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Arbeitsdemokratie, Emotionelle Pest und Sozialismus (Teil 50)

14. Juni 2021

Die Geschichte wiederholt sich: es herrscht Klassenkampf wie zu Reichs Zeiten. Die Großkonzerne und ihre gekauften Marionetten in der Politik tun alles, um die arbeitenden Massen zu kontrollieren und eine wirkliche Demokratie, die Arbeitsdemokratie, zu verhindern. Dazu wird aus der Wissenschaft ein obskurantistischer Kult gemacht, unseren Kindern wird systematisch vernünftige Bildung entzogen, stattdessen werden sie indoktriniert, und die öffentliche Meinung wird von der „Zivilgesellschaft“ dominiert. Diese „Nicht-Regierungs-Organisationen“ (NGOs) sind dabei natürlich das genaue Gegenteil: sie werden direkt oder indirekt von der Regierung, vor allem aber von den Großkonzernen finanziert und sollen „The Great Reset“, d.h. die faschistische Machtübernahme vorbereiten. Jedweder Widerstand gegen diese neuen Nazis wird als „rechtsextremistisch“ diffamiert und die einzige Partei, die der Machtelite gefährlich werden könnte, die Alternative für Deutschland, wird einem medialen Dauerfeuer ausgesetzt und bei der Auszählung von Wahlurnen durch zivilgesellschaftliche „Wahlhelfer“ nachgeholfen, wie jetzt in Sachsen-Anhalt. Der Arbeiter wird sich bald keinen Urlaub, keinen Wagen und keine vernünftige Wohnung mehr leisten können und wenn er aufmuckt, wird er von der „Antifa“ zusammengeprügelt.

Kann sich der Leser nun ungefähr Reichs politisches Gefühlsleben Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre vorstellen?

An vorderster Front dieses Klassenkampfes von oben stehen höhere Töchter wie Annalenna Baerbock und Luisa Neubauer. In den grünen Villenvororten wählt man Grün und ekelt sich vor den Massen.

Wie das ganze konkret aussieht, habe ich vor genau 10 Jahren unter dem Titel „Basisdemokratie ist das Gegenteil von Arbeitsdemokratie“ beschrieben:

Seit Monaten wütet in meinem Stadtteil der Streit um eine Siedlung aus dreigeschossigen Mietshäusern, die vor 70 Jahren gebaut wurden. Von außen macht die Siedlung mit ihrer gewachsenen Nachbarschaft einen ruhigen, gepflegten und vor allem „grünen“ Eindruck, doch die Wohnungen selbst sind klein, schlecht isoliert und die sanitären Anlagen sind unzumutbar. Der einzige Vorteil: es ist der billigste Wohnraum weit und breit in einem der wohlhabendsten Quartiere der Stadt.

Da eine dringend notwendige Sanierung der maroden Bausubstanz technisch, d.h. mit vertretbaren Kosten, nicht möglich ist, wollte der Eigentümer die Häuser nacheinander abreißen und durch moderne, architektonisch anspruchsvolle Wohnanlagen ersetzen mit insgesamt 170 zusätzlichen Wohnungen. Die absurd niedrigen Mieten sollten maßvoll angehoben werden und die alten Mieter einen 100prozentigen Kündigungsschutz erhalten.

SPD, CDU, sogar die Grünen (in Hamburg die Grün-Alternativen), waren dafür, haben aber die Rechnung ohne den deutschen Wutbürger gemacht, der eine Volksinitiative gegen den „Bauspekulanten“ aus dem Boden gestampft hat und mittels Unterschriftenaktion einen Volksentscheid erzwang, an dem weniger als 10% der Wahlberechtigten im Bezirk teilnahmen. Das ganze wurde massiv von der Linken und den Piraten unterstützt. Ergebnis: alles bleibt beim Alten! Hurra? Nun ja, der unbedingte Kündigungsschutz ist damit hinfällig, die Wohnsubstanz verfällt weiter und da Hamburg dringend neuen Wohnraum benötigt, wenn die Mieten nicht ins Unermeßliche steigen sollen, werden wohl Kleingärten, wenn nicht sogar Wald und Wiesen dran glauben müssen. Immerhin haben sich ein paar engstirnige, eigensüchtige Spinner gegen die „Bauspekulation“ („das Kapital“) durchgesetzt!

