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Zur Judenfrage (Teil 3)
30. Dezember 2022Anläßlich der Massenirrationalität der 1930er Jahre in Deutschland und Italien stellte Reich fest, daß der „Faschismus das Resultat jahrtausenderalter Verunstaltung der Menschen (ist). Er hätte in jedem Lande, in jeder Nation zur Entwicklung kommen können“ (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 284). In diesem Sinne war der Nationalsozialismus nur die konsequenteste Ausprägung des Patriarchats, dessen Doktrin im Alten Testament archetypisch niedergelegt ist.
Rassistisches (wenn auch sicherlich nicht im modernen biologistischen Sinne) kann man auch im Alten Testament finden. Unter den Neubegründern (bzw. den eigentlichen Begründern) des Judentums, Esra und Nehemia, herrschte nach dem babylonischen Exil ganz offener Rassismus. So „schalt und verwünschte“ Nehemia jene Juden, die Mischehen geschlossen hatten und „ließ auch einige von ihnen schlagen und ihnen die Haare ausraufen“ (Neh 13,25). Esra meinte, Mischehen würden das Land mit Unreinheit von einem Ende zum anderen erfüllen (Esra 9.10). Fremde Frauen und ihre Kinder sollten verstoßen werden.
Nicht vergessen sei aber auch, daß bis zu David Israel ohne zentralen König war und auch später nie einen wirklichen „orientalischen Tyrannen“ geduldet hat. Für die despotischen Zustände im antiken Orient ist es ohne Beispiel wie etwa Judas König Joschija (638-609), nachdem er sich von der assyrischen Tyrannei befreit hatte, den aufgefundenen Text des Deuteroniums vor dem Volk verlas. Michael Grant zufolge scheint Joschijas Regierungsstil demokratischer als der der anderen Herrscher seiner Zeit gewesen zu sein.
Seine öffentliche Verlesung des heiligen Textes weist darauf hin, daß er offensichtlich davon überzeugt war, daß die Bevölkerung ein Recht habe, über Dokumente von nationaler Bedeutung informiert zu werden, und der Prophet Jeremia [22,15f], der gewiß nicht leicht zufriedenzustellen war, erklärte, der König habe recht gehandelt, indem er sich den Niedrigen und Armen zugewandt habe. (Grant: Das Heilige Land, Bergisch Gladbach 1988, S. 224f)
Wie Ernst E. Vardiman schreibt, gab es in Israel im Gegensatz zu Hellas keine unterdrückte Urbevölkerung und keine Massensklaverei (Vardiman: Die Frau in der Antike, Düsseldorf 1982). Außerdem war die Unterdrückung der Frau weit geringer.
Es läßt sich eine gerade Linie ausmachen, die vom alten Israel, über das Christentum (man denke etwa an die Kreuzzüge) bis zum heutigen Westen ausmachen und seinem Bemühen, die Welt zu „demokratisieren“. Hier zieht sich wie eine Leitlinie das Gefühl hindurch, man sei von Gott ausgewählt „das Licht der Welt zu sein“. Genau hier beginnt das Problem, das Sendungsbewußtsein.
Über das Sendungsbewußtsein Amerikas und des Christentums brauchen wir nichts weiter sagen. Problematisch wird es bei den Juden. Man schaue sich nur die Geschichte de Orgonomie selbst an: Marxismus, Bolschewismus, Psychoanalyse, die Sexpol, Reich in Skandinavien und New York: das waren durch und durch jüdische Veranstaltungen. Wogegen haben sie sich gewendet? Gegen die Produktionsverhältnisse (ökonomische Revolution) und gegen die, wenn man so will, „Reproduktionsverhältnisse“ (sexuelle Revolution). Frankfurter Schule, die westliche Kulturrevolution seit den 1960er Jahren, heute vor allem rassische und sexuelle „Diversity“, was nichts anderes bedeutet als weißer Genozid.
Es gibt zwar keine Rassen aber „BPoCs“ (Black and People of Color)! Es gibt zwar Dutzende Geschlechter, aber merkwürdigerweise kann man sich nur an zwei von ihnen medikamentös und chirurgisch anpassen lassen!
Hier, in diesem widersprüchlichen und bösartigen Mumpitz, scheint die ganze Dialektik auf, die von Anfang an unsere christliche Kultur geprägt hat. Man denke nur daran, wie Jesus gegen die Pharisäer gewettert hat, die weitgehend identisch mit den späteren Talmud-Juden sind. Er hat sie nicht etwa angegriffen, weil sie von Natur aus böse waren, d.h. ihr Grundimpuls in irgendeiner Weise falsch war, schließlich war ja auch er in mancher Beziehung einer von ihnen, sondern er griff sie an, weil sie eben diesen Grundimpuls verraten und verkauft hatten; hochmütig, weltfremd und niederträchtig auftraten. Nichts wurde logisch zuendegedacht – d.h. es wurde nicht funktionell gedacht. Der humanistische Grundimpuls des Judentums wurde zu einer subversiv-suprematistischen Scheußlichkeit.
Genau das war auch Reichs Problem mit den Juden: daß der Grundimpuls der Befreiung der „Arbeitsenergie“ in einen elenden Marx-Talmudismus entartete, der dazu führte, daß Leute wie Erich Fromm und andere Stubengelehrte dem Straßenkämpfer Reich den „Marxismus“ absprachen; der Bolschewismus entartete zu etwas, was der krypto-religiöse Franz Kafka hätte entwerfen können; der Grundimpuls der Psychoanalyse, nämlich die Befreiung der Sexualenergie, wurde zu einem „Befreien Sie mich von Reich!“; die Entartung von Reichs eigener Lehre durch seine Schüler beschreibt er in seiner Rede an den Kleinen Mann. Beschränkte und bösartige Pharisäer!
