
Humana conditio ex orgonomico prospectu: Stichwort „Wahlverhalten“ und folgende
Die Politik der sozialistischen Einheitspartei „Unsere Demokratie“ (SPD, CDU/CSU, Grüne und Linke) basiert auf Freiheitsangst, letztendlich Orgasmusangst, und kann auf biophysische Erstarrung (Panzerung) zurückgeführt werden. Erstarrtes Gewebe hat eine Todesangst vor dem expansiven Impuls des Orgons! Statt Deregulierung herrscht Regelwut und Bevormundung, um die schlechten, gierigen und ungezügelten Menschen an die Kandare zu nehmen. Man könne den Trieben dieser armen Teufel nicht trauen. Nur wenn ein allwissender, strenger aber gerechter Staat ihnen allerorten Grenzen setzt, gäbe es eine Chance, daß sie sich wenigstens einigermaßen anständig durchs Leben schlagen. Dafür nimmt man in Kauf, daß Kreativität, Wachstum und Entwicklung auf der Strecke bleiben. Kurioserweise glaubt man gleichzeitig, daß die sozialistischen Regulatoren an der Spitze gut, genügsam und rational sind, sowie alles überblicken und lenken können. Hier ist der Mensch plötzlich gottgleich. Jeder, der wie unsereins diese Götter, diese Inkarnationen des sexual-und lebensfeindlichen Über-Ichs, haßt und verachtet, ist abgrundtief – „nicht hilfreich“.
Reich schrieb Mitte der 1940er Jahre:
Der natürliche arbeitsdemokratische Prozeß verträgt keine anderen administrativen Funktionen als solche, die dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erleichterung ihrer Lebensfunktionen dienen. (Massenpsychologie des Faschismus, Fischer TB, S. 248)
Er setzte sich für die Ersetzung der gesamten Staatsmaschine durch die Organisation der Produktion auf der Grundlage freier und gleicher Assoziation von Produzenten ein (ebd., S. 217).
Die Verantwortung für den Gang der menschlichen Bedürfnisbefriedigung würde ausschließlich auf den Konsumenten und Produzenten lasten und ihnen nicht von einer autoritären Staatsadministration gegen ihren Willen und Protest aufgezwungen werden müssen. (ebd., S. 279)
Und weiter:
(…) nur in dem Maße, in dem der Staat deutlich sichtbar und jedem unmißverständlich sich selbst abbaut, ist arbeitsdemokratische Entwicklung organisch möglich (…) unterdrückt [der Staat] die Freiheitssehnsucht, mißbraucht er sie gar und stellt er sich der Tendenz zur Selbstverwaltung in den Weg, dann bezeugt er seinen faschistischen Charakter. (ebd., S. 254f)
Die besagten Götter und ihre Speichellecker sehen das anders: für sie sind Trump, Musk und Milei die „Faschisten“!
Reichs Ansatz und der unserer drei Helden bedeutet zunächst einmal die Zerschlagung des Asozialstaates. Solidarität ist eine Sache der freiwillig und selbständig handelnden Individuen (Kontakt) und nicht Aufgabe von kalten Institutionen (Kontaktlosigkeit). Jeder Bundes-„Bürger“ – vom Baby bis zum Greis – erhielt 2021 durchschnittlich 10 000 bis 12 000 Euro pro Jahr, inklusive Leistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Kindergeld und andere Unterstützungen (1,2 Billionen Euro insgesamt)! Es läuft nicht nur darauf hinaus, daß Menschen zu Zootieren degradiert werden, sondern auch darauf, daß die primären Triebe (in diesem Fall vor allem produktive Arbeit) die sekundären Triebe finanzieren: es ist der Weg in den garantierten Abgrund. Nichts ist demoralisierender als nicht für seinen eigenen Lebenserhalt aufzukommen. Analog zu den primären und sekundären Trieben könnte man durchaus sagen, daß selbsterarbeitetes Geld „primäres Geld“ ist, während geschenktes bzw. ergaunertes Geld „sekundäres Geld“ ist – Dekadenz!