Der größte Witz bei der ganzen Angelegenheit: hätte man statt den gesamten Bezirk mit seinen 282 000 Einwohnern zu befragen (das entspricht der Einwohnerzahl Münsters!), die 1000 Bewohner der Siedlung befragt, wäre das Ergebnis mit einiger Sicherheit zugunsten der vermeintlichen „Bauspekulation“ ausgegangen. Hier wurde die demokratisch gefällte Entscheidung der demokratisch gewählten Volksvertreter, die den neuen Bebauungsplan in Expertenrunden über Jahre erarbeitet hatten, durch eine kleine fanatisierte Minderheit gekippt; verbiesterte Sonderlinge, die in Hamburg „Stuttgart 21“ nachspielen wollten. Nun ist abzusehen, daß die Siedlung immer weiter verslumt, die Wohnhäuser über kurz oder lang abgerissen werden müssen – und an ihre Stelle für die heutigen Bewohner unfinanzierbare Reihenhäuser für Besserverdienende gebaut werden, mit einem Bruchteil der heutigen Wohndichte. Gut möglich, daß da dann der eine oder andere Initiator des Bürgerbegehrens Wohneigentum erwirbt!

Diese absurde Geschichte zeigt im Kleinen, was heute im Großen passiert, wo das Volk von „Nichtregierungsorganisationen“, Attac, der Occupy-Bewegung, etc. tyrannisiert wird. Demokratisch gewählte Instanzen werden durch „Basisdemokratie“ ersetzt, d.h. durch eine kleine Clique von Soziopathen und Wichtigtuern, typischen pestilenten Charakteren (Emotionelle Pest). „WIR sind die 99%!“ Sie setzen sich durch, indem sie an die Emotionen („Solidarität“) und an das Ressentiment („Bauspekulanten“) der Massen appellieren. Nicht zuletzt wird mit einem lächerlichen Pathos gefochten, als gehe es um das Überleben des Planeten. Man denke nur an die verbrecherische Finanztransaktionssteuer, die es Unternehmen erschweren wird, Kapital an der Börse aufzunehmen, was zu mehr Arbeitslosigkeit und weniger Steuereinnahmen führen wird. Das Fachwissen und die Erfahrungen der unmittelbar Betroffenen werden mit lautem Geschrei vom Tisch gefegt. Die Arbeitsdemokratie wird außer Kraft gesetzt! Am Ende steht, was immer am Ende steht, wenn sich Linksliberale, Sozialisten und Berufsaktivisten durchsetzen: Verfall und eine weitere Zuspitzung der gesellschaftlichen Konflikte.

Hier ein typisches Beispiel für einen derartigen pestilenten Charakter, eine der kommunistischen Organisatorinnen der Occupy-Bewegung in Amerika:

Soweit 2011. Seit dieser Zeit haben die Eliten den Fokus erfolgreich auf den weißen Arbeiter gerichtet. Seit 2011 haben wir gesehen, wie Antifa, SJWs, BLM und die LGBT-Gemeinschaft sich mit Goldman Sachs, Black Rock und JP Morgan zusammengetan haben, um Weiße und die traditionelle Gesellschaft anzugreifen, anstatt sich darauf zu konzentrieren, was Banken getan haben, um unsere Lebensweise zu ruinieren. Siehe hier.