Zur Rassenfrage (Freiheit und Verantwortung)
24. Dezember 2022Das erste, was der Arzt in der Gerichtsmedizin auf Band spricht, wenn er eine unidentifizierte Leiche seziert, ist die Feststellung der rassischen Zugehörigkeit, sie kommt gleich nach der Geschlechtszugehörigkeit. Selbst innerhalb von Völkern kann man im Alltag ziemlich leicht unterschiedliche Typen ausmachen, etwa Bayern (Strauß), Schwaben (Stoiber) und Franken (Beckstein).
Und es gibt nicht nur offensichtliche anatomische Unterschiede, sondern auch physiologische und geistige. Jeder weiß, daß man in einem Chinarestaurant kein Glas Milch bestellen kann. Chinesen sind nicht in der Lage, frische Milch zu verdauen. Nur ein Ignorant kann die Unterschiede im IQ zwischen den Rassen bestreiten.
Die „Bell-Kurve“, der zufolge sich statistisch nachweisen läßt, daß in Amerika und weltweit der ökonomische Status von Menschengruppen mit ihrem Hirnvolumen und angeborenem IQ korreliert, ist stimmig, wie kaum etwas sonst. Das trifft übrigens auch auf den Unterschied zwischen Frauen und Männern zu! Ja, „Statistik“ und man wisse doch gar nicht, was man eigentlich genau messe, wenn man den IQ bestimme, etc. Schön, aber ich kenne keine andere Theorie, die so augenfällig mit der Realität übereinstimmt. Beispielsweise haben nordamerikanische Universitäten schwer mit dem „Problem“ zu ringen, daß, wenn es ausschließlich um intellektuelle Leistungen ginge, sie fast ausschließlich von Ostasiaten und Juden bevölkert wären. Stattdessen wird nach Rasse sortiert („Affirmative Action“).
Obwohl sich die Menschengruppen schon rein äußerlich mehr unterscheiden als die unterschiedlichen Außerirdischen bei Raumschiff Enterprise wird nicht nur die Existenz der Rassen bestritten, sondern selbst die Erwähnung des Begriffs „Rasse“ als „rassistisch“ gebrandmarkt. Man fordert sogar die Streichung des Begriffs Rasse aus dem Grundgesetz – also dessen antirassistischen Aussagen.
Die Kommissare wollen alles gleichschalten: Klassenunterschiede, Rassenunterschiede und schließlich sogar Geschlechtsunterschiede („Gendermainstreaming“). Ihr Hauptfeind ist dabei die Biologie (der „Biologismus“). Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß Unterschiede im Wohlstand in letzter Instanz aus angeborenen Unterschieden in der Leistungsfähigkeit hervorgehen. Es darf (und kann deshalb) nicht sein, daß sich kleine Mädchen von Anfang an anders verhalten als kleine Jungs. Und von rassischen Unterschieden zu sprechen, ist eh von vornherein intellektueller Selbstmord!
Leider Gottes macht die Biologie linken Träumern immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Wir alle wissen, wie die Stimmung in einer vertrauten Gruppe kippt, wenn Leute hinzutreten, die nicht dazugehören. Ich selbst habe aus unmittelbarer Anschauung miterleben müssen, wie die deutsche Arbeiterkultur durch die Gastarbeiter zerstört wurde. Das Gefühl der Kameradschaft, die komplexe Verständigung durch bloße Blicke, das Gefühl, wie weit man mit dem ständigen Frotzeln gehen kann, das Gefühl der Heimat ging vor die Hunde. Was blieb war freudlose Maloche und einsame Abende im Fernsehsessel.
Menschen bleiben „unter sich“, nur so können sie sich entspannen und sich gehenlassen. Werden sie dazu gezwungen, in einer „multikulturellen Gesellschaft“ zu leben, erstarren sie emotional und ziehen sich in sich selbst zurück. Selbst wenn in amerikanischen Familienserien, in krasser Abweichung von der gesellschaftlichen Realität, sich Schwarz und Weiß treffen, um die Abende gemeinsam unter guten Freunden zu verbringen, spürt man den Krampf, das Aufgesetzte, Unechte. Entsprechend kommt es in Deutschland einfach nicht vor, daß sich deutsche und türkische Familien etwa zu gemeinsamen Feiern treffen. Mein Gott, bereits unterschiedliche deutsche Landsmannschaften haben genug Probleme miteinander!
Derartige Probleme wachsen zweifellos mit dem Grad der Panzerung, da die orgastische Impotenz je nach ihrem Ausmaß die biologischen Impulse verstärkt. So entsteht etwa Fettleibigkeit: der natürliche Appetit wird zum Heißhunger. Entsprechend ist es mit dem Rassismus: das natürliche „Fremdeln“ wird zum faschistischen Rassenhaß. Und genauso wie ein Anorektiker nicht weniger gepanzert ist, sondern nur anders, ist auch der „antirassistische“ Gutmensch alles andere als rational!
