Posts Tagged ‘Relativitätstheorie’

Einstein und die Orgonphysik

22. Januar 2017

Experimentelle Beweise, wie die von Michelson-Morley, die zeigten, daß es keine „Äther-Drift“ gibt, waren für Einstein bedeutungslos, vielmehr war es die mathematische Ästhetik, die Symmetrie der Naturgesetze (eine feste Lichtgeschwindigkeit für jeden Beobachter), die ihn leitete. Von daher ist es abwegig zu glauben, daß irgendein Experiment Einstein von seinem Weg abgebracht hätte.

1920 hielt Einstein den Vortrag „Der Äther und die Relativitätstheorie“, in dem er den Äther, den er 1905 durch die spezielle Relativität abgeschafft hatte, wieder einführte. Er sprach über den „Äther der allgemeinen Relativitätstheorie“, ein Äther mit Gravitationswellen ähnlich den Ätherwellen der Physik des 19. Jahrhunderts. Heute gibt es sogar „Gravitations-Inferferometer“, die versuchen, Gravitationswellen zu messen. Aber dieser „Äther“ hat nichts mit dem Orgon zu tun, weil nach einer sorgfältigen Analyse die allgemeine Relativität das Konzept einer „substanzähnlichen Energie“ ausschließt.

Letztlich basierte Einsteins Konzept des Universums auf der Reduktion von Dynamik auf Kinematik und weiter auf Geometrie: ein Universum, in dem Zeit und Zufall bloße Illusionen waren. Außerdem war Einstein der Feind jeder „Energetik“. Zuerst zeigte er 1905 die Teilchennatur von Materie und Licht (Photonen), es folgte die allgemeine Relativitätstheorie. Und schließlich, wenn er an etwas glaubte, dann an die Absolutheit des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, die allein schon durch die Teilchennatur der Materie gegeben ist.

Es war von Anfang an vergebliche Liebesmüh, bei Einstein mit Lichtphänomenen (dem Orgonoskop) und dem thermischen Ungleichgewicht zwischen Orgonenergie-Akkumulator und Umgebung irgendwas reißen zu wollen.

Orgonomische Dogmatik

20. Januar 2017

Leuten wie mir wird immer wieder vorgeworfen, sie seien dogmatisch und es sei nie die Intention Reichs gewesen seine „Lehre“ erstarren zu lassen. Tatsächlich sitzen diese Kritiker einem grundsätzlichen Mißverständnis auf. Die Orgonomie ist eine Wissenschaft und damit weitgehend unwandelbar. Man nehme etwa die Physik: seit Jahrzehnten sind weltweit die Lehrveranstaltungen für die Grundsemester praktisch austauschbar trotz aller Versuche didaktisch effizient zu sein und Neuland zu beschreiten. Mechanik, Elektromagnetismus, Thermodynamik, Relativitätstheorie und Quantenmechanik sind in ihren Grundlagen unwandelbar. Es kann von einer ermüdenden Langeweile sein! Beispielsweise hat sich die Optik seit Newton, d.h. seit 300 Jahren, praktisch überhaupt nicht gewandelt. Genauso ist es mit der Orgonomie. Was sollte sich an der Orgasmustheorie, der Entdeckung des Orgons und dem orgonomischen Funktionalismus seit Reich schon groß geändert haben?

All die Neuerungen und „Konzepte“, mit denen „Reichianer“ immer wieder hervortreten, sind nachweisbar durchweg mechano-mystische Entstellungen, so als hätte man es mit einer „Weltanschauung“ zu tun, die ausgebaut, „angepaßt“ und „neu ausgerichtet“ werden könnte.

Orgonomie, eine Wissenschaft

5. Januar 2017

Wilhelm Reich, Physiker: 1. Biophilosophie, a: Orgonomischer Funktionalismus

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.13.

27. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

13. Der Geist in der Maschine

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel VI.12.

