
Posts Tagged ‘Lebensenergie’
ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 10. Der Stellung des Menschen im Universum. d. Das Fermi-Paradoxon (Fortsetzung 1)
24. Januar 2022ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 10. Der Stellung des Menschen im Universum. b. Die Wirklichkeit
14. Januar 2022ÜBERLAGERUNG UND TEILUNG IN GALAKTISCHEN SYSTEMEN: 10. Der Stellung des Menschen im Universum. a. Die fraktale Struktur des Universums
12. Januar 2022Die 14. Version der BIBLIOGRAPHIE DER ORGONOMIE, Teil 3
26. Dezember 2021„Preliminary Experiments … in a Strong Orgone Device“ von Leon Southgate
30. September 2021Dieser Artikel macht weiter, wo der vorhergehende aufgehört hatte. „Langfristiges Forschungsziel ist die Untersuchung von Orgon und Bewußtsein,“ lautet der erste Satz der Einführung. Zwar ist in diesem Artikel von Bewußtsein keine Rede, aber trotzdem scheint die Mystik durch und paart sich mit extremen Mechanismus paart und einem gewissen Hang zu toxischen Energien. Ein mannsgroßer Orgonenergie-Akkumulator (ORAC) zur Ganzkörperbestrahlung wurde umgekippt und mit allen möglichen kleineren Orgonenergie-Akkumulatoren, Orgonenergie-Decken, einem entsprechend umwickelten „Koffer“ und „Orgon-Schießern“ gefüllt:
Die inneren Kästen bestanden aus Stahl-, Steinwolle- und Celotexplatten auf einem Holzrahmen – Standardmaterialien für einen ORAC. Der Orgonkoffer war mit isolierenden Steinwolle- und Stahlwollschichten gefüllt und hatte eine Außenschicht aus Aluminiumfolie und schließlich eine Plastikfolie um die Außenseite. Die Orgonröhren waren Stahlröhren mit mehr als 300 Doppelschichten aus Alufolie und Frischhaltefolie, basierend auf Bernd Senfs Design für Orgonakupunkturröhren. Das Gehäuse wurde aus den üblichen ORAC-Materialien hergestellt, ähnlich wie die Innenkästen. (Hervorhebungen hinzugefügt)
Das Plastikzeugs ist fragwürdig, aber das Aluminium erzeugt mit Sicherheit toxische Effekte und sollte unter keinen Umständen benutzt werden, wenn damit Mensch und andere Tiere behandelt werden sollen!
Drei uralte wiederaufladbare Batterien luden sich spontan wieder auf, nachdem sie vorher mit Lagen aus Plastik- und Alufolie umwickelt und zusammen mit sehr schwachem radioaktiven Material (sic!) in dieses Behältnis gelegt worden waren. In diesem Zusammenhang (aufladen, entladen) ist doch tatsächlich wie vorher bei Maglione von der Orgasmusformel die Rede… Alles wird vermixt zu einem, wie soll ich sagen, „unfunktionellen“ Durcheinander. Beispielsweise glaubt Southgate, daß Pyramiden so etwas sind wie „Orgon-Transistoren“, während Orgonenergie-Akkumulatoren „eher Kondensatoren von Orgonenergie“ seien. Das Lebendige wird mit dem Toten verquickt, die Lebensenergie mit Elektronik (wir erinnern uns an die „künstliche Intelligenz“ in seinem letzten Artikel).
Die Ergebnisse mit diversen Batterien, Standardkondensatoren, To-T, dem „Heliognosis Model II Experimental Life Energy Meter“ und einem Geigerzähler waren positiv, teilweise fragwürdig. Beispielsweise wurde der Temperaturunterschied zwischen zwei gleichartigen Garagen gemessen. In einer stand das „starke Orgongerät“. Bemerkenswert ist das Verhalten der sehr schwachen radioaktiven Quelle (Americium-241, mehr denn 1000mal schwächer als Reichs Radiumnadeln im ORANUR-Experiment): sowohl das Life Energy Meter als auch der Geigerzähler zeigten an, daß die radioaktive Quelle desto schwächer wurde, je näher es dem „starken Orgongerät“ gebracht wurde. Soutgate spricht davon, daß das Americum in der Nähe des Orgongeräts eine geringere „Orgonladung“ als weiter weg aufwies. „Das orgonotische Feld des Americiums schien in der Nähe des Orgongeräts unterdrückt zu sein. Nahezu jede Messung schien diesen Effekt zu bestätigen.“ Die Geigerzähler-Messungen spiegelten die Feldmeter-Messungen „insofern wider, als es auch hier in der Nähe des Orgongeräts einen Unterdrückungseffekt gab. Die Radioaktivitätswerte waren um etwa ein Drittel geringer als weiter weg vom Gerät.“ Irgendwie ist hier einiges durcheinander geraten…
Weitere Effekte sind schwer zusammenzufassen. Ich verweise den geneigten Leser auf den verlinkten Originalartikel! Bemerkenswert sind seine Ausführungen über magnetische Anomalitäten in der Nähe des Orgongeräts und die durch einen elektrostatischen Effekt verursachte starke blaue Erstrahlung eines Plasmaballs („ionische Blitzlampe“), die zwei Monate lang aufgeladen worden war.