Alex Jones diskutiert das ultimative Ziel der Globalisten, die menschliche Rasse zu entvölkern, um ihren Traum Wahrheit werden zu lassen von einer sich loslösenden Zivilisation mit der Elite an der Spitze der Pyramide der Neuen Weltordnung und dem Rest der überlebenden Sklaven in Ewigkeit unter ihrem Stiefel. Siehe hier.

 

Schluß mit Schwurbel

8. Mai 2021

So die Überschrift eines anonymen Pamphlets aus meinem Briefkasten.

Beinahe jede Woche sieht man seit vielen Monaten in Deutschland dasselbe Bild: Ohne Abstand und Masken tanzen Querdenker*innen und Schwurbler*innen mit Nazis und Reichsbürger*innen Polonaise durch die Innenstädte, sei es im letzten Sommer in Berlin oder wie zuletzt in Leipzig, Kassel und Stuttgart. Auf den Bühnen wird dabei unter großem Applaus keine Chance ausgelassen, absichtlich wissenschaftliche Fakten zu verdrehen, mit Nazis und Pädophilen zu kuscheln und den Holocaust zu relativieren. In den krudesten Verschwörungstheorien wird vor allem Antisemitismus immer wieder befeuert. Nicht selten werden auf den Demonstrationen Journalist*innen und Gegendemonstrant*innen attackiert. Die Polizei läßt sie dabei gewähren, immer wieder tauchen Fotos von Polizist*innen auf, auf denen sie Hand in Hand mit Querdenker*innen gehen. Die Gegendemonstrationen hingegen werden mit Gewalt zerschlagen, obwohl sich hier an die Hygienemaßnahmen gehalten wird.

„Nazis und Pädophile“! Das ist ein beliebtes Sujet vermeintlich „linker“ Propaganda schon zu Zeiten der Weimarer Republik: daß „die Rechten“ mit allen Arten abscheulicher Perversionen in Zusammenhang gebracht werden. Irgendwann bricht das ganze Toleranzgedöns der Linken in sich zusammen – und sie erweisen sich als dieselben ressentimentbehafteten, haßerfüllten Kleingeister wie die „Nazis“. Und, jaja. „krudeste Verschwörungstheorien und Antisemitismus“… Und das von Leuten, die die Wirklichkeit auf den Kopf stellen, denn die Gewalt auf den besagten Demonstrationen geht immer von der „Anti“fa aus, die so die Bilder für die Propagandisten dieses Unrechtsregimes fabrizieren und nicht zuletzt den Schergen des Regimes die Rechtfertigung liefern, auf harmlose Bürger einzuprügeln, als wären wir in Weißrußland. – In diesem bösartigen Pamphlet wird wirklich alles auf den Kopf gestellt.

Auch in Hamburg gab es mehrfach größere Demonstrationen, auf denen sich dieses Bild gezeigt hat. Von rechten und rechtsextremen Parteien und Gruppierungen hat man schon von Anfang an ein großes Interesse an der sogenannten „Querdenken-Bewegung“ beobachten können. Dabei beteiligen sie sich aktiv an Demonstrationen und übernehmen Themen und Parolen. NPD, AfD und auch gewaltbereite Bruderschaften sehen in der Bewegung ein großes Mobilisierungspotential für sich und versuchen dadurch massiv neue Wähler*innen und Mitstreiter*innen zu gewinnen.

Als wären unser Pamphletisten beim sogenannten „Verfassungsschutz“ (Staatsschutz), wird mittels konstruierter Kontaktschuld und Gleichsetzen von Gruppen (bzw. „Gruppen“), die nichts miteinander zu schaffen haben, die Rechtfertigung für den Entzug aller Bürgerrechte fabriziert, letztendlich des Lebensrechts selbst. Wenn du dein demokratisches Demonstrationsrecht wahrnimmst und dir eine andere Meinung als die offizielle dieses Unrechtsregimes erlaubst, bist du unversehens – nicht besser als Himmler und Heydrich!

