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Warum sind „Liberale“ bzw. „Linke“ in der Orgonomie so gefährlich?

26. Juni 2025

Zunächst einmal gibt es grundsätzlich zwei soziopolitische Grundcharaktere: erstens den Konservativen, der sozusagen „konservativ vor sich hinpulsiert“, d.h. biophysiologisch einseitig von der Funktion der orgonotischen Pulsation, die im Solar plexus zentriert ist, bestimmt wird; und zweitens den Liberalen, der biophysiologisch ganz vom auf die kosmische Kreiselwellen-Bewegung zurückgehenden „Orgonom“ bestimmt wird und entsprechend ständig „nach vorne strebt“, „progressiv“ ist, wie man so schön sagt.

Ohne den letzteren würde es die Wissenschaft im allgemeinen und die Orgonomie im besonderen gar nicht geben! Das Problem ist, daß der Liberale („liberal“ im amerikanischen Sinne!) kein Halten kennt. Er ist der Feind alles Bestehenden, so rational es auch immer sei. Das ist im übrigen auch das Geheimnis des Stalinismus: nirgends wurden mehr Kommunisten umgebracht als unter Stalin, weil man mit „Trotzkisten“ und „Kosmopoliten“ buchstäblich keinen Staat machen kann. Man könnte geradezu von einer „Dialektik des Linksradikalismus“ sprechen, der stets in der Karikatur eines spießigen Pseudo-Konservatismus mündet. Oder kann man sich etwas Spießigeres vorstellen, als den „Realsozialismus“, wie er bis 1989 herrschte?

Ähnlich sieht es in der Orgonomie aus. Schon zu Reichs Lebzeiten war der Rand der Orgonomie unter Reichs verbliebenen „liberalen“ Schülern in Skandinavien und Figuren wie Alexander Lowen, Paul Ritter und David Boadella heillos und teilweise bis zum Gegenteil der Orgonomie zerfranst. Heute ist das Schild von Orgonon regenbogenfarbenbunt und die üblichen Verdächtigen tun alles, um die Orgonomie populär zu machen, d.h. neben andere „bunte Trends“ zu plazieren, Hauptsache diese sind auf eine unbestimmte Art und Weise „progressiv“ und sei das beispielsweise „Tantra“. In den Händen „dieser Leute“ wird nichts, aber auch rein gar nichts von der Orgonomie übrigbleiben, außer einer hohlen Geste. Das ist kein „böser“ Wille, sondern fast schon zwangsläufige Folge des charakterstrukturellen Zwangs, dem sie tragischerweise unterliegen.

Weniger neutral kann man auf den zweiten, den biopsychologischen Aspekt schauen: bioenergetischer Kern, sekundäre Schicht, soziale Oberfläche. Der Liberale geht ganz und gar in der dritten, der oberflächlichen Schicht auf und hat, da dieser so fremd und unheimlich ist, eine Todesangst vor dem Kern, letztendlich vor der Orgonenergie selbst. Deshalb auch der so auffällige und überaus penetrante, nervige und allgegenwärtige „Antifaschismus“ dieser Leute! Die sekundäre, „faschistische“ Schicht wird nicht etwa deshalb abgewehrt, weil sie lebensfeindlich ist, sondern ganz im Gegenteil, weil sie tiefer liegt und der „schwarze Faschismus“ (eine entstellte Extremform des Konservatismus) beispielsweise mit seinem „Blut und Boden“ tatsächlich verzerrte (!) Kernimpulse repräsentiert.

„Roter Faschismus“, die extremste Form der Emotionellen Pest, liegt dann vor, wenn die soziale Fassade auf zynische Weise genutzt wird, um desto effektiver lebensfeindlich, sozusagen „sekundär-schichtig“ sein zu können. Schöne Beispiele sind linke Gegendemonstrationen anläßlich von Aufmärschen echter oder auch nur vermeintlicher Rechtsextremisten: unvermittelt wird für „trans“, also die Amputation der Geschlechtsorgane schon bei Kindern, geworben und zur systematischen Ermordung ganzer Bevölkerungsgruppen aufgerufen. Der psychotische Haß und der mörderische Fanatismus machen einen schlichtweg sprachlos:

Von Rechtswegen sollten weder der Konservative noch der Liberale in der Orgonomie ein Problem darstellen, da die beiden Funktionen „Pulsation“ und „Kreiselwelle“ einen einfachen funktionellen Gegensatz bilden, d.h. sich gegenseitig anziehen und dabei wechselseitig verstärken. Entsprechend sollte die Orgontherapie, die Beobachtung und Erforschung des Orgons, sowie das Eintauchen in die Gefühls- und Gedankenwelt des orgonomischen Funktionalismus entsprechend einen konservativen Charakter „öffnen“ und einen liberalen Charakter „schließen“, aber leider Gottes spielt die Panzerung ihr übles Spiel. Auf der konservativen Seite führt das zum Stillstand und der Erstarrung der Orgonomie, auf der liberalen Seite jedoch, wie erläutert, zu ihrer Zerstörung. Das ist keine bloße Theorie, sondern jeder, der Augen hat, kann das plastisch am Beispiel der liberalen („antiautoritären“) Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beobachten. Ich will nicht, daß die Orgonomie mit in den Orkus „unserer Demokratie“ gerissen wird!

