Sozialdarwinismus (Teil 2)

25. August 2015

In Teil 1 haben wir uns mit einer Möglichkeit, Arbeit und Antiarbeit voneinander zu unterscheiden, beschäftigt. Eine weitere Herangehensweise läge vielleicht darin, ökologische Betrachtungsweisen auf das Wirtschaftsleben zu übertragen. Demnach wäre Antiarbeit alles, was dem arbeitsdemokratischen „Ökosystem“ schadet.

Leider tut Hans Hass so, als würden die Energone ihre positiven Energiebilanzen im luftleeren Raum erzielen. Er scheint zu vergessen, daß alle Berufstätigen in einem Ökosystem verankert sind, nur daß hier die Fauna nicht aus Tieren, sondern aus anderen Berufstätigen besteht. So wäre z.B. ein Bäcker ohne Schuster, Arzt und Bauer überhaupt nicht in der Lage seine Brötchen zu backen, weshalb er sich ihnen ja auch mit „Tit for Tat“ nähern muß.

Daß Hass dies Eingebundensein so wenig in Betracht zieht, ist umso erstaunlicher, als er ja selber den Berufstätigen nicht auf den berufstätigen Menschen selber beschränkt, sondern auch alle für seine Erwerbstätigkeit notwendigen Einheiten umfassen läßt. Aus dieser Sichtweise ist aber unser Bäcker schon von vornherein in einen übergeordneten Organismus eingeordnet, ohne daß er erst Angestellter in einer Großbäckerei (also einem umfassenderen Energon) werden muß.

Demnach können wir die gesamte Arbeitsdemokratie als „übergeordnetes Lebewesen“ betrachten. In der Biologie wäre das so, als würde man z.B. Wälder, Wiesen oder Teiche so betrachten, wie Stephan Lackner es tut:

Ein gesundes, unbeschädigtes Gehölz schützt und stützt seine Einzelglieder. Der Waldrand mit seinen dichtverwobenen, bis zum Boden hinunter belaubten Ästen, die er der Außenseite zukehrt, ist ein Organ, genauso wie die Haut eines Tieres ein Organ ist. Dieser Mantel ist grundsätzlich anders konstruiert als das hohle, kahlstämmige Waldesinnere, das dem Knochengerüst vergleichbar ist. Zusammen bilden sie einen großen Organismus. (Die friedfertige Natur, München 1982)

Man kann sogar noch weiter gehen und die gesamte Erde als Lebewesen betrachten, das James Lovelock, wie in Die Orgonomie und die Energetik (Teil 2) erwähnt, „Gaia“ nennt. Lovelock sagt, „daß die Biosphäre eine sich selbst regulierende Wesenheit darstellt, dazu befähigt, unseren Planeten gesund zu erhalten, indem sie die chemische und physikalische Umwelt überwacht“.

Man denke auch daran, daß nach Reich sowohl der Mensch als auch die Atmosphäre eine Abpanzerung durch DOR erfahren können, daß also Gaia sich genauso panzern kann wie der Mensch.

Hass lehnt es jedoch strikt ab, Ökosysteme als Lebewesen zu betrachten. Denn im Gegensatz zu Energonen hätten Ökosysteme keinen Wirkungsgrad (die Entropie nimmt ab), sondern wären lediglich Gleichgewichtszustände (die Entropie bleibt konstant). Nach Hass befinden sich jene Systeme im Gleichgewichtszustand, denen nicht „das Kunststück durchschnittlich positiver Energiebilanzen gelingt. Hier zieht der Energonbegriff eine klare Grenzlinie.“ Hier hätten wir „die Kluft, welche die anorganische von den organischen Ordnungen trennt“ (Naturphilosophische Schriften, Bd. 2, München 1987).

Mit dem Orgonenergie-Akkumulator hat Reich gezeigt, daß diese Kluft nicht besteht und daß an der traditionellen Thermodynamik etwas nicht stimmen kann.

Hass‘ engbegrenzter Energonbegriff hat über die Vernachlässigung von (im weitesten Sinne des Wortes) „ökologischer“ Bewertungsmuster sicherlich dazu beigetragen, daß Hass grade jene Staatssysteme, z.B. das kommunistische, als am höchsten entwickelt und den Organismen am weitesten nahekommend betrachtet hat, die aus der Sicht eines Herbert Spencer ganz im Gegenteil am wenigsten entwickelt sind und in denen sich, nach Reich, die Arbeitsdemokratie am geringsten entfaltet hat.

Hass glaubt, daß „die Machtkörper des kommunistischen Ordnungsrezepts (…) den Organismen sehr ähnlich“ sind, da:

  1. die Initiative für Erwerb und Bedarfsbefriedigung dem Einzelnen entzogen und auf die Kompetenz der Gemeinschaft übertragen ist;
  2. die Leistungen des Einzelnen nicht ihm, sondern der Gemeinschaft dienen; und
  3. dem Einzelnen zugeteilt wird, worauf er im Rahmen der Gemeinschaft Anspruch hat. (Naturphilosophische Schriften, Bd. 4)

Dazu ist grundsätzlich zu sagen, daß diese Argumentation zweifelhaft bleibt, solange Hass nicht zwischen gepanzertem und ungepanzertem Organismus unterscheidet. Geht man nämlich vom gepanzerten Organismus aus, ist es nur ein kleiner Schritt „zur staatlichen Auffassung der menschlichen Gesellschaft oder umgekehrt, von der Idee des absoluten Staates zur mechanistischen Auffassung des Organismus.“ So Reich in Äther, Gott und Teufel, wo er die Arbeitsdemokratie mit dem (ungepanzerten) Organismus gleichsetzt.

Typischerweise fällt sowohl der „mechanistische gepanzerte Organismus“ als auch der „absolute Staat“ in eins mit seinem angeblichen Gegenteil: dem absoluten Chaos. So zeichnet sich der Zwangscharakter durch einen übergroßen Ordnungssinn aus, der jederzeit in sein schlampiges Gegenteil umschlagen kann. Viele Historiker haben sich verwundert darüber gezeigt, wie chaotisch und desorganisiert der nationalsozialistische Staat doch war. Das gleiche Phänomen fand sich im Realsozialismus.

Zwangsordnung und Chaos sind genauso funktionell identisch wie Ordnung und Freiheit. Weil zu viel „Ordnung“ Chaos bedingt, funktionieren weniger zwangsorganisierte Systeme besser und sind deshalb auch höher entwickelt. So ist Hass’ an Thomas Hobbes gemahnende Postulierung, daß der Kommunismus in seiner Organisation am höchsten entwickelt ist und darüber hinaus den natürlichen organismischen Verhältnissen am nächsten kommt, eine krasse Fehleinschätzung. Immerhin warnt aber Hass davor, daß gewaltsame (also sozialistische) Eingriffe in Wirtschaftssysteme den gleichen Effekt haben, wie gewaltsame Eingriffe in Ökosysteme. Und Hass schreibt, daß sowohl in „den Lebensräumen der Natur“ als auch im „liberalen Staat“ das „laisser fair laisser passer“ gewahrt bleiben.

Spencer unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Organisationstypen der Gesellschaft:

Die eine entspringt unmittelbar aus der Verfolgung individueller Zwecke und trägt nur indirekt zur sozialen Wohlfahrt bei; sie entwickelt sich unbewußt und ist nicht zwingender Natur. Die andere, die unmittelbar aus der Verfolgung sozialer Zwecke hervorgeht und nur indirekt zur individuellen Wohlfahrt beiträgt, entwickelt sich bewußt und ist zwingender Natur. (z.n. E.V. Zenker: Der Anarchismus [1895], Berlin 1984)

Spencer spricht hier von der freiwilligen Organisation, dem „industriellen Typus“, und der zwangsweisen Organisation, dem „kriegerischen Typus“, wobei der zweite „eine Folge des Abwehrbedürfnisses der Gesamtheit nach außen ist.“ Heute würden wir vom „unternehmerischen“ und „bürokratischen“ Organisationsmuster sprechen. Beim ersten Typus dient der Staat dem Individuum egoistisch als Organ, während umgekehrt beim zweiten Typus das Individuum „altruistisch“ zum Organ des Staats wird.

Den bürokratischen Typus finden wir im feudalistischen Absolutismus und im sozialistischen „Neofeudalismus“, während wir dem unternehmerischen Typus, der dem Ideal der Arbeitsdemokratie noch am nächsten kommt, im Kapitalismus begegnen. Nach diesem Schema wollen wir jetzt die vier Grundformen des Staates betrachten, die Hans Hass konstatiert (wobei unsere Darstellung in Einzelheiten aber gewichtig von Hass abweicht). Die ersten drei Grundformen gehören dem bürokratischen Typus an:

  1. Warum Spencer den bürokratischen Typus „kriegerisch“ genannt hat, sieht man am klarsten in seiner ersten Ausformung. Hier ist der Staat der Berufskörper des Herrschers, der ein Volk versklavt hat und es ausbeutet. Man denke an die Mongolenherrschaft über Rußland. Wir haben, so Hass, einen „schlechten Herrscher“ vor uns, der blind seine Erwerbsquelle ausplündert und damit seine eigene Lebensgrundlage untergräbt. Auf diese Weise, d.h. aus reinem Machtkalkül heraus, entstehen zwangsläufig Verbesserungen dieses Systems, die mit einer fortschreitenden „Humanisierung“ verbunden sind. In Wirklichkeit findet bei dieser Befriedung jedoch eine noch weitere Ausweitung des Staates statt, der schließlich die gesamte Gesellschaft umfaßt, so daß wir am Ende einen „Ameisenstaat“ vor uns haben. Diese Abfolge können wir uns an der russischen Entwicklung von der Mongolenherrschaft, über das Zarentum, bis zur kommunistischen Utopie vergegenwärtigen.
  2. Die erste Stufe dieser Verbesserung haben wir vor uns, wenn der reine Ausbeuter zu einem „guten Herrscher“ wird, der wie ein Parasit jedes Interesse hat, daß es seinem Wirt, also der Arbeitsdemokratie, einigermaßen gut geht. Das beste Beispiel für diese Entwicklung von Modell 1 zu Modell 2 ist der Wechsel von der SBZ zur „DDR“. Wurde der östliche Teil unseres Vaterlandes nach dem Krieg von den Sowjets noch offen ausgeplündert, änderte sich die reine Ausbeutung zur (naja…) sorgsamen Pflege, als sich das sozialistische Staatensystem ausbildete. Es entstand ein Staat, die „DDR“, der sich aktiv darum bemühte das Wirtschaftsleben funktionsfähig zu erhalten, um dem Parasiten, also der Nomenklatura, eine kontinuierliche Versorgung zu garantieren. Groteskerweise haben so die Kommunisten ihren Staat exakt nach dem Muster aufgebaut, das Marx in Das Kapital vom Staat als „Verwalter von Bourgeoisie-Interessen“ gezeichnet hat. Nach Hass hat Marx hier unser Modell 2 beschrieben, für das „die Scheinheiligkeit ein wichtiger Faktor“ sei. Man betrachte aus dieser Perspektive die Rolle, die die Ideologie im Ostblock einnahm!
  3. Die letzte Stufe der Befriedung des „kriegerischen“ Staatstypus würde dem entsprechen, was Hitler für die Nachkriegszeit als sozialistische „Volksgemeinschaft“ geplant hatte und was Chruschtschow, der letzte große Utopist Osteuropas, als „Volksstaat“ vorschwebte. Damit waren Systeme gemeint, in denen die Scheinheiligkeit überflüssig ist, weil alle Interessenkonflikte in einer allumfassenden Einheit aufgehoben sind – was genau dem Zustand bei den Ameisen entspricht. Selbstverständlich wird dies eine Utopie bleiben, nicht nur weil es den Interessen der Nomenklatura widerspricht, wie ja der Sturz Chruschtschows durch Breschnew gezeigt hat, sondern auch, weil der Mensch einfach nicht zur solidarisch-kollektivistischen Ameise geschaffen ist. Erstens reagiert er auf Zwang und nivellierende Einordnung mit unterschwelliger Rebellion, so fand im Ostblock über 40 Jahre hinweg „Dienst nach Vorschrift“ statt, und zweitens ist er nicht beliebig manipulierbar. Man denke an die Jugend im Ostblock, die vom Säuglingsalter an sozialistisch geformt wurde, nur um sich dann ihrer Natur gemäß dem Westen zuzuwenden.

Demnach war es dem Kommunismus grundsätzlich verwehrt, sich „natürlich“ weiterzuentwickeln und sich so zu stabilisieren. Aus dieser Sackgasse, in die der Rote Faschismus geraten ist, gibt es prinzipiell nur zwei Auswege – die nicht gangbar sind:

  1. Da sich also der Sozialismus von einer Pseudowissenschaft zur reinen Utopie verflüchtigt hat, versucht man krampfhaft das Modell 2 durch Reformen lebensfähig zu erhalten. Aber das führt zu nichts, da die Reformen immer inkonsequent bleiben müssen und deshalb das Chaos nur noch weiter erhöhen. Diese oberflächlichen Lockerungen erzeugen, da die entstandene Unordnung wieder bereinigt werden muß, eine stärkere Verhärtung. Lockert man z.B. das Plansystem und wird, gegen den Protest der Bevölkerung, die Preisgestaltung liberalisiert, muß es unweigerlich zu Ungleichgewichten in der Wirtschaft kommen, die wohl in einem freien Markt schnell wegreguliert werden würden, in einem sozialistischen System aber nur zerstörerisch wirken können. Das ist ähnlich wie bei der Lösung der Panzerung im menschlichen Organismus: wird sie nicht fachgerecht durchgeführt, führt die provozierte Orgasmusangst zu nur noch mehr Panzerung. Entsprechende Erfahrungen mußte die Wirtschaft der „DDR“ in den 1960er Jahren machen, als Reformen eingeleitet wurden, die vergleichbar jenen waren, die später Gorbatschow für die UdSSR anvisierte. In der „DDR“ war das Ergebnis eine verschlechterte Versorgung, weil die weitgehend vom Plan befreiten Betriebe ohne Rücksicht auf die Gesamtwirtschaft sich dort engagierten, wo es für sie am bequemsten und günstigsten war. Da aber die Verteilungswirtschaft grundsätzlich erhalten blieb, hatte dies den gegenteiligen Effekt wie im Westen. In der „DDR“ hatte es zur Konsequenz, daß die Planung verstärkt und die Wirtschaft noch weiter zentralisiert wurde. Die groteskeste Auswirkung solcher Reformen beobachtete man gegen Ende des Realsozialismus, als „die herrschende Klasse“, das in den staatlichen Betrieben beschäftigte Proletariat, langsam verarmte, während die kleinen Kapitalisten im neuen privaten Sektor immer reicher wurden.
  2. Als zweiter Weg aus der Sackgasse steht die Auflösung der Panzerung offen – die Revolution, in der die fachbewußten Werktätigen die kommunistischen Machthaber (die organisierte Emotionelle Pest) stürzen. Aber auch dieser Weg wird zu nichts führen, da alle charakterologischen Voraussetzungen für eine rationale Entwicklung fehlen und die „Revolution“ höchstwahrscheinlich den Roten durch den Schwarzen Faschismus ersetzt. Man darf nicht vergessen, daß sich der Marxismus nie in einigermaßen gesunden, sondern stets in seit Jahrhunderten schwerkranken, durch „Saharasia“ geprägten Gesellschaften durchgesetzt hat; daß er in einer Atmosphäre der Gewalt gedieh, die älter ist als Stalin, Lenin oder Marx. In einem Land wie Rußland existieren einfach keine demokratischen Traditionen. Vielmehr ist ganz ohne Zutun der Kommunisten das gesamte Leben schon von je her vom orientalischen Despotismus durchseucht – der einzig fruchtbare Nährboden für Marxens Leere. Nach der KP kam, verzögert durch einige „demokratische“ Wirren, in Gestalt Putins der KGB an die Macht. Es war ähnlich wie nach Stalins Tod, als in Gestalt von Beria der KGB nach der Macht zu greifen versuchte.

Das krasse Gegenbild zum kriegerischen Typus der oben vorgestellten Modelle 1 bis 3 finden wir dort, wo der Staat einfach nur ein Gemeinschaftsorgan ist. Reich hat dies in der Massenpsychologie des Faschismus im Kapitel „Die Entwicklung des autoritären Staatsapparats aus rationalen sozialen Beziehungen“ dargelegt.

Zumindest als Ideal ist dieses Modell 4, dieses System des „laissez faire, laissez passer“ in den westlichen Demokratien angelegt. Am reinsten wohl in der amerikanischen Verfassung, die seit über 200 Jahren in Kraft ist. Hier haben sozialistische Experimente, gegenwärtig die EUdSSR, immer wieder gezeigt, daß es keinen Kompromiß zwischen dem bürokratischen und dem unternehmerischen Typus geben kann. Man denke nur daran, was in den Jahrzehnten vor Thatcher die Labour-Partei in England angerichtet hat, über deren Herrschaft Reich Anfang 1949 an Neill schrieb, daß

jene sozialistischen Staatsregierungen repräsentieren Politik und Pest in einem weit schlimmeren Maße als je irgendetwas zuvor. Und das ist keine Übertreibung.

Und was ist mit den Krisenzuständen im Kapitalismus? Der Ökonom Milton Friedmann hat darauf hingewiesen, daß für alle Wirtschaftskrisen, die über die natürlichen Schwankungen (orgonotische Pulsation) hinausgingen, einzig und allein die Regierungen und die Notenbanken, nicht der Marktmechanismus, Schuld tragen.

So haben wir wieder die schon von Spencer postulierte Antithese zwischen Freiheit und Sozialismus vor uns:

Dabei darf aber nicht aus den Augen gelassen werden, daß man diesen Antagonismus nicht a priori in ein Rechts-Links-Schema pressen kann. So hat schon Spencer darauf hingewiesen, daß der Sozialismus in den Bereich der alten absolutistischen Gesellschaftsformen gehört und auf Bismarcks staatssozialistische Neigungen hingewiesen. Entsprechend waren auch während der Französischen Revolution nicht etwa die Jakobiner, sondern die Girondisten die wirklichen Revolutionäre! Für Lenin war die deutsche Reichsbahn das Vorbild für den Sozialismus. Marx ging mit seiner Ablehnung der Gewaltenteilung vollkommen konform mit den reaktionärsten Kräften der Restauration. So erscheint auch die geschichtliche Rückbesinnung in der späten „DDR“ in einem besonderen Licht.