24. Mai 2016

orgonometrieteil12

I. Zusammenfassung

II. Die Hauptgleichung

III. Reichs „Freudo-Marxismus“

IV. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

V. Reichs Biophysik

VI. Äther, Gott und Teufel

1. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

2. Spiritualität und die sensationelle Pest

3. Die Biologie zwischen links und rechts

4. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

5. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

6. Die gesellschaftlichen Tabus

7. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

8. Dreifaltigkeit

9. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

10. Die Schöpfungsfunktion

11. Die Rechtslastigkeit der Naturwissenschaft

12. Bewegung und Bezugssystem

Orgonometrie (Teil 2): Kapitel 6.i.

4. Mai 2016

orgonometrieteil12

1. Zusammenfassung

2. Die Hauptgleichung

3. Reichs „Freudo-Marxismus“

4. Reichs Beitrag zur Psychosomatik

5. Reichs Biophysik

6. Äther, Gott und Teufel

a. Der modern-liberale (pseudo-liberale) Charakter

b. Spiritualität und die sensationelle Pest

c. Die Biologie zwischen links und rechts

d. Der bioenergetische Hintergrund der Klassenstruktur

e. Die Illusion vom Paradies und die zwei Arten von „Magie“

f. Die gesellschaftlichen Tabus

g. Animismus, Polytheismus, Monotheismus

h. Dreifaltigkeit

i. „Ätherströme“, Überlagerung und gleichzeitige Wirkung

Erstrahlung, Überlagerung und Relativität

5. Dezember 2013

www.orgonomie.net

Ursprünglich hatte ich vor, den Text Erstrahlung, Überlagerung und Relativität vollkommen neu zu schreiben, weil ich die Dinge mittlerweile etwas anders sehe, insbesondere was die Funktion der Erstrahlung betrifft. Bei der erneuten Lektüre mußte ich jedoch einsehen, daß der Text so steht, ich ihn noch immer zu rechtfertigen vermag und er kaum sinnvoll auf grundlegende Weise umgebaut werden kann. Er wurde deshalb nur leicht verändert und sozusagen „endgültig“ ins Netz gestellt.

Nahwirkungstheorie und Fernwirkungstheorie (Teil 1)

31. August 2013

Denkbar knapp ausgedrückt besagt die Nahwirkungstheorie, daß alles in der Welt wie ein Billardspiel funktioniert, bei dem alles auf dem direkten Kontakt zwischen den Billardkugeln, dem Coe und den Banden beruht. Ein Beispiel für die Fernwirkungstheorie ist die Newtonsche Gravitationstheorie, die auf jeden „Erklärungsmechanismus“ verzichtet. Der Fall des Apfels vom Baum und die Bewegung des Mondes um die Erde werden von einer hypothetischen „Kraft“, der Gravitation, bestimmt, ohne daß irgendein Mechanismus angegeben wird, wie diese Kraft funktioniert. Ein „Mechanismus“ ist auch schwer vorstellbar, da die Wirkung der „Schwerkraft“ instantan sein soll.

Newton selbst war diese Vorstellung zutiefst zuwider. Sie war jedoch unausweichlich. Angenommen die Gravitation würde sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten: dann würde die Erde zu einem Ort hingezogen, an dem die Sonne vor 8 Minuten war und umgekehrt die Sonne zu einem Ort, wo die Erde vor 8 Minuten war. Ergebnis wäre, daß die beiden Objekte gemäß den Gravitationsgesetzen spiralförmig aufeinander zustürzten! Diese Überlegung war der Tod aller mechanischen Nahwirkungstheorien der Gravitation, insbesondere der von Descartes, welcher die Gravitation mittels „Ätherwirbeln“ erklären wollte. Er dachte dabei etwa an einen Wasserstrudel, bei dem alles „gravitationsartig“ dem Mittelpunkt zustrebt. Newton wollte die Gravitation ähnlich wie vor ihm Descartes ebenfalls auf den Äther zurückführen, da ihm wie gesagt die Fernwirkungstheorie persönlich zutiefst zuwider war, beließ es aber bei privaten naturphilosophischen Spekulationen, die er nicht mit seinen mathematischen Formulierungen verbinden konnte.

