum orientieren und einpassen, was ich automatisch seit Kindheitstagen beim gemeinsamen Spielen und allgemein im Umgang über die Goldene Regel und etwa den Straßenverkehr lerne. Dadurch entwickele ich etwas (das „rationale Über-Ich“), das ich gerne als „Neben-Ich“ bezeichnen möchte: es ist nicht die „vertikale“ Stimme meines Vaters von oben („Über-Ich“), sondern die „horizontale“, d.h. die auf Augenhöhe befindliche Stimme meines Nebenmannes („Neben-Ich“). Keine (ver)inner(licht)e Instanz über mir im Sinne Stirners, sondern neben mir, d.h. ich identifiziere mich nicht mit dem Vater, sondern mit dem Bruder. Das Über-Ich ist „unappelierbar“ – mit dem Nebenmann hingegen „kann man sprechen“. Ich trage damit nicht meinen fremden Feind (Über-Ich), sondern meinen gleichgesinnten Freund (Neben-Ich) in meinem Inneren. Erinnert sei an Stirners „Verein“!

Beim Über-Ich spricht Stirner von den internalisierten Hierarchien, dem Jenseits oder vielmehr Gott in uns und, in Bezug auf die „frommen Atheisten“ von der Gesellschaft in uns. Beim Neben-Ich ist auch etwas in uns: Wollust ist nur möglich, wenn ich mich auf den Partner einlasse, mich mit ihm bzw. natürlich ihr identifiziere, ähnlich in der gemeinsamen Arbeit oder überhaupt in einem gedeihlichen zwischenmenschlichen Miteinander, Stichwort „Spiegelneuronen“. Beim Über-Ich sind meine Ich-Grenzen sozusagen nach oben hin („vertikal“) verschmiert, d.h. das Ich wird vom Über-Ich okkupiert, der Mensch ist nicht mehr er selber, sondern nimmt einen „Charakter“ an, spielt eine bloße Rolle und vergißt dabei, daß er dabei nur Schauspieler ist. Beim Neben-Ich sind meine Ich-Grenzen sozusagen zur Seite hin („horizontal“) verschmiert. Und genau hier ist auch eine Lücke in Stirners Gedankengebäude, denn ohne die Menschen „neben mir“, meine Mitmenschen gäbe es gar kein „Ich“, keine Sprache, kein Bewußtsein, kein Begriff von „selbst“ bzw. vom „Selbst“: ohne ein Außen gibt es kein Innenleben. Und selbst das ist noch rein akademisch, denn ohne soziale Umwelt gäbe es mich von Anfang an gar nicht, da ein einzelner Mensch nicht nur biologisch und materiell, sondern vor allem auch emotional gar nicht lebensfähig wäre. Beim Säugling ist das offensichtlich. Ich weiß natürlich, daß für Stirner die Familie und all das kein „Verein“ in seinem Sinne ist… – wie gesagt, da ist eine Lücke in seinem Denken. Sowohl bei La Mettrie (wie Christian Fernandes in seinem neuen Buch ausführt) und Reich (jedenfalls dem späten Reich – den Laska nicht mehr als so wichtig empfand) sehe ich diese Lücke nicht.

Das „Horizontale“ ist auch beim Militär wichtig: das „vertikale“ Befehl und Gehorsam ist, klar, unverzichtbar, aber imgrunde wichtiger für die Kampfkraft ist die „horizontale“ Kameradschaftlichkeit: ich muß mich auf meinen Nebenmann verlassen können, im Zweifelsfall mein Leben für ihn geben, und wir müssen ein eingespieltes Team sein. Potentiell stört da alles „Vertikale“ eher. Das machte absurderweise auch die Stärke der Wehrmacht aus, die dezidiert „horizontal“ funktionierte, mit weitgehender Entscheidungsfreiheit der unteren Ränge und einer landsmannschaftlichen Homogenität der Züge (beispielsweise waren der Unteroffizier und alle anderen im Zug meines Vaters Hamburger, die sich blind verstanden und in jeder Hinsicht die gleiche Sprache sprachen). Während die Alliierten, insbesondere die Amis und die Russen, starr auf zentrale Führung setzten und auf eine Durchmischung der Kader, damit die Einzelnen nur über die Führung verbunden waren. Problem ist, die Zentrale weiß gar nicht, kann gar nicht wissen, was gerade an der Front vor sich geht und die Soldaten können untereinander kaum kommunizieren. Ähnliches läßt sich über die Betriebsführung im täglichen Wirtschaftsleben sagen. Diversität ist unsere schlimmste Schwäche! – Das Über-Ich ist vollkommen kontaktlos banane, während das Neben-Ich nichts anderes ist, als eben das: Kontakt mit der Wirklichkeit.

