Posts Tagged ‘political correctness’

Wichser!

3. Juli 2017

In vieler Hinsicht steht es um die Sexualökonomie der Massen heute weitaus schlechter als zu Reichs Zeiten. Damals war die Wahrheit durch die sexualfeindliche Moral nur verdeckt. Heute wird die Wahrheit durch die Political Correctness explizit angegriffen, etwa was die Rolle eines normalen Geschlechtslebens für die Leistungsfähigkeit betrifft oder die Homosexualität als Ersatzkontakt.

Ein Professor J. Dueck in William J. Robinsons Essayband Sexual Truths versus Sexual Lies, Misconceptions and Exaggerations, der 1932 in New Jersey herauskam, über sexuelle Abstinenz bei Männern und Frauen:

Studenten, auch wenn sie gut vorbereitet sind, gehen in ihre Prüfungen mit viel Angst und Beklemmung. Studenten, die normalen Geschlechtsverkehr haben, sind in guter Verfassung und auch die dümmsten unter ihnen zeigen im Verlaufe der Prüfungen ein erstaunliches Maß an Selbstvertrauen. Diese Art von Männern sind erfolgreich, die Unbefriedigten und diejenigen, die der Selbstbefleckung frönen, scheitern…“ (z.n. Max Hodann: History of Modern Morals, S. 248)

A.S. Neill 1936:

Das Fortfallen des Schuldgefühls ist es, das Summerhill, wie der Zweifler sagen würde, „sicher“ macht. Dies Freisein von Schuld ist es, das die Schule seit sechzehn Jahren ohne das geringste Anzeichen von Homosexualität hat bestehenlassen. Vor ein paar Jahren hat ein Junge aus einer Volksschule versucht, Sodomie einzuführen, blieb aber erfolglos und war aufs höchste überrascht und beunruhigt, als er entdeckte, daß die ganze Schule von seiner Absicht wußte. Das Wegfallen der Homosexualität ist von größter Wichtigkeit. Das bringt mich auf den Gedanken, daß Homosexualität nichts ist als Onanieren mit einem Zweiten, man teilt dadurch die Schuld und erleichtert sich die eigene Bürde. Wenn aber Onanieren gar nicht als Schuld angesehen wird, kommt der Gedanke, die Schuld zu teilen, gar nicht auf. Die Wurzel der ganzen sexuellen Frage ist die Onanie. Wenn diese nicht von Schuldgefühlen belastet ist, geht das Kind ganz natürlich zu gegebener Zeit zur Heterosexualität über. (Selbstverwaltung in der Schule, S. 28)

Die gescheiterte Orgonomie (Teil 2)

14. Mai 2017

Warum interessiert sich niemand für Wilhelm Reich und die Orgonomie? Der verstorbene Heiko Lassek hatte es erfaßt, als er den schlauen Plan faßte, Reich populärer zu machen, indem er die Sexualität draußen vor ließ. Sie ist es, die Reich unmöglich macht. Wegen ihr wird die Orgonomie nie auf einen grünen Zweig kommen. Die Rechten, d.h. die muskulär gepanzerten Menschen, lehnen Reich ab, weil sie die Sexualität aus moralischen Gründen ablehnen. Diese Ablehnung ist heutzutage fast nie explizit, wird aber deutlich an überwertigen Anliegen wie etwa dem Kampf gegen die Abtreibung oder die diversen „Phobien“, die von Linken so gerne diagnostiziert werden. Bei den Linken, den intellektuell gepanzerten Menschen, kommt die Sexualablehnung durch die vollständige Entwertung zum Ausdruck. Als sie etwa die Pornographie freigaben, ging es tatsächlich um die Verhöhnung der Sexualität. Ähnliches kann man über die ganze Gender-Kackscheiße sagen. Für die Orgonomie (die Orgasmustheorie und die Orgasmusenergie) gibt es in der gepanzerten Gesellschaft schlicht keinen Ort!