Linke HASSEN das Leben selbst!

Was mich von James DeMeo trennte (Teil 1)

26. Mai 2025

Vor 1951 konnte man überall einen Orgonenergie-Akkumulator aufstellen und benutzen, weil das Orgon sozusagen per definitionem von guter Qualität war. Es ist schließlich die primordiale Energie des Universums! Nach 1951, also nach dem ORANUR-Experiment, lauerte hingegen überall das abgestandene, giftige, todbringende  Orgon in Gestalt von Röhrenfernsehern, Neonröhren, Atomkraftwerken, Röntgengeräten etc. Vom Orgonakkumulator konnte also DOR akkumuliert werden. Reich und später Jerome Eden insistierten deshalb darauf, daß grundsätzlich jeder Akkumulator in Wasser „geerdet“ werden müsse, um das DOR abzuziehen. Als ich DeMeo darauf ansprach, war er seltsam irritiert, was wiederum mich irritierte etc. Schließlich brach es aus ihm heraus, daß dies den Akkumulator doch zu einem Medical DOR-Buster machen würde. Wieder Irritation meinerseits, Gesprächsabbruch. „Mit DeMeo kann man nicht diskutieren.“ „Mit Nasselstein kann man nicht diskutieren.“

Nebenbei angemerkt war die neue Version des Akkumulators auch der unmittelbare Auslöser für Reichs schließlicher Haftstrafe. Als Reich in Arizona war, brachte sein Mitarbeiter Michael Silvert sämtliche noch auf Orgonon befindlichen Akkumulatoren nach New York, um sie dort in einer Werkstatt „anzubohren“ und mit „BX-Kabeln“ zu versehen.

Zurück zu DeMeo: Das, was Reich bei seinem Antifaschismus bekämpft hat, also die Gene und die „Konrad Lorenz-ity“, sind ein tatsächlicher Faktor und keine bloß „mechanistische Wissenschaft“, gar „faschistische Wissenschaft“. Biologie ist mechanischer als Reich dachte. Stichwort „egoistische Gene“, Löwenmännchen, die systematisch Löwenbabys totbeißen, um ihre eigenen Nachfahren zu zeugen; Schimpansen können absolute Monster sein, deren Horden untereinander regelrechte Vernichtungskriege führen, etc. Reich wollte das nicht sehen und betrieb statt, was nahegelegen hätte, Verhaltensforschung an Schimpansen, Löwen, Gänsen, etc. Biologie an Amöben, bioelektrische Messungen an Menschen etc. Im Anschluß daran war auch DeMeos Einstellung davon geprägt: das Lebendige ist gut, ebenfalls sozusagen per definionem. Was nicht ins Bild einer „orgonomischen“ Weltanschauung paßte, wurde mit entsprechender Rhetorik vom Tisch gewischt, die sich immer auf den Vorwurf „gepanzert“ runterdestillieren ließ.

Ich bin ein vehementer Unterstützer bzw. „Vertreter“ seiner Saharasia-Theorie, aber DeMeos Insistieren darauf, daß es vor dem Einbruch Saharasias um etwa 4000 vor Christi keine Gewalt gegeben habe, hat mich stets – irritiert. Dazu paßt auch, daß er meine Aussage, daß Bronislaw Malinowski in seinen Tagebüchern die „Nigger“ (sic!) der Trobriand-Inseln wüst beschimpft hatte und diese ihrerseits von diesem „übelriechenden blassen haarigen weißen Monster“ alles andere als begeistert gewesen waren, wegbügelte, als wären diese Tagebücher nie veröffentlicht worden. Die Natur des Menschen war gut und Malinowski eine Lichtgestalt. DeMeo hatte eindeutig die beunruhigende Tendenz sein Weltbild zu glätten.

Dazu gehörte auch die Physik bzw. Kosmologie. Es war zwecklos ihm nahebringen zu wollen, daß man im Universum unmöglich alles mit Bewegung, genauer gesagt Bewegung der Orgonenergie, erklären kann. Fernwirkung, immerhin Grundlage der Newtonschen Physik, war für ihn mystisches Teufelswerk und mußte im Zweifelsfall mit überlichtschnell strömender Orgonenergie „erklärt“ werden. Das läuft letztendlich auf ein Descartesianisches hydromechanisches Weltbild hinaus, das alles mit einer Art „Orgonsauce“, die durch Weltall fließt und Wirbel bildet, erklären will – und das mechanisch unendlich verwickelt.

Beispielsweise beharrte er einseitig auf Reichs Erklärung des Michelson-Morley-Experiments mit Hilfe der Bewegung der Orgonenergie-Hülle des Planeten. Die von Reich parallel dazu vorgetragene Hypothese, daß man zwischen elektromagnetischer Strahlung und orgonotischer Erstrahlung („Licht“) unterscheiden müsse, fiel bei DeMeo unter den Tisch, denn diese impliziert das, was Charles Konia später als „koexistierende Wirkung“ ausgearbeitet hat. „Fernwirkung“, eben die „koexistierende Wirkung“, war für DeMeo mystisch, letztendlich also – gepanzert.