Robert hat in einem Kommentar auf diesem Blog angemerkt:
Die Antirassisten haben eine Reaktionsbildung auf ihre eigenen Impulse, weil sie ihre Haßgefühle gegen Andersartige nicht wahrhaben wollen und ertragen können. Sie bekämpfen an den „Rassisten“ in extrem neurotischer Weise das, was ihre verdrängten feindlichen Impulse sind. Alle werden bei ihnen zu Rassisten, welche die natürliche Ungleichheit der Menschen anerkennen, ohne zu bewerten („höher“ oder „niedriger“). Das macht ihre Irrationalität aus.
Die Ungleichheit der Ethnien und anthropologischen Rassen spielt immer mehr in der Medikamentenforschung eine Rolle.
Daß ein gewisses Ausmaß an „Rassismus“ angeboren und deshalb natürlich ist, zeigt ein überraschendes Forschungsergebnis von Andreas Meyer-Lindenberg (Zentralinstitut für Seelische Gesundheit) et al.:
Die Zuschreibung bestimmter Merkmale zu einem Menschen aufgrund von Hautfarbe, Religion oder Geschlecht ist allgegenwärtig. So zeigen auch dreijährige Kinder Mißtrauen gegenüber Menschen aus fremden ethnischen Gruppen und bevorzugen Mitglieder der eigenen Gruppe. Dies gilt nicht für Kinder mit Williams-Syndrom, wie die Wissenschaftler nun gezeigt haben. Die Ursache dieser Krankheit ist das Fehlen von 26 Genen auf einem bestimmten Chromosom. Die Patienten haben eine veränderte Kopfform, das sogenannte Elfengesicht, und leiden unter Eß- und Hörstörungen sowie Infektionen und kognitiver Behinderung. Eine Besonderheit ist, daß die Erkrankten oft auch sehr kontaktfreudig sind und offen auf fremde Menschen zugehen: Ihnen fehlt die bei vielen Kinder typische Schüchternheit oder Angst in neuen gesellschaftlichen Situationen.
Es gibt einen Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die vermaledeite Biologie!
Mit einem besseren Verständnis der dafür verantwortlichen Gehirnprozesse hoffen die Forscher, Ansätze zu finden, um rassistischen Vorbehalten begegnen zu können: Kontaktfreudiges Verhalten sei ein Mittel gegen rassistische Vorurteile.
Dieser Blog bekennt sich offen zu Israel. Zu solchen „Bekenntnissen“ auf der Achse des Guten: wenn Leute wie ich herausfänden, daß Israel von auf die Nerven gehenden lauten Orientalen, eben Juden, bevölkert ist, würde sich unser schleimiger Philosemitismus sehr schnell ins Gegenteil umkehren!
Klingt überzeugend, der Autor vergißt jedoch, daß dieser Bruch auch mitten durch die israelische Gesellschaft selbst geht, wo orientalische Juden die europäischen Juden schon mal als „Nazis“ titulieren, weil sie sich von oben herab behandelt fühlen. Da wird von säkularen Juden alles getan, damit keine orthodoxen Juden in die Nachbarschaft ziehen, die, wenn sie eine kritische Masse erreicht haben, den Rest der Einwohner mit ihren Forderungen nach Sabbatruhe und ähnlichem terrorisieren. Die sprechen dann von „Antisemitismus“ mitten in Israel!
Bleiben wir beim richtigen Nazi – heute ist das der „Israelkritiker“:
Er leugnet zwar nicht den Holocaust, stellt ihn aber mit der israelischen Behandlung der Palästinenser gleich und reduziert ihn damit auf ein unwesentliches Maß. Er spricht nicht vom jüdischen Blutmordritual, stellt aber israelische Soldaten dar, die genüßlich palästinensische Kinder bei lebendigem Leibe verspeisen. Er wirft den Juden keine volksfeindliche Illoyalität vor, nennt aber den Zentralrat das Sprachrohr Israels. Er grölt nicht „kauft nicht bei Juden! “, fordert aber den Boykott israelischer Waren und Firmen. Er schreit nicht „Juden raus“, bestreitet aber ihr Niederlassungsrecht in ihrem Heimatland Israel. Er sagt nicht, „die Juden sind unser Unglück“, geißelt aber Israel als größtes Hindernis zum Weltfrieden.
Dieser „antizionistische“ Abschaum dominiert heute die öffentliche Meinung, auch die „philosemitische“!
„Rassismus“ ist tief in uns verankert. Selbst bei Reich finden sich schier unglaubliche Sätze wie:
Ich liebe meine Vögel und Rehe und Wiesel, die den Negern nahe sind! Ich meine die Neger aus dem Busch, nicht die Neger aus Harlem in steifen Kragen und Zoot-Zoot-Anzügen! Ich meine nicht die fetten Negerinnen mit Ohrgehängen, denen die behinderte Lust in Fett der Hüften überhing, deren Lust Jesus entdeckte. Ich meine die schlanken, weichen, biegsamen Körper der Mädchen der Südsee, die du, sexuelles Schwein dieser oder jener Armee, bevögelst; die Mädchen, die nicht wissen, daß du ihre reine Liebe wie in einem Bordell in Denver nimmst. (Rede an den Kleinen Mann, S. 94)
Ich glaube nicht, daß in unserer Familie jemals das Wort „Pole“ gefallen ist. Ich kann mich auch sonst nicht erinnern, daß mir von irgendjemanden eine „anti-polnische“ Haltung nahegebracht wurde, trotzdem steckt es in mir. Beispielsweise, daß ich Polen und Aussiedler dezidiert unfreundlich behandele – und mich danach über mich selbst wundere, teilweise über mich selbst entsetzt bin.