Wie ich, der Souverän, an mein Geld komme, geht dem Staat einen feuchten Kehricht an! Deshalb die ersatzlose Abschaffung der sozialistischen (zutiefst kriminellen) Einkommenssteuer, die die Produktion bestraft und vor allem verteuert. Entsprechend kann die Umsatzsteuer die Einkommenssteuer ersetzen, ohne daß die Preise unverhältnismäßig steigen müssen. Markus Krall!
Am wichtigsten ist aber die Zerschlagung des staatlichen Geldmonopols und der sozialistischen Planwirtschaft („Geldmengensteuerung“) und ihre Ersetzung durch eine private Goldwährung, Bitcoin etc., um der mafiösen Korruption (die Leute an der Quelle erhalten „frisches“ Geld, während der machtferne Plebs sich mit dem inflationierten Geld zufriedengeben muß) zu unterbinden und dezentrale, private Planung möglich zu machen, allein schon weil man sparen kann, ohne Angst zu haben, daß die Inflation das harterarbeitete Geld auflöst.
Und wo wir schon bei der Zerschlagung der Mafia und ihrer Schutzgelderpresserei sind: genauso müssen Gewerkschaften, Handwerkskammern, Unternehmerverbände und andere politischer Kartelle zerschlagen werden, jedenfalls wenn es sich in irgendeiner Weise um Zwangsmitgliedschaften handelt. Jedes Machtkartell der Produzenten ist wider die Arbeitsdemokratie. Reich hat sich immer wieder darüber ausgelassen, daß es das Gegenteil von Arbeitsdemokratie, nämlich organisierte Emotionelle Pest, ist, wenn Produzenten von Gasleuchten gegen die Produzenten von Elektrolampen vorgehen, Zeppelinbauer gegen Flugzeugbauer etc. – die Pharmaindustrie gegen den Orgonenergie-Akkumulator.
Maßnahmen, wie sie Musk durchsetzt, sind zwar nur ökonomischer Natur, jedoch entsprechen sie den biosozialen Erfordernissen. Es geht hier unmittelbar um Funktionen, die jenen der sexuellen Revolution im Sinne Reichs entsprechen: Selbstregulierung, freie Entfaltung, Befriedigung primärer Impulse, Lebendigkeit, eine neue Art von Moral jenseits der sozialistischen Zwangsmoral. Dagegen wenden sich bezeichnenderweise die sexual- und lebensfeindlichen Pfaffen in einem „Grundsatzpapier zur Sozial- und Wirtschaftspolitik“, in dem sie die Gier geißeln und den Staat loben.

Der Arbeiterbewegung ging es am Anfang um das Naheliegende: einen möglichst großen „Anteil am Kuchen“. Alles hat seinen Preis, auch die Arbeit! Es war ein simpler Machtkampf zwischen „Arbeit und Kapital“ um „gerechte“ Löhne. Die Marxistische Mehrwerttheorie hingegen sagt aus, daß der Kapitalismus grundsätzlich „ungerecht“, will sagen fundamental unmoralisch ist, unabhängig vom Wohlstand der Arbeiter im jeweiligen kapitalistischen Land. Demnach sind „Arbeitskämpfe“ aus Marxistischer Sicht vollkommen sinnlos und dienen den Marxisten allenfalls der antikapitalistischen Indoktrination der Arbeiter. Trotzki hat ausgeführt, daß, auch wenn jeder einzelne Arbeiter einen Lohn erhält, der ihn zum Millionär macht, das System ausbeuterisch ist und bleibt, solange der von den Arbeitern erwirtschaftete Mehrwert ungerechterweise in der Tasche der Kapitalisten verschwindet. Anders kann man die zutiefst moralische, fast schon religiöse Inbrunst der Kommunisten auch kaum verstehen!
Die Mehrwerttheorie hat eine einzige Funktion: die Deslegitimierung privater ökonomischer Betätigung. In diesem Sinne ist sie Roter Faschismus. In einer abwegigen Wendung ist sie sogar Schwarzer Faschismus, denn Engels (und damit automatisch auch sein Parasit Marx) war selbst Kapitalist. Engels argumentierte, daß er (getreu der Marxistischen Gesellschaftsanalyse) nichts tun könne, um das Los seiner eigenen Arbeiter zu verbessern, denn deren Lage sei dem Kapitalismus an und für sich inhärent. Die perfekte Rechtfertigung für Ausbeutung, die später von den Kommunisten in den „staatskapitalistischen“ Ländern auf die Spitze getrieben wurde!