Im platonischen Dialog Protagoras erläutert Hippias in einer sehr kurzen Rede ethische und politische Ansichten. Wie auch andere zeitgenössische Sophisten stellt er dort die Natur (phýsis) in einen Gegensatz zum in der menschlichen Gesellschaft geltenden Gesetz (nómos). Wenn Dinge einander ähnlich sind, so seien sie es von Natur aus; einige Menschen seien von Natur aus Verwandte, Freunde und Mitbürger. Das Gesetz hingegen sei ein Tyrann der Menschen und erzwinge vom Menschen Unnatürliches. https://de.wikipedia.org/wiki/Hippias_von_Elis

Hier gehört auch die Frage von Theismus und Über-Ich hin: Laska hat sich explizit gegen den bei Reich so wichtigen Komplex (Bachofen, Matriarchat, Trobriander, DeMeos Saharasia-Theorie, Historischer Materialismus – „Urkommunismus“) verwahrt und alles auf eine Utopie ausgerichtet. Diesen Unterschied zwischen „Gott über mir“ und „Gott neben mir“, findet sich beispielsweise noch bei den germanischen Göttern. Grabfunde, Überlieferungen, etc. weisen darauf hin, daß sich unsere heidnischen Vorfahren nicht groß um das Christentum scherten. Ein weiterer Gott, ein weiterer Kult, der problemlos in die existierenden Tempel und Kulte und Überlieferungen integriert werden konnte. Man war sozusagen auf Augenhöhe mit den Göttern. Ganz anders bei den Christen, die radikal alles „Heidnische“ zurückwiesen und schließlich sogar die Inquisition ins Leben riefen und den Staatsapparat einschalteten, um „Ungläubige“ grausam töten zu lassen. Für mich ich das ein fernes Echo des Unterschieds zwischen einer „Neben-Ich-Gesellschaft“ und einer „Über-Ich-Gesellschaft“.

— Ende der Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte

Die Grundverschwörung und die ultimative Verschwörung

2. März 2024

Schon des öfteren habe ich mich in einem Blogeintrag mit dem leidigen Thema Verschwörungstheorien auseinandergesetzt. Es findet sich immer ein Anlaß. Zu Corona-Zeiten beispielsweise war jeder Kritiker vollautomatisch ein Verschwörungstheoretiker, ein „Leugner“ und damit bereits „Dr. Mengele persönlich“. Mit anderen Worten: vollkommen irre (und in meinen Augen massenmörderische!) Verschwörungstheoretiker warfen mir mit vor brennendem Haß entstellten Gesichtern vor, ein vollkommen irrer Verschwörungstheoretiker zu sein.

Aber, gemach, das war schon immer so! Seit Beginn der Neuzeit sind entweder die Jesuiten die Bösen oder die Freimaurer (im Verein mit den Juden). Manchmal sind die Juden (und Freimaurer) auch nur Marionetten der Jesuiten. Ich glaube, das ganze begann, als unter Elisabeth der Ersten die „Schwarze Legende“ über Philipps Spanien erfunden und verbreitet wurde, um Spanien und das Römische Kaiserreich Deutscher Nation ideologisch mürbe zu machen. Nach der Französischen Revolution haben dann seinerseits die Jesuiten die Gegenlegende von den Freimaurern in die Welt gesetzt.