Es besteht nicht nur die Gefahr, daß sich ein kommunistischer Staat vom Modell 2 zum Modell 3 weiterentwickelt, sondern auch die, daß das Modell 4 zum Modell 3 degeneriert:

Hass zufolge könnten sich auch die westlichen Staaten in „vollintegrierte Energone“ verwandeln, weil die Anbieter immer mehr versuchen die Nachfrage zu kontrollieren. Das entspricht dann fast den Zuständen in einer sozialistischen Planwirtschaft, wo auch nur das nachgefragt werden konnte, was planwirtschaftlich angeboten wurde, also die Produktion die Konsumption bestimmte. Entsprechend versucht man im Westen über die Werbung künstliche Nachfrage zu erzeugen und die bestehende zu kontrollieren. Zur Degeneration des Westens gehört natürlich auch die Ausbildung von Monopolen, von denen der Verbraucher abhängig wird. Dazu kommt noch, daß die großen Konzerne die „freien Unternehmer“ von Kleinbetrieben in die Abhängigkeit zwingen und dabei mehr versklaven und ausbeuten, als es bei einem rechtlich abgesicherten gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer je möglich wäre.

Erinnert sei auch daran, was durch staatliche (sozialistische) Eingriffe angerichtet wird, die fast durchgehend zugunsten der Konzerne wirken, denen z.B. für Industrieansiedlungen die Millionen hinterhergeworfen werden – die Millionen, die der Staat per Steuer den Handwerkern und Kleinunternehmern raubt. Man denke auch daran, was die „planwirtschaftlichen“ EUdSSR-Bürokraten in der Landwirtschaft zugunsten von Agrarfabriken angerichtet haben.

Die Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU hat immer wieder den schleichenden Verfall der sozialen Marktwirtschaft zur „brutalen Machtwirtschaft“ beklagt. Dieser Ausdruck gemahnt an das, was Spencer „kriegerischen Typus“ genannt hat. In diesem Zusammenhang sind auch Herbert Gruhls Auffassungen von Interesse, wie er sie in seiner Grundsatzrede auf dem Gründungsparteitag der ÖDP (der Alternative zu den Melonen – außen grün, innen rot mit braunen Kernen) am 6. März 1982 zum Ausdruck gebracht hat:

Gruhl hebt hervor, daß die selbstregulatorische, d.h. auf den ständigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage beruhende Marktwirtschaft eine „nach ökologischen Prinzipien arbeitende Wirtschaftsform“ ist, die aber u.a. dann nicht funktionieren kann, wenn durch Monopolstellungen die Konkurrenten, „die man im Ökosystem die ‘natürliche Feinde’ nennt“, vernichtet werden. Dann führt Gruhl von der Kartell- bis zur Steuergesetzgebung alles mögliche an, was diesen Verfall der Markt- in eine Machtwirtschaft künstlich verhindert.

Sehr wichtig ist die Feststellung, daß in staatskapitalistischen Ländern viele dieser korrigierenden Einflüsse fortfallen. Infolgedessen ist dort die Machtzusammenballung total – und das heißt gleichzeitig: noch weiter entfernt von ökologischen Prinzipien.

Gut und schön, aber Gruhl scheint sich nicht zu fragen, wie denn eine Marktwirtschaft, die sich doch „ökologisch“ selbst steuert, überhaupt machtwirtschaftlich entarten konnte, d.h. auch, warum überhaupt künstlich korrigierende Eingriffe notwendig sind.

Ein weiteres Moment der Gruhlschen Analyse ist, daß sich „die westliche Version der eingeschränkten Marktwirtschaft“ durch die Einführung der „Wachstumswirtschaft“ selbst aufgehoben hätte, denn „Wachstumswirtschaft und Marktwirtschaft schließen auf die Dauer einander aus“. Man nehme eine abnehmende Nachfrage nach der Marktsättigung nicht mehr hin, sondern erhebe das wirtschaftliche Wachstum zum obersten Gesetz.

Das heißt nichts anderes, als daß die Marktkräfte ausgeschaltet werden müssen, wenn sie nicht steigernd wirken. Bleibt also die Steigerung aus, dann sind Eingriffe in den Markt nicht erlaubt, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Damit besteht auch kein grundsätzlicher Unterschied mehr zur Staatswirtschaft des Ostens, wo die Steigerung mit jedem Fünfjahresplan programmiert wird.

Gruhl bot hier eine Kritik der Hass‘schen und Marxschen Ansichten, wonach sich die Erwerbsorganisationen naturgegeben solang krebsartig ausweiten und anwachsen („Wachstumswirtschaft“) bis sie am ökologischen Kollaps zugrundegehen. Deshalb müsse, Hass zufolge, der Mensch planend eingreifen und diesen Naturprozeß bändigen. Für Gruhl jedoch ist diese Akkumulation kein natürlicher Vorgang, sondern Resultat der durch Eingriffe zerstörten natürlichen Wirtschaftsordnung – was durch neue korrigierende Eingriffe wiedergutgemacht werden muß.

Sozialdarwinismus (Teil 1)

24. August 2015

Das soziale Denken des 19. Jahrhunderts spannt sich zwischen zwei Antipoden auf: Karl Marx (1818-1883) und Herbert Spencer (1820-1903).

In seiner umfassenden Universalität war Spencer ein Vorläufer Wilhelm Reichs, befaßt sich doch Spencer in seinem zehnbändigen System der synthetischen Philosophie (1867-96) von der Psychologie, Soziologie, Ökonomie, Geschichte, Biologie, Geologie, Astronomie bis zur Kosmologie schlechthin mit der Welt als funktioneller Einheit, die er mit Hilfe eines quasi orgonometrischen Ansatzes analysiert.

Schon vor Darwin entwickelte Spencer eine vom Evolutionsgedanken ausgehende Theorie. Nach dieser Entwicklungstheorie kommt es zu einer fortschreitenden Integration verschiedener Teile zu immer größeren Einheiten, in denen es dann zu einer ebenfalls ständig fortschreitenden Differenzierung kommt. Dies falle aber schließlich mit Zerfall und Auflösung zu primitiven Organisationsniveaus zusammen, die dann Ausgangspunkt für neue Entfaltung werden.

Dieses „Gesetz der Entwicklung“ entspricht in etwa Reichs Darstellung des Orgonenergie-Metabolismus:

Spencer glaubte, daß sich die Organismen und Menschen nach diesem Gesetz an ihre ökologische bzw. soziale Umwelt durch wachsende Spezialisierung immer besser anpassen. Auch die Gesellschaft als Ganzes betrachtete Spencer als Organismus. Deshalb würden sich, gemäß der gleichzeitigen Integration und Differenzierung, die Gesellschaften zu immer mächtigeren Gebilden entwickeln, in denen aber gleichzeitig, bedingt durch die wachsende Differenzierung, die Freiheit immer weiter zunehme.

So entwickele sich die Menschheit vom militaristischen Staatsabsolutismus orientalischen Gepräges (Zwangsgemeinschaften, die sich aus indifferenten Mischungen sozialer Formen organisiert hatten) folgerichtig in Richtung individueller Freiheit und Demokratie. Der Lebensstrom würde die Menschheit also automatisch zu einem staatenlosen Zustand führen – ein Konzept, das das genaue Gegenteil von Hans Hass’ Vorstellungen der unbeeinflußten Energon-Entwicklung darstellt.

Hans Joachim Störig stellt in seiner Kleinen Weltgeschichte der Philosophie Spencers Anschauungen so dar, daß sie in jeder Beziehung in vollkommener Übereinstimmung mit der orgonomischen Soziologie stehen:

Der Sozialismus gehört nach Spencer in den Bereich der alten absolutistischen Gesellschaftsformen. (…) In einem sozialen Wohlfahrtsstaat sieht Spencer zwei große Gefahren: Erstens würde eine Zuteilung der auf den einzelnen entfallenden Anteile am gemeinsamen Arbeitsertrag durch den Staat nach Maßgabe der Bedürfnisse anstatt nach Fähigkeit und Leistung den natürlichen Wettbewerb, die Bedingung jeder Weiterentwicklung, stören und zu einem Verfall der Gesellschaft innerhalb weniger Generationen führen. Zweitens: Würde der Staat den Versuch machen, den höchst verwickelten Organismus – der unter der automatischen Selbstregulierung durch Angebot und Nachfrage zwar nicht ideal funktioniert, aber doch wenigstens funktioniert – in allen Einzelheiten selbst zu regeln, so würde das zu einer lähmenden totalen Bürokratie führen. Eine trostlose Erstarrung würde eintreten, eine Gesellschaft von Ameisen und Bienen entstehen.

Im krassen Gegensatz zum tragikomischen Schicksal der Marxschen Philosophie wurde wohl kaum je ein Philosoph derartig wie Spencer durch die spätere Entwicklung bestätigt. Trotzdem ist Spencer heute so gut wie vergessen, in den Bibliotheken findet man kaum Bücher von oder über ihn und in Geschichtswerken über Philosophie handelt man den Autodidakten Spencer verächtlich ab – was wieder im krassen Kontrast zum Schicksal Marxens steht.

Wird nicht Spencers Andenken dadurch tatsächlich fragwürdig, daß er (wie angedeutet lange vor Darwin) Wendungen wie „der Kampf ums Dasein“ und „das Überleben der Tüchtigen“ geprägt und den „Sozialdarwinismus“ begründet hat, der so viel Leid über die Menschheit brachte? (Bei Marx tauchen entsprechende „Darwinistische“ Vorstellungen bei der Theorie des „Klassenkampfes“ auf.)

Für den Evolutionsbiologen Hans Hass sind der biologische „Selektionswert“ und die wirtschaftliche „Konkurrenzfähigkeit“ von der Funktion her identisch. In diesem Zusammenhang ist eine Anmerkung interessant, die Stephan Lackner (der in den 1930er Jahren mit Reich in Kontakt stand), in seinem Buch Die friedfertige Natur (München 1982) gemacht hat, wonach die industrielle Revolution mit einer dramatischen Wandlung der Haltung zur Natur zusammenfalle. Habe vorher eine idyllisch-romantische Naturauffassung („friedfertige Natur“) vorgeherrscht, sei zusammen mit dem brutalen Konkurrenzkampf im Frühkapitalismus der Darwinismus mit seinem „Kampf ums Dasein“ aufgekommen. Lackner malt, wohl zu recht, die letzte Konsequenz des Darwinismus auch so aus, daß sie ganz der von Reich beschriebenen emotionalen Wüste entspricht:

Das Dasein ist der Krieg aller gegen alle. Die Erde ist von graugrün getarnten, mit Panzern und Stacheln bewehrten, übelriechenden und giftigen Ungeheuern überlaufen. Kein Wesen vertraut dem anderen.

Man findet sich in dieser „Darwinistischen“ emotionalen Wüste wieder, wenn Hass z.B. geradezu faschistoid schreibt:

Solange es Energone gibt, fußt deren Höherentwicklung auf einem untereinander ausgefochtenen Kampf und der damit verbundenen Eliminierung des Schwächeren. Wenn deshalb vom Menschen gebildete Gruppen die Vernichtung von anderen anstrebt, ja sogar mit vehementen Glücksgefühlen für solche Vernichtung belohnt werden, fällt es keineswegs aus der üblichen Praxis, sondern entspricht jenem rücksichtslosen Willen zur Macht, der die gesamte Evolution kennzeichnet und in dem bereits Nietzsche den tiefsten Wesenszug der Lebensentfaltung sah. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

So nimmt bei Hass der Lebensstrom den gleichen Charakter an, der auch den Hegelschen „Weltgeist“ auszeichnet. Beides sind diabolische Mächte, die von den Individuen Macht ergreifen, sie benutzen, aussaugen und dann als leere Hüllen fallenlassen, wenn sie ihre Funktion erfüllt haben. Beide, der „Weltgeist“ und der „Lebensstrom“ verwirklichen sich schließlich im absoluten Staat.

Natürlich hing auch Marx einem ähnlichen Mythos an, denn schließlich war die ganze Geschichte der Ausbeutung vom Sklavenstaat bis zum brutalen Kapitalismus etwas Gutes, weil notwendiges. Ganz in diesem Sinne schreibt Hass:

Manche Erscheinung seit Auftreten des Menschen, welche in ethischer Sicht höchst verwerflich erscheinen – wie Tyrannei und Ausbeutung –, mögen (…) sehr wohl den Lebensstrom befördert haben, indem der Machtzuwachs einiger seiner Weiterträger dem Fortschritt mehr diente und ihn förderte, als die Unterdrückung und Erpressung anderer sich in seiner Gesamtbilanz negativ niederschlug. (ebd.)

Daß die Wirtschaft von Liebe, Arbeit und Wissen regiert wird, hält Hass für eine oberflächliche Illusion. Wie in der Natur stehen in Wirklichkeit „die einzelnen Erwerbskollegen, diese ‘Brüder’ und Teile in der gleichen Entwicklung, in einem erbitterten Kampf gegeneinander“ (Hass: Naturphilosophische Schriften, Bd. 3, München 1987).

Wer wollte bestreiten, daß dies einen Großteil des wirtschaftlichen Geschehens beschreibt! Doch kann man das ganze auch mit Reichs Augen sehen:

Die praktische Notwendigkeit der Arbeitsdemokratie erfordert, daß man vom wirklichen Charakter seines wirtschaftlichen Gegenübers absieht und sich nur um die objektiven Erfordernisse der Arbeit kümmert. Und auch man selbst kann nicht immer wahrhaftig sein, sondern muß praktisch ständig als Schauspieler auftreten. Das kann man ganz konkret beim Geschenkaustausch der Trobriander beobachten, die nie ihre wahren Gefühle zeigen; so tun, als würden ihnen die Geschenke nichts bedeuten, etc.

Dies heißt nicht, daß Ehrlichkeit in der Arbeitsdemokratie keinen Platz hat, – vielmehr sind wahrheitsfanatische Moralisten, die das Spiel verderben, stets pestilente Charaktere, – die nie ehrlich sind. Ehrlichkeit hat wenig mit Wahrheit zu tun, sondern vielmehr mit Anständigkeit. Anständigkeit bedeutet Rücksicht auf die Umstände zu nehmen, d.h. z.B. daß man die Wahrheit nicht unabhängig von den Umständen sagt, sondern – lügt („Notlüge“).

Die Lüge und Verstellung gehört genauso untrennbar zu einer funktionierenden Wirtschaft, wie sie zur sexuellen Zweierbeziehung gehört. Statt morgens zu sagen: „Du siehst aus wie ein aufgedunsener Leichnam!“ lügt man: „Meine kleine chinesische Jadepuppe!“ So verkörpert sich die Genitalität auch: durch Lug, Trug, Bestechung und Berechnung! Wie sollte es in der Wirtschaft anders sein. Es ist nicht fair, es ist Emotionelle Pest, dem Leben die moralische Elle anzulegen. Und es zeigt emotionale Unreife, an der lügnerischen „Grausamkeit“ des Lebens übermäßig zu leiden.

In Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus habe ich den Tausch im Wirtschaftsleben mit dem liebenden „Austausch“ in der Sexualität gleichgesetzt. Doch nach Hans Hass „sind Raub und Tausch nichts voneinander grundsätzlich verschiedenes.“ Diese Theorie entspricht einem typischen Charakterzug des Konservativen, für den der freiwillige arbeitsdemokratische Tauschprozeß ein Zeichen von Schwäche ist. Hierzu gehört auch, daß für Hass Diebe und Erpresser ebenfalls „gleichberechtigt“ als Energone betrachtet werden müssen. Er zitiert dazu den Volkswirtschaftler Werner Sombart:

Nach meiner Definition ist also Arbeit ebenso die Tätigkeit, die der Dieb aufwendet, um einen Einbruch auszuüben, obwohl sie (sozial) schädlich ist.

In Massenpsychologie des Faschismus hat Reich streng zwischen Arbeit und Nichtarbeit, „die den Lebensprozeß schädigt“, unterschieden.

Entsprechend der militaristischen „Zwangsorganisation“ Spencers, die durch die Notwendigkeit der Abwehr äußerer Feinde entsteht, ist für Hass sogar die arbeitsteilige Gemeinschaftsbildung an sich auf den Diebstahl bzw. auf dem Schutz vor ihm begründet, denn dadurch, daß die künstlichen Organe nicht mehr fest mit dem Körper verbunden seien, müsse man sie vor Raub schützen, brauche also die Kooperation mit anderen.

Für Hass ist „der Krieg der Vater aller Dinge“. Wobei er explizit in der Tradition von Konrad Lorenz steht.

Hass spricht davon, daß „manche in totalitären Staaten geläufige Betrachtungsweise gleichsam Sprachrohr der Lebensstrominteressen sind“: Ausmerzung lebensunwerten, funktionslosen Lebens! Erscheinungen wie die, daß manche Leute nicht angeborenermaßen empört darauf reagieren, wenn ein Kind mißhandelt wird, erklärt Hass damit, daß es „bereits eine Unzahl von ‘Abnormalitäten’“ gäbe, „besonders da die Heilkunst alles am Leben zu erhalten bemüht ist.“

Als konservativer Charakter scheint Hass, Jahrgang 1919, jenem Vorgang zum Opfer gefallen zu sein, den er selber wie folgt beschreibt:

In der Pubertät formen die Kinder ihre ethischen Ideale. Was ihnen in dieser Zeit aufgeprägt wird, können sie meist im späteren Leben nicht völlig überwinden.

Aus orgonomischer Sicht verfestigt sich in der Pubertät der Charakter endgültig und dazu gehört auch der soziopolitische Charakter. Hier hat Hass vollkommen recht, wenn er schreibt:

Wie sich allerorts und bei allen Rassen auf das deutlichste zeigt, können Jugendliche, die in dieser sensiblen Periode auf religiöse, doktrinäre oder ideologische Wertvorstellungen ausgerichtet werden, sich im späteren Leben nur schwer über solche hinwegsetzen, weil diese fest in ihnen verankert sind. Ja, sie wollen dies gar nicht – was deutlich zeigt, daß bei ihnen das so Geprägte zum integralen Ausdruck des Ichs und seiner höchstpersönlichen Neigung empfunden wird. (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978)

In den letzten Jahren haben viele konservative Ideologen mit dem Begriff „egoistische Gene“ herumhantiert, um ihre sozialdarwinistischen Thesen wissenschaftlich zu fundieren. Dabei beriefen sie sich auf den englischen Zoologen Richard Dawkins. Nun hat aber ausgerechnet dieser Dawkins der traditionellen Evolutionstheorie des „Survival of the Fittest“ eine Theorie des „Überlebens des Kooperativen“ entgegengestellt.

Demnach zählt im Überlebenskampf die Kooperation weit mehr als der Konflikt. Das Konzept Dawkins ähnelt dem Reichschen Konzept der Arbeitsdemokratie. Beide beruhen darauf, daß man sich dem Mitlebewesen kooperationsbereit nähert.

Nach Hass ist ein rücksichtslos sich durchsetzendes Energon, das im Überlebenskampf mit einer ausbeuterischen Strategie vorgeht und die „dummen“ kooperativen Energone verdrängt, Anwalt der Interessen von Art und Lebensstrom. Jedoch hat Dawkins nachgewiesen, daß genau das Gegenteil wahr ist, nämlich daß jener, der seine Mitenergone auf dem Altar der angeblichen Interessen von Art und Lebensstrom opfert, überhaupt keine Überlebenschance hat – also Art und Lebensstrom schadet! In Wirklichkeit setzen sich jene durch, die der Tit for Tat-Strategie folgen: „Auge um Auge“, oder besser: Leben und Leben lassen!