DER ROTE FADEN: Der Weg in den Kommunismus

3. April 2017

Ein neuer Artikel auf http://www.orgonomie.net:

DER ROTE FADEN:

1. Aktion und Reaktion:

a. Der Weg in den Kommunismus

Ein bioenergetischer Blick auf Verschwörungstheorien

22. März 2017

Die Sache mit den Verschwörungstheorien, insbesondere hinsichtlich „9/11“ war stets ein zentraler Streitpunkt auf diesen Blog. Früher, als ich noch ferngeschaut habe, etwa Colombo mit Peter Falk, habe ich regelmäßig die Augen verdreht, wenn irgendwelche „Widersprüche“ den Täter zu Fall gebracht haben. Mein Gott, das ganze Leben ist voller „Ungereimtheiten“ und zum Glück steht man heutzutage als Beschuldigter einer objektiven Kriminaltechnik gegenüber und ist nicht mehr trotteligen Gehirnakrobaten a la Colombo ausgeliefert.

Man nehme etwa das Schulmassaker von „Sandy Hook“, wo Verschwörungstheoretiker beispielsweise auf den Vater eines („angeblich“) ermordeten Kindes verweisen, der zunächst vollkommen entspannt ist, lächelt und scherzt, um dann, kaum daß er vor die Fernsehkameras tritt, anfängt zu schluchzen und zu weinen. Diese „Ungereimtheit“ sei ein „Beweis“, daß das ein Schauspieler war, der Teil eines großangelegten Fakes sei. Nein, es ist ein Beweis, daß die Sache authentisch ist, denn jeder Schauspieler der Welt würde sich lange vorher auf diese schwierige Rolle eintunen. Wer an Filmsets war, weiß, daß Schauspieler lange vor dem Filmen „in der Rolle sind“ und auch lange brauchen, um da wieder rauszukommen. Wenn einen etwas emotional überfordert, macht man die verrücktesten Dinge, bekommt etwa einen Lachanfall (sic!), wenn das eigene über alles geliebte Kind ermordet wird. Und dann wird man aus dieser akuten seelenschützenden Psychose herausgerissen, weil man berichten muß, was passiert ist. Verschwörungstheoretiker sind manchmal derartig weltfremd, – wollen uns aber die Welt erklären!

Zu dieser Weltfremdheit gehört auch mangelndes naturwissenschaftliches und technisches Wissen. Vielleicht sollte man sich vorher mit Ballistik, Akustik und Waffentechnik beschäftigen, bevor man auf entsprechende vermeintliche „Widersprüche“ bei Schulmassakern hinweist! Oder mit Videotechnik, bevor man behauptet, daß bestimmte Dinge „eindeutig“ im Studio gedreht wurden!

Andere Verschwörungstheorien sind wegen ihrer Komplexität zwar schwer bis gar nicht zu beweisen bzw. zu widerlegen, aber trotzdem vertretbar. Man nehme etwa die Theorie, daß der überbordende Drogenkonsum in den USA im letzten halben Jahrhundert auf den KGB und das CIA zurückgeht. Daß die Chinesen über das „Goldene Dreieck“ und die Russen über Kuba und die lateinamerikanischen „Befreiungsbewegungen“ jedes Interesse hatten, die USA buchstäblich zu vergiften, liegt auf der Hand. Und daß das CIA jedes Interesse hatte, eine aus ihrer Sicht zum Kommunismus neigende Jugend buchstäblich lahmzulegen, ist ebenfalls offensichtlich. Timothy Leary hat offen damit geprahlt Einflußagent des CIA zu sein!

Und schließlich gibt es Verschwörungen, die einen geradezu ins Gesicht springen. Dazu gehört etwa Pizzagate. Alles fing mit Wikileaks‘ Veröffentlichung von John Podestas Emails an. Podesta ist einer der einflußreichsten Männer der Welt und trotzdem gehörte er zu denen, die Paßwörter wie „Passwort“ wählen! Seine Emails waren voll von kryptischen Verweisen auf „Pizza“, „Pasta“ und etwa „Landkarte“ und zwar in Zusammenhängen, die keinerlei Sinn machen. Er beschäftigt sich mit „Pizza“ über eine Stunde lang, fragt, ob er besser auf „Pasta“ oder auf „Pizza“ „Domino spielt“! Zunächst glaubte die Webcommunity, daß sich dieser offensichtliche Code vielleicht auf Drogen bezog, bis jemand entdeckte, daß diese Wortwahl FBI-Agenten nur zu wohlbekannt ist: „Pizza“ steht für kleine Jungs, „Pasta“ für kleine Mädchen, „Domino“ für Dominanz bei SM und „Landkarte“ (map) für Handtuch: das Handtuch, das beim Mißbrauch unter das Baby, Kleinkind oder Kind gelegt wird und das so gefährlich ist, weil von ihm genetisches Material abgelesen werden kann, das zum Täter führt (daher „Landkarte“).