In diesem Zusammenhang kann man auch in Hamburg wieder ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Gruppierungen beobachten, so hat die npd in letzter Zeit auch in Hamburg Nord großflächig plakatiert und auch völkische Gruppen wie die sogenannte „Identitäre Bewegung“ treten immer selbstbewußter auf. Recherchen des Online-Portals „EXIF“, die durch die WDR-Sendung „Monitor“ bestätgt wurden, legen ein breites Netzwerk an Mitstreiter*innen rund um die rechtsextreme sogenannte „Gruppe 5“ offen, die Terroranschläge in ganz Deutschland plante. Auch Hamburger Neonazis waren darin verstrickt, die in öffentlichen faschistischen Facebookgruppen verkündeten, daß sie dabei sind, sich zu bewaffnen. Nach den rassistischen Anschlägen in Halle, Hanau und der Ermordung Walter Lübckes müssen solche Ankündigungen mit aller Ernsthaftigkeit verfolgt werden. Die Hamburger Behörden lassen diese Vorfälle jedoch ohne Konsequenzen geschehen.

Unsere Staatsjugend beruft sich auf die Staatsmedien und die steuerfinanzierte, staatlich gelenkte „Zivilgesellschaft“, um ein „Härter durchgreifen!“ zu fordern.

Wie kommt dann Charles Konia dazu, so etwas als „antiautoritär“ zu bezeichnen? Es ist wie „1968“: es werden nur die unmittelbaren Autoritäten angegriffen und als verachtenswerte „wirre Schwurbler“ diffamiert, während man gleichzeitig der Wirklichkeit enthobene mythische Lichtgestalten anhimmelt. Früher waren das Mao und Marcuse, heute sind es Drosten und Merkel, obwohl diese nachweislich nur Unsinn von sich geben.

Die „Querdenken-Bewegung“ wirkt wie ein Nährboden, auf dem die alten vergammelten rechtsextremen und faschistischen Ideologien wieder neu und ungestört gedeihen können. Indem sie sich mit antisemitischen Verschwörungstheorien und pseudo-wissenschaftlichen Falschbehauptungen verflechten, schaffen sie ein brandgefährliches Klima, dem wir uns entschlossen entgegenstellen müssen.

Die Polizei stellt gegen diese Umtriebe nicht nur immer wieder ihre eigene Unfähigkeit unter Beweis, vielmehr sieht man nicht nur anhand der immer wieder aufgedeckten rechtsextremen Netzwerke in der Polizei, daß sie selber tief in diesen verwurzelt ist. Deshalb ist die Organisation und Vernetzung eines stabilen antifaschistischen Widerstandes um so wichtiger. Kein Fußbreit den Faschisten und Leerdenker*innen in Hamburg Nord!

Die Linken HASSEN Traditionen (die Verwurzelung, die den Einzelnen stark und unabhängig macht), Selberdenken („kontrarevolutionäre Fraktionsbildung“) und natürlich sämtliche Autoritäten – deren härteres Durchgreifen sie gleichzeitig fordern. Eben diese Rebellion gegen den Staat bei gleichzeitiger Vergötterung des Staates, die Gleichzeitigkeit von pseudo-anarchischer Rebellion und feigem Untertanengeist, macht den Faschismus (in diesem Fall den roten Faschismus) aus. „Rebellen“, die sich an Anstands…, Verzeihung: Abstandsregeln halten!