Abgesehen davon gibt es etwas, das zugunsten der Mehrwerttheorie bzw. der ihr zugrundeliegenden Arbeitswerttheorie spricht: bis heute kann die „bürgerliche“ Ökonomie nicht erklären, wie überhaupt „Wert“ entsteht. Marx zufolge ist er die „geronnene“ lebendige Arbeit des kollektiven Arbeiters. Die „bürgerliche“ Ökonomie hat dem hingegen Konzepte, wie dem vom individuellen „Geistkapital“ ins Feld geführt, d.h. sie hebt die unternehmerische Initiative und Expertise hervor, ohne die die Wirtschaft brachliegen würde.
Wahrscheinlich kann das Rätsel, wie Wert produziert wird, nur durch Reichs Entdeckung der kosmischen Überlagerung bzw. ihrer orgonometrischen Formulierung gelöst werden:

Durch Beseitigung der Kapitalisten als Klasse und damit der Beseitigung der „geistigen Produktivkraft“ wird die Erschaffung von Wert unmöglich gemacht, wie die Geschichte des Kommunismus plastisch vor Augen geführt hat. Das gleiche läßt sich sagen, wenn die „lebendige Produktivkraft“ der Arbeiterklasse zerstört wird, wie gegenwärtig beim Zerfall der liberalen Gesellschaft (Drogen, Bürgergeld, die Jugend-„Kultur“, der generelle sittliche Verfall im allgemeinen und der Arbeitsmoral im besonderen). Charakteristischerweise fördern Marxisten diesen Zerfall, um die „Aufhebung“ des Kapitalismus in einer Art „Jüngsten Gericht“ voranzubringen.
Was also ist Wert? Es ist das „A“ in der obigen Gleichung: das Produkt der Überlagerung von Kapital und Arbeit. Dieses Produkt „A“ ist dabei eine mittelbare Fortführung der kosmischen Orgonenergie „N“: „geronnene Orgonenergie“, wenn man so will. Marx hat alles getan diese „Wertschöpfung“ zu verunmöglichen.
Um zum Anfang zurückzukehren: Beim Konflikt zwischen Arbeit und Kapital geht es letztendlich um die Würde der Arbeit, d.h. um ihren Wert, nicht nur um ihren Preis. Es ist so ähnlich wie mit dem Gold: ich kaufe es zum jeweilig aktuellen und ständig fluktuierenden Preis, weil ich weiß, daß es einen intrinsischen Wert hat, denn es ist das ultimative Mittel, um Wert zu speichern. Letztendlich ist es das Kapital: ich kann mit ihm eine Fabrik kaufen und Arbeitskräfte einstellen! Kapital ist eine Entsprechung des Gedächtnisses (Fertigkeiten, Expertise, Geistkapital) und der Erstrahlung (Wertspeicher): t à L.
Arbeit (die Arbeitsleistung) wird gekauft, hat demnach einen Preis. Gleichzeitig hat sie aber auch einen Wert. Im Gegensatz zum rein instrumentellen, toten Faktor „Fabrik“ ist die lebendige Produktivkraft, die Arbeitskraft, die einzige Ware, die aus sich selbst Wert erschafft: L à t. Sie ist die Kreiselwelle in Aktion, etwa indem Arbeiter etwas „von Hamburg nach Bremen“ tragen. Das hat seine Entsprechung in der Rolle der Gravitation („Anziehung“) im Universum (L à t).
Problem ist, daß die Funktion Arbeit ohne „Gedächtnis und Erstrahlung“ ziellos ins Leere läuft, genauso wie eine Fabrik ohne Arbeiter „totes Kapital“ ist. Diese Fabrik wäre wie eine DNA („Gedächtnis“), die ohne mRNA, Ribosomen, tRNA etc. keine Proteine „fabrizieren“ kann.