Was offenbar stört, wenn ich mich denn selbst verstehen kann, ist ihr serviles Gehabe, das „Unwestliche“, fast schon „Unzivilisierte“, das „Unpreußische“ oder, wenn man so will, „Unhanseatische“.
In dieser Hinsicht fängt mein „Rassismus“ schon bei Süddeutschen, insbesondere Bayern an.
Neulich hat mir ein Mann aus dem Ruhrgebiet, den es nach Hamburg verschlagen hat, gesagt, wie schrecklich kalt und abweisend doch die Menschen hier seien.
Gerade in diesem Moment gehen Berliner, die in Hamburg zu Besuch sind, unter meinem Fenster lang, laut berlinernd, große Show; die Frauen (irgendwo zwischen 50 und 70) grell rot gefärbte Haare und angezogen wie Transvestiten. Ich spüre geradezu wie sich, von mir unkontrollierbar, alles voller Widerwillen in mir zusammenzieht. Ein genuin rassistischer Affekt. „Ich hasse Berlin!“
Es geht beim Rassismus immer nur um das eine: darum, um Reichs Massenpsychologie des Faschismus zu paraphrasieren, „das Nicht-Tiersein, das grundsätzliche Anders-als-das-Tier-sein, immer wieder zu betonen“. Ich bin etwas besseres, ich habe mich unter Kontrolle, ich gebe mich nicht meinen Impulsen hin, bin nicht laut und vulgär – ich bin Hanseat. Oder mit anderen Worten: ich bin asexuell! („Ich bin kein Tier!“)
So schauen wir auf die mediterranen „heißblütigen“ Türken herab – und so schauen sie auf uns „zügellose Schweinefleischfresser“ herab. Diese Haltung ist untrennbar mit Verachtung verbunden, die daraus resultiert,
daß wir Energie vom Becken zum Gesicht hinaufziehen, so daß wir uns überlegen fühlen. Verachtung ist imgrunde eine Ablehnung des Genitale und wird gegenüber einem Objekt ausgedrückt, das wir für sexueller als uns selber halten, oder gegenüber jenen, die sich in sexueller Hinsicht von uns unterscheiden. Das gilt immer, ganz gleich, was oberflächlich der Grund für die Verachtung zu sein scheint. (Elsworth F. Baker: Der Mensch in der Falle, München 1980)
Solange die weit überwiegende Mehrheit der Menschen gepanzert ist und damit unter einer verheerenden Sexualstörung leidet (orgastische Impotenz), wird dieser im wahrsten Sinne des Wortes „hochnäsige“ Rassismus weiter grassieren und Träume von Völkerverständigung, internationaler Solidarität und Multikulturalismus immer wieder in blutige Alpträume umkippen lassen.
Hier ist gleichzeitig auch die Ursache für den „Klassenhaß“ zu finden, etwa die Verachtung eines sauberen, gradlinigen Proletarierkindes wie mich für das halt- und disziplinlose Bürgertum (das sich am verlotterten, inzuchtgeschädigten Adel orientierte) – und umgekehrt, deren Verachtung für einen „ungehobelten Klotz“ wie mich. Dazu gehört auch mein „viszeraler“ Haß auf das stinkende, ungewaschene „Lumpenproletariat“.
Man schaue auf das 20. Jahrhundert zurück: jederzeit können sich die Pforten der Hölle öffnen – Jugoslawien und Ruanda sind jederzeit möglich.
Man muß bei der Bundeswehr gewesen sein, um auch nur erahnen zu können, was für ein viehischer Haß auf Frauen, Schwule und Behinderte in der Seele „normaler“ Männer schlummert. Von ihrem Haß auf „Schwarze“ ganz zu schweigen!
DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: Das orgonomische Testament / 13. Der Christusmord nach Johannes / Das Miasma der Wüste
14. Oktober 2022DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 8. Der Kampf der Götter/ Die Ausstrahlung zweier Götter im Vergleich
30. Juli 2022DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 4. Der Christusmord nach Matthäus / Matthäusevangelium (19,1-26,2) (Teil 2)
8. Juni 2022Orgonomie und Metaphysik (Teil 55)
30. April 2022Leute, die den Mystizismus in die Orgonomie integrieren wollen, tun das gerne mit Verweis auf das letzte Kapitel von Die kosmische Überlagerung. Ich bezweifle, ob sie auch folgenden vernichtenden Satz Reichs berücksichtigen: „Die Entdeckung des kosmischen Orgonozeans, seine reale Existenz, seine konkrete physikalische Erscheinung, wie sie uns in der strömenden Lebensenergie in lebenden Organismen begegnet, setzt dem Zwang, jede tiefe Suche in irreale mystische Erfahrungen zu verwandeln, eine Ende“ (Die kosmische Überlagerung, S. 128). Das ist Reichs radikale Absage an jede Form von Mystizismus.
Wird es der Naturwissenschaft gelingen, die Fragen wirklich zu lösen, die die Beziehung zwischen Körper und Seele betreffen, das heißt sie derart zu bewältigen, daß sich daraus auch menschliche Praxis und nicht nur Salonphilosophien ergeben werden, dann hat auch die Stunde des transzendentalen Mystizismus, des „absoluten objektiven Geistes“ und mithin auch die Stunde aller Ideologien geschlagen, die unter Religion im engeren und weiteren Sinne verstanden werden. (Charakteranalyse, KiWi, S. 468)
„Die Kirche lebt vom Leben, das sie tötet“ (Jenseits der Psychologie, S. 307). Wir müssen dem Mystizismus den Todesstoß versetzen – oder er wird der Menschheit zum Verhängnis. Schon zu viele Abermillionen Menschen mußten sterben oder ein Leben im Elend führen – wegen des Mystizismus. Es muß endlich Schluß sein, die Frühgeschichte aufhören und die Zivilisation anfangen!