Tit for Tat funktioniert wie folgt: Man geht innerhalb einer Lebensgemeinschaft nicht ausbeuterisch, sondern kooperativ auf ein Angebot ein. Betrachten wir in einer solchen Lebensgemeinschaft die Individuen A und B, wobei A einen lebensnotwendigen Dienst anbietet, den B, ohne Gegenleistungen zu geben, annimmt. B folgt also einer ausbeuterischen Strategie, verzeichnet einen beträchtlichen Energiegewinn und wird sich durchsetzen, während solche „sucker“ wie A zugrundegehen. In den kranken Hirnen von konservativen Ideologen funktioniert die Natur so, in Wirklichkeit aber geht natürlich nicht der kooperative A, sondern der ausbeuterische B zugrunde. Im natürlichen Ablauf der Dinge wird nämlich A, und auch sonst niemand, für B jemals wieder etwas tun, bzw. solange mit Sanktionen gegen B reagieren, bis auch B sich endlich anständig verhält.

Das ist das Grundgesetz der Natur:

  1. nähere dich einem anderen stets freundlich;
  2. reagiere auf die Freundlichkeit anderer ebenfalls freundlich;
  3. zahle jede Unfreundlichkeit sofort mit gleicher Münze heim; und
  4. verzichte auf jede Rache, wenn sich der Unfreundliche wieder freundlich verhält, d.h. lerne zu vergeben und zu vergessen.

Wie schon Nietzsche gesagt hat, gehört der Geist der Rache den niedrigen, nichtswürdigen Menschen. Das Böse kann nur dort gedeihen, wo man entweder immer die andere Wange hinhält oder wo man nicht vergeben kann. Verhielte sich jeder Mensch rational nach der Tit for Tat-Strategie, würde sich die Arbeitsdemokratie zwangläufig entfalten. Diese Überlegungen lassen sich wie folgt zusammenfassen (a = Strafe, b = Belohnung):

  1. „Christentum“ und liberaler Humanismus (masochistische Erduldung);
  2. Arbeitsdemokratie (Tit for Tat);
  3. Faschismus und Kommunismus (sadistische Rache).

Mit Hilfe des Tit for Tat können wir auch den Unterschied zwischen Arbeit und Antiarbeit schärfer fassen: Arbeit funktioniert immer nach den Gesetzen des Tit for Tat, während Antiarbeit diesen Gesetzen widerspricht.

Die anti-autoritäre Gesellschaft organisiert ihren Untergang

22. August 2015

Erst neulich ist mir im kleinen Supermarkt um die Ecke etwas aufgegangen. Ich sah so einen Kerl: modischer Kurzhaarschnitt, modischer Vollbart, die durchtrainierten Arme voller Tattoos, nur etwas fehlte vollkommen: jedwede männliche Ausstrahlung. Entsprechend drängte ich ihn, immerhin ein Kopf größer als ich, einfach weg, als eine leere Kasse besetzt wurde und die „männliche“ Modepuppe trollte sich zurück ans Ende der Schlange. Mir ging auf, daß ich mir vor wenigen Jahren so etwas instinktiv nie getraut hätte. Früher gab es noch einen Zusammenhang zwischen der „gefährlichen“ Aufmachung eines Mannes und seinem Wesen: Streß! Heute fühlt man sich hingegen wie ein Pinscher, der große Kampfdoggen in die Flucht schlägt. Es ist alles nur Show, ohne jedwede Substanz. Signale bedeuten gar nichts mehr.

Dazu gehört auch allgemein die Unwilligkeit von sich aus zu denken: ich, meine Familie, meine Ethnie, mein Land. Stattdessen wird abstrakten Prinzipien der Vorrang gegeben und irgendwelchen zusammengewürfelten Gruppen, die ihre Identität aus politischen Ideen oder gar Mode und Musik ziehen. (Um sogleich einem Einwand entgegenzutreten: es gibt keine „Orgonomie“, im Sinne einer orientierungstiftenden Idee, sondern nur arbeitsdemokratische Beziehungen!) Entsprechend wird etwa die Nation Deutschland abgewickelt, Deutschland einem richtiggehenden Völkermord ausgesetzt und die eigenen Leute mit einer Verachtung überschüttet, die nur erschreckt.

Der Ausschluß aus den „Urhorden“ war gleichbedeutend mit dem sicheren Tod. Deshalb gehört es zum heiligsten und edelsten Empfinden, dem ein Mensch fähig ist, dem Fremden zu helfen. Dies wird durch die Kommunisten von den Grünen, der SPD und der CDU hemmungslos ausgenutzt, um das deutsche Volk bis ins Mark auszumerzen. In wirklich jedes friesische und bayrische Dorf werden Neger und Moslems angesiedelt, bei denen, selbst wenn sie echte Flüchtlinge aus Kriegsgebieten sind, nie sicher ist, ob man hier nicht den Übeltätern und ihren Familien die Hand reicht. Diese Frage wird zur Gewißheit, wenn es zu Auseinandersetzungen zwischen den Ethnien in den Asylunterkünften kommt. Die Bürgerkriege werden nach Deutschland getragen, das Unglück wird nicht gelindert, sondern breitet sich aus!

In der antiautoritären Gesellschaft sind die Menschen vollkommen unfähig solche Gedanken zu denken, ähnlich wie in der autoritären Gesellschaft niemand denken konnte, was für Wichte der Kaiser und der Schutzmann um die Ecke waren. Es geht hier um Tabubrüche, die die Gesellschaft im Kern gefährden. Früher durften nicht die Großen hinterfragt werden, heute nicht ihre vermeintlichen „Opfer“. Welche absurden, selbstverstärkenden Auswirkungen das hat, zeigt folgendes Beispiel aus pi-news.net:

Nach den „religionsbedingten“ bürgerkriegsähnlichen Krawallen von Illegalen gestern im thüringischen Suhl meldet sich nun Ministerpräsident Bodo Ramelow, Chef der Partei Die Linke (vormals Mauermörderpartei SED) zu Wort und hat Lösungsvorschläge. Um künftig derartige Ausschreitungen zu vermeiden, will er die kriminellen, gewalttätigen „Schutzbedürftigen“ ethnisch trennen, möchte den „bürokratischen Druck“ abbauen (bestehendes Recht umgehen oder ändern) und den Eindringlingen Arbeitsgenehmigungen erteilen. In der betroffenen Illegalenunterkunft sind viele Zimmer seit der Gewaltorgie unbewohnbar und müssen erst wieder renoviert werden. Da ist es doch eine geniale Idee die Verursacher zur Belohnung in schöne neue Wohneinheiten umzusiedeln.

Segregation wie in den allerschlimmsten Auswüchsen der autoritären Gesellschaft!

Das Groteskeste der antiautoritären Gesellschaft ist vielleicht, daß sie sich mit ihrem bizarren Kult des Islam im allgemeinen und des Koran im besonderen dem Nonplusultra an Autoritarismus unterwirft, dem rechtsextremen islamischen Faschismus. Nicht nur, daß sie sich mit den „Opfern“ (Dritte Welt) identifizieren, sie haben auch (wie oben im Supermarkt) eine Todesangst vor auch nur der Andeutung körperlicher Gewalt und unterwerfen sich deshalb den islamischen Machos automatisch.

Nach Ansicht von Gesellschafts-„Wissenschaftlern“ ist Islamkritik mit Rassismus gleichzusetzen. Moslems, egal welchen ethnischen Hintergrund sie haben, würden mit „rassistischen Markern“ versehen und dann als Gruppe so ausgegrenzt wie früher Juden, Zigeuner und „Neger“.

Daß die Islamkritiker fast durch die Bank vehemente Unterstützer des Staates Israel sind und beispielsweise den bis heute andauernden Genozid der arabisch-stämmigen Moslems an den Schwarzafrikanern anklagen, sei nur ein Versuch sich gegen den Rassismusvorwurf zu immunisieren.

Wurde man nicht durch irgendeine Bindestrich-„Wissenschaft“ verblödet, ist natürlich sofort einsehbar, wie vollkommen absurd eine derartige Argumentation ist. Wenn die Mitglieder einer Religion keine gemeinsamen Eigenschaften haben, was sollte dann diese Religion überhaupt für eine Funktion haben? Das gilt insbesondere für den Islam, der nicht einfach eine „Religion“ im europäischen Sinne ist, sondern din: eine alle Lebensbereiche durchdringende Ideologie, eine Lebenshaltung und Lebensweise, die kein Raum läßt für das, was der Europäer als „Individuum“ bezeichnet. Islam als bloßes „persönliches Bekenntnis“ ist kein Islam, sondern ein eurozentrisches Konstrukt!

Und die Sache mit der angeblichen Immunisierungstaktik der Islamkritiker: egal was sie tun, sie bleiben in den Augen dieser „Wissenschaftler“ Nazis! Wer hier wohl der „Rassist“ ist!

Der Diskurs in der anti-autoritären Gesellschaft hat ein Niveau erreicht, das an das Gebrabbel in einem Irrenhaus gemahnt. Und jeder, der nicht mitbrabbelt, sondern sich realitätsgerecht und logisch konsistent äußert, steht mit einem Bein bereits im Gefängnis. Es geht um die „sozialistische Gesetzlichkeit“, konkret um den Paragraphen, der sich mit „Volksverhetzung“ beschäftigt.

„Rassismus“? Ich verweise auf die Analyse des iranischen Ex-Moslems Ali Sina: Mohammed litt unter einer narzißtischen Persönlichkeitsstörung und jeder Anhänger des mohammedanischen Kults nimmt diese Persönlichkeitszüge an.

In einer Hinsicht bedarf Ali Sinas Analyse einer Revision: Narzißten mangelt es an Einfüllungsvermögen, weshalb sie ihr Gegenüber kaum manipulieren können. Mohammed und die Mohammedaner sind da von einem anderen Kaliber. Der Orientalist Hans Peter Raddatz schreibt dazu:

Die Unterstützung des faktenleugnenden „Dialogs“ nehmen die Muslime gern entgegen, denn nach ihrem Paranoia-System gehört es zum Basisverhalten, die Ebenen der Kooperation und Koexistenz zu meiden und die feindliche Umgebung durch Techniken der Täuschung und Verschleierung, im Islam taqiya genannt, über die langfristigen Absichten in die Irre zu führen. Solche Strategien sind zwar nicht für diejenigen erforderlich, die den Gewaltcharakter des Islam ohnehin begrüßen, erlangen jedoch gegenüber dem Vertrauenssystem des „Dialogs“ einen generellen, entscheidenden Vorteil. Ein auf Täuschung geschaltetes System, das auf ein System trifft, dem die Fähigkeit zu Erkennung der Täuschung fehlt, begründet die klassische Konstellation von Betrüger und Altruist, die sich in jedem Falle zugunsten des Betrügers stellt.

Sie können sich in die Schwächen ihres Opfers einfühlen und nutzen diese erbarmungslos aus. Man schaue sich eine beliebige Diskussionssendung mit irgendeinem Moslemvertreter an: es wird meisterhaft mit unseren Komplexen („Ausländerfeindlichkeit“) und Hoffnungen („Weltoffenheit“) gespielt. Ganz besonders perfide wird es, wenn sie sich als „die neuen Juden“ zeichnen.

Um solche Sonderformen von Narzißten, die durch den „gewohnheitsmäßigen Betrüger“ archetypisch verkörpert werden, psychiatrisch erfassen zu können, benötigt man nach Prof. Dr. Heidi Möller vom Institut für Soziale Therapie, Supervision und Organisationsberatung, Kassel, als zusätzliches klinische Konstrukt die „dissoziale Persönlichkeitsstörung“ („Zur Pathologie des Hochstaplers“, neuro aktuell, 1. Oktober 2010).

Es sind insbesondere zwei Elemente, die m.E. es nahelegen, Moslems bei der narzßtischen und dissozialen Persönlichkeitsstörung einzuordnen:

  1. ging es bei Menschen, die von dieser emotionalen Deformation affiziert sind, in der Kindheit um Selbstaufgabe als Preis der Liebe: „Sei der, den ich brauche, nicht der, der du bist!“ Islam bedeutet Unterwerfung unter den Willen Allahs. Gott (bzw. sein Stellvertreter auf Erden) liebt nur unter Vorbehalt.
  2. Diese Menschen sind von Neid und Mißgunst geprägt, da sie den verinnerlichten Aufträgen ihrer Eltern nie genügen konnten. Möller:
  3. Die damit verbundene Kränkung, die Insuffizienzgefühle und Nichtigkeitsfantasien kennzeichnen sie noch heute. (…) Sie erjagen durch ihre Taten provisorischen Selbstwert, der immer nur vorübergehend und unbefriedigend sein kann. Für sie gibt es nur den Triumph, begleitet von der Euphorie des Augenblicks als Ersatz für echten Lustgewinn. Ihre Grundstimmung wird getrübt durch Neid auf die anderen, bei denen sie wahren Kontakt und Gefühl vermuten.

Diese, um einen Begriff Reichs zu verwenden, „pestilente Reaktion (Emotionelle Pest)“, äußert sich darin, daß es zu einer Umkehr der Perspektive kommt: sie instrumentalisieren andere, wie sie einst instrumentalisiert wurden. Dabei nutzen sie ihre im Überlebenskampf gegen die Eltern erworbenen Fähigkeiten, sich in andere hineinzuversetzen, deren Bedürfnisse zu erfassen und für sich gewinnbringend auszunutzen.

Deutschland wurde durch die moslemische Einwanderung bereits finanziell ruiniert. Das Leben vieler Deutscher ist von Anfeindungen, Streß und Angst geprägt. (Wie wäre es mit einem Besuch in Hamburg-Billstedt oder Hamburg-Harburg?!) Wir gehen dem endgültigen Untergang entgegen – und werden alles tun, um jeden mundtot zu machen, der etwas gegen diesen voranschreitenden Genozid unternehmen will.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: politisch korrekt und im brüderlichen Dialüg in den Untergang…

…oder „Volksverhetzung“, d.h. Aufklärung.

Man nehme Indiens Schicksal als Beispiel. Der Autor Sujit Das schrieb:

Keine Nation kann sich in Frieden und Würde entwickeln, sofern sie den Islam nicht vollständig entfernt. Kein noch so großes Wohlwollen ist in der Lage, die islamische Theologie und die ihr innewohnende Ambition zur Welteroberung zu ändern. Wir sollten den Islam nicht mit den Augen unserer eigenen Spiritualität betrachten.

Über die Rolle der orgonotischen Ladung in Biologie, Medizin und Soziologie

16. August 2015

Reich hat stets darauf insistiert, daß Sexualität nicht gleich Fortpflanzung ist. Er konnte dabei auf Mikroorganismen und niedere Organismen verweisen, wo die orgonotischen Prozesse offensichtlich waren. Siehe dazu Die bio-elektrische Untersuchung von Sexualität und Angst und Die Bionexperimente. Daß es auch Beispiele bei Vertebraten gibt und daß die daraus entspringenden Nachkommen sich normal entwickeln, zeigt, „zur Überraschung der Wissenschaftler“, der Sägefisch (pristis pectinatus) in Florida. Bislang hatte man so etwas nur in Zoos beobachtet, etwa wenn Schlangenweibchen kein Männchen haben. Desgleichen sogar bei Hühnern und Puten!

Bis jetzt fanden sich Zeugnisse für Parthenogenese bei Wirbeltieren fast nur bei gefangenen Tieren, die in der Regel ihre Halter mit der Geburt überraschten, obwohl sie keine Partner hatten. Wissenschaftler haben vor kurzem zwei weibliche Schlangen in freier Wildbahn gefunden, die jeweils trächtig aufgrund von Parthenogenese waren, ohne daß bekannt wurde, ob diese parthenogenetischen Nachkommen überlebt hätten. Es war weiterhin ungewiß, ob jungfräuliche Geburten in der Natur in erheblichem Umfang vorkommen.

Und speziell über den Sägefisch:

Bei Sägefischen und vielen anderen Kreaturen kommt es zu einer Meiose, bei der sich Zellen teilen, um Geschlechtszellen zu bilden, die jeweils nur die Hälfte des Materials haben, das benötigt wird, um Nachkommen hervorzubringen. Beim weiblichen Sägefisch fanden die Forscher Paare von Geschlechtszellen, die wahrscheinlich verschmolzen waren, um Nachkommen zu erzeugen. Allerdings sind diese Nachkommen nicht Klone der Mutter oder untereinander, da weder die Geschlechtszellen untereinander perfekt identisch sind noch die parthogenetischen Nachkommen, die aus diesen Geschlechtszellen hervorgehen.

Und weiter:

Möglicherweise tritt Parthenogenese hauptsächlich bei kleinen oder schrumpfenden Populationen auf, vielleicht wenn Weibchen während der Paarungszeit keine Männchen finden können. Die Forscher bitten nun andere Wissenschaftler, ihre DNA-Datenbanken von Vögeln, Fischen, Schlangen, Eidechsen, Haien und Rochen auf andere Beispiele für Parthenogenese bei Wirbeltieren in freier Wildbahn zu durchforsten.

„Dies könnte zum Umschreiben der Biologie-Lehrbücher führen“, sagt in einer Stellungnahme der Co-Autor der Studie Kevin Feldheim vom Pritzker Laboratory im Field Museum of Natural History in Chicago, wo die DNA-Fingerabdrücke abgenommen wurden. „Gelegentliche Parthenogenese könnte möglicherweise bei wilden Tierpopulationen viel mehr zur Routine gehören, als wir jemals gedacht haben.“

Wie Reich sagte: Sexualität und Fortpflanzung sind unterschiedliche Funktionen, haben unterschiedliche Aufgaben. Diese Erkenntnis wird nun langsam Einzug in die Biologiebücher halten. Wenn es nach Reich gegangen wäre, hätte man das schon vor 80 Jahren machen müssen!

Das folgende ist in zweifacher Hinsicht interessant. Erstens weicht es weiter nochmals die in diesem Blog häufiger diskutierte Grenze zwischen Tier und Mensch auf, dem „Menschentier“. Zweitens zeigt es die Bedeutung der Bione in unserer Evolution. Wie Reich Mitte der 1930er Jahre zeigte, wird Orgonenergie in Gestalt von „Orgonenergie-Bläschen“ (Bione) durch Kochen freigesetzt – von wegen Rohkost…

Das Kochen gilt als eine Schlüsseltechnologie unserer Vorfahren – möglicherweise war das Erhitzen von Nahrung eine entscheidende Voraussetzung für die Entwicklung des Menschen. Unklar ist allerdings, wann unsere Vorfahren die kognitiven Voraussetzungen für das Kochen entwickelten. Experimente mit Schimpansen zeigen nun: Theoretisch hätten auch unsere engsten Verwandten das mentale Rüstzeug für diese Kulturtechnik. Sie verstehen das Prinzip des Kochens und haben die Beherrschung, um sich Nahrung extra dafür aufzusparen.

