Posts Tagged ‘Irrationalismus’

David Holbrook, M.D.: ROTER FASCHISMUS

3. Dezember 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Roter Faschismus

 

David Holbrook, M.D.: WIE DU MENSCHEN HELFEN KANNST, DIE DIR WICHTIG SIND, AUCH WENN DU KEIN THERAPEUT BIST

27. Juli 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Wie du Menschen helfen kannst, die dir wichtig sind, auch wenn du kein Therapeut bist

 

Wie du Menschen helfen kannst, die dir wichtig sind, auch wenn du kein Therapeut bist

15. März 2019

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Wie du Menschen helfen kannst, die dir wichtig sind, auch wenn du kein Therapeut bist

 

Ergänzung zu: Peter im Netz (Teil 4): Vorsicht Heckenschützen!

21. Dezember 2018

Sind die „Pestkranken“ und „Modjus“ nicht einfach nur krank? Ist der Haß, den Reich offensichtlich gegen sie empfand, nicht unangebracht? Dazu ist viererlei zu sagen:

  1. Bekämpft man Kriminelle im allgemeinen und emotionell Pestkranke im besonderen nicht etwa deshalb, weil sie „gepanzert“ sind, sondern ganz im Gegenteil, weil ihre Panzerung versagt hat und es entsprechend zu Symptomen kommt. Deshalb muß ihnen verbal und gegebenenfalls sogar mit physischer Gewalt Grenzen gezogen werden, d.h. jene Barriere (Panzerung) gegen ihre sekundären Triebe aufzurichten, die sie selbst nicht bewerkstelligen konnten.
  2. Jede Emotion ist gerechtfertigt, jede, auch der Haß, solange sie aus dem bioenergetischen Kern stammt und durch die Panzerung nicht verzerrt wird. Gepanzerte Emotionen sind im Kampf gegen die Emotionelle Pest eh vollkommen wirkungslos, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Leute, die Reich in dieser Hinsicht kritisieren, sind schlichtweg zu gepanzert, zu verkorkst, als daß sie Emotionen überhaupt würdigen könnten.
  3. Die Bazillenträger der Emotionellen Pest, die Pestratten, mögen zwar krank, d.h. gepanzert sein, doch das exkulpiert sie noch lange nicht von jeder Schuld. Vielmehr handeln sie irrational aus, so Reich, „unbewußter Absicht“ (Äther, Gott und Teufel, S. 80). Sie spiegeln nach außen hin etwas vor; wie etwa die Nationalsozialisten, die etwas vom „Schutz des Deutschen Volkes“ faselten, doch tatsächlich nur ihre sadistischen Rachephantasien an Schwächeren ausleben wollten. Es mag sein, daß sie teilweise selbst der eigenen Propaganda glaubten, doch das spricht sie noch lange nicht frei. Modju spiegelt also etwas vor, um seine wahren Beweggründe zu verbergen. Das macht ihn nicht weniger böse, sondern macht aus ihm den ultimativen Bösewicht!
  4. Letztendlich geht es um die wechselseitige Sequestration von OR (der Lebensenergie) und DOR (wenn man so will der „Todesenergie“). Die Religion, insbesondere das Christentum, mythisiert das als Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“. Diese Sichtweise kommt der Wahrheit noch am nächsten, solange man sich bei aller abstrakten Wahrheit stets der konkreten moralistischen (insbesondere antisexuellen) Verzerrung bewußt bleibt.

Peter im Netz (Teil 4): Vorsicht Heckenschützen!

20. Dezember 2018

Es gibt Menschen, die ihr Leben der Orgonomie gewidmet haben, sie Jahrzehnte nicht nur studiert, sondern auch öffentlich ihren Namen damit verbunden haben, also sich quasi selbst ein „Kainsmal“ auf die Stirn gemalt haben. Um so unerträglicher sind „Kritiker“, die vielleicht gerade mal ein Buch von Reich gelesen haben und von denen man nie etwas gehört hat und nie wieder etwas hören wird. Vollkommen risikolos und in Zeiten des Internets eh meist anonym, markieren sie den großen Experten, der vernichtende Urteile fällen kann. Die Arbeitsdemokratie könne nicht gleichzeitig Utopie und bereits existierende Realität sein, die sekundäre Schicht nicht Quelle der sekundären Triebe und gleichzeitig Schutz vor den sekundären Trieben, die Emotionelle Pest sei auch nur eine Krankheit und man müsse sich deshalb aller Werturteile über sie enthalten, etc.