Eine weitere Irritation war die Sache mit den UFOs. Als ich ihn einmal darauf ansprach, was denn hierzu seine letzten Erkenntnisse seien, antwortete er mit einem verächtlichen Lachen und meinte, nun sei die Islamisierung des Westens weitaus wichtiger. Ich saß da wie ein Idiot! Er wollte mit dem Thema öffentlich nichts zu tun haben und selbst privatim: Ja, er habe auch so etwas beobachtet, aber es seien schlicht unidentifizierte Flugobjekte, zu denen er ansonsten nichts, aber auch rein gar nichts sagen könne. Der abwehrende Affekt war unübersehbar. Wer hier wohl „gepanzert“ ist!

Die Massenpsychologie von „Fridays for Future“

27. Dezember 2024

Die Massenpsychologie und der orgonomische Funktionalismus sind engstens miteinander verzahnt. Ohne Distanzierung vom mechano-mystischen Massenwahn der gepanzerten „Zivilisation“, ohne die Einsicht, die existentielle Erfahrung, daß man in einer wahnsinnigen Welt, einer kollektiven Wahnwelt lebt, ist es unmöglich, wirklich wissenschaftlich, d.h. so zu denken, wie die Welt wirklich ist. Reich hätte, ohne durch den Fleischwolf seiner „antifaschistischen Phase“ zu gehen, niemals das Orgon entdecken können! Umgekehrt: wenn man vom realen, d.h. funktionellen Leben getrennt ist, muß man zwangsläufig einem faschistischen Massenwahn anheimfallen. Das war so bei dem randständigen Gesindel von Pseudointellektuellen, das den Bolschewismus und den Nationalsozialismus hervorgebracht hat, und es ist heute so, bei den wohlstandsverwahrlosten Kids, die in einer elektronischen Scheinwelt unter der strengen Überwachung durch Helikoptereltern aufgewachsen sind.

Dazu ein interessanter Kommentar aus dem Netz über die sich rasend vermehrenden „Flacherdler“:

Hunderte von Jahren navigierten die Menschen erfolgreich durch die Ozeane, indem sie Mathe- und Vorhersagetabellen benutzten, die von Menschen erstellt wurden, die wußten, daß die Erde eine Kugel ist. Jetzt haben wir eine Generation, die weder die Astro-Navigation mit einem Sextanten noch die Küstennavigation mit Hilfe von Hebungs- und Senkungsdistanzen (wo man buchstäblich die Krümmung der Meeresoberfläche mißt) verstehen muß. Diese neue Generation hat Zugang zu einem kleinen GPS, das ihr sagt, wo sie sich befindet, und sie braucht keine Kenntnisse oder Fähigkeiten, um sich zurechtzufinden. Vielleicht ist das der Grund, warum sie etabliertes Wissen nicht mehr akzeptieren – sie sind von der Mathematik und der Wissenschaft, die ihre Positionsbestimmung ermöglicht, abgekoppelt – sie haben kein Verständnis dafür, wie die kleine Elektronikbox funktioniert, und so kehren sie, nachdem sie auf das gleiche niedrige Niveau, den Mangel an Verständnis, zurückgekehrt sind, das unsere Vorfahren, die Höhlenmenschen, gehabt haben müssen, auch zu vereinfachenden märchenhaften Ansichten über die Form unseres Planeten zurück.

Früher lebten die Menschen ein funktionelles Leben. Sie mußten echten Kontakt mit dem Himmel und den Sternen und ihrer tatsächlichen Position in der Welt aufnehmen, um zu überleben. Sie mußten die Wirklichkeit beobachten! Heute befinden wir uns in Isoliertanks und haben psychedelische Träume, die nichts, aber auch rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Ein Gutteil der heutigen jungen Menschen sind lebensunfähige Vollidioten, denen man jedweden Unsinn auftischen kann. Sie glauben sogar daran, daß man durch Ablaßzahlungen an einen professionellen Schwachkopf „das Klima“ (sic!) retten kann.

Am Ende wird, wie bei Hitler, ein vollkommen zerstörtes Deutschland stehen:

Biopolitik

20. November 2024

In gewisser Weise sind die Ursprünge der Orgonomie eng mit dem Thema „politische Biologie“ bzw. „biologische Politik“ verwoben, da Reich sein Projekt der „sexualökonomischen Lebensforschung“ explizit gegen die Nationalsozialisten initiierte, die sich damit brüsteten, ihre Politik sei nichts anderes als „praktische Biologie“, von Hitlers „nicht gefühlsmäßigem, sondern wissenschaftlichem Antisemitismus“ bis hin zu Dr. Mengele in Auschwitz. Reich wollte der „Erbbiologie“ („Rasse“, Sozialdarwinismus, Eugenik) der Nazis eine „dialektisch-materialistische Biologie“ entgegenstellen. Wobei wir nicht auf vermeintlich „antifaschistische“ Weise vergessen sollten, daß die Nazis nicht im luftleeren Raum agierten, sondern von Theorien inspiriert wurden, die in Großbritannien, den USA („Jim Crow“) und sogar in Skandinavien (siehe Reichs Probleme mit den dortigen sozialdemokratischen, nach Reichs Ansicht „erbbiologischen, faschistischen“ Biologen) Mainstream waren.