Das heißt nicht, daß ich die rationalistische Verachtung für das Thema Religion teile, gibt es doch keinen Bereich, der die Menschen mehr vereinigt und gleichzeitig mehr trennt. Ich meinerseits empfinde Verachtung für Menschen, die, wie Hitler, dieses Thema aus opportunistischen Gründen kleinhalten wollen, weil es Deutschland, die multikulturelle Gesellschaft oder welche Gemeinschaft auch immer spaltet und „Gefühle verletzt werden könnten“. Gefühle! Das geht soweit, daß Religionskritik zunehmend kriminalisiert wird.
Elsworth F. Baker zufolge erhält sich die gepanzerte Gesellschaft durch drei Tabus: Politik (die angeblich rational ist), Religion (über die man angeblich nicht reden kann) und Sexualität (die in jeder ihrer Formen angeblich gesund ist) (Der Mensch in der Falle). Reich hat die Sexualität klassifiziert, Baker die Politik, aber interessanterweise hat sich noch kein Orgonom recht an die Religion gewagt. Aus irgendeinem Grund ist es das tiefste Tabu, tiefer als die Sexualität. Gegenüber seiner Sekretärin und Geliebten Lois Wyvell hat Reich in diese Richtung spekuliert (Wyvell: Orgone and You. A Serialized Book: 11. The Universal Fear of Orgone Energy. Offshoots of Orgonomy No. 12, 1986).
Neulich begegnete mir der Besitzer eines kleinen Bekleidungsgeschäfts hier im Einkaufszentrum auf der Straße. Der Mann stammt aus Indien und ist Sikh. Mir ging auf, wie vollkommen anders er auftritt, sich bewegt, wie vollkommen anders seine Mimik ist und seine Ausstrahlung als bei einem Moslem. Buchstäblich: Sikh gehen anders als Moslems, nämlich gutgelaunt und entspannt. Ich kenne das aus meiner eigenen „bi-konfessionellen“ Familie, seit ich ein Baby bin: Katholiken sind vollständig andere Menschen als Protestanten. Die Atmosphäre in einer katholischen Stadt in Norddeutschland, etwa Münster oder Hildesheim, ist vollkommen anders als in einer vergleichbaren protestantischen Stadt, etwa Oldenburg oder Lübeck, nämlich bedrückt und bedrückend, die Menschen gehen gebeugter. Das typische katholische Miasma.
Jamaika war in den 1970er Jahren, als es von den Rastas geprägt wurde, ein vollkommen anderes Land als heute, wo es von der Hip-Hop-Kultur dominiert wird. Gut, Hip Hop ist keine Religion, aber es geht hier vor allem um Kultur, Lebensgefühl, Werte, „Geist“. Nichts änderte sich in Jamaika, „nur“ die Populärkultur, und aus dem karibischen Paradies wurde die Hölle auf Erden! Vom Marxistischen Ungeist benebelte Dummköpfe werden das nie begreifen. Sie werden nie verstehen, daß Australien eine Erfolgsgeschichte ist, weil es protestantisch geprägt ist, und das vergleichbare Argentinien ein Trauerspiel, weil es katholisch ist.
Ich könnte so unendlich fortfahren, etwa auf die Inder und Pakistaner in England verweisen, die genetisch und kulturell identisch sind, die sich nur durch die Religion unterscheiden – und deren Stellung in der englischen Gesellschaft nicht unterschiedlicher sein könnte. Es gibt wirklich keinen wichtigeren Faktor im gesellschaftlichen Leben als die Religion! Das wußte im übrigen auch Reich bereits zu Zeiten der Sexpol, als er die Bedeutung der Sexualökonomie im gesellschaftlichen Leben analysierte.
Mein Traum wäre eine Art „Charakteranalyse“ der Religionen zu schreiben, doch das überschreitet mein Wissen und Können bei weitem. Deshalb hier nur ein paar Stichworte zur Anregung:
Erstmal zurück zu meinem Sikh und seiner Art der Bewegung. Man schaue sich Pierre Vogel oder irgendeinen anderen Vertreter des Islam an: alle haben die gleichen Manierismen, die gleiche Ausstrahlung, den gleiche Zungenschlag, den gleichen „Stallgeruch“. Und dann betrachte man zum Vergleich dazu Vertreter des Sikhismus: wie Menschen von zwei verschiedenen Planeten!
