Archive for the ‘Psychotherapie’ Category
11. März 2019
Morgen erscheint der erste Teil von Paul Mathews‘ 1961 erschienenen Auseinandersetzung mit dem sich formierenden „Reichianismus“. Er kann als eine vorweggenommene Illustration zu seinem Artikel über die Mechanismen der Emotionellen Pest betrachtet werden.
Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre ist David Boadella mit einer heftigen Kritik an dem späten Reich und seinen Schülern hervorgetreten: sie hätten die ausgewogene „charakteranalytische Vegetotherapie“ auf eine „bloße Vegetotherapie“ reduziert, die Psyche im allgemeinen und die Charakteranalyse im besonderen vernachlässigt und alles auf die rasche Heilung von Symptomen durch körperliche Interventionen gesetzt. Wie fast immer bei derartigen Einwänden ist auch dieser nicht vollkommen von der Hand zu weisen. Reich konzentrierte sich stets auf seine neusten Entwicklungen, in diesem Fall auf die segmentäre Struktur des Muskelpanzers, außerdem war für ihn Orgontherapie Teil der Ausbildung seiner Mitarbeiter und mußte entsprechend schnell durchlaufen werden. (Genau unter dieser Prämisse verlief seine therapeutische Tätigkeit in den USA, schließlich war er nirgends als Arzt und Psychotherapeut registriert!) Auch experimentierte er mit dem Versuch den Orgasmusreflex möglichst früh freizulegen, in der Hoffnung die Gesundheit würde sich selbst organisieren, warnte aber ausdrücklich seine Schüler davor, dieser Ansatz sei nur etwas für die bestausgebildeten und erfahrensten Orgontherapeuten.
1967 veröffentlichte dann der nach Reich zweifellos bestausgebildete und erfahrenste Orgontherapeut, Elsworth F. Baker, sein Buch Der Mensch in der Falle und gleich hob die gegenteilige Kritik an: zu viel Bezug auf psychoanalytische Konzepte. Außerdem seien Bakers Beschreibungen zu schematisch und geradezu „kochbuch-artig“. Zu diesen Kritikpunkten ist zu sagen, daß Baker (abgesehen von Ola Raknes) der einzige vollausgebildete Psychoanalytiker unter den Orgontherapeuten war, Reich ihn zum Herausgeber seiner frühen psychoanalytischen Schriften erwählt hatte und ihm als offizieller Ausbilder des Orgone Institute für neue Orgontherapeuten jene Aspekte seiner Arbeit übertragen hatte, für die er, Reich, kein Interesse mehr aufbrachte und auch keine Zeit mehr hatte. Außerdem war bereits dem Charakteranalytiker Reich von seinen psychoanalytischen Kollegen vorgeworfen worden zu schematisch vorzugehen. Natürlich ist auch die Kritik an Baker nicht vollständig aus der Luft gegriffen, was man schon daran sieht, daß seit seinem Tod 1986 von den Orgonomen weitaus weniger auf eine psychoanalytische Begrifflichkeit zurückgegriffen wird.
Am drolligsten sind vielleicht jene Kritiker, die die Orgon-Biophysik, die Überlagerung und das kosmische Orgonenergie-Ingenieurswesen für sich entdeckt haben und die die Orgonomen sozusagen „orgonomisch überholen“ wollen. Sie sind „drollig“, weil sie offensichtlich Erstrahlung, Pulsation und die KRW-Bewegung nicht auseinanderhalten können und ein heilloses Durcheinander erzeugen. Aber natürlich ist auch ihre Kritik nicht vollständig aus der Luft gegriffen. Es ist aber auch offensichtlich, daß selbst der beste Orgonom, der im 45 Minuten-Rhythmus Patienten empfängt, froh ist, wenn er auf, wie soll ich sagen, „mondäne“ Techniken zurückgreifen kann. Die Kritik an den Orgontherapeuten ist fast durchweg kindisch und schlichtweg überflüssige Wichtigtuerei.
In einem zweiten Artikel griff Boadella sogar Reich selbst an und stellte dessen Geisteszustand in den letzten Jahren in Frage. Darauf geht Mathews in einer weiteren Antwort ein.
Schlagwörter:David Boadella, Gesundheit, Körperpsychotherapie, Körpertherapie, Ola Raknes, Psychotherapie, Reichianismus, Vegetotherapie
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4. März 2019
von David Holbrook, M.D.