Wie hat Podesta reagiert? Indem er auf die Massenmedien verwies, die das alles „debunked“ hätten. Wie haben sie das gemacht? Es wurde einfach behauptet, daß nichts an der Geschichte dran sei und nichts mehr darüber berichtet. Währenddessen ist die Webcommunity über eine Merkwürdigkeit nach der anderen gestoßen. Etwa den bizarren Pizzakult bei pornographischen (sic!) Teen Stars (sic!) wie Miley Cyrus und Katy Perry, Macaulay Culkin, etc. etc.

Es gibt zwei Arten von Wahnsinn: Zusammenhänge zu sehen, wo keine sind, und Zusammenhänge zu leugnen, die sich einem aufdrängen. Ein Beispiel für beiderlei Wahnsinn ist die Political Correctness: du sagst die denkbar harmlosesten Dinge, wirst aber als „Nazi“ hingestellt, indem durch abenteuerlichste mentale Verrenkungen irgendwelche nichtexistierenden Verbindungen gezogen werden, während umgekehrt die offensichtlichsten Verbindungen, wie sie etwa Sarrazin statistisch unterlegt hat, schlichtweg geleugnet werden. Man fühlt sich wie im Irrenhaus! Der gemeinsame Nenner ist die von Reich beschriebene bioenergetische Kontaktlosigkeit.

Qualitätsmanagement ist Emotionelle Pest!

9. März 2017

Natürlicherweise sollte das Bewußtsein eine sehr eingeschränkte Rolle in unserem Leben spielen. Ich könnte das hier auf der Tastatur meines Notebook kaum schreiben, wenn ich jede Taste bewußt suchen würde. Mir der Tastenbelegung bewußt zu werden, ist sogar ausgesprochen unangenehm. Ich verkrampfe spontan. In Die kosmische Überlagerung bemüht Reich das Bild des Tausendfüßlers, der über seine eigenen Beine stolpert, sobald er sich dessen bewußt wird, was er tut. Reich erwähnt das im Zusammenhang mit der möglichen Entstehung der Panzerung des Menschen.

Diesen sprichwörtlichen „Krampf“ begegnen wir in allen Bereichen des Lebens, insbesondere aber im Liebes- und Arbeitsleben. Sich nicht gehenlassen zu können, ist geradezu die Definition von orgastischer Impotenz. Das ist unsere persönliche Neurose, mit Emotioneller Pest haben wir es zu tun, wenn uns dieser Krampf von außen aufgezwungen wird. Bei der Sexualität war das früher die Religion, heute sind es Dinge wie die AIDS-Propaganda, der Tugendterror der Political Correctness („Darf ich deinen Busen berühren? Darf ich Deinen Büstenhalter öffnen?“ – ohne derartige Fragen und die explizite Zustimmung liegt Vergewaltigung vor!) und der Druck durch die Kackwelten der diversen „Ratgeber“, die jeden verunsichern, der so dumm ist sich diesen Scheiß zuzuführen. Bei der Arbeit ist es heutzutage das Qualitätsmanagement, d.h. der Zwang jeden Handschlag zu dokumentieren, alles bis ins letzte Detail mit Kollegen abzusprechen (Wer ist dafür zuständig, daß nachts im Büro nicht das Licht an bleibt?) und das dann auch noch von irgendwelchen Wichsern zertifizieren zu lassen, die von den tatsächlichen Arbeitsvorgängen keinen blaßen Schimmer haben.