FÜR EINEN SOLIDARISCHEN UMGANG IN DER KRISE

Corona ist so real wie alle knapp 80.000 Todesfälle (stand 5. April), die es bisher allein in Deutschland gefordert hat. Ohne uns von der zweiten Welle aus dem Januar erholt zu haben, befinden wir uns jetzt schon mitten in der dritten Welle. Das ist die Folge vorschneller Lockerungen und eines zu schwachen Lockdowns, der nur die Freizeit einschränkt und die Wirtschaft weiter laufen läßt. Immer wieder kommt auch der Vorschlag für eine Ausgangssperre auf, auch bei uns in Hamburg wurde über Ostern und erstmal bis zum 18. April eine solche beschlossen – Das Problem: Während die Ausgangssperre sich weiter nur auf das Privatleben auswirkt, bleiben Fabriken und Betriebe weiter offen. Die Kosten für diese inkonsequente Ausklammerung der Wirtschaft müssen sowohl Kultur, Gastronomie und Einzelhandel, die seit Monaten geschlossen bleiben müssen, als auch die Gesellschaft, die trotz harter Einschränkungen in der Freizeit immer mehr Tote zu beklagen hat.

Ganz eindeutig: „die Wirtschaft“, d.h. der Kapitalismus hat an dieser mittelschweren Grippewelle Schuld… Wobei man die Millionen zusätzlicher Hunger- und Armutstoten, inbesondere in Afrika, getrost vergißt. Rassen…, Verzeihung: Klassenkampf:

Auch im Privaten trifft die Krise nicht alle gleich. Während sich die Quarantäne in exklusiven Villen mit großen Gärten an der Alster und uneingeschränkten Online-Möglichkeiten ganz gut aushalten läßt, fällt den Menschen in vielen anderen Haushalten mit viel zu kleinen Wohnungen die Decke auf den Kopf. Auch die technischen Voraussetzungen reichen oft nicht fürs Home-Office oder -Schooling. Die Folgen sind unter anderem eine Zunahme häuslicher Gewalt, Jugendliche, die in der Schule nicht mehr mitkommen und totale Überforderung. Durch die Umstellung auf Kurzarbeit oder dem kompletten Verlust des Arbeitsplatzes kommt noch ein größeres Armutsrisiko dazu. Trotzdem schütten die Konzerne, die ihren Mitarbeiter*innen jetzt weniger Lohn geben, Rekord-Dividenden an Aktionäre aus, die Kluft zwischen Arm und Reich wird durch die Krise nochmal deutlich größer. Die kapitalistische Absurdität und soziale Ungerechtigkeiten zeigen sich in der aktuellen Krise unverschönt!

Äh, das hätten so auch Querdenker schreiben können! Aber zum Glück geht es weiter:

Wir fordern einen echten solidarischen Lockdown, der im Interesse der Menschen steht und nicht nur das kapitalistische System schützt. Um unzählige weitere Todesfälle zu verhindern, müssen alle nicht lebensnotwendigen Betriebe für ein paar Wochen geschlossen werden und zwar bei vollem Lohnausgleich für die Beschäftigten, finanziert durch die Profite der Krisengewinnler!

Kommt mit uns auf die Straße! Stellt euch dem Verschwörungswahn und den neuen rechten Umtrieben entschlossen entgegen und erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!

Politik und Polizei werden uns nicht helfen – wir müssen selber aktiv werden!

„Erkämpft euch einen solidarischen Lockdown!“ Aber am besten finde ich noch die Illustration dieses Pamphlets, die derartig voller ungewollter, selbstentlarvender Ironie ist… Linke Trottel!

David Holbrook, M.D.: TSCHÜß NFL / WAS STECKT HINTER ALL DEM? / WARUM ICH NICHT MEHR ARGUMENTIEREN MÖCHTE

21. September 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Tschüß NFL

 

Was steckt hinter all dem?

 

Warum ich nicht mehr argumentieren möchte (aber weiterhin meine Meinung äußern werde)

 

David Holbrook, M.D.: BIOPHYSISCHE KONSERVATIVE VERSUS UMWELTKONSERVATIVE: DIE SCHIZOPHRENE SPALTUNG IM VERGLEICH ZU ANDEREN FORMEN VON KONTAKTLOSIGKEIT / BIOLOGIE, PSYCHOLOGIE UND POLITISCHE ORIENTIERUNG / SIND KONSERVATIVE DUMM? / SIND LINKS UND RECHTS FUNKTIONEN DER NATUR?