Einstein löste das Problem mit seiner Allgemeinen Gravitationstheorie, der zufolge Gravitation „gekrümmte Raumzeit“ ist und die Energie der Gravitation selbst die „Raumzeit krümmen“ kann, was den oben beschriebenen Effekt aufhebe, obwohl sich die Schwerkraft nur mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet.

Schaut man in die Weiten des Universums mit seinen weiträumigen Strukturen, wo die Lichtgeschwindigkeit „zum Verzweifeln“ langsam ist, wird jede Nahwirkungstheorie, inklusive der Einsteinschen, vollkommen absurd. Es bleibt dann nämlich nichts, was das ganze organisiert und zusammenhält, d.h. das Universum zu einer funktionellen Einheit macht.

Entsprechendes läßt sich auch über den menschlichen Organismus sagen. Wie bereits F.A. Lange vor 150 Jahren in seiner Geschichte des Materialismus herausarbeitete, gibt es keinen denkbaren Schritt von „Atomen“, welcher Natur diese auch immer seien, d.h. den oben erwähnten Billardkugeln der Nahwirkungstheorie, zu dem, was wir „Geist“ nennen. Der Geist ist etwas, was schlichtweg keine „Teile“ hat. Oder anders ausgedrückt: Teile konstituieren ein Objekt, aber nie und nimmer ein Subjekt. Der „Geist“ repräsentiert das einheitliche Funktionieren des Organismus.

Es bleibt natürlich Newtons verzweifelte Frage, wie man die Fernwirkungstheorie verstehen soll, bzw. was man sich eigentlich darunter vorzustellen hat. Wie Newton selbst sagte, ist sie vollkommen absurd. Lange berief sich auf Kant. Das „Ding an sich“ sei unerkennbar, weshalb der ansonsten in jeder Hinsicht vorzuziehende Materialismus und damit alles menschliche Wissen hier an seine Grenze stoße.

Die Antwort findet sich in Einsteins Relativitätstheorie, der zufolge der Raum kein starrer Rahmen wie bei Newton ist, in dem sich das besagte Billardspiel „zeitlich“ abspielt, sondern Raum und Zeit ineinander verzahnt sind. Es kommt, abhängig vom Beobachter, aber trotzdem nicht nur subjektiv, zur „Längenkontraktion“ und „Zeitdilatation“. In der Allgemeinen Relativitätstheorie ist der Uhrenlauf von der Krümmung der vierdimensionalen Raumzeit abhängig, in der Raum und Zeit zu einer Art „Substanz“ vereinigt sind, die theoretisch auch mit Überlichgeschwindigkeit verschoben werden kann (der berüchtigte „Warp-Antrieb“ des Science Fiction).

Als Einstein sich mit dem Äther-Problem beschäftigte, zunächst in der Speziellen Relativitätstheorie mit dem „Lichtäther“ und dann in der Allgemeinen Relativitätstheorie mit dem, wenn man so sagen kann, „Gravitationsäther“, ist er zwangsläufig auf die entsprechenden orgonotischen Funktionen gestoßen, in denen beispielsweise aus einem räumlichen Nebeneinander ein zeitliches Nacheinander wird und entsprechend der trennende Raum zu verschwinden scheint. Newton hat das für die Schwerkraft beschrieben, Henri Bergson für den „Geist“, den man nur „zeitlich“, aber nicht räumlich beschreiben könne. (So ist auch Reichs frühes Studium der Werke Langes und Bergsons zu verstehen: der letztere wies den Weg aus der Sackgasse, die der erstere aufgezeigt hatte.)

Orgonometrisch läßt sich „Fernwirkung“ in allen ihren Aspekten auf folgendes reduzieren:

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Siehe zu diesen Ausführungen auch The Journal of Orgonomy (Vol. 40, No. 2, Fall/Winter 2006).