Marx ging es um den „Unterbau“, um vom „Überbau“ (dem Über-Ich) abzulenken, er verkaufte das aber als Überwindung von Max Stirners Ansatz:
Der Sparren, den Sankt Max [also Max Stirner] in den Köpfen der Menschen entdeckt, ist nichts als sein eigner Sparren, der Sparren „des Heiligen“, der die Welt sub specie aeterni betrachten und sowohl die heuchlerischen Phrasen wie die Illusionen der Menschen für die wirklichen Motive ihrer Handlungen versieht; weswegen auch der naive, gläubige Mann getrost den großen Satz ausspricht: „Fast die ganze Menschenwelt hängt am Höheren.“ [Der Einzige, S. 57] Der „Sparren“ ist „eine fixe Idee“, d.h. „eine Idee, die den Menschen sich unterworfen hat“, oder, wie wir später populärer gesagt wird, allerlei Abgeschmacktheiten, die die Leute „sich in den Kopf gesetzt haben“. Mit spielender Leichtigkeit ergibt sich für Sankt Max, daß alles, was die Menschen sich unterworfen hat, z.B. die Notwendigkeit zu produzieren, um zu leben, und die davon abhängigen Verhältnisse eine solche „Abgeschmacktheit“ oder „fixe Idee“ ist. (Marx: Die deutsche Ideologie, In: Frühe Schriften, Zweiter Band, Herausgegeben von Hans-Joachim Lieber und Peter Furth, Darmstadt 1971, S. 180)
Bei „Stirner“ ist auch dies Bewußtsein „alle jeworden“, er glaubt wirklich an die Herrschaft des abstrakten Gedanken der Ideologie in der heutigen Welt, er glaubt, in seinem Kampfe gegen die „Prädikate“, die Begriffe, nicht mehr eine Illusion, sondern die wirkliche Herrschermächte der Welt anzugreifen. Daher seine Manier, alles auf den Kopf zu stellen, daher seine enorme Leichtgläubigkeit, mit der er alle scheinheiligen Illusionen, alle heuchlerischen Beteuerungen der Bourgeoisie für bare Münze nimmt. (Die deutsche Ideologie, S. 276)
Das ist imgrunde die gleiche Litanei, die das Marxisten-Gesindel bis zum heutigen Tage gegen Reich richtet. Mit dem gleichen Duktus!
Marxisten sind Fanatiker der „humanen Vernunftreligion“: „Bleibt die Meinung bestehen, so habe Ich meinen Gott (Gott ist ja nur als ‚mein Gott‘, ist eine Meinung oder mein ‚Glaube‘); also meinen Glauben, meine Religion, meine Gedanken, meine Ideale. Darum muß ein allgemein menschlicher Glaube entstehen, der ‚Fanatismus der Freiheit‘. Dies wäre nämlich ein Glaube, welcher mit dem ‚Wesen des Menschen‘ übereinstimmte, und weil nur ‘der Mensch‘ vernünftig ist (Ich und Du können sehr unvernünftig sein!), ein vernünftiger Glaube“ (Der Einzige, S. 141).
Wir, du und ich, sind in ihren Augen die Unvernunft, nicht etwa weil wir „Kapitalisten“ (Anhänger des Kapitalismus) sind, sondern weil wir nicht an ihren „Gott“, die Vernunft, glauben, die es zu offenbaren gelte. Doch unser höchstes Ziel ist die Selbstoffenbarung (Parerga, S. 91). Der von allem Fremden (Über-Ich) befreite Ich ist Eigner seiner selbst, d.h. ein Mensch, der sich selbst offenbart (Parerga, S. 88).