Heute haben wir immer noch auf der einen Seite die Vorstellung vom Menschen als eine von seiner evolutionären Vergangenheit bestimmte „Genmaschine“ und auf der anderen Seite die orgonotische „bio-psychologische“ Struktur, wie sie von Reich, Baker und Konia beschrieben wurde. Letztere Analyse, die „soziopolitische Orgonomie“, ist nach wie vor Teil der sexualökonomischen Lebensforschung. Wenn also angemahnt wird, die Orgonomie solle nicht „politisch“ sein, bedeutet dies, richtig verstanden, tatsächlich ein Annihilieren des Grundwesens der Orgonomie als Wissenschaft.

Jeder Blick auf ferne Galaxien, jeder Blick ins Mikroskop ist, solange nach dem Richtigen geschaut wird, ein imminent politischer Akt! Wie das? In allen Bereichen der Natur und auf allen Größenebenen funktioniert die Orgonenergie auf gleiche Weise, insbesondere was Pulsation und die Kreiselwellen-Bewegung anbetrifft, genau das aber ist die Grundlage der orgonomischen Analyse politischer Vorgänge („soziopolitischer Charakter“). Umgekehrt ist eine orgonomisch-soziopolitische Analyse unumgänglich, um das Instrumentarium der Wissenschaft, zu dem an erster Stelle die Charakterstruktur des einzelnen Wissenschaftlers und die gesellschaftliche Struktur gehören, in der sich Wissenschaft abspielt („gesellschaftliche Panzerung“), frei von irrationaler Subjektivität zu halten.

Der Vernichtungskampf gegen den Nationalsozialismus und andere faschistische Doktrin wird erst dann abgeschlossen sein, wenn Wissenschaft WIRKLICH Wissenschaft ist.

Der Planet der vertrockneten Muschis

9. September 2024

Was will das Weib? Diese Frage konnte nur einem intellektuellen, impotenten Stubenhocker wie Freud ein ewiges Rätsel bleiben. Die Antwort ist denkbar einfach. Was törnt eine Frau sexuell ab? Wenn sich der Mann als „Hausfrau“ geriert und die „traditionellen Geschlechterrollen“ nivelliert. Der gezähmte Mann. Würgggg! Die Frau sagt sich: „Ich habe schon eine Muschi, eine zweite brauch ich nicht!“ Was törnt eine Frau sexuell an? Den „gefährlichen, wilden Mann“ zu zähmen. Man rate mal, warum all die verbiesterten linken Weiber feuchte – Augen bekamen, als 2015 „edle Wilde“ aus Bürgerkriegsgebieten ins Land strömten?!

DIE linke Utopie einer befriedeten, satten, „gleichberechtigten“ Welt – der BUCHSTÄBLICHE Wärmetod des Universums – wird eine Gesellschaft gebieren, der der, wenn man so will, „sexuelle Treibstoff“ entzogen wurde. Diese sozialistische Jauche wird den Buben und Mädels aber ab der Geburt an eingetrichtert. Der gesamte „Antifaschismus“ ist heutzutage nichts anderes als Antigenitalität. Jungen im Rahmen der „Friedenserziehung“ ihre Pistolen und die Identifikation mit den Ahnen zu nehmen (also sozusagen den Samenleiter zu durchtrennen), ist eine buchstäbliche Kastration.

Nur Kastraten sind links! Hier eine entsprechende US-Studie:

Wir haben die Beständigkeit der politischen Präferenzen von 136 gesunden Männern während der Präsidentschaftswahlen 2011 in den USA getestet, indem wir den Teilnehmern, die ihre politische Zugehörigkeit angegeben hatten, synthetisches Testosteron bzw. Placebo verabreicht haben. Vor der Testosteronbehandlung stellten wir fest, daß Demokraten mit schwacher Parteipräferenz einen um 19 % höheren Testosteron-Grundspiegel hatten als diejenigen, die sich stark mit der Partei identifizierten (p=0,015). Als die schwach parteigebundenen Demokraten zusätzliches Testosteron erhielten, sank die Stärke ihrer Parteipräferenz um 12 % (p=.01) und sie berichteten zu 45 % von mehr Neigung zu den republikanischen Präsidentschaftskandidaten (p < 0,001). Unsere Ergebnisse zeigen, daß Testosteron bei schwach parteigebundenen Demokraten eine „Verschiebung nach rechts“ auslöst. Dieser Effekt war mit einer verbesserten Stimmung verbunden. Die Verabreichung von Testosteron hatte keine Auswirkungen auf stark den Demokraten Zugewandte, sowie nicht auf Republikaner, ob nun mit starker oder schwacher Parteibindung. Unsere Ergebnisse belegen, daß neuroaktive Hormone die politischen Präferenzen beeinflussen.