Zum Abschluß führt Southgate Forschungspapiere an, die nach Reichs Tod dessen ORANUR-Forschung explizit bestätigt haben.
Reichs Gründe der Abkehr von der Tagespolitik (Teil 2)
3. Juli 2021von Robert Hase
Reich klärt daraufhin die Frage, wieso er die Sozialisten hinter sich ließ.
Zuerst weist er auf eine wesentliche Veränderung in der sozialen Orientierung hin, die damals noch immer für eine gewisse Verwirrung sorgte. Viele seiner Mitarbeiter waren entweder aus sozialistischen Kreisen gekommen oder hatten persönliche oder ideologische Verbindungen zu ihnen. Er selbst hatte jahrelang als Arzt in sozialistischen Organisationen gearbeitet und seine massenpsychologischen Veröffentlichungen waren nicht nur grundsätzlich sexualökonomisch, sondern auch stark sozialistisch gefärbt gewesen.
Dann entstand ein scharfer Konflikt in seiner Gruppe, was die gesellschaftspolitische Position betrifft. Auf der einen Seite sei klar, dass die Marxsche Soziologie und Ökonomie theoretische und praktische Verbindungen zur Sexualsoziologie aufweist. Die Sexualökonomen aber sind in erster Linie Naturwissenschaftler, Ärzte und Lehrer, während die Marxisten in erster Linie Politiker waren.
Sie selbst kommen aus der Psychoanalyse oder anderen Zweigen der Naturwissenschaft; die Vertreter der Politik aber kämen aus Parteikreisen. „Daraus folgte die Rückwärtsbewegung der Politik und die Vorwärtsbewegung unserer Naturwissenschaft, wodurch sich die Kluft zwischen Wissenschaft und Politik rasch vergrößerte“.
Reich blickt dazu auf die Situation in der Sowjetunion. Dort gäbe es eine schrittweise Regression vom revolutionären zum autoritären nationalistischen Prinzip, in der Ökonomie und der sozialen Sexualökonomie; eine Regression, die damals, in den 1930er und 40er Jahren, das Stadium der Propaganda für kinderreiche Familien erreicht hatte, bis hin zur Wiedereinführung der reaktionären Sexualgesetzgebung, der mit Orden behängten Generäle, der Kirchenhierarchie, der Abschaffung des gemeinsamen Schulunterrichts von Jungen und Mädchen usw. Seine Gruppe dagegen war über die Grenzen der Psychologie hinausgegangen, hatten ihrer bisher nur psychologischen und soziologischen Charaktertheorie ein biophysikalisches Fundament gegeben und folgende Tatsachen festgestellt: „Die sexuelle Energie ist die Lebensenergie schlechthin, und, die menschliche Charakterstruktur verankert den sozialen Prozess mittels der sexuellen Energien.“
In ihrer gegen den Fortschritt gewandten Entwicklung entwickelten die Politiker ein zunehmend schlechtes Gewissen und brachten entsprechend schärfere Maßnahmen gegen die Gruppe in Stellung, die weiterhin an der Idee des Internationalismus festhielt „und auf der BIOLOGISCHEN Grundlage der Produktivkraft, der Arbeitskraft“, arbeitete. (Womit Reich, seiner Meinung nach, Marx genauso treu blieb, wie er zur gleichen Zeit Freud treu blieb, weil er dessen Libidotheorie nicht nur hochhielt, sondern ihr ein festes biophysikalisches Fundament gab. [PN]*) Das schlechte Gewissen der politischen Linken erklärte die Tatsache, dass die meisten Angriffe und Verleumdungen von irgendeinem Gewicht aus dem Lager der sozialistischen Politiker gekommen waren. In Deutschland kamen sie von den Kommunisten schon 1932, als die Konzepte der sozialen Sexualökonomie in der Masse der Menschen verbreitet wurden, später in Skandinavien kamen sie von Mitgliedern sozialistischer Organisationen.