Leute, die früher freudig zur Arbeit gegangen sind, weil Arbeit zu einem erfüllenden Leben genauso gehört wie die genitale Umarmung, werden nach der Einführung interner Kontrollsysteme, bei denen Prozeßabläufe penibel dokumentiert werden müssen, zu nervösen Wracks. Das ganze erinnert an „Neurastheniker“, die entstehen, weil sie Empfängnisverhütung durch „Aufpassen“ betreiben. Es ist, als würde das Arbeitsleben von Deutschland neuerdings von Scientologen terrorisiert. Wer leugnet, gegen entsprechende Administratoren Mordphantasien zu entwickeln, lügt!

Der volkswirtschaftliche und biosoziale Schaden, den die organisierte Emotionelle Pest hier anrichtet, ist unermeßlich. Man denke nur an die Krankenschwestern und Klinikärzte, die immer noch weniger als früher Zeit für die Patienten haben, weil sie diese mit dem Qualifikationsmanagement verschwenden. Hinzu kommt, daß das ganze den gegenteiligen Effekt des (angeblich!) angestrebten hat: die Qualität sinkt dramatisch, das Chaos steigt und jeder weiß, daß praktisch alle Angaben, die der regelmäßigen Zertifikation zugrundeliegen, getürkt sind. Die Demoralisierung, die aufgestaute Wut, die Verzweiflung, das ganze Miasma aus Frustration, Lug und Betrug… Die Emotionelle Pest hat ihr Ziel erreicht!

Die Moral der Linken und die Moral der Rechten

8. Januar 2017

Blogeinträge Januar-April 2017

Der Zeitgeist und Donald Trump

16. November 2016

Heute haben wir es weltweit mit zwei Bewegungen zu tun: erstens der Zeitgeist-Bewegung und zweitens der libertär-konservative Bewegung um Donald Trump.

Es ist der alte Gegensatz von Sozialismus und Freiheit, Marxismus und Kapitalismus, Mechano-Mystizismus und Funktionalismus in einem zeitgemäßen Gewande.

Die Kernidee der Zeitgeist-Bewegung ist die Ablösung der derzeitig vorhandenen Ökonomien durch eine geldfreie und „ressourcenbasierte Wirtschaft“. Die Zeitgeist Bewegung wirbt für den Ersatz von menschlicher Arbeit durch die Automatisierung und den der Regierung durch die kollektive Anteilnahme der Bürger mit Unterstützung von Technik und erweiterter Kybernetik.
Als einer der Gründe für die derzeit großen sozialen Probleme der Menschen werden die vorherrschenden Formen menschlicher Entscheidungsfindungsprozesse angesehen. Daher sollen tragfähige Entscheidungen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Methoden erfolgen, die die Ressourcenkapazität der Erde berücksichtigen. Die Unterstützung menschlicher Entscheidungen durch Künstliche Intelligenz wird „Soziale Kybernetisierung“ genannt. Eigentum wird nicht abgeschafft, es soll aber während des angestrebten Kulturzuwachses an Bedeutung verlieren und durch Gewährleistung der kostenfreien Verfügbarkeit von Dingen gelöst werden.

Mit anderen Worten, wir werden frei – indem wir alle an einen Supercomputer angeschlossen werden, der uns versorgt (das „Venus-Projekt“). Darum geht es letztendlich jenen, die angesichts von Donald Trump ihren Lebenstraum zerstört sehen. All der Unsinn mit „globaler Erwärmung“, „Rassismus“, „Gerechtigkeit“, all diese linksliberale, grünrote Kackscheiße dreht sich darum, daß uns das Genick gebrochen werden soll, damit wir uns dem Supercomputer unterwerfen. Unter unseren Augen ist in den letzten zwei Jahrzehnten eine ganze Generation herangewachsen (die zombiefizierte „Day Care Generation“), die sich lieber heute als morgen der Endlösung aller menschlichen Probleme hingeben würde. Sie sitzen ja ohnehin schon Tag und Nacht vor ihren Computern und Smartphones. Hillary war ihre Führerin ins kommunistische Paradies.