(…) das Religiöse besteht in der Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Menschen, d.h. mit der Aufstellung einer zu erstrebenden „Vollkommenheit“, in dem „nach seiner Vollendung ringenden Menschen.“ (…) es besteht in der Fixierung eines Ideals, eines Absoluten. Die Vollkommenheit ist das „höchste Gut“, der finis bonorum; das Ideal eines Jeden ist der vollkommene Mensch, der wahre, der freie Mensch usw. (Der Einzige, S. 269)
Ich Meinesteils gehe von einer Voraussetzung aus, indem Ich Mich voraussetze; aber meine Voraussetzung ringt nicht nach ihrer Vollendung, wie der „nach seiner Vollendung ringende Mensch“, sondern dient Mir nur dazu, sie zu genießen und zu verzehren. Ich zehre gerade an meiner Voraussetzung allein und bin nur, indem Ich sie verzehre. Darum aber ist jene Voraussetzung gar keine; denn da Ich der Einzige bin, so weiß Ich nichts von der Zweiheit eines voraussetzenden und vorausgesetzten Ich’s (eines „unvollkommenen“ und „vollkommenen“ Ich’s oder Menschen), sondern, daß Ich Mich verzehre, heißt nur, daß Ich bin. Ich setze Mich nicht voraus, weil Ich Mich jeden Augenblick überhaupt erst setze oder schaffe, und nur dadurch Ich bin, daß Ich nicht vorausgesetzt, sondern gesetzt bin, und wiederum nur in dem Moment gesetzt, wo Ich Mich setze, d.h. Ich bin Schöpfer und Geschöpf in Einem. (Der Einzige, S. 167)
Darum verachtest Du den Egoisten, weil er das Geistige gegen das Persönliche zurücksetzt, und für sich besorgt ist, wo Du ihn einer Idee zu Liebe handeln sehen möchtest. Ihr unterscheidet Euch darin, daß Du den Geist, er aber Sich zum Mittelpunkte macht, oder daß Du Dein Ich entzweist und Dein „eigentliches Ich“, den Geist, zum Gebieter des wertloseren Restes erhebst, während er von dieser Entzweiung nichts wissen will, und geistige und materielle Interessen eben nach seiner Lust verfolgt. (Der Einzige, S. 32)
Besser als Max Stirner, unser Erlöser, kann man das Über-Ich kaum beschreiben!
Der Kapitalismus funktioniert, wie nicht zuletzt die sozialistischen Länder bewiesen haben. Den Kapitalismus hat sich niemand ausgedacht. Er ist schlicht die Wirtschaftsweise des gepanzerten Menschentiers. Alle denkbaren Alternativen müssen scheitern, weil ihnen die bioenergetische Grundlage fehlt. Das einzige, was man tun kann, ist die lebenspositiven und die lebensnegativen Strömungen im Kapitalismus dingfest zu machen und entsprechend zu unterstützen bzw. ihnen jede Unterstützung zu entziehen. Man denke nur an die „offenen Grenzen“, die zu einer lebensfeindlichen multikriminellen Hölle führen.
Der Kapitalismus ist also nicht der Weisheit letzter Schluß! Worauf beruht er denn? Wie Marx ganz zu Recht analysiert hat, auf Verdinglichung. Jeder mag sich, als Extrembeispiel, selbst irgendeine widerliche Gemeinheit ausdenken, mit der man mit zur Ware degradierten Säuglingen, Kindern und Frauen Geld machen kann! Mit anderen Worten beruht Kapitalismus auf bioenergetischer Kontaktlosigkeit – auf einem kalten Herzen und einer toten Seele und einem Blick, der alles Lebendige ausblendet. Der Kapitalismus ist sozusagen die gepanzerte, d.h. „entmenschte“ Version der Arbeitsdemokratie.
Wie steht es in mit Zins und Zinseszins? Zinskritische Argumente imponieren als durchweg abstrakt und weltfremd. Daß Zinskritik unter dem Motto „Auflösen der Blockaden, Geld muß Fließen!“ in den geistig umnachteten Randbereichen der Orgonomie soviel Furore macht, gemahnt an entsprechende Bestrebungen in der „Körperpsychotherapie“, wo „Energie fließen“ soll. Was dabei geflissentlich übersehen wird, ist, daß zuerst einmal energetischer Kontakt hergestellt werden muß, bevor irgendwas fließen kann ohne Chaos zu erzeugen. Eine kontaktvolle, d.h. wirklichkeitsgerechte Sichtweise würde sowohl den Jüngern Silvio Gesells als auch den Jüngern Alexander Lowens das Wasser abgraben.