Es geht schlicht um unterschiedliche Ausdrucksweisen der organismischen Orgonenergie in ganzen Gruppen. Wie Glaubensdinge sich an der Orgonenergie festmachen, sieht man an folgendem Beispiel:
Ich kenne ein 6-jähriges Mädchen, die hin und wieder gerne während der Dämmerung mit ihrer Mutter auf der Couch liegt. Sie sagt ihrer Mutter, sie solle auf dem Rücken liegen und zur Decke schauen. Dort gäbe es, so erzählt sie, sehr viele angenehme bewegte Bilder zu sehen. Nach einem Aufenthalt bei ihren Großeltern erwachte das Kind eines abends stark verängstigt. Nachdem sie etwas beruhigt war, sagte sie, daß sie an der Decke und an den Wänden die sich bewegenden Augen der Großmutter sehe. Sie würden sie beobachten und ihr sagen, zu masturbieren sei schlimm. Der Eindruck hielt an, selbst nachdem das Licht eingeschaltet wurde. Die Kleine bestand auf der Objektivität ihrer Wahrnehmung. Sie verlor ihre Angst, als die Mutter, statt diese Objektivität in Frage zu stellen, ihr sagte: „Vertreib die Augen. Sie haben Dir nichts zu verbieten.” (Baumann: Some Observations of the Atmospheric Orgone Energy. Orgone Energy Bulletin 2(2), S. 81)
Hier haben wir schon die ganze Geschichte des Monotheismus. Liest man das Alte Testament, ging es vor allem um atmosphärische Phänomene, die man einem „Gott“ zuschrieb, der in seinen Moralvorstellungen eine erstaunliche Nähe zu den Patriarchen der nomadisierenden Völker zeigte, die schließlich Israel ausmachten. Nicht von ungefähr stellte Michelangelo dieses „Über-Ich“ als gestrengen Greis mit weißem Bart dar. Der absurde Glaube an diesen „Gott“ konnte sich aber nur verankern, weil er im Großen und im Kleinen (siehe das Erleben des kleinen Mädchens oben, wo atmosphärische Orgonenergie unversehens zum plastischen „Über-Ich“ wird) mit überwältigenden orgonotischen Phänomenen verbunden war. Sie sind überwältigend, weil die atmosphärische und die organismische Orgonenergie funktionell identisch sind und man sich entsprechend kaum gegen diese Massenpsychose wehren kann.
DER VERDRÄNGTE CHRISTUS / Band 2: 4. Der Christusmord nach Matthäus / Matthäusevangelium (1,1-5,42) (Teil 1)
25. April 2022Zum Gedenken an James DeMeo (14.1.1949 – 3.4.2022): Die „Saharasia-Theorie“ (Teil 9)
20. April 2022Schließlich möchte ich an James DeMeo als Cloudbuster-Operateur erinnern:
Um das Cloudbusting richtig einordnen zu können, darf man nicht aus den Augen verlieren, um was es eigentlich geht. Es geht nicht (jedenfalls nicht primär) um die Atmosphäre, sondern um die Menschen. Menschen können in einer DOR-verseuchten Umwelt nicht frei leben („nicht frei atmen“, wie man so schön sagt), da zu ihrer individuellen Panzerung die atmosphärische Panzerung hinzutritt.
Dieser Gedanke ist so alt wie die Umweltverschmutzung. Man denke nur an den Arzt Paracelsus und seine „Fünf-Seins-Lehre“: 1. Ens dei, die Kraft Gottes; 2. Ens astrale, die Sternenwelt; 3. Ens veneni, der Gifthauch; 4. Ens spirituale, die seelischen Kräfte; und 5. Ens naturale, die körperlichen Kräfte. Der „Gifthauch“ oder das „Miasma“ (mal aria = schlechte Luft) entspricht dem atmosphärischen und organismischen DOR. Im Mittelalter konnte ein Kohleverbrenner gestreckt, gehenkt und gevierteilt werden; eine derartige Angst hatte man vor der „schlechten Luft“. Im Unterschied zu Koks erzeugt Kohle nämlich Unmengen an Rauch und Gestank.
Daß das mit dem Ens veneni nicht so abwegig ist, zeigt sich an der Greifbarkeit des organismischen DOR. Reich wies darauf hin, „daß wenn man stark ‚DOR-befallen‘ ist und ein Bad nimmt, sich das Wasser ausgesprochen schwarz oder schwarzblau verfärbt, egal wie sauber der Betroffene ist“ (Charles R. Kelley: „DOR and Bathing“, The Creative Process, 2(4), 1962, S. 123).
Vielleicht wegen des gegenwärtigen atmosphärischen DOR-Notstandes die moderne Obsession mit den Begriffen „fresh“ und „light“?
Cloudbusting ist atmosphärische Heilung. DOR wird aus der Atmosphäre abgezogen, deren integraler Bestandteil nicht zuletzt der Mensch ist. Wenn der DOR-Index in der Umgebung fällt, kommt es zu Rissen in der Panzerung. Der Cloudbuster war für Reich in erster Linie ein Werkzeug der „Sozialpsychiatrie“. Ich bin überzeugt, daß etwa der Islam in Saharasia und den Innenstädten eine Funktion der hohen DOR-Konzentration ist. Zum Beispiel könnte man mit EntDORen des Himmels über Iran eine demokratische Revolution provozieren – oder das Gegenteil, wie ich noch ausführen werde. Entsprechend liegt das Stichwort „Gedankenkontrolle“ gar nicht so daneben.