Das stets übellaunige linke Gesocks in der heutigen antiautoritären Gesellschaft ist weitaus sexualnegativer als alles, was Reich an der autoritären Gesellschaft in dieser Hinsicht kritisiert hat. Trotz all der „sexuellen Freiheit“ und der allgegenwärtigen Pornographie (die für sich testosteron-zerstörend genug ist – ein anderes Thema) verschwindet die Spannung zwischen den Geschlechtern zunehmend. Die Linke, all dieses Sozial- und Gerechtigkeitsgetue, ist an und für sich weiblich. Kein echter Mann engagiert sich für „soziale Gerechtigkeit“, sondern er fordert seinen („gerechten“) Anteil am Kuchen (an dem gemeinsam erlegten Mammut). Wenn er von „sozialer Gerechtigkeit“ rumschwuchteln hört, entsichert er seine Pistole! Sozialismus ist etwas zutiefst Feminines, was auch unmittelbar an den Wahlstatistiken jeder beliebigen sogenannten Demokratie evident wird.

Thomas Sowell zufolge „verringert der Wohlfahrtsstaat die Anreize zur Entwicklung von Humankapital [die Fähigkeit etwas zu produzieren]. Und die Produkte des Humankapitals anderer Menschen zu erhalten, ist keineswegs so grundlegend wie die Entwicklung des eigenen Humankapitals.“ So entstehe ökonomische Armut. Was Ökonomen wie Sowell leider übersehen, ist die sexual-ökonomische Seite: die „sexuelle Armut“, die mit einer feminisierenden Politik einhergeht. Die Frauen schneiden sich mit ihr ins eigene Fleisch (weshalb Frauenwahlrecht auch so problematisch ist!), denn am Ende, wenn sie mit ihrer Utopie Erfolg haben werden, wird der Planet nur noch von vertrockneten Muschis bevölkert sein.

Warum Peter ums Verrecken kein „Reichianer“ sein will

14. August 2024

Es gab in den letzte Jahrzenten eine extreme gesellschaftliche Rotverschiebung, was man daran erkennt, daß heute die CDU eine linksextreme Partei ist, die mit den Bolschewisten („Grünen“) koaliert, während die angeblich „rechtsextreme“ AfD praktisch identisch mit der CDU der 1990er Jahre ist. In unseren durchweg kommunistischen Medien geht es aber einzig und allein, um „die Gefahr von räächts“! Stehst du rechts vom Außentoastbrot bist du „Nazi“!

Beispielsweise las ich gerade im Weltnetz die Ausführungen einer dieser schrecklichen „Reichianierinnen“. Angesichts der „offenbar koordiniert organisierten rechten, extrem gewaltvollen Krawalle in GB“ von vor einer Woche, fragt sie sich, warum die Nachrichtensender es so klingen lassen, als seien die „einfach auf eine Falschmeldung zurückzuführen“, nämlich daß es ein mohammedanischer Asylant gewesen sei, der Kinder öffentlich abschlachtete. Tatsächlich war es ein in England geborener Neger. Ob die Ausschreitungen denn gerechtfertigt gewesen wären, „wenn ein einzelner muslimischer Migrant die Mädchen erstochen und so viele verletzt hätte! Ich denke nicht. Ich denke es gibt da Gruppen, die nur darauf gewartet haben und darauf vorbereitet waren, eine Welle der Gewalt loszutreten, und die haben sie jetzt genutzt. Es erinnert mich an die Aktivitäten der SA vor 1933. Und das finde ich wirklich bedrohlich.“

SIE findet das (letztendlich die bioenergetische Erregung) bedrohlich! Dafür, daß die Arbeiterklasse Englands endlich die Nase voll hat, daß durch eine unkontrollierte Masseneinwanderung und den antienglischen Rassismus der Ausbeuterklasse systematisch das Leben der Arbeiter zerstört wird, hat sie natürlich kein Sensorium. SIE verbreitet Verschwörungstheorien, während die wirkliche Verschwörung, Stichwort „Grooming Gangs“ und die (Nicht-)Reaktion der Büttel der Ausbeuterklasse, mit keinem einzigen Wort erwähnt wird. Na gut, es ist nur ein kleiner Post, aber ist es nicht auffallend, daß die Bluttat an den kleinen Mädchen zur läppischen Fußnote wird, in die weniger als null emotionale Energie investiert wird? Bedrohlich ist einzig der Schmerzensaufschrei der Eltern! Sozusagen „Don’t look back in anger!

Noch schlimmer ist die Reaktion eines Reichianers aus England selbst auf den Eintrag dieser Reichianerin: „Ich bin entsetzt über die ungeheuerliche rassistische Gewalt“ etc. Es geht diesen Leuten immer nur um die eigene Befindlichkeit: SIE sind entsetzt, SIE fühlen sich bedroht– durch jene, die sich gegen die Rotverschiebung wehren. Wieder: letztendlich geht es um die eigene charakterologisch bedingte Panik vor bioenergetischer Erregung. Eine Panik, die sich als „Antifaschismus“ geriert!