Das Kochen von Nahrung macht nicht nur viele Speisen schmackhafter, das Erhitzen schließt auch Nährstoffe besser auf und macht sie für den Körper verfügbar. „Der Wechsel zu gekochter Nahrung könnte daher die Entstehung größerer Gehirne in der menschlichen Evolution begünstigt haben“, erklären Felix Warneken von der Harvard University und Alexandra Rosati von der Yale University. Denn gerade das Gehirn ist ein besonders energiehungriges Organ.

In sozialistischen Gesellschaften wie Schweden, aber auch im täglich sozialistischer werdenden Deutschland nimmt die Bedeutung eigenen Denkens, des Bewußtseins und anderer höherer Hirnfunktionen zunehmend ab. Es sind Störfaktoren, die insbesondere durch den Terror der Political Correctness immer mehr zurückgedrängt werden, um das reibungslose Funktionieren der sozialistischen Gesellschaft zu gewährleisten. Wie ich an anderer Stelle gezeigt habe, sind sozialistische Gesellschaft funktionelle Entsprechungen von Insektengesellschaften. Dazu nun folgender Bericht:

Die Gesellschaft, in der wir leben, prägt nicht nur unser Verhalten – es hat auf lange Sicht auch Auswirkungen auf die Entwicklung unseres Gehirns. Nach gängiger Theorie war es das Zusammenleben in komplexen sozialen Gruppen, das bei unseren fernen Vorfahren das Wachstum des Gehirns auslöste. Doch die simple Gleichung „komplexe Gesellschaft gleich großes Gehirn“ stimmt nicht für alle Tiere. Bei sozialen Insekten scheint sie sich sogar umzukehren, wie Forscher nun herausfanden: Bestimmte Teile im Gehirn der einzelnen Tiere schrumpfen sogar, wenn sie Kolonien bilden.

Jedenfalls bei Wespen führe das Zusammenleben in sozialen Gemeinschaften „zu einem Schrumpfen der für höhere Funktionen zuständigen Hirnareale“.

Das Wort „Panzer“ zur Beschreibung der muskulären und emotionalen Abwehrmechanismen von Neurotikern leitet sich von der Rüstung der alten Ritter her. Es waren „Exoskelette“ ähnlich denen bei Insekten, die einerseits den Träger schützten, ihn aber andererseits weitgehend bewegungsunfähig machten. In abgeänderter Form kehrt nun die Ritterrüstung zurück in Gestalt des „Roboteranzugs“.

Entwickler eines internationalen EU-Projekts haben den Prototypen eines Exoskeletts für Industriearbeiter präsentiert. „Robo-Mate“ kann mittels Motoren und Sensoren die Belastungen beim Heben auf einen Bruchteil reduzieren und gleichzeitig Haltungsschäden vorbeugen.

Es wird als ungemeine Hilfe für Arbeiter gepriesen, was sie auch zweifellos ist, doch das „Exoskelett“, wird über kurz oder lang auf den Menschen zurückwirken und zwar weitaus radikaler, als es sich selbst Reich im Rückblick auf die bisherigen Werkzeuge des Menschen, die ihn zu einem „Automaten-Ungeheuer“ gemacht hätten, vorstellen konnte.

[youtube:https://www.youtube.com/watch?v=FSrcMaid0mg%5D

1943 hat Reich die biophysisch verheerenden Auswirkungen der ersten industriellen Revolution beschrieben, in deren Folge sich der Mensch mit Dampfmaschinen identifizierte, sodaß er sich selbst in ein maschinenartiges Anhängsel der Maschine verwandelte.

Es hat sich herausgestellt, daß die maschinellen Lebensanschauungen nicht bloß eine „Spiegelung“ der sozialen Prozesse im Seelenleben des Menschen sind, wie Marx annahm, sondern weit mehr als das: Im Laufe der Jahrtausende maschineller Entwicklung hat die mechanistische Lebensauffassung, von Generation zu Generation fortwirkend, sich tief im biologischen System der Menschen verankert. Sie hat dabei das Funktionieren des Menschen tatsächlich maschinell verändert. Der Mensch erstarrte plasmatisch im Prozeß der Abtötung der Genitalfunktionen. Er verpanzerte sich gegen das Natürliche Spontane in ihm, verlor den Kontakt mit der biologischen Selbststeuerungsfunktion und ist von schwerer Angst vor dem Lebendig-Freien erfüllt. (Die Massenpsychologie des Faschismus)

Dabei hätte der Mensch „ohne weiteres auf der einen Seite Maschinen mechanistisch konstruieren und auf der anderen Seite gleichzeitig das Lebendige nicht-maschinell, eben lebendig erfassen können“. Und weiter: „Die Maschine wurde, ist und wird sein gefährlichster Zerstörer bleiben, wenn er sich nicht von ihr differenziert.“

Der tragische Zwiespalt von biologischer und technischer Organisation, von Lebendigem und automatisch Maschinellem im Menschen kommt eindeutig in folgenden Tatsachen zum Ausdruck: Kein Massenmensch auf diesem Planeten wollte den Krieg. Alle, ausnahmslos, sind ihm verfallen, unrettbar, wie einem Automaten-Ungeheuer. Doch dieses Ungeheuer ist der versteifte Mensch selbst. (ebd.)

Zum Schluß ein Verweis auf das von mir schon des öfteren gepriesene Omega-3:

Omega-3 Fettsäuren gelten als wahre Gesundmacher: Sie beugen Herzinfarkten vor, schützen die Gefäße und stärken das Gehirn. Jetzt haben Forscher eine weitere positive Wirkung dieser ungesättigten Fette nachgewiesen: Sie können sogar den Ausbruch einer Schizophrenie verhindern. In einer Langzeitstudie bewahrte eine zwölfwöchige Einnahme von Fischölkapseln junge, psychisch vorbelastete Patienten davor, in die manifeste Psychose abzugleiten. Auch die psychischen Symptome besserten sich merklich. Die Omega-3 Fettsäuren könnten damit eine schonende Alternative zu Psychopharmaka sein, meinen die Forscher.

Es geht darum im Gehirn die orgonotische Ladung aufrechtzuerhalten!

Orgonomie und Buddhismus (Teil 2)

27. Juli 2015

Dem Theravada zufolge machen wir die Welt zur Projektionsfläche unseres Wahns, daß es etwas Beständiges gäbe („Phänomenalismus“). Dieser karzinomatöse Zerfall der Wirklichkeit in Ereignisse wird dann in schizophrener Weise durch die illusorische Einheitsmystik der „Mittleren Lehre“ des Mahayana-Buddhismus, die sozusagen die Staatsphilosophie Tibets ist, wieder wett gemacht. Es wird auf die Leerheit hinter den Erscheinungen verwiesen („Relativismus“), die dann in der dritten Bewegung des Rades der Lehre mit dem reinen Buddha-Bewußtsein gleichgesetzt wird: alles, einschließlich unseres Ego, ist nur Teil „unseres“ leeren Bewußtseinsprozesses, der letztlich identisch mit dem Bewußtsein des Ur-Buddha ist. (Die Vorstellung eines Ur-Buddha wird weniger „unbuddhistisch“ erscheinen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß nach dem Theravada alle Buddhas in früheren Geburten jeweils Hörer des vorangegangenen Buddhas waren.)

Demnach ist der Mensch ein entfremdeter, selbstvergessener Teil des Absoluten und es gilt aus dem Traum des getrennten Daseins zur Einheit allen Seins zu erwachen. Dieses Bewußtsein erlangt man aber erst durch die zwangsneurotische Trennung von Rein und Unrein, so daß sich die vom Schmutz der Welt verhüllte Buddha-Natur langsam herauskristallisiert. Der Endpunkt ist dann die perfekte indolente katatone Erstarrung, die nichts mehr berühren kann, da es zur Erkenntnis kommt, daß wir nicht passive Opfer des Lebensfeuers sind, sondern der Brand von uns ausgeht und es in unserer Macht steht, den Brand zu löschen.

Diese „Nur-Bewußtseins-Lehre“, nach der die geistigen Vorstellungen das einzig existierende sind und die Außenwelt Produkt unseres „Speicher- bzw. Grundlagenbewußtseins“ ist, also des inhaltslosen „Denkens an und für sich“ (im Buddhismus wird Denken als sechstes Sinnesorgan betrachtet), wird aus praktischen Erfordernissen der Meditation in Tibet mit der Mittleren Lehre kombiniert. Vor allem wird sie aber vom ostasiatischen „Entwickelten Mahayana“ vertreten, wo die Leere, über den Weg der Identifizierung mit der reinen kristallenen Bewußtheit, sich zur positiven Essenz der Welt wandelt, der absoluten „Soheit“. Das ist, kombiniert mit der taoistischen Einheitsschau, die Philosophie des Zen.

Die Wandelwelt ist identisch mit dem Ur-Buddha und man muß nur seine Begierden und sein Ich aufgeben, um zu erkennen, daß alles schon von jeher erlöst ist. Hier ist der Buddhismus von der vollkommen diesseitigen Orientiertheit der chinesischen und japanischen Kultur geprägt, der die indische Weltflucht und Naturferne fremd ist. Es bleibt nur das Ideal der Emotionslosigkeit, wie sie sich besonders im Zen zeigt.

„Nur“ dieses Element gilt es noch zu bezwingen, um den Buddhismus endlich vollständig zu überwinden. Überhaupt schlage ich vor, wir werden in einem fünften Schritt vom Theravada über die mittlere und die Nur-Bewußtseinslehre und dem Entwickelten Mahayana zu Über-Buddhisten und heben die Lehre Gautamas endgültig auf.

Der Grundwiderspruch des Buddhismus, der ursprünglich das Nirwana für den einzelnen erstrebte, ist die Tätigkeit Buddhas nach seiner Befreiung. Warum ging er nicht gleich ins Nirwana ein? Warum kümmerte er sich um eine nichtige Welt? Hier klinkt sich der Mahayana-Buddhismus ein und verlängert diese letzten Jahre Buddhas über viele Weltalter hinweg, bis durch die über den natürlichen Tod hinaus „selbstloserweise“ auf das Nirwana verzichtenden Bodhisattvas ihr Ziel erreicht haben. Sie werden erst als letzte selbst ins Nirwana eingehen, nachdem zuvor alle Lebewesen von ihnen zur Selbsterlösung angeleitet worden sind. Erst dann hat die liebe Seele ruh.

Diese Aufhebung des Grundwiderspruchs des Buddhismus funktioniert aber auch nicht, da dem Mahayana-Buddhisten natürlich bewußt ist, daß dieses Ziel nie erreicht werden wird. Schließlich kommt es zum esoterischen Buddhismus des nicht mehr mystisch-passiven, sondern okkult-aktiven Vajrayana, bei dem es um die ewige Lust des von allen Triebkräften freien, nur im Altruismus gefangenen, Bodhisattva in einem unzerstörbaren Körper und Geist geht. Mit dem Bewußtsein, daß Welt und Nirwana ein und dasselbe sind, durchstreift er in alle Ewigkeit im Zustand des „aktiven Nirwana“ die Welten. Er ist dabei der Kollege des die Triebkräfte manipulierenden okkulten Zauberers, der frei, nur im Egoismus gefangen, die Welten unsicher macht (Crowley, Gurdjieff, L. Ron Hubbard und all die anderen okkulten Modjus).

So schließt sich der Kreis des indischen Denkens, an dessen Anfang die frühpatriarchale vedische Religion steht, die noch unpsychotisch rein phallisch, binnenweltlich am persönlichen Willen zur Macht orientiert war. Man glaubte, daß die Götter von den Ritualen und Opfern der Priester abhängig seien. Aus dieser Vorstellung einer magischen Ursache-Wirkungs-Kette, z.B. „erst Schlachten des Opfers dann Sonnenaufgang“, wurde später das hochmoralische Karma-Gesetz.

Nachdem man also in der vedischen Religion die Götter von den Priestern abhängig gemacht hatte, konnte man, wie Nietzsche es sehr schön beschreibt (Morgenröte, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, S. 87f), in logischer Konsequenz zuerst auf die Götter und schließlich auf die Priester verzichten, so daß Buddhas Religion der Selbsterlösung in Erscheinung treten konnte. In dieser Religion ist der „gesunde“ priesterliche Machtopportunismus der Lebenstriebe untergegangen – um dann teuflisch verzerrt im Vajrayana wieder aufzubrechen. Wollten die alten Brahmanen ganz pragmatisch als Naturmacht auf andere Naturmächte, d.h. Götter einwirken, geht es im tantrischen Buddhismus darum, als „gegen-natürliche“ Macht die vom Lebensstrom angetriebene Mühle des Leidens zum Stillstand zu bringen.

Die beiden Ausgangspunkte Buddhas sind erstens die leidvolle Erfahrung der Vergänglichkeit allen Lebens und zweitens das Glück des wunschlosen, gleichmütigen Zuschauers. Diese „reine“ Schau mit dem „Auge einer neuen Achtsamkeit“ bzw. dem „Auge der Weisheit“ (wie die Buchtitel der vom Dalai Lama verfaßten Einführung in den Buddhismus lauten) steht für die totale okulare Panzerung.

Nietzsche hat dazu bzw. dagegen geschrieben:

So lange man etwas erlebt, muß man dem Erlebnis sich hingeben und die Augen schließen, also nicht darin schon den Beobachter machen. Das nämlich würde die gute Verdauung des Erlebnisses stören: anstatt einer Weisheit trüge man eine Indigestion davon. (Der Wanderer und sein Schatten, Kritische Studienausgabe, Bd. 2, S. 687).

In der buddhistischen Meditation löst man sich vom Verhaftetsein am eigenen Körper, an den eigenen Gefühlen und Gedanken, indem man sich auf einen Gegenstand konzentriert, z.B. den eigenen Atem oder eine Buddha-Statue, bis die Gedankentätigkeit aufhört, was exakt der Konzentration auf und dem Verschmelzen mit dem Partner im Geschlechtsakt entspricht. Anstelle des aktiven Triebes zur Vereinigung tritt aber die passive Schauung und „okulare Einswerdung“. Auch der orgonomische Mensch meditiert, aber diese Zustände erzwingt er nicht, um über die Natur hinaus oder in sie zu dringen, sondern er läßt die Natur über sich kommen im Naturerlebnis, während der Freude der Naturerkenntnis, in der Liebe – d.h. in der genitalen Einswerdung. Es sind Momente des Kontakts mit dem Kosmos, die dem Buddhisten vollkommen fremd sind. Er geht auf Distanz.

Für den buddhistischen Mönch ist geschlechtliche Enthaltsamkeit geboten, damit keine Energie für die Meditation verschwendet und durch die emotionale Bindung an einen einzelnen Menschen die Konzentration nicht behindert wird. Kommt es im Zusammenhang mit religiösen Übungen zu sexuellen Handlungen, wird der Coitus reservatus nach indisch-tantrischer und chinesisch-taoistischer Lehre durchgeführt. Om Mani Padme Hum: O Kleinod in der Lotusblüte: O Lingam (Penis) in der Yoni (Vagina): O Nirwana im Ozean des Leidens.

Die Meditation selbst ist sexuell geprägt, im Grunde Onanie. Beispielsweise gibt es in der tibetischen Vajrayana-Tradition drei „Nervenkanäle“, die vor dem Rückgrat in der Mitte des Rumpfes verlaufen: einen linken männlichen, einen rechten weiblichen und einen in der Mitte zur „geschlechtlichen“ meditativen Vereinigung der beiden äußeren.

In Die Massenpsychologie des Buddhismus habe ich mich eingehend mit den „Buddha-Sex“ befaßt. Tatsächlich ist der gesamte Buddhismus von vorne bis hinten von einer „ nirwanischen Todessehnsucht“ durchträgt. Ein besonders perverses Beispiel ist die japanische Zen-Kultur, die das Leben als Kunstwerk auffaßt, dessen Sinn ein schöner Kamikadse-Tod ist. Bhagwan, bzw. Osho gab die buddhistische Haltung wieder, als er sagte, daß der Tod „der Superorgasmus ist, den man sich nicht entgehen lassen darf“.

Der „Sutrayana“, d.h. das Studium der kanonischen Schriften (sutra) und die daran anknüpfende ausgefeilte scholastische Theologie, und der „Tantrayana“ mit den Gebetsmühlen, dem magischen Denken, usw. sind die zwangsneurotische Seite des Buddhismus. Der tantrische Buddhist wird sagen, daß seine magische Praxis auf der Mittleren Lehre beruht, daß alles durch die Leere verknüpft und so magisch beeinflußbar sei und daß diese mystischen Einheitsschau im Tantra nur ihren praktisch-okkulten Ausdruck finde.

Hinter jedem Mystizismus verbirgt sich ein ungeheurer Sadismus, mit dem man durch den Panzer hindurch zur „wirklichen Wirklichkeit“ durchbrechen will. Diese kastrierte Form „phallischer Aggression“ finden wir in den sadomasochistischen und nekrophilen Sexualdarstellungen des tantrischen Buddhismus. Reaktiv wird dieser Sadismus und die Verachtung allen (sexuellen) Lebens übertüncht durch das „mittlere Grau“ der Mittleren Lehre und das ständige mitleidige Getue. Doch der unbedingte gegen alle Triebhaftigkeit gerichtete Vernichtungswille, der dahinter steckt, läßt sich nicht verbergen.

G.K. Chesterton sagt in seiner Pater Brown-Geschichte „Der fliegende Dolch“:

Ich habe noch nie einen Verbrecher getroffen, der (…) nicht von orientalischen Kulten der Wiederkehr und Wiederverkörperung sprach. (…) Ein solcher Mensch kann von Blut triefen und Ihnen dennoch mit voller Überzeugung erklären, daß der Buddhismus besser als das Christentum sei. Ja, er wird Ihnen sogar mit voller Überzeugung erzählen, daß der Buddhismus christlicher ist als das Christentum. Das allein genügt schon, um ein widerliches und scheußliches Licht auf seine Auffassung von Christentum zu werfen.

Der Buddhismus ist durchaus nicht so harmlos, wie er sich oberflächlich präsentiert. Die Wandlung der arisch-saharasischen imperialistischen Aggression in die indische Innerlichkeit droht ständig sich wieder in teuflischen Sadismus umzukehren. Dies zeigt der moderne Neosatanismus, der eine illegitime Abzweigung des tantrischen Buddhismus ist. Die ganze theosophische Tradition bei Blavatsky angefangen über die sexual-tantrischen sadomasochistischen Neosatanisten bis hin zu den modernen Thelemiten beruft sich auf Tantra, das sie angeblich von tibetischen Meistern übernommen hat. Der Buddhist wird natürlich einwenden, daß es ihm nicht um Macht geht, sondern um Erkenntnis, daß er die Triebenergien nicht okkult nutzen, sondern durchschauen und damit ausschalten will.