Kredit und Zins entsprechen dem Grundwesen der Arbeitsdemokratie, was man daran sieht, daß sie im Kapitalismus ein undurchdringliches Geflecht gegenseitiger Verpflichtungen knüpfen, die über Landesgrenzen hinaus den gesamten Planeten zu einem hochenergetischen Superorganismus machen. Man verfolge nur auf den entsprechenden Weltkarten im Internet die Bewegung der Flugzeuge und Schiffe auf dem Globus: eingegangene Verpflichtungen werden erfüllt und dabei immer neue eingegangen. Problem ist, daß das, was einst ein per definitionem kontaktvoller, da bioenergetischer Vorgang von Erregung, Erstrahlung, wechselseitiger Anziehung, Freundschaft, Empathie und sogar Liebe war, mittlerweile zu einer sadomasochistischen Geißel entartet ist. Die Antwort kann nicht sein, durch irgendwelche künstlichen Mechanismen, etwa „Schwundgeld“, das zu zerstören, was die Gesellschaft am Laufen hält, sondern zunächst einmal die Zusammenhänge zu begreifen, was der erste Schritt ist, die Entartung aufzuheben und wieder kontaktvoll zu – handeln.
Das Christentum erinnert in vieler Hinsicht an den Alkohol. Man wird warm, „angeheitert“, „sentimental“ oder verfällt gar einem dionysischen Rausch. Aber es ist nur vorübergehend und betrifft kaum den Alltag, d.h. es kommt nicht zur Persönlichkeitsänderung. Ganz anders ist das mit dem Buddhismus und ähnlichen östlich inspirierten Glaubensbewegungen bestellt. Es geht stets um Meditation und andere Manipulationen am okularen Segment und der energetischen Struktur des Körpers („innere Alchimie“). Folge ist stets eine Persönlichkeitsänderung und, wie in Die Massenpsychologie des Buddhismus ausgeführt, die Umwandlung von Emotion in Sensation.
Alkohol und Cannabis sind zwar beides Rauschdrogen, die erstere sogar potentiell eine der mörderischten überhaupt, aber es sind zwei vollkommen verschiedene Paar Schuh! Das gleiche gilt für Christentum und Buddhismus: es sind beides Religionen, die erstere kann sich sogar zu gemeingefährlichem Fanatismus steigern, doch das heißt nicht, daß der im ganzen friedfertigere und im übrigen auch philosophisch unweit konsistentere Buddhismus im bioenergetischen Sinne harmloser ist. Tatsächlich verunmöglicht er (und ähnliche Systeme) die Annäherung an das Lebendige. Wer das bestreitet, hat schlichtweg so gut wie nichts vom Buddhismus, d.h. die Überwindung des Leidens („Ego, Begierde, Haß“, d.h. der Emotionen schlechthin) begriffen!
Das gleiche gilt für die Cannabiskonsumenten: Meine Güte, schaut euch doch eine beliebige „Cannabis-Kultur“ an, etwa die „Headshops“, hört euch die Musik an, laßt den cannabis-inspirierten „Humor“ auf euch wirken.
Tatsächlich geht es hier gar nicht um Religion, sondern um bioenergetische Zustände. Menschen, die sich von ihren christlichen Wurzeln entfremdet haben, tun instinktiv alles, um eine bioenergetische Veränderung in ihrer Umwelt hervorzurufen, in der der „Christus-Impuls“, der bioenergetische Kern, sich nicht entfalten kann. Da es aber kein Vakuum geben kann, treten an seine Stelle „Dämonen“, d.h. die isolierten Bestrebungen („sekundären Triebe“) der Panzerung. Die Menschen verfallen den Dämonen, die nichts anderes sind als Verkörperungen von ORANUR und DOR. Das wird im Neuen Testament sehr schön beschrieben.
In einer solchen Welt gibt es zwar noch Sensationen, aber charakteristischerweise keine Emotionen mehr. Der Mensch wird zu einer Maschine, in der Signale verarbeitet werden. Da gibt es keinen Unterschied zwischen dem Mechanismus und Mystizismus:
Krönender Abschluß der Cannabis-Zivilisation ist das sogenannte „amotivationale Syndrom“, eine alles bestimmende demobilisierende Lethargie. Es ist, als würden die Konsumenten auf chemische (oder eher „alchimische“ – siehe oben!) Weise zu Sozialisten gemacht!