Der Bruch mit den alten politischen Organisationen wurde vollständig, während die Verbindung mit der Marxschen Soziologie fester wurde. Die Gruppe verstand, warum die politischen Organisationen Opfer des Faschismus wurden; es war wegen ihres mangelnden Verständnisses der Rassenmystik, der sozialen Sexualökonomie und der Biopsychiatrie (wobei das „Bio-“ auf die biophysikalische Panzerung verweist). Sie wussten auch, wo die Ökonomie einer Ergänzung durch die Tiefenpsychologie bedurfte, wo die Gruppe Konzepte korrigieren und Lücken im Verständnis des biosozialen Prozesses füllen konnte. Allmählich gelangten sie zu der Einsicht, dass die gesellschaftliche Entwicklung vom Viel-Parteien-System über das Ein-Parteien-System (Diktatur) zum Kein-Parteien-System und schließlich zur natürlichen Arbeitsdemokratie verläuft. (Damit umschrieb Reich seine Entwicklung von der parlamentarischen, d.h. „kompromißlerischen“ Sozialdemokratie, über die Kommunisten mit ihrem revolutionären Alleinvertretungsanspruch hin zur, wenn man will, „Alleinherrschaft“ der Arbeit, die keine auf bloßen Meinungen beruhenden „Abstimmungen“ kennt, gleichzeitig aber auch jedwede Diktatur ausschließt! [PN]) Entsprechend zeichne sich neuer gesellschaftlicher Konflikt am Horizont ab: der zwischen der Welt der Arbeit und der Welt der Politik.
Immer deutlicher sahen Reich und seine Mitarbeiter, dass „der pathologische Charakter der Politik seine Grundlage im biopathischen Charakter hat, in der starren Panzerung und Lebensangst des mechanisierten, gepanzerten Menschentieres,“ das ohne politische Führer nicht leben kann. Je tiefer ihre Forschungen in die Biophysik vordrangen, desto deutlicher wurden diese Tatsachen, aber desto größer auch ihre (Reich und seine Mitarbeiter, siehe oben) Ohnmacht. Denn nun wussten sie besser als zuvor, wie tief in den biologischen Grundlagen des Menschen dessen soziales Elend verankert ist und wie gigantisch die biosoziale Katastrophe des Menschentieres ist.
Fußnoten
* [PN] steht für Peter Nasselstein und bezeichnet seine Anmerkungen.
Alter, naive Medizin! (Teil 3)
16. Juni 2021Eine Akupunktur-Studie nach der anderen hat gezeigt, daß es ziemlich gleichgültig ist, wo man die Nadeln setzt. Die angeblichen „Meridiane“ können sowieso keine realen energetischen „Kanäle“ sein, da sie je nach Akupunktur-Schule anders definiert und erst in den letzten Jahrzehnten (ähnlich der chinesischen Sprache) willkürlich vereinheitlicht wurden. Kenner wie der Sinologe und Medizinhistoriker Paul Unschuld wissen, daß es innerhalb und außerhalb Chinas eine Unzahl von Akupunktur-Traditionen gibt. Oder mit anderen Worten: die Akupunktur-Punkte sind vollkommen willkürlich gewählt.
2009 wurde in den Archives of Internal Medicine eine Studie veröffentlicht, die zeigte, daß drei unterschiedliche Arten von Akupunktur sehr viel effektiver gegen Kreuzschmerzen wirken als die gängige Behandlung. Eine der drei Akupunktur-Anwendungen war jedoch nur eine vorgetäuschte Akupunktur mit Zahnstochern! Im Anschluß haben dann Studien und Metastudien von Andrew J. Vickers (Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York) et al. bei chronischen Schmerzen eine Besserungsrate gefunden, die für kunstgerechte Akupunktur ein wenig höher lag als bei Scheinakkupunktur. Eine Metanalyse von insgesamt 17 922 individuellen Patientendaten aus randominsiert-kontrollierten Studien konnte nachweisen, daß es einen zwar kleinen, aber signifikanten Effekt bei der Behandlung von chronischen Rücken-, Schulter, Kniegelenks- und Kopfschmerzen gibt. Siehe auch hier.
Das kann man aber auch rein biochemisch erklären. Sie dazu die Studie von Maiken Nedergaard (University of Rochester Medical Center) et al.: Labormäusen, die an einer entzündeten Pfote litten, wurden fachgerecht mit einer Nadel akupunktiert, das beinhaltet, daß die Nadel alle fünf Minuten gedreht wurde, was die Wirkung noch verstärken soll. Die Tiere reagierten weniger schmerzempfindlich auf Reize an der entzündeten Pfote, gleichzeitig stieg in der Gewebsflüssigkeit der Gehalte des Schmerzhemmers Adenosin um das 24-Fache an. Ein ähnliches Ergebnis hatte man, wenn man die Nadel einfach in das entzündete Gewebe steckte.