Diese „Kritiker“ vermischen Dinge, die getrennt werden müssen, und trennen Dinge, die zusammengehören. Oder mit anderen Worten: sie können nicht funktionell denken, sonnen sich aber in ihrer Ignoranz.

Der flachweltliche Irrationalismus im Hitlerismus und im Merkelismus

19. November 2018

Begriffe sind stets von Gegensatzpaaren (nah/fern, kalt/warm, Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau, etc.) abhängig, sonst würden sie keinen Sinn machen. Gemäß dem Symbol des orgonomischen Funktionalismus verweisen alle diese funktionellen Gegensätze letztendlich auf die kosmische Orgonenergie: die Tiefe des Raumes und der Zeit (nah/fern) UND SO DURCH DEN GESAMTEN WORTSCHATZ und sei es „x/nicht-x“. Das umfaßt die gesamte Thermodynamik und jedwede Form von Metabolismus (kalt/warm), alle Verhaltensforschung, Psychologie, Soziologie (Liebe/Haß, Inland/Ausland, Mann/Frau), etc.

Zu Zeiten der autoritären Gesellschaft bestimmten rigide Gegensätze, man denke nur an das Hitleristische Gedankengut, das Leben. Eine Versöhnung dieser Gegensätze war ausgeschlossen. Man durfte nicht zum Gemeinsamen vordringen, d.h. nicht funktionell denken. Im Merkelistischen Faschismus ist die Technik anders, um dieses Ziel, eine „flache Welt“ ohne Tiefe, herzustellen.

Man denke nur an Macrons logisch halsbrecherische Postulierung eines Gegensatzes von Nationalismus und Patriotismus, der den tatsächlich vorhandenen Gegensatz zwischen Nationalismus und Globalismus verschleiern soll. Wir sollen nicht mehr klar denken können! Das wird dadurch erreicht, daß wir konzeptionell keine Wahl mehr zwischen zwei Alternativen treffen können. Man nehme etwa den Flüchtling, dessen Gegensatz der „Invasor“ ist, doch im Merkelistischen Sprachgebrauch sind auch die Invasoren „Flüchtlinge“. „Flüchtlinge“, die uns verachten, beschimpfen, bedrohen, angreifen… Die Merkelisten faseln irgendwas von „Vielfalt“ und „Multikulturalismus“ und daß bisher alles so „einfältig“ war, doch tatsächlich herrscht eine mit Gewalt („Anti“fa) durchgesetzte Einheitsmeinung und Touristen beklagen sich, daß es heute scheiß egal ist, ob sie nach Frankfurt, London oder Stockholm reisen – das Straßenbild ist überall identisch, nämlich „Islamabad“.

symbol

nachrichtenbrief94

5. Dezember 2017

nachrichtenrief77

14. Oktober 2017

The Journal of Orgonomy (Vol. 12, No. 2, November 1978)

29. Dezember 2011

Bernd A. Laska hat zu Recht darauf hingewiesen, daß Therapie für Reich „hauptsächlich so etwas wie Grundlagenforschung (war), um fundierte Vorschläge für eine wirksame Prophylaxe machen zu können“ („Bemerkungen zum Thema ‚Therapie’“, Wilhelm Reich Blätter, 4/75, S. 2). Bereits 1933 schrieb Reich:

Wenn wir in irgendeinem (…) Zweige der Medizin eine Seuche bekämpfen wollen, werden wir alle Mühe daransetzen, einzelne typische Krankheitsfälle mit den bestausgebauten Methoden zu untersuchen und zu verstehen, um von daher dem Sozialhygieniker Anweisungen geben zu können. Wir konzentrieren uns also auf die individuelle Technik nicht, weil wir die individuelle Therapie allzu hoch einschätzen, sondern weil wir ohne eine gute Technik nicht die Einsichten gewinnen, die wir für das umfassendere Ziel der Strukturforschung brauchen. (Charakteranalyse, Fischer TB, S. 11)

Reichs Schüler Morton Herskowitz hat hinsichtlich des Therapieerfolgs gesagt, daß seine Patienten, selbst, wenn sie nicht ganz gesund werden, zumindest ihre Kinder besser erziehen. Die Therapie wirkt sich also erst auf die Kinder des Patienten in vollem Maße aus.