Mary Heitzeg (University of Michigan Medical School) hat untersucht, wie Marihuana auf das dopamin-ausschüttende Belohnungszentrum im Gehirn wirkt. Jene Probanden, die gewohnheitsmäßig Cannabis konsumierten, reagierten bei entsprechenden Versuchsreihen nicht so stark auf die Aussicht Geld zu gewinnen, wie es normale Menschen taten.
Die Menschen in der Studie, die häufiger Marihuana verwendeten, zeigten schwächere Gehirn-Reaktionen im Laufe der Zeit als diejenigen, die die Droge weniger häufig oder überhaupt nicht Marihuana verwenden (…). Je mehr Marihuana eine Person geraucht hat, desto schwächer reagiert ihr Gehirn (…). Die neue Forschungsstudie fügt sich zu anderen, die darauf hinwiesen, daß Marihuana-Konsum mit Problemen bei emotionalen Funktionen und schulisch-akademischen Leistungen verknüpft ist, und auch mit Änderungen in der Struktur des Gehirns (…).
Zu naheliegenden Einwänden, die auch im Zusammenhang mit dieser Studie wieder aufkamen, siehe hier:
Frühere Untersuchungen hatten bereits darauf hingedeutet, daß sich die Belohnungssysteme nach längerem Nichtkonsum wieder normalisieren. Dies wurde als wichtiger Hinweis dafür gewertet, daß tatsächlich Cannabiskonsum – und nicht etwa ein bereits zuvor gestörtes Belohnungssystem (mit der Folge einer sogenannten „Selbstmedikation“ der Konsumenten) – als Ursache des Zusammenhangs anzusehen sei.
Es ist offensichtlich, warum die kommunistischen Verschwörer seit über einem halben Jahrhundert alles tun, um THC-Konsum, dessen demotivierende Wirkung von jeher offensichtlich war, zur Norm unter Jugendlichen zu machen. Indem die bioenergetische Erregung gesenkt wird, wird dem Kapitalismus buchstäblich das Wasser abgegraben. Wer sich noch an die 1970er Jahre erinnert: das wurde von den Verschwörern explizit so bekundet! Ich kann mich noch lebhaft erinnern, wie mich die Agenten der Verschwörung etwa mit Heinrich Bölls „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ entsprechend indoktrinieren wollten. Kurze Zeit später gründete derartiges linkes Gesindel Die Grünen. Wirklich: um diesen linksversifften Abschaum verstehen zu können, muß man Böll kennen!
Kenntnis der „biopsychischen Struktur“ aus 1. Kern, 2. sekundäre Schicht, 3. Fassade setze ich voraus.
Was als erstes bei den heutigen Jugendlichen und Jungerwachsenen ins Auge springt, ist das vollkommene Aufgehen in der sozialen Fassade, d.h. in der äußeren, sozialen Oberfläche der biopsychischen Struktur. Das zieht sich durch alle jugendlichen Gruppierungen von der Antifa bis zu den Neurechten und umfaßt insbesondere auch die, die sich in jeder Hinsicht „mittig“ peinlich genau in den bundesdeutschen Mainstream einpassen (Marke „Junge Union“ oder „Junge Liberale“). Durchweg geht es, wenn auch in den unterschiedlichsten Ausprägungen, um zweierlei: sich in Ermangelung eines eigenen Ich vollkommen in die Gemeinschaft einzupassen und, was nicht im Widerspruch zum ersten Punkt steht, sondern diesen weiter akzentuiert, sich selbst zu „maximieren“ – durch Anpassung.
Die Linken versuchen sich einander in der politisch korrekten Moral und vor allem in einer vermeintlichen „Gewitztheit“ bei der Verteidigung der Undrückten gegenseitig zu überflügeln. Daß sie sich als Kollektivisten vollkommen in der sozialen Oberfläche der Charakterstruktur erschöpfen ist offensichtlich. Ähnliches läßt sich aber auch über den besagten „Mittigen“ sagen, bei dem es ganz mondän und „amoralisch“ darum geht, selbst mehr Erfolg und mehr „Fun“ im Kapitalismus zu haben als das Gegenüber – über das er sich so indirekt definiert. Die neurechten Jungspunde, die sich wähnen Pioniere einer glorreichen neo-feudalistischen Zukunft zu sein, die jene ausscheidet, die nicht „excelsior“ sind, sind nur das Extrem dieser neoliberalkonservativen Hohlheit.