Das ist meine Freundin, Donna. In den 1990er Jahren lebte und sang sie in Italien, Deutschland und Frankreich. Nach ihrer Rückkehr in die USA studierte sie mit Cornelius Reid, einem bekannten Gesangslehrer (siehe seinen Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Cornelius_L._Reid), der 2008 verstarb. Cornelius hatte eine Therapie bei Reichs wichtigstem Schüler Ellsworth Baker, mit dem er nach seiner Therapie persönlich befreundet blieb. Cornelius entdeckte, daß der „funktionelle“ Ansatz der orgonomischen Therapie sehr dem glich, wie er sich bereits der Stimme annäherte: die Hindernisse der natürlichen Stimme zu beseitigen. Cornelius und Donna haben darauf hingewiesen, daß die Muskeln, die die Stimmbänder kontrollieren, vom autonomen Nervensystem innerviert werden und daher fast völlig außerhalb jeglicher Art von sinnvoller bewußter Kontrolle liegen, was die Gesangstechnik betrifft. Daher entwickelten sie individuelle Stimmübungen, die die Stimme der gegebenen Person auf der Grundlage dessen befreien, was sie in der Stimme des Schülers hören. Die Ergebnisse sind oft wunderbar, und obwohl es sich um keine Therapieform handelt, stellen ihre Schüler oft fest, daß sie nicht nur als Sänger, sondern auch in ihrem emotionalen Kontakt zu sich selbst wachsen können, was häufig zu plötzlichen emotionalen Durchbrüchen als Folge des Gesangsunterrichts führt. Cornelius schrieb vier Bücher, darunter The Free Voice und Voice: Psyche and Soma. Außerdem veröffentlichte er einen zweiteiligen Artikel über funktionelles Stimmtraining im Journal of Orgonomy. Er führte regelmäßig Meisterkurse in Europa durch, oft auch in Deutschland, so wie es nun auch Donna jedes Jahr tut. Hauptsächlich werden Musicaltheater-Schüler unterrichtet. Drei oder mehr ihrer Schüler haben die beiden Hauptrollen im Broadway-Musical „Wicked“ gespielt, und sie hatte viele andere Schüler, die am Broadway gespielt haben. Sie unterrichtete lange Zeit an einem der führenden Ausbildungsprogramme für Musicaltheater-Künstler, der American Musical and Dramatic Academy in New York City. Donna hat die Website (http://www.donnasreid.com/) und lehrt an der Upper West Side von Manhattan. Sie hat auch Seminare beim American College of Orgonomy geleitet. Außerdem ist sie der wunderbarste Mensch, dem ich je begegnet bin.
Dieser Text wurde mit Genehmigung von Dr. Holbrook seiner Facebook-Seite entnommen und übersetzt.
Schlagwörter:Autonomes Nervensystem, Belcanto, Broadway, Cornelius Reid, Donna Reid, Gesang, Gesangstechnik, Meisterkurse, Musical, Musicals, Musicaltheater, Sänger, Sängerin, Singen, Stimmübungen, Stimmbänder, Stimmtraining, Therapie Stimme
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17. Februar 2019
Schlagwörter:Affekt, ANS, Emotionen, Kontakt, Neurowissenschaft, psychische Apparat, Psychotherapie, Shakespeare, Theater, Vegetativum, Wahrnehmung, ZNS
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15. Februar 2019
Schlagwörter:Autonomes Nervensystem, Charakteranalyse, Emerson, Emotionen, Gedanken, Metaphern, Nervensystem, Neurowissenschaft, Nietzsche, Organempfindungen, Psychotherapie, REM, Schizophrenie, Schlaf, Sprache, Träume, Wahrnehmung, Wortbildungen
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13. Februar 2019
Schlagwörter:Ausdruck, Ausdruckssprache, Autonomes Nervensystem, Eindruck, Emotion, Emotionen, Empfindungen, Evolution, Gehirn, Haltung, Körpersprache, Musik, Nervensystem, Sensation, Songs
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10. Februar 2019

4. Zur orgonomischen bio-psychiatrischen Charakterdiagnostik
Schlagwörter:Anthroposophie, Benito Mussolini, Charakter, Dieter Bohlen, Essenz, Götz George, Hysterie, John Wayne, phallische Narzißten, Psychiatrie, Psychoanalyse, Psychotherapie, Stanley Laurel, Symptomatik, Woody Allen, Zwangscharakter
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9. Februar 2019
Schlagwörter:Christus, Drehbücher, Drehbuch, Emotion, Emotionen, freie Natur, Instinkte, Kulturwelt, Leben, Metapher Natur, Orgonomie, Schauspieler, Schauspielerei, Schönheit, Theaterwelt, Wahrheit, Wildnis
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7. Februar 2019
Schlagwörter:Demenz, Depressionen, Diabetes, Dominanz, Emotionen, Emotionsfokussierte Therapie, Gehirn, Geist, Herzkrankheiten, Körper, kognitive Verhaltenstherapie, Methylierung, Neurowissenschaften, Posttraumatische Belastungsstörung, Psychodynamik, Psychologie, Psychotherapie, Schlaganfall, Streß
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