Heute zeigt sich die Schwarze Legende vor allem in immer neuen Enthüllungen über angeblich massenweise Vergewaltigungen und Morde durch katholische Nonnen und Priester. Beispielsweise seien katholische Waisenhäuser Vergewaltigungs- und Mordfabriken gewesen. Es geht bei diesem Propaganda-Narrativ um die Unterminierung des Christentums! Und umgekehrt: in immer neuen Hysterie-Wellen über „Satanisten“ und ihre kannibalistischen Orgien geht es um die Unterminierung der Aufklärung. Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß keine dieser Verschwörungstheorien vollkommen falsch ist. Was nicht gesehen wird, ist, daß es tatsächlich nur eine wirkliche Verschwörung gibt, die aber niemand sieht: die Emotionelle Pest.

Außerdem: man sagt zu recht, daß, wenn die eine Verschwörungstheorie sich als richtig erweist, daß das nicht bedeutet, andere seien es auch. Daß Covid von vorne bis hinten ein einziger Betrug war, bedeutet nicht, daß die Erde flach ist oder Biden ein Schauspieler mit Gummimaske ist! Das ist leider keine Platitüde. Keine Platitüde ist aber auch, daß trotzdem, wie erwähnt, alle Verschwörungstheorien, wie verzerrt und unsinnig sie auch sind, auf eine „Grundverschwörung“ verweisen.

Das bedeutet aber eben nicht, daß jenseits dieser „Grundverschwörung“ alle Verschwörungstheorien obsolet sind! Alle Krankheiten sind letztendlich auf DOR zurückzuführen. Das bedeutet aber nicht, daß wir die Medizin abschaffen und alles mit dem Medical DOR-Buster behandeln können. Genauso ist das mit Verschwörungstheorien: obwohl alle die Emotionelle Pest beschreiben, wird diese tiefe Wahrheit zu einer absurden Farce, wenn man damit jede „oberflächliche“ Verschwörungstheorie als eben das, eben als oberflächlich, abgebügelt wird. Beispielsweise hat Reich seine grundsätzlichen Einsichten über die Mechanismen der Emotionellen Pest nicht verraten, als er irritierend spezifisch auf die weltweite Verschwörung der Kommunisten im Kalten Krieg hinwies.

Ist es nicht bemerkenswert, daß gegenwärtig die Regierungen beispielsweise in Amerika und hier in Deutschland, wirklich alles tun, um die Demokratie, die Wirtschaft, das Staatsvolk selbst und damit den Souverän auf jede denkbare Art und Weise zu schädigen? Das ist Emotionelle Pest, zweifellos, aber es ist mehr, will sagen es ist auffällig zielgerichtet und kein bloßes blindes Ressentiment. Was mich beispielsweise stutzig macht, ist, daß es heute nur ein Thema gibt: Inklusion/Diversität/Toleranz. Frei nach Stirner: wie in der Religion soll uns das Fremde schlechthin das Heilige sein, dem wir Teddybären werfend alles opfern: unseren Wohlstand, unser Land, uns selbst.

Neulich schickte mir ein Leser dieses Blogs eine Email zu. Vor kurzem habe er sich ein Video über die Mißstände in San Francisco angeschaut, wobei er sich an mich und die vielleicht extremste, die ultimative Verschwörungstheorie schlechthin erinnerte: an das Thema „Ea und DOR-Wesen“ („besonders im Zusammenhang mit der amerikanischen TV-Serie The Invaders“) [siehe hier und hier und hier]

Ich zitiere den anonymen Internet-Kommentar unter dem besagten Video:

Die Mainstream-Medien und die alternativen Medien sind voll mit Videos von San Francisco und seinen Vorstädten. Aber durch Youtube sehen wir, daß San Francisco nicht die einzige Stadt ist, sondern nur diejenige, die uns immer wieder gezeigt wird. Und es sind nicht nur die Großstädte, die sterben, sondern [insbesondere] einzelne Teile von ihnen, während der Rest der Stadt noch funktioniert. Es sind [auch] mittlere und kleine Städte und noch kleinere Städte, Vorstädte und ländliche Gebiete.