Trump ist für sie der absolute Horror, weil er für Arbeit, Risiko, Ungleichheit, Konkurrenz, Verantwortung, Körperlichkeit, Eigeninitiative, für die Bewegung der Orgonenergie im Körper steht. Er ist buchstäblich dabei den Supercomputer zu zertrümmern: die vollkommene Kontrolle unserer Gedanken durch Political Correctness, die vollkommene Kontrolle unserer Körper durch „Ressourcenorientierung“ und die vollkommene Zerschlagung unserer sozialen Beziehungen durch „offene Grenzen“. Alles Dinge, die man bereits im Kommunistischen Manifest findet. Mit Trump wird dieser (Alp-)Traum eines kommunistischen Paradieses auf Erden erneut zertrümmert werden. Er scheitert am ersten Zusatz der Verfassung der Vereinigten Staaten und sollte das nicht reichen, gibt es noch den zweiten Zusatz der Verfassung der Vereinigten Staaten, um Kommunisten in die Hölle zurückzuschicken:

Die Nachwahl-Belastungsstörung

13. November 2016

Dr. Charles Konia über die Nachwirkungen der Wahlt von Donald Trump:

Die Nachwahl-Belastungsstörung

Orgonomie, die Liberalen und die Konservativen

12. Januar 2016

Der gesellschaftspolitische Ansatz, wie er von Elsworth F. Baker und Charles Konia vertreten wird, geht von folgender Aussage Reichs aus:

Die Politik ist ihrem Wesen nach organisierte Befriedigung biopathischer Emotionen der Parteigefolgschaft, formuliert in einem politischen Programm. (Wilhelm Reich: Menschen im Staat)

Als Beispiel nehme man folgenden Blogeintrag Konias, bei dem es um die Unterscheidung zwischen dem wirklichen Liberalen und dem von Konia so bezeichneten „Pseudo-Liberalen“ geht, der identisch mit Bakers „modern liberal“ ist.

Den Unterschied zwischen dem wahren Liberalen und dem Pseudo-Liberalen kann man gut am Beispiel von Joseph Lieberman (US-Senator des Bundesstaates Connecticut), einem wahren Liberalen, und Präsident Barack Obama, einem Pseudo-Liberalen, herausarbeiten. Sie gehören zwar beide der gleichen Demokratischen Partei an und beide vertreten liberale Ideale, aber es gibt grundlegende Unterschiede in den politischen Überzeugungen der beiden Männer, die auf ihren Charakter zurückgehen. Während Lieberman pro-amerikanisch ist, ist Obama ein Internationalist. Während Lieberman Nationen unterstützt, die Amerika wohlgesonnen sind, steht Obama auf der Seite der Feinde Amerikas. Während Lieberman traditionelle Autoritäten unterstützt, scheint es nur so zu sein, als würde Obama Autoritäten respektieren, tatsächlich untergräbt er jedoch die Autoritäten auf lokaler Ebene, ist antiautoritär auf jedem Gebiet des gesellschaftlichen Lebens und bevorzugt die Zentralregierung. Während Lieberman egalitär ist, ist Obama ein elitärer Intellektueller. Während Lieberman demokratische Ideale unterstützt, ist Obama ein Kollektivist und unterstützt sozialistische Ideale. Während Lieberman ein politischer Idealist ist, ist Obama ein politischer Aktivist.

Das sind nicht bloße „Meinungsunterschiede“, die man im Dialog ausdiskutieren könnte, sondern es handelt sich um tiefgreifende Unterschiede in der Charakterstruktur, d.h. letztendlich um bio-physikalische Unterschiede, die Konia erstmals offengelegt hat.

Natürlich kann in Deutschland kaum jemand etwas mit dem Namen „Lieberman“ anfangen. Mir will aber kaum eine deutsche Entsprechung einfallen. Das wäre noch in den 1970er Jahren gegangen, aber mittlerweile ist es zu einer derartigen „Rotverschiebung“ gekommen (ein von Konia geprägter Begriff), daß man kaum noch echte Liberale im Sinne Liebermans ausmachen kann – „scheiß Liberale“ wie sie die rotfaschistischen 68er nannten. Der gesellschaftliche Konsensus ist durchweg elitär-intellektuell („political correctness“), internationalistisch und sozialistisch. Wenn Leute auch nur zarteste Ansätze für eine genuin liberale Politik unterbreiten, werden sie von den Roten Faschisten in den Medien (den pseudo-liberalen „modern liberals“) derartig zur Sau gemacht, daß man sich an die Massenkampagnen Stalins, Maos oder Castros erinnert fühlt.