17. August 2020

 

DAVID HOLBROOK, M.D.:

 

Biophysische Konservative versus Umweltkonservative: die schizophrene Spaltung im Vergleich zu anderen Formen von Kontaktlosigkeit

 

Biologie, Psychologie und politische Orientierung

 

Sind Konservative dumm?

 

Sind Links und Rechts Funktionen der Natur?

 

Höre zu, Kleiner Mann!

13. Oktober 2018

Seit jeher ist einer der Haupteinwände der Links-„Reichianer“, daß man das mit dem „roten Faschismus“ bei Reich nicht überzeichnen dürfe. Reich habe immer nur den Stalinismus gemeint, aber natürlich nie die Linke per se. Die Leute, die diesen klugen Einwand vorbringen, sind die gleichen, die früher Franz Joseph Strauß mit Hitler gleichsetzten und heute die AfD mit der NSDAP, die überall den Schoß des Faschismus Ungeheuer ausbrüten sehen und vom „Kampf gegen Rechts“ nicht genug haben können!

Die Faschisten sind immer die anderen. Ihnen kann man den Zugang zu den sozialen Medien sperren, ihre Autos abfackeln und sie unterschiedslos als „Nazis“ eintüten, aber wehe du trittst einer dieser „zivilgesellschaftlichen“ Systemhuren auf die Füße, während sie ihrer „antifaschistischen“ Mordphantasien frönt. Wir beobachten hier einen Effekt der gesellschaftlichen „Rotverschiebung“. Der Kleine Mann fühlt sich nur in der Mitte wohl und diese „Mitte“ ist heute da, wo früher die Kommunisten waren. Vor diesen konnte man ja noch Achtung haben, aber die wildgewordenen geifernden Kleinbürger heutzutage, die besagte „Zivilgesellschaft“… Was für eine verachtenswerte Brut!

Orgonomie oder der Tod!

5. Februar 2018

Was unterscheidet Reich von den Kommunisten, Faschisten und „Demokraten“ jeder denkbaren Couleur? Reich verspricht nicht die „Freiheit“!

Versteht man unter „Freiheit“ vor allem die Verantwortung jedes einzelnen Erdenbürgers für die rationale Führung der persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Existenz, dann gibt es keine größere Angst als die vor Einrichtung der allgemeinen Freiheit. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 284)

Reich verspricht nicht die Freiheit von der Arbeit wie die Kommunisten, in deren Gesellschaft die höchste denkbare zivile Strafe das „Schicken in die Produktion“ war. Es ging hier um nichts anderes als das Paradies für arbeitsscheues Gesindel, das sich vom Staat aushalten lassen will. Faschisten und „Demokraten“ haben stets nichts anderes gemacht, als diesen kanzerösen Infantilismus durch lächerliche Betrugsmanöver irgendwie aufzufangen. Irgendwann kommt die große Krise, wo das ganze Kartenhaus zusammenbricht. Danach fängt dann die Tragödie von neuem an, da niemand den Mut hat, der einzig denkbaren rationalen Gesellschaftsorganisation Bahn zu brechen, der Arbeitsdemokratie, in der jeder Einzelne die Verantwortung für sein Leben, seine Gesellschaft und die Funktion, die er in ihr einnimmt, trägt.

Der charakterologische Rechenfehler der Machteliten in der Sowjetunion und in den USA