San Francisco entwickelt sich immer mehr in eine buchstäblich kot-verschmierte, von Drogen-Wracks und mörderischen Gangs terrorisierte Karikatur „Kalkuttas“, ähnlich wie etwa Philadelphia und praktisch jeder Flecken in den USA, insbesondere aktuell, wo das Land mit vermeintlichen „Flüchtlingen“ geflutet wird. Aber weiter im Text:

In San Francisco fragen die Leute, wann die Regierung alles in Ordnung bringen wird. Ist es das Ziel, daß die Menschen so angewidert von dem Chaos sind und sich so sehr daran gewöhnt haben, zu hören, daß der Staat alles in Ordnung bringen soll, daß niemand mehr etwas dagegen hat, wenn der Staat die Sache übernimmt?

Wie sonst ein weitgehend anarcho-kapitalistisches Land in einen sozialistischen Polizeistaat verwandeln als durch den „zivilgesellschaftlichen“ „Druck von unten“? Die Amerikaner werden darum betteln, unter der Knute zu leben!

„Ich war in den schlimmsten Ghettos der Vereinigten Staaten: Teil 2.“ Belle Glade und Pahokie, FL, sind zwei kleine Städte, in denen früher hauptsächlich Arbeiter und Feldarbeiter lebten. Bei 3:13 – „Die Armut ist so schlimm, daß man darüber gesprochen hat, diese Gemeinden aufzulösen und sie einfach dem Bezirk zu überlassen.“ Welcher Bezirk? Palm Beach County, FL.

Warum dauert das so lange? Vielleicht liegt es daran, daß die Regierung die Menschen, die noch in diesen Orten leben, nirgendwo anders unterbringen kann. Die Regierung will nicht in weitere Sozialwohnungen investieren (außer für Illegale, die anscheinend ihre Söldner sind), also muß sie warten, bis Drogenmißbrauch, völkermörderische medizinische Eingriffe [Corona mRNA] und von Menschen verursachte Seuchen sie auf den Straßen und in den Ghettos, in die sich die USA allmählich verwandeln, umbringen. Vielleicht werden die Söldner eingesetzt, um die Leichen zu beseitigen und alle Überlebenden auszuschalten. Dann kann eine weitere Impfung die Söldner ausschalten, die sich zu diesem Zeitpunkt in Festungen versammelt haben könnten.

Klingt wie ein paranoider Alptraum, aber es kommen überwiegend wohlgenährte und durchtrainierte junge Männer ins Land, die von der UN und vermeintlichen NGOs indoktriniert, mit Geld und Handys versorgt wurden und mit einer bemerkenswerten Arroganz und Selbstverständlichkeit auftreten.

Mir ist auch nicht klar, was das eigentliche Ziel dieser Aktion ist. Für mich sieht es so aus, als ob die Erde so verschmutzt ist, daß alles, was der Mensch nicht direkt zerstört, an den Folgen seiner Verschmutzung und Zerstörung zugrundegeht. Ich denke, daß die Erde zu lange brauchen wird, um sich von den Chemikalien, der Strahlung und den Krankheitserregern zu erholen, die überall vorhanden sein werden, als daß die Leute in ihren Bunkern die Wartezeit überleben und mit den gefrorenen Samen und Zellen, die sie in ihren arktischen Höhlen gelagert haben, alles wiederherstellen könnten.

Das reicht, um mich zu fragen, ob die einfachste Erklärung wahr sein könnte: Jemand, der nicht von der Erde stammt, könnte bestimmte Erdlinge davon überzeugt haben, diesen Weg zu gehen, indem er ihnen versprach, daß ihnen alles gehören würde, wenn die Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung abgeschlossen sind, und daß sie ewig leben werden, um sich daran zu erfreuen; wohingegen die [außerirdischen] Fremdlinge die Erdlinge in Wirklichkeit nur benutzen, um die Zerstörung ohne Kosten für sich selbst zu bewerkstelligen, und dann alle verbliebenen Erdlinge und alles, was sich in ihren Bunkern und Höhlen befindet, was die Fremdlinge nicht wollen, töten werden, um so einen völlig unbewohnten Planeten für sich zu gewinnen.