Lasse ich die Meinungsäußerungen der heutigen vermeintlich „fortschrittlichen“ Menschen auf mich wirken, fällt mir sofort die Verachtung für „die Rechten“ ins Auge. Diese werden durchweg als genauso unglaublich dumm wie unglaublich unmoralisch imaginiert. Linke zeichnet vor allem eine intellektuelle Überheblichkeit und moralische Empörung aus, wobei es stets um die materielle Ausbeutung „der Armen“ durch die Reichen geht. Die antiautoritäre Gesellschaft läßt sich entsprechend wie folgt beschreiben:

orglibkon

Früher, in der autoritären Gesellschaft sah dies ganz ähnlich aus, als die Konservativen über die Unangepaßten herzogen. Für sie waren das „Halbaffen“ (Verachtung). Ihre Überheblichkeit war jedoch eher religiöser als intellektueller Natur („Sie sind blind für die Offenbarung!“) und die moralische Empörung galt nicht der Klassenstruktur, sondern galt ausschließlich tatsächlichen und imaginierten sexuellen „Verfehlungen“.

Die obige funktionelle Aufstellung beschreibt und erklärt wirklich so gut wie alles, was einem so an soziopolitischen Äußerungen und Handlungen im Alltag begegnet. Die Verachtung für jene, die sich gegen den sich beschleunigen Fortschritt wehren oder sich diesem einfach nur entziehen, ist stets greifbar. Immer, wirklich immer, wird nahegelegt, daß diese Konservativen schlichtweg dumm sind: sie leben nicht aus dem Gehirn wie der Linke, der ein fast ausschließlich zerebrales Wesen ist, das jedweden Kontakt mit dem bioenergetischen Kern verloren hat. Und immer, wirklich immer, ist von der „sozialen Ungerechtigkeit“ die Rede. Wobei es dabei wirklich geht, sind aber nicht wirkliche ökonomische Ungleichgewichte, sondern es geht darum, daß die Linken keine ökonomische Unabhängigkeit ertragen können, diese erinnert sie nämlich an, wenn man so will, „bioenergetische Unabhängigkeit“, d.h. das spontane Agieren des bioenergetischen Kerns, vor dem sie eine Todesangst haben. Es ist die gleiche Angst vor Bewegung, die der Konservative in Bezug auf die Sexualität hat. Der Unterschied ist nur, daß der Konservative über die Religion zumindest einen verzerrten Kontakt zum bioenergetischen Kern hat, während der Linke sozusagen frei in der Luft schwebt. Er kennt deshalb keine Mäßigung, keinen Halt, keine Grenzen. Der „Kampf gegen Rechts“ wird erst dann enden, wenn alles, wirklich alles eingeebnet ist und maximale Entropie herrscht. Man denke doch nur an den ganzen politisch korrekten Wahnsinn, der zunehmend unser Leben bestimmt, die Redeverbote, die immer radikaler durchgesetzt werden!

Besonders lächerlich wird es, wenn man die Facebook-Einträge von angeblichen „Orgonomen“ in Amerika betrachtet, die sich außerhalb des American College of Orgonomy bewegen. Ständig machen sie sich über die Republikaner lustig, stellen sie als halbgebildete Primaten und egoistische Knechte der Kapitaleigner dar, die anscheinend höchste Lust verspüren, wenn sie Arme und „Minderheiten“ malträtieren. Diese „Orgonomen“ beziehen sich dabei natürlich implizit, teilweise sogar explizit auf Reich – ohne in ihrer Kontaktlosigkeit die oben beschriebenen bioenergetischen Zusammenhänge auch nur zu ahnen. Mich schaudert es, wenn ich daran denke, daß ohne Baker diese Leute heute „die Orgonomie“ ausmachen würden… Kleine Männer, die nichts, wirklich nichts verstanden haben, sondern nur einer „orgonomischen“ Ideologie folgen.

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 3.d.

9. Januar 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

a. Dialektischer Materialismus

b. Massenpsychologie

c. Die autoritäre Gesellschaft

d. Die antiautoritäre Gesellschaft