Nicht ganz zu unrecht hat sich der engagierte Tierschützer und Vegetarier Heinrich Himmler als Buddhist bekannt, wie schon der Urnazi Richard Wagner:

Schopenhauerisch ist der Versuch Wagners, das Christentum als ein verwehtes Korn des Buddhismus aufzufassen und für Europa, unter zeitweiliger Annäherung an katholisch-christliche Formeln und Empfindungen, ein buddhistisches Zeitalter vorzubereiten. (Nietzsche: Die fröhliche Wissenschaft, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, S. 456)

Heute versucht der Orden „Arya Maitreya Mandala“ den Buddhismus im Westen zu verbreiten.

Über den Proto-Nazismus hat Nietzsche geschrieben:

Dies ist die europäische Form des Buddhismus, das Nein-tun, nachdem alles Dasein seinen „Sinn“ verloren hat. (Kritische Studienausgabe, Bd. 12, S. 216)

Man denke auch an die Roten Khmer, die ebenfalls eine Art von tätigem Buddhismus verkörperten, sozusagen hochmoralische karmische Rachedämonen, die aus der buddhistischen Hölle kommen, um gegen egoistische Begierden vorzugehen. Ohnehin entspricht der Kampf des Marxismus gegen Privateigentum, Habgier und Egoismus auf verblüffende Weise genau dem buddhistischen Kampf gegen Verblendung, Gier und Haß. (Angeblich wurde Pol Pot von den buddhistischen Höllendarstellungen der Reliefs von Angkor Vat inspiriert.) Bei den Nazis ist es der Kampf gegen das „Judentum“, das für Ich-Haftigkeit, die materialistische Gier und die Mamonisierung der menschlichen Beziehungen steht.

Der Weg des Vajrayana (und des gesamten übrigen Buddhismus) ist der extragenitale Weg des Pestilenten Charakters, bei dem Sadismus (bzw. „Mitleid“) die Genitalität energetisch ersetzt. Dies gibt der tantrische Buddhismus immerhin offen zu, denn nach eigenem Bekunden führt der esoterische Weg entweder zur altruistischen Öffnung und damit zum unzerstörbaren „diamantenen“ Bewußtsein oder zur egoistischen Verhärtung und damit zum unzerstörbaren Ego, wofür die Scientology von L. Ron Hubbard, sozusagen das Ich-hafte Negativ des Buddhismus, ein Beispiel ist.

In der gesamten indischen Tradition ist von der Gefahr des yogischen Meisters (siddha) die Rede kriminell zu entarten. Bei ihm erlöscht das Lebensfeuer nicht, sondern er sammelt die sexuelle Energie durch die Askese des Coitus reservatus und andere tantrische Riten bis hin zur Überladung an.

Berühmt ist z.B. die Beherrschung des Lebensfeuers bei den Lamas, die dank der yogisch generierten „inneren Wärme“ in Tibet auch bei 40 Grad unter null nicht erfrieren. Es wurde berichtet, daß die Zauberer der „Rotmützen“ zur Erlangung der pathologischen Überladung Gerätschaften benutzen, die dem Orgonenergie-Akkumulator ähnlich sind. Der tantrische Buddhismus arbeitet also mit der Orgonenergie, aber unter Umgehung des Orgasmus. Das ist, was ich als Blauen Faschismus bezeichnet habe.

Gott bewahre uns vor einer Verbindung von Orgonomie und Buddhismus! Die westliche Beherrschung der äußeren Naturkräfte hat uns genauso wenig aus der Falle geführt, wie es die yogische Beherrschung unserer inneren Kräfte tun wird. Was Not tut, ist die vorbehaltlose emotionale Hingabe an die „verblendende“ Natur. Das ist die Orgonomie und sonst nichts: Secundum naturam!

Der buddhistische Yogi, der den Bodhisattva-Weg der heilenden Zuwendung beschreitet, versucht der Gefahr ins Kriminelle abzugleiten, dadurch zu entgehen, daß er zu einer Ich-losen „Nullheit“ wird, in der es nicht zum Energiestau kommen könne. Aber wir haben gesehen, daß gerade das „Glück der heilenden Hinwendung zur Welt“ das Problem ist.

Die Frage, warum der Bodhisattva, der doch identisch mit dem Buddha-Bewußtsein wird, nicht ins endgültige Nirwana eingeht, sondern an der Schwelle in einer Art „aktiven Nirwana ohne Stillstand“ verharrt, ist identisch mit der umgekehrten Frage, warum sich das absolute Buddha-Bewußtsein zur Welt hin entäußert hat: aus Mitleid. Durch sein Mitleid wird der Bodhisattva zum Demiurgen der Welt, zum Schöpfer des Ozeans des Leidens. Letztlich ist also die Barmherzigkeit für die verblendete Maya-Welt und damit für das Leid verantwortlich.

Buddhistisches Mitleid ist identisch mit der Emotionellen Pest und der Bodhisattva ist nichts anderes als Modju mit seinem monströsen Willen zur Macht.

Christus und alle anderen Erlöserfiguren und Götter sind für die Buddhisten Verkörperungen von Bodhisattvas: die wir verehren und lieben, die wir als Schöpfer des Universums anbeten. Aber auch Gewaltherrscher, wie die der Khmer von Angkor Vat und selbst der mongolische Dschingis Khan, wurden als Bodhisattvas betrachtet – in diesem Jahrhundert genoß der Vegetarier Hitler diese Ehre.

Im grundlegenden Mahayana-Lehrgedicht Der Lotus des guten Gesetzes heißt es:

Die klugen Bodhisattvas nehmen
Gestalten an von jeder Form
Und predigen in allen Zungen
Des ewigen Gesetzes Norm.

Zur Sonne werden sie, zum Monde,
Zu Erde, Wasser, Feuer, Luft,
Zu Indra, Brahma und zum Gotte,
Der Wesen in das Dasein ruft.

Denn welche Andachtsart auch immer
Jedwedem Wesen hier gefällt:
Durch jene weisen sie den Weg ihm
Zur Überwindung dieser Welt.

Orgonomie und Buddhismus (Teil 1)

26. Juli 2015

Die Begierde ist das Wesen des Menschen selbst, nämlich das Streben, kraft dessen der Mensch in seinem Sein beharren will.

Spinoza

Es ist so angenehm, sich selber zu verneinen, es ist eine Wollust zu entsagen! Es ist die höchste Wollust!

Comte

Das folgende ist gefährlich. Oder wie mir vor vielen Jahren ein besorgter Freund sagte: Ich solle auf keinen Fall die Anhänger des tibetischen Buddhismus unterschätzen. Sie seien fanatisch und mit ihnen sei nicht zu spaßen. Wie alle faschistischen Systeme beruht er auf der Aufgabe des eigenen Ich, letztendlich auf der Verneinung des Lebens selbst. Die Gläubigen machen sich zu Werkzeugen „höherer“ Mächte.

In der Orgonomie ist Lust die fundamentale Emotion schlechthin. Für das Christentum ist die tiefste Realität der Welt ebenfalls die Lust – des Schöpfergottes und der Seelen, die er erschaffen hat. Das Grundgefühl des Buddhismus ist die Unlust. Anders als der christliche Glaube will der Buddhismus zur totalen Ernüchterung und Objektivität führen, worin er dem öden mechanistischen Weltbild sehr nahe kommt, das sich aus dem christlichen ähnlich entwickelt hat, wie das buddhistische aus dem brahmanischen.

Während das Christentum, das ganz auf dem Affekt der liebenden Hingabe an Gott beruht, den Intellekt zugunsten der Emotionen abtötet (1 Kor 1,17-25), appelliert der Buddhismus, der jeder Leidenschaft abhold ist und alle Emotionen abtötet, an den Intellekt. Jeder fortgeschrittene Buddhist wird sagen, daß alle Wahrheit nur relativ sei, z.B. es vom Gesichtspunkt der Erleuchtung aus weder Erleuchtung noch den Ozean des Leidens gäbe. Dergestalt ist der „Edle Mittlere Pfad“, d.i. der Buddhismus, der sich jeder Festlegung entzieht, wie ein glitschiges Stück Seife unwiderlegbar. Es ist genauso sinnlos sich mit einem Buddhisten auseinanderzusetzen, wie es unsinnig ist mit einem Linksintellektuellen über die soziale Wirklichkeit zu diskutieren.

Dialektische Verrenkung gab es bereits bei den indischen Skeptizisten, Zynikern und Sophisten aus Buddhas Zeit, die verkündeten, daß es keine Wahrheit und keine Lüge, keine mystische Hinterwelt und keine mystische Erlösung gäbe und man sich einfach seines Lebens freuen sollte, ohne sich ein Gewissen zu machen! Wäre Indien diesen die mystische Hinterwelt zertrümmernden Aufklärern und nicht den angeblich „Erleuchteten“ gefolgt, hätte es die welthistorische Rolle Europas spielen können. Stattdessen ist Indien für immer seines Lebensfeuers beraubt worden – und diese kanzeröse Pest greift nun, nachdem es die übrigen asiatischen Völker emotional vergiftet hat, nach Westen.

Der Buddhist erkennt, daß letztendlich für ihn und allem, was er liebt, das Leben nur Leid und Tod bedeutet. Dieser Realismus verleiht dem Buddhismus Größe, die noch dadurch unterstützt wird, daß der Buddhist durch diese (nicht etwa trotz dieser) Erkenntnis eine bemerkenswerte Seelenklarheit, Ruhe und Heiterkeit gewinnt, die dem islamischen kismet und inshallah entspricht und sich gleichzeitig radikal von ihm abhebt: Warum sich aufregen, wenn sowieso alles den Bach runtergeht? Warum die Seelengelassenheit durch sinnlose Emotionen gefährden? Warum sich emotional an etwas Vergängliches binden und sich dadurch verletzlich machen?

Dementsprechend kommt die buddhistische Heiterkeit nicht aus der (Mit-) Freude am Leben, sondern ganz im Gegenteil aus der Distanz aufgrund der Unterdrückung aller Lebenstriebe und der Kontrolle aller Sinne. Die Kultiviertheit und Distanziertheit des buddhistischen Asiaten ist das exakte Gegenteil der Genitalität, wie sie sich in der „ungehobelten Primitivität“ der Urvölker zeigt; bei den genitalen Trobriandern oder Murias oder Eskimos – und die die Orgonomie wieder freilegen will. (Siehe dazu Eine andere Gesellschaft ist möglich. LEBEN ist möglich!)

Soweit ist der Buddhismus nur neurotisch; über bloßen Stoizismus hinausgehend und wirklich pestilent wird er dadurch, daß er die richtige Einsicht von der Prozeßhaftigkeit der Welt in ihr Gegenteil verkehrt und statt Hingabe an das Leben zu predigen, das vergängliche Leben für wertlos erklärt und das Verlöschen des Lebensfeuers predigt. Er verewigt unsere Existenz in der Falle, indem er auf illusorische Ausgänge verweist. Dabei ist das Nonplusultra an Pestilenz, daß der buddhistische Ausgang gewissermaßen eine echte Alternative ist, so wie der Tod eine echte Alternative zum Leben ist. Dies macht den Buddhismus zum eigentlichen Gegenspieler der Orgonomie.

Seinem Selbstverständnis nach ist der Buddhismus mehr als bloße Religion und sogar mehr als spekulative Naturphilosophie, nämlich ein auf meditativen Erfahrungstatsachen beruhender und deshalb überprüfbarer Weg. Er führt zur Erfahrung des unbedingten „Nirwana“, der unbedingten „Leere“ und des unbedingten „Buddha-Bewußtseins“ jenseits aller schemenhaften Bedingtheit. Dieses „Ungeborene, Ungewordene, Ungemachte, Ungeschaffene“ ist konkret und pragmatisch betrachtet einfach die Losgelöstheit von allen Triebenergien, d.h. sie bedeutet die Negation der Orgonenergie.

Die anderen im Gegensatz zum Buddhismus naturphilosophisch orientierten Systeme Indiens hatten wenigstens ihre positiven Substanzen als Erinnerung an das handfeste Leben, während der Buddhismus nur die abstrakte Negation des „leer von allem Bestimmbaren“ kennt. Diese „metaphysische“ Verödung ist identisch mit einer emotionalen Verödung. Es gibt für den Buddhismus keine Selbststeuerung, sondern nur das „selbstlose“ ethische Gesetz des Kosmos (dharma), das identisch mit dem Absoluten ist (die Leere, sunyata).

Die „Erfahrungswissenschaft“ Buddhismus, die sich nicht auf die empirische Untersuchung der äußeren, sondern die meditative der inneren Natur stützt, beruht auf einer speziellen Form der okularen Panzerung, die ich in Die Massenpsychologie des Buddhismus beschreibe. Der Buddhist bleibt buchstäblich innerhalb der Augenpanzerung „sitzen“ und redet dann von Transzendenz und Befreiung.

Hier kann der Buddhist mit recht einwenden, daß es im Buddhismus keine Selbstbespiegelung gibt, da er jede Form von substantieller „Selbstheit“ leugnet und deshalb keine absolute Geist-Monade kennt. Das Problem ist nur, daß die Achtsamkeit, mit der jedes illusorische „Ich“ zersetzt wird, auf einem Bewußtsein beruht, das schließlich doch zum „wahren Ich“ erhoben wird. Auch das erläutere ich eingehend in Die Massenpsychologie des Buddhismus.

Ohnehin gibt es in der Spiegelwelt des vereinzelten Autisten gar kein Ich, da sich ein solches nur in der Gesellschaft mit anderen „Ichen“ ausbildet. Als Nicht-Ich ist er die ganze Welt und gleichzeitig radikal abgetrennt von der Welt. Außerdem gibt es in Asien von vornherein gar kein „Ich“ und keine persönliche Verantwortung, sondern nur das Gruppen-Ich der Familie, der Sekte, des Stammes oder der Nation und die altruistische Führer-Persönlichkeit: das buddhistische Bodhisattva-Ideal.

Der Buddhismus ist der anti-lebendige Nihilismus schlechthin, der uns die Verworfenheit und Substanzlosigkeit des Daseins predigt, wo es doch nur darum gehen kann, das Leben zu leben. Nur in der vorbehaltlosen, emotionalen Bindung an das empirische Dasein und dergestalt das Einssein mit den energetischen Funktionen sind wir in der „Ewigkeit“. Der Schlüssel zur Überwindung des Todes liegt einzig und allein in der Genitalität, denn nur die orgastisch potenten Einzeller sind unsterblich. Der nekrophile Buddhismus wirft dieses unser höchstes Gut in den Dreck. Er ähnelt darin der mechanistischen Wissenschaft.

Für die Orgonomie ist Zellteilung Ausdruck der heilenden Funktion des Orgasmus, während sie für die moderne Humanbiologie in erster Linie Alterung und Tod bedeutet, da die Erbinformation immer schlechter kopiert wird, so daß das Leben langsam entartet, d.h. altert. Desgleichen bedeutet auch für den mechano-mystischen Buddhismus das Leben nur Zerfall und Leid. Letztes Ziel sowohl der modernen Medizin wie des Buddhismus ist es, die zyklische Pulsation, die der Buddhismus als ewige leidvolle Wiedergeburt mystifiziert, zu beenden. Die Orgonomie jedoch will sie hervorrufen, verstärken und bewahren.

Europäisch ist das Ideal „des übermütigsten lebendigsten und weltbejahensten Wesens“ das „unersättlich da capo rufend“ das Auf und Ab des Lebens will – in alle Ewigkeit (Nietzsche: Jenseits von Gut und Böse, Kritische Studienausgabe, Bd. 5, S. 75). Dem kosmischen Menschen bedeutet die buddhistische Diagnose des Kreises des Weltentreibens als leidvoll nichts, denn er steht, so Nietzsche,

mit einem freudigen und vertrauenden Fatalismus mitten im All, im Glauben, (…) daß im Ganzen sich alles erlöst und bejaht – er verneint nicht mehr… Aber ein solcher Glaube ist der höchste aller möglichen Glauben: ich habe ihn auf den Namen des Dionysos getauft (Götzendämmerung, Kritische Studienausgabe, Bd. 6, S. 152)

– dem im Buddhismus Buddhas Versucher und Gegenspieler „Mara“ entspricht.

Der anti-dionysische Buddhismus ist eine sehr gute, aber auch oberflächliche psychologische Diät und Hygiene, bei der es um die Ruhigstellung des Körpers und seiner Begierden durch die Zügelung des Geistes geht. Einsicht in die Zwecklosigkeit des Lebens soll die Energiequelle abdrehen und so zur Heilung führen. Es ist das Gegenteil der sexualökonomischen Hygiene, bei der es um Ruhe des Geistes durch eine geregelte Abfuhr der gestauten Energie geht.

Und was ist mit dem „fortgeschrittenen Buddhismus“, dem tantrischen Buddhismus? Er versucht nicht die Triebenergie zu drosseln und er arbeitet mit „dionysischen“ Emotionen, da er sie nutzen will. Er will, indem er durch sie hindurchgeht, die Sexualität um so besser sublimieren und überwinden, ganz ähnlich wie es die Psychoanalyse versucht.

Ohnehin erinnert der Buddhismus in seiner ganzen Lebensfeindlichkeit stark an die Freudsche Psychoanalyse: die Triebe, die einst von einem schwachen Ich pathogen verdrängt werden mußten, werden nun von einem starken Ich bewußt verurteilt und so „Begierde in Weisheit“ verwandelt. Nicht mehr Gefühlsregungen und Gedanken beherrschen einen, sondern man wird zu ihrem Herrn. Die Triebe werden unters Joch gespannt.

Das Zwangskorsett eines moralischen antisexuellen Dharma, dem sich das Schicksal (karma) von Mutter Natur und ihrer Kinder einpassen muß, ist Buddhas („der Erwachte“) Rache, sein ultimativer männlicher Wille zur Macht: „ich gehe zwar ins Nirwana ein, aber nun wird meine Lehre herrschen“. Seine Lehre ist die kriegerische Tugend des „rechten Strebens“, d.h. stets „wach“ zu sein und die „Sinnestore“ und das Gemüt zu bewachen. Man soll durch die Selbstdisziplin der Wachsamkeit und die Zügelung der Affekte die Sinneseindrücke vernunftgemäß objektiv bewerten und kontrollieren, so daß es zu keiner „selbstischen“ gefühlsmäßigen Objektbindung kommt. Um den Kreislauf von Geburt und Tod zu beenden, muß man den bösen „Willen“, der zukünftige Leben erzeugt, durch einen frühzeitigen emotionalen Tod zum verschwinden bringen. Alle unschuldigen Lebenstriebe werden vermoralisiert und dem Leben die Unschuld genommen. Das Lebendige wird schon an seinen Wurzeln verteufelt, während das Christentum nur die Früchte für böse erklärt.