Warum sollten sie diesen Planeten wollen? Warum überspringen sie nicht die langwierigen Zerstörungs- und Erholungsphasen, indem sie einen unbewohnten Planeten irgendwo anders wählen? Vielleicht wollen sie die Erde nicht um der Erde selbst willen, sondern wegen ihrer natürlichen Ressourcen und der in den Höhlen gelagerten Samen und Zellen, mit denen sie einen anderen leeren Planeten in einen neuen, erdähnlichen Ort verwandeln könnten. Oder vielleicht ist es die Lage der Erde, die für sie wertvoll ist. Oder???

Mein Lieblingsfilm, Don Siegels Die Invasion der Körperfresser, war zu Hochzeiten des Kalten Krieges als eine Allegorie über die damalige Kommunisten-Hatz, also letztendlich über die Ausbreitung der Emotionellen Pest gedacht. Man kann ihn aber auch ganz „naiv“ anschauen…

Reflektionen über Max Stirner von konservativer Warte (Teil 68)

6. Juni 2023

[Diese Reihe soll zur Auseinandersetzung mit Bernd A. Laskas LSR-Projekt animieren.]

Eine moralische Sichtweise hat in der Orgonbiophysik nichts zu suchen. Es ist nicht die Frage, ob etwas „gut“ oder „böse“ ist, sondern ob es gesund oder ungesund ist, d.h. das Lebendige fördert oder unterdrückt. Von daher macht beispielweise der Satz, daß „der Mensch von Natur aus gut ist“ keinen Sinn. Mit Stirner könnte man nämlich eher sagen, daß der Mensch von Natur aus ein Verbrecher ist! Der Satz „Der Mensch ist von Natur aus gut“ bedeutet doch letztendlich, der Mensch ist gesellschaftskompatibel, d.h. moralisch. Deshalb sei Freiheit möglich, Zusammenarbeit, Glück, Prosperität ohne Zwang etc. Aber darum geht es halt nicht! Es geht nicht um „Freiheit“, sondern mit Stirner um EIGENHEIT. Jeder Mensch vertritt von Natur aus seine eigenen Interessen und ist deshalb „verbrecherisch“ bzw. „böse“ gegenüber der Gesellschaft.

Stirners Gedanke war es, daß trotzdem eine Gesellschaft möglich ist, weil diese „Eigenheiten“ miteinander kompatibel sind. Ein Gedanke, der sich entstellt und andeutungsweise auch bei Nietzsche ausmachen läßt mit dem: die Welt ist Wille zur Macht und nichts außerdem. Nur daß bei diesem die unendlich vielen Machtzentren (die unendlich vielen „Willen zur Macht“) in alle Ewigkeit ein sadomasochistisches Hin und Her ausfechten. Diese Vorstellung entspricht einer Welt, in der die Individuen durch das Über-Ich in eine unendlich sich variierende Vielfalt zersplittert – ist. Die bunte Vielfalt der Neurosen, die früher die Psychoanalytiker so faszinierte und die heute als „Diversität“ gefeiert wird. Aber ohne Über-Ich gäbe es DIESE Vielfalt gar nicht!

Also: wenn jemand sagt: „Der Mensch ist von Natur aus gut“, dann heißt das, daß er tolerant ist und die Vielfalt der Neurosen toleriert. Tatsächlich ist aber das exakte Gegenteil gemeint: der Stirnersche Mensch rebelliert „böse“ gegen diese Vielfalt. LaMettries auf „tugendhafte“ Weise wollüstige Mensch, Stirners „Einziger“ (!) und Reichs genitaler Charakter – ist eine Einfalt; die Einfalt des „Menschentiers“ (Reich), das nicht mehr ist als ein „bohnenförmiger Membransack voller pulsierender Orgonenergie“. Aus der Sicht der bunten Welt ist das das absolut Böse. Heute wird gegen dieses der „Diversität“ entgegenstehende Böse härter angekämpft als jemals zuvor. Sozusagen: „Für diese LSR-Schwurbler ist der Mensch von Natur aus Nazi! Der Mensch ist aber von Natur aus gut, nämlich – divers.“

Reich hat das mal gegenüber seiner Sekretärin und zeitweisen Geliebten Lois Wyvell sehr schön zum Ausdruck gebracht: die meisten Menschen gehen wie ein Bär, ein Fuchs, ein Hase etc., während nur ganz wenige Menschen wie – Menschen gehen. Tendenziell können nur die letzteren „tugendhafte Lust“ (LaMettrie) empfinden, nur sie sind Eigner ihrer selbst, nur sie sind orgastisch potent.