Daher auch das Mißverständnis des Cloudbusting-Konzepts durch Mystiker und Verschwörungstheoretiker. Man denke nur an „Montauk“. Kenn Thomas hat in seinem Buch Mind Control, Oswald & JFK darauf hingewiesen, daß die Kolumnistin Dorothy Kilgallen 1964 in einem ihrer Artikel Lyndon B. Johnson bat, sich „beim Außenministerium (…) den Führern der Teilstreitkräfte oder unseren führenden Wissenschaftlern zu erkundigen, um herauszufinden, was wir, wenn überhaupt, unternehmen, um die Auswirkungen des ‚Cloudbusting‘, das in seiner entwickelten Form Gedankenkontrolle bedeutet, zu erkunden (…).“
Jerome Greenfield berichtet:
[Im August 1955 veranstaltete Reich] seine letzte orgonomische Konferenz in Orgonon. Auf der Tagesordnung standen Berichte über das Arizona-Projekt, die Diskussion der aktuellen Rechtslage und die Vorstellung des Konzepts einer „atmosphärischen Medizin“. Letzteres bestand aus zwei Teilen: einmal dem Gedanken, daß nach dem Muster des Cloudbusters, der der Atmosphäre DOR entziehen konnte, eine kleinere Version dieses Gerätes, die Reich entwickelt hatte und die er als „medizinischen DOR-Buster“ bezeichnete, eingesetzt werden konnte, um den menschlichen Organismus von DOR zu reinigen; zum zweiten der Vorstellung, daß eine mit DOR verseuchte Atmosphäre die Gesundheit ganzer Völker gefährden konnte. Die Grippeepidemie, die zu dieser Zeit in den Vereinigten Staaten grassierte und einem Virus zugeschrieben wurde, das nicht identifiziert werden konnte und daher „Virus X“ genannt wurde, war in den Augen Reichs ein konkretes Beispiel für eine durch die Verseuchung der Atmosphäre verursachte epidemische DOR-Krankheit. „Atmosphärische Medizin“ bedeutete also auch die Suche nach Methoden, die Gesundheit der Menschen durch die Dekontaminierung der Atmosphäre positiv zu beeinflussen. (USA gegen Wilhelm Reich, S. 218)
Elsworth F. Baker notierte in seinen Erinnerungen zum Stichwort „atmosphärische Medizin“:
Krankheiten können behandelt werden, indem die abgestandene Energie mit dem DOR-Buster abgezogen wird und durch Sauberhalten der Atmosphäre mit dem Cloudbuster. (“My Eleven Years with Wilhelm Reich”, Journal of Orgonomy, 18(1), 1984, S. 11-28)
Der Orgonom Morton Herskowitz fühlte sich nach der Orgontherapie bei Reich auf dem Heimweg immer wie gereinigt, auch ohne daß Reich zu diesem Zeitpunkt den DOR-Buster bereits benutzt hatte („Recollections of Reich”, Journal of Orgonomy, 12(2), 1978, S. 185-200). Dieser war einfach nur die Fortführung von Reichs therapeutischem Ansatz: den Menschen von seiner „dreckigen“ Mittleren Schicht (DOR) zu befreien.
Bezeichnenderweise entdeckte Reich den Medical DOR-Buster durch Selbstanwendung, als er versuchte, eine schwere Heiserkeit zu überwinden (Baker: „My Eleven Years with Wilhelm Reich“, Journal of Orgonomy, 17(1), 1983, S. 28-55). Danach ist wenig über den Medical DOR-Buster veröffentlicht worden. Ich verweise auf Eva Reichs Bericht „I was the Strange Doctor“ (International Journal of Life Energy, Vol. 1, No. 1 (o.J.), S. 31-42) und eine kurze Notiz von Baker, wo er beschreibt, wie er eine Herpesinfektion erfolgreich mit dem Gerät behandelt hat (Journal of Orgonomy, 16(2), 1982, S. 159f).
Der zweite Aspekt der sozialen Seite des Cloudbusting hat mit der Arbeitsdemokratie zu tun. Es geht nicht an, daß (buchstäblich) über die Köpfe der Menschen hinweg nicht nur das Wetter modifiziert wird, sondern gewisserweise auch ihre Charakterstruktur. Entsprechend muß die Bevölkerung im Gebiet, das unmittelbar vom Coudbusting betroffen ist, in die arbeitsdemokratische Zusammenarbeit eingebunden werden.
Elsworth F. Baker erinnert sich:
Am 1. Februar [1955] schrieb Reich aus Arizona, um mir zu sagen, daß er ein sehr angenehmes Treffen mit mehreren Köpfen diverser Organisationen – Landwirtschaft, Viehzucht, Industrie- und Handelskammer – und mit zwei Physikern von der Universität von Arizona hatte. Das Treffen dauerte zwei Stunden und der Kontakt sei sehr gut gewesen. Reich schlug die Bildung eines „Bürgerkomitees“ vor, um seine Arbeit fortzusetzen. („My Eleven Years with Wilhelm Reich (Part XIV)”, Journal of Orgonomy, 17(1), May 1983, S. 31)
Eine Operationsbasis wurde bei Jacumba errichtet, wo (…) Moise blieb und weiterhin abzog (…). Der Bauer, auf dessen Land die Cloudbuster stationiert waren, wurde im Cloudbusting unterrichtet und bekam die Verantwortung für die Fortsetzung der Arbeiten übertragen, um die [atmosphärische] Blockierung offen zu halten. (ebd., S. 33)
Das bedeutet aber noch lange nicht, daß sich „Laien“, also Leute ohne Orgontherapie und langjährige Ausbildung in diesem Metier, zum Cloudbusten eignen. Harald Kautz-Vella geboren am 16. September 1966, ist ein deutscher Autor, Verleger, Übersetzer und Anhänger der Orgon-Hypothesen von Wilhelm Reich. Wo man hinsieht, eine selbst zusammengeschusterte Orgonomie. Etwa in Vorträgen wie dem folgenden:
Es fängt mit einer abstrusen Erklärung der Entdeckung des Cloudbusters durch Reich an. Tatsächlich hat Reich den Cloudbuster entdeckt, als er durch Metallrohre („Orgonoskop“) das atmosphärische Orgon beobachtete und dabei den Eindruck gewann, das Orgon damit zu beeinflussen. Nach dem ORANUR-Experiment hat er sich an die längst ad acta gelegte Beobachtung erinnert und so ist der Cloudbuster entstanden. Reich:
Als wir (…) im Jahre 1940 (…) die atmosphärische OR-Energie zum ersten Mal am Mooselookmeguntic-See im Gebiet von Rangeley durch lange Metallrohre beobachteten, hatten wir den Eindruck, daß die Wellenbewegungen sich änderten, wenn wir unsere Rohre zufällig auf die Seeoberfläche richteten. Diese Beobachtung kam uns in jener ersten Periode unserer OR-Forschung völlig unglaublich vor. Wir ließen die Sache auf sich beruhen und vergaßen sie bald wieder. (Ausgewählte Schriften, S. 455)
Im obigen Vortrag wird daraus eine wirre Geschichte, über Wasserleitungen, die Reich von seinem Haus aus in den See legen wollte. Eine Phantasie-Orgonomie mit einer Phatasie-Geschichte! Von den Longitudinalwellen im Äther, die identisch mit der Orgonenergie sein sollen, und dem ganzen mechanistischen Firlefanz, etwa den platonischen Körpern, will ich gar nicht erst anfangen. Das ist mir einfach zu „wissenschaftlich“!