Dies geht mit einem abgrundtiefen Frauenhaß einher. Oder wie Robert hier geschrieben hat:

Als ich in den achtziger Jahren voll froher Erwartung zum ersten Mal das Buddhistische Haus in Berlin-Frohnau besuchte und dort auch die hervorragende Bibliothek erblickte, erwartete ich voller Erregung tiefste menschliche Geheimnisse vorzufinden. Ich schlug einige alte buddhistische Schriften in schweren Ledereinbänden auf. Wie groß war meine Enttäuschung, als in den Texten nichts anderes als Frauenablehnung zu lesen war. Ihr Geruch war widerwärtig, ihr Aussehen, ihr Einfluß und dann ihre menstruellen Ausscheidungen. Voll Enttäuschung verließ ich diese Pilgerstätte, irritiert und mich fragend, warum man sowas nie sonst über den Buddhismus zu lesen bekam.

Entsprechend hielten sich die buddhistischen Mönche mit einer selbst die missionierenden Jesuiten erschreckenden Selbstverständlichkeit an kleine Jungs, die Novizen.

In einem populären tibetischen Mahayana-Text lesen wir über die buddhistische Eva:

Die Frauen sind die Ursache der drei Verderbnisse (also Gier, Haß und Verblendung, PN). Der Umgang mit Frauen kann dem Mann nur schaden. Die Frauen sind ein Unglück für die Männer in dieser und in der anderen Welt. Wer sich nach Frauen sehnt, findet keinen Frieden, wer sich nach Frauen sehnt, sollte sie fliehen (…) Die Frauen sind so sicher die Ursache der Sünden, wie die Buddhas nicht von ihnen geboren werden (…) Diese Welt wird noch an den Frauen zugrundegehen.

Dieser buddhistische Ungeist hat über die buddhistisch-persisch-christliche Mischreligion des Manichäismus, durch die Augustinus entscheidend geprägt wurde, auch auf Europa gewirkt und von dort aus die ganze Welt vergiftet.

Für den Buddhismus gibt es nur leidenschaffende Emotionen, da alles Leiden aus der Verfolgung egoistischer Glücksziele hervorgeht und das Ich nichts anderes als die Abfolge von Gefühlsregungen ist. Anhaften an der Ich-Haftigkeit (Selbstzentriertheit, der energetische Kern) bedeutet Unwissenheit, Ignoranz und Verblendung. Aus dieser Grundlage der Emotionen entwickelt sich einerseits zu sich heranziehende Gier, Leidenschaft und Verlangen (Kontraktion) und andererseits von sich abstoßender Haß, Aggression und Ärger (Expansion) und in Folge alle weiteren weibischen Emotionen (z.B. Stolz, Eifersucht und Geiz). Diese Begierden zu tilgen, ist also gleichbedeutend mit der Tilgung des Ich und umgekehrt.

Beim Zen sieht man die Auslöschung der Emotionen am eindeutigsten. Mit Gewalt im Lotussitz sitzen (zazen), d.h. „leere Nabelschau“, ohne eigentliche Meditation über ein Objekt, bis die existentielle Erfahrung kommt, daß alles vergänglich, leer und nichtig ist und einen deshalb das Leid nicht berühren, nicht mehr anrühren kann. Dieses emotionale Erstarren führt uns zum eigentlichen Kern des Buddhismus. Der Buddhismus ist die Apotheose des von Reich in Christusmord beschriebenen „Sitzens“. Es gibt die unterschiedlichsten Formen des Buddhismus, dem unser christlicher Dogmatismus fremd ist, aber dieser abgestorbene Kern bleibt.

Dieser gefühllose Zustand des Sitzens erinnert sehr an die „heitere“ emotionale Flachheit von Krebspatienten (Krebs ist die „Berufskrankheit“ der Yogis und Zen-Meister). Der Funken des Lebens erlischt, was, wie gesagt, eine Alternative zur geregelten Sexualökonomie ist. Der Buddhismus sucht immer den mittleren Weg und den Kompromiß und ist damit funktionell identisch mit charakterologischer Resignation. Übermütige Freude und tiefste Traurigkeit sind dem buddhistischen Bewußtsein vollkommen fremd, der die beständige Gleichmut der Begierdelosigkeit erstrebt. Alles ist auf Ruhe, Unbewegtheit und Leere ausgerichtet; jede störende Emotion wird mit mildem Humor zugedeckt. Um das seelische Gleichgewicht nicht zu stören, scheut sich der Buddhismus um die konfliktträchtige Aufarbeitung der Vergangenheit, in der wilde Triebe schlummern, die besser unterdrückt bleiben. Nur nicht dran rühren! Dies erklärt, warum es in Ländern wie Japan keine „Vergangenheitsbewältigung“ gibt.

Die buddhistische Lehre spiegelt historisch-energetisch den Ort ihres Ursprungs an der damaligen südlichen Front Saharasias wider: den allgemeinen vom DOR verursachten Zerfall des ökologischen, ökonomischen und sozialen Umfeldes. In diesem Tumult brachte der Buddhismus emotionale Ruhe und später hat er in den zerrissenen Kulturen Saharasias nur überlebt, weil er die effizienteste Art und Weise ist, die Emotionen abzutöten. Zweifellos wirkt dies im Kleinen auch heute noch sehr befreiend auf den gestreßten Amerikaner und Mitteleuropäer, genauso wie es auf Asien wirkte, das für Reich das Abbild einer kranken, sitzenden Gesellschaft war.

So verkörpert der „harmlose, sanfte“ Buddhismus eine allgemeine Krebsschrumpfungs-Biopathie ähnlich wie der „harmlose, sanfte“ Liberalismus, der zu gesellschaftlichem Verfall und Kommunismus führt. Die Nähe des pestilenten Buddhismus zum Kommunismus zeigt sich schon daran, daß es um das Verschwinden der eigenen Persönlichkeit (der Ich-Haftigkeit), um die Befolgung des moralischen Gesetzes und die restlose Einordnung in die Gemeinschaft (sangha) geht.

Der Buddhismus beruht auf der Annahme, daß es keine natürliche Moralität gibt, sondern allem Lebendigen die buddhistische Frohe Botschaft gepredigt werden muß, daß man seinen Emotionen (also Haß und Gier) nicht trauen darf und sie überwinden muß. Er blickt über die gegenwärtigen Freuden hinaus, sieht das zukünftige Leid und rät zu Zurückhaltung, Beherrschung und Lebensklugheit als die einzige Möglichkeit diesem antizipierten Leid zu entgehen. In seiner „sozialen“ Form, dem Mahayana, geht es dabei nicht nur um die Nichtung des Einzelnen, sondern um die Ver-Nichtung allen Seins. Der Sieg des Buddhismus wäre das Ende des Lebens auf diesem Planeten, denn die Erlösung vom Leben ist sein ausgesprochenes Ziel und in seiner europäisierten perversen Schopenhauerschen Form spricht er sich sogar ganz offen für die atomare Auslöschung der Menschheit als größtem Liebes- und Mitleidsdienst überhaupt aus.

Der Buddhismus sieht im Leben einen wilden Fluß, auf den man sich besser nicht einläßt, um ihn schnell und gefahrlos zu überqueren. Dazu gibt es als älteste Fähre den Theravada-Buddhismus („Lehre der älteren Jünger“), bei dem es um die Überwindung des emotionalen Anhaftens geht, das uns vormacht, es gäbe in dieser Welt Bestand. In Wirklichkeit gibt es aber nur flüchtige Daseinsfaktoren, die in der abhängigen Entstehung des Kausalnexus einander hervorrufen und deren Entstehung praktisch mit ihrem Untergang zusammenfällt. Es gilt die Unbeständigkeit der Welt und des eigenen Selbst zu erkennen, so daß sich die Vorstellung des substanzhaften Abgetrenntseins von der Welt und anderen Menschen als Illusion erweist und damit auch jeder Egoismus. Ist aber das egoistische Anhaften überwunden, findet das Lebensfeuer kein Brennmaterial mehr, so daß es erlischt und der Buddhist ins friedvolle Nichts eingeht.

Buddhismus beruht auf der Illusion des „Todestriebes“, nämlich darauf, daß es so etwas wie eine autonome „Selbstaufhebung“ oder „Selbstauslöschung“ (nairatmya) ins Nirwana, ins Nichtsein gäbe. Den Freudschen Todestrieb widerlegte Reich damit, daß es eben keine Selbst-Auslöschung gibt. In der Natur gibt es keinen Energieimpuls, der sich gegen sich selbst richtet. Erst im Menschen kommt es unter dem Einfluß einer lebensfeindlichen Gesellschaft dazu, daß sich der ursprüngliche Impuls aufspaltet, sich selber blockiert und zu vernichten trachtet (Orgonomic Functionalism, Vol. 3, S. 86-91).

Wir nehmen die lebensfeindliche Gesellschaft in uns auf und jeder „Selbstmord“ der begangen wird, ist in Wirklichkeit Mord innerhalb unseres derartig von fremden Mächten okkupierten Ichs. So ist die buddhistische „Selbstauslöschung“ die Apotheose der Neurose, die aus dem Konflikt zwischen Innenwelt und Außenwelt hervorgeht. Im Buddhismus siegt die patriarchale Außenwelt, indem das zum Erwachsenen „erwachte“ Kind alle Lebenstriebe und damit „sich selbst“ tötet.

Der Buddhist wird einwenden, daß es eine schon von Buddha bekämpfte einseitige Interpretation sei, das Nirwana nur als Negativum zu betrachten. Aber jedes mit dem Nirwana verbundene positive Attribut macht den Buddhismus zum Ausdruck der größten denkbaren egoistischen Verblendung: dem finalen Lustgewinn außerhalb des Welttreibens losgelöst von allen anderen Menschen.

Und selbst dort, wo der Buddhist sozial auf das Nirwana verzichtet (das zentrale Moment der „Großen Fähre“, dem Mahayana), sucht er innerhalb des trostlosen Welttreibens als Trost das „Glück im Mitleiden“. Wie Nietzsche in seinem gleichnamigen Aphorismus schreibt:

Mitleiden wird das Gegenmittel gegen den Selbstmord, als eine Empfindung, welche Lust enthält und Überlegenheit in kleinen Dosen zu kosten gibt: es zieht von uns ab, macht das Herz voll, verscheucht die Furcht und die Erstarrung, regt zu Worten, Klagen und Handlungen an, – es ist verhältnismäßig ein Glück, gemessen am Elend der Erkenntnis, welche das Individuum von allen Seiten in die Enge und Dunkelheit treibt und ihm den Atem nimmt. (Morgenröte, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, S. 129)

So ist das Mitleid des Mahayana-Buddhisten in Wirklichkeit das Mit-Leiden seines Opfers. Mit dem Ego, von dem sich der Buddhist befreit, belastet er seine Mitmenschen, er läßt „seinen Dämonen in die Nächsten fahren“, wie Nietzsche im gleichnamigen Aphorismus (Morgenröte, Kritische Studienausgabe, Bd. 3, S. 299) schreibt: „mögen diese Anderen zusehen, daß sie nicht schlimm dabei fahren, so wohl er ihnen anscheinend auch will!“

Das kalte, unbeteiligte „Mitleid“ des selbstlosen Buddhisten ist unparteiische „Freundlichkeit“, die, damit nicht doch noch eine gefühlsmäßige Beziehung aufkommt, von der Weisheit des „Über-der-illusorischen-Zweiheit-stehens“ gezügelt wird. Was man hier nicht findet, ist das europäische Verständnis von „selbsthafter“ und „parteiischer“ Liebe und persönlicher Hinwendung, mit seiner ganzen Spannweite vom platonischen Eros bis zur sexuellen Anziehung. Erst recht gibt es im Buddhismus keinen Platz für die orgonomische Definition der Liebe: die Erregung des Genitals, die bei einem passenden gegengeschlechtlichen Gegenüber zur genitalen Überlagerung führt. Daraus leitet sich alle wirkliche, d.h. emotionale Hinwendung zum Nächsten her. Das, was die Buddhisten als emotionale „Liebe“ anführen, ist der tantrische Brand, der die Ichheit verzerrt. (Über Liebe siehe meinen Blogeintrag Liebe, Arbeit und Wissen: Zwei Arten von Liebe.)

Wirkliches Mitleid ist das ichhafte geschwisterliche Einfühlen in einen anderen Menschen, sonst ist es gemein, hinterhältig, verlogen und grausam: das Erbarmen des Mächtigen gegen den Schwachen; des „Erwachten“ gegenüber dem noch im Nicht-Wissen verstrickten; dessen, der alle Komplexe in sich verarbeitet hat und klar wie Kristall ist, gegenüber dem neurotisch leidenden und betrübten; des Mitleidvollen gegenüber dem Mitleidlosen; des Asexuellen gegenüber dem Sexuellen. Im Mitleiden liegt immer Grausamkeit gegenüber dem Bemitleideten, denn wer wird schon gerne bemitleidet und so unter einen Mächtigeren gestellt. Lieber werden wir von den Ohnmächtigen gehaßt – die wir dann bemitleiden können.

Das buddhistische Mitleid entspricht so einer typischen saharasischen Klassengesellschaft (Buddha stammt ja aus der Fürstenschicht): der vornehme Gepanzerte, der an der Spitze der Welt steht und voll Geringschätzung auf die Parias und das Gewürm hinabsieht, die sich ganz unten krümmen und winden. Man denke an die selbstherrliche Attitüde des Bodhisattvas („erwachtes Wesen“), der im Vajrayana (der dritten Fähre, die den Kern des „Lamaismus“ ausmacht) alle Insignien eines Priesterkönigs trägt.

Bioenergetisch gesehen ist falsches Mitleid nichts anderes als Verachtung: die Energie fließt zum Kopf hin („Überlegen“). Der Unterschied ist nur, daß sich die Energie im Mitleid entlädt, während sie sich in der Verachtung staut. Ohne Mitleid würde der Buddhist platzen. Mitleid ist das Notventil, der tantrische Sex der Buddhisten, der das leidvolle Principii individuationis aufsprengt. Der Buddhist wird einwenden, daß nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein kann, denn das buddhistische Mitleid würde ja auf dem Nicht-Ich basieren. Das buddhistische Mitleid ist also nicht nur Sex, sondern seelenloser Sex! Der Mahayana-Buddhist wird einwenden, es ginge doch um vollständige Hingabe an und altruistische Aufopferung für den Mitmenschen. Es ist nicht nur Sex, es ist sadomasochistischer Sex!

Im Theravada ist der Mensch ein kern- und substanzloses Konglomerat von disparaten Einzelteilen. Wird so das Mitleid nicht vom Theravada ad absurdum geführt? Wie kann es ohne Ich ein Du geben? Wie kann es Menschlichkeit ohne Menschen geben? Wie Verbindung in einer verbindungslosen Welt? Zwar richtet das Mahayana sein Augenmerk weniger auf die vergänglichen Daseinsfaktoren und mehr auf die Un-Bedingtheit der ganzheitlichen Leere hinter ihnen, doch mit dem „Leersein von Abgetrenntheit“ gibt es keine Spannung und keine Überlagerung mehr, keine Potentialunterschiede. Alles endet in einem amorphen prägenitalen Brei ohne echte Gefühle. Diese Leere kann man mit dem Nirwana gleichsetzen: dem Nichtsein von Gier, Haß und Ich-Haftigkeit. Das ist aber das kastrierte Orgon: die nichtpulsierende Orgonenergie, die Leere in gefühllosen Genitalien. Der tantrische Buddhist wird einwenden, daß es sich bei der Leere um die dynamische, unendliche Potentialität des kosmogonischen absoluten Bewußtseins handelt: ein Weltbild, geformt aus der „idealistischen“ okularen Abpanzerung heraus.

In der erstarrten Welt des Buddhismus gibt es keine Entwicklung von unten nach oben. Dem Buddhismus fehlt der dreidimensionale Tiefenblick, der der Entfaltung der Funktionen entspricht. Der Buddhismus kennt keinen Übergang vom primordialen zum materiellen Bereich, sondern nur die pluralistischen Daseinsfaktoren, die sich nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung ohne einen zugrundeliegenden dritten Faktor substanzlos nacheinander herziehen. Und was die einheitliche „Leere“ hinter den pluralistischen Daseinsfaktoren betrifft, ist es in Übereinstimmung mit dem nichttheistischen Zentraldogma des Buddhismus kein positiver Urgrund, sondern nur negative Unfaßlichkeit.

Das Buddha-Bewußtsein schließlich hat immerhin wie angedeutet einen kosmogonischen Aspekt, doch der beinhaltet, daß „alles nur ein Traum ist“ (maya), platt, ohne Tiefe und Perspektive. Hier gibt es keine Entwicklung vom Vegetativen zum Geistigen, sondern unser Körper ist das Produkt unserer Eltern, während unser Bewußtsein sich aus vorgeburtlichen Existenzen herleitet. Dies entspricht in etwa dem von Reich bekämpften Omnis cellula ex cellula. Während die Orgonomie ungelerntes Verhalten, wie das sofortige Saugen an der Brust, funktionell erklärt, führt es der Buddhismus auf Wissen aus früheren Leben zurück.

Hans Hass‘ Beiträge zu Wilhelm Reichs Konzept „Arbeitsdemokratie“

25. Juli 2015

Es gibt eine ins Auge springende Übereinstimmung zwischen der Energontheorie von Hans Hass und der Orgonomie von Wilhelm Reich. Hass zufolge ist jedes Energon ein „arbeitsteiliges Gefüge“, – also eine Arbeitsdemokratie. Reichs folgende Aussagen über das Wesen der Arbeitsdemokratie haben denn auch viel „Energontheoretisches“ an sich, wie wir noch sehen werden:

Die Summe aller natürlichen Arbeitsbeziehungen nennen wir Arbeitsdemokratie (…). [Sie] sind ihrem Wesen nach funktionell und nicht mechanisch. Sie können nicht willkürlich organisiert werden, sie ergeben sich spontan aus dem Arbeitsprozeß selbst. Die wechselseitige Abhängigkeit (…) ist (…) durch die Verwobenheit der Arbeitsfunktion gegeben. Man kann sich kein willkürliches Gesetz denken, das diese natürlichen Arbeitsbeziehungen verändern könnte. Man kann nicht den Arbeiter am Mikroskop von Glasschleifer unabhängig machen. Die Natur der Linsen wird einzig von den Gesetzen des Lichtes und der Technik diktiert (…) und die Tätigkeit des Menschen von der Natur seiner Bedürfnisse.

Diese sieben Sätze enthalten das Wesentliche der vier Bände der Naturphilosophischen Schriften von Hans Hass!