22. August 2017

In meinem Blogeintrag Weder links noch rechts hätte ich einen vierten Punkt anführen können: In der heutigen Orgonomie haben liberale Charaktere nichts verloren! Zu Reichs Lebzeiten ging es darum das Alte zu überwinden und etwas revolutionär Neues zu schaffen. Das ist die natürliche Agierfeld der Linken. Heute kann es nur darum gehen das Erreichte zu bewahren. Wie vermeintlich „Weiterentwicklungen“ der Orgonomie aussehen, zeigt der Reichianismus, der gleichbedeutend ist mit der systematischen Unterminierung und Zerstörung der Orgonomie. Er wird vollständig von liberalen Charakteren bestimmt. Man schaue sich nur an was sogenannte Progressive gegenwärtig ganz allgemein in bzw. mit der westlichen Gesellschaft anrichten. Sie zerstören alles, auch das, was erhaltenswürdig ist. Das sieht man auch am Zionismus: Früher war er ein linkes, geradezu kommunistisches Unterfangen. Es waren liberale und sozialistische Charaktere, die das moderne Israel aufgebaut haben. Heute sind linke Israelis eine zerstörerische Kraft, die alles tun, um den israelischen Staat im Namen einer vermeintlichen „Gerechtigkeit“ zu zerstören.

So kann man auch den Untergang des Ostblocks erklären, dessen wirtschaftliche und gesellschaftliche Agonie sich noch hätte lange hinziehen können, wie etwa auf Cuba oder in Nordkorea, der aber in Gestalt des liberalen Reformers Gorbatschow Selbstmord beging. Der Westen zeigt eine umgekehrte Dynamik: Im Kalten Krieg wurden geheime Militärstrukturen in der „Zivilgesellschaft“ aufgebaut, die bei einem Überrennen durch die Rote Armee den Besatzungstruppen, insbesondere aber Kollaborateuren eine blutige Überraschung bereitet hätten. Man denke nur an „Gladio“. Derartige Stay-Behind-Todesschwadronen professioneller Killer und Terroristen mit militärischer Einzelkämpfer-Ausbildung gab und gibt es bis zum heutigen Tag sogar in den USA selbst. Es ist aber eine Illusion, daß diese Strukturen sich vom tiefen Staat und den globalistischen Großkonzernen (Reichs Hoodlums in Government) instrumentalisieren lassen werden, um den Nationalisten Trump auszuschalten. Es gehört zur Natur der Sache, daß Militärs, jedenfalls in den unteren Rängen, praktisch durchweg konservative Charaktere sind. Die linksliberalen Massenmedien in den USA bereiten die Bevölkerung zwar täglich auf die heißersehnte Ermordung Trumps vor (sic!), normalisieren den Gedanken an seine „Beseitigung“, doch wird sich aus rein charakterologischen Gründen die Geheimarmee kaum dafür hergeben.

nachrichtenbrief40

30. Juni 2017

Die heutigen Reaktionäre

13. Februar 2017

Der Blick nach Amerika wurmt mich wirklich: wie viele, die „die Orgonomie vertreten“, etwa den Zugang zum Reich-Archiv kontrollieren, in „Wilhelm-Reich-Organisationen“ tätig sind, etc., sich den Protesten gegen Trump angeschlossen haben. Ihr gegen Trump gerichteter Fanatismus ist wirklich bemerkenswert. Ich denke dabei insbesondere an den „Women’s March“. Es wurmt mich, weil sie sich auf die Seite der Reaktion stellen.

Wie das? Reichs Kriterium für das Diktum „reaktionär“ (im Sinne von „lebensfeindlich“, da sich das Leben immer nach vorne bewegt, „fortschrittlich“ ist) war kein politisches, sondern ein bio-soziales. In den 1920er und 1930er Jahren war auf den ersten Blick deutlich, wo das sexualpositive (lebensfreundliche) und wo das sexualnegative (lebensfeindliche) Lager zu verorten war. Bemerkenswerte Ausnahmen im fortschrittlichen Lager waren die Stalinisten und eine bestimmte Kaste „sozialistischer Pfaffen“; Intellektuelle, die sich aus neurotischen Gründen (Rebellion gegen den Vater) dem sozialistischen Lager angeschlossen hatten.