Was diesen drei Gruppen der Jugend abgeht, ist, daß sie erstens nicht befriedigbar sind und zweitens vom bioenergetischen Kern vollkommen abgeschnitten sind. Nichts, rein gar nichts, keine „Gerechtigkeit“ der Welt, wird jemals den Antifanten befriedigen können. Selbst wenn auch noch der letzte Unterdrückte und selbst der letzte empfindende Organismus „befreit“ wurde – wird die Unterdrückung der unbelebten Natur bleiben. Selbst wenn du als junger, aufstrebender Spießer exklusiv die Antarktis besuchen durftest, wird dich ein anderer mit seinen Abenteuern auf den Osterinseln beschämen. Die großartigsten geopolitischen Ideen des rechten „Influencers“ werden von einem noch größeren neu-rechten Klugschwätzer hinweg gewischt werden – da diese sogar noch substanzloser sind.
Diese Jugendlichen sind nicht befriedigbar, weil sozusagen „niemand zu Hause ist, der das Paket empfangen und aufmachen könnte“. Es fehlt an Identität, Echtheit, Eigenheit, kurz am Kontakt zum bioenergetischen Kern. In der autoritären Gesellschaft vor 1960 wurde dieser bioenergetische Kontakt typischerweise durch bioenergetische Expansion hergestellt, bei der man sich selbst bestätigen und sich selbst ausdrücken konnte. Man verwirklichte sein „Ichideal“. Das änderte sich mit der alles verheerenden „sexuellen Revolution“ nach 1960, d.h. der größten Attacke auf die individuelle und gesellschaftliche Panzerung seit mindesten 6000 Jahren. Es kam aufgrund des damit einhergehenden Schocks zu einer universellen Flucht in die Kontaktlosigkeit und Oberflächlichkeit, buchstäblich einer Flucht „nach außen und nach oben“. Das prägt die heutige antiautoritäre Gesellschaft, in der keiner mehr aus sich heraus lebt, sondern auf den anderen als „Ichideal“ schaut, das dergestalt tatsächlich zu einem „Fremdideal“ wurde. Dergestalt wurde bioenergetische Expansion zum Weglaufen vor sich selbst als Lebensprinzip. Man suche heute nach „Charakteren“, wie sie früher das Land bevölkerten. „Remakes“, etwa von Das Boot, sind faktisch unmöglich, weil die jungen Schauspieler alle gleich aussehen und null Ausstrahlung haben. Sie verkörpern kein Fatum mehr!
Die mit der antiautoritären Pseudoexpansion einhergehende verstärkte Augenpanzerung („oben“), anstelle der „traditionellen Muskelpanzerung“ („unten“), sowie die Oberflächlichkeit, die an die Stelle der alten mystisch verzerrten Tiefe getreten ist, machte die absurde antifantische Identifizierung mit Indianern, Negersklaven, „Werktätigen“ etc. möglich. Die ganz im BRD-System aufgehenden angehenden Karrieristen schauen wie Ameisen ganz ideologiefrei, was die andere Ameise tut. Von Authentizität kann keine Rede mehr sein, was auch für die wachsende neurechte Minderheit gilt, die den „Übermenschen“ markiert, ohne auch nur den Anflug einer Ahnung von der Tragik zu haben, von der Nietzsche sprach. – Und genau das ist die Tragik: Gott ist tot und statt erschüttert zu sein, lächeln sie blöde. Der letzte Mensch macht das Licht aus.
Bald wird in deutscher Übersetzung ein entscheidendes Buch erscheinen, das Reich in seinen letzten Jahren stark beeinflußt hat. Es beschäftigt sich mit Nietzsche und dem Sexus und – dem Schicksal… Nietzsches persönlicher Fall ins Nichts wird die Menschheit als ganzes ereilen, wenn… Es gibt kein Weg mehr zurück hinter die Feuerwand der sexuellen Revolution. Genausowenig gibt es ein Vorwärts ins – Nichts. Was bleibt, ist zunächst einmal ein Innehalten und sich bewußt zu werden, was eigentlich geschehen ist, statt blind so weiterzumachen.