Betrachten wir zunächst den arbeitsdemokratischen Prozeß in den verschiedenen Bereichen der Natur. Hass zufolge gibt es vier verschiedene Arten von Energonen:

  1. die Pflanzen als „Parasiten der Sonne“ und Nahrung der Tiere;
  2. die Tiere als Parasiten der Pflanzen;
  3. das Tier Mensch als Berufstätiger, der vom Bedarf anderer Menschen lebt; und
  4. aus Berufstätigen sich zusammensetzende Erwerbsorganisationen: Unternehmen, Betriebe, Konzerne und ganze Staaten.

Die Einteilung der Energontheorie in Funktionen, Funktionsträger und Triebtheorie (die für den Energonbau durch den Menschen wichtig ist) erinnert stark an die Systematik, die O.H. von der Gablentz in seiner Einführung in die Politische Wissenschaft (Köln 1965) derselben gegeben hat:

  1. Funktionslehre,
  2. Institutionslehre und
  3. Entscheidungslehre.

Die Institutionslehre beschäftigt sich mit den Parteien, Verbänden, dem Parlament etc. Soweit es sich dabei um „juristische Personen“ handelt, kommt dies dem Energonbegriff schon recht nahe.

Zentraler Punkt der Energontheorie ist, daß über den Menschen, der Erwerbskörper bildet, die Evolution weitergeht. Reich hat in Massenpsychologie des Faschismus ähnliche Gedanken angeschnitten, wenn auch unter negativen Vorzeichen:

Der Maschinenbau und die Maschinenhandhabung haben den Menschen mit dem Glauben erfüllt, daß er sich selbst in die Maschinen hinein und durch sie hindurch fort- und „höher“-entwickle. Er verlieh den Maschinen aber auch ein Aussehen und eine Mechanik, die tierartig sind. (…) Die Produkte der mechanistischen Technik wurden so die Erweiterung seiner selbst. Die Maschinen bilden in der Tat eine mächtige Erweiterung seiner biologischen Organisation. Sie befähigen ihn, die Natur in einem weit höheren Grade zu bewältigen, als seine Hände allein es ihm ermöglichen.

Hier beschreibt Reich den Übergang vom nackten Menschentier zum Berufstätigen mit den „mächtigen Erweiterungen seines biologischen Systems“.

In seinem Aufsatz über Orgonometrie (Orgone Energy Bulletin, Vol. 2, S. 168) ging Reich noch einen Schritt weiter und vergleicht die Organisation der verschiedenen Berufstätigen, die Fabrik, mit einem Organismus. Beide seien „jeweils ein funktionelles Ganzes“, das durch ein gemeinsames Funktionsprinzip (CFP) gebildet und bestimmt wird. Dieses CFP durchdringt

alle Einheiten (…), die im festumrissenen Funktionsbereich eingegliedert sind. Wie immer auch die Anstrengungen eines Organismus (…) oder die Anzahl und Art der Produkte der Fabrik variieren mögen, bleibt das CFP imgrunde dasselbe, solange das spezifische Ganze bestehen bleibt. Und das funktionelle Ganze bleibt nur solange, was es ist, solange es vom selben CFP regiert wird. Eine Fabrik mag mechanisch dieselbe sein, ob sie nun Werkzeuge herstellt oder im Krieg Munition. Funktionell hat sie sich verändert, wenn von der Herstellung von Werkzeugen zur Produktion von Munition übergegangen wurde, da sich das CFP verändert hat. Ein Arbeiter bleibt hinsichtlich der Anzahl seiner Organe und Zellen derselbe, wenn er aufhört ein Bauhandwerker zu sein und ein Kupferschmied wird. Funktionell stellt er jedoch eine vollkommen andere Ganzheit dar, wenn er das CFP seines Daseins ändert. Nach einiger Zeit wird sich diese Veränderung auch in seiner ganzen Persönlichkeit zeigen.

Aus Einzellern entwickeln sich Tierarten, die im Menschentier kulminieren. Aus dem Menschentier entwickeln sich „Berufsarten“, die in der arbeitsdemokratischen Organisation kulminieren.

Am Anfang haben wir den orgonotisch vollständig integrierten Einzeller, der funktionell durch die Keimzellen vertreten wird, aus denen sich alle Tiere entwickeln. Bei dieser Aufspaltung geht phylo- und ontogenetisch diese orgonotische Integration (CFP) verloren und wird auf höherer Stufe erst beim Tier Mensch wieder neu erlangt. (Siehe dazu Die biologische Entwicklung aus orgonomischer Sicht.) Parallel bildet sich dabei langsam das Bewußtsein aus, mit dessen Hilfe der Mensch zur „Keimzelle“ der Berufsköper wird. Durch diese Arbeitsteilung spaltet sich das neue CFP von neuem auf: es entsteht eine neue Fauna aus Schustern, Bäckern, Müllern, Gärtnern und was sonst noch so kreucht und fleucht. Am Endpunkt der Evolution bildet sich eine finale Integrationsstufe aus: die arbeitsdemokratische Organisation, z.B. eine Fabrik. Und auch hier kommt es zu Hemmungen der evolutionären Entwicklung, die beseitigt werden müssen, genauso wie der Orgonom die prägenitalen Fixierungen beseitigt. (Siehe dazu Der Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus [Teil 6].) So können wir auch Reichs Marxistische Periode besser beurteilen und von neuem fortführen.

Hass zufolge finden sich verschiedene Berufskörper zusammen und bilden „Erwerbsorganisationen“, die den nicht weiter zu steigernden Höhepunkt der Evolution darstellen. Hass vergleicht die Erwerbsorganisationen mit den Metazoen. In ihnen wäre der Mensch bzw. der Berufskörper auch nur ein austauschbares Teil wie die Zelle im Organismus.

Was ist so fremd an der Vorstellung, daß Erwerbsorganisationen Organismen wie wir sind? Stellen wir doch ebenfalls nur ein lose zusammengefügtes föderatives Gebilde aus ziemlich unabhängigen Organen dar, die sich wiederum ausnahmslos aus kleineren Individuen, den Zellen, zusammensetzen. Das Bewußtsein, bzw. unsere „unsterbliche Seele“, ist doch ein marginales Nebenprodukt der Koordination dieser Einzelteile, das im Schlaf und im Tod erlischt und von jedem Schnaps aus den Fugen gebracht werden kann! Legen wir also etwas von unserem Hochmut ab und öffnen uns der Tatsache, daß auch wir nur Zellen im Organismus der BASF oder von Hoechst sind!

Hass zufolge muß sich der Mensch gegen die evolutionäre Entwicklung hin zu immer integrierteren Erwerbsorganisationen stemmen, denn während der Berufskörper noch seiner Keimzelle (dem Menschen) diene, verkehrt sich dies nun: der Mensch dient der Institution!

Aus arbeitsdemokratischer Sicht ist das nicht zwingend, denn genauso wie es bei der Ausbildung des (genitalen) Menschen Verbiegungen zur Prägenitalität gab, sehen wir auch in Energonen wie z.B. BASF ähnliche pathologische Verbiegungen, die sie von der Weiterentwicklung zu arbeitsdemokratischen Erwerbsorganisationen abhält.

Wie sich der Prozeß der Lebensentfaltung gegen den Menschen selbst richten kann, ließe sich „orgonographisch“ wie folgt darstellen:

Das Problem ist, daß sich die (künstlichen) Organe des Menschen gegen ihn selbst richten. Die Entwicklung des Lebens, die dem Tier künstliche Organe geschenkt hat – vom Schneckenhaus des Einsiedlerkrebses bis zum Verwaltungsgebäude der Deutschen Bank – wendet sich schließlich gegen das Leben selber. Es ist eine direkte Entsprechung der Abpanzerung des Menschentiers.

In Zeugnisse einer Freundschaft spricht Reich davon, die „Institution der mechanisierten Zivilisation“ gründe sich „notwendigerweise auf harte Bäuche, eingezogene Hintern, rausgestreckte Oberkörper und steife Muskeln.“ Demgegenüber ließe sich das freifließende Leben nicht mechanisch organisieren:

Man kann Banden, Gauner, Profitmacher, eine Eisenbahnlinie, eine Kriegsmaschinerie organisieren, aber nicht Leben und Wahrheit.

Reich geht sogar bis ins Extrem:

(…) natürlich kann es kein universelles orgastisches Leben geben, wenn die ganze Umwelt unnatürlich ist (…) das Lebensniveau der Trobriander wird bald wieder vorhanden sein – glücklicherweise.

Hass gibt uns einen Hinweis auf die energieökonomischen Hintergründe der menschenzerstörenden Fehlentwicklung im Lebensstrom, wenn er den Fortschritt, der mit dem Energon Erwerbsorganisation erreicht ist, namhaft macht: das erste Mal in der Evolution befreit sich der Lebensstrom von der Last des „föderativen Aufbaus“.

So wird z.B. jede einzelne Zelle mit der Unterhaltung eines eigenen Kraftwerkes (den Mitochondrien) belastet. Erst bei den Erwerbsorganisationen ist jede nur erdenkliche Funktionszusammenlegung möglich geworden. Die Berufskörper innerhalb eines Unternehmens (also dessen „Zellen“) brauchen z.B. nicht je einen Elektrogenerator. Der ganze Betrieb hat einen zentralen Generator oder einen Anschluß ans öffentliche Netz. Mit diesem ökonomischen Fortschritt geht aber auch das verloren, was Reich dazu führte, den Organismus als das Muster aller Arbeitsdemokratie zu nehmen: eben der föderative Aufbau.

Und schließlich schlägt diese Fortschritt ja auch unausweichlich in sein Gegenteil um. Es sei nur daran erinnert, wie ungemein überlegen sich einst die Länder des Realsozialismus ob ihrer totalen Zentralisation fühlten. Ähnliches ließe sich über die gescheiterten Zusammenschlüsse von Großkonzernen sagen.

Hass sagt, daß in den Betrieben „perfekte Zentralisation“ wohl möglich geworden sei,

sich jedoch als schädlich erwiesen [habe], da sie die Initiative der Mitarbeiter lähmt. Ein gewisses Maß an „dispositiver Freiheit“ hat sich hier als förderlich gezeigt. Bei den besonders erfolgreichen Großbetrieben der USA gilt die Parole: „Ziele zentralisieren, Entscheidungen dezentralisieren.“

Genau hier findet sich die Selbstregulierung in der Entfaltung des Lebensstroms.

Ein weiterer Punkt, der der Erwerbsorganisation viel von ihrem Schrecken nimmt: Wir werden nicht nur zu Zellen und Organen der Erwerbsorganisationen, sondern diese können ebensogut auch uns als Organe dienen! Hass weist darauf hin, daß das Herz ja nicht nur dem Körper als Ganzem dient, sondern umgekehrt auch der Körper als Organ des Herzens betrachtet werden kann. So ist der kleine Angestellte nicht nur ein „Rad im Getriebe“, sondern umgekehrt kann er auch den Betrieb als künstliches Organ seiner selbst betrachten!

In seinem Der Einzige und sein Eigentum stellt Max Stirner in diesem Sinne seinen „Verein der Egoisten“ gegen die „Gesellschaft“. Den Unterschied zwischen beiden faßt er wie folgt:

Hat sich ein Verein zur Gesellschaft kristallisiert, so hat er aufgehört, eine Vereinigung zu sein, denn Vereinigung ist ein unaufhörliches Sich-Vereinigen, er ist zu einem Vereinigtsein geworden, zum Stillstand gekommen, zur Fixheit ausgeartet, er ist – tot als Verein, ist der Leichnam des Vereins und der Vereinigung, d.h. er ist Gesellschaft.

Stirner impliziert hier nicht nur einen gesellschaftlichen Organismus (indem er von „Leichnam“ spricht), sondern er beschreibt gleichzeitig auch den Abpanzerungsprozeß im Lebensstrom. Durch dieses Absterben des „Vereins“ (der Arbeitsdemokratie) wird das Individuum zum Knecht des übriggebliebenen Leichnams, während es ursprünglich genau umgekehrt war:

In den Verein bringst Du deine ganze Macht, dein Vermögen, und machst Dich geltend, in der Gesellschaft wirst Du mit deiner Arbeitskraft verwendet; in jenem lebst du egoistisch, in dieser menschlich, d.h. religiös, als ein „Glied am Leibe dieses Herrn“: der Gesellschaft schuldest Du, was du hast, und bist ihr verpflichtet, bist von „sozialen Pflichten“ – besessen, den Verein benutzt Du und gibst ihn „pflicht- und treulos“ auf, wenn Du keinen Nutzen weiter aus ihm zu ziehen weißt. Ist die Gesellschaft mehr als Du, so geht sie Dir über Dich; der Verein ist nur Dein Werkzeug oder das Schwert, wodurch Du deine natürliche Kraft verschärfst und vergrößerst; der Verein ist für Dich und durch Dich da, die Gesellschaft nimmt umgekehrt Dich für sich in Anspruch und ist auch ohne Dich; kurz die Gesellschaft ist heilig, der Verein dein eigen: die Gesellschaft verbraucht Dich, den Verein verbrauchst Du.

Dieser extreme Egoismus (bzw. „Separation“) mag auf den ersten Blick gegen die Arbeitsdemokratie gerichtet sein, aber man kann gegen seine liberalen Kritiker den folgenden Satz Stirners halten: „Erst mit der letzten Separation endigt die Separation selbst und schlägt in Vereinigung um.“ Man betrachte zu diesem Satz auch die erste Abbildung.

Dies bringt uns zur „Entwicklung des autoritären Staatsapparats aus rationalen sozialen Beziehungen“, über die Reich in Massenpsychologie des Faschismus geschrieben hat. (In diesem Kapitel spricht Reich auch vom „Organismus der Gesellschaft“!) Für Reich war der erste Briefträger

die menschlich verkörperte zwischenmenschliche Beziehung des Briefschreibens und -beförderns. Auf diese Weise entstand ein gesellschaftliches Organ. (Hervorhebung von Reich)

Weiter beschreibt Reich, wie sich dann dieses Organ der Gesellschaft zum Staat verselbstständigte und sich gegen dieselbe stellte. Das geschieht durch „Funktionserweiterung“ (Hass). Reich erwähnt die „neuartige Funktion“ der Postzensur. Nun ist

die Ausschaltung derjenigen Funktion der sozialen Administration, die über der und gegen die Gesellschaft funktioniert, (…) eine der Arbeitsdemokratie innewohnende Tendenz. Der natürliche arbeitsdemokratische Prozeß verträgt keine anderen administrativen Funktionen als solche, die dem Zusammenhalt der Gesellschaft und der Erleiterung ihrer Lebensfunktionen dienen.

Islam, der sexualökonomische Supergau

19. Juli 2015

Im Islam werden die Frauen wie im Nationalsozialismus zu bloßen Brutmaschinen degradiert. 1970 gab es weltweit 0,65 Milliarden Muslime, das waren etwa 18% der Weltbevölkerung. Heute gibt es bereits 1,5 Milliarden Muslime, mehr als ein Fünftel der Menschheit. Im Jahre 2030 werden sie sich voraussichtlich auf 3 Milliarden verdoppelt haben. Vor Europas Toren werden, statt wie zur Jahrtausendwende 150 Millionen, 300 Millionen Muslime stehen.

Seit dem Sturz des Schahs ist im Iran die Bevölkerung von 36 Millionen auf mehr als 74 Millionen gestiegen, in 20 Jahren werden es 120 Millionen sein. In Ägypten wächst die Bevölkerung, die sich in 50 Jahren verdreifacht hat, jede acht Monate um 1 Million. In Algerien gab es 1962 10 Millionen Menschen, heute sind es 32 Millionen. In der Türkei 1950 20 Millionen, heute 71 Millionen. Und Erdogan will die Entwicklung weiter ankurbeln!

Anfang des 20. Jahrhunderts bestand die Hälfte der Bevölkerung im Gebiet der heutigen Türkei aus Christen! Überhaupt waren Algerien, Ägypten und die Türkei einst Gebiete mit 100% christlicher Bevölkerung. Heute sind die Christen dort, wenn nicht ganz ausgemerzt, eine bedrängte winzige Minderheit. Dank des islamistischen Terrors verliert die koptische Kirche, die 10 bis 15% der Bevölkerung ausmacht, jährlich 20 000 Mitglieder durch Übertritte zum Islam.

In Europa gibt es insgesamt vielleicht 40 Millionen Muslime, davon 16 Millionen in Westeuropa. 1 Million in Großbritannien: das war jedenfalls die Zahl Mitte der 80er Jahre, mittlerweile sind es 2,5 Millionen! Hier die Dynamik:

1961: 0 050 000
1971: 0 226 000
1981: 0 553 000
1991: 0 950 000
2001: 1 600 000
2004: 1 870 000
2005: 2 017 000
2006: 2 142 000
2007: 2 327 000
2008: 2 422 000
2010: 2 869 000

5 Millionen (sic!) Muselmanen in Frankreich, wo sie schon stärker vertreten sind als die Protestanten und in absehbarer Zeit die Katholiken vom ersten Platz verdrängen werden.

1960 gab es in Deutschland gerade mal 1200 Muslime! Heute sind es 3,5 Millionen. In 20 oder 30 Jahren werden es 12 Millionen sein. 100 000 gebürtige Deutsche sind Muslime, zur Hälfte Frauen, von denen etwa 10 000 ohne Heirat mit einem Muslim zum Islam konvertiert sind. Gegenwärtig gibt es in Deutschland 750 000 muslimische Schüler. In Städten wie Bremen stammt mittlerweile jeder fünfte Grundschüler aus einer muslimischen Familie.

Die Zahl der islamischen Vereine und Moscheen in Deutschland ist Definitionssache. Die Dynamik ist jedoch eindeutig:

1970: 3 Moscheen
1990: 1 500 Moscheen
1997: 2 700 Moscheen

Hier etwas dramatischere Zahlen zu Deutschland.

Was allgemein die Bevölkerungsdynamik betrifft ist die Entwicklung in Bosnien-Herzegowina bezeichnend: 1961 waren dort die Muslime mit 31% die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe, 1991 waren sie mit 44% die größte.

In Rußland gibt es 15 Millionen Menschen, die muslimischen Volksgruppen angehören. Wenn man russische Muslime und Muslime aus den ehemaligen mittelasiatischen Teilrepubliken berücksichtigt, die innerhalb der russischen Grenzen leben, sind es vielleicht 20 Millionen Muslime in Rußland. Allein in Moskau leben 2 Millionen. Im Verlauf dieses Jahrhunderts werden die Muslime im Gebiet der ehemaligen UdSSR die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Wir reden hier über die ehemalige Supermacht!

Dem Studenten der Orgonomie kann das alles ziemlich egal sein, würde es nicht mit einer sexualökonomischen Katastrophe von apokalyptischen Ausmaßen einhergehen. Ich kann auf Seyran Ates‘ Der Islam braucht eine sexuelle Revolution verweisen. Oder hier das Buch zum Thema:

Thomas Maul: Sex, Djihad und Despotie. Zur Kritik des Phallozentrismus. Ça-Ira-Verlag, Freiburg 2010. 280 Seiten, 20 Euro. Das Buch erscheint dieser Tage.