Hätten, so unser „Reichianer“, die Mächtigen in England, doch auf A.S. Neill und Wilhelm Reich gehört, „dann wäre es nie zu den Szenen der letzten 72 Stunden gekommen, und selbst der Gedanke an ein solches Verhalten wäre unserer Bevölkerung ein Greuel gewesen“. Die Kinder Neills und Reichs, die Kinder der Zukunft, sind also Liberale, die sich willenlos zur Schlachtbank führen lassen und dabei ihre eigenen Kinder einer woken Ideologie opfern. Selbst der Gedanke einer Gegenwehr wäre ihnen fremd! Denn sie sind ja nicht emotional verkrüppelt, während heute der „unbewußte emotionale Boden bereitet wird, in dem Farage, The Mail, The Express und andere später ihre bösen Samen des Rassismus und der Intoleranz pflanzen“.

Der vollkommene Irrsinn im Namen Wilhelm Reichs! Ich kenne diese Leute, ihre „Solidarität mit der Ukraine“ (d.h. mit der Völkermordzentrale in Washington, D.C.), ihren erzreaktionären Klimawahnsinn und nicht zuletzt ihr mittlerweile vergessenes „Wir impfen euch alle!“

Mein zweiter heutiger Fehler, nach meinem Ausflug in die Abgründe des „Reichianismus“, war, daß ich in der Apotheken Umschau blätterte, der Propaganda der schwarzfaschistischen Pharmamultis. „Wie entsteht Long Covid?“ Blablabla: „versteckte Viren“, „Autoimmunreaktionen“, „chronische Entzündungen“ (inbesondere des Herzmuskels) – also Folgen der Wurstung! Wo ich aber endgültig am Ende war, waren die Ausführungen über „kleine Blutgerinnsel“. Als Folge der Entzündungsreaktion könnten sich kleine Blutgerinnsel bilden. Kurzatmigkeit, anhaltende Müdigkeit, Herzklopfen sind die Folge. Nein, nicht etwa die Wurstung, sondern „Long Covid“ ist schuld – während in meiner Umgebung sämtliche Ungewurstete quietschfidel sind und alle Gewursteten wirklich durchgehend kränker sind als zuvor. Ein Experte wird zitiert: „Allerdings sind Gerinnungshemmer zur Behandlung wenig hilfreich. Bei uns in der Long-Covid-Ambulanz nehmen wir solche Gerinnsel schlicht als Zeichen, daß die Erkrankung nicht im Griff ist.“ – Hat hier jemand Auschwitz und Dr. Mengele erwähnt?!

Leserbrief: „Deformation“ in Freiheit (Bernd Nitzschke: Psychoanalyse und Macht. In: Psychologie heute, Heft 10/89)

3. Dezember 2023

Leserbrief: „Deformation“ in Freiheit (Bernd Nitzschke: Psychoanalyse und Macht. In: Psychologie heute, Heft 10/89)

Orgonbiophysik und Über-Ich

17. Oktober 2023

In Äther, Gott und Teufel (1949) stellt Reich den mechanistischen Materialismus mit dem Mystizimus auf die gleiche Stufe. Beide gehen von einem unveränderlichen Absoluten aus, das jeweils einer Fehldeutung der kosmischen Orgonenergie aufgrund von Panzerung entspricht. Was beim Mystizismus Gott (der schließlich zum „absoluten Geist“, einer bloßen mathematischen Abstraktion mutierte) ist, ist beim gängigen Szientismus der Äther. „Äther“, wurde der nicht von Einstein überwunden? Ja, gerade darauf will Reich hinaus: weil der Äther als starr betrachtet wurde und die orgonotische Erstrahlung nicht berücksichtigt wurde, war seine Ersetzung durch den „leeren Raum“ unausweichlich. Ein „leerer Raum“, der dann mit mathematischen Abstraktionen gefüllt wurde. Tatsächlich ist auch die Quantenmechanik, gegenüber der Einstein eher fremdelte, nichts anderes als das: mathematische Abstraktion.

Wie gesagt, es geht um „das Absolute“, das nichts anderes ist als die „ideologische“ Widerspiegelung der unbeweglichen Panzerung, die uns zu lebenden Automaten macht, die lächeln, wenn sie wütend sein sollten, und wüten, wenn sie glücklich sein sollten. Wir leben nicht mit, sondern gegen das Leben, weil wir nicht frei pulsieren und fließen können. Entsprechend haben wir eine Naturwissenschaft entwickelt, die wie blind und taub und gefühllos gegenüber der Lebensenergie ist, die unseren Körper, unsere Atmosphäre und den gesamten Kosmos durchfließt.

Das hat Reich bereits bei seinen ersten Gehversuchen in der experimentellen Naturforschung erfahren, als er sich 1935 daran machte das Gefühlsleben des Menschen „bioelektrisch“ zu vermessen. Die Leute von der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (der heutigen Max-Planck-Gesellschaft), die ihm mit ihrer technischen Expertise zur Seite stehen sollten, hätten das Projekt zerstört, hätte er sie gewähren lassen, denn ihnen ging es nicht ums Wesentliche (die Entfaltung von Gefühlsregungen unter störenden, technizistischen Laborbedingungen), sondern um Meßfehler, mechanische Wiederholbarkeit, Kalibrierung etc., so als hätte man es mit der technischen Überprüfung von Maschinen zu tun und nicht mit hochsensiblen Menschen.