Ich verweise auch auf die bereits 2004 veröffentlichten „Gerac Studien“ (German acupuncture trials). Diese bisher größte Akupunktur-Studie hat erwiesen, daß es vollkommen schnurz ist, wo die Nadeln gesetzt werden, der (Placebo-) Effekt ist immer der gleiche.
Offenbar veranlaßt die winzige durch die Nadel hervorgerufene Gewebeverletzung, verstärkt durch das Drehen der Nadel, die Ausschüttung des Adenosins. Die Moleküle dieses Signalstoffs docken dann an spezielle Rezeptoren an, die auf schmerzleitenden Nervenfasern sitzen, und dämpfen dadurch den Schmerz.
Daß tatsächlich Adenosin wirkursächlich für den Erfolg der Akupunktur ist, zeigten die Wissenschaftler, indem sie das Akupunktieren in Kombination mit dem Wirkstoff Deoxycoformycin testeten, der den Abbau des Signalmoleküls im Gewebe bremst. Der Adenosingehalt im Gewebe verdreifachte sich, wodurch entsprechend die schmerzlindernde Wirkung der Akupunkturbehandlung verstärkt wurde.
Hier ein interessanter Kommentar von Andrew L. Avins, M.D., M.P.H., (Kaiser-Permanente, Northern California Division of Research, Oakland):
Die Beziehung zwischen der konventionellen allopathischen medizinischen Versorgung und der Welt der komplementären und alternativen Medizin bleibt vieldeutig.
Im Endeffekt suchen unsere Patienten unsere Hilfe, um sich besser zu fühlen und um länger und angenehmer zu leben. Es wäre optimal, den Wirkmechanismus zu verstehen, was die Möglichkeit für die Entwicklung von mehr und besseren Interventionen mit sich brächte. Die letztendlich Frage ist jedoch: funktioniert diese Intervention (oder vollständiger, überwiegen ihre Vorteile die Risiken und rechtfertigen ihre Kosten)?
Zumindest im Fall der Akupunktur haben Vickers et al. einige robuste Nachweise dafür geliefert, daß Akupunktur bescheidene Vorteile bietet im Vergleich zur üblichen Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen unterschiedlichster Ursachen. Vielleicht wäre es zu diesem Zeitpunkt eine produktive Strategie, unseren Patienten Vorteile welcher Art auch immer zu verschaffen, während wir damit fortfahren sorgfältiger allen Heilungsmechanismen nachzugehen.
Ganz langsam löst sich der Panzer der Schulmedizin auf. Wenn den „Heilungsmechanismen“ wirklich sorgfältig nachgegangen wird, wird man schließlich auf die Orgonenergie stoßen. Man betrachte in diesem Zusammenhang die Geschichte des Mediziners Gabriel Stux.
Von energetischer Warte ist im Lichte dieser Forschungsergebnisse zur Akupunktur folgendes zu sagen:
Adenosin verhindert die Ausschüttung des „Streßhormons“ Noradrenalin, erzeugt eine Weitung der Blutgefäße, eine Verringerung der Herzfrequenz und ein Absinken des Blutdrucks, führt also zu einer allgemeinen Entspannung des Körpers. Oder mit anderen Worten: Adenosin wirkt vagoton, also so, als würde der Körper mit Orgonenergie bestrahlt werden.
Die Wirkungsweise der Akupunktur ist demnach denkbar einfach, was die schier unglaublich vielen Ärzte nicht gerne hören werden, die viel in aufwendige Fortbildungen investiert haben und mit dem Akupunktur-Firlefanz kräftig Geld verdienen. Das ist mittlerweile eine Millionenindustrie.
Ich bezweifle nicht, daß Akupunktur etwas mit der organismischen Orgonenergie zu tun hat, jedoch sind „Meridiane“ (in denen die Orgonenergie angeblich fließt) und spezielle Nadeln nichts weiter als mechano-mystischer Hokuspokus. Das ganze erinnert an „Reichianische“ Therapien mit ihren lächerlich ausgefeilten Körperhaltungen und Körperübungen und all dem Firlefanz mit dem „Energie in Bewegung gebracht“ werden soll. Mit Orgontherapie hat das alles herzlich wenig zu tun. Sie wissen nicht, was sie tun!


