Als Arzt, der am Krankenbett des gesellschaftlichen Organismus tätig ist, war es für Reich von Anfang an eine Selbstverständlichkeit an den sozialen Kämpfen seiner Zeit an vorderster Front teilzunehmen:

Als angesehener Arzt und Wissenschaftler Arbeitslosendemonstrationen aktiv mitzumachen, Flugblätter [der Sozialhygiene, WR] in den Arbeitervierteln zu verteilen, sich in Schlägereien mit der Polizei zu begeben; das galt als verrückt. Die Intellektuellen konnten nicht verstehen, warum ich meine gesellschaftliche Stellung durch solche Sachen riskierte. Sie schreiben als Soziologen über Probleme der Gesellschaft. Doch sie benehmen sich wie ein Arzt, der weise Bücher über den Typhus schreibt, ohne je eine Spur davon gesehen zu haben. Daher blieben die meisten Lehrbücher der Soziologie bisher ohne Einfluß auf die Entwicklung der Gesellschaft vorwärts. Das gleiche gilt für die Sexualwissenschaft und Sexualreform. Die Sexuologen jener Zeit schrieben ihre Bücher nach den Erfahrungen der Privatpraxis. Doch die Sexual- und Neurosenprobleme sehen in der Masse anders aus, bieten grundsätzlich andere Probleme als die in der Privatpraxis, besonders der psychoanalytischen. (Menschen im Staat, S. 115)

„Ein Arzt darf sich nie auf den abstrakten Standpunkt stellen“ (Die Funktion des Orgasmus, Fischer TB, S. 158). Reich betrachtete sich als Arzt des „Kleinen Mannes“ und da dieser den Planeten Erde bevölkert als „planetaren Arzt“ (Rede an den Kleinen Mann, S. 79).

Myron R. Sharaf beschreibt in „Thoughts About Reich: Some Aspects of Reich’s Later Social Position” ein Treffen Reichs im Sommer 1955 mit den Orgonomen und seinen Anwälten. Vor dem anstehenden Prozeß erläuterte er sein Vorgehen. Er wolle im Gerichtssaal den Panzer seiner Prozeßgegner „durchstoßen“ und das „menschliche Wesen“ aus ihnen „herausziehen“, d.h. freilegen. Man müsse da wie ein „geübter Chirurg“ vorgehen. Mehrmals habe, Sharaf zufolge, Reich während der Zusammenkunft unterstrichen, daß die anwesenden Orgonomen „die ersten Ärzte gegen die Emotionelle Pest“ seien. Er selbst wäre froh über die reichen Erfahrungen, die er im Kampf gegen die Emotionelle Pest gewonnen habe, als er seine beschränkte Privatpraxis aufgab und sozial aktiv wurde und es sei gut, daß er jetzt Jahrzehnte nach den Tagen seiner sexual-ökonomischen Aktivitäten erneut auf dem sozialen Schauplatz tätig sein könne (S. 266f).

Bereits ein Jahrzehnt zuvor hatte Reich geschrieben:

So wie der Bakteriologe in der Ausrottung von Infektionskrankheiten seinen Lebensinhalt sieht, so hat der Sexualökonom die emotionelle Pest zu enthüllen und als Endemie der Erdbevölkerung zu bekämpfen. (Charakteranalyse, KiWi, S. 371)

Reichs eigene Emotionelle Pest zeigte sich aufgrund seiner gestern diskutierten ödipalen Belastungen insbesondere in seiner eigenen Familie. Beispielsweise war sein Sohn Peter Zeuge häßlicher Ehestreitigkeiten zwischen seinen Eltern, wo Reich z.B. seiner Frau eine unbewiesene Liebschaft mit seinem Mitarbeiter Theodore Wolfe von vor 12 Jahren vorwarf. Elsworth F. Baker beschreibt das in diesem Journal of Orgonomy in „My Eleven Years With Wilhelm Reich (Part V)“. Als „Hauspsychiater“ der Familie Reich behandelte Baker damals, 1951, Reichs Ehefrau Ilse Ollendorff. Offensichtlich flirtete Ollendorff, wie auch alle anderen Frauen, mit dem sehr attraktiven Wolfe, doch versicherte sie glaubhaft, daß nie „etwas vorgefallen“ sei (S. 178).

Es ist unverzeihlich, daß ein Kind so etwas miterleben muß. Siehe auch Neills Brief an Reich vom 1. Oktober 1956, der kraß Reichs Anspruch in Children of the Future ins Gesicht schlägt: Peters Gefühle seien völlig durcheinander. „Er ist nicht Peter Reich; er ist Peter Reich plus Wilhelm Reich“ (Zeugnisse einer Freundschaft). Geradezu emotionaler Kindesmißbrauch ist es, wenn Reich sich an Peter mit der Bitte klammert, ihn nicht im Stich zu lassen (Der Traumvater, S. 64). Es ist einfach nicht die Aufgabe des Kindes, den Freund, die Geliebte oder gar den Elternteil für den Vater zu spielen.