Seit dieser Zeit, insbesondere aber seit Anfang der 1960er Jahre, d.h. dem Wandel von einer autoritären in eine antiautoritäre Gesellschaft, ist es zu einer kompletten Umkehr gekommen. Heute ist die Linke extrem sexualfeindlich, verbittert und verhärmt. Man schaue sich nur die Opfer des Feminismus bei den Grünen an: die Frauen sehen durchgehend wie Klobürsten aus und ziehen entsprechende Gesichter, die Männer wirken wie frustrierte Lesben. In Amerika war der „Women’s March“ in jeder Hinsicht abstoßend und grotesk. Die Gesichter der Trump-Gegner sprechen von sexueller Frustration, während die der Trump-Annhänger meistens entspannt sind. Die einen strahlen ein krankmachendes Miasma aus, die anderen – Orgon.

In autoritären Ländern, etwa der Türkei, ist es genau umgekehrt.

Und noch ein Kommentar zum Women’s March:

You mother fucking pieces of shit!

Soziale Demokratie und Arbeitsdemokratie

27. November 2016

Im Rahmen der Aufarbeitung von Reichs Gesamtwerk, und nicht zuletzt infolge der Öffnung des Reich-Archivs im Jahre 2007, sind Bestrebungen imgange Reichs Konzept „Arbeitsdemokratie“ mit den linken Konzepten einer „sozialem Demokratie“ zu verknüpfen, wie sie seit Anfang des 19. Jahrhunderts von Sozialdemokraten, Kommunisten und Anarchisten entworfen wurden. Reich war schließlich in der „sozialen Demokratie“ des „Austromarxismus“, der kommunistischen Massenparteien (jedenfalls war die KPD eine und vieles war wie ein Probelauf der späteren „DDR“) und der linkssozialistischen Splittergruppen im Skandinavischen Exil politisch sozialisiert worden. Sie alle sahen sich als die einzig konsequenten „Sozial-Demokraten“, im Gegensatz zur rein formalen Demokratie bürgerlicher Provenienz.

Leider ist die Vorstellung, daß die Arbeitsdemokratie in irgendeiner Weise eine Fortführung der sozialen Demokratie sei, irreführend. In der sozialen Demokratie geht es nämlich

  1. um die Demokratisierung aller Lebensbereiche („Demokratie darf am Werkstor nicht aufhören!“),
  2. die Durchsetzung von Interessen mit demokratischen Mitteln („Frauenbewegung“, „Schwulenbewegung“, „zivilgesellschaftliches Engagement“, etc.) und
  3. die Ersetzung der üblichen bürgerlichen Politik, bei der es nur um „harte Themen“ geht (Handelsabkommen, Militärfragen, Fragen der Staatsorganisation, etc.), durch Gesellschaftspolitik, bei der es um „weiche Fragen“ geht, etwa um das Familienleben, insbesondere aber um die Frage der „sozialen Gerechtigkeit“.

Man muß diese drei Punkte nur kurz überfliegen, um sofort zu sehen, daß sie das genaue Gegenteil der Arbeitsdemokratie darstellen, nämlich ein Agierfeld der Emotionellen Pest. Das fängt damit an, daß der Schriftsetzer mitbestimmen will, was der Redakteur in der Zeitung abdruckt. Eine krassere Negierung der Arbeitsdemokratie kann man sich kaum vorstellen! Quer zu allen Arbeitsbeziehungen werden die Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Vorlieben, etc. gegeneinander in Position gebracht und damit die Arbeitsdemokratie ebenfalls im Kern angegriffen. Ähnlich ist es damit bestellt, wenn sich die Politik in jeden Bereich der Gesellschaft einmischt. Beispielsweise werden Frauen gedrängt, ihre Kinder so früh wie nur irgendmöglich Kinderkrippen zu überantworten, um wieder für den Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Mit immer neuen Vorgaben, wird es den Ärzten praktisch unmöglich gemacht, ihren Beruf vernünftig (d.h. arbeitsdemokratisch) nachzugehen – und so in praktisch allen Berufen.