Im Ehebett hat der Muslim in der Gattin seinen Acker zu beackern, um zukünftige Gotteskrieger zu zeugen. Ansonsten sind Frauen gefährlich: „Ich habe den Gläubigen keinen unheilvolleren Unruheherd hinterlassen als die Frau“, sagt Mohammed.

So ergeht denn auch, „wenn ihr zu euren Frauen geht“, die von Ibn Abbas überlieferte Bannformel des Propheten: „Dann sagt: Im Namen Gottes! O Gott schütze mich vor dem Teufel, und schütze auch das vor dem Teufel, was du für uns bestimmt hast.“ (al-Bukhari, 348) Seine exorzistische Funktion [gegen die Bedrängnisse des Sexus und des ewig lockenden Weibes] kann der innereheliche Koitus daher nur erfüllen, wenn er rituell so reglementiert wird wie der Nahrungstrieb über die Speisegesetze. Die etwaige Entstehung eines freien und spontanen Spiels der Lüste, der Liebe und der Leidenschaft ist als Ausschweifung explizit zu verhindern, indem der Beischlaf in rituelle Vorbereitung und in eine verbale Begleitmusik der Sprüche und Formeln eingebettet wird.
Vor der Vereinigung habe der Muslim z.B. sein „Glied zu waschen oder zu urinieren, sonst könnte der Teufel dem Kind Schaden zufügen“. Dann sei beim Verkehr darauf zu achten, nicht die Richtung gegen Mekka einzunehmen. Für den Beginn des Beischlafs verlange die „löbliche Sitte“ vom frommen Muslim die Anrufung des Götternamens, also ein bismillah („im Namen Allahs“), und eine kurze Koran-Rezitation, etwa: „Sprich: Gott ist einer“ (Kor 112:1). Darauf haben der Schlachtruf Allahu akbar („Gott ist übergewaltig“) und das Bekenntnis la ilaha illa Allah („Es ist kein Gott außer Gott“) zu folgen. Während des Aktes legte bereits der Prophet den Gläubigen folgende Beschwörungsformeln ans Herz: „Mein Gott, laß es eine gute Nachkommenschaft werden, wenn du beschlossen hast, eine solche aus meinen Lenden hervorgehen zu lassen“, und „Mein Gott, halte den Satan fern von uns und halte ihn von dem fern, was du uns (an Kindern) schenkst.“ (Muslim, Nr. 259) Wenn „der Samenerguß nahe“ ist, „soll man innerlich, ohne die Lippen zu bewegen“, sprechen: „Gelobt sei Gott, der aus dem Wasser (Samen) den Menschen geschaffen.“ (Kor 25:54)

Die organisierte, bis an die Zähne bewaffnete und fanatisierte orgastische Impotenz!

Die total verkackte Linke verteidigt diesen Schweinkram, wie sie einst die Freigabe der Pornographie, den Genderschwachsinn und diverse „Emanzipationsbewegungen“ verteidigt hat: mit einer „Logik“, die zeigt, daß diese versifften Zecken nichts weiter als Scheiße im Kopf haben.

Hier beispielsweise eine gehirnerweichende Debatte im GEZ-Radio über Integration und Multikulti mit einem, der Journalist, „Politikwissenschaftler“ und Muslim ist:

Ich finde als Journalist – und das ist immer schwierig – man muß differenzieren, auch was die Gewalt angeht. …

Zuvor hatte er ausgeführt, daß man zwischen Religion und Tradition unterscheiden müsse: auch in christlich geprägten mediterranen Ländern gäbe es Blutrache und jetzt werden die Imame ja in Deutschland ausgebildet.

Was für eine Argumentation! Die Katholische Kirche holt Seelsorger aus Afrika nach Deutschland. Gibt es da Probleme mit Gewalt von gläubigen Katholiken? Gibt es Probleme mit den Priestern der national organisierten orthodoxen Kirchen in Deutschland?

Aber lassen wir unseren differenzierenden Fernsehjournalisten weiter sprechen:

… Wir haben beispielsweise ‘ne neue Studie gesehen, wo es heißt, die Gewalttätigkeit junger Muslime nimmt mit zunehmender Bindung an die Religion zu. Das hat der Pfeiffer vom Kriminologischen Institut in Hannover gezeigt. Naja, dann sagen wir: „Naja, wir wußten es ja schon immer: die jungen Muslimen sind gewalttätig.“ Was sie aber nicht gesagt haben, darüber haben wir jetzt auch letztens berichtet, das fand ich sehr erstaunlich: …

So, jetzt kommt es, das Gegenargument, daß das mit dem Islam gar nicht so schlimm sei. Man höre einen typischen Vertreter unserer intellektuellen Elite:

… daß beispielsweise, bei Männern äußert sich das möglicherweise in Gewalt nach außen, diese ganze Perspektivlosigkeit, …

Prof. Pfeiffer hat gezeigt, daß mit zunehmendem islamischen Glauben die Gewalttätigkeit wächst, bei unserem Fernsehjournalisten ist jedoch plötzlich die „Perspektivlosigkeit“ ausschlaggebend, d.h. wir, die deutsche Gesellschaft ist Schuld, nicht der Islam. (Und überhaupt: Perspektivlosigkeit? Ich dachte wir sind ein Einwanderungsland!) Der Fernsehjournalist bruchlos weiter:

… bei Frauen ist die Selbstmordrate unter jungen Muslimen doppelt so hoch wie unter gleichaltrigen Deutschen. …

Und weiter mit anklagender Stimme und typisch „aufklärerischem“ Ton:

… Da muß man sich jetzt fragen: bei denen äußert sich das wohl nicht in Gewalt nach außen, sondern das geht dann nach innen. Sie haben keinerlei Möglichkeiten einen Ansprechpartner zu finden. Das ist verpönt. Man gibt so etwas natürlich nicht zu. Depressionen sind, – ich kenne das aus der eigenen Familie, – Depressionen werden nicht zugelassen, man schämt sich dafür und dementsprechend ist die Selbstmordrate hoch. …

Indem er seine eigene Familie in die „Argumentation“ eingefädelt hat, ist der Islam plötzlich ganz aus dem Fokus geraten und wir sind unversehens beim allgemeinen Umgang mit Depression und Depressiven. Und für jene, die trotz dieses Gedankengangs beim Thema geblieben sind: Was will uns der Politikwissenschaftler damit sagen? Der Islam ist nicht so schlimm, weil die Gewalttätigkeit der männlichen jugendlichen Muslime durch die Selbstmordrate der jugendlichen weiblichen Muslime aufgehoben wird?

… Also da ist viel im Argen, worüber man sprechen muß und was man auch ansprechen muß und wo aber auch viel getan wird. Man kann es nicht nur schwarz-weiß sehen, das ist leider das Problem.

Euer Problem ist die Logik!

Dieses unsägliche Geschwafel ist kein Einzelfall, sondern die Regel: auf diese hirnzerfressende Weise „argumentieren“ alle im Mainstream! Ein breiter, alles zermalmender Strom in den Untergang unseres Vaterlandes. Davon lebt die Linke, die Emotionelle Pest allgemein, der sich ausbreitende Islam: immer vom Wesentlichen ablenken. Und nur so kann man die Pest besiegen: rücksichtslos beim Wesentlichen bleiben.

Ich schreibe das jetzt hier auf einer Parkbank. Offenbar ein Schüler hat folgendes auf das Holz geschmiert:

Schule macht nicht gemeinschaftsfähig, sondern asozial wie diese Inzucht-Familien sind

Naja, Bildung bringt das Land voran…

Obama in der U-Bahn

18. Juli 2015

Ich genieße das Leben in vollen Zügen! Beispielsweise in der U-Bahn mit einer kleinen Reisegruppe aus Berlin: Kind, Mutter, deren Vater und Onkel zum Verwandtenbesuch in Hamburg. Das Kind, vielleicht 18 Monate, ein Produkt der kaukasischen Mutter und eines negriden Vaters. In der gleichen Situation hätte ein „weißes“ Kind niemand weiter beachtet, aber das kleine „farbige“ Kind war ganz offensichtlich Star der Familie. Nach und nach wurde unsere ganze Sitzgruppe am Ende des U-Bahn-Waggons mit einbezogen, einschließlich meiner Wenigkeit. Wir konnten uns alle mit verbalen Neckereien und liebevollen Blicken für den Kleinen gar nicht mehr einkriegen.

Nun stelle man sich mal vor, daß der arme Junge diesem aufgesetzten Liebesterror wirklich ständig ausgesetzt ist, wohin er auch immer kommt. Aus Angst vor „Rassismus“ wird er kaum je Widerstand erfahren und immer behandelt werden, als wäre er etwas ganz besonderes. Folgerichtig wird er alle unausweichlichen Kränkungen, erst recht solche tatsächlich rassistischer Natur, maßlos überbewerten und mit einer Mischung aus extremer Verunsicherung und extremer Wut reagieren. Sein ganzes Leben wird dadurch geprägt sein, daß er „seine ihm zustehenden Rechte“ einfordert. Er wird sich benehmen, als wäre er ein Gott, der sich den undankbaren Sterblichen offenbart.

Voila, wir haben Obama vor uns, der als Mischlingskind im extrem liberalen Hawaii aufgewachsen ist und der von seinen „weißen“ Großeltern, ihrer Tochter und der gesamten Umgebung genau so behandelt wurde, wie das kleine Kind in der U-Bahn.

Groteskerweise wird Obama bis heute so behandelt: niemand wagte seine bisherige Lebensgeschichte zu hinterfragen, über die wir trotz zweier Autobiographien (sic!) so gut wie nichts wissen. Fast durchweg saublöde „Intellektuelle“ bringen es sogar fertig, von einer „Hetze“ und „Respektlosigkeit“ gegen Obama zu sprechen, so als hätte es die tatsächliche Hetze gegen Bush junior nie gegeben.

Das beängstigende an dieser ganzen Angelegenheit ist, daß mit Obamas Wahl ein Supergau eingetreten ist: ein pathologischer Narzißt wurde zum Führer der freien Welt. Noch dazu einer, der sich selbst als Moslem betrachtet. (Wir wissen nicht mal, ob er je getauft wurde!) Dazu möchte ich nochmals etwas von dem iranischen Islamkritiker Ali Sina anbringen, das ich bereits an anderer Stelle zitiert habe:

Die Gefahr liegt darin, daß Mohammed ein pathologischer Narzißt war und nun eine Milliarde Menschen, die ihm folgen, Zeichen der narzißtischen Persönlichkeitsstörung aufweisen. (…) Es ist der Narzißmus von einer Milliarde Moslems, der aus der Welt einen unsicheren Ort macht, nicht die Lügen, an die sie glauben. Als Narzißten sind Moslems paranoid, haben eine Opfermentalität, fühlen sich gedemütigt, haben ein aufbrausendes Wesen, sind rachsüchtig, es mangelt ihnen an Empathie, sie sind sich nicht der Schmerzen bewußt, die sie anderen zufügen, haben kein Gewissen, betrachten sich anderen gegenüber als überlegen, verlangen nach einer Vorzugsbehandlung, während sie anderen die grundlegenden Menschenrechte verweigern. Sie verachten und beleidigen andere, erwarten aber selbst Respekt und eine Anerkennung, die sie sich nicht verdient haben. Es mangelt ihnen an Selbstachtung, sie sind aber sehr auf ihr Image bedacht. Es ist nicht etwa so, daß sie sich selbst lieben würden: sie tun es nicht, sie schämen sich ihrer selbst, aber sie sind in ihrer eigenen Gedankenwelt gefangen. Wichtig ist ihnen nicht etwa, was sie sind und wie es in ihrem Inneren aussieht, sondern wie andere sie sehen. Das Image ist wichtiger als ihr wahres Selbst. Ihre Welt liegt in Trümmern, aber es geht ihnen einzig darum, das Image des Islams zu wahren. Alles dreht sich um das äußere Erscheinungsbild.

Dank der unsäglichen Alice Miller und der zunehmenden Kontaktlosigkeit, in der sich jeder (insbesondere aber sein Kind) als hochbegabte Offenbarung auf zwei Beinen betrachtet, verkörpert Obama karikaturhaft den gesellschaftlichen Wahnsinn im Extrem. In dieser Hinsicht passen unsere stets als rücksichtlose Herrenmenschen auftretenden moslemischen Kulturbereicherer nur allzugut in unsere total durchgeknallte Gesellschaft.

Hier ein beliebiges Beispiel, das von einem Leser von Politically Incorrect stammt.

Ich war vor einigen Jahren Augenzeuge, wie ein ertappter türkischer Ladendieb auf die Kassiererinnen einzudreschen begann. Sogleich brachte ein Supermarktangestellter den Bereicherer professionell zur Räson und warf ihn raus. Um seine vor aller Augen verletzte türkische Mannesehre wiederherzustellen, schubste der Jungkriminelle zehn Meter weiter eine unbeteiligte Oma vom Fahrrad. Kaum lag sie am Boden, straffte sich die Haltung des mutigen Osmanen und er entfernte sich erhobenen Hauptes.

Diese kleinen Drecksäcke wachsen als von der frustrierten Mutter abgöttisch verehrte kleine Paschas auf. Alles, was ihre Stellung hinterfragen könnte, und sei es nur ein neutraler Blick, treibt sie in die Raserei: „Was guckst du?!“

Bereits im 19. Jahrhundert hat Jacob Burckhardt das Verhalten von krankhaften Narzißten wie Hitler und Obama vorausgesagt – als er Mohammed beschrieb. Als wesentliche Gründe für den Sieg Mohammeds nannte er Trivialität („Yes, we can!“) und doktrinäre Wut. Burckhardt:

Sein Fanatismus ist der eines radikalen Simplifikators und insoweit völlig echt (…) Alle vielartigen Verzweigungen des bisherigen Glaubens versetzen ihn in eine wirkliche Wut, und er trifft (seine Genialität liegt darin, dies zu ahnen) auf einen Augenblick, da große Schichten seiner Nation für eine äußerste Vereinfachung des Religiösen offenbar höchst empfänglich waren (…) Den Glauben der Juden, Christen, Parsen besieht er sich (…) und raubt daraus fetzenweise, was ihm dient, und gestaltet diese Elemente nach seiner Phantasie. So fand jeder irgendeinen Anklang aus seinem bisherigen Glauben in Mohammeds Predigten.

Burckhardt warnt in Bezug auf Mohammed davor,

aus großen Wirkungen auf große Ursachen zu schließen, (…) das bloß Mächtige für das Große zu nehmen (…) Die Platitüde hat hier einmal ihre Macht gezeigt. Die Trivialität ist gern tyrannisch und legt gerne dem edleren Geist ihr Joch auf (…) Die große Masse der Menschheit aber ist trivial. (z.n. Hildegard von Kotze und Helmut Krausnick: „Es spricht der Führer“, Gütersloh 1966, S. 50)

Kapitalismus und die Funktion des Orgasmus (Teil 4)

1. Juli 2015

Durchgehend verbindet der Biologe und Ökonom Hans Hass in seinem naturphilosophischen Denken biologisches mit wirtschaftlichem Denken. Kaufmännisches Denken sei

jenem der Energontheorie gar nicht so ungleich. Auch der auf Effektivität ausgerichtete wirtschaftende Mensch denkt nicht so sehr in Strukturen denn in Funktionen. Er fragt sich, wie notwendige Leistungen erzielt werden können – über welche Strukturen auch immer.

Sollte es da nicht ein leichtes sein, orgonomisch-funktionelles Denken in die Wirtschaft zu tragen? Jedenfalls behauptet Hass, daß „in der Wirtschaft (…) die Betrachtungsweise der Energontheorie verhältnismäßig schnell Verständnis gefunden hat.“ Er verweist dabei auf die von Wolfgang Mewes entwickelte EKS („energo-kybernetische Managementstrategie“ bzw. „evolutionskonforme Managementstrategie“, heute „engpaßkonzentrierte Strategie“), die sich „in mehrfacher Hinsicht auf Konsequenzen der Energontheorie“ stütze. Hass zufolge gründet sich diese EKS auf die folgenden Strategieelemente (Hass/Lange-Prollius: Die Schöpfung geht weiter, Stuttgart 1978):

  1. „Aufschließung des Bedarfs“, d.h. man findet für den Bedarf (das Schloß) den richtigen Schlüssel, um an die Energie (das Geld) des Konsumenten) zu gelangen;
  2. „engpaßorientiertes Verhalten“, d.h. alle Einheiten zu beseitigen, die den Konkurrenzwert mindern, dadurch folge man einer „kybernetischen Spirale“;
  3. „egoistischer Altruismus“, d.h. man befriedigt die Bedürfnisse optimal und verwendet die Gewinne, um diese Bedürfnisse, also die eigentliche Energiequelle des Unternehmens, weiter zu erforschen, dadurch kann man sie noch besser befriedigen und verankert sich so immer fester im Markt.

Was man sich darunter konkret vorstellen kann, wird deutlicher, wenn etwa Mewes schreibt:

In der deutschen Wirtschaft haben sich seit 1900 die Funktionen (Aufgaben) etwa im Verhältnis 1 zu 10 000 spezialisiert, die Bewerber aber allenfalls im Verhältnis 1 zu 100. Die Folge ist, daß Wirtschaft und Gesellschaft einen unterschwelligen Bedarf an unendlich vielen neuen Spezialfähigkeiten haben, die ihnen aber immer erst dann bewußt wird, wenn eine solche neue Spezialfähigkeit angeboten, wenn sie also bewußtgemacht wird.

Das ist Reichs „Arbeitsdemokratie“ mit anderen Worten und aus einem anderen Blickwinkel als üblich.

Auf jeden Fall lohnt es sich für jeden Orgonomie-Interessierten sich mit Unternehmensführung, Marketing, etc. zu befassen, da, mal abgesehen von der Psychotherapie, kaum etwas in der Gesellschaft so gut von der Orgonenergie her verstanden werden kann.

Oder wie Reich schrieb:

Wenn wir unter einem sozialen zwischenmenschlichen Verhältnis jede Beziehung verstehen, die der Befriedigung eines biologischen Grundbedürfnisses dient, dann stehen die sexuellen Verhältnisse in voller und gleichberechtigter Funktion neben den wirtschaftlichen Verhältnissen. (Massenpsychologie des Faschismus)

Es ist bezeichnend, daß sogenannte „Intellektuelle“, die von jeher die Todfeinde der Orgonomie waren, vor allem zwei Dinge verachten: die Sexualität und den „schnöden Broterwerb“. Sie sind zu „höherem“ bestimmt.

Es geht sowohl in der Sexualität als auch in der Arbeit darum, die Bedürfnisse des Gegenübers optimal zu erkennen, um die eigenen Bedürfnisse optimal befriedigen zu können.