Posts Tagged ‘Metaphern’

Die magnetische Anziehung der Geschlechter

8. Februar 2025

Durch „Priming“, d.h. über die Bahnung des Unbewußten mittels bestimmter Vorstellungen oder Tätigkeiten, kann man beispielsweise Paare dazu bringen sich noch liebevoller zueinander hingezogen zu fühlen. Forscher aus Texas haben die Metapher, das Liebe etwas mit „magnetischer Anziehung“ zu tun habe, wörtlich genommen und den Probanden „Bauklötze“ gegeben, mit denen sie hantieren sollten. Jene, die magnetische Klötze hatten, die sich gegenseitig anzogen, berichteten anschließend in psychologischen Tests, daß sie sich stärker zu ihrem Partner hingezogen fühlten. Ein klassisches Beispiel für das sehr fragile und nur schwer zu reproduzierende Priming. Generell zeigt Priming, wie das Unbewußte in unser Leben eingreift. In dieser Hinsicht ist diese Forschung geradezu „psychoanalytisch“ orientiert.

Nachdem er die Psychoanalyse überwunden hatte, hat Reich die Metapher des Magnetismus noch wörtlicher genommen und die Anziehung der Geschlechter auf „orgonotische Anziehung“ zurückgeführt, die wie er mittels des Orgonenergie-Akkumulators zeigen konnte, auch dem eigentlichen Magnetismus zugrundeliegt (siehe sein Buch Der Krebs). Und tatsächlich gibt es Forschungen, die anhand von Probanden in metallenen „Magnetkammern“ starke Indizien dafür zeigen, daß der Mensch einen unbewußten magnetischen Sinn besitzt.

Dazu paßt, was eine Leserin in dem Blog beziehungsweise geschrieben hat. Ihrer Erfahrung nach könne Liebe „wie Magnetismus sein“. Eines Tages traf sie ihren „Gegenpol“:

Der Mann, der mich anzieht wie ein Magnet und ohne den ich fortan nicht existieren kann. Unsere Anziehungskraft beruht (…) auf Gegenseitigkeit. Jedes Mal, wenn wir uns sehen, greift der Magnetismus. Wir sehen uns an, und ein unbändiges, nicht zu bändigendes Verlangen nimmt allen Raum ein. Mein Herz bekommt einen Aussetzer, jeder meiner Sinne ist geschärft aufs Äußerste, ich habe meinen Körper kaum mehr unter Kontrolle.

Gemeinhin wird derartiges als bloße Metapher abgetan und rein psychologisch erklärt. Aber sie berichtet, daß auch andere das Band zwischen ihnen bemerkten. „Es würde uns nicht verwundern, wäre ein reales Band zu sehen, das uns zusammenbindet.“ Sie selbst spüre ihren Freund, selbst wenn sie ihn nicht sieht und nicht vorher erfahren hat, daß er in ihrer Nähe sein wird. „Den Blick im Rücken spürt er, bevor wir uns (zufälligerweise) begegnen und dreht sich bereits wissend zu mir um. Selbst über größere räumliche Entfernungen ziehen wir uns an – oder um es anders auszudrücken – wir spüren uns.“

Ich habe mich dagegen entschieden, an Dualseelen oder Seelenverwandtschaft und andere Konzepte zu glauben. Mir dient das Bild des Nord- und Südpols als Erklärung unseres Magnetismus. Als ich ihn einmal fragte, was das sei zwischen uns, warum wir nicht ohne einander können, warum wir körperlich so heftig aufeinander reagieren und dies seit so langer Zeit, warum jede Sekunde ohne den anderen weh tut, warum wir aber dennoch nicht von Abhängigkeit sprechen, antwortete er mit drei Worten: „Es ist Liebe.“

Liebe ist kein bloß psychologisches oder gar „biochemisches“ (Oxytocin), sondern ein biophysikalisches Phänomen – analog zum Magnetismus.

Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 59

17. März 2020

orgonometrieteil12

59. Energie: Metapher und Konstrukt

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Orgonometrie (Teil 3): Kapitel 58

7. März 2020

orgonometrieteil12

 

58. Von Freuds „Libido“ zu Reichs „Orgon“

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Meme und Visionen

28. Februar 2020

An dieser Stelle habe ich mich vor kurzem gefragt, warum Linke keine Meme bilden können. Wie am gestrigen Beitrag von Dr. Holbrook bzw. in den dort zitierten Ausführungen von Dr. Konia deutlich wird, beruht diese grundlegende Unfähigkeit auf der Störung der Funktion der Bildung von Symbolen und Metaphern. Dieses Manko ist wiederum auf eine Störung der Fähigkeit zum Assoziieren zurückzuführen. Aufgrund ihrer Panzerstruktur sind Linke unfähig das CFP (das Gemeinsame Funktionsprinzip) zu sehen.

Umgekehrt sind Konservative zwar ungeschlagene Weltmeister im Kreieren von Memen, doch sind sie charakterstrukturell vollkommen unfähig vernünftige, in sich logische „Visionen“ einer erstrebten Zukunft zu formulieren: sie haben kein stringentes „politisches Konzept“.

Auf diese Weise sind die beiden Gruppen vollkommen unfähig im gesellschaftlichen Raum angemessen zu agieren. In ihrer kompletten Hilflosigkeit gegenüber den Meme-Meistern der AfD (in den USA Trump) können Linke nur inkohärent und geradezu grenzdebil etwas von „Haß und Hetze“ stammeln. Auch können sie mit dem politischen Gegner bzw. Feind nicht diskutieren, weil der stets von den tatsächlichen in der Vergangenheit liegenden Ursachen der Probleme spricht, während sie in dieser Hinsicht nur wirres Zeugs von sich geben und nur Luftschlösser einer hellen Zukunft anzubieten haben.

Entsprechend fehlt Rechten die Unbekümmertheit und Leichtigkeit der Linken und sie verirren sich leicht in deren sich immer weiter verzweigenden und komplexer werdenden Gedankenlabyrinthen und wirken entsprechend hilflos, engherzig und beschränkt.

David Holbrook, M.D.: ORGONOTISCHE FUNKTIONEN IN DER KLINISCHEN SITUATION. DIE BIOENERGETISCHE EINHEIT VON PSYCHE UND SOMA (Teil 7)

27. Februar 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Orgonotische Funktionen in der klinischen Situation. Die bioenergetische Einheit von Psyche und Soma

 

David Holbrook, M.D.: DER WEG EINES ORGONOMEN ZUR ORGONOMIE

29. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Der Weg eines Orgonomen zur Orgonomie

 

David Holbrook, M.D.: ERGEBNISSE DER ZEITGENÖSSISCHEN NEUROWISSENSCHAFT UND PSYCHOTHERAPIE, DIE PARALLELEN ZUR ORGONOMISCHEN PERSPEKTIVE AUFWEISEN

22. Mai 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Ergebnisse der zeitgenössischen Neurowissenschaft und Psychotherapie, die Parallelen zur orgonomischen Perspektive aufweisen

 

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 10)

15. Februar 2019

DAVID HOLBROOK, M.D.:

Emotionen sprechen lauter als Worte

Emotionen sprechen lauter als Worte (Teil 3)

1. Februar 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Emotionen sprechen lauter als Worte