Reich in der Platonischen Akademie (Teil 1)

28. April 2013

Wilhelm Reich, Physiker: 1. Biophilosophie, a. Platon und Aristoteles

The Journal of Orgonomy (Vol. 31, No. 2, Fall/Winter 1997)

21. August 2012

1928 führte George Gamow den „Tunneleffekt“ in die Physik ein. Gewöhnlich erklärt man ihn mit der Heisenbergschen Unbestimmtheitsrelation. Demnach sei es einem Teilchen möglich, ein an sich undurchdringliches Hindernis zu „durchtunneln“, weil es den Energieerhaltungssatz unterlaufen könne, solange es nach der Zeit-Energie-Unbestimmtheit „rechtzeitig“ die geliehene Energie zurückgibt. Ebenso könnte mit der Ort-Impuls-Unbestimmtheit argumentiert werden, die keine ruhenden, energielosen Objekte mit einer festen Lokalisation zuläßt, so daß man Quanten-Teilchen prinzipiell nicht „einsperren“ kann. Mit anderen Worten: es kann keine perfekte Abschirmung und damit keinen „leeren Raum“ geben.

Noch überzeugender wird das Argument, wenn die Unbestimmtheitsrelation unmittelbar auf den „leeren Raum“ angewendet wird. Beseitigt man alle Atome aus einem Behälter, um ein Vakuum zu erzeugen, bleibt die Wärmestrahlung zurück. Doch auch die läßt sich durch Abkühlung auf den absoluten Nullpunkt nicht abstellen, denn bei dem ist immer noch die „Nullpunktstrahlung“ vorhanden – und die würde auch „ohne Wände“ vorliegen. Nach der Zeit-Energie-Unbestimmtheit läßt sich nämlich Stärke und Änderungsrate eines Feldes nicht gleichzeitig festlegen. Da bei einem feldfreien Vakuum jedoch Feldstärke und Änderungsrate exakt bestimmt wären, ist ein solcher Zustand prinzipiell unmöglich. Quantenstatistisch ausgedrückt bedeutet dies, daß man die Wahrscheinlichkeitswelle niemals ganz beseitigen kann – ein Rest von Wahrscheinlichkeit bleibt immer. Deshalb kann es in der Quantenmechanik weder eine perfekte „Isolation“ noch ein Vakuum geben; stets müssen in jedem denkbaren Bereich des leeren Raumes „Vakuumfluktuationen“ auftreten.

Merkwürdigerweise begann die neue „Äther-Physik“, als man die Quantenmechanik mit der Relativitätstheorie verband. Den ersten Schritt in diese Richtung unternahm 1928 Paul Dirac, als er die Quantenwellenfunktion für Elektronen relativistisch verbesserte. Diese modifizierte Gleichung ergab auch Lösungen für „negative Energie“. Demnach könnte ein Elektron auf ein Energieniveau springen, das unterhalb seiner Nullenergie liegt. Das Atom wäre also wieder genauso instabil, wie vor Bohrs Atommodell. Um diese Katastrophe zu verhindern, postulierte Dirac Elektronen mit negativer Energie, die alle denkbaren negativen Energieniveaus und damit den gesamten Raum auffüllen. Dirac selbst sprach ausdrücklich vom „neuen Äther“. Das Neue an diesem Äther war, daß er aufgrund des auf ihn angewendeten Unbestimmtheitsprinzips, das die Zuordnung einer bestimmten Geschwindigkeit verhindert, im Gegensatz zum klassischen stationären Äther nicht im Widerspruch zur Speziellen Relativitätstheorie stand.

Ein energiereiches Photon kann ein „negatives Elektron“ aus diesem „Dirac-See“ heben, indem es (z.B. mit einem anderen als „Katalysator“ dienenden Elektron zusammenstößt und dabei) sozusagen ein „Loch“ in das Vakuum schlägt. Das Loch entspricht einem damals noch hypothetischen „Positron“ (das dann 1932 tatsächlich von Anderson entdeckt wurde). Wird dieses Loch vom Elektron wieder aufgefüllt, indem sich Elektron und Positron vereinigen, entsteht ein identisches Photon.