Ähnlich sah es mit den Bionversuchen aus und Reichs daran anschließende erste Schritte in der Orgonbiophysik. Zellen können, so die Experten, nur aus Zellen entstehen und Pleomorphismus ist nur ein Scheinphänomen aufgrund mangelnder Sterilität. Visuelle Eindrücke sind „subjektiv“, elektrische und thermische Messungen beruhen auf elektrostatischen Phänomenen und einer Fehldeutung der ehernen Gesetze der Thermodynamik. Kurzum alles, was Reich an Beobachtungen und Messungen vorbrachte, wurde wegerklärt. Und selbst, wenn seine Versuche nachvollzogen wurden, dann so, daß die Phänomene durch den Versuchsaufbau zerstört wurden – womit wir wieder bei Reichs Problemen mit den bioelektrischen Versuchen wären.

Es ist prinzipiell das gleiche Phänomen, dem Reich in den 1920er und 1930er Jahren in der Psychoanalyse und in der „praktischen Soziologie“ (linke, antifaschistische Politik) begegnet war: daß das Denken und Fühlen der Menschen nicht den gesellschaftlichen Erfordernissen entspricht und sie deshalb als „unpolitische Menschen“ blind in ihr Unglück laufen. Das ist so, weil die Herrschaft des Unrechts und der Ausbeutung nicht nur von oben herab die Menschen bedrückt, sondern sie sich in jedem einzelnen Individuum der Menschenmasse verankert hat. In Gestalt des Über-Ichs tragen wir den verblödenden Pfaffen, den strengen Lehrer, der uns die herrschende Ideologie einbleut, und den diese Ideologie mit Gewalt durchsetzenden Polizisten in uns selbst herum. Wir sind sozusagen „besetztes Land“ – „besessene Menschen“, die fremden Mächten dienen, so wie LaMettrie, Stirner und Reich (LSR) es dargelegt haben.

In der „unpolitischen Naturwissenschaft“ ist das genauso: Maschinenmenschen haben keinerlei Sinn für das Lebendige und blenden es deshalb auf vollautomatische Weise systematisch aus. Auch sie sind vom Über-Ich „Besessene“, die nicht ihrer Natur, ihrem ureigensten Wesen gemäß leben, sondern sozusagen, man verzeihe mir den Ausdruck, „mechaniken“. Entsprechend ist ihre Naturwissenschaft unlebendig, mechanisch, nur für das Maschinenhafte geeignet. Fremdbestimmte Roboter haben sich ein entsprechendes Weltbild geschaffen!

Nachbemerkung: Ansatzweise findet sich das Gegenmodell zum Mystizismus und Mechanismus schon lange vor Reichs Orgonbiophysik bei LaMettrie im 18. Jahrhundert. Ursula Pia Jauch hätte das beinahe in ihrem LaMettrie-Buch Jenseits der Maschine (!) herausgearbeitet, hätte sie sich nicht im Gedankenfeld von der „Wiederverzauberung der Natur“ verfangen.

Nachwort zu „Peter liest die kommentierte Neuauflage der Originalausgabe von Reichs MASSENPSYCHOLOGIE DES FASCHISMUS“

3. März 2023

Bemerkenswert ist nicht nur Reichs singulär kompromißloser Antifaschismus zu einer Zeit, als seine psychoanalytischen Kollegen noch vollkommen blind waren gegenüber der sich abzeichnenden Gefahren, wenn sie nicht sogar anfingen, sich den vermeintlich unausweichlichen Zeitläufen zu unterwerfen, sondern vor allem auch wie „politisch unkorrekt“ Reich damals war: Eingeständnis, daß die Nazis gewonnen haben, positive Bewertung des „Neuheidentums“, Offenheit gegenüber der „schwarzen Opposition“ innerhalb des NS gegen Hitler. Später nicht ein einziges Wort über all die Nazis, mit denen er auf Ellis Island interniert war, Antistalinist als alle für Uncle Joe waren, die Weigerung als Opfer („Holocaustüberlebender“) dazustehen und daraus wohlfeilen „moralischen“ Profit zu schlagen etc.

Das ganze ist sicherlich auch Reichs „oppositioneller“ Denkungsart zu schulden. Wie Myron Sharaf es beschreibt: Assistent wettert in den 1950er Jahren ganz „orgonomisch korrekt“ gegen Rotchina – unerwartet kontert Reich, immerhin würde es zig Millionen Menschen vertreten. Alle in seinem Umfeld, z.B. Wolfe und dessen Frau, sind „orgonomisch korrekt“ antichristlich eingestellt – unerwartet kontert Reich und sieht auch eine positive Rolle für Priester. – Immer das Gegenteil dessen, was man von ihm erwartet. Das macht die Reich-Forschung so problematisch. Man will z.B. Reichs Haltung zu Nietzsche eruieren, je nach Quelle:

War Reich mit einer Aussage konfrontiert, die Nietzsche verächtlich machte, findet sich als (hypothetische) Reich-Aussage: „Nietzsche war ein großer Denker, dem ich viel verdanke.“

Wäre Nietzsche hochgejubelt worden, hätte Reich zum gleichen Zeitpunkt auch sagen können: „Nietzsche war doch nur ein verrannter Neurotiker, der dem Wesentlichen ausgewichen ist.“

Das macht wohl auch einen Gutteil von Reichs „Funktionalismus“ aus: alles ist abhängig von den Umständen. Es geht um die grundsätzliche Haltung, nicht um dogmatische Aussagen.