Die Frage, nach der ursprünglichen „Gutheit“ des Menschen wurde nicht zuletzt durch die Erbsündenlehre hoffnungslos verkleistert. Diese wird nur von der von Augustinus beherrschten Westkirche vertreten, während die Ostkirche, der Islam, das Judentum sie ablehnen. Auch dort „ist der Mensch von Natur aus gut“ bzw. in der Orthodoxie erben wir nicht eine „Schuld“ von Adam, sondern den Tod, der uns anfällig für die Sünde macht.

Im Anti-Seneca schreibt LaMettrie: „Den Nerven fehlt eine Triebfeder, um angenehme Modifikationen festzuhalten: stattdessen besitzen sie eine, die die unangenehmen bewahrt“ (S. 151). Das macht uns anfällig für Panzerung. (Man siehe nur mal Reichs entsprechende Ergebnisse in seinen bio-elektrischen Experimenten von 1935!) Der Mensch erbt zwar nicht „von Natur“ irgendeine Schuld (Über-Ich), aber eine unglückliche Anfälligkeit… Deshalb kann man nicht schlichtweg sagen „Der Mensch ist gut.“

Es gibt Menschen mit weniger gut ausgebildeten „Spiegelneuronen“, Problemen mit dem Frontalhirn, etc. Genauso wie es von Natur aus friedlichere und angriffslustigere Schäferhunde aus ein und demselben Wurf gibt. Nichts wird jemals perfekt („gut“) sein. Ähnlich argumentiert auch LaMettrie mit den Kenntnissen eines Mediziners aus dem 18. Jahrhundert. Und seine Antwort war ähnlich „ökonomisch“ (sexualökonomisch, „energieökonomisch“) wie die Reichs: Zähmung durch „tugendhafte Lust“.

Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der medizinischen Praxis

9. August 2022

Die gottverfluchte Kommunistenpest in der Medizin.

Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der medizinischen Praxis

David Holbrook, M.D.: ÜBER PSEUDO-LIBERALISMUS

14. Juli 2021
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DAVID HOLBROOK, M.D.:

Über Pseudo-Liberalismus

Da Dr. Holbrook nicht ohne Grund seine eigene Seite im Weltnetz hat kann ich hier ohne Bedenken etwas eigenes anfügen, für das natürlich ausschließlich Peter Nasselstein die Verantwortung trägt:

Ebenfalls auf Facebook hat ein hier ungenannt bleibender englischer Reichianer etwas über die EM gepostet und die rassistischen Angriffe, die die drei englischen Neger (Fremdwort für „Schwarzer), die beim Elfmeterschießen gescheitert sind, über sich haben ergehen lassen müssen. Er klagt die Emotionelle Pest an, die drei wären phantastische Spieler und ganz tolle Menschen, dazu Photos mit den drei Visagen. Und es sind wirklich drei außergewöhnlich unangenehme Zeitgenossen. DAS nicht zu sehen, sondern nur, daß sie „schwarz“ und damit automatisch gut und sympathisch sind: DAS ist Rassismus. Und warum sind denn die Neger so außergewöhnlich gute Fußballer? Liegt das vielleicht an RASSISCHEN Eigenschaften? Ich verweise auf die Weltrangliste der Sprinter!

Man stelle sich das ganze mal umgekehrt vor! Wäre die englische Mannschaft 100% weiß oder hätten drei Weiße in einer ansonsten schwarzen Mannschaft die Elfmeter verschossen: „Da sieht man mal wieder wohin weiße Hybris und weiße Vorherrschaft führen!“ Goutiert wird natürlich nicht, daß die homogenste Mannschaft und die, bei der alle Spieler die Nationalhymne ergriffen mitgesungen haben, gewonnen hat, die italienische. Und, ja, – man schaue sich die schwarze Popkultur an und frage sich, warum kein einziges schwarzes Land Spitzenleistungen bringt. Afrika ist potentiell der reichste Kontinent überhaupt!