Dann der Verweis in Kautz-Vellas Vortrag auf das Desert-Greening-Programm von Madjid Abdellaziz, einem der eifrigen Zuhörer von Bernd Senfs Vorträgen über „Himmelsakupunktur“ in Berlin. Wer sich Photos und Videos des Projekts anschaut, dem wird auffallen, daß wir es hier mit einer Oase in einer Wüste zu tun haben. Es sieht mehr nach Bewässerung mit Grundwasser, als nach einer Folge von genuiner CORE-Arbeit aus, bei der sich Wüste in Steppe und Grasland verwandelt und Oasen wachsen.
Die Cloudbuster, die offenbar im Dauereinsatz sind, wirken eher wie die Staffage eines „esoterischen“ Projekts. Das ganze kann absolut verheerende Auswirkungen haben. Auch finde ich es beunruhigend, daß eine weltweite Expansion geplant ist. Siehe hier.
Ende 2010 veröffentlichte ich auf diesem Blog folgendes:
Wenn man die Wetterkarten der letzten Tage betrachtet, sich an den nicht gerade berauschenden Sommer erinnert und eingedenk des einbrechenden Katastrophenwinters in Deutschland sowie der verheerende Hitzewelle und der seit Monaten andauernden Trockenheit in Israel (der schlimmsten seit Jahrzehnten), zeichnet sich in etwa folgendes Bild ab:
Es ist, als wenn jemand in der westlichen Sahara ständig mit dem Cloudbuster von Norden her abzieht und so den wellenförmig verlaufenden Polaren Jetstream nach Süden zieht, was genau jene Verhältnisse hervorruft, die wir heute beklagen.
Hier kann man den aktuellen Jetstream verfolgen.
Auf diese Weise kann ein einzelner Verbrecher Milliarden-Schäden verursachen, ja ganze Volkswirtschaften lahmlegen und unzählige Menschen – ermorden.
Ich bin damals darauf gekommen, daß jemand dort unten aktiv sein könnte, weil auf den entsprechenden Wetterkarten die Isolienien einen langen Finger bildeten, der von Mitteleuropa auf die algerische Wüste zeigte. Mich würde nicht wundern, wenn dort ein CLB im Dauereinsatz nach Norden gerichtet gewesen wäre.
Bei rationalem Vorgehen würde es in der Sahara nicht darum gehen, Regen in die Wüste zu bringen, sondern das DOR zu beseitigen. Und selbst das ist problematisch, weil der plötzliche Wegfall der atmosphärischen Panzerung ungeahntes Chaos erzeugen könnte. Außerdem könnten „grünere“ Zustände, etwa in Algerien, die Emotionelle Pest der Massen in einer ORANUR-artigen Reaktion zusätzlich anpeitschen. Davor hat DeMeo, der beispielsweise in Eritrea und Israel tätig war, in seinen letzten Jahren immer wieder gewarnt.
Man denke in diesem Zusammenhang nur an die Schwarze Pest im Mittelalter. Nach neuen Forschungsergebnissen ging sie auf klimatisches Chaos in Zentralasien zurück. Außergewöhnlich feuchte Jahre führten zu einer explosionsartigen Vermehrung von Pestratten, die mit dem erneuten Einbruch der üblichen Wüstenzustände zwar alle wegstarben, doch deren Flöhe, die den Pesterreger in sich trugen, wechselten um zu überleben auf einen neuen Wirt über, den Menschen. Die Seidenstraße trug das Unglück dann nach Westen.
Entsprechende Forschungen haben auch gezeigt, daß Dschingis Khan seine weltumspannende Schreckensherrschaft nur aufrichten konnte, weil in seiner Heimat die ariden Zustände einer zeitweisen Feuchtigkeitsperiode wichen.
Aber zurück zu OROP Wüste: Ich weiß nicht, ob Deutschland und Israel Opfer des oben beschriebenen verantwortungslosen OROPs waren, aber derartige alles andere als abwegige Überlegungen machen von neuem Reichs Insistieren aktuell, daß Cloudbusting nur von rationalen Menschen in rationalen (arbeitsdemokratischen) Zusammenhängen durchgeführt werden darf.




