Aber genau das wird zunehmen unmöglich. Kaum hat man heutzutage einen Halbsatz angefangen, wird man schon vom Gegenüber festgenagelt. „Ahh, so einer sind Sie also!“ – Das führt dahin, daß keiner mehr denkt, sondern sich alle nur noch nach „Denk“-Schablonen richten. Man weiß schon immer im Voraus, was das Gegenüber sagen wird. Reich hat hier sowohl 1933 (als er ein Tabu brach und die „Niederlage der Arbeiterklasse“ eingestand) als auch 1946 nicht mitgespielt (als er sich weigerte „die Deutschen“ zu verdammen und „die Russen“ zu glorifizieren). Beim ersten Mal führte das zu Reichs vollständiger politischer und wissenschaftlicher Isolation (Ausschluß aus der KPD und der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung) beim zweiten Mal zu einer linken Pressekampagne, die ihn buchstäblich in den Tod gehetzt hat.

Außerdem (schon Reich war Opfer dieses Mechanismus) ist man schnell mit irgendwelchen „Diagnosen“ zur Hand. Findet sich schon zwischen Jugendlichen: der ist das, jener das und der ist doch ein ….

Sich hier beim vermeintlichen „Diagnostizieren“ auf Reich zu berufen, ist ebenso abwegig, wie bei dem Spruch das Private sei politisch. Bei Reich äußerte sich um 1933 die „Politisierung des Privaten“ darin, daß er auf den Versammlungen der Sexpol bei der Beantwortung anonymisierter Fragezettel die privaten, d.h. sexuellen Probleme des Massenindividuums öffentlich ansprach und so das „private Gewissen“ außer Gefecht setzte. Das ist etwas anderes, ja das Gegenteil dessen, was heute daraus gemacht wird: das öffentliche Abarbeiten von psychischen Störungen und die Normalisierung von Perversionen, die erst ein Produkt des besagten Gewissens sind (sekundäre Triebe). Reich hat nie Perversionen öffentlich behandelt, sondern nur im privaten Gespräch nach der Versammlung. Was heute in der Tradition der 68er als „Politisierung des Privaten“ gilt, ist genau das, was Reich vehement abgelehnt hat: die bunte Vielfalt der Neurosen und Perversionen, die Freud und seine in jeder Beziehung „surrealen“ Adepten gefeiert haben.

Ganz im Gegenteil: Reich wollte Verhaltensmuster bloßstellen, die vor ihm kaum als pathologisch, sondern vielmehr als normal betrachtet wurden:

1. vor Reich gab es gerade mal die Symptomkomplexe „Hysterie“ und „Zwangsneurose“. Erst Reich hat das als krankhaft gebrandmarkt, was vorher als Ausbund der Gesundheit galt: der phallisch-narzißtische Charakter. Zwischenbemerkung: damit hat Reich nicht die armen, sozial auffälligen wehruntüchtigen Kranken gebrandmarkt, wie vor ihm Freud (der viel zur Wehrertüchtigung im Ersten Weltkrieg beigetragen hat – das Göring-Institut hat diesen „arischen“ Aspekt der Psychoanalyse später aufgegriffen), sondern die sprichwörtlichen „Leutnants“. Reichs Erweiterung der Nosologie war vom Ansatz her keine „Stigmatisierung des Untermenschen“, sondern ganz im Gegenteil eine emanzipatorische Demaskierung des Herrenmenschen a la Freud. (Ob Herr Prof. Dr. Freud ihm das [unbewußt] übelgenommen hat?)

2. Reichs Beispiele für den „pestilenten Charakter“ und den „Kleinen Mann“ haben eine ganz ähnliche Zielrichtung: der selbstgewisse amerikanische Spießer, die Clique um Truman, die die Bombe geworfen haben, die Töchter der Amerikanischen Revolution, etc.

3. „Modju“, „Red Fascist“, „Enemy of Mankind“, „Communist“, etc. – wenn man Reich genau liest, sind diese Begriffe NIE gegen die Konservativen und „Rechtspopulisten“ gerichtet, sondern gegen jene, die diese verfolgen. Jene Gutmenschen, Verbraucherschützer (Brady), Journalisten, die nur so mit „Charakterdiagnosen“ um sich werfen, selbst aber als Ausbund der Gesundheit gelten. Die wollte Reich festmachen, demaskieren; ihnen ein für allemal selbst ein Label verpassen.

4. der Begriff „Modern Liberal“ bzw. heute Pseudo Liberal (die restlichen „soziopolitischen“ Charaktere werden praktisch nie erwähnt) richtet sich nie gegen die „Armen, Schwachen und Kranken“, sondern sozusagen gegen die „phallischen Narzißten des Hirns“ (siehe Punkt 1).

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 19. Die Dogmatik der Christusmörder: Christus und Hitler (Teil 2)

21. Januar 2023

DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 19. Die Dogmatik der Christusmörder: Christus und Hitler (Teil 2)