In der „Quantenfeldtheorie“ (Quantenmechanik, die sich mit Wechselwirkungen befaßt) wurde wohl später der unbeobachtbare Dirac-See, in den man „Löcher“ schlagen konnte, fallengelassen (zumal immer mehr „Elementarteilchen“ entdeckt wurden, für die jeweils eigene „Seen“ hätten postuliert werden müssen), doch das Vakuum ist in der Vorstellung der Quantenfeldtheorie nach wie vor ein brodelnder See, bzw. ein „Gas“ aus „virtuellen Teilchen“, die durch die beschriebene Paarbildung „aus dem Nichts“ auftauchen und wieder vergehen.

1958 konnte M.J. Sparnaay erste Anzeichen einer meßbare Wirkung dieser virtuellen Teilchen nachweisen, als er einen 1948 von Hendrick Casimir postulierten Quanten-Effekt überprüfte. Zwei ungeladene Metallplatten, die, durch einen sehr kleinen Abstand getrennt, sich parallel gegenüberstehen, werden im vollkommenen Vakuum bis zum absoluten Nullpunkt abgekühlt (was beides natürlich nur annähernd erreichbar ist). Das mit den virtuellen Teilchen assoziierte elektromagnetische Spektrum (oder anders ausgedrückt die erwähnte Nullpunktstrahlung) wird zwischen den Metallplatten eingeschränkt, wodurch sich die beiden Platten anziehen, bzw. gegeneinander gepreßt werden. Die Kraft, mit der dies geschieht, ist dafür, daß sie „aus dem Nichts kommt“, beachtlich.

Der amerikanische Physiker H.E. Puthoff vom Institute for Advanced Studies at Austin führt nach einer kurzen Beschreibung des Quantenvakuums und der diversen Effekte, die ihm zuzuschreiben sind, aus:

So stellen wir fest, daß die Quantenelektrodynamik, die in der Relativitätstheorie wurzelt, welche den Äther verbannt hatte, gewisserweise den Kreis geschlossen hat, um uns mit dem Modell eines energetischen Vakuums auszustatten, das wieder ein vollkommen ausgefüllter Raum statt eine Leere ist.

Er diskutiert sogar die Möglichkeit diesen kosmischen Energie-Ozean mit Hilfe des Casimir-Effekts anzuzapfen („The Energetic Vacuum: Implications for Energy Research“, Speculations in Science and Technology, 13,3:247-257, 1990) – etwas was Reich mit anderen Mitteln schon vor einem halben Jahrhundert in der Praxis gelungen ist.

Anläßlich der „Demonstration of the Casimir Force in the 0.6 to 6 µm Range“ (1997) von Steve K. Lamoreaux setzt sich das Journal of Orgonomy mit der Beziehung zwischen dem Casimir-Effekt und Reichs Entdeckung der Orgonenergie auseinander: „The Orgone Energy Continuum“ (S. 258-262). Siehe auch Malcom W. Browne: „Ether Re-emerges as the Je Ne Sais Quoi of Physics“ (Journal of Orgonomy, 32,2, Fall/Winter 1998, S. 259-263).

Das besondere am Casimir-Effekt ist, daß Bosonen (beispielsweise Photonen) zu einer anziehenden Casimir-Kraft, Fermionen (beispielsweise Elektronen) jedoch zu einer abstoßenden Casimir-Kraft führen. Das entspricht, dem Journal of Orgonomy zufolge, der gleichzeitig anziehenden und abstoßenden orgonotischen Kraft von Metall. Man denke etwa an den Orgonenergie-Akkumulator mit seinen abwechselnden Schichten aus „organischem“ und metallischem Material. Das nichtmetallische Material absorbiert und hält die atmosphärische Orgonenergie, während das Metall das Orgon zwar ebenfalls anzieht, aber es sofort wieder abstößt. Dies generiert im Orgonenergie-Akkumulator eine höhere Orgonenergie-Konzentration.

Mit dem Casimir-Effekt habe ich mich bereits an anderer Stelle beschäftigt.