Ich weiß, die Reichianer HASSEN mich wegen solcher „Nazi-Posts“. Find ich gut! Freut mich ehrlich! Warum, weil sie immer mit dem Strom schwimmen, keinen einzigen Gedanken auch nur ansatzweise zuende denken können und ihre Schlußfolgerungen stets am Anfang, nicht etwa am Ende ihrer Überlegungen stehen. Sie machen sich die Welt, so wie sie ihnen gefällt. „Diversität ist unsere Stärke“, auch wenn das dem Gegenteil der Wirklichkeit entspricht. DAS nenne ich Emotionelle Pest!

Ja, die Hetze gegen die afro.englischen Spieler ist teilweise wirklich einfach nur abstoßend. Aber wer hat denn wirklich Schuld an dieser ganzen Misere? Die linke Woke-Kultur und sonst nichts! Der englische Trainer hat statt, wie üblich, routinierte, nervenstarke und erfahrene Spieler von Ende 20 einzusetzen, diese drei schwarzen Unglücksraben genommen, um auf jeden Fall die Quote zu erfüllen. Es sollte kein rein „weißer Triumpf“ werden und England sollte sehen, wie toll doch die „Diversity“ funktioniert. Aus fachfremden („anti-arbeitsdemokratischen“), rein politischen Gründen wurden deshalb drei Spieler genommen, die noch nicht mal 20 sind. Und ich wette darauf, daß unser „Reichianer“ das gut fand, mußte doch „ein Zeichen gesetzt werden“.

Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 41)

16. April 2021

An anderer Stelle habe ich deutlich gemacht, warum sich die Wehrmacht trotz mangelnder Ressourcen und einer, zumindest anfangs, mittelmäßig bis schlechten Ausrüstung gegen eine ganze Welt behaupten konnte. Während etwa die russischen Streitmächte, aber insbesondere die amerikanischen, eine blinde, rein mechanisch funktionierende „Militärwalze“ waren, agierten die Einheiten der Wehrmacht (natürlich immer im Rahmen der teilweise idiotischen Vorgaben des Stabes) weitgehend autonom und quasi „arbeitsdemokratisch“, so daß selbst die Entschlüsselung von Enigma durch die Alliierten nur begrenzten Schaden anrichtete.

Vielleicht noch entscheidender war jedoch der Faktor der Homogenität. Während die anderen Armeen ganz bewußt „zusammengewürfelte Haufen“ ohne eigene Identität waren, um sie zu schlagkräftigen Einheiten formen zu können, stellte die Wehrmacht ihre Einheiten ganz bewußt nach landsmannschaftlichen Kriterien zusammen. Teilweise kannten sich die Soldaten seit ihrer Kindheit! Und das war durchaus nicht im Sinne der Naziideologie, die ein einheitliches stromlinienförmig „modernes“ durchaus „unvölkisches“ Deutschland (bzw. natürlich übernationales „Großgermanien“) anstrebten, sondern entsprach der „völkischen“ und „reaktionär kaiserlichen“ Grundhaltung des Offiziersstabs. Die Soldaten verstanden sich, konnten in jeder Hinsicht blind aufeinander vertrauen und es gab keine Reibungsverluste. Man war (wie gesagt teilweise von Kindheitsbeinen an) ein eingespieltes Team und der Krieg war eine organische Fortsetzung der „Cowboy-und-Indianer-Spiele“.

Das hat beispielsweise meinem Vater das Leben gerettet. Als er mit seinem rein aus Hamburgern bestehenden Zug, nur mit Karabinern und ein paar Handgranaten bewaffnet, durch die belgische Pampa marschierte und plötzlich ein englischer Panzerverband auf sie zuhielt, hat der Hauptfeldwebel, ein gemütlicher Kaufmann und Familienvater aus Hamburg, seine Leute zusammengerufen, man verstand sich, warf die Waffen in den Straßengraben und organisierte weiße Fahnen. Hätte das bei einem zusammengewürfelten Haufen funktioniert, wo niemand einschätzen kann, ob nicht irgendein Schwein austillt und „den Verräter“ erschießt?

Ich bin gerade an Straßenbauarbeitern vorbeigekommen, ausnahmsweise mal alles nur Deutsche, und mir fiel der Blick und das Lächeln auf, das einer einem seiner Kollegen zuwarf, als er irgendeine Anweisung gab. Diese Vertrautheit und (im besten Sinne des Wortes) „Kumpelhaftigkeit“, diese fast liebevollen Blicke findet man ansonsten nur bei alten Ehepaaren. Und so war es schon im Sandkasten. Das ist evolutionsbiologisch sofort einsichtig, denn einerseits sind Männer wegen ihres Testosterons auf Distanz und Konkurrenz gepolt, doch andererseits hängt das Überleben schon von Schimpasenhorden von „Männerbünden“ und „Männerfreundschaften“ ab, denn nur so kann die Horde sich gegen Feinde durchsetzen und das notwendige Protein erjagen. Das ist aber nur möglich, wenn man von Kindheit an aufeinander eingetuned ist bzw. beim Menschen „die gleiche Sprache spricht“, auch die nonverbale und implizite: man weiß blind, was der andere meint und will, selbst wenn man ihn weder sieht noch hört. „Diversität“ zerstört das und macht die Gruppe ineffektiv und schutzlos.

In Grenzen und wohlverstanden: Nationalismus und das „Völkische“ sind untrennbar mit der Arbeitsdemokratie verbunden. „Diversität“ ist eben nicht unsere Stärke, sondern führt schnurstraks zu Zerfall und Untergang.

Die Sprachmystik der Linksradikalen

12. August 2019

Dr. Charles Konia beschreibt die Sprache des Faschismus:

Die Sprachmystik der Linksradikalen

Die bioenergetische Fehlkalkulation des bunten Miteinander

30. Mai 2017

Anhand meines Vaters und den Einblicken, die er mir in die Welt der Kaifacharbeiter im Hamburger Hafen vermittelt hat, habe ich sozusagen live miterlebt, wie die deutsche Arbeiterkultur nach und nach zerstört wurde, jedenfalls der Teil, der sich unmittelbar am Arbeitsplatz abspielte. Die Insiderwitze, deren Zusammenhang Jahrzehnte zurückreicht, die also kein Außenstehender auch nur annäherungsweise würdigen kann. Das Wissen darüber, wie weit man beim anderen gehen kann. Das Gefühl der Sicherheit unter Seinesgleichen zu sein, wenn man erst mal die Prüfungen und Aufnahmerituale überstanden hat, die kaum jemand bewußt formulieren kann, sondern die einfach da sind – und die von Anfang an nie für Ausländer galten. Plötzlich bröselte der buchstäblich in Jahrhunderten gewachsene soziale Kitt, war die Unbefangenheit flöten, das identitätsstiftende Gemeinschaftsgefühl, das Gefühl in einem Boot zu stecken, die Solidarität. Und auch ganz praktische Dinge, wie daß der Arbeitsrhythmus etwas Gemeinschaftliches ist und niemand dauerhaft zu schnell oder aber auch nicht zu langsam arbeiten darf. Aus Arbeit in der Heimat unter Freunden wurde ein lästiger Job unter Fremden.

Und so ist es allgemein im Alltag. Linksliberale und sozialistische Kopfwesen können sich nach Belieben eine schöne neue bunte Welt erträumen, es wird nicht funktionieren, weil die Bioenergetik nicht mitspielt. Gibt es zu viele Fremde, zerbricht das Gemeinschaftsgefühl, der soziale Zusammenhalt, wie jetzt wieder eine schwedische Studie gezeigt hat, die zahlreiche Vorläufer hat. Aber wozu Studien? Nichts sollte offensichtlicher sein! Die linksliberale Politik und die linksliberalen Medien zeichnen aber stets das Gegenteil: alle werden glücklicher, die Menschen finden enger zusammen, Friede, Freude, Eierkuchen und alle lächeln wie blöd, weil sie ja so happy sind. Das spiegelt nur eins wieder, die vollständige Abgetrenntheit der „Progressiven“ von ihrem eigenen bioenergetischen Kern. Es ist wirklich so einfach, doch niemand, wirklich